FabOli Kirby-Crew

Wir, Fabi und Olli, sind nun von Südamerika nach Mittelamerika. Fabis Onkel wird in Costa Rica besucht und dann sollen auf Kuba noch die Hüften geschwungen und der Sozialismus erlebt werden. Eine neue Etappe auf unserem Weg...
  • Day15

    Projekt Pumphaus Reichenau/Abriss

    September 25, 2017 in Germany

    Zusammen mit Valentin habe ich nun ein interessantes Projekt zugeteilt bekommen.

    Jeden Morgen treffen sich alle Zimmerer zusammen zum Kaffee und besprechen die Einteilung und die Aufgaben und Schweirigkeiten, auf den Baustellen. Das finde ich persönlich schon einmal sehr bemerkenswert, dass es in unserer heutigen Arbeitwelt noch so etwas gibt.

    Solch kleine Gesten machen das Arbeiten doch schon viel angenehmer und auch das Team profitiert davon. Ich meine das sind jeden Tag sicher 20 min die wir da zusammen sitzen und auch der Kaffee wird vom Chef gesponsert. Am Nachmittag das Gleiche. Jeder der möchte, kann sich nach Feierabend noch in den Gemeinschaftsraum setzen und noch ein Getränk trinken und bisschen quatschen. Das finde ich schon einzigartig und lerne das zum ersten mal in meinem Arbeitsleben kennen. Also etwas ganz Besonderes.

    Dieses angenehme Gefühl hatte ich bereits schon beim Bewerbungsgespräch.

    Nun gut zurück zum Projekt Pumpenhaus. Zunächst einmal werden wir einen richtig tollen Arbeitsplatz auf der Reichenau haben. Wir arbeiten auf einem UNESCO Weltkulturerbe, da wo die ganzen alteingesessenen Bauern noch heute ihr Gemüse produzieren und im Sommer die Touristen ihre Erholung finden.

    Im ersten Schritt werden noch einmal ein paar Maße aufgenommen und anschliessend mit dem Rückbau des alten Pumphäuschens begonnen. Im Grunde genommen ist jedes Projekt ein kleines Legoprojekt. Man baut Stück für Stück wieder ab, um andere Teile frei zu legen und dann da wieder weiter zu machen. Auch schon bei den Abrissarbeiten lerne ich viel über den Aufbau und die unsichtbaren Details, die einem hinter den Wänden oftmals verborgen bleiben.

    Im Dachstuhl haben wir ein kleines Nest entdeckt, welches zu dem Zeitpunkt unbewohnt war, als wir das Haus zurück gebaut haben...in einer anderen Ecke haben wir einen reichlich gefüllten Wintervorrat entdeckt. Beides sah noch ziemlich frisch aus und muss erst von diesem Jahr gewesen sein. In diesem Moment habe ich mich richtig schlecht gefühlt, da wir mit diesem Abriss, ein womöglich anderes Tier obdachlos machen und auch noch die ganze Arbeit, die es gehabt hat, die Nüsse und das ganze Baumaterial in die hintersten Ecken des Daches zu bringen, zur Nichte machen. Ich hab ein schlechtes Gewissen und frage einen befreundeten Naturschützer und zeige ihm die Bilder, was man da machen kann. Er meinte, dass es eine Maus ist, die sich da eingenistet hat und diese nicht unter Naturschutz stehen.

    Aber dennoch könnte man einen Kobel für dieses Tierchen bauen, damit es gut durch den Winter kommt. Wenn ich noch dazu komme, werde ich das noch machen. Als wir dann das Dach abgedeckt haben, kommt der kleine Nager auch noch vorbei und rennt sichtlich irritiert übers Dach. Nun erkennt man auch, dass es sich um eine Maus handelt.

    Der Abriss geht ziemlich schnell und wir sind am Nachmittag bereits schon so weit, dass wir das Haus in seinen Einzelteilen auf das Auto laden und zum Wertstoffhof bringen können.

    Mich erschlägt es immer wieder aufs Neue, wie viel Material da jeden Tag verbraucht und weg geworfen wird, da es zu aufwendig wäre, es wieder aufzubereiten. Teilweise reissen wir Sachen ab und werfen sie in den Müll um eine energetische Sanierung durchzuführen, um das Zertifikat dafür zu bekommen, dass das Haus den Anforderungen entspricht, die gesetzlich vorgeschrieben sind.
    Was aber letztlich für Energie und Rohstoffe verschwendet werden, um diese Hightechstoffe herzustellen und zu entsorgen, steht auf keinem Papier geschrieben, Dazu kommt, dass dann auch diese wieder irgendwann aufwendig entsorgt werden müssen, da sie grösstenteils nicht mehr recyclebar sind. Ein völliger Irrsin, der einem da verkauft wird und auch noch gesetzlich abgedeckelt ist.

