• Ulla Arens
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Von den Alpen zur Adria

Mit dem Rad von Salzburg nach Grado Read more
  • Trip start
    September 12, 2026

    Auf nach Salzburg

    September 12 in Austria ⋅ ☀️ 22 °C

    Wir sind vorbereitet, die Räder gewartet, das Auto gecheckt, Koffer, Rucksack, Satteltaschen gepackt, es kann endlich los gehen: In 8 Tagen wollen Sabine und ich auf dem Alpe Adria Radweg bis ins italienische Grado radeln.
    Nach einer Zwischenübernachtung in der Nähe von Hof in einem sehr netten, abseits gelegenen, frisch renovierten Hotel erreichen wir am Samstag Nachmittag Salzburg.
    Dort angekommen, stellt Sabine fest, dass sie ihren Helm vergessen hat 😳. Zum Glück
    ist Salzburg groß genug, dass sich am Samstag Nachmittag noch ein offenes Sportgeschäft finden lässt. Auf der Fahrt dorthin stellen wir fest, dass außer uns noch eine Menge Touristen in der Stadt unterwegs sind….
    Viel Zeit bleibt schließlich nicht mehr für eine Stadtbesichtigung und auch die Salzburger Nockerl, auf die ich mich schon gefreut hatte, müssen bis zu unserer Rückkehr warten.
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  • Von Salzburg bis St.Johann im Pongau

    September 13 in Austria ⋅ ☁️ 16 °C

    Wir sind früh munter und nach einem reichhaltigem Frühstück sitzen wir bei feinstem Fahrradwetter schon um halb zehn auf unseren Ebikes. Einmal durch Salzburg an der Salzach entlang, biegen wir auf den Alpe Adria Radweg ein, der hier noch Tauernradweg heißt. Die Berge am Horizont bieten dabei ein wunderbares Panorama. Ohne große Steigungen, aber in Begleitung von der ein oder anderen Radlergruppe, sind wir kurz vor Mittag in Gölling. Einen Wasserfall und eine ÖBB Bahnfahrt später erreichen wir auch schon Werfen, lassen hier die berühmten „Eisriesenwelten“ links liegen und beschließen statt dessen, die „Liechtensteinklamm“ an unserem Etappenziel, St. Johann zu besichtigen. Über Jahrhunderte ausgewaschene Felsformationen, jede Menge Stege, Treppen und Tunnel, viel Wasser und Menschen aller Nationen gibts hier zu sehen.
    Nu sind wir aber auch ordentlich geschafft - Zeit für das Hotel „Zum Brückenwirt“.
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  • Next Stopp: Mallnitz

    September 14 in Austria ⋅ ☁️ 20 °C

    Bei den GPS Daten für unsere heutige Tour scheint ein bisschen was durcheinander geraten zu sein: 14 Stunden Fahrzeit mit fast 3.500 Meter Anstieg und 2820m Abstieg hmm…ganz schön ambitioniert 😂. Um den Berg herum, statt mit dem Zug hindurch, sagt Komoot, naja ich glaube, dass überlegen wir uns noch mal…😉.

    Entgegen den Regenprognosen von gestern, sieht das Wetter heute früh überraschend
    freundlich aus, vielleicht können wir die Regenhose ja doch in der Satteltasche lassen.
    Zwar keine 3000, aber doch deutlich mehr Höhenmeter als gestern sind zu radeln, aber dadurch bieten sich uns natürlich auch wunderbar weite Blicke in die Landschaft.

    Der Kurort Bad Gastein wird heute das Highlight sein. Auf knapp 1100m, um einen Wasserfall herum gebaut, ragen die teils mondänen Häuser am Felsen empor.
    Nach dem mühevollen Aufstieg mit den Rädern haben wir uns dort oben im Café Straubinger ein Stück Sachertorte verdient. Unsere Akkus pfeifen auch schon aus dem letzten Loch - gut, dass es ab jetzt fast nur noch bergab geht, bis zur „Tauernschleuse“ .
    Dieser Transportzug bringt jede Stunde Menschen, Räder und Autos in 10 Minuten auf die andere Seite des Berges nach Kärnten. Von dort sind es dann nur noch wenige hundert Meter bis zu unserem Hotel „Kärntnerhof“.
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  • Von Mallnitz nach Villach

