• Töne von Grün und Gegenwind

    September 3 in Austria ⋅ ☁️ 23 °C

    Nach dem Frühstück geht es los, auf einem Radweg entlang einer Bundesstraße. Komisch, das wir keine Wegweiser zur „Via Claudia Augusta“ sehen. 🤔
    Bei einem Check der Karte stellen wir fest, der eigentliche Weg läuft parallel durch die Dörfer. Der Track, den ich heruntergeladen, habe, weicht vom eingezeichneten Verlauf bei OSM ab. 🤷‍♀️ Ein paar Kilometer weiter treffen wir wieder auf die Radroute und folgenden nun einfach der Beschilderung. Jetzt wird der Weg schöner und viel ruhiger. Wir fahren durch schöne grüne Wiesen, schattenspendende Wälder und an schönen Schleifen des Lech entlang.
    Allerdings geht es beständig bergauf und warum kommt der Wind den ganzen Tag von vorne?
    In einem kleinen Ort stehen Äpfel zum mitnehmen am Straßenrand. Wir greifen zu und ich bin gespannt wie die Früchte schmecken. Probiert haben wir nicht, denn kurz darauf kommen wir an einem Hofcafe (auf Vertrauensbasis) mit selbst gemachtem Eis vorbei. Da konnte ich einfach nicht widerstehen. Es gibt Sorten wie Eierlikör, Apfelmus-Butterkeks oder Malzkaffee. Da fällt die Entscheidung schwer.
    Weiter geht es Richtung Forggensee. Wir erreichen kurz vor der Abfahrtszeit die Anlegestelle der „Forggenseeschiffahrtsgesellschaft“. Das Schiff bringt uns und die Fahrräder bis nach Füssen. Der See leuchtet in unterschiedlichen Tönen von Türkis und wir haben einen schönen Blick auf die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. So macht Radfahren Spaß. 😂
    In Füssen ist es sehr trubelig. Wir schauen uns die historische Altstadt an und starten auf die letzten Kilometer bis Reutte in Tirol. Nachdem wir den Radweg an der Straße verlassen haben (hier wollte uns der Track wieder anders führen), fahren wir auf dem Radweg über kleine Waldwege und Nebenstraßen weiter. Die letzten Kilometer bis zu unserer Unterkunft führen durch ein bezauberndes Tal.

    Die längste Tour der Reise haben wir heute absolviert. Morgen wartet der Fernpass auf uns.
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