Argentina
Santa Cruz

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169 travelers at this place:

  • Day69

    Also klingelt der Wecker am nächsten morgen um 6:20. Die letzten, vom Vortag noch etwas klammen Sachen werden über dem Ofen getrocknet und der leider etwas missglückte Auflauf (kleiner Tipp: einen Auflauf nie über Nacht im 100 Grad heißen Ofen stehen lassen in der Hoffnung der Ofen gehe ja bald aus. Tut er zwar, aber vorher schrumpelt er Brokoli,Blumenkohl und Co noch auf 1/3 des Startvolumens zusammen und verpasst ihm ein genussanregendes Tiefschwarz.) wird in der Tupperdose verstaut, da wir eine 22 stündige Busfahrt vor uns haben dürfen wir nicht wählerisch sein.
    Das Taxi, was uns zum Busterminal bringt ist zum Glück an die german Pünklichkeit gewöhnt und setzt uns 10 nach 8 am Ticketoffice ab. Jenes ist jedoch typisch argentinisch und öffnet seine Tore planmäßig erst um 8:30. Zur gleichen Zeit, zu der unser Bus abfahren soll. Man sollte an dieser Stelle erwähnen, dass diese Informationen von Nöten sind, da wir zu diesem Zeitpunkt noch kein Ticket für die Busfahrt in der Hand halten und deswegen all unsere Hoffnung darin stecken, dass die Mitarbeiter des Büros heute vielleicht mal 5 Minuten vor Arbeitsbegin erscheinen. Dies ist aber nicht der Fall also setzen wir unser süssestes Lächeln auf und bitten den Busfahrer uns auch ohne Ticket mitzunehmen. "No Problema Chicas", antwortet der Busfahrer und führt uns nach vorn zum Fahrhäuschen um uns fix einen Fahrschein auszustellen. Während er schon fröhlich unsere Passnummern entgegen nimmt, diskutieren wir, wer dem Lieben sagen darf, dass wir nicht genug Bargeld haben um die Fahrt zu bezahlen. Nachdem auch diese Nachricht mit vielen Entschuldigungen überbracht ist entschließt sich der Busfahrer aber uns trotzdem mitzunehmen, unter der Bedingung, dass wir unterwegs in der Pause einen Geldautomaten aufsuchen. Sí claro! Das klingt doch nach einem Plan. Also steigen wir keine 10 Minuten später glücklich und erleichtert die Treppen zum oberen Bereich des muffigen Buses hinauf.
    Der erste Stopp kommt und wir melden uns sofort beim Busfahrer zum Dienst. Er zeigt uns den Weg zum Geldautomaten im Busterminal und wir versuchen unser Glück. Leider ohne Erfolg.
    Der zweite Stopp kommt und wir trotten ,etwas verschlafen, dem Busfahrer entgegen, der uns den Weg zum nächsten Geldautomaten leider nur Wage beschreibt, was daran liegt, dass er nicht in Sichtweite des Buses liegt sondern etwa 500 Meter entfernt. Die Wanderschuhe werden also geschnallt und die Beine in die Hand genommen. Es sind ja nur 15 Minuten Pause...für alle anderen. Nachdem wir nämlich völlig fertig und noch immer ohne Bargeld den Rückweg zum Treffpunkt antreten kommt uns der Bus schon entgegen und macht mal eben mitten auf der Straße halt um uns einzusammeln. Mit uns im Gepäck navigiert der Busfahrer das große Gefährt dann wieder zum Ausgangspunkt, an dem wir die restlichen Fahrgäste einsammeln die noch an der Raststätte gewartet haben. Da uns keiner fragende Blicke zuwirft nehmen wir an, der Busfahrer hat die anderen Gäste über unsere Situation aufgeklärt. Na toll. Gar nicht peinlich.
    Beim nächsten Stopp werden die Schuhe schon im Bus geschnürt und noch schnell ein Schluck Wasser getrunken. Was für die anderen nämlich Pause ist, ist für uns eine kleine Sporteinheit. Wie ihr es euch sicher denken könnt ist auch hier wieder der nächste Bankautomat einen haben Kilometer entfernt und wir sprinten ohne Bargeld zurück zum Bus. Langsam beginnt der Busfahrer an uns zu zweifeln und wir fragen ob es im Notfall auch mit Dollar, Euro oder chilenischen Pesos geht. Die Gesichtszüge des Busfahrers entspannen sich etwas und er willigt ein sich in anderen Währungen auszahlen zu lassen, sollte der Geldautomat in El Chaltén nicht funktionieren. Dem straffen Fahrplan sei Dank können wir uns also noch die ganze Nacht entspannen und müssen nicht in irgendeinem kleinen Dorf mitten in der Nacht einem Geldautomaten entgegen laufen.
    12 mehr oder weniger erholsame Stunden später drücken wir dem Busfahrer einen Mix aus Euro,Dollar und ein paar Pesos in die Hand und sind endlich von unseren Schulden befreit, denn wer hätte erwartet auch der letzte Geldautomat will uns nicht einmal 20€ in Pesos auszahlen.
    Noch etwas müde aber erleichtert machen wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf zu einem ordentlichen Frühstück in einem niedlichen Café in El Chaltén.

