November 2016
  • Day117

    Im Frühling gelandet

    March 26, 2017 in Germany ⋅ ☀️ 15 °C

    Der Flug von Santiago nach São Paolo war recht schnell vorüber. Wir können aus dem Fenster noch einmal die gewaltige Bergkette der Anden bestaunen und sind so ziemlich gleich auf, mit den höchsten dieser Gipfel. Beeindruckend. So wie auch die letzten 4 Monate hier auf diesen riesigen Kontinent mit seinen ungeheuren Gegensätzen. Gewaltige Natur vereint mit brachialen Bergen und Gletschern die umrahmt sind mit smargdfarbenen Lagunen und urigen Wäldern. Wir haben Eindrückliches gesehen und erlebt. Nun ist Zeit um das alles noch einmal zu geniessen und zu resümieren. Jeder für sich und auf seine Weise. Durch unseren Umstieg werden uns sogar 2 Abendessen serviert. Heute müssen wir auf keinen Fall verhungern. Kleiner Tip, wenn man einmal noch hungrig ist, dann kann man die netten Flugbegleiter nach einer weiteren Portion fragen. In der Regel haben sie immer Essen übrig, da einige kein Essen in Anspruch nehmen oder zu viel an Bord ist, was entsorgt wird, wenn es nicht gegessen wurde. Diese Info haben wir von einer zuverlässigen Quelle auf der Reise bekommen und Olli hat es ausprobiert. Funktioniert 👍

    Der Umstieg in Sao Paulo ist recht kurz und amüsant. Auf dem Rollfeld düsen noch ein paar gut gepflegte VW Bulli durch die Gegend. Gegen die gigantischen Flieger sehen sie aus wie kleine Unterlegkeile für die Räder.

    Den Flug von Sao Paolo verschlafen wir größtenteils. Es ist Nacht, wir kaputt und unser Nachbar möchte auch kein Wort mit uns wechseln. Das ändert sich selbst bis zum Schluss nicht. Manchmal findet Olli so etwas seltsam. Man sitzt auf engstem Raum nebeneinander und wechselt kein Wort miteinander, obwohl man doch für eine recht lange Zeit miteinander zu tun hat.

    Aus dem Fenster können wir ein paar Inseln und die Pyrenäen ausmachen. Wir sind also bald da. Die Kapitäne haben ihr Maschine jeweils im Griff und beide Male haben wir eine sehr sanfte Landung hingelegt. Für den Langstreckenflug bekommen die Piloten sogar einmal wieder einen kleinen Applaus.

    Wir sind gelandet. Zurück in Deutschland. Angekommen im herrlichsten Frühling. Die Knospen sprießen und die Sonne scheint, was will man mehr.

    Vom Flieger geht's direkt zur Passkontrolle. Es gibt 2 Arten der Überprüfung. Eine Manuelle für nicht EU Mitglieder und maschinelle Kontrolle für EU Reisende. Da die Schlange bei der manuellen Kontrolle wesentlich länger ist, sind wir hier Ruckzuck durch. Danach geht's weiter zum Gepäckband auf dem gerade unsere Rucksäcke vorbei fahren. Mit denen ist auch alles Ok. Nichts beschädigt, also machen wir uns auf zum Zug. Kurz noch ins DB Reisebüro um die Ticketpreise zu überprüfen. Im Internet haben wir nur Verbindungen gefunden, die jenseits von Gut und Böse waren. ICE Verbindung nach Lichtenfels für schlappe 84€ pro Person? Niemals. Fabi schaut am Automaten, während Olli am Schalter nachfragt. Am Automaten ist das Ticket 2€ günstiger als am Schalter. Insgesamt bezahlen wir 48€ für 2 Personen am Schalter, damit die Leute ihren Arbeitsplatz weiterhin behalten werden. Der Zug geht gleich. Wir haben noch 10 min bis zur Abfahrt. Es läuft wie geschmiert. Insgesamt haben wir geschätzt eine viertel Stunde bis zum Zug gebraucht. Rekordverdächtig.

