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New York City Trip

March 2018 - January 2020
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  • Day5

    Mit dem Bike durch den Central Park

    March 27, 2018 in the United States ⋅ ⛅ 4 °C

    Heute ist schon unser letzter Tag in New York, abends geht es mit dem Flieger zurück nach Hause. Wir lassen es trotzdem gemütlich angehen. Ich hab die Nacht nicht gut geschlafen und bin dementsprechend etwas träge. Wir kümmern uns erstmal um unseren Flug (also die Sitzplätze), danach gibt's ein gutes Frühstück aus Restern und anschließend geht's ans Packen. Ein bißchen später als gehofft checken wir aus unserem tollen Apartment aus und machen uns auf den Weg in die City. Wir planen, unsere Koffer bei einem entsprechenden Luggage store zu deponieren und dann noch etwas in der City zu unternehmen. An der Penn Station, nahe des Madison Square Gardens, verlassen wir also die U-Bahn und begeben uns auf die Suche nach dem Luggage store. Auf dem Weg dorthin werden wir plötzlich von einem Typen angesprochen, der uns auch anbietet, unser Gepäck zu beaufsichtigen. Das Hotel, für das er arbeitet, sieht seriös aus und da es außerdem günstiger ist, als der store, den wir ursprünglich rausgesucht hatten, entscheiden wir uns für diese Möglichkeit - spart Zeit und Geld.
    Weil es trotz bewölktem Himmel heute nicht so kalt ist, entschließen wir uns nochmals dafür, ein bißchen Fahrrad zu fahren, dieses Mal aber eher in Richtung Central Park. Die erste Verleihstation, die wir aufsuchen, gibt es offenbar nicht mehr. Eine große Pappvorrichtung verziert die gesamte Glasgläche, das war dann wohl nix. Die nächste Station ist schnell gefunden und dann geht's mit den Bikes auch schon ab Richtung Central Park. Zunächst wollen wir den Park einmal komplett umrunden, um damit unsere ins Wasser gefallene Uptown-Tour nachzuholen. Entlang der Central Park West geht es am Columbia Square vorbei Richtung Norden. Wir passieren Kirchen, rießige Wohnhauskomplexe und das American Museum of Natural History. Je nördlicher wir kommen, um so einfacher werden die Gebäude. Als wir schließlich am nördlichen Ende des Central Parks ankommen, sind wir in Harlem, hier sieht es tatsächlich ganz anders aus als im wohlhabenderen Mid- und Uptown. Auf der Ostseite geht's mit dem bike schließlich zurück. An der Eastside wohnen wohl einige Promis, interessiert uns nicht groß, aber die Wolkenkratzer, die hier so rumstehen, sehen schon teuer und edel aus. An der östlichen Seite des Central Parks gibt es aber auch einige Museen, darunter das bekannte Guggenheim-Museum und das Metropolitan Museum of Art, aber auch das jüdische Museum, das Museum of the City of New York und das Cooper Hewitt Smithsonian Design Museum. Wir sind ja nicht die passioniertesten Meseumsgänger und fahren deswegen einfach weiter. An der Grand Army Plaza kommen wir schließlich wieder am südöstlichsten Punkt des Central Parks an, eine gute Stunde haben wir für die Tour gebraucht. Als nächstes geht es aber in den Central Park hinein. Viele kleine Pfade führen durch den verschlungenen Park, aber mit dem Rad dürfen wir nur die große Straße nehmen, die einmal eine komplette Runde in dem Park beschreibt. Ein paar Querstraßen, um von Ost nach West zu kommen, gibt es auch, aber die Nord-Süd-Verbindung besteht aus einer Art Einbahn-Ringstraße. Im Park scheint die ursprüngliche Landschaft noch mehr erhalten zu sein. Im Gegensatz zu den flachen Straßen New Yorks, durch die man ohne Mühe schnell mit dem Fahrrad vorankommt, ist der Central Park doch recht hügelig, immer mal geht es rauf und runter. Man fährt über Felsformationen und durch Wiesen. So könnte Manhattan vor der Besiedelung überall ausgesehen haben. Nach einer halben Stunde sind wir die Ringstraße abgefahren und entschließen uns, noch etwas auf der westlichen Seite Manhattans rumzufahren und nach einem netten Restaurant Ausschau zu halten. Ein bisschen kopflos radeln wir durch die Gegend. Keine Ahnung, wo es hier was gutes und preiswertes gibt... Uns fällt schließlich ein, dass wir vor zwei Tagen etwas schönes gesehen hatten.
    Allerdings wäre das recht nah bei dem Hotel, wo wir unsere Koffer deponiert haben. Da mit dem Rad hinzufahren, um dann wieder zur Verleihstation zu fahren und anschließend wieder zurück zu laufen, erschien uns ziemlich sinnlos. Wir machten uns also auf zum Radverleih, um die Bikes wieder abzugeben. Auf dem Weg dorthin kommen wir zufällig am Lincoln Center vorbei, ein großes Areal bestehend aus mehreren Auditorien, Theatern und Konzertsälen. Auch die Juliard und die MET Opera gehören dazu. Wir schauen uns kurz um und fahren schließlich weiter. Inzwischen ist es kälter geworden und der Verkehr in New York wird zunehmend stärker. Man muss sich als Radfahrer einfach durchmogeln, so machen es alle. Aber das erfordert natürlich Konzentration und erhöhte Aufmerksamkeit. Wir sind deswegen nicht allzu traurig, unser Fahrrad wieder abzugeben und zu Fuss weiterzugehen. Auf dem Weg zurück entdecken wir schließlich ein anderes nettes Lokal, das saisonal und regional angebaute Lebensmittel verarbeitet. Man kann sich sein Essen schließlich selber zusammenstellen und aus mehreren Gemüse-, Beilagen- und Fleischzubereitungen wählen. Sehr lecker ist das Ganze und die Idee, regionale Bauern zu unterstützen, finden wir super. Anschließend gibt es in einem Delikatessen-Laden noch einen Nachtisch und ein Heißgetränk (das Radfahren hat uns ganz schön ausgekühlt) und dann holen wir gehen 18uhr unsere Koffer ab. Ab der Penn Station fragen wir uns schließlich zum Flughafen durch. Wir wären ja gern über Jfk geflogen (hätten wir eigentlich auf dem Hinflug gehabt, wenn der Flug nicht gestrichen worden wäre), aber für den Rückflug mussten wir nach Newark in New Jersey. Dort angekommen warteten wir mal wieder in einer ewig scheinenden Schlange für die Sicherheitskontrollen. Die lassen sich in den Staaten aber auch wirklich Zeit mit diesem Kram. Nur gut, dass wir genügend Zeit eingeplant hatten, denn das ganze Prozedere dauerte 45min.
    Ein bißchen später als veranschlagt, um 22.15uhr, ging es mit Swiss Airline dann in die Luft. Der Flug verlief gut, nur am Anfang kam es zu heftigeren Turbulenzen - und das gerade, als das Abendessen serviert wurde. Nicht schön! Ansonsten haben wir fast die komplette Zeit geschlafen. In Zürich ging es dann auch schnell weiter. Das Propeller-Flugzeug war schon 25min nach Abflug in Stuttgart - da lohnt der Boardservice ja gar nicht. Das kleine Ding schaukelte dann auch ganz schön in der Luft, landete aber sicher.
    Der restliche Weg war dann auch ein Klacks: Koffer holen, mit der S-Bahn fahren, Koffer nach Hause zerren. Um 15uhr sind wir schließlich zu Hause, 22h nachdem wir unser kleines Apartment in Brooklyn verlassen hatten. Wir sind müde und hungrig, aber froh, wieder zu Hause zu sein.
    New York war wirklich toll, eine beeindruckende Stadt. Vieles haben wir gar nicht geschafft (z.B. Top of the Rock und Coney Island), weil es einfach zu viel zu sehen gibt und alles soooooooo weitläufig und groß ist. Ein erneuter Besuch ist demnach fest eingeplant, dann aber zu einer besseren Jahreszeit.
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  • Day4

