Mit Gegenwind entlang der Weser
April 28 in Germany
🚴♀️ Tag 1 Richtung Hamburg 🌞💨 Von Gohfeld nach Stozenau 65 km
Pünktlich um 9:30 Uhr schließe ich die Haustür hinter mir. Wie immer dauert es ein bisschen, bis alles geregelt ist und ich guten Gewissens für ein paar Tage loslassen kann. Doch dann: dieses tolle Gefühl von Aufbruch, die Neugier auf das was der Tag so bringt.
Der Himmel strahlt in zartem Blau, die Sonne wärmt – zumindest optisch. Denn der Wind zeigt sich von seiner ruppigen Seite und ist bitterkalt. Meine dicke Weste bleibt heute meine treue Begleiterin.
Von Gohfeld aus radle ich entlang der Werre Richtung Treffpunkt am Siel. Und staune nicht schlecht: Die vertraute Landschaft hat sich verändert. Wo früher Radwege, Grünflächen und Bäume waren, ist vieles plattgemacht worden. Kleine Staustufen durchziehen jetzt den Fluss – wohl eine Ausgleichsfläche, aber so ganz erschließt sich mir das nicht.
Kurz vor zehn erreiche ich den Treffpunkt – und punktgenau rollt auch mein Bruder an. Perfektes Timing! Gemeinsam starten wir unsere Tour: durch den Siel, weiter Richtung Kussbrücke. Dort legen wir unseren ersten Stopp ein – dieser Ort, wo die Werre in die Weser fließt, hat einfach etwas Heimisches, Vertrautes.
Weiter geht’s bei strahlendem Sonnenschein: sattes Grün, leuchtendes Gelb, tiefes Blau – der Frühling zeigt sich von seiner schönsten Seite.Von Bad Oeynhausen geht es nach Barkhausen, begleitet vom Blick auf Kaiser Wilhelm und den Fernsehturm.
In Minden erreichen wir die Schiffsmühle – Zeit für die erste Pause. Cappuccino, ein bisschen plaudern, ankommen im Tag. Danach folgen Wasserstraßenkreuz und Schachtschleuse. Wir radeln weiter entlang der Weser Richtung Petershagen.
Kurz vor Petershagen entdecken wir einen ganz besonderen Rastplatz: ein schwimmendes Ponton mitten auf der Weser. Windgeschützt, sonnendurchflutet, umgeben von Wasser – perfekter geht es kaum. Unser Picknick wird allerdings kurz spannend, als ein vorbeifahrendes Schiff das Ponton ordentlich ins Schaukeln bringt. Für einen Moment halten wir den Atem an – aber alles bleibt an seinem Platz. Glück gehabt! 😄
Gerade hier wird uns wieder bewusst, wie schön die Heimat ist. Man muss diese Momente nur erkennen – und zulassen.
Petershagen lassen wir links liegen, aber einen Abstecher zur Mühle gönnen wir uns. Danach geht es durch eine Bilderbuchlandschaft: blühende Rapsfelder, kleine Alleen im frischen Maigrün, ein Himmel wie gemalt. Und das Beste: kaum Menschen unterwegs. Einfach nur wir, die Natur und das leise Surren unserer Räder.
Zwischen Petershagen und Stolzenau fahren wir durch eine idyllische Seenlandschaft und machen Halt am Glissensee. Ein kleiner Badeplatz mit Sandstrand – und wieder sind wir ganz allein. Was für ein Geschenk!
Gegen 16 Uhr erreichen wir Stolzenau. Im Hotel zur Post haben wir Zimmer reserviert – nach kurzem Klingeln wird uns geöffnet. Unsere Räder finden sicher Platz in der Garage, die wir bequem mit dem Zimmerschlüssel nutzen können.
Im Biergarten, der eigentlich noch geschlossen ist, bekommen wir trotzdem ein kühles Getränk serviert. Was für ein schöner Abschluss dieses Tages: entspannt in der Sonne sitzen, zurückblicken, genießen.
65 Kilometer liegen hinter uns – ein perfekter Einstieg in unsere Tour Richtung Hamburg.
Jetzt sind wir gespannt, was der Abend noch bringt… 🍻Read more



























TravelerMit offenen Augen ist es eigentlich überall auf der Welt schön 🤩