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Unterwegs in den Alpen

Mit dem Gravel-Rad führt die Tour auf der "Via Claudia Augusta" von Augsburg bis nach Bozen.
Zum Abschluss geht es auf die Sella Ronda mit den Pässen Sella-, Pordoi-, Campolongo- und Grödnerjoch.
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  • Trip start
    September 2, 2026

    Startklar für meine erste Gravel-Tour

    September 1 in Germany ⋅ 🌧 22 °C

    Morgen startet meine erste Gravel-Tour - über die Alpen. Die Taschen sind gepackt und morgen kann das Abendteuer beginnen ...
    Zu Zweit geht es mit dem Zug bis Augsburg um von dort auf der "Via Claudia Augusta" in 7 Etappen bis nach Bozen in Südtirol zu radeln.
    Nach einem Transfer mit dem Zug und einem Tag Pause umrunden wir das Sella Massive auf autofreien Straßen über die Pässe Campolongo-, Grödner-, Sella- und Pordoijoch.
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  • Schreck am Morgen

    September 2 in Germany ⋅ ⛅ 23 °C

    Der erste Blick nach dem Aufstehen wandert auf den DB Navigator. Der ICE nach Augsburg fährt noch, hat aber bereits jetzt über 20 Min. Verspätung. Nach kurzer Überlegung bleiben wir bei dem ursprünglichen Plan einen Zug früher nach Frankfurt zu fahren. Gerade am Frankfurter Hauptbahnhof angekommen, erreicht uns die Nachricht, das es eine Explosion im Augsburger Bahnhof gab. 😳 Die Bahnmitarbeiter an der Info geben uns die Empfehlung, auf unseren geplanten Zug zu warten, da der Bahnverkehr in Bayern gerade sehr eingeschränkt wäre.
    Laut Pressemitteilungen wurde der Bahnhof am Vormittag komplett gesperrt. Allerdings gegen 10:30 Uhr wieder geöffnet - juhu.
    Unser Zug fährt mit 40 Min. Verspätung ein und wir können wie geplant nach Augsburg fahren., nur einfach später.
    Schnell stehen die Räder auf den reservierten Stellplätzen und wir finden einen Sitzplatz ganz in der Nähe.
    In Augsburg angekommen, spazieren wir erstmal in die Altstadt und kehren in einem sehr schönen kleinen Café ein.
    Mittlerweile ist es 15 Uhr und wir radeln Richtung Landsberg am Lech los. Die Schilder der Via Claudia Augusta haben wir auch schnell gefunden und genauso schnell wieder verloren. So finden wir uns auf dem Lechradweg wieder. Der führt uns in die richtige Richtung aber auf der anderen Flussseite. Irgendwann überqueren wir den Fluss. Da wir etwas verwirrt auf die Wegweiser und die Karte schauen, nimmt uns ein anderer Radler einfach mit und beschreibt unseren weiteren Weg. Jetzt folgt der schönste Abschnitt der heutigen Tour - entlang eines schnell fließenden Baches.
    Nach etwa 10km längerer Strecke kommen wir schließlich in Landsberg an.
    Die ersten Kilometer haben wir zurück gelegt, auch wenn nur wenige auf der Via Claudia Augusta.
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  • Töne von Grün und Gegenwind

    September 3 in Austria ⋅ ☁️ 23 °C

    Nach dem Frühstück geht es los, auf einem Radweg entlang einer Bundesstraße. Komisch, das wir keine Wegweiser zur „Via Claudia Augusta“ sehen. 🤔
    Bei einem Check der Karte stellen wir fest, der eigentliche Weg läuft parallel durch die Dörfer. Der Track, den ich heruntergeladen, habe, weicht vom eingezeichneten Verlauf bei OSM ab. 🤷‍♀️ Ein paar Kilometer weiter treffen wir wieder auf die Radroute und folgenden nun einfach der Beschilderung. Jetzt wird der Weg schöner und viel ruhiger. Wir fahren durch schöne grüne Wiesen, schattenspendende Wälder und an schönen Schleifen des Lech entlang.
    Allerdings geht es beständig bergauf und warum kommt der Wind den ganzen Tag von vorne?
    In einem kleinen Ort stehen Äpfel zum mitnehmen am Straßenrand. Wir greifen zu und ich bin gespannt wie die Früchte schmecken. Probiert haben wir nicht, denn kurz darauf kommen wir an einem Hofcafe (auf Vertrauensbasis) mit selbst gemachtem Eis vorbei. Da konnte ich einfach nicht widerstehen. Es gibt Sorten wie Eierlikör, Apfelmus-Butterkeks oder Malzkaffee. Da fällt die Entscheidung schwer.
    Weiter geht es Richtung Forggensee. Wir erreichen kurz vor der Abfahrtszeit die Anlegestelle der „Forggenseeschiffahrtsgesellschaft“. Das Schiff bringt uns und die Fahrräder bis nach Füssen. Der See leuchtet in unterschiedlichen Tönen von Türkis und wir haben einen schönen Blick auf die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. So macht Radfahren Spaß. 😂
    In Füssen ist es sehr trubelig. Wir schauen uns die historische Altstadt an und starten auf die letzten Kilometer bis Reutte in Tirol. Nachdem wir den Radweg an der Straße verlassen haben (hier wollte uns der Track wieder anders führen), fahren wir auf dem Radweg über kleine Waldwege und Nebenstraßen weiter. Die letzten Kilometer bis zu unserer Unterkunft führen durch ein bezauberndes Tal.