    Kleiner Gasteintrag von Lotti :)

    El Chaltén ist ein kleines touristisches Dorf, das nur wegen eines Berges erbaut wurde: dem Fitz Roy. Dieser ist 3400m hoch und wirklich sehr markant. Die wanderung zum Fuß des Berges dauert 10km eine Richtung und als wir um 7 Uhr morgens aus dem Bus stiegen, waren wir nicht ganz so motiviert, diese Wanderung am nächsten Tag zu unternehmen. Wir gingen uns erstmal stärken und trafen auf die Australier aus Pucón. Wir beschlossen eine kleinere Halbtagestour zu unternehmen. Die Boys hatten die große Tour am Tag zu vor bewältigt und waren wirklich begeistert, warnten uns aber auch, dass der letzte Kilometer sehr sehr anstrengend sein wird. Das hatten wir auch schon mehrfach gelesen. 7,5 Stunden hatten sie gebraucht. Deswegen war ihnen die kleinere Wanderung am nächsten Tag auch sehr lieb. Wir wollten am Fluss entlang gehen Richtung einer Lagune. Im Endeffekt ging der Weg über dem Flusstal lang, aber so hatten wir eine schöne Aussicht. Es war perfektes Wetter - blauer Himmel und angenehme 18 Grad. Bis ganz zur Lagune schafften wir es nicht, aber immerhin sahen wir den Fitz Roy schon einmal. Nach einem leckeren Burger mussten wir uns endgültig von den Australiern verabschieden und wir checkten ins Hostel ein. Wir beschlossen auch die große Wanderung in Angriff zu nehmen. Man bemerke, dass Lotti vorher noch nie wandern war...
    Das Wetter sollte ähnlich dem des Vortags werden mit ein paar mehr wolken. Geweckt wurde ich am Morgen vom Wind, der in den Dachstuhl wehte, aber darüber machte ich mir gar keinen Kopf. Da es ein bisschen frischer als am Vortag war, beschlossene wir über unser Longsleeve noch einen Fleecepullover zu ziehen, aber nachher werden wir ja eh im Top laufen. Dachten wir uns. Es war aufällig leer in der Stadt, gestern um die Uhrzeit hätte man eien Jack Wolfskin Werbung drehen können. Gut für uns, da werden die Wege nicht so voll. Von unserem Hostel war es ein guter Kilometer bis zum Start der Wanderung. 10,2km eine Strecke - 800 Höhenmeterunterschied - Schwierigkeitsgrad Mittel/Schwer. Die erste Stunde sollte dem mittleren Schwierigkeitsgrad entsprechen, danahc ging es 2 Stunden durch Plateau und die letzte Stunde sollte wie gesagt hart werden. Die ersten 3 Stunden waren recht entspannt und wi rsahen wirklich wenig Menschen. Leider hatte der Wind nicht nach gelassen und auf offenen Wegen war es wriklich frisch. Die meisten anderen waren mit Regen- oder Dauenjacke, sowie Wanderstöcken ausgestattet. Die Jungspunde eben. Der Weg war ganz schön, aber wäre wahrscheinlich noch wesentlich schöner gewesen, wenn wir den Fitz Roy auch die ganze Zeit hätten sehen können, aber die Wolken hingen fest. Nach 2h fing es an zu tröpfeln und das sollte die nächsten 3 Stunden auch so bleiben. Vor dem letzten Kilometer war eine Hütte, wo gefühlt alle Wanderer des Tages auf uns gewartet haben. Nach 9 km laufen waren die Füße schon gar nicht mehr so ausgeruht und wir hatten auch aufgrund des Wetters wenig pausen gemacht, aber trotzdem ging es gleich weiter. Teilweise seeehr gemächlich, da sich die Ü60 Reisegruppen aus Frankreich und Deutschland auch ihren Weg nach oben erkämpften. Unseren Respekt, aber wir nahmen dann doch die Überholspur. Der Wg nach oben zog sich ganz schön hin, auf 1km Streke legten wir 400HM zurück. So brauchten wir über eine Stunde um nach oben zu kommen. Belohnt wurden wir leider nicht mit einem wunderbaren Blick auf den Fitz Roy, aber Empanadas. Auch unsere Gipfelpause fiel sehr kurz aus, weil es besonders im sitzen sehr kalt wurde. Also auf zurück. Nach 3h 40min hoch erwartete uns etwas weniger Zeit bergab. Es regnete zwar nicht fiel, aber genug um die Steine rutschig zu machen. Jeder von uns setzte sich 2 Mal hin, aber wir sind unbeschadet davon gekommen. Nach ziemlich genau 7 Stunden waren wir endlich wieder im Dorf, das runter gehen war noch einmal überraschend anstrengend. 1700 Kilokalorien haben wir verbrannt, da gönnten wir uns eine herzhafte Waffel. Wir hatten das Gefühl, dass wir schon rcht schnell unterwegs waren, aber uns überholten nicht viele, aber wenn mit einem ordentlichen Tempo, einer sogar im laufen an der rutschign Stelle mit den Steinen. Das fanden wir wirklich gefährlich! Zurück in der Unterkunft legten wir uns nur noch ins Bett. Warum haben wir immer so ein Pech mit dem Wetter beim Wandern ???
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  • Day71

