• Bürgerpark, Biergarten und Brauerei

    May 1 in Germany ⋅ ☀️ 17 °C

    🚴‍♀️ – ein Sommertag wie aus dem Bilderbuch
    Man sollte es kaum glauben – aber auch heute lacht uns beim Blick aus dem Fenster wieder strahlend blauer Himmel entgegen. ☀️ Was haben wir für ein Glück mit dieser Radtour!
    Nach einem herrlich reichhaltigen Frühstück sitzen wir bereits um 9:45 Uhr im Sattel. Die Räder holen wir aus der Tiefgarage, dann geht es los – Richtung Bürgerpark Bremen. Die Strecke kenne ich noch vom letzten Jahr, als ich mit meiner Mädelsgruppe hier unterwegs war. Und wie damals empfängt uns der Park mit üppigem Grün, blühenden Bäumen und einer wunderbaren Morgenstimmung. Auf dem Kanal schippert eine fröhliche Truppe Maiausflügler – Lebensfreude pur.
    Wir suchen den Anschluss an den Hanse-Radweg – und finden ihn schneller als gedacht. Der Hanse-Radweg Bremen–Hamburg ist eine beliebte, rund 120 Kilometer lange Strecke, die beide Hansestädte verbindet. Er führt durch stille Moore, Wälder, kleine Dörfer und bietet eine wunderbare Mischung aus Natur und Kultur – allerdings auch mit Abschnitten, die nicht ganz ohne sind.
    An einer Kreuzung, als wir kurz unsicher sind, spricht uns plötzlich eine ältere Dame an. „Wo wollt ihr denn hin?“ – „Richtung Fischerhude“, sage ich spontan. „Na, dann kommt mal mit – da will ich auch hin!“
    Und so radeln wir plötzlich mit Erika. Fast 80 Jahre alt – und was für ein Tempo! 🚴‍♀️ Ganz ohne E-Bike hält sie locker mit uns mit und erzählt dabei spannend von der Region: von den Haus Hohenzollern, die hier ein Anwesen haben, von der Universität, an der wir vorbeikommen – ein lebendiger Tourguide auf zwei Rädern.
    Fischerhude selbst ist ein kleines Künstlerdorf mit viel Geschichte. Maler, Schriftsteller und Kunsthandwerker haben den Ort geprägt. Reetgedeckte Häuser, Galerien und die Wümme verleihen ihm einen ganz besonderen Charme.
    In Fischerhude verabschieden wir uns von Erika – sie fährt noch zum Mittagessen bei einer Freundin und später die 22 Kilometer wieder zurück. Respekt! 👏
    Wir gönnen uns einen Cappuccino im hübschen Puppen Café Fischerhude, bevor es weitergeht.
    Dann zeigt der Hanse-Radweg sein anderes Gesicht: Waldwege, Sand, Schotter – der Asphalt macht Pause. Jetzt wissen wir, warum die Strecke stellenweise als „anspruchsvoll“ gilt. Aber egal ob Wald oder Wiesen – es ist einfach wunderschön. 🌿
    Nach etwa 55 Kilometern erreichen wir Nartum. Der Po meldet sich – Zeit für eine Pause! Der Nartumer Hof kommt wie gerufen: gepflegte Anlage, schöner Biergarten, einladende Atmosphäre. Ein alkoholfreies Bier später beschließen wir: Für den großen Hunger ist es noch zu früh – ein Eis wäre gut, nachdem das Universum mir die bestellte Bratwurst nur als Grillgeruch aus Gärten geliefert hat.

    Doch vorher liegen noch etliche Kilometer vor uns: über Sittensen Richtung Sauensiek.
    Die Strecke führt durch kleine Dörfer, vorbei an liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern – ein Genuss fürs Auge. 👀
    Zwischendurch kürzen wir ein Stück über die Landstraße ab. An einer Tankstelle gibt’s endlich Nachschub: Wasser, Schokolade – schnelle Energie für müde Beine.
    Die letzten 16 Kilometer ziehen sich… endlos. Obwohl der Radweg wunderbar asphaltiert ist und die Landschaft traumhaft bleibt, wollen wir jetzt einfach nur noch ankommen.
    Um 17:30 Uhr stehen wir endlich vor dem Hotel & Gasthaus Klindworth – der Tacho zeigt knapp 90 Kilometer statt der geplanten 74. 😅
    Das traditionsreiche Haus ist nicht nur Hotel, sondern auch Brauerei – hier wird noch selbst gebraut. Es gibt einen Wohnmobilstellplatz und einen kleinen Campingplatz, alles idyllisch gelegen und sehr gepflegt.
    Die Räder kommen in die Garage – und wir in den Biergarten. 🍺
    Ein frisch gezapftes Bier aus eigener Herstellung, dazu später ein leckeres Essen – und wir sitzen noch lange draußen, während die Sonne langsam untergeht.
    So klingt ein perfekter Radtag aus.
    Morgen geht es weiter – Richtung Buxtehude und an die Elbe. 🚴‍♀️✨
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