    Die längste Tour der Reise haben wir heute absolviert. Morgen wartet der Fernpass auf uns.
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  • Der erste Alpenpass

    September 4 in Austria ⋅ ☁️ 25 °C

    Der Tag startet mit einem opulenten Frühstück.
    Der erste Berg des Tages ist bald erreicht und schon sehr steil. Es ist das erste Mal schieben angesagt. Als wir im nächsten Tal sind geht es über gut ausgebaute Radwege in Richtung Ehrwald. Dort ist zum ersten Mal der Fernpass ausgeschildert. Nach einer Suppe, einem alkoholfreiem Bier und neuem Wasser in den Radflaschen beginnt der Anstieg. Der Radweg verläuft abseits der Straße und ist durchgehend geschottert. Allerdings auch um einige Meter höher als die Straße. Mit der ein oder anderen Pause radeln wir die komplette Strecke in einem gemütlichen Tempo. Unterwegs fährt Peter, wie wir an der Passhöhe des Fernpasses erfahren, an uns vorbei. Er ist der 3. Radler, den wir ohne Motor hinauf strampeln sehen.
    Als wir endlich oben sind, können wir auf die Passstraße hinunter schauen und die Aussicht und ein paar Gummibärchen genießen.
    Jetzt geht es wieder runter, allerdings mehr zu Fuß als Radfahren. Teilweise ist der Schotter sehr lose und tiefe Rillen teilen den ehr schon schmalen Pfad. Der Abstieg wird eher zu einer Wanderung. Irgendwann ist der Weg für uns wieder fahrbar und nach einer kleinen Pause mit einem Eiskaffee erreichen wir Imst.
    Ich bin total geschafft und freue mich auf ein Abendessen und ein Bett.
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  • Verschätzt

    September 5 in Austria ⋅ ⛅ 28 °C

    Heute Morgen führt uns der erste Weg zu einer Radwerkstatt. Mein Fahrrad „knackt“ und ich habe keine Ahnung warum. Die beiden sehr freundlichen Radmechaniker schauen sich alles an, Sie ziehen alle Schrauben nach, aber das Knacken ist immer noch da. Allerdings bin ich beruhigt, da alle relevanten Teile in Ordnung sind und das Rad verkehrssicher. Um alles weitere kümmere ich mich nach meiner Rückkehr.
    Heute liegt der vorgeplante Track leider völlig daneben und wir werden statt 60km rund 80km radeln. Dazu kommt noch, das der Pass „Norbertshöhe“ mit den meisten Höhenmetern am Ende des Tages auf uns wartet. Um es vorweg zu nehmen, der Pass war super zu fahren mit 11 Spitzkehren und relativ gleichmäßiger Steigung. Das Beste, es gab kaum Auto- und Mororradverkehr.
    Aber zurück zum Beginn des Tages. Wir fahren heute den ganzen Tag am Inn entlang. Meist auf separaten Wegen, aber mit wenig Ausblicken und begleitet von vielen Industrieanlagen. Kurz führt uns der Weg für einige Kilometer durch die Schweiz. Es gab vereinzelt schöne Abschnitte und die Burg Altfinstermünz zwischen Pfunds und Nauders ist definitiv das Highlight des Tages.
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  • Almabtrieb und nasse Füße

