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  • Day56

    Busstation Perito Moreno

    January 24, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 12 °C

    Kaffeezeit. Wir holen uns heißes Wasser, was es hier an Abfüllautomaten für umgerechnet 25 Cent gibt. Da hier überall Mate getrunken wird, bekommt man eigentlich auch überall heißes Wasser. Unseren Kaffee und unsere Tassen haben wir eh immer dabei und bekommen somit auch unseren morgendlichen Kaffee.

    Die Sonne brennt hier so unheimlich. Es fühlt sich an wie...Sonnenbrand. Wir sind nun ca 1000km weiter im Norden. Die Steppe ist immer noch die gleiche und die Zäune entlang der Strasse stehen auch immernoch. Mittlerweile haben wir herausgefunden, dass andere Länder dieses Land jenseits der Nationalstrassen gekauft haben, um die darin enthaltenen Bodenschätze abzubauen. Argentinien gehört damit selbst kaum noch eigenes Land, was einem ziemlich zu Denken gibt.
    Die Erdölvorkommen und Metalle, wie Kupfer und Gold die noch im Boden enthalten sind werden erst dann abgebaut, wenn die Vorkommen knapp werden und es sich dann richtig lohnt, das Land zu berauben, um es in Geld umzuwandeln. Zu den Ländern die hier das Land besitzen gehören auch Deutschland und Amerika. Da braucht man sich nicht über den nächsten Flüchtlingsstrom wundern, wenn einem von anderen Ländern die Lebensgrundlage entzogen wird.

    Bizarre Bilder. Ölpumpstationen und Mülldeponien so weit das Auge reicht, vor dem malerischen Hintergrund der aufgehenden Sonne über dem Meer.

    Die Müllentsorgung stellt hier in manchen Regionen ein größeres Problem dar. Es gibt kaum Container und der Müll wird in Gestellen vor dem Haus gesammelt, sobald die Beutel aufgerissen sind, verteilt der Wind den Müll in Windeseile und sorgt für kleine Müllwirbelstürme in den Strassen. Selbst in den unbewohnte Steppen sieht man überall Folie in den Zäunen hängen oder Flaschen die sich am Strassenrand sammeln.
    Selbst wenn der Müll dann erfolgreich zur Deponie gefahren wird, ist er dann auch wieder sämtlichen Naturgewalten ausgesetzt und fliegt unkontrolliert durch die Gegend.

    Nach unserer Frühstückspause in Perito Moreno, bekommen wir noch ein kleines Frühstück und Mittagessen im Bus und fahren weiter entlang der schier endlos wirkenden Routa 40. Einen kurzen Moment können wir grün in dieser Einöde entdecken und als wir die Brücke überqueren, wirkt das grüne Flussufer wie eine kleine Oase. Ein schöner Kontrast in dieser grau-braunen Landschaft.
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