    Highlight-Tour

    March 26, 2018 in the United States ⋅ ☀️ 5 °C

    Heute sollte es endlich so weit sein, auf zur Freiheitsstatue. Um nicht so lang warten zu müssen, wollen wir dieses Mal zeitig los. Am besten gleich die erste Fähre um 8:30 nehmen. Daraus wird natürlich nichts, obwohl wir schon vor 7 Uhr wach sind. Nachdem wir gegen 9 Uhr die übervolle Subway im geschäftigen Financial District verlassen, um die Fähre am Battery Park zu erreichen, haben wir die Hoffnung die Fähre um 9.10Uhr zu bekommen.  Aber was denken wir, wo wir sind. Natürlich gibt es schon wieder eine Schlage für die flughafenähnliche Sicherheitskontrolle. Hier kann man nicht einfach auf ein Boot springen. Da die Sichheitsbeamten allerdings geübt sind, geht es recht schnell und wir bekommen bereits die nächste Fähre um 9:30 Uhr.
    Nun beginnt die kurze aber windige Überfahrt nach Liberty Island, die Insel auf der die Freiheitsstatue steht. Was für ein Anblick, sie ist zwar nicht besonders hoch (im Vergleich zu den anderen Gebäuden in NYC), dafür aber sehr beeindruckend und ebenso symbolträchtig. Leider konnten wir nur die Insel besichtigen, denn schon beim Buchen unserer Reise Ende Januar gab es bis Mai keine Eintrittskarten für den Aufstieg in die Krone mehr. Alternativ hatten wir damals überlegt, den Sockel zu besichtigen, haben dann aber doch nichts gebucht -  vergessen ;-( . Vor Ort war dies leider nicht mehr möglich. So schnappten wir uns dann einfach nur den Audio-Guide und begannen eine Tour um die windige Insel. Nachdem wir eine gute Stunde den interessanten Informationen gelauscht haben, ging es wieder auf die Fähre nach Ellis Island, dort wurden früher die Einwanderer überprüft, bevor sie nach Amerika einreisen durften. Jetzt ist die Insel ein Museum und auch hier bekommen wir ein Audio-Guide und entscheiden uns für den Hauptrundgang. Auch hier erfuhren wir wieder viele interessante Dinge und hatten zudem einen wunderbaren Blick auf die Skyline von Manhatten und New Jersey. Gegen 13 Uhr machen wir uns dann auf den Rückweg nach Manhatten, schließlich hatten wir noch einiges vor.
    In Downtown angekommen machten wir einen kurzen Abstecher in die riesige Oculus-Mall und mieteten uns anschließend jeder ein Fahrrad. Die Idee im Central Park zu radeln zerschlugen wir aufgrund der Entfernung recht schnell, stattdessen soll es über die Brooklyn Bright ins Szene-Viertel Williamsburg gehen. Da es heute sonnig und nicht so kalt ist, konnten wir es gar nicht erwarten los zu fahren. In Williamsburg angekommen stellten wir fest, dass es doch weiter war als gedacht und dass man sich offensichtlich auskennen muss, um die schönen Ecken in dem Viertel zu entdecken. Etwas enttäuscht ging es über die Williamsburg Bridge zurück nach Manhatten um in East Village etwas zu essen. Dort angekommen fassten wir den Plan, auf Grund des schönen Wetters dann doch noch weiter zu einer Burger-Bude im Madison Square Park zu fahren. Allerdings war der Park 23 Querstraße nördlich. Also los, schließlich drängt die Zeit, um rechtzeitig zu unserem Abendprogramm zu kommen. Denn das eigentliche Highlight des Tages (Trips) ist der heutige Besuch in der Metropolitan Oper! Dafür muss man natürlich angemessen gekleidet sein, was einen Abstecher in unsere Unterkunft notwendig macht. Im Park angekommen haben wir uns ein paar Burger bestellt und eilig im Park verspeist. Dann ging es wieder durch halb Manhatten zurück zum Fahrradverleih. Das hat richtig Laune gemacht. Endlich hatten wir mal das Gefühl zügig vorran zu kommen. Mit dem Fahrrad muss man nicht auf die nächste Subway warten und kann sich überall durchschlängeln - wenn man sich traut. Sandra war diesbezügluch etwas zögerlicher als ich. Offensichtlich war meine Fahrweise bei den heimischen Radfahrern gern gesehen. Als ich einmal auf Sandra wartet, rief mir ein Radfahrer zu, dass Sandra zwei Straßen weiter oben an einer Ampel wartet. "She is always waiting. You know how to ride there!" Was für ein Kompliment für meine Fahrweise. Letztlich waren wir, selbst mit Wartepausen, mit dem Fahrrad schneller, als Google es für Autos errechnet. Jetzt schnell in die Unterkunft, um sich schick zu machen, und dann wieder zurück in die City. Unser Zeitplan war knapp, aber ausreichend. 19.20 Uhr betreten wir dann die renomierte MET Oper um Lucia di Lammermoor von Donizetti anzuschauen. Zwar haben wir nur Plätze im 4. Rang, aber dem Erlebniss tut dies keinen Abbruch. Die drei Akte der Oper werden jeweils von halbstündigen Pausen unterbrochen, was das Ganze ein bisschen in die Länge zieht. Dennoch sind die Sänger großartig und werden vom Publikum frenetisch gefeiert. Lediglich die schauspielerischen Fähigkeiten der Sänger sind nicht so herausragend und Sandra meinte schließlich: "Willst du schlechtes Schauspiel sehen, musst du in die Oper gehen." Nach einem anstrengenden 3. Akt, in dem wir beide mit Müdigkeit kämpften (war schließlich ein langer Tag), ist die Oper vorbei. Wir lassen das schöne Opernhaus noch etwas auf uns wirken, werden aber schon bald darauf aufmerksam gemacht, dass jetzt Feierabend ist. Mit der Subway geht's schließlich zurück in unser Apartment und dann recht schnell ins Bett. Was für ein ereignisreichen Tag!
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  • Day3