    Nun das ist jetzt mal eine Baustelle, bei der die Anforderungen nicht so hoch sind, da es kein Wohnhaus ist. Letztlich bauen wir eine Hütte, um ein paar Stromkästen zu schützen, die sowieso regendicht und vandalismussicher sind. Also ist es irgendwie sowieso eine Frage, warum man dafür ein komplettes Haus mit Wärmedämmung usw. baut. Aber gut, das entscheiden eben andere Leute. Für uns ist es letztlich eine schöne Aufgabe und ein tolles Projekt, um zu lernen, wie man ein komplettes Häuschen von Grund auf plant und dann auch wieder aufbaut.
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  • Day1

    Meine Probewoche in der Zimmerei

    September 11, 2017 in Germany

    Nun habe ich kurzfristig wieder einmal eine neue Aufgabe gefunden. Bei der Stellenbörse der Agentur für Arbeit war eine Stelle als Zimmererhelfer ausgeschrieben, die ich am Donnerstag Abend gefunden habe und dann sogleich auch noch eine Mail geschrieben habe, dass ich mir durchaus vorstellen könnte, da einmal mit zu arbeiten.

    Für mich hat das ganze eigentlich 2 Vorteile. Erstens kann ich meine handwerklichen Fähigkeiten beim arbeiten mit Holz ausbauen und habe noch eine Referenz für meinen weiteren beruflichen Werdegang. Das wird sicher nicht verkehrt sein, wenn ich da noch ein bisschen mehr Spektrum bieten kann.

    Also gut. Donnerstag beworben, Freitag zum Gespräch gewesen und am Montag dann gleich angefangen zu arbeiten.

    Für mich war die erste Woche Probearbeit und im Anschluss habe ich dann gleich noch eine Woche frei gehabt. In der ersten Woche gab es schon durchaus anspruchsvolle Aufgaben. Die ersten 2 Tage waren wir auf der Schießanlage in Konstanz und haben die Schallschutzwände neu verkleidet. Sie dämpfen den Schuss und die Geräuschkulisse. Alle Bretter sind aus Lerche gefertigt und sind etwas robuster und Witterungsbeständiger.

    In einem Studentenwohnheim haben wir ein Bad, komplett aus Glas zurück gebaut, welches in den 70ern wohl mal in war. Der komplette Boden alle Wände usw. waren aus fetten Glasscheiben zusammen montiert, die natürlich elendig schwer waren und auch noch blöd durchs Treppenhaus zu tragen waren, weil sie so sperrig und schwer waren.

    Bei einer ist es uns auch passiert, dass sie uns zersprungen ist. Die Gläser stehen so massiv unter Druck, dass sie in alle Himmelsrichtungen zerspringen und überall Glassplitter herum fliegen.

    Nach dem Abriss kommt der Wiederaufbau...Unterkonstruktion, Dämmung, Dampfsperre, jede Menge Hightechmaterialien kommen da zum Einsatz. Wir kommen super voran und beginnen dann zum ende der Woche hin auch schon die Trockenbauwände vorzubereiten.

    Die größte Herausforderung war, dass die Wohnung die ganze Zeit bewohnt war und somit auch wenigstens für die Nacht eine Toilette verfügbar sein musste. Also musste die auch immer wieder montiert und demontiert werden.

    Alle Räume wurden mit Staubschutzwänden verschlossen, damit der Dreck sich nicht in alle Zimmer verteilt.

    Somit musste man auch immer etwas Rücksicht auf die Bewohner nehmen, was auf einer Baustelle natürlich auch immer etwas einschränkt. So schlimm kann es mit uns aber garnicht gewesen sein, uns wurde sogar ein Kaffee angeboten :)
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  • Day23

    Ich denke die Bilder sprechen Bände.

