Zwischen Rapsfeldern und Weserblick –
April 30 in Germany ⋅ ☀️ 13 °C
🚴♀️ Weiterfahrt nach Bremen.
Der Tag begrüßt uns mit blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein – fast zu schön, um wahr zu sein. Ich habe wunderbar geschlafen, das Frühstück ist reichhaltig und genau das Richtige für einen Radtag. Um 9:45 Uhr sitzen wir im Sattel, bereit für die nächste Etappe Richtung Bremen, die heute rund 50 km lang sein wird.
Auch wenn die Sonne scheint – die Luft ist frisch. Ich bin froh über meine Entscheidung für die etwas dickere Hose und die Jacke. Man lernt ja dazu unterwegs.
Zunächst geht es zurück: gut 5 Kilometer von Verden nach Groß Hutbergen, um wieder von der Aller an die Weser zu gelangen. Doch hinter der Weserbrücke stehen wir erstmal ratlos – welcher Weg ist der richtige?
Ein paar ältere Herren, vertieft in einen gemütlichen Plausch, helfen uns weiter: Zwei Möglichkeiten gäbe es, sagen sie – die schönere führe über Thedinghausen. Unser Navi sieht das genauso. Also los.
Zwar geht es zunächst noch ein Stück an der Landstraße entlang, doch der Radweg ist gut ausgebaut, der Verkehr überschaubar – und wir rollen durch ein Farbenmeer: Rapsgelb, Maigrün und Himmelblau. Einfach herrlich.
In Morsum stoppen wir kurz bei Netto und decken uns mit Laugenstangen für die Pause ein. Ein falsch gedrehtes Hinweisschild schickt uns anschließend in die falsche Richtung – und weil wir die Landstraße meiden wollen, landen wir dank eines Tipps in einer wunderschönen Landschaft, aber dafür mitten auf einer ziemlich ruppigen Betonpiste. Abenteuer inklusive 😉
In Thedinghausen angekommen, gönnen wir uns erstmal eine wohlverdiente Cappuccino-Pause – mit Blick auf die imposante St. Maria Magdalena Kirche. Thedinghausen ist ein kleiner, historisch geprägter Ort an der Weser, bekannt für sein prachtvolles Renaissance-Schloss Schloss Erbhof aus dem 17. Jahrhundert. Fachwerk, Geschichte und ländlicher Charme – absolut sehenswert, auch wenn wir diesmal nur daran vorbeiradeln.
Weiter geht’s Richtung Bremen-Arsten. Zunächst durch kleine Ortschaften, später wieder längere Strecken entlang der Landstraße – nicht gerade das Highlight des Tages. Umso schöner ist es, als wir endlich wieder an die Weser ind zwar an und auf den Deich geführt werden.
Oben angekommen: Weite, Wasser, Wind. Rechts Wasserlandschaften, links kleine Gärten, verstreute Häuser. Auf dem Deich mit Blick auf die Marina Wieltsee genießen wir unsere Laugenstangen.
Ein echtes Kleinod entdecken wir bei Weyhe: den Reisegarten Weyhe. Ein liebevoll gestalteter Park direkt an der Weser, inspiriert von internationalen Gartenideen – ein Ort zum Verweilen, Durchatmen und Staunen.
Je näher wir Bremen kommen, desto voller wird es auf dem Deich. Radfahrer, Spaziergänger – jetzt ist Konzentration gefragt. Auf der Weserbrücke Richtung Zentrum mischen sich dann auch noch Straßenbahn und Autos dazu. Aber unser Navi bringt uns sicher ans Ziel: ins Hotel.
Räder in die Tiefgarage, Taschen aufs Zimmer – es ist kurz nach 15 Uhr. Frisch machen, und dann: ab in die Stadt!
Erster Stopp: ein kühles Getränk an der Schlachte.
Dann ein entspannter Bummel durch die Böttcherstraße, weiter zum Bremer Rathaus, in den Bremer Dom( eine Kerze für Michael anzünden) und natürlich auch zu den Bremer Stadtmusikanten.
Zum Abschluss schlendern wir noch durch das verwinkelte Schnoorviertel – eines der ältesten Viertel Bremens mit kleinen Gassen, Boutiquen und ganz viel Charme.
Der kleine Hunger meldet sich, und so zieht es uns zurück an die Schlachte. In der warmen Abendsonne sitzen wir zwischen vielen Menschen, die das Leben genießen. Auch wir bleiben bis zum Sonnenuntergang – satt, müde und voller Eindrücke.
Was für ein Tag. ❤️Read more





