    Ein Sonntag in NYC

    March 25, 2018 in the United States ⋅ ☁️ 5 °C

    Heute war mit Abstand der ungemütlichste Tag. Es war wirklich kalt und dummerweise sah unser heutiger Plan auch keine Aktivität vor, die in einem Gebäude stattfindet. Im Gegenteil: heute wollten wir über die Brooklyn Bridge laufen - wahrscheinlich bei viel eisigem Wind. Nach dem Frühstück ging es deshalb direkt mit der Subway zur letzten Station in Brooklyn. An der high street angekommen, gingen wir erstmal hinunter zum Ufer des East Rivers. Entlang des Piers hat man eine tolle Sicht auf Downtown Manhattan. Das Viertel entlang des Ufers ist wirklich schön, mit kleinen Shops und Cafes präsentiert sich Brooklyn von seiner schönsten Seite. Ein kleiner Park lädt zum Joggen und spazieren gehen ein - wenn es doch nur etwas wärmer wäre... Der Wind ist allerdings heftig und die kalte Luft pfeift uns um die Ohren. Vom vielen Bilder machen sind unsere Hände bald eisig. Nichtsdestotrotz lassen wir uns davon nicht beirren und machen uns auf den Weg zur Brooklyn Bridge. Eine Treppe führt nach oben zum Fuss- und Radweg. Nun geht es los. Mit unzähligen anderen Touristen laufen wir auf der 1883 eröffneten Brücke von Brooklyn nach Manhattan, die Downtown-Skyline rückt dabei immer näher. Ganz euphorisch machen wir ein Haufen Bilder und sind von der Kulisse überwältigt. Die Brooklyn Bridge sollte man bei einem New York Besuch auf jeden Fall mal entlang gelaufen sein. 
    Total durchgefroren suchen wir uns erstmal ein Café, um uns etwas aufzuwärmen. Starbucks gibt's ja an jeder Ecke, wenn auch die Filiale, in der wir landen, nicht grad gemütlich ist. Trotz der warmen Getränke fühlen wir uns alles andere als aufgewärmt, aber unsere Zeit wollen wir in dem Ding auch nicht verplempern. Also geht es mit der Subway weiter zum Madison Square Park, an dessen Ende sich das bekannt Flat Iron Building befindet. Das dreieckige Gebäude erinnert an ein Bügeleisen, deswegen Flat Iron. Im Park gibt es für Phillipp erstmal einen Hamburger und dann geht's zu Fuss weiter zum nahe gelegenen Union Square Park. Während der Downtown-Tour wurden wir auf einen Farmers market hingewiesen, auf den man lokale Lebensmittel, Obst und Gemüse kaufen kann. Offensichtlich findet der Markt aber heute nicht statt, denn an dessen Stelle befindet sich ein anderer Markt: mehrere Tierheime zeigen ihre Katzen und Hunde, um sie dann gleich zur "Adoption" an Interessenten wegzugeben. Eigentlich eine schöne Sache, leider wirken die Tiere teilweise sehr verstört. In einem Karavan schauen wir uns zwei Katzen an (oh man, sind die süß), die von dem Trubel auf dem Markt glücklicherweise nicht so viel mitbekommen.
    Anschließend beobachten wir noch ein Eichhörnchen beim Nüsse knabbern, kaufen ein paar Bagel fürs Frühstück und machen uns auf den Weg auf die westliche Seite. Das Ziel ist die sogenannte High Line, eine alte U-Bahn-Linie, die zu einer Art Park ausgebaut wurde. Vorher machen wir noch einen Abstecher zum Ufer des Hudson und wärmen uns mal wieder im Souvenir-Shop eines Museuns auf. Dann gehts aber endlich auf die High Line. Ein Weg führt die alte Bahn-Linie entlang, rechts und links stehen Bäume und im Sommer blüht und grünt es sicherlich überall. Im März ist es allerdings noch ein bisschen trostlos. Egal, die High Line ist trotzdem wirklich cool. Und nun kommt auch tatsächlich die Sonne raus - das erste Mal an diesem Tag länger als ein paar Sekunden. Auf einer Bank/ hölzernen Sonnenliege lassen wir uns eine Weile bescheinen -- man, tut das gut. Die High Line endet schließlich nach ca. 4km am Depot der U-Bahnen. Nun geht's wieder etwas südlicher, in Richtung Madison Square Garden. Auf dem Weg dorthin suchen wir ein Restaurant. Viel Zeit zum Essen haben wir nicht, denn unser Abendprogramm besteht aus dem Besuch eines Gottesdienst der Hillsong Church NYC. Nach einem kurzen Stopp in einem Burgerladen, in dem es Gott sei Dank recht schnell geht, laufen wir zur angegeben Adresse der Hillsong Gemeinde.
    Nach zweimaligem Falschabbiegen finden wir es allerdings schnell, denn eine rießige Menschenansammlung steht vor den Eingängen. Wir sind schon etwas spät dran, deswegen hatten wir mit so einem Andrang nicht gerechnet. Bis wir tatsächlich im Gebäude sind, dauert es dann auch noch etwas, denn der Grund für die Schlage sind Sicherheitskontrollen, ähnlich wie am Flughafen. Verrückt, was hier so abgeht, von den Museen und Sehenswürdigkeiten waren wir das ja gewohnt, aber bei einem Gottesdienstbesuch... ?  Der Gottesdienst findet dann in einem alten Theater statt. Eine halbe Stunde haben wir verpasst, aber das macht nichts, die Predigt und den Ende des Lobpreises bekommen wir noch mit. Die Bühne ist rießig, die Band mit Sängern darauf auch. Alles wirkt sehr professionell mit den ganzen Leuchtelemente und der Leinwand. Das Ganze wirkt eher wie ein Konzert, aber das hatten wir irgendwie auch erwartet. Einen Sitzplatz bekommen wir leider nicht, alles ist brechend voll, und so stellen bzw. setzen wir uns schließlich vor die Technik.
    Die Predigt wird dann von Jentezen  Franklin gehalten. Wir kennen ihn nicht, aber er scheint ein großes Tier in der christlichen Szene zu sein, denn im Anschluss an den Gottesdienst gibt's eine Autogrammstunde mit ihm, die sehr professionell aufgefahren wird, richtig mit Absperrung, Scheinwerfer für Fotos und das alles hinter einem extra aufgestellten Vorhang. Die Schlange um ihn zu treffen ist dann auch sehr lang. Alle wollen sich mit ihm fotografieren und ein Autogramm in sein Buch geben lassen (ja genau, er hat auch ein Buch geschrieben). Wir finden das alles etwas befremdlich, aber seine Predigt war wirklich gut, von daher ist die Euphorie nachvollziehbar. Der Gottesdienst war jedenfalls ein Erlebnis, die Stimmung war super und alle schienen sehr dabei gewesen zu sein. Das ist jetzt keine Gemeinde, in die wir wöchentlich gehen würden, aber dennoch war es eine tolle Erfahrung. Mit den sonntäglich vier stattfindenden Gottesdiensten ist die Hillsong NYC sicher auch eine schnell wachsende Gemeinde, die schon bald einen neuen Veranstaltungsort braucht.
    Nach den Gottesdienst fahren wir zurück im unser Apartment. Heute wollen wir mal früher schlafen gehen, um am nächsten Tag etwas eher aufzustehen. Wir machen es uns abends noch etwas auf dem Sofa bequem und sind tatsächlich um 23.45uhr im Bett - ja, für uns ist das früh. Morgen geht's dann endlich zur Freiheitsstatue - hoffentlich...
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  • Day2