    Ich habe selten eine solch intensive Zeit in meinem Leben gehabt, wie ich es bei Peter, Manuela, Linus und Lenia und all den dazugehörigen Vier- und Zweibeinern, erleben konnte. Noch nie in meinem Leben habe ich so eng mit Tieren zusammen gearbeitet bzw. sogar meinen Lebensrythmus an den der Tiere angepasst. Ich muss sagen, schon das alleine war eine kleine Herausforderung, da ich es in den ganzen drei Wochen nicht geschafft habe, mit Leichtigkeit und und frisch und munter aus dem Bett zu kommen. Klar kommt man immer irgendwie raus, aber ausgeschlafen fühlt sich definitiv anders an.

    Nichts desto trotz sind es die kleinen Dinge, die die Zeit auf dem Bauernhof Aufm Buch zu einem ganz besonderen Erlebnis haben werden lassen. Das unendliche Vertrauen, das man bekommt, sobald man da ist. Das hat bei mir für ein grosses Wohlbefinden gesorgt und somit konnte ich mich in kürzester Zeit einleben. Auch die Tiere machen es einem leicht, wenn sie erst einmal Vertrauen gefasst haben. Klar wird man am Anfang erst einmal beäugt, aber das ist ja bei uns Menschen auch so.

    Und auch die vielen Tiere, die hier während meiner Zeit das Licht der Welt erblickt haben. Wirklich wundervoll.

    Ich kann mich noch sehr gut an die ersten Tage erinnern, an denen ich an den Kühen vorbei gelaufen bin und immer ein ungutes Gefühl dabei hatte, dass sie möglicherweise austreten oder mich mit den Hörnern packen könnten...da hatte ich schon echt grossen Respekt davor. Kein einziges Mal wurde ich von einer Kuh auch nur angerempelt. Sie sind wahnsinnig emphatische Tiere und haben auch einmal schlechte Tage, was man ihnen dann auch anmerkt. Jede Kuh ist ein Individuum und hat einen eigenen Charakter und Stimmungsschwankungen. Ganz deutlich habe ich das bei den frisch gebackenen Müttern gemerkt. Kurz nach der Geburt der Jungtiere waren sie immer etwas unruhig und ungeduldig, was sich dann aber mit der Zeit dann auch gelegt hat.

    Oder wenn die Tiere, auf Grund von zu starken Regen mal im Stall bleiben mussten, hat man Ihnen auch sehr deutlich angemerkt, dass sie nicht so richtig zufrieden damit sind. Sobald sie aber dann wieder auf die Weide gehen durften sind sie gehüpft und gesprungen und haben sich des Lebens gefreut.

    Der tägliche Umgang mit den Tieren war an sich eine wirklich bereichernde Erfahrung. Das Wissen und die Arbeit die es braucht, um diese Leistung tagtäglich zu erbringen ist unglaublich umfangreich. Auch da habe ich scheinbar nur einen oberflächlichen Eindruck gewinnen können. Milch erzeugen heisst ja nicht nur Kuh melken. Das heisst auch für Futter sorgen, Anlagen reinigen, Stall in Schuss halten, Krankheiten behandeln, Hufpflege, Weiden präparieren, Heu wenden, Wasser auf den Weiden bereit stellen, Kälber umsorgen, usw. usw. usw.

    Eigentlich hört die Arbeit nie auf. Man wird nie fertig werden, denn wenn man eine Aufgabe erledigt hat, wartet die nächste bereits schon auf einen und wenn man da nicht dranbleibt, dann werden es irgendwann viele Aufgaben sein.

    Es hat mich wahnsinnig beeindruckt, zu sehen, wie die Familie zusammen hält und jeden Tag alles dafür gibt, um ihre Tiere zu umsorgen und die täglich frische Milch abliefern zu können.

    Ich wurde behandelt, wie ein vollwertiges Familienmitglied. Gab es eine Feier, wurde ich mit eingeladen. Ging es mir nicht so gut, wurde mir geholfen. Wollte ich reden, wurde mir zugehört. Gab es Probleme, wurde nach Lösungen gesucht.

    Die Vielfalt der Aufgaben hat mir sehr viel Freude bereitet. Es waren immer verscheidenste Sachen, bei denen es etwas zum tüfteln gab. Mal waren es Hausaufgaben, die erledigt werden mussten, mal ein Baumhaus, was repariert werden musste oder eben die vielfältigen Aufgaben im und am Hof und Garten.

