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Unterwegs in den Alpen

Mit dem Gravel-Rad führt die Tour auf der "Via Claudia Augusta" von Augsburg bis nach Bozen.
Zum Abschluss geht es auf die Sella Ronda mit den Pässen Sella-, Pordoi-, Campolongo- und Grödnerjoch.
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    🇮🇹 Kardaun, Italien

    Pause in Meran

    Gestern in Italien ⋅ ☁️ 32 °C

    Heute haben wir einen Tag Pause in Meran. Wir schlafen aus, frühstücken ganz gemütlich und wollen dann dem Sissi-Weg durch die Stadt folgen.
    Wir gehen über die Postbrücke über die Sommerpromenade (mit Hängematten aus Holz in einem kleinen Park) bis zum Anlage Trauttmansdorff mit riesigen botanische Gartenanlagen.
    Auf dem Weg setzen wir uns in ein Café und ich trinke eine sehr leckere Rosmarin-Limonade. Mit einer älteren Dame am Nebentisch kommen wir ins Gespräch. Es stellt sich heraus, das sie auch mal in Düsseldorf gelebt hat. Klein ist die Welt.
    In der Gartenanlage verbringen wir fast den ganzen Tag. Es gibt so viel zu sehen: Waldgärten, Sonnengärten, Wasser- und Terrassengärten sowie Landschaften Südtirols. Außerdem gibt es schöne Aussichtspunkte über das Etsch- und Passeital sowie die umgebenden Berge. Da verfliegt die Zeit wie im Flug.
    Irgendwann schmerzen die Füße und wir haben Hunger. Da machen wir uns auf den Weg zurück ins Zentrum und kehren in einem Café der Wandelhalle ein. Danach kaufen wir noch ein paar Kleinigkeiten ein und gehen zu unserem Apartment zurück. Ein Pausentag mit vielen gelaufenen Kilometern liegt hinter uns.
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  • Apfelfelder soweit das Auge reicht

    7. September in Italien ⋅ ☀️ 31 °C

    Heute geht es nach einem ausgiebigen Frühstück in einem Café (war eine Empfehlung) in Prad mit wirklich sehr gutem Kaffee, weiter Richtung Meran. Kurz hinter Prad fangen die Felder mit Apfelbäumen an, so weit das Auge reicht. In Süd-Tirol werden ca. 5 Milliarden Äpfel pro Jahr von Hand geerntet. 😳
    In Mitten der Apfelbäume stehen Kisten mit Gala Äpfeln zum Probieren. Obwohl ich ziemlich satt vom Frühstück bin, beiße ich mit Genuss in einen der Äpfel. Gegen eine kleine Spende nahmen wir ein paar Exemplare mit.
    Der Radweg ist immer noch gut ausgebaut, allerdings gibt es von Zeit zu Zeit Abschnitte mit Schotter. Es verläuft die ganze Zeit an der Etsch oder in Flussnähe und immer bergab. Es sind in beide Richtungen unglaublich viele Radler unterwegs.
    Irgendwann stoppen wir an einer Apfelsaft Station. Dort können Saft von Jonagold, Idared und Golden Delicios probiert werden. Nach dem Tasting rollen (im wahrsten Sinne des Wortes) weiter nach Meran. Wir kommen an der „Marmorstadt“ Lana vorbei und erreichen unser Tagesziel gegen 14:30 Uhr. Wir beziehen unsere Ferienwohnung und machen einen Spaziergang in die Innenstadt.
    Nach einem Aperitif in einem kleinen Café in einem der Laubengänge, kaufen wir noch ein paar Leckereien für das Abendessen ein.
    Morgen haben wir einen Tag Pause vom Radfahren und bleiben in Meran.
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  • Almabtrieb und nasse Füße