    Going Uptown

    March 24, 2018 in the United States ⋅ ☀️ 7 °C

    Die Devise des heutigen Tages lautete: Flexibel bleiben und zur Not umdisponieren. Und so ging es auch gleich los. Nach einem guten Frühstück mit Toast, Marmelade, Erdnussbutter und Ei machten wir uns erneut auf den Weg zum Battery Park, um mit der Fähre zur Freiheitsstatue und nach Ellis Island zu fahren. Als wir dort ankamen, sahen wir die endlosscheinende Schlange schon von weitem. Es stellte sich heraus, dass all die Menschen warteten, um auf die Fähre zu kommen. Die Ticketschalter waren hingegen nicht so überlaufen. Dort wurde uns gesagt, dass es für die Fähre temporär eine Wartezeit von 2,5 - 3h gibt. Das war uns dann doch viel zu lang. Wir besorgten uns trotzdem schon Tickets, 3 Tage hätten wir immerhin Zeit, diese einzulösen. Ein Backup-Plan war dann auch schnell gefunden, denn unmittelbar neben dem Battery Park stand ein hop-on-hop-off-Bus bereit, um für eine Brooklyn-Tour zu starten (wir hatten ja noch unsere Tickets vom Vortag). Schnell sprangen wir rein und machten es uns auf dem offenen Deck bequem. Die Tour führte durch die schönsten Ecken Brooklyns und zeigte deutlich, wie anders Brooklyn im Vergleich zu Manhattan ist. Ein Guide führte auch hier wieder durch die fast 2 stündige Tour. Ohne Punkt und Komma quasselte er in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit. Ganz oft konnten wir ihm deswegen nicht wirklich folgen.
    Im Court District (da wird übrigens Law & Oder gedreht) verließen wir den Bus - wieder mal ganz schön durchgefroren. Weil wir schon in der Nähe waren, liefen wir noch schnell zur Wall Street und besichtigten auf dem Weg dorthin noch zwei schöne Kirchen. Eine davon befindet sich direkt neben dem World Trade Center, hat bei den Anschlägen aber nicht mal einen Kratzer abbekommen. Eine Platane, die vor der Kirche stand, ist wohl direkt auf die kleine Kirche gefallen und hat sie damit vor herabfalkenden Gesteinsbrocken geschützt. Bei den Aufräumarbeiten diente diese kleine Kirche dann als Lager und Versorgungspunkt für die Helfer.
    Anschließend machten wir uns mal wieder auf den Weg zum Times Square. Von dort wollten wir die Uptown-Tour in einem der Hop-on-hop-off-Bus machen. Wir aßen noch etwas Pizza und bestiegen schließlich den Bus. Einen Guide gab es komischerweise dieses Mal nicht, also stellten wir den deutschen Audio-Guide ein. Dort lief allerdings mehr Musik als Gerede, was uns ein bisschen wunderte. Generell erschien uns diese Tour etwas seltsam. Wir kamen nur sehr langsam voran und irgendwann stellten wir fest, dass wir gar nicht die angegebene Route fuhren. Eigentlich sollte es rund um den Central Park gehen, wir fuhren allerdings ein paar Querstraße westlicher entlang. Nach ca. 45min verlassen wir den Bus, diese Tour würde in dem Tempo einfach ewig dauern. Wir laufen schließlich zu Fuss zum Central Park und da wird schnell klar, warum der Bus auf eine andere Route ausweichen muss: Die Straße war komplett gesperrt. Ein Polizist erklärt uns darauf, dass es am Morgen eine Demonstration für schärfere Waffengesetze gegeben hat - finden wir natürlich gut. Vereinzelt sieht man auch noch Leute mit selbstgemalten Schildern, aber der eigentliche Marsch ist vorbei, die Straße aber immer noch gesperrt.
    Nachdem wir unsere Pläne von der Uptown-Tour nun begraben müssen, überlegen wir, wie es weitergeht. Eigentlich war der nächste Punkt: mit dem Fahrrad durch den Central Park fahren. Aber da wir nun so weit nördlich sind, hätte alles wieder viel zu lang gedauert. Deswegen machen wir stattdessen nur einen Spaziergang durch den Central Park. Die Sonne scheint und der Park lädt geradewegs dazu ein. Er ist schön angelegt und wirklich sehr abwechslungsreich. Mehrere kleine Seen, Hügel und verschlungene Pfade lassen den Park malerisch erscheinen. Außerdem gibt es Sportplätze und Spielplätzen, sogar Kutschen und Rikschas rollen die Wege entlang. Einmal setzen wir uns auf einen Felsen und lassen die Szenerie auf uns wirklich. Viel Zeit haben wir aber nicht, denn das Highlight des Tages liegt noch vor uns: die Aussichtsplattform des Empire State Buildings.
    Wir machen uns schließlich auf den Weg und müssen dort auch wieder mal warten. Der Fahrstuhl bringt uns zunächst in die 80. Etage zum Museum. Ab da geht es mit einem Fahrstuhl nochmal 6 Stockwerke nach oben. Auch hier gibt es eine Schlange. Als wir allerdings den Tipp bekommen, dass wir auch die Treppe nehmen können, lassen wir uns das nicht zweimal sagen und sprinten los. Wir wollen gern noch etwas Tageslicht erwischen, hatten die Warterei aber vorher nicht einkalkuliert. Gerade noch rechtzeitig schaffen wir es und werden fürs Warten mehr als entschädigt. Die Aussicht ist atemberaubend, und das von so ziemlich jeder Seite. Da oben ist es natürlich voll, aber immer mal wieder können wir einen guten Platz für Fotos erwischen. Fast zwei Stunden bleiben wir da und genießen den Blick. Das Empire State Building ist auf jeden Fall ein absolutes Muss, sowohl bei Tag als auch bei Nacht.
    Im Anschluss machen wir uns noch auf ins East Village, da soll es gute Restaurants geben, die um einiges günstiger sind, als im Rest von Manhattan. Wir finden schließlich ein kleines persisches Lokal und genießen ein großartiges Abendessen mit Rinder-Stew und Kebap.
    Satt und müde treten wir den Heimweg an und fallen schnell ins Bett. Ein schöner Tag war es, wenn auch anders als ursprünglich geplant.
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  • Day1