    El Calafate und der Gletscher

    November 14 in Argentina

    El Calafate gehört auch zu der Städte-Kategorie: nur entstanden, weil ein Naturschauspiel ganz in der Nähe liegt und als Stadt nicht besonders sehenswert. Diesmal ist es kein Berg, sondern ein Gletscher. Der Perito Moreno Gletscher ist so groß wie Buenos Aires Stadt (250 km^2) und gehört zum Unsesco-Weltkulturerbe. Es ist einer der wenigen Gletscher, der nicht kleiner wirds, sondern größer. Zummindest, bis das Wasser einen Tunnel zwischen Gletscher und Land gebaut hat und dieser einstürzt. Also kann man zusammenfassend sagen, dass der Gletscher eine Konstante Größe hat. Wir beschlossen eine geführte Tour zu machen, auf der wir auf dem Hinweg noch den größten See Argentiniens, Berge und viele Tiere (Kondor, Flamingos, Spechte, Ziegen und verschiedene andere Vögel) zu gesicht bekamen, leider keine Pumas. Der Gletscher war wirklich imposant und sah durch unsere Sonnebrillen noch viel blauer aus, als auf den Fotos und in echt. Es gab viele Wege, um den Gletscher von verschiedenen Seiten zu sehen, nur haben wir mal wieder die eingeplanten 3h nicht gebraucht. Denn wie eigentlich zu erwarten, war das Durchschnittsalter im Bus mal wieder ziemlich hoch. Es war wirklich beeindruckend, wie Eis zu so einer Form zusammen geschoben werden kann. Alle halbe Stunde brach auch ein Teil des Eises ab und fiel lautstark ins Wasser. Ein wirklich schöner Tagesausflug.

    Zum weiteren Ablauf unseres Trips: Morgen geht es nach Puerto Natales, das als Ausgangspunkt für unsere Tageswanderungen im Torres del Paine Nationalpark dienen wird. Danach geht es dann nach Ushuaia (Feuerland). Die letzte Woche wollen wir dann in Buenos Aires verbringen. Leider hat das mit dem Flug buchen noch nicht so geklappt, aber das kriegen wir schon noch hin, sonst fahren wir halt 47 Stunden Bus...
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  • Day74

    Los Antiguos

    December 7 in Argentina

    Der Nachtbus von El Chalten lieferte mich pünktlichst am nächsten Morgen um 8 Uhr im verschlafenen Örtchen Los Antiguos ab, wo ich als Einziger ausstieg.
    Ehrlich gesagt wollte ich von hier aus auch nur eine Tour zu den chilenischen "Capillas de Marmol", einigen wunderschönen Marmorfelsen machen, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer erreichbar sind.
    Trotzdem machte ich mich nach Ankunft im sehr netten Hostel (einziger Gast) auf den Weg ins Zentrum, wenn man denn eine Bank, ein Restaurant und einen Mini-Market so nennen will.
    Nach kurzer Suche fand ich auch den Anbieter für die Tour und buchte mein Ticket für den nächsten Tag.
    Da das Wetter weiterhin spitze war (strahlender Sonnenschein bei bestimmt 20°) und Los Antiguos ansonsten wie ausgestorben, verbrachte ich den Rest des Tages am Strand des Lago Buenos Aires, dem zweitgrößten See in Südamerika. Ab der Grenze nach Chile heißt er dann interessanterweise Lago General Carrera.
    Sonst gibt es zu Los Antiguos allerdings nicht mehr viel zu erzählen, scheinbar ist dann hier erst in ein paar Monaten etwas mehr los.
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  • Day251

    El Calafate

    January 12 in Argentina

    Another short-ish (5 hour) bus ride took us back into Argentina, to the windswept town of El Calafate. The town is set on Lake Argentino and is a typical tourist town made up mostly of hotels and restaurants. Not too much to love, in our opinion.
    The main function is to serve as a base to the gateway to Glaciers National Park and the famous Perito Merino Glacier. We’d considered doing a hike on the glacier, but were deterred when we learned the cost is nearly $300 USD/person for 90 minutes on the ice and the group sizes are huge with up to 20 people. The longer ice hike was even more expensive and John was restricted from participation because he’s now over 50! Shocker!
    Instead, we opted to take a bus to the section of the national park where you can get very close to the face of the glacier. There’s an extensive network of walkways and viewing platforms along the front of the glacier – it’s incredibly well done. We spent a few hours walking up and down the walkways, watching and waiting for some calving action. There were lots of small icefalls and one big one that we managed to catch on video. Very interesting experience.
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  • Day255

    El Chalten

    January 16 in Argentina

    On the bus ride here – about 3 hours – we stopped at a small café with a sign saying it was a historical site. Not initially aware what the historical significance was, Christy hunted around and found out that this was where Butch Cassidy and the Sundance Kid hid out for a month back in 1905 while on the run after a series of bank robberies. John’s dad would have absolutely loved this place. We’ll be stopping here on the way back to Calafate so will try and look at the small museum next to the café.
    We’ve found this town, situated in a wide canyon bordered by two rivers running from the mountains and merging at the town’s entrance and offering great views to the mountains, to be much more charming. There’s great access to Glaciers National Park and many of the trails start just a few minute’s walk out of town. Surprisingly, there are no park fees. The only downside is the hiking trails are absolutely packed with people – more than any other place we’ve ever hiked except maybe Mount Fuji in Japan.
    This seems to be not only a busy tourist town for casual hikers like us, but also a center for serious mountaineers and rock-climbers with the trails and town full of folks carrying serious climbing gear up towards the rock faces and snow.
    We’ve experienced the ever-present Patagonian wind and totally unpredictable weather, but this is all well worth it. We’re lucky to be able to spend a few days exploring these Patagonian towns as it seems most tourists spend just one or two days in each place before moving on.
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  • Day260