    September 6 in Italy ⋅ ☁️ 28 °C

    Heute liegt der Reschenpass und damit die Überquerung des Alpenhauptkamm auf unsere Route.
    Allerdings ist die Organisation des Frühstücks die erste Herausforderung des Tages. Alle Cafés und Restaurant haben in Nauders am Sonntag morgen geschlossen. Einzig der Supermarkt nicht. So kaufen wir ein und nutzen einen Tisch des geschlossenen Supermarktcafes um zu essen. Das ist mir auch noch nie passiert.
    Irgendwann steigen wir auf unsere Räder und fahren Richtung Reschenpass. Das ist nur noch ein Katzensprung auf einem sehr gut ausgebauten Radweg. In Italien trinken wir auch erstmal einen Kaffee - lecker. 😊
    Als wir nach der Kaffeepause wieder starten, erreichen die ersten Kühe den Ort - heute scheint Almabtrieb in Reschen zu sein. Gut das wir heute so gemütlich unterwegs sind.
    Weiter geht es am Reschensee, aus dem die Kirchturmspitze ragt zum Haidersee. Hier finden wir ein Plätzchen und können die Füße rein halten.
    Der Weg führt ständig bergab und es gibt sogar Geschwindigkeitsbegrenzung und -messanlagen. Für einige Kilometer muss ich überhaupt nicht treten. Immer an der Etsch entlang radeln wir bis nach Glurns. Der Ortskern ist, wie ich mit italienische Städte vorstelle.
    Als wir nach einer Pause mit erfrischendem Eiskaffee wieder aufs Rad steigen, passieren wir einen Fruchtautomaten. Es gibt diverse Fruchtaufstriche, frische Erd- und Himbeeren. Das muss ausprobiert werden. Also Himbeeren ausgewählt, mit der Kreditkarte bezahlt und köstliche Früchte bekommen. 😂
    Die letzten Kilometer bis Prad rollen wir mit Blick auf den Gletscher des Ortler. Heute Nacht verbringen wir auf einem Pferdehof in einer Ferienwohnung mit Waschmaschine - spontaner Waschtag.
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  • Apfelfelder soweit das Auge reicht

    September 7 in Italy ⋅ ☀️ 31 °C

    Heute geht es nach einem ausgiebigen Frühstück in einem Café (war eine Empfehlung) in Prad mit wirklich sehr gutem Kaffee, weiter Richtung Meran. Kurz hinter Prad fangen die Felder mit Apfelbäumen an, so weit das Auge reicht. In Süd-Tirol werden ca. 5 Milliarden Äpfel pro Jahr von Hand geerntet. 😳
    In Mitten der Apfelbäume stehen Kisten mit Gala Äpfeln zum Probieren. Obwohl ich ziemlich satt vom Frühstück bin, beiße ich mit Genuss in einen der Äpfel. Gegen eine kleine Spende nahmen wir ein paar Exemplare mit.
    Der Radweg ist immer noch gut ausgebaut, allerdings gibt es von Zeit zu Zeit Abschnitte mit Schotter. Es verläuft die ganze Zeit an der Etsch oder in Flussnähe und immer bergab. Es sind in beide Richtungen unglaublich viele Radler unterwegs.
    Irgendwann stoppen wir an einer Apfelsaft Station. Dort können Saft von Jonagold, Idared und Golden Delicios probiert werden. Nach dem Tasting rollen (im wahrsten Sinne des Wortes) weiter nach Meran. Wir kommen an der „Marmorstadt“ Lana vorbei und erreichen unser Tagesziel gegen 14:30 Uhr. Wir beziehen unsere Ferienwohnung und machen einen Spaziergang in die Innenstadt.
    Nach einem Aperitif in einem kleinen Café in einem der Laubengänge, kaufen wir noch ein paar Leckereien für das Abendessen ein.
    Morgen haben wir einen Tag Pause vom Radfahren und bleiben in Meran.
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  • Pause in Meran