    Going Downtown

    March 23, 2018 in the United States ⋅ ☀️ 7 °C

    Heute hatten wir uns überlegt, den Tag mit einer hop-on-hop-off-tour zu beginnen. Nach einem Frühstück, bestehend aus leckerem Mandelmüsli, ging es in die City zum vorgegebenen Infopoint. Dort bekamen wir unsere Tickets und konnten für einen kleinen Aufpreis die Tourdauer um einen Tag verlängern. Außerdem konnten wir alle vier angebotenen Touren nutzen. Starten wollten wir aber mit der Downtown-Tour, die hörte sich irgendwie am spannendsten an. Am Times Square stiegen wir nach kurzer Wartezeit also in den Bus. Ein recht amüsanter Tour Guide informierte währenddessen über die Gebäude und Plätze, die wir passierten - skurrile Anekdoten darüber waren inklusive. Vorbei ging es am Empire State Building, Madison Square Garden, Flat Iron Building, über Soho und Tribeca bis zum financial district und Battery Park. Auf dem Rückweg streiften wir dann die Brooklyn Bridge, durchfuhren China Town und das East Village und kamen zu guter Letzt am UN-Gebäude und dem Chrysler Building vorbei. Beim Rockefeller Center entschlossen wir uns, den Bus zu verlassen. Die Tour war toll und wir haben wirklich viel über New York und dessen Geschichte und Kultur erfahren. Nach fast drei Stunden auf dem offenen Busdeck waren wir allerdings total durchgefroren. Sonnig war es zwar, aber der Fahrtwind und die Tatsache, dass wir uns nicht bewegten, ließ uns nach einer Weile wirklich frösteln.
    Im Rockefeller Center schauten wir uns ein wenig um, holten Infos zu Top of the Rock ein und versuchten, uns wieder etwas aufzuwärmen - mit mäßigem Erfolg. 
    Auf der Suche nach etwas kostengünstigem zu essen passierten wir schließlich die St. Pauls Cathedral (man glaubt gar nicht, wieviel Kirchen es in New York gibt) und schauten kurz rein - wirklich eine schöne Kirche, fällt zwischen den vielen Wolkenkratzer allerdings gar nicht auf. Dann ging es weiter zum Grand Central Station, in den wir unbedingt einen Blick werfen wollen. Auf dem Weg dorthin gönnen wir uns New York-typisch noch jeder einen Hot Dog (für die Deutschen natürlich mit Sauerkraut) und kaufen im Whole Foods noch etwas Brot und Marmelade fürs Frühstück. Von diesem Supermarkt sind wir total begeistert. Ich kannte die ja schon aus Texas, aber diese spezielle Filiale war nochmal ne Spur extravaganter. Da kann man sich seine eigene Erdnusscreme mahlen und in der Gemüseabteilung gibt's ne Pilzbar, je genau, eine Pilzbar. Nun geht es aber endlich zum Grand  Central Station. Mit Abstand wohl der schönste Bahnhof, den wir je gesehen haben. Die elegante Halle, die man aus so vielen Filmen kennt, vermittelt einen Eindruck der damaligen Zeit und wirkt trotz allem zeitlos. Wir spielen ein bißchen mit Langzeitbelichtung rum und können einige tolle Fotos machen. Anschließend geht's weiter zum Museum of Modern Art (MoMA). Dort ist am Freitag Abend der Eintritt immer kostenlos. Da abends Regen angesagt war und es sich tatsächlich sehr zugezogen hat, entschließen wir uns also für einen Besuch im Museum. Unterwegs besichtigen wir noch die Lobby vom Chrysler Building, auch hier wirkt alles sehr elegant und zeitlos.
    Im MoMA angekommen schauen wir uns in 1 1/2h die Exponate an. Phillipp kann dem nicht allzu viel abgewinnen und ist zügig durchgelaufen. Mich faszinieren dir Kunstwerke schon mehr, vor allem die oberste Etage finde ich spannend. Dort gibt es Bilder von so bekannten Künstlern wie Matisse, Picasso, Cezanne, Rothko, Frida Kahlo, Salvador Dali und Max Ernst. Aber das bedeutendste Exponat ist wohl die Sternennacht von van Gogh. Auch wenn man nicht so kunstversessen ist, so entdeckt man auf jeden Fall das ein oder andere Bild, das man irgendwo schon mal gesehen hat. Also wir das MoMA verlassen, überlegen wir, was wir jetzt machen wollen. Wir sind ein bisschen unentschlossen und somit wird der Abend auch nicht so toll. Zuerst überlegen wir, eine Night Tour zu machen, das war eine der Touren, die inklusive sind. Aber nach ein bisschen Recherche finden wir heraus, dass die schon um 18.30uhr beginnt (würden wir jetzt nicht als Nacht bezeichnen), inzwischen war es aber fast 20 Uhr. Danach überlegen wir, zum Madison Square Garden zu fahren. An dem Abend findet ein Basketballspiel statt, das Phillipp gern gesehen hätte, aber zu teuer war. Vielleicht sind die Tickets ja vor Ort billiger, vor allem weil das Spiel schon begonnen hatte. Billiger war es zwar, aber immer noch viel zu teuer für unser Verständnis. Also wird das auch nichts. Danach entschließen wir uns, nach Coney Island zu fahren, da gibt es einen Vergnügungspark, der immerhin bis 23Uhr geöffnet haben soll. Laut einer Beschreibung nimmt man die kostenlose Fähre nach Staten Island. Da wir das sowieso machen wollten, passt das ja ganz gut. Erst als wir in Staten Island ankommen merken wir, dass die Beschreibung quatsch ist. Nach Coney Island kommt man nur mit der U-Bahn. Zumindest die Fahrt mit der Fähre hat sich gelohnt. Während der Fahrt hat man eine fantastische Sicht auf die Freiheitsstatue, Ellis Island und die Skyline von Downton Manhattan. Das One World Trade Center überragt dabei die anderen Gebäude um einiges.
    Auf Staten Island ist die Frage, ob wir direkt zurück fahren oder dort nach einer Möglichkeit zum essen suchen. Wir entschließen uns, kurz zu schauen und möglichst schnell zurück zum Fährhafen zu gehen, falls wir nichts finden sollten. Natürlich finden wir nichts. Auf Staten Island scheint der Hund begraben zu sein - kein Vergleich zum quirligen Manhattan. Mit der selben Fähre geht es schließlich zurück. Wieder in Manhattan angekommen gestaltet sich die Essenssuche auch nicht gerade super. Letztendlich fahren wir etwas genervt zurück und essen in unserem Apartment noch etwas Brot. Den Abend hatten wir uns anders vorgestellt... 😒
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  • Day0