    El Calafate

    January 21 in Argentina

    We returned by bus for an overnight here before our flight to El Bariloche. We opted not to do the famous Route 40 bus trip because 30+ hours was just more than we could stomach. The buses are comfortable, but not THAT comfortable.
    Route 40 is a road that runs up most of the country and is famous for it’s beauty and inspiration for epic road trips – the Argentinian version of Route 66 in the US.Read more

  • Day12

    Welcome to El Calafate, bienvenido a El Calafate! Will Smith singt dies zwar für Miami, aber das interessiert hier grad niemanden. Unsere Reise zieht uns gen Norden (ist ja auch logisch, vom Ende der Welt gibt es nicht mehr viele Richtungen in die man gehen kann und Antarktis sparen wir uns für den 40. Hochzeitstag, wie das unsere Jury-Mitglieder Ruth und Peter gerade machen), ins schöne und beschauliche El Calafate. Ein Skigebiet mit 400m Pisten. Für Schweizer Verhältnisse wie gesagt eher beschaulich. Es erinnert uns ein wenig an Zermatt. Einfach mit Autos. Und ohne Schnee. Also wie Zermatt im Sommer mit vielen lauten Autos. Ungefähr.

    Ohne den atemberaubenden Anblick des Perito Moreno Gletschers können wir hier natürlich nicht weg. Details: schau Fotos. Und da die arme Familie Taeschler trotz rosa Koffer und rosa Säule in der Ankunftshalle im sonst tollen Südafrika doch keine Flamingos gefunden haben, spazierten wir kurzerhand noch zur Laguna Nimez, nur knapp 1 Kilometer vom Zentrum entfernt (auf dem Weg haben wir dann auch noch das passende Heim für die Taeschlers gesehen und versucht einen Verkauf zu verhandeln, erfolglos, keine Wunder dass wir arbeitslos sind). Ein kleines Paradies für eine Vielzahl von Vogelarten. Hätte uns nicht gewundert, wenn wir den vergesslichen Bob noch beim Beeren sammeln erwischt hätten. Haben wir aber nicht. Und so teilen wir gerne ein paar Bilder von wunderbar pinken und in Patagonien ansässigen Flamingos. Ich dachte zwar die mögen es etwas wärmer, aber die fühlen sich hier sichtlich wohl. Nicht wie die schöne Sue, der ist meistens zu kalt bzw zu windig.

    Auch sonst gibt es unzählige Vogelarten zu beobachten. Klinge jetzt grad wie ein schnulziger Vogelkundler, aber ja, die Lagune hat wirklich etwas einzigartiges. Oft sieht man die Tierchen zu zweit und meistens im peinlichen Partnerlook. So werden wir denn auch Zeugen eines etwas eigenwilligen Paarungsrituals oder was auch immer das war. Während der eine blauschnablige Enterich unermüdlich versuchte seine kleine Chicca abzuschirmen, versucht der andere Blauschnabel - nennen wir ihn mal Ramon - sich durch geschickte Tauchmanöver kurz hinter die Kleine zu buxieren, um sie dann wohl mit einem Satz von hinten zu ... naja, ihr wisst schon. Das scheint über Stunden so zu gehen. Ramon, der kleine Schmutzfink, gibt zwar nicht auf und quietscht lauthals vor sich hin, schafft es aber in den beobachteten 10 Minuten doch nie zum Schuss. Pfeife. Hauptsache grosse Klappe und so. So werden die nächsten blauschnäbligen Babys wohl nicht von Ramon abstammen. Wahrscheinlich auch gut so.

    Den Wind habe ich ja schon kurz erwähnt. Der ist hier überall, immer. Immer immer. Und zwar ungestüm und böig. Für ein paar Tage ist das ja ok, aber auf lange Zeit daran gewöhnen ist aus unsere Sicht kaum möglich. Und im Winter soll es noch heftiger sein. Generell wechselt das Wetter hier schneller als meine Stimmung bei schlechtem Essen oder warmem Wein (oder Sue’s Stimmung ohne Essen), eine unaufhörliche Textil-Ambivalenz zwischen T-Shirt und Ski-Anzug. Ziemlich Borderline alles. Trotzdem schön hier.