    Unsere ersten Begegnungen sind Menschen mit langen Wintermänteln am Bahnsteig. Ist es hier wirklich so kalt? Ihhhhhhhhh.

    Der erste Umstieg am Bahnhof Frankfurt Stadion werden wir gleich gefordert. Der Zug soll von Gleis 10 fahren. Es gibt aber offensichtlich nur Gleis 3-7. Kein Gleis 10 in Sichtweite und nur 6min Umsteigezeit. Wir hetzen die Treppen hoch und runter. Kein Gleis 10. Puhhhh. Völlig ausser Puste fragen wir eine Polizistin, ob sie sich auskennt, aber auch sie kennt nur die Gleise 3-7. Naja wenig Hoffnung.

    In letzter Minute sehen wir noch ein Aussengleis, was ganz am Anfang des Bahnhofes liegt. Da steht unser Zug. Also nochmal von ganz hinten, nach ganz vorne und wir bekommen doch noch unseren Zug. Pfffffffuuuuhhhh. Was für ein Empfang...

    Unser nächster längerer Halt ist Würzburg. Fabi steigt kurz aus und holt ein paar Sachen zum Naschen. Es gibt wieder Salzbrezeln und Kuchen...waaaaaaaaaaaaaaaaahh.

    Angekommen in Bad Staffelstein, nehmen uns Didi und Gabi in Empfang. Wie schön!!! Wir freuen uns riesig und zu Hause nehmen uns Maria und Meike herzlich in Empfang. Wie schön wieder da zu sein!!!
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  • Day116

    Ein Hostel zum Entspannen

    March 25, 2017 in Chile ⋅ ⛅ 17 °C

    Nach der entspannten Busfahrt geht's mit der U Bahn gleich noch zu unserer letzten Unterkunft hier in Chile. In Santiago kennen wir uns nun schon super aus und finden uns in den Tunnels der Metro super zurecht.

    Wir kommen heute recht spät an und unser Ziel ist eigentlich nur noch das Bett. Olli verkocht noch die letzten Reste und zaubert daraus eine relativ neutral schmeckende Zwiebel-Reis-Suppe. Egal. Hauptsache etwas im Magen und nix weg geworfen. Alles was wir noch übrig haben ist eine halbe Gaskartusche die wir nicht mitnehmen können. Die lassen wir nun im Hostel, für die nächsten Abenteurer.

    Wir haben dadurch auch immer wieder kostenlose Gaskartuschen bekommen und können so wieder etwas zurück geben. Die Nacht wird sehr erholsam und das Frühstück ist auch ganz gut. Es gibt eine kleine Auswahl an Aufstrichen, dazu Brot und Eier, die man sich zubereiten kann wie man möchte. Super. Insgesamt ist das Hostel eine gute Adresse, wenn man es ruhig haben möchte. Kein Verkehr, nicht viele Menschen, perfekt für die letzte Nacht.

    Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen. Das letzte mal. Dann geht's auf zum Flieger. Mit dem letzten Geld was wir haben, können wir gerade noch den Shuttlebus bezahlen. Ansonsten haben wir alles ausgegeben. Gut kalkuliert. ;)

    Der Bus fährt direkt bis zum Terminal und da wir so früh dran sind, müssen wir auch nicht in einer Warteschlange stehen um das Gepäck aufzugeben.
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  • Day115

    Valparaíso eine kunterbunte Stadt

    March 24, 2017 in Chile ⋅ ⛅ 20 °C

    Heute ist der Tag der Abreise. Zumindest einmal nach Santiago. Wir freuen uns eigentlich, dass wir nun heute wieder fahren. Aber zuvor müssen wir nochmal zum Arzt die Ergebnisse von der Untersuchung abholen.

    Es gibt wieder ein spärliches Frühstück. Gesponsert vom Hotel. Das bedeutet Brötchen, 2 mal portionierte Magarine, Wurst die wir nicht essen und trockenen Kuchen. Wir haben glücklicherweise vorgestern schon eigenen Käse gekauft, den wir zum Frühstück essen. Eigentlich ist es eine Schande.