    On Top of the Wold (Trade Centre)

    March 22, 2018 in the United States ⋅ 🌧 6 °C

    Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht stehen wir gegen 10uhr auf und schauen uns erstmal im Apartment bei Tageslicht um. Die Wohnung ist hell und Sonne flutet das Wohnzimmer in angenehm warmes Licht. Hier könnten wir glatt einziehen. Nun gibt's erstmal Tee und in Windeseile machen wir uns zum Aufbruch bereit. Ein Frühstück wäre nicht schlecht, außerdem wollen wir ein paar Lebensmittel einkaufen. Eine kleine Bäckerei ist mit googles hilfe schnell gefunden und so besteht unser erstes Frühstück in New York aus Omlett, Bagels und Muffins. Auch der kleine Supermarkt um die Ecke hält was er verspricht und wir machen uns mit etwas Obst, Wasser und Frühstückszutaten (für die nächsten Tage) auf den Rückweg zum Apartment. Nun noch alles verstauen und dann geht's auch schon wieder los. Bevor wir allerdings in die City fahren, müssen wir zunächst unseren Mietwagen zurück bringen. Was uns auf den Weg zum Auto und auch schon davor aufgefallen ist, ist die Geschwindigkeit, in der der Schnee schmilzt. Was am Abend zuvor als wahre Winterpracht zu bestaunen war, verwandelt sich nun in Schneematsch. Wenn es weiter so taut, ist am nächsten Tag davon wahrscheinlich kaum noch was zu sehen.
    Auf dem ca. 30-minütigem Weg zum Flughafen (eine andere Vemietstation gibt es von europcar in New York anscheinend nicht) fällt uns auf, dass ein Reifen nur noch wenig Luft hat. Schon am Vortag hatte die Anzeige im Auto auf den geringen Luftdruck des linken Hinterreifen hingewiesen. Gestern waren es 1,8 bar, heute nur noch 0,5. Tatsächlich scheinen wir fast auf der Felge zu fahren. Das kommt uns irgendwie bekannt vor - ist uns auf Bali ja auch passiert. 😒 dennoch scheint die Luft nur sehr langsam zu entweichen, also könnte das Loch nur sehr winzig sein. An einer Tankstelle füllen wir für $1 den Reifen wieder auf (hier bezahlt man für Luft?), ohne Anzeige ist das etwas seltsam, aber zumindest hat das Auto ja Sensoren und zeigt uns den genauen Luftdruck der Reifen an. Tatsächlich geht auf der weiteren Fahrt alles gut - Gott sei Dank keine aufwendig Reifenpanne mit Reifenwechsel oder Abschleppdienst.  Bei der Abgabe erwähnen wir den Vorfall natürlich. Die Mitarbeiter scheinen wenig beeindruckt, aber wir haben das Gefühl, dass im Nachhinein noch mal eine Abrechnung kommen könnte.
    Nun machen wir uns aber endlich auf den Weg nach Manhattan. Bis wir uns mit den Zügen, subways und Tickets auseinander gesetzt haben, vergeht allerdings wieder viel zeit und so sitzen wir erst um 15.30uhr in einer silberne U-Bahn, die nur langsam und mit vielen Zwischhalten voran kommt. Eine geschlagene Stunde und 28 Stopps später kommen wir endlich in der Broad Street in lower Manhattan an. Von dort ist es nur ein 5 minütiger Weg zum Battery Park, dem südlichsten Punkt von Manhattan, von wo aus man Fähren zur Freiheitsstatue, Ellis Island und Staten Island nehmen kann. Da es schon so spät ist, entscheiden wir uns, dort an einem anderen Tag hinzufahren. Aber zumindest einen Blick aufs Wasser wollen wir werfen. Vom Pier aus sieht man die Freiheitsstatue tatsächlich, nur klein, aber deutlich zu erkennen. Neben den ganzen Wolkenkratzern vom financial district wirkt die Statute irgendwie winzig.
    Danach beschließen wir, in Richtung World Trade Center zu laufen, dass sich in der Nähe befindet. Schon von Weitem sieht man den Turm des One World Trade Centers, der mit 541m das höchste Gebäude der westlichen Hemisphäre ist. In ca. 15min stehen wir vor dem großen Komplex, der insgesamt aus sieben Gebäuden besteht. Auf der Fläche der twin towers, in die vor über 16 Jahren die Flugzeuge geflogen sind, befinden sich zwei große quadratische Löcher, an deren Seiten Wasser runter läuft. Rundherum läuft jeweils eine rießige Gedenktafel, auf denen alle Namen der Opfer gelistet sind. Ab und zu sieht man eine Rose oder amerikanische Flagge bei einigen Namen. Das ganze Areal wirkt surreal und regt sehr zum Nachdenken an. In umittelbarer Nähe befindet sich das 9/11 Museum und auf der Straße gegenüber ein skurril aussehendes Gebilde, das an ein Skelett erinnert. Da vor dem Museum eine lange Schlage ist, gehen wir zunächst in das Skelett-Gebäude, das sogenannte Oculus. Dort herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Die Halle ist beeindruckend und wie sich später herausstellt, beherbergt sie ein großes Einkaufszentrum. Fasziniert schauen wir uns um, beschließen aber, zum One World Trade Center zu gehen, der auch Freedom Tower genannt wird. Dort gibt es ein Observation Deck, also eine Aussichtsplattform, von der man auf 360 Grad eine tolle Sicht auf die skyline von midtown, sowie auf Hudson- und East River und die umliegenden Inseln hat. Innerhalb 1min ist der Aufzug in den 100. Stock gefahren. Eine Videoinstallation und ein paar weitere Spielereien wecken die Vorfreude auf die Aussicht. Da haben die sich echt was einfallen lassen. Der Blick auf die Stadt ist dann auch atemberaubend. Das letzte Sonnenlicht des Tages taucht die skyline in ein warmes Orange. Langsam laufen wir rundherum und machen natürlich ein Haufen Bilder. Von dort oben sieht man eigentlich alles, was sich in der näheren Umgebung befindet. Als es immer dunkler wird gehen allmählich überall die Lichter an. Auch im Dunklen hat die Szenerie ihren Charme. Wir bleiben bis zum Schluß um 21uhr. Fazit: das One World Trade Center ist ein absolutes Muss!
    Im Anschluss beschließen wir, zu Fuss richtig Uptown zu laufen, als nach Norden. Wir laufen eine ganze Weile, aber Manhattan ist einfach zu weitläufig. Irgendwann wird es uns zu bunt und wir beschließen, in Tribeca noch etwas zu essen. Wir landen schließlich im Souen, ein familiengeführte Restaurant, dass es schon seit 40 Jahren gibt. Das Essen ist asiatisch und sehr auf gute Zutaten bedacht. Zumindest wird es von einem herauskommenden Gast hoch angeprießen. Es schmeckt in der Tat sehr lecker und als wir 45min später das Lokal verlassen, sind wir satt und bereit, den Rückweg zu unserem Apartment abzutreten. Die 30minütige U-Bahn Fahrt zieht sich, aber bald sind wir zurück in unserer schnuckeligen Unterkunft und entspannen noch etwas auf dem Sofa. Wir besprechen noch den nächsten Tag und gehen recht schnell schlafen. Morgen soll es dann mehr uptown gehen. Wir sind gespannt...
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  • Day0