    Ich habe die Zeit bei einer sehr warmherzigen und liebevollen Familie verleben dürfen und bin für diese einmalige Erfahrung sehr dankbar. Mir hat die Zeit auf diesem kleinen Stückchen heile Welt schon sehr gefallen und ich hoffe dass Manuela, Peter, Linus und Lenia diese weiterhin bewahren werden und auch so wie sie es jetzt auch tuen, weiter mit anderen Menschen teilen werden.

    Vielen Dank für diese einmaligen Erlebnisse und die tolle Zeit bei und mit euch!
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  • Day22

    Entschenkopf, 2047m

    August 5, 2017 in Germany

    Heute hab ich mal einen Tag frei und dieser wird gleich genutzt, um in die Berge zu gehen...zusammen mit einem Freund der Familie mache ich eine kleine Wanderung auf den Entschenkopf...Kurz aber knackig. Das war schon ein anspruchsvoller Aufstieg.

    Oben sehen wir sogar noch ein paar Gämse und geniessen auch hier die Einsamkeit und Ruhe hoch oben auf dem Gipfel. Das Geläut der Kühe auf der Alm kann man bis hier oben hören. Ein grandioser Moment, hier oben zu sein.Read more

  • Day21

    Hausmeister Weickert

    August 4, 2017 in Germany

    Der Tag geht bescheiden los. Die Kette am Fahrrad reißt und die Kühe sind in totaler Dunkelheit verschollen. Nun ja nicht jede Morgenstund hat Gold im Mund. Bisher aber verhältnismässig gesehen die meisten der frühen Morgenstunden :)

    Aber der Tag hat dann doch auch noch einige gute Seiten zu bieten. Die Zimmer von Linus und Lenia sollen nun bald fertig werden und da das Laminat noch nicht fertig verlegt ist, mache ich mich noch daran, die Zimmer fertig abzuschließen.

    Das erste Mal Laminat verlegt und dann gleich 2 Zimmer :) auch wieder etwas neues dazu gelernt.

    Doch nach der Arbeit, ist.vor der Arbeit. Beim letzten Sturm ist ein dicker Ast in den Hühnerstall gefallen und hat das Dach teilweise zerstört. Am Abend heissts noch neue Ziegel drauf aufs Dach, damit es bei den Hühnern trocken bleibt. Bis in die Dunkelheit hinein verlegen wir noch ein paar neue alte Ziegel, um die Sturmschäden zu beseitigen.

    Ansonsten fülle ich meine Zeit immer wieder mal mit anderen Kleinprojekten die so anfallen. Eines der grösseren Aufgaben ist die Werkstatt neu zu organisieren. Aber auch das ist nach ein paar Stunden Arbeit gelungen...

    Sonst sind es auch mal ein paar Reparaturen und Kleinigkeiten, die einem das Alltagsleben erleichtern sollen. Hier gibt es jede Menge abwechslungsreiche Aufgaben. Sei es im Garten, mit den Tieren oder allgemein am Hof. Es gibt einfach immer was zu tun. :)
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  • Day20

    Ausritt mit dem Rad auf den Grünten

    August 3, 2017 in Germany

    Mit dem Fahrrad ist es aber mehr als nur eine leichte Übung. So schön die Auffahrt auch war, son anstrengend ist es auch gewesen.

    Oben angekommen kann man sogar die Zugspitze erkennen und gleich unweit vom Gipfel entfernt, steht das Jägerdenkmal, was mich etwas an meine Zeit bei den Gebirgsjägern In Bad Reichenhall erinnert. Jaja...ohne die Bundeswehr wäre ich vermutlich mal nie in den Bergen gelandet.

    Nun bin ich hier und bin dankbar für all das was ich erleben durfte und bereits alles schon gesehen und erfahren habe...Eine herrliche Ruhe hier oben. Man hört lediglich das Rauschen der Bergdolen im Wind. Und jede Menge Schmetterlinge gibt es hier oben...idyllisch und ruhig ist es hier oben auf dem "Wächter des Allgäus"

    Zurückzu geht's noch an einem Bauernhof vorbei, bei dem ich meinen Wasserhaushalt wieder auffüllen kann. In der Hoffnung dass ich am Berg etwas bekomme, habe ich leider etwas wenig Wasser mitgenommen. Auf dem Weg zurück nach Sulzberg komme ich mir etwas dehydriert vor und bin froh, dass ich Wasser aus einem frischen Brunnen zapfen darf.