    September 8 in Italy ⋅ ☁️ 32 °C

    Heute haben wir einen Tag Pause in Meran. Wir schlafen aus, frühstücken ganz gemütlich und wollen dann dem Sissi-Weg durch die Stadt folgen.
    Wir gehen über die Postbrücke über die Sommerpromenade (mit Hängematten aus Holz in einem kleinen Park) bis zum Anlage Trauttmansdorff mit riesigen botanische Gartenanlagen.
    Auf dem Weg setzen wir uns in ein Café und ich trinke eine sehr leckere Rosmarin-Limonade. Mit einer älteren Dame am Nebentisch kommen wir ins Gespräch. Es stellt sich heraus, das sie auch mal in Düsseldorf gelebt hat. Klein ist die Welt.
    In der Gartenanlage verbringen wir fast den ganzen Tag. Es gibt so viel zu sehen: Waldgärten, Sonnengärten, Wasser- und Terrassengärten sowie Landschaften Südtirols. Außerdem gibt es schöne Aussichtspunkte über das Etsch- und Passeital sowie die umgebenden Berge. Da verfliegt die Zeit wie im Flug.
    Irgendwann schmerzen die Füße und wir haben Hunger. Da machen wir uns auf den Weg zurück ins Zentrum und kehren in einem Café der Wandelhalle ein. Danach kaufen wir noch ein paar Kleinigkeiten ein und gehen zu unserem Apartment zurück. Ein Pausentag mit vielen gelaufenen Kilometern liegt hinter uns.
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  • Bozen im Regen

    September 9 in Italy ⋅ ☀️ 30 °C

    Heute Morgen Trommel der Regen auf den Balkon. Da fällt das losradeln besonders schwer. Wir lassen uns Zeit und starten gegen 10Uhr.
    Seid gestern hängt hinter der Eingangstür, das Fahrräder nicht mit in die Wohnung genommen werden dürfen - zu spät. 🤷‍♀️
    Nachdem wir Meran verlassen haben, hört es auf zu Regnen.
    Wir verlassen die Via Claudia Augusta, da der Radweg eher langweilig immer an der Etsch entlang führt und fahren durch die kleinen Orte im Tal zwischen Apfelbäumen hindurch.
    Als wir Bozen erreichen, fahren wir erstmal zu unserer Unterkunft um die Fahrräder abzustellen. Das ist eine gute Entscheidung, da es Nachmittag wieder anfängt ziemlich stark zu regnen. Die Pension liegt an der Brennerstrasse mit ziemlich viel Verkehr, aber die Fenster bieten einen guten Schallschutz.
    Später nehmen wir den Bus in die Innenstadt und suchen im Naturkundemuseum Schutz vor dem Wetter. Die Sonderausstellung über Pilze ist sehr interessant.
    Als wir das Museum verlassen scheint die Sonne wieder und wir können noch ein wenig durch die Stadt spazieren. Wir gehen durch die Laubengänge und zum zentralen Platz mit dem Dom.
    Bevor wir wieder zu unserer Unterkunft fahren, trinken wir noch einen Aperitif und lassen den Tag gemütlich ausklingen.
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  • Tunnel und Platzregen

    September 10 in Italy ⋅ 🌧 16 °C

    Am Morgen bekommen wir von unserer goldigen Pensionswirtin ein opulentes Frühstück extra früh. Wir müssen um kurz nach 8 Uhr los, um den Zug nach Bruneck zu bekommen. Dieser hat etwas Verspätung. Aber wir erreichen trotzdem unseren Abschlusszug, obwohl nur 7 Min. geplant sind und 5 Min. bleiben.
    Hier treffen wir auf ein nettes Pärchen aus Graz, die nach einer Radtour durch die Alpen (inkl. Sella Runde) auf dem Weg nach Hause sind. Die Zeit vergeht im Gespräch wie im Flug und wir steigen schon wieder aus.
    Mit dem Rad geht es weiter. Erst auf einem Radweg und dann auf der Straße durch das Gadertal oder Val Badia stetig bergauf. Wir haben auch einige Tunnel zu passieren. Die „Umgehungsstraßen“ sind nicht gepflegt und teilweise von Erdrutschen verschüttet. Also Licht an und immer schön zusammen bleiben. Allerdings sind so gut wie alle Auto- und LKW-Fahrer sehr umsichtig und überholen mit genügend Abstand.
    Leider zieht im Laufe des Tages der Himmel immer mehr zu und es gibt von Zeit zu Zeit Schauer. Einen sitzen wir in einem Café mit Cappuccino und Apfelstrudel aus. 😊
    Die letzte Herausforderung ist der Campolongo-Pass zwischen Corvara und Arabba. Leider fängt es wären der Abfahrt von der Passhöhe zu schütten. Bis wir ankommen sind wir durchnässt.
    Aber unser Apartment hat eine gut funktionierende Heizung. So werden wir schnell warm und kochen am Abend noch eine riesige Portion Gemüselasagne.
    Als der Auflauf im Ofen ist, ist plötzlich der Strom weg. Mit den Informationen zur Unterkunft finden wir die Sicherungen und müssen nicht hungrig ins Bett. 😀
    Es gehört auch ein Skikeller zur Wohnung, aber leider ist der Raum zu klein für unsere Räder. Die bleiben kurzentschlossen auf dem Balkon.
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  • Pause mit Bergblick