    Nach unserem Frühstück machen wir uns noch einmal auf zum Arzt um den Befund zu holen und müssen auch nicht lange warten. Fabi ist glücklicherweise nicht so doll erkrankt. Zumindest wurden keine Auffälligkeiten bei der Untersuchung gefunden.

    Es geht ihr immerhin auch wieder besser und wir können heute auf jeden Fall einmal nach Santiago weiter fahren.

    Wir wollen es auch noch versuchen Valparaiso zu sehen. Wir nutzen Fabis Gesundheitshoch und fahren gleich mit dem Bus dort hin. Von der Lage her, kann man bei dem Hotel nicht meckern. Alles ist in erreichbarer Entfernung. Bushaltestelle, Arzt, Strand, Apotheke, Bäckerei und auch sonstige Einkaufsläden sind alle in Reichweite.

    Der Bus fährt an der Küste entlang und wir haben die Qual der Wahl, wo wir aussteigen wollen. Das Stadtbild wird vor allem geprägt durch den riesigen Umschlaghafen und die vielen bunten Fassaden. Wir steigen mitten im Zentrum aus und sind erst einmal positiv von der Stadt überrascht. Sie ist sehr bunt und vielfältig. In allen Hinsichten. Die Menschen, die Einblicke in die Viertel, die Gerüche...einfach alles ist hier etwas bunt und speziell.

    Der Weg führt uns über eine Verkehrsbrücke auf einen kleinen Wochenmarkt. Hier werden Obst, Gemüse und Kleider angeboten. Wieder einmal schauen wir nur und halten uns zurück. Unser Ziel ist einer der Lifte, die hier in die höher gelegenen Stadtviertel fahren. Das ist hier schon sehr speziell und gehört zur Kultur. Früher wurden diese als Lastenaufzüge und zum Warentransport genutzt. Heute sind sie ein Magnet für Stadtbesucher. Man zahlt nicht viel dafür. Pro Fahrt zwischen 100 und 300 Pesos. Das sind 20-40 Cent. Ein Kult der am Leben gehalten werden muss. Hoffentlich stecken sie das Geld in deren Erhalt. Teilweise sehen die Fahrgestelle und die Gleise auf denen sie rauf und runter gezogen werden schon sehr reparaturbedürftig aus. Immerhin haben wir davon gehört, dass einige Lifte gesperrt sind, um Reparaturarbeiten durchzuführen.

    Wir suchen nach dem richtigen Weg. Die Stadt ist sehr verwinkelt und es gibt ein paar Gassen, ebenfalls geschmückt mit bunten Graffitis und einige Anstiege die alle in Richtung der höher gelegenen Stadtteile führen. Wir watscheln einmal bergauf und hoffen dann an einem der Lifte vorbei zu kommen. Fabi stecken die letzten Tage ganz schön in den Knochen und sie ist nach ein paar Höhenmetern erst einmal reif für eine Pause. Hier in der Nähe muss auch irgendwo eine der Liftstationen sein. Ein Blick auf Maps.ME sagt uns wir sind schon zu weit oben. Also geht's für uns nochmal ein kleines Stück runterwärts. Fabi ist erleichtert, Hauptsache keinen Anstieg mehr.

    Hier ist dann auch gleich die Bergstation des Lifts Ascensor Reina Victoria. Die Terasse vor der Station gibt den Blick frei über das Stadtviertel Alegre. Auch von hier oben ist alles bunt und einmalig. Kein Haus gleicht dem anderen. Einige sind baufällig, andere gleichen alten Stadtvillen aus früheren Zeiten. Es ist jederzeit spannend, die Blicke schweifen zu lassen. Man kann überall kleine bunte Details entdecken. Hier wird es einem sicher nicht langweilig.