    Im weiteren Verlauf dieser Patagonien-Expedition führt uns der Weg nun zuerst nach El Chalten auf einen Campingplatz namens Bonanza (ich weiss, lustig, "sag gute Nacht John Boy" und so), etwas ausserhalb vom Zentrum (Budget schonen, Hawaii kommt ja dann irgendwann auch noch), bevor wir dann mit Bussen und 2 Nächten in Los Antiguos nach Bariloche weiterreisen. Dann schauen wir dann weiter. Nächstes grösseres Ziel ist Santiago de Chile, für wo wir heute noch die freundliche Bestätigung von Lisa (wir hatten sie an einer Hochzeit in Moldawien kennengelernt, sie handelt mit Wein und lebt in China) erhalten haben, dass wir ihr Penthouse in der Stadt nutzen dürfen. Yeah Baby! Uuhh lieb! Darauf freuen wir uns also schon jetzt.
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  • Day15

    Camping mit Alex. Und Robin.

    January 31 in Argentina

    Wir nehmen also den Bus nach El Chalten, eine Stadt die erst 1985 ihren Anfang nahm und sich seither zu einem der Trekking-Mekkas Patagoniens entwickelt hat. Wie könnte es anders sein? Nach 5 Minuten Fahrt muss schon das erste Frauenzimmer aufs Klo, wobei „Wohnung“ es schon eher trifft. Das tut hier aber wirklich nichts zur Sache und darf durchaus als unnötig diffamierend verurteilt werden. Kurze Zeit später hat es bereits eine Schlange vor dem Kabäuschen (aka Scheisshäuschen). Und noch ein wenig später muss dann auch Sue. Tss, was ist nur mit diesen Mädels los. Doch dann, auf einmal und ohne Vorwarnung, kommt dieses untrügliche Gefühl in mir auf. Ich muss auch. So eine Scheisse. Also nicht ganz, aber nahe dran. Ich lasse mir nichts anmerken und bleibe sitzen.

    Und dann wäre da noch der Fahrer. Schon kurz nach Beginn der Fahrt meint Sue noch, dass sie gar nicht gern auf Plätzen sitzt, von denen man den Fahrer sieht (wir sehen zwar nur seinen rechten Arm, aber das scheint zu reichen). Als eben dieser rechte Arm unaufhörlich zu gestikulieren und rumzufuchteln anfängt, anstelle sicher das Lenkrad zu umklammern, weiss ich was sie meint. Wir sind uns nicht sicher, ob Ramon ewig am Telefon hängt oder wie Bob schon zu viele Beeren gefuttert und darum einen an der Waffel hat. Keine der Optionen gefällt uns. Nicht zuletzt weil das Busfahren, wie schon der Landeanflug, aufgrund der starken und böigen Winde in dieser Region, ständiges Intervenieren des Fahrers benötigt, um nicht neben der Strasse oder im Gegenverkehr zu landen. Ich schliesse die Augen, verschränke die Arme, massiere leicht die verbliebene und hartnäckige Speckrolle und konzentriere mich auf das einzige was zählt im Leben, den Moment. Solange er noch ist.

    Und wieder haben alle überlebt und niemand ist ernsthaft zu schaden gekommen. Ramon scheint seine Defizite ja auch schon vorher gehabt zu haben und trotzdem hat er es geschafft, uns sicher nach El Chalten zu chauffieren. Der Wind bläst, die Frisur sitzt. Meine zumindest. Handy-Empfang in dieser Gemeinde? Fehlanzeige. So werden wir die nächsten Tage also ohne direkte und konstante Verbindung zu Freunden, Familie und dem belanglosen Restlärm des Internets auskommen müssen. Vielleicht mal reden miteinander. Oder mehr schlafen. Hoffentlich wird das Internet uns auch vermissen.

    Nun zum Campingplatz, der war sehr einfach. Einfach sehr einfach. So auch die zur Verfügung gestellten Refugios (eine Art Küche bzw Kochhütte, schau Foto). Licht und Duschen gibts nur zwischen 7 und 10 abends. Mehr braucht es aber auch nicht. Wlan? Genau. Wir hatten uns bereits im Vorfeld für die günstige Variante eines Doms entschieden, eine einfach Plastikhülle in der ein durchaus vernünftiges Bett steht. Das ganze auf Pfeilern über einem kleinen Teich bzw Sumpf gebaut. So gesehen ganz idyllisch. Als kleiner Bonus streifen die umliegenden Büsche schon bei minimalem Wind mit ihren Ästen an der vergilbten Hülle, was aus dem Inneren betrachtet an kleine Kinderhände und einige Szenen aus Blair Witch Project erinnert. Gemütliches Camping eben, insbesondere wenn es stürmt und trotz undichtem Eingang wie aus Eimern schüttet. Last but not least, eisig kalt war es auch, also frieren wir uns trotz zusätzlicher Decke den eingeschüchterten Arsch ab. Wie ich mich auf unser Penthouse freue. Aber hey, am nächsten Morgen soll es dann mit Hiking los gehen. Raus in die Natur und so. 

    Und siehe da, geweckt von Sonnenstrahlen (ja der Dom hatte auch ein vergilbtes Fenster) und Vogelgezwitscher, raus aus dem Skianzug und ab ins T-Shirt, warmer Wind bläst und die Sonne scheint. Ziel ist die Laguna de Los Tres, am Fusse des Mount Fitz Roy mit atemberaubender Aussicht. Näher kommt man dem Matterhorn Patagoniens ohne Kletterausrüstung nicht, doch der letzte Aufstieg hat es in sich (scheisse war das steil). Kaum auf der Strasse auf dem Weg zum 3km entfernten Anfang des Hiking Trails, hält auch schon das erste Auto von sich aus und fragt, ob es uns denn mitnehmen könne. Claro Amigo! Patagonien kann also auch anders.