    Auf nach New York-besser später als nie

    March 21, 2018 in the United States ⋅ ❄️ 0 °C

    Yeah, heute geht es nach New York!!! Trotz der Vorfreude, die sich am Morgen noch in Grenzen hält, quälen wir uns um 4.30uhr aus dem Bett. Die letzten Sachen müssen noch verstaut und die Koffer auf ihr Gewicht geprüfte werden. Ein bisschen später als beabsichtigt sprinten wir mit unseren beiden großen Koffern zum Bahnhof. Verschwitzt aber pünktlich erreichen wie die S-Bahn und fahren zum Stuttgartet Flughafen. Wieviel Leute vor 6uhr doch auf den Beinen sind...
    Der Gepäckschalter von Swiss Airline bzw. der Star alliance ist schnell gefunden. Zügig wollen wir unsere Koffer abgeben, um uns dann erstmal Frühstück zu besorgen. Als die nette Lufthansa-Mitarbeiterin aber unsere Tickets sieht, schaut sie uns mitleidig an und sagt: "Sie haben es schon gehört? Ihr Flug wurde gecancellt. Da fliegt heute nichts an die Ostküste." Aha... und nun? Und dann beginnt ein schier endloses Abwegen, was wir jetzt machen. Offenbar fliegt wetterbedingt sowohl heute als auch morgen keine Maschine nach New York. Fahren wir jetzt wieder nach Hause und fliegen Freitag erst? Oder fliegen wir gleich zu einem anderen Flughafen und fahren dann mit einem Mietwagen nach New York weiter? Irgendjemand wirft Atlanta in die Runde, aber nach kurzer Überprüfung stellen wir fest, dass es 14h dauert, von dort nach New York zu fahren. Während wir völlig ratlos unsere Optionen abwegen, ruft die Mitarbeiterin die anderen Passagiere aus, die das gleiche Ziel haben, aber schon eingecheckt hatten, bevor der Flug gestrichen wurde. Ein junger Mann und seine Mutter kommen schließlich zum Schalter. Auch sie sind völlig ratlos. Was nun? Plötzlich schaltet sich ein andere Mitarbeiter ein und sagt, er hätte ein anderes Pärchen gerade über Wien nach Washington umgebucht. Der Flug würde wohl planmäßig starten. Aber sollte das Wetter in Washington so viel besser sein als in New York? Wir checken das Wetter und auch den Routenplaner und stellen fest, dass diese Möglichkeit gar nicht so abwegig ist. In Washington schneit es zwar auch, aber nur leicht und auch der Wind hält sich in Grenzen. Eine fünfstündige Autofahrt läge dann zwar noch vor uns, aber das wäre heute wirklich noch zu schaffen, denn 15.35uhr soll das Flugzeug in Washington landen.
    Wir riskieren es schließlich und die freundliche Lufthansa-Mitarbeiterin regelt die Umbuchung eilig. Nun muss es auch schnell gehen, denn der erste Flug nach Wien sollte in kürze starten. Auch der junge Mann, Marc, und seine Mutter entscheiden sich für diese Variante und zusammen beschließen wir schon zu diesem Zeitpunkt, uns den Mietwagen zu teilen. Und falls wir tatsächlich nicht nach Washington kommen sollten, würden wir wenigsten in Wien stranden - das ist ja auch nicht so ne hässliche Stadt. 😉
    Der Flug mit Austrian Airlines läuft dann auch unkompliziert ab und 1h später landen wir im verschneiten Wien. Nun sollte es spannend werden. Würde der Flug nach Washington tatsächlich starten? Die ersten Vorzeichen deuten nicht darauf hin. Der Flug wird an der Anzeigetafel gar nicht geführt. Ein Gate steht auf den Tickets auch nicht. Also wohin nun? Marc, den wir kurz darauf wieder treffen, hat aber alles vorher online gecheckt und kennt zumindest das Gate. Schnellen Schrittes laufen wir also die endlos scheinenden Gänge des Wiener Flughafens ab. Was uns wohl am Gate erwartet? Dort angekommen, schauen uns die Fluggesellschaftsmitarbeiter etwas verwirrt an, als wir fragen, ob der Flug geht. Anscheinend haben sie von dem Wetterchaos an der Ostküste noch nichts gehört, denn der Flug findet planmäßig statt. Na, Gott sei Dank! Während wir aufs Boarding warten, buchen wir gleich einen Mietwagen, hoffentlich klappt das in den 10h, die der Flug dauern soll. Eine Bestätigung kann laut Website nämlich auch mal bis zu 48h dauern.
