Cabo de Roca
May 16 in Portugal ⋅ 🌬 15 °C
Cabo da Roca — der westlichste Punkt des europäischen Festlands — lässt sich gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Also Start mit der Vorortbahn nach Sintra, von dort weiter mit dem Linienbus.
Der Einstieg in Lissabon Oriente verlief unproblematisch, unterwegs fiel jedoch erneut auf: Bahnsteigsperren! Auch bei den Vorortzügen rund um Lissabon. Am Endpunkt in Sintra bin ich diesmal einfach mit jemandem „durchgeschlüpft“ — niemand hat es bemerkt.
Sintra selbst ist eine malerischer Ort etwa 25 km westlich von Lissabon. Berühmt ist der Ort für seine vielfach jahrhundertealten Paläste, Schlösser und Gärten; die Kulturlandschaft von Sintra steht seit 1995 unter dem Schutz des UNESCO‑Welterbes. Der Ort ist ein Magnet für Touristen: enge Gassen, Aussichtspunkte, Souvenirstände und zahlreich angebotene Rundfahrten bestimmen das Bild — entsprechend voll und geschäftig war es.
Der Linienbus nach Cabo da Roca kam pünktlich und war überraschend leer (ein Kleinbus, wir zu fünft). Die Fahrt durch das hügelige, bewaldete Gebiet ist landschaftlich beeindruckend und stellenweise recht kurvenreich.
Cabo da Roca selbst liegt an der Atlantikküste westlich von Lissabon auf etwa 140 m über dem Meeresspiegel; durch den fjordähnlichen, steilen Küstenabbruch bietet der Aussichtspunkt spektakuläre Blicke auf die offene See. Als weithin bekanntes Reisemotiv ist Cabo da Roca stark frequentiert — Busladungen voller Touristen waren vor Ort. Ich suchte mir deshalb schnell einen Wanderpfad und entfernte mich in Richtung des nächsten Dorfes, wo ich in der Sonne ein gutes Essen genoss.
Mit dem nächsten Linienbus fuhr ich weiter nach Cascais. Das ehemalige Fischerdorf, rund 25 km westlich von Lissabon, liegt an einer sandigen Atlantikbucht. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Cascais vom Fischerort zu einem der beliebtesten Bade- und Erholungsorte Portugals; heute verbindet es historische Architektur, Promenaden, Yachthäfen und ein reges touristisches Angebot. Manche vergleichen Cascais mit mondänen Orten wie Saint‑Tropez — die elegante Atmosphäre ist spürbar, doch die Stadt hat auch viel Alltagscharme und Strandleben zu bieten. Auch hier war viel los.
Die Rückfahrt nach Lissabon erfolgte mit der Linha de Cascais: eine 25,4 km lange Vorortstrecke mit 17 Stationen, eröffnet 1889. Die Strecke verläuft größtenteils sehr nah am Meer bzw. am Rio Tejo und bietet auf weiten Abschnitten fantastische Ausblicke — ein besonders schöner Abschnitt für Bahnfahrten im Raum Lissabon. Die Bahnsteigsperren wurden mir diesmal vom Personal vor Ort geöffnet.
Abschließend setzte ich mit der Fähre nach Cacilhas über und machte dort noch einen gemütlichen Spaziergang am Flussufer, bevor es zurück in die Stadt ging.Read more




