    So waren, um es vornweg zu nehmen, die folgenden Tage auf dem Camping dank vielen herzlichen und interessanten Menschen ein richtiges Highlight. Besonders erwähnenswert ist Alex, ein Argentinier in seinen mid-Vierzigern der ganz vernünftig Englisch spricht und öfters mit uns abhängt. Er teilt sein Zelt mit seinem etwa 10-jährigen Sohn und freut sich schon, bis Frau und Tochter in ein paar Tagen dazu stossen. Da er mit seinem Pick-up unterwegs ist, können wir ihn mehrmals als Mitfahrgelegenheit nutzen. Irgendwie erinnert mich Alex an meinen alten Freund Thorsten. Das einzige Problem mit ihm ist sein Sohn. Der knuffige Junge ist anständig, süss, vital und ganz offensichtlich ein tolles Kind. Und sein Name? Ramon. Ach du Scheisse. Echt jetzt? Wieso?! Der arme Junge. Ich kann das nicht und gehe dem Kind wann immer möglich aus dem Weg. Und wenn er mich denn doch mal erwischt und anlächelt, so nenne ich ihn innerlich einfach Robin, was es einigermassen erträglich macht. Einigermassen.

    Aber zurück zur eigentlichen Geschichte. Nach der erst-abendlichen Schlotterpartie (aufgrund der Temperatur und der um Hilfe flehenden Kinderhände) wurde am Morgen nach dem Zwiebelprinzip eingekleidet, man weiss ja nie welche Wetterkapriolen (oder Kinder fressende Hexen) einen noch erwarten in diesem verrückten Patagonien. Doch schon nach 10 Minuten verschwanden dank brennender Morgensonne die meisten Schichten im Rucksack und nach etwa 30 Minuten waren wir beide schon leicht durchgeschwitzt beim untersten Long-Sleeve angekommen. Und für einen Moment steht die Erde still. Unglaublich aber wahr, wir hätten kein identischeres Outfit aus unseren Rucksäcken zaubern können. Man könnte denken (nein, man muss bei dem Anblick davon ausgehen, schau Foto), dass wir uns bewusst so gekleidet haben oder zumindest beim Anziehen den Umstand billigend in Kauf genommen haben. Dem war aber aus bereits bekannter und tief verankerter intrinsischer Abneigung gewiss nicht so. Nachdem ich den unvermittelt einsetzenden Brechreiz durch dem Hyperventilieren ähnliche Atemübungen überwunden hatte, blieb lediglich dieses leicht beklemmende Gefühl der Scham. Und da sich die schöne Sue nervte, dass es mich nervte, hatten wir schon zwei Dinge gemeinsam an diesem sonst so wunderschönen Tag.

    Zur Landschaft will ich wirklich nichts schreiben, Sue‘s Fotos erzählen das viel besser. Wobei man wohl nie in Fotos festhalten kann, wie unglaublich eindrücklich die Welt hier ist. So trage ich denn auch unsere kleine Drohne immer tapfer mit, man weiss ja nie wann und wo sich eine passende Gelegenheit bietet. Allerdings scheinen die unstetigen und ungestümen Winde hier den Einsatz sehr bewusst zu verhindern. Wohl aus Angst die Bilder würden noch mehr Touristen anlocken. Und dann sind da noch die Drohnen-Verbotsschilder, die hängen auch bei jedem Nationalpark-Eingang. Wir lassen unsere Spark die Tage also als zusätzliches Trainingsgewicht im Rucksack. Aus Respekt vor dem Wind. 

    Als nächstes „Highlight“ wartet nun der Nachtbus auf uns, 11h nach Los Antiguos. So sparen wir auch gleich eine Übernachtung, was wir ziemlich sicher mit entsprechend viel Rotwein belohnen werden. Melatonin und Ohrenstöpsel liegen für die Fahrt bereit und wir hoffen insgeheim, dass Crazy-Ramon heute frei hat. Meinem Rucksack-Odor nach zu urteilen, wäre ein Waschtag in Los Antiguos angebracht. Yay, und schon wieder eine Aufgabe, Mission accepted!
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  • Day19

    Gespenstisch gut Kirschen essen

    February 4 in Argentina

    Schlafen im Bus nach Los Antiguos ging eigentlich ganz gut. Der Fahrer machte seine Arbeit wirklich gut und die Sitze hatten bis auf die beschränkte Beinfreiheit viel Komfort zu bieten. Aber es gibt halt immer diesen einen Menschen, der sie alle schafft. In diesem Fall eine im pinken Jogging-Anzug gekleidete stämmige Dame, wohl etwa in meinem Alter. Einfach älter. Ramona, wie sie höchstwahrscheinlich heisst, ist bei einem ersten Zwischenstopp zugestiegen, was ich dank einer ersten Tiefschlafphase im Melatoninrausch nicht mitbekommen habe. Erst eine Stunde vor Ankunft, nachdem ich meine Oropax entfernt habe, erkenne ich das Ausmass des Leidens meiner Mitinsassen der unteren Car-Ebene. Andere dürften weit weniger geschlafen haben als ich. Hoffentlich ist niemand bewaffnet, denn das könnte bei der Ankunft eng werden für Ramona.