    Runterwärts nehmen wir aber wieder die Treppen. Es ist ein Weg von ca. 10 min den man sich da spart. Was einem leider überall unangenehm in die Nase steigt ist der Geruch von Urin und sämtlichen Müll, der in den verwinkelten Gassen in die Nase steigt. Das macht den Bummel teilweise zu einer wahren Tortur.

    Wir laufen noch einmal etwas durchs Zentrum und erblicken noch einen weiteren Lift, von dem man einen guten Blick über die Stadt haben müsste. Den nehmen wir uns noch vor.

    Den Umschlaghafen lassen wir rechts neben uns liegen und nähern uns dem Ascensor Artilleria. Wie es klingt scheint hier ehemals eine Festung oder ähnliches gewesen zu sein. Den Mauern nach zu urteilen, kann das durchaus sein. Der Lift verspricht eine gute Aussicht über den Hafen und die Stadt. Ist auch etwas teurer aber wie gesagt, dennoch günstig. Wir fahren hoch und sind uns einig, dass es sich gelohnt hat, hier noch einmal hoch zu fahren.

    Die Stadt macht sich vor uns breit und die Menschen und Fahrzeuge erscheinen wie auf einer Eisenbahnplatte. Alles bewegt sich wie von Geisterhand und automatisiert. Kräne fahren im Hafen mit schweren Containern durch die Gegend Busse und Autos teilen sich mit umherrennenden Menschen Straße und Fußwege. Witzig, ein organisiertes Chaos. Hier oben ist wohl auch einer der beliebten Aussichtspunkte. Es gibt sogar noch ein paar Souvenirshops, die hier noch ein paar Klamotten und Mitbringsel unter die Leute bringen wollen.

    Für uns ist wieder einmal nichts dabei und wir genießen die Aussicht von hier oben. Ein Stück weiter hinten gibt es noch einen weiteren Aufzug, der aber sichtlich mitgenommen und außer Betrieb gesetzt ist.

    Einen Moment lang setzen wir uns und lassen die Blicke schweifen. Wie gesagt zu beobachten gibt es hier in Valparaíso genug. Da wird einem nicht langweilig. Der Ausblick von hier oben war für uns noch einmal ein richtiger Höhepunkt, bevor wir nun die Reise nach Santiago antreten. Also geht's runter vom Berg zur Busstation und wieder zum Hotel. Da haben wir unsere Sachen zwischengelagert und anschließend machen wir uns von hier aus auf den Weg zur Busstation Viña del mar. Was bedeutet einmal quer durch die Fußgängerzone, mit schwerem Gepäck. Es gibt wesentlich schöneres. Vor allem wenn man hier an allen Ecken gewarnt wird, dass sich Diebe herum treiben und einem die Taschen und Rucksäcke ausräumen. Aber das ist wie in allen Städten mit vielen Menschen. Nix spezielles für Viña del mar.
    Wir kämpfen uns erfolgreich durch die Massen und können sogar noch ein bisschen Getrommel von einer Band bestaunen, die hier zum Freitagnachmittag einheizt. Unser Busticket haben wir bereits gekauft und warten nun noch auf den Bus. Jede viertel Stunde fährt ein Bus in Richtung Santiago. Was für ein Wahnsinn, was hier auf der Straße unterwegs ist um die Reisenden zu transportieren. An den Busstationen kommen und gehen Busse im Minutentakt. In alle Richtungen.

    Nun für uns heisst es erst einmal Abschied nehmen von der Küste. Im Bus fallen Olli die Augen zu und Fabi liest noch ein bisschen.
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  • Day113

    Heute geht einfach nix

    March 22, 2017 in Chile ⋅ ⛅ 16 °C

    Der Tag beginnt trüb und es nieselt vor sich hin. Fabi ist es heute richtig unwohl und wir beschließen zum Arzt zu gehen. Seit 3 Tagen ist es ihr schon komisch im Magen und heute hat sie noch Fieber dazu und Kopfschmerzen.

    Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg und fragen zunächst an der Rezeption wo es den nächsten Arzt gibt. Wir sollten mit dem Bus zum Ärztezentrum fahren, um da einen Arzt zu finden. Wir sind uns nicht ganz sicher wo dieses sein soll und erkundigen uns noch einmal in der Apotheke gegenüber. Dort werden wir zu einem Arzt gleich um die Ecke geschickt. Gut dass wir nochmal gefragt haben. 11 Uhr beginnt die Sprechzeit und wir sind die ersten die behandelt werden. Nun sollten wir noch eine Stunde warten bis es elf Uhr ist. Wir haben glücklicherweise unsere Kindle (Ebooks) mit dabei und so vergeht die Zeit recht zügig.

    Kurz schlendern wir noch durch die Stadt und dann geht's zurück zum Hotel. Fabi liegt heute den ganzen Tag flach und hat Kopfweh und Magenbeschwerden. Olli kümmert sich um den Einkauf und holt noch ein paar Kartoffeln und Möhre, die zum Brei vermanscht werden. Hoffentlich päppelt sich Fabi schnell wieder auf. Jetzt auf die letzten Tage muss das nicht noch schlimmer werden.

    Der Tag wird nicht besser. Wir bleiben im Hotel und strecken alle 4 von uns...
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  • Day112

    Viña del mar...verlockend enttäuschend

    March 21, 2017 in Chile ⋅ ☁️ 15 °C

    Der Name klingt paradisisch und die Lage ist hervorragend. Viña del mar liegt am Meer und hält ein paar Strände zum entspannen bereit. Valparaiso liegt gleich neben Viña del mar und ist ebenfalls eine Empfehlung einiger Chilenen gewesen. Die Busfahrt ist in der Nebensaison nur halb so teuer und wir machen uns gegen Mittag auf den Weg zur Busstation in Santiago.

    Wir verabschieden uns noch einmal von den anderen Reisenden und Alejandro. Diesmal aber endgültig. Hierhin kommen wir die nächsten Tage wohl nicht noch einmal. Alejandro hält für seine Gäste eine ganz kleine Abschiedszeremonie bereit. Man bekommt einen alten Dachziegel und das Gästebuch überreicht in das man sich eintragen kann und der Dachziegel kann individuell gestaltet werden, damit er sich dann zwischen die anderen dekorativen Ziegel im Gartenhaus einreihen kann. Schöne Idee.

    Nun geht's aber los. Ab nach Viña del mar. Die Busfahrt geht schnell vorüber und wir landen gegen Nachmittag an der Busstation Viña del mar. Hier gibt es auch gleich eine Information und wir erkundigen uns über die Stadt und holen uns ein paar Empfehlungen, was wir hier machen können. Nun es gibt Strände, eine Blumenuhr, und sonst nicht so viel sehenswertes. Für heute benötigen wir noch eine Unterkunft. Zeltplätze gibt es hier keine und wir machen uns auf die Suche nach einem günstigen Hostel. Wir lassen uns einmal durch die Straßen treiben und schauen ob wir irgendwo ein Hostel finden. Ein Hostel können wir finden und erkundigen uns nach dem Preis. Pffffffffffffffff. Viel zu teuer. Wir schlendern weiter und unser erster Eindruck von der Stadt fällt leider nicht sehr positiv aus.

    Alles ist trist und grau. Alles ist abgelebt und es fühlt sich hier nicht gut an. Wir kommen an einem 3 Sterne Hotel vorbei, was keinen sonderlich einladenden Eindruck macht. Vielleicht ist es dafür billig. Wir erkundigen uns über die Preise und bekommen ein Privatzimmer für die Hälfte des Saisonpreises, was sogar günstiger ist als ein Zimmer im Hostel. Was solls. Hier bleiben wir. Auch das Hotel macht den gleichen Eindruck wie die Stadt. Alles ist abgelebt und herunter gewirtschaftet. Wir haben aber einfach keine Lust mehr länger mit den schweren Rucksäcken durch die Menschenmasse zu laufen. Am Ende wird uns auf die letzten Tage noch etwas geklaut, dann haben wir auch nichts gekonnt.