    Mir wird hier sogar ein Bad im Brunnen angeboten, um mich wieder etwas zu aklimatisieren...das verschiebe ich jedoch auf später. Ich gönne mir auf der Heimfahrt noch ein Bad in einem Auslaufbecken von einem Wasserfall. So wie die Natur mich geschaffen hat, tauche ich ab im kühlen Nass dieses Bergflusses.

    Auf dem Hof angekommen bin ich heilfroh, gelandet zu sein. Auf Grund des Wassermangels fühle ich mich heute elendig schlapp und dehydriert. Vermutlich war es wirklich zu warm um mit so wenig Wasser einen Berg hoch zu düsen. Es soll mir eine Lehre gewesen sein.

    Manuela päppelt mich aber gleich mit einen gesunden Gemüsesaft wieder auf...nach einer Ruhepause im Bett geht es mir dann auch wieder besser,
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  • Day19

    Heute sind die Kühe ausgebüxt

    August 2, 2017 in Germany

    Ein Tag wie jeder andere...Nur sind mir heute die Kühe davon gelaufen.

    Die Idylle trügt, das war eine Tragödie. Wie immer, habe ich die Tore umgestellt und bin dann den Kühen gemütlich hinterher gefahren, um sie auf die Koppel zu lassen. Dort gibt es auch noch einmal eine Absperrung die man zu machen muss, damit die Kühe nicht den falschen Weg nehmen...nun ja und heute waren die Kühe leider schneller als ich und haben die Gunst der Stunde genutzt, um das frische Gras auf der Nachbarwiese zu fressen. Natürlich ist diese auch nicht eingezäunt und somit machen sich die Rindviehcher gleich einmal über die ganze Wiese breit.
    In meinem völligst überforderten Zustand habe ich noch versucht die Kühe einzufangen, aber je mehr ich ihnen hinterher gerannt bin, desto schneller wurden sie und alle sind in verschiedene Richtungen gelaufen. Die einen die Strasse runter, die anderen beim Pferdehof in den Garten und ich wusste garnicht mehr wo ich hinterher laufen soll. Das muss ein Bild für die Götter gewesen sein.

    Ein grosser Teil der Herde ist dann eine Strasse hinunter gelaufen, in der ich es geschafft habe, bis auf drei Kühe alle zu stoppen. Hier konnte ich dann endlich mal einen klaren Gedanken fassen und hab es dann geschafft, Peter anzurufen.

    Er kam dann gleich zur Verstärkung und so haben wir es dann geschafft, die Kühe über den Elektrozaun hinweg, wieder auf ihre Weide zu treiben. Die anderen drei Kühe haben wir dann auch gleich auf einer angrenzenden Wiese gefunden und auch, wenn auch mit Widerwillen, wieder zurück zur Herde gebracht.

    Da ist mir ganz schön das Herz gegangen...erstens vor Erschöpfung und zweitens vor der Angst, dass die Tiere auf die Strasse laufen und möglicherweise noch vor ein Auto.

    Kurz habe ich mich wie ein Cowboy gefühlt, als ich einer Kuh mit beiden Armen, den Hals umschlungen am Schlawittchen hing. Das war der Moment, in dem ich die Kühe stoppen konnte. :D

    Ganz ehrlich habe ich mich in diesem Moment nach einem Pferd gesehnt, welches schneller ist als die Kühe.
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  • Day17

    Melkstall einmal anders

    July 31, 2017 in Germany

    Bei Andrea und Jürgen in Hettisried habe ich nun auch noch einmal die Möglichkeit hinter die Kulissen eines Bauenhofes mit ein paar mehr Kühen zu schauen.

    Hier gibt es insgesamt 135 Kühe und davon können immer 24 gleichzeitig gemolken werden. Das ist noch einmal eine ganz andere Nummer und hier herrscht auch sonst eine ganz andere Ordnung und ein ganz anderer Ablauf. Bei den beiden und ihrer Familie fühle ich mich auch gleich richtig integriert und darf auch direkt mit anpacken. Es ist schon interessant auch hier noch ein paar Erfahrungen sammeln zu können.

    Die Zeit auf dem Hof habe ich ebenfalls sehr genossen. Alles sehr familiär und liebevoll!