    September 11 in Italy ⋅ 🌧 13 °C

    Heute ist einfach Pause. Ausschlafen, gemütlich frühstücken und den Tag genießen.
    Da unsere Wohnung eine Waschmaschine hat, war auch die tägliche Wäsche schnell erledigt und die nassen und dreckigen Klamotten von gestern wieder sauber.
    Die Fahrräder haben auch etwas Pflege bekommen - nach dem Regen und den gefahrenen Kilometern hat die Kette etwas Schmierung verdient.
    Da wir Arabba gestern nur mit tief gezogener Kapuze der Regenjacke erlebt haben, stand heute ein Spaziergang durch den Ort auf dem Programm. Ein kleiner Ort mit sehr vielen Hotels, Restaurants und Liftanlagen. Das Panorama allerdings, ist zu allen Seiten wundervoll.
    Ich freue mich sehr auf morgen: die Sella Runde autofrei. Mal sehen wieviel wird mit tausenden von Radfahrern unterwegs zu sein.
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  • Sella Runde bei Traumwetter

    September 12 in Italy ⋅ ☁️ 15 °C

    Um kurz nach 9Uhr geht es los. Die Straßen sind für den motorisierten Verkehr gesperrt und gehören den Radfahrern. 🥰
    Gegen den Uhrzeigersinn starten wir mit dem Campolongo-Pass. Nach ca. 40Min. haben wir die Passhöhe erreicht. Jetzt warm anziehen und die Abfahrt nach Coravara hinunter sausen.
    Jacke wieder ausziehen und das Grödner-Joch hinauf. Am Anfang mit moderater Steigung und zum Ende immer steiler. Nach über einer Stunde ist auch der zweite Anstieg des Tages geschafft. Jetzt wieder Jacken anziehen und abfahren. Jetzt geht es durch den Schatten und es ist ganz schön kalt. Unten wird es Zeit für die erste Einkehr. Aber bevor wir ganz unten sind, kommen wir an einem Hotel mit Terrasse vorbei. Also kurz die Räder an den bereitgestellten Ständern deponiert und mit Cappuccino und Kuchen gestärkt. Dabei haben wir Blick auf den Langkofel und die vorbeirollenden Radler. Es ist interessant, den heute sind viel mehr Radfahrer ohne Motor unterwegs. 😉Irgendwann geht es weiter. Wir rollen noch eine ganze Weile runter, bevor wir Richtung Sella-Joch abbiegen.
    Also Jacken wieder ausziehen und in einen kleinen Gang schalten. Bevor wir starten, spricht uns eine Dame aus Österrreich an, ob sie kurz ihren Mann anrufen kann, den sie verloren hat. Unter der Nummer geht nur die Mailbox dran und so fährt sie wütend weiter ins Tal. 😬
    Wir fahren aber wieder rauf. Das Sella-Joch fährt sich entspannt. The Same Procedure … Jacken wieder anziehen und eine steile und lange Abfahrt mit vielen Serpentinen herunterfahren. Wow, was für eine Fahrt!
    Ich habe meine Bremsen ganz schön erhitzt. 😳
    Jetzt nur noch ein Pass, der Podoi. Der zieht sich sehr. Es ist nicht steil, aber weit. Meine Reisebegleitung ist deutlich schneller und wir treffen uns erst oben wieder. Ich mache zwei Pausen um etwas zu trinken, ein paar Gummibärchen aus der Trikottasche zu essen und Fotos zu machen. Die Landschaft der Dolomiten ist einfach traumhaft schön. 😊 Auch ich komme nach ca. 1 Std. oben an- juhu! Was für ein Glücksgefühl. Jetzt wollen meine Beine aber auch nicht mehr.
    Aber die letzte Abfahrt nach Arabba ist noch zu meistern. Konzentriert bleiben und wieder komplett ins Tal über unzählige Serpentinen hinunter rollen. Allerdings nicht ohne - ihr ahnt es bestimmt schon - die Jacken wieder an zu ziehen.
    Im Ort kehren wir ein und bestellen eine viel zu große Schinken-Käse Platte. Danach bin ich voll gefuttert. Den Weg zur unserer Wohnung schieben wir die Räder. Der volle Bauch mag nicht mehr Radfahren. 😎
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  • Campolongo zum Dritten