    6. September in Italien ⋅ ☁️ 28 °C

    Heute liegt der Reschenpass und damit die Überquerung des Alpenhauptkamm auf unsere Route.
    Allerdings ist die Organisation des Frühstücks die erste Herausforderung des Tages. Alle Cafés und Restaurant haben in Nauders am Sonntag morgen geschlossen. Einzig der Supermarkt nicht. So kaufen wir ein und nutzen einen Tisch des geschlossenen Supermarktcafes um zu essen. Das ist mir auch noch nie passiert.
    Irgendwann steigen wir auf unsere Räder und fahren Richtung Reschenpass. Das ist nur noch ein Katzensprung auf einem sehr gut ausgebauten Radweg. In Italien trinken wir auch erstmal einen Kaffee - lecker. 😊
    Als wir nach der Kaffeepause wieder starten, erreichen die ersten Kühe den Ort - heute scheint Almabtrieb in Reschen zu sein. Gut das wir heute so gemütlich unterwegs sind.
    Weiter geht es am Reschensee, aus dem die Kirchturmspitze ragt zum Haidersee. Hier finden wir ein Plätzchen und können die Füße rein halten.
    Der Weg führt ständig bergab und es gibt sogar Geschwindigkeitsbegrenzung und -messanlagen. Für einige Kilometer muss ich überhaupt nicht treten. Immer an der Etsch entlang radeln wir bis nach Glurns. Der Ortskern ist, wie ich mit italienische Städte vorstelle.
    Als wir nach einer Pause mit erfrischendem Eiskaffee wieder aufs Rad steigen, passieren wir einen Fruchtautomaten. Es gibt diverse Fruchtaufstriche, frische Erd- und Himbeeren. Das muss ausprobiert werden. Also Himbeeren ausgewählt, mit der Kreditkarte bezahlt und köstliche Früchte bekommen. 😂
    Die letzten Kilometer bis Prad rollen wir mit Blick auf den Gletscher des Ortler. Heute Nacht verbringen wir auf einem Pferdehof in einer Ferienwohnung mit Waschmaschine - spontaner Waschtag.
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  • Verschätzt

    5. September in Österreich ⋅ ⛅ 28 °C

    Heute Morgen führt uns der erste Weg zu einer Radwerkstatt. Mein Fahrrad „knackt“ und ich habe keine Ahnung warum. Die beiden sehr freundlichen Radmechaniker schauen sich alles an, Sie ziehen alle Schrauben nach, aber das Knacken ist immer noch da. Allerdings bin ich beruhigt, da alle relevanten Teile in Ordnung sind und das Rad verkehrssicher. Um alles weitere kümmere ich mich nach meiner Rückkehr.
    Heute liegt der vorgeplante Track leider völlig daneben und wir werden statt 60km rund 80km radeln. Dazu kommt noch, das der Pass „Norbertshöhe“ mit den meisten Höhenmetern am Ende des Tages auf uns wartet. Um es vorweg zu nehmen, der Pass war super zu fahren mit 11 Spitzkehren und relativ gleichmäßiger Steigung. Das Beste, es gab kaum Auto- und Mororradverkehr.
    Aber zurück zum Beginn des Tages. Wir fahren heute den ganzen Tag am Inn entlang. Meist auf separaten Wegen, aber mit wenig Ausblicken und begleitet von vielen Industrieanlagen. Kurz führt uns der Weg für einige Kilometer durch die Schweiz. Es gab vereinzelt schöne Abschnitte und die Burg Altfinstermünz zwischen Pfunds und Nauders ist definitiv das Highlight des Tages.
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  • Der erste Alpenpass

    4. September in Österreich ⋅ ☁️ 25 °C

    Der Tag startet mit einem opulenten Frühstück.
    Der erste Berg des Tages ist bald erreicht und schon sehr steil. Es ist das erste Mal schieben angesagt. Als wir im nächsten Tal sind geht es über gut ausgebaute Radwege in Richtung Ehrwald. Dort ist zum ersten Mal der Fernpass ausgeschildert. Nach einer Suppe, einem alkoholfreiem Bier und neuem Wasser in den Radflaschen beginnt der Anstieg. Der Radweg verläuft abseits der Straße und ist durchgehend geschottert. Allerdings auch um einige Meter höher als die Straße. Mit der ein oder anderen Pause radeln wir die komplette Strecke in einem gemütlichen Tempo. Unterwegs fährt Peter, wie wir an der Passhöhe des Fernpasses erfahren, an uns vorbei. Er ist der 3. Radler, den wir ohne Motor hinauf strampeln sehen.
    Als wir endlich oben sind, können wir auf die Passstraße hinunter schauen und die Aussicht und ein paar Gummibärchen genießen.
    Jetzt geht es wieder runter, allerdings mehr zu Fuß als Radfahren. Teilweise ist der Schotter sehr lose und tiefe Rillen teilen den ehr schon schmalen Pfad. Der Abstieg wird eher zu einer Wanderung. Irgendwann ist der Weg für uns wieder fahrbar und nach einer kleinen Pause mit einem Eiskaffee erreichen wir Imst.
    Ich bin total geschafft und freue mich auf ein Abendessen und ein Bett.
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  • Töne von Grün und Gegenwind