    Kurz vor der Abfahrt in Richtung Sulzberg habe ich noch eine verunfallte Kuh entdeckt. Die hatte sich mit dem Augenlid an einer Feder eingegangen und ist von alleine nicht mehr weg gekommen...Ganz tapfer und ruhig hat sie sich helfen und befreien lassen. Auch das war irgendwie noch eine nicht ganz schöne, aber besondere Erfahrung.
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  • Day16

    Schwarzer Grat Turm 1118m

    July 30, 2017 in Germany

    Heute heisst es mal wieder Familienausflug. Mit den Kids, Manuela und Andrea geht's heute zu den Schumpen von Andrea und Jürgen. Die Männer haben alle Hände voll zu tun und können leider nicht mit.

    Wir haben wieder bestes Wetter und machen einen gemütlichen Tagesausflug...ich schaue noch einmal alleine auf den höchsten Aussichtspunkt Baden Württembergs und nach einer kurzen Brotzeit geht's auch schon wieder runter, noch ganz kurz eine Runde baden und dann zum Auto.

    Für mich geht es aber heute auf einen anderen Hof. Und zwar bekomme ich nun auch noch die Gelegenheit, bei Andrea und Jürgen mit auf dem Hof zu helfen. Unsere heutige glorreiche Aufgabe wird es sein, noch ein Fahrsilo abzudecken.

    Ich konnte mir bisher nichts darunter vorstellen, doch jetzt weiss ich was es ist und mit welch undankbarer Arbeit dies verbunden ist. Ein Fahrsilo ist ein Futtervorrat, der für den Winter angelegt wird. Das Frisch geschnittene Gras wird in mehrerern Schichten aufgetragen und von einem Traktor platt gewalzt, damit möglichst viel ins Silo passt und möglichst wenig Sauerstoff eingeschlossen wird. Das ist mal noch die angenehme Aufgabe, weil man da eigentlich nur am Fahren ist.

    Im Anschluss kommt das luftdichte Verschliessen, dieser unglaublich langen und breiten Lagerrinne. Es müssen erst einmal Liegeplätze für Sandsäcke vorbereitet werden. Dann werden mehrere Folienschichten übereinander gezogen, die einen Luftabschluss garantieren sollen und dann noch ein Netz, was Vögel daran abhalten soll, die Folien zu beschädigen. Um diese Folien luftdicht abzuschliessen werden sie in mehreren Lagen mit Sandsackschichten beschwert...pfuiteufel ist das unschön...eine Arbeit die wirklich keinen Spass macht.

    Nun ja wir sind bis in die Nacht hinein beschäftigt und sind allesamt froh als der letzte Sandsack gelegt ist. Das Schlimme an der Sache ist, dass man die Aufgabe wirklich gewissenhaft machen muss, da sonst die Gefahr besteht, dass zu viel Luft hinein zieht und somit anstatt der gewünschten Gärung, ein Fäulungsprozess beginnt, der das Futter ungeniessbar macht.

    Das wäre ein enormer Schaden für den Landwirt, was wir natürlich verhindern wollen.
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  • Day15

    Bouldern mit Günne

    July 29, 2017 in Germany

    Ein weiterer Freund kommt mich heute besuchen. Günne kommt hier aus der Gegend, wohnt aber mittlerweile in Konstanz.

    Seine Eltern wohnen in Sulzberg, gleich in der Nähe von Manuela. So haben wir uns nun ausgemacht, heute mal zusammen bouldern zu gehen.

    Da hat das Allgäu ja so einiges zu bieten. Das Wetter ist auf unserer Seite und wir machen uns am Mittag auf zur Kletterhalle, Schuhe holen und fahren dann ins Bouldergeröllfeld. Am Parkplatz angekommen, finden wir gerade noch einen freien Stellplatz.

    Oh manoman bei dem Wetter scheint hier echt was los zu sein. Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger und...Kletterer.

    Wir schlendern also auch mit unserem Equipment zum Geröllfeld und machen uns erstmal einen Überblick über sie Routen.

    Es gibt ein paar einfache, aber auch richtig komplexe Routen. Wir machen uns erst einmal etwas warm und geniessen dann auch ein paar anspruchsvollere Routen mit dem herrlichen Ausblick ins Tal.

    Da der Nachmittag schon weit voran geschritten ist, und wir noch ein bisschen plaudern wollen, wird die Boulderei zur Nebensache und wir fletzen uns ein bisschen in die Sonne und quatschen noch etwas.

    Nach dem Sonnenbad treibts uns auch noch einmal ins kühle Nass und wir springen noch in den alten Gebirgsbach, ganz so wie uns die Natur geschaffen hat.

    Dann geht's wieder zurück auf den Hof. Die Kühe warten schon, gemolken zu werden.
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