    Ich bin mir (fast) sicher, Ramona ist ein liebenswerter und kongenialer Mensch. Aber das?! Das gehört nicht in einen Schlafwagen oder die Öffentlichkeit, das gehört in eine Klinik. Die Dame leidet augen- bzw ohrenscheinlich an einer dramatischen Form der Schlafapnö, wie das in der Form wohl keiner der Mitfahrenden je erlebt hat. Bis zu 30 Sekunden (!, ich habe die Zeit gestoppt) liegt Ramona regungslos da (und es wäre sicher nicht ganz zutreffend zu sagen, man hofft in den 30 Sekunden irgendwie, dass es das war mit Ramona ... das wäre etwas gar drastisch, aber in der Tendenz zutreffend), ehe ihr Körper hyper-panisch um Luft ringt und ähnlich einem Freitaucher nach mehreren Minuten unter Wasser literweise Leben zurück in die Lungen saugt. In ihrem Fall allerdings begleitet von diesem fiesen, kratzbürstigen Röcheln. Meine Fresse geht die ab.

    Einige denken jetzt sicher, ach komm, der übertreibt doch. Der hat ja in Brusimpiano auch schon den kaum hörbar schnarchenden und unfotogenen Robin mit dem Kissen versucht zu ersticken ... Aber hey, die Leute im Bus fangen sogar an Videos von Ramona aufzuzeichnen, wohl für die Gerichtsverhandlung nach der Mordanklage gegen unbekannt. Das geht mir dann aber doch zu weit. Ich lasse aus sicherer Entfernung das Band mitlaufen. Das wird zwar nicht im Ansatz das effektive Akustik-Inferno im Taqsa-Bus dokumentieren können, aber vielleicht den Hauch einer Idee der Frequenz und des sich überschlagenden Taktes geben. Wer nämlich versucht im Rhythmus mitzuatmen, wie man das im Militär neben Schnarch-Nasen gerne versucht hat, fühlt sich wie beim Versuch Walzer zu tanzen, während Dubstep-Pionier Skrillex an den Turntables steht und sein Bangarang zum Besten gibt (https://youtu.be/YJVmu6yttiw).

    Nach unserer ersten und erstaunlich positiven Camping-Experience in El Chalten, haben wir uns in Los Antiguos für ein Airbnb-Zimmer in einem kleinen Haus entschieden. Also keine ganze Unterkunft für uns. Ehrlich gesagt ist es wie schon das Camping einfach die günstigste Variante, bei der wir noch einen eigenen Raum für uns alleine haben. Wir werden also von Susana (mit etwas Verspätung) vom Bus Terminal abgeholt und zu ihr nach Hause chauffiert. Das Haus ist winzig, aber süss. Wie jedoch die in Airbnb beschriebenen 10 Personen darin Platz finden sollen, ist und bleibt mir ein Rätsel. Wir bleiben zum Glück die einzigen Gäste für die zwei Nächte. Susana scheint sich voll und ganz dem Airbnb-Mama-Dasein verschrieben zu haben und so stehen 2 Minuten nach der Ankunft bereits Kaffee, Tostadas und frischer Orangensaft auf dem Tisch.

    Doch auch mit Susana stimmt etwas nicht, die Frau quasselt ohne Unterbruch. Seit der herzlichen Begrüssungsumarmung am Bus Terminal steht der Kiefer nicht mehr still. Da ich selber kein einziges Wort von ihr verstehe, sie spricht nämlich weder Englisch noch langsam, gehe ich davon aus, dass sie sich irgendwie mit Sue unterhält. Sue gibt denn auch ab und zu einige Laute von sich, aber ihr hilfesuchender Blick am Küchentisch verrät, dass auch bei ihr keine 10% vom Gesagten einen Sinn ergeben. Die ältere und sicher sehr nette Dame kommt mir ein wenig vor wie die Zerzauste bei den Simpsons. Die mit den vielen Katzen, Tiere hats hier nämlich auch einige. Genau, Crazy Cat Lady. hektisch, durch den Wind, laut, immer mit den Tieren beschäftigt und keiner hat eine Ahnung, was sie will oder macht. Wirklich faszinierend, nachdem ich ihr in astreinem Schul-Spanisch erkläre „despacito por favor, non ablar bien espaniol“, scheint das ihre Taktfrequenz gar weiter zu erhöhen. Lachend erzählt sie mir weitere lustige Anekdoten aus ihrem Leben und lässt mich doch komplett im Dunkeln. Die frisst doch sicher auch diese komischen Beeren, die sind wirklich nicht gut fürs Gehirn.