    Nach dem einchecken gehen wir noch zum Meer und schauen uns den Sonnenuntergang und den Rest der Stadt an. Es wird nicht besser. Unser Eindruck ändert sich leider nicht mehr. Es ist definitiv keine Empfehlung hier her zu kommen.
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  • Day111

    Ein gechillter Montag

    March 20, 2017 in Chile ⋅ ☀️ 19 °C

    Heute wollen wir die Seele baumeln lassen. Wir frühstücken entspannt, lesen in der Sonne und machen noch ein bisschen Acroyoga. Alle anderen sind heute ausgeflogen.

    Am Mittag gibt uns Alejandro Bescheid dass Walter und Gerda noch etwas Fleisch zum Grillen mitbringen. Sie wollen für uns noch ein Abschiedsgrillen organisieren und bringen dafür alles mit. Wir freuen uns sehr über die Idee und dass sie extra für den letzten Abend mit uns noch einmal so etwas organisieren. Das erfreut uns wirklich riesig und wir schätzen die Geste sehr. Die beiden sind für uns eine ganz besondere Begegnung auf unserer Reise gewesen.

    Die anderen Pärchen waren heute auch unterwegs um ihre Reisemobile zu reparieren, bzw. zu verkaufen und eigentlich hatten sich schon alle verabschiedet. Überraschenderweise kommen aber heute doch noch einmal alle zusammen und wir genießen unseren letzten gemeinsamen Abschiedsgrillabend.

    Heute wird es nicht ganz so spät, da alle früh auf waren. Es war uns eine riesige Freude und wir hoffen, dass sich unsere Wege irgendwo wieder einmal kreuzen. Der Abschied wird sehr herzlich und wir nehmen uns gegenseitig noch einmal fest in den Arm. Wenn wir morgen früh aufstehen, sind Gerda und Walter bereits unterwegs zur Werkstatt, da auch sie Service am Wohnmobil machen müssen.
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  • Day110

    Mercado Artesanal Los Dominicos

    March 19, 2017 in Chile ⋅ ☀️ 25 °C

    Heute haben wir noch eine ganz besondere Mission vor uns. Für uns geht es nochmals nach Santiago, um unser Paket, was wir in Puerto Natales aufgegeben haben, bei Valentina abzuholen.

    Zunächst starten wir aber entspannt in den Tag. Am Haus von Alejandro stehen ein paar Bäume, die es ganz besonderen Exemplaren angetan haben. Heute früh konnten wir hier 2 Kolibris im Garten sichten. Das ist schon sehr besonders, die kleinen flinken Flieger zu beobachten.

    Es wird ausgiebig gefrühstückt und gegen Mittag machen wir uns dann doch einmal auf den Weg in die Stadt.
    Das kunterbunte Viertel von gestern hat es uns angetan und wir fahren nochmals in diesen Stadtteil. Als wir ankommen ist natürlich gerade Siesta und die meisten Läden haben zu. Irgendwie haben wir das in den 4 Monaten nicht geschafft, uns so zu organisieren, dass wir vor oder nach der Siesta in den Städten ankommen. Aber was solls. Kaufen wollen wir eh nichts, da unsere Rucksäcke prall gefüllt sind.

    Wir machen uns auf zu McDonalds um Valentina zu kontaktieren. Sogleich bekommen wir Antwort und sie schlägt vor, dass wir uns gleich treffen können. Allerdings an einer U-bahnhaltestelle von der wir gerade kommen. Nun ja für uns etwas ungünstig da wir die Strecke nun nochmal zahlen müssen und vom Viertel nun auch nichts mehr sehen. Aber sie hat nicht so viel Zeit und wir machen uns auf zum vereinbarten Treffpunkt. Was würde man nur ohne dieses Internet heutzutage machen. Eigentlich erübrigt sich die Frage, denn dann wären wir vermutlich garnicht hier.