    Der Flug verläuft dann auch gut und recht unspektakulär. Das übliche Entertainment-Programm ist vorhanden und der Service der Flugbegleiter ist zuvorkommend. Als wir um 15.30uhr schließlich in Washington ankommen sind wir erleichtert, es zumindest über den Atlantik geschafft zu haben. Nun würde uns nur noch ein road trip von unserem eigentlichen Ziel trennen. Doch zunächst müssen wir durch die Passkontrolle. Die Schlange ist lang und die Beamten arbeiten nur langsam, somit dauert die ganze Prozedur 1 1/2h. Zumindest haben wir nette Gesprächspartner. Marc und seine Mutter müssen schließlich auch warten. Inzwischen wissen wir auch, dass unsere Mietwagenbuchung geklappt hat. Eine Mail bestätigt uns die Verfügbarkeit. Mit Koffern und schnellen Schrittes begeben wir uns zu viert zur Autovermietstation. Mehre shuttle Busse bringen ihre Kunden zur jeweiligen Vermietung. Bei Advanced bzw. Europcar angekommen, geht dann alles sehr flott. Innerhalb weniger Minuten haben wir unser Auto. Unser Ford Fusion ist zwar groß, aber vier große Koffer kann der Kofferraum dann doch nicht fassen. Mit ein bißchen Gequetscht kriegen wir dennoch alles unter und rollen im kuschlig vollgestopften Auto Richtung New York. Ein Abstecher in die City von Washington wäre zwar nett, aber auch sehr zeitraubend, weshalb wir uns dagegen entscheiden. Die Strecke ist zuerst wirklich langweilig, kaum Autos sind unterwegs und rechts und links gibt es bis auf weiße Bäume (auch hier hatte es geschneit) nichts zu sehen. Nach gut 1/3 der Strecke entschließen wir uns, eine Essenspause einzulegen. Im Dennys gibt's die ersten amerikanischen Burger und die Stimmung bei uns vier ist super. Bevor wir zur Weiterfahrt aufbrechen, stellen wir bereits fest, dass es stärker zu schneien begonnen hat. Außerdem verzeichnet Google einen Stau kurz vor Philadelphia. Hmmm, keine so rosigen Prognosen. Und ca. 160 km vor New York  geht's dann los. Der Schnee bleibt auf der interstate liegen und der winterdienst scheint mit dem Räumen nicht hinterher zu kommen. Was Google als Stau erkannt hat, war im Prinzip die nicht geräumte Straße, denn es geht nur noch mit gemäßigtem Tempo voran. Überholen kann man nur noch selten, auch die Fahrbahnmarkierungen sind nicht mehr sichtbar. Und so fahren wir auf gut 160km durch das Schneechaos meist in einer Kolonne mit anderen Fahrzeugen. Das sowas in ausgeruhtem Zustand kein Spaß ist, weiß man ja, aber wir waren zudem ja auch müde und seit gut 24h auf den Beinen. Immer wieder fallen mir die Augen zu, aber phillipp fährt konzentriert und sicher weiter durch das Schneetreiben. Erst hinterher erzählt er mir, dass es auch für ihn kritisch war. Als wir schließlich in New York ankommen, kann man von der Stadt auch nichts erkennen. Nur die rießigen Gebäude Manhattans, die plötzlich wie aus dem Nichts vor uns aufragen, können wir sehen. Selbst davon sind wir schon ziemlich beeindruckt von der Stadt. Wie mag das erst bei Tag und besseren Wetterbedingungen sein?
    Um 0.30uhr lassen wir Marc und seine Mutter schließlich bei deren Hotel aussteigen. Sie sind gleich in lower Manhattan untergebracht, inmitten des financial district, also so ziemlich auf unserem Weg. Wir verabschieden uns. Spaß hat es mit dem beiden gemacht und alle sind wir froh, an diesem Tag noch in New York angekommen zu sein. Gepackt von dieser Euphorie beschließen wir schließlich, noch einen kleinen Abstecher zum Times square zu machen. Bei dem Wetter zu so später Stunde ist da kaum noch was los, aber ein paar Leute laufen trotzdem rum. Dennoch wirkt es, als ob die rießigen Reklametafeln ihre Waren umsonst anpreisen. Kaum einer schenkt Ihnen Beachtung. Wir sind trotzdem total fasziniert von den vielen grellen und blinkenden Häuserfronten. Der Times square ist schon sehr toll. Da müssen wir unbedingt nochmal hin, wenn wir ausgeschlafen sind.
    Der Weg zur Unterkunft ist auch schnell gefunden und führt glücklicherweise über die Brooklyn Bridge. Das ist cool, wirkt wegen des Wetters allerdings längst nicht so spektakulär. Vor unserer Unterkunft finden wir direkt einen Parkplatz. Phillipp quält sich sehr gekonnt durch die schneemassen, aber nicht ohne ein paar mal (mit den Rädern) durchzudrehen. Wenig später stellen wir fest, dass morgen um 8.30uhr der kehrdienst vorbei fährt und man dann dort nicht parken darf. Egal, jetzt sollten wir erstmal die Koffer hochtragen, dann schauen wir weiter. Das Apartment ist dann auch wirklich der Hammer, überall gibt es Holzvertäfelungen und die Einrichtung ist geschmackvoll und stylisch gehalten. Hier fühlen wir uns wohl und sind einmal mehr von airbnb begeistert. Kurzerhand entschließen wir uns, das Auto doch noch umzuparken. Sicher ist sicher. Nach einigen Runden um mehrere Blöcke finden wir tatsächlich eine gute Parklücke, bei der der kehrdienst erst um 11.30uhr kommt. Das sollten wir am Folgetag dann doch schaffen.
    Nachdem wir 27h auf den Beinen waren, sinken wir um 3.45uhr Ortszeit (8.45uhr deutscher Zeit) endlich ins Bett und hoffen auf eine erholsame Nacht. Die haben wir uns nun wirklich verdient.
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