    3. September in Österreich ⋅ ☁️ 23 °C

    Nach dem Frühstück geht es los, auf einem Radweg entlang einer Bundesstraße. Komisch, das wir keine Wegweiser zur „Via Claudia Augusta“ sehen. 🤔
    Bei einem Check der Karte stellen wir fest, der eigentliche Weg läuft parallel durch die Dörfer. Der Track, den ich heruntergeladen, habe, weicht vom eingezeichneten Verlauf bei OSM ab. 🤷‍♀️ Ein paar Kilometer weiter treffen wir wieder auf die Radroute und folgenden nun einfach der Beschilderung. Jetzt wird der Weg schöner und viel ruhiger. Wir fahren durch schöne grüne Wiesen, schattenspendende Wälder und an schönen Schleifen des Lech entlang.
    Allerdings geht es beständig bergauf und warum kommt der Wind den ganzen Tag von vorne?
    In einem kleinen Ort stehen Äpfel zum mitnehmen am Straßenrand. Wir greifen zu und ich bin gespannt wie die Früchte schmecken. Probiert haben wir nicht, denn kurz darauf kommen wir an einem Hofcafe (auf Vertrauensbasis) mit selbst gemachtem Eis vorbei. Da konnte ich einfach nicht widerstehen. Es gibt Sorten wie Eierlikör, Apfelmus-Butterkeks oder Malzkaffee. Da fällt die Entscheidung schwer.
    Weiter geht es Richtung Forggensee. Wir erreichen kurz vor der Abfahrtszeit die Anlegestelle der „Forggenseeschiffahrtsgesellschaft“. Das Schiff bringt uns und die Fahrräder bis nach Füssen. Der See leuchtet in unterschiedlichen Tönen von Türkis und wir haben einen schönen Blick auf die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. So macht Radfahren Spaß. 😂
    In Füssen ist es sehr trubelig. Wir schauen uns die historische Altstadt an und starten auf die letzten Kilometer bis Reutte in Tirol. Nachdem wir den Radweg an der Straße verlassen haben (hier wollte uns der Track wieder anders führen), fahren wir auf dem Radweg über kleine Waldwege und Nebenstraßen weiter. Die letzten Kilometer bis zu unserer Unterkunft führen durch ein bezauberndes Tal.

    Die längste Tour der Reise haben wir heute absolviert. Morgen wartet der Fernpass auf uns.
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  • Schreck am Morgen

    2. September in Deutschland ⋅ ⛅ 23 °C

    Der erste Blick nach dem Aufstehen wandert auf den DB Navigator. Der ICE nach Augsburg fährt noch, hat aber bereits jetzt über 20 Min. Verspätung. Nach kurzer Überlegung bleiben wir bei dem ursprünglichen Plan einen Zug früher nach Frankfurt zu fahren. Gerade am Frankfurter Hauptbahnhof angekommen, erreicht uns die Nachricht, das es eine Explosion im Augsburger Bahnhof gab. 😳 Die Bahnmitarbeiter an der Info geben uns die Empfehlung, auf unseren geplanten Zug zu warten, da der Bahnverkehr in Bayern gerade sehr eingeschränkt wäre.
    Laut Pressemitteilungen wurde der Bahnhof am Vormittag komplett gesperrt. Allerdings gegen 10:30 Uhr wieder geöffnet - juhu.
    Unser Zug fährt mit 40 Min. Verspätung ein und wir können wie geplant nach Augsburg fahren., nur einfach später.
    Schnell stehen die Räder auf den reservierten Stellplätzen und wir finden einen Sitzplatz ganz in der Nähe.
    In Augsburg angekommen, spazieren wir erstmal in die Altstadt und kehren in einem sehr schönen kleinen Café ein.
    Mittlerweile ist es 15 Uhr und wir radeln Richtung Landsberg am Lech los. Die Schilder der Via Claudia Augusta haben wir auch schnell gefunden und genauso schnell wieder verloren. So finden wir uns auf dem Lechradweg wieder. Der führt uns in die richtige Richtung aber auf der anderen Flussseite. Irgendwann überqueren wir den Fluss. Da wir etwas verwirrt auf die Wegweiser und die Karte schauen, nimmt uns ein anderer Radler einfach mit und beschreibt unseren weiteren Weg. Jetzt folgt der schönste Abschnitt der heutigen Tour - entlang eines schnell fließenden Baches.
    Nach etwa 10km längerer Strecke kommen wir schließlich in Landsberg an.
    Die ersten Kilometer haben wir zurück gelegt, auch wenn nur wenige auf der Via Claudia Augusta.
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  • Startklar für meine erste Gravel-Tour

    1. September in Deutschland ⋅ 🌧 22 °C

    Morgen startet meine erste Gravel-Tour - über die Alpen. Die Taschen sind gepackt und morgen kann das Abendteuer beginnen ...
    Zu Zweit geht es mit dem Zug bis Augsburg um von dort auf der "Via Claudia Augusta" in 7 Etappen bis nach Bozen in Südtirol zu radeln.
    Nach einem Transfer mit dem Zug und einem Tag Pause umrunden wir das Sella Massive auf autofreien Straßen über die Pässe Campolongo-, Grödner-, Sella- und Pordoijoch.
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    Beginn der Reise
    2. September 2026