    Alles klappt wie besprochen und Valentina steht bereits an der Metrostation. Sie lädt uns ins Auto und möchte uns noch etwas zeigen. Wir fahren zu einer Tempelanlage, die leider geschlossen hat, sich aber gleich nebendran ein Handwerkermarkt anschließt, den wir uns nicht entgehen lassen wollen. Der Markt ist wirklich schön angelegt. Die Läden sind kleine liebevoll eingerichtete Ateliers in denen man zuschauen kann, wie die Einzelstücke entstehen. Die Ateliers schmiegen sich an einen kleinen Bach der sich durch die Gebäude schlängelt und das frische schattenspendende Grün rundet das Ganze ab.

    Eine kleine Oase in Mitten der Hauptstadt. Wir schauen uns solche Märkte sehr gern an und finden auch immer wieder interessante Anregungen, was wir noch probieren können, auch einmal selbst herzustellen. Da wir mit unserem Gepäck leider vollkommen ausgelastet sind, können wir hier nichts kaufen und schlendern dennoch eine ganze Weile über den Markt.

    Plötzlich können wir garnicht glauben, wer da vor uns steht. Vanessa aus Ushuaia. Sie war mit uns bei Lara zum Volunteering und hat mit uns zusammen gearbeitet. Wir haben sie bereits schon in El Chalten auf einem Folklore Fest wieder getroffen und nun noch einmal hier. Alle guten Dinge sind drei. Wir freuen uns riesig und erfahren, dass sie mit einer Freundin auch noch weiter in Richtung Costa Rica reist. Da wird uns unser nächster Weg auch noch hinführen. Vielleicht sieht man sich da auch noch einmal.

    Wir verabschieden uns nun und vielleicht sieht man sich ja wirklich noch einmal. Es ist schon wirklich kein Zufall mehr.

    Valentina hat noch ein bisschen Zeit für uns und sie lädt uns noch auf einen Kaffee und ein paar lokale Spezialitäten ein. Es wird Lemon Pie, Papaya und ein ganz besonders cremiger Kuchen mit Manjar (so etwas wie Dulce de Leche) serviert.

    Wahnsinn. Nach den Portionen sind wir kugelrund gefressen und wir machen uns dann auch bald wieder auf den Weg zum Auto. Valentina bringt uns noch zur U-Bahn und dann sind wir auch wieder mit unserem Paket vereint. Alles wieder beisammen und insgesamt wieder 6,5 Kilogramm schwerer.

    Es wird doch wieder recht spät und wir erhaschen ein paar Nudelreste zum Abendessen.
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  • Day109

    Aussichtspunkt San Christobal

    March 18, 2017 in Chile ⋅ ☀️ 29 °C

    Der Weg dahin führt durch ein ganz besonders kunterbuntes Viertel. Hier reiht sich Bar an Bar und nachts ist hier in den Clubs sicher einiges los. Sieht sehr interessant aus. Überall bunte Graffitis, Künstlergalerien und Bars. Eine spannende Mischung.

    Da der Tag nun schon etwas voran geschritten ist und die Sonne unaufhaltsam brennt, fahren wir mit einer Seilbahn auf den Gipfel. Einen Moment lang stehen wir in der Schlange an, die sich aber ziemlich schnell abbaut und wir auch schon bald in der Gondel stehen. Die Seilbahn ist ein historischer Aufzug, der zu einer der Sehenswürdigkeiten gehört.
    Oben angekommen offenbart sich nochmals ein anderer Blickwinkel auf die Stadt und hinter uns bäumt sich die riesige Statue der Christobal auf. Hier oben ist sogar ein Altar eingerichtet und hier werden Messen unter freien Himmel abgehalten. Nun ja da wir dem Glauben nicht so verfallen sind, ist es schön anzusehen aber ansonsten verbinden wir mit der Statue nichts besonderes.