    Apropoz Beeren, es sind die Kirschen, die diesen Ort speziell machen. Die gibts hier überall und immer. Wären Mont Cherry aus Südamerika, sie kämen aus Los Antiguos. Mehr aber auch nicht. Und ich mag weder Mont Cherry noch Kirschen besonders. Das Städtchen ist trotz Hochsaison irgendwie verschlafen und fast schon gespenstisch ruhig. Auch am schönen See tut sich eigentlich gar nichts. Wäre also gut möglich, dass Crazy Cat Lady durch ihr unaufhörliches und unverständliches Gerede in erster Linie der gespenstischen Stille entgegen wirken will, welche sie selber in den Wahnsinn treibt. Irgendwie klappt das aber nicht und macht die ganze Szenerie eher noch ein wenig unheimlicher. So sind denn auch die Offices der einzigen zwei Reiseagenturen trotz aktueller Öffnungszeit nie besetzt. Wo sind bloss alle? Grosse Party und niemand sagt uns doofen Touris Bescheid? Oder erwachen die Halbtoten erst nach Sonnenuntergang zum Leben? Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass Sonntag ist und es die Locals hier eher mit Monica Morells „Ich fange nie mehr was an einem Sonntag an“ haben (... am Montag feierten die Los Antiguaner dann ganz zufällig ihren 70. Geburtstag, da waren dann tatsächlich ein paar Leute an der Parade). Wir nutzen die halbwegs funktionierenden Velos (eines hat ein klapprige Rücktritt-Bremse, das andere keine) und cruisen einige Stunden durch die Gegend, während unsere Kleider bereits zum Trocknen in der Sonne hängen. Genau, unsere Haupt-Mission war dank eigener Waschmaschine im Hinterhof ein Klacks und mit zwei schnellen Waschgängen auch schon erledigt. Wir riechen also wieder gut. Anders als sonst, aber gut.

    Da wir uns für keine der zwei möglichen Exkursionen in der Nähe von Los Antiguos begeistern konnten (und auch zweifeln, dass jemand erschienen wäre solange es hell ist), lautet unsere zweite Mission die Planung der nächsten Wochen. Schliesslich reichen unsere bisher getätigten Buchungen nur noch ein paar Tage bis Bariloche und wir sind uns nicht sicher, ob wir das Haus vor unserer Abreise nochmals verlassen sollen. Crazy Cat Lady scheint nämlich auch äusserst verwirrt, so legt sie uns zum Frühstück gerne mal zwei Messer neben jeden Teller (eines zum Essen und eines zum Kämpfen?!) und als wir am Abend zuvor gegen 22:30 vom Abendessen zurück kamen (meine Fresse war das Fleisch wieder ein Traum, Bife de Chorizo vom Allerfeinsten), war die ganze Hütte verschlossen. Einen Schlüssel hatten wir bis dato nicht erhalten und so waren wir froh, unser Zimmerfenster einen Spalt offen gelassen zu haben. Geschlafen haben wir dann wieder erstaunlich gut.

    Unsere nächste Destination: Bariloche, das Patagonische Davos. Oder auch nicht. Wir haben einen 13h-Taqsa-Bus tagsüber gebucht und hoffen ihn weder mit Ramon noch Ramona zu teilen. Wir werden sehen ...
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  • Day14

    FitzRoy und die Einsamkeit

    March 17 in Argentina

    Heute war einer dieser komischen Tage mit schönem Ausgang.
    Ich bin in ElChalten, ein Bergsteigerdorf in Patagonien. Es wimmelt hier von backpackenden Bergsteigern, Kletterern und...Paaren!! Also GENAU mein Klientel.😂
    Wlan gibt es nur über Satellit, kein Handyempfang.
    Aber gut. 3 Tage...
    Gestern war Ankunftstag und ich bin gleich losgestiefelt, den Weg zurück aus dem Dorf raus, denn das Panorama bei der Einfahrt mit dem Bus war sooo toll. Bin 4 km gelaufen, hab auf den Sonnenuntergang gewartet und bin dann in den Ort zurück getrampt.
    Hat super geklappt. Dann war ich Essen und habe 2 sehr nette Belgier beim Essen am Nebentisch kennen gelernt.
    Heute hab ich ausgeschlafen und bin zum Wanderweg zum Monte Fitz Roy gegangen. Ich konnte mir fast denken, dass wenn ich um halb 12 los laufe, ich die 10 km zur Lagune und zurück nicht schaffe. Die ersten 2 km hatten einen sehr sehr guten Anstieg und nach 6 km bin ich dann umgedreht und über den See zurück gelaufen.
    Heute war einer der Tage, voller Selbstzweifel, Einsamkeit, Langeweile...und so hatte ich auch von vorn herein keine Motivation 20 km alleine zu laufen und zu klettern. Mir fehlte der zweite Antrieb, ein Gespräch, jmd der an der Ecke auf mich wartet.
    Trotz dessen habe ich 12 km geschafft und wurde auch so mit einer tollen Aussicht belohnt.
    Am Abend im Restaurant kam ich mir alleine auch voll blöd vor. überall nur Gruppen und Paare.
    egal, Durchgezogen.
    Der Tag nahm im Hostal eine unerwartete Wendung, als ich mit Isabel und Sabrina (Mutter und Tochter aus Chemnitz) ins Gespräch kam, wir Bier teilten und einen sehr netten Abend verbrachten.
    Wer immer nur geile Bilder von mir zu sehen bekommt, der sollte doch auch von den Entbehrungen des allein reisens wissen! Manchmal ist es eben auch schwer.
    Gute N8!
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You might also know this place by the following names:

Santa Cruz Province, Santa Cruz, SC

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