    September 13 in Italy ⋅ ☀️ 25 °C

    Heute treten wir den Rückweg an. Dieser führt uns ein letztes Mal über den Campolongo-Pass. Wir fahren mit dem Rad zurück nach Bruneck.
    Nach dem Pass geht es auf einem schönen Radweg entlang des Flusses Gader bis nach Badia. Wir sind erstaunt wieviel Gefälle der Radweg hat. Das ist uns bei der Anfahrt gar nicht aufgefallen, obwohl wir berghoch gefahren sind. 😳
    Bevor es auf die Straße geht, machen wir noch eine Pause mit leckerem Pistazieneis.
    Vor der Weiterfahrt heißt es „Licht An“, denn auf der Straße müssen wir durch 6 Tunnel,
    Es geht stetig runter und durch die gut beleuchteten Tunnel preschen wir mit einer irren Geschwindigkeit.
    Die Landschaft auf dem Weg Richtung Bruneck wird immer „lieblicher“. Die schroffen Felsen weich Bergen mit Wiesen und Wald. Gegen 14Uhr sind wir dort und fahren mit dem Regionalzug nach Brixen. Unsere Unterkunft liegt auf einem Bauernhof mit Integrationsprojekt und Kindergarten. Ein wirklich schöner Ort. Allerdings nur über den steilsten Anstieg des Tages zu erreichen. 😉
    Am frühen Abend machen wir noch einen Spaziergang ins Zentrum von Brixen mit dem imposanten Dom. Beim Abendessen kommen wir mit einem deutschen Rentnerpärchen ins Gespräch. Sie wohnen in einem Ort in der Nähe von Füssen, durch den wir geradelt sind - klein ist die Welt.
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  • Zugfahrt mit Fahrrad

    September 14 in Germany ⋅ ☁️ 22 °C

    Kurz nach 7 Uhr starten wir in der Unterkunft. Auf dem Weg zum Bahnhof decken wir uns mit einem Frühstück ein.
    Pünktlich fährt der Zug nach Innsbruck ein. Leider stehen wir nicht richtig und legen noch einen kleinen Dauerlauf zum Fahrradwagon hin.
    Als unserer Fahrräder in der Fahrradhalterung hängen, frühstücken wir erstmal. Die Fahrt führt uns durch den Brenner-Tunnel und pünktlich erreichen wir Innsbruck. Hier funktionieren zur unserer Freude auch die Aufzüge. Es gibt einen zweiten Kaffe im Stehen. Mit den Fahrrädern ist alles andere unhandlich.
    Der Zug nach München steht bereits 20 Min. vor der Abfahrt bereit. Da das System vollständig anders ist, dauert es eine Weile bis ich das Rad zu meiner Zufriedenheit befestigt ist. 🤷‍♀️
    München ist die Endstation, da haben wir Zeit zum Aussteigen. Der Bahnhof ist so voll, das wir direkt mit den Rädern zum Gleis gehen. Kurz noch zum Bäcker gerannt um Brot und Zwetschgendatschi zu kaufen und dann müssen wir uns zu unserem Wagon ganz am Anfang des Zuges spurten. Als die Räder abgestellt und angeschlossen sind machen wir es uns bequem. Der nächste Umstieg wartet am Flughafen in Frankfurt auf uns.
    Der ICE war fast pünktlich und jetzt noch mit der S-Bahn bis Wiesbaden. Vom Fern- zum Regionalbahnhof ist der Weg nicht weit, aber es gibt weit und breit keine Aufzüge. Also mit dem Rad auf die Rolltreppe. 😳
    Die S-Bahn hat ein paar Minuten Verspätung und die letzten Kilometer vom Hauptbahnhof „fliege“ ich mit dem Rad nach Hause.

    Mein Fazit 😎
    A) Die Landschaft der Dolomiten ist traumhaft. Bestimmt auch ein tolles Gebiet zum Wandern.
    B) Die Via Claudia Augusta ist ein schöner und abwechslungsreicher Radweg.
    C) Saure Gummibärchen sind beim Radfahren eine super Energiequelle für zwischendurch.
    D) Die Gabel- und Satteltaschen waren eine sehr gute Gepäckkombination.
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    Trip end
    September 14, 2026