    Die Zeit drängt heute ausnahmsweise einmal ein bisschen, da wir noch vorhaben Pizza zu backen. Das heisst, wir sollten so langsam den Heimweg antreten. Also geht's zurück zur Seilbahn und runter in die Stadt, auf dem kürzesten Weg zur nächsten U-Bahnhaltestelle. Der Heimweg dauert etwa eineinhalb Stunden und wir sollten auch noch die Zutaten einkaufen. Alles kein Problem und wir kommen nach Einbruch der Dunkelheit bei Alejandro an. Fabi macht sich gleich an den Teig und Gerda an die Tomatensauce. Viele Hände schaffen ein schnelles Ende. Olli hilft noch mit beim schnippeln und somit ist die Pizza ziemlich schnell im Ofen.

    Ein riesen Blech haben wir da vorbereitet und es ist schließlich auch genügend da, dass alle anderen auch noch etwas abbekommen. Die Pizza ist uns richtig gut gelungen und es bleibt kein Stück übrig. Die Fakten sprechen für sich. Selbstgemachtes schmeckt doch am Besten.

    Alle Reisenden hier verstehen sich bestens und der Abend wird wieder einmal sehr unterhaltsam und lustig.
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  • Day109

    Santiago de Chile

    March 18, 2017 in Chile ⋅ ☀️ 29 °C

    Heute steht Stadtbesichtigung auf dem Plan. Walter und Gerda schließen sich uns gerne an und wir machen uns mit dem Bus MB74 direkt vor Alejandros Haus auf in Richtung Plaza Puente Alto, wo wir in die U-Bahn einsteigen. Diese fährt uns bis in die Stadt und es ist vollkommen problemlos von einer Linie in die nächste zu steigen. Die Anbindung ist wirklich super. Als wir ankommen sind wir sogleich überrascht. Kaum Verkehr, einige Menschen, aber nicht zu viele und es ist auch nicht so laut, wie es typischerweise in allen größeren Städten ist.

    Santiago überrascht uns vollkommen und wir machen uns auf ins Getümmel. Gemütlich schlendern wir vorbei an dem Regierungsgebäude und der Hauptpost. Immer wieder kann man imposante Gebäude sehen, die sich in das Stadtbild fügen. Moderne Wolkenkratzer vermischen sich mit architektonischen Wunderwerken aus vergangenen Zeiten. Zu sehen gibt es hier genügend. Uns reizt ein Blick auf die Stadt von oben und somit lassen wir uns durch die Einkaufsstraßen treiben. Beobachten korrupte Hütchenspieler und einige Straßenmusiker beim musizieren. Auch da gibt es eine riesige Vielfalt an Künstlern.

    Wir kommen an einer Empanadabäckerei vorbei und beschließen hier eine Pause zu machen. Die Empanada gefüllt mit Spinat und Käse sind eine absolute Delikatesse.

    Walter erzählt uns von alten Zeiten und wie er früher in die Schule geritten ist. Heutzutage garnicht mehr vorstellbar. Aber es wäre doch verrückt, wenn sich der Trend wieder dahin entwickeln würde. Keine lästigen Autos mit stinkenden Abgasen. Mit Pferden steht man für gewöhnlich auch nicht im Stau.

    Nach der Stärkung sind wir nun bereit die "Berge" zu besteigen. Zunächst nehmen wir uns den Cerro Santa Lucia vor. Auf dem Weg dahin kommen wir noch an einer Eisdiele vorbei, die so richtig verlockende Eissorten verkauft. Walter und Gerda laden uns auf ein Eis ein und wir schlendern mit unseren dahinschmelzenden Eistüten hinauf auf den kleinen Hügel. Hier schlecken wir erst einmal unser Eis auf und genießen das uns umgebende Grün inmitten der Metropole.

    Ein paar Stufen geht es noch hinauf zu einer Aussichtsplattform und man hat eine herrliche Sicht über Santiago de Chile.
    Von hier aus ist der Cerro San Christobal bereits sichtbar und der Weg dahin ist auch nicht mehr weit.

    Dieser wird unser nächstes Ziel.
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