• Santander - Oviedo (- Gijón)

    May 13 in Spain ⋅ ☁️ 15 °C

    Weiter geht die Reise nach Westen — nochmal entschleunigter als am Tag zuvor. Für die knapp 215 km war der Zug etwa 5,5 Stunden unterwegs. Die Landschaft bleibt wunderschön und abwechslungsreich; zeitweise verläuft die Strecke entlang dem Camino del Norte (Küstenweg), einer rund 850 km langen und anspruchsvollen Jakobsweg‑Route von Irún nach Santiago de Compostela, die Baskenland, Kantabrien, Asturien und Galicien verbindet. Entsprechend sieht man immer wieder Pilger — bis Santiago ist es aber noch sehr weit.

    Die Zugbegleiterin war dieselbe wie gestern; ich fragte gleich zu Beginn, ob wieder Ersatzverkehr geplant sei — dem war nicht so. Trotzdem mussten wir in Llanes, ungefähr auf halber Strecke, in den Gegenzug wechseln. Die Züge fuhren inklusive Personal anschließend jeweils zu ihren Startbahnhof zurück.

    Auf der Strecke verkehren im Sommer auch touristische Hotelzüge wie der Costa Verde Express und vor allem der Transcantábrico. Den Transcantábrico Gran Lujo habe ich heute gesehen: ein luxuriöser Zug, der den grünen Norden Spaniens auf einer rund 800 km langen Schmalspurroute zwischen San Sebastián und Santiago de Compostela durchquert. Die 8‑tägigen Reisen bieten gehobene Gastronomie, Ausflüge in Kantabrien, Asturien und Galicien und sind sehr exklusiv — die Preise beginnen bei etwa 9.900 € pro Person (Doppelkabine insgesamt ca. 19.800 €, Einzelkabine ca. 17.100 €). Interessant: Der Transcantábrico war einer der ersten Touristenzüge Spaniens (seit 1983) und zählt zu den weltweit renommierten Luxuszügen.

    Nach dem Einchecken ins Hotel (sehr schönes Zimmer mit toller Aussicht) fuhr ich noch nach Gijón - das erste Mal mit einem Zug auf spanischer Breitspur.

    Die Bahnsteigsperren waren erneut herausfordernd: Beim Einstieg in Santander öffnete ein Security‑Mitarbeiter die Sperre, bei Ankunft in Oviedo eine RENFE‑Mitarbeiterin. Für die Vorortbahn nach Gijón fühlte sich der Security‑Mitarbeiter nicht zuständig; eine Dame erklärte mir daraufhin, ich bekomme ein Ticket am Schalter — tatsächlich gab es dort ein "Gratisticket". Zurück wollte ich einen Fernverkehrszug nehmen, durfte aber offenbar nicht ohne Reservierung mitfahren. Mein vorsorglich geholtes "Gratisticket" für die Vorortbahn funktionierte letztlich nicht, weil diese Tickets nur zwei Stunden gültig sind — sehr verwirrend.

    In Gijón am Strand gewesen und nochmals im Atlantik geschwommen.
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