    September 15 in Austria ⋅ ☀️ 15 °C

    Die Nacht im „Kärntnerhof“ war ziemlich durchwachsen, wir hatten zwar ein Wohn- und ein Schlafzimmer, aber auf der Couch schlief es sich dann doch nicht so besonders, noch dazu direkt an der Durchgangsstraße.
    Aber Sonne satt verspricht uns der heutige Wetterbericht - da packen wir doch gleich auch mal den Badeanzug ein ! Über 80km verspricht Komoot - zum Glück gehen davon die ersten zehn erstmal steil bergab 😉. Wir sind abwärts nicht so schnell, wie die beiden jungen Männer aus dem Zug gestern, die mit ihren Rennrädern in 7 Tagen bis Triest fahren wollen und gerade zackig an uns vorbei ziehen. Bei den Radlern, die wir unterwegs treffen, sind erstaunlich viele Nationalitäten dabei: Norweger, Holländer, Engländer u.a..
    Zwischenzeitlich wechseln wir vom R08 auf den R09 und durchqueren mit Blick auf das Tal einige Dörfer. Dabei begegnet uns, tief über uns hinweg fliegend, ein roter Milan 🦅
    - toll !

    Gegen Mittag entdecken wir ein Stück abseits des Weges einen See mit Badestelle. Sabine ist ja immer die erste im Wasser und auch ich hüpfe rein…und es ist wirklich a…kalt..
    Die nächsten Kilometer auf der ehemaligen Bahntrasse an der Drau entlang ziehen sich dann doch gewaltig und ich brauche eine Pause mit Jause. In einem Gasthof gibt’s schließlich eine Brotzeiten - zwischen Hühnern, einem hysterischem Hahn und dem ängstlichen Geschrei der Schweine nebenan - rustikal und so schmeckt es auch.
    Nun sind es nur noch 20km bis zum hübschen Örtchen Villach und dem Hotel „Palais26“ mitten in der Innenstadt - puh, das war ne ganz schön stramme Etappe…
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  • Von Villach nach Gemona

    September 16 in Italy ⋅ ☀️ 25 °C

    26 Grad steht in unserer Wetter App - na herrlich 😊!
    Das müssen wir heute noch ausnutzen, denn morgen soll es den ganzen Tag Gewitter geben. Weil es bis zu unserem Hotel über 100km wären, kürzen wir den ersten Teil von Villach bis Arnoldstein mit der Bahn ab.
    Die Tour führt uns heute über die Grenze nach Italien eine alten Bahntrasse entlang, an der immer noch das ein oder andere verfallene Bahnhofsgebäude steht.
    Spaß machen vor allen Dingen die vielen Tunnel - trotzdem es dort bestimmt mindestens 10 Grad kälter ist. Bei der erst besten Gelegenheit gibts dann natürlich den ersten italienischen Espresso und das erste italienische Eis…😊. Die Mittagspause machen wir im Grenzort Pontebba mit einem leckeren Foccachia - die Italiener können es einfach 😋. Viele der Orte hier im Friaul sind noch gezeichnet von dem schweren Erdbeben, das 1975 ganze Dörfer dem Erdboden gleich gemacht hat. Das, was noch stand, wurde dann zum Teil mit anderen Materialien wieder aufgestockt.

    Trotz der vielen Mitradler ist die Tour über die alte Bahntrasse ein absolutes Ereignis, der schönste Streckenabschnitt bisher. Nach über 80km erreichen wir gegen halb sechs schließlich unser Ziel Gemona. Zu essen gibt’s in unserer 2 Sterne Auberge nix mehr, nur der Supermarkt hat gerade noch auf. So muss ein Sandwich reichen, macht aber nix, wir sind eh müde und habens immer noch besser als Wolfgang und Christian, 2 Herren, die auf der gleichen Radreise sind wie wir, aber erst nach 120km, um kurz vor acht unser Hotel „Da Si Si“ erreichen…
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  • Von Gemona nach Udine

    September 17 in Italy ⋅ ☀️ 27 °C

    Für 2 Sterne war unsere Unterkunft nun doch besser als erwartet. Nur das man alle Türen zu Fluren und Zimmern mit einem ausgedruckten QR Code öffnen soll, dass ist nicht so arg praktisch. Das Frühstück ist solide und die Wirtin textet uns ganz nett auf Italienisch zu. Was sie uns wahrscheinlich sagen will: Habt etwas Geduld, ich komme gleich.

    Alle Radfahrer beschäftigt heute dasselbe Thema: Wie fahre ich taktisch klug los, damit ich möglichst wenig nass werde. Wir entscheiden uns gegen zehn, nun nicht länger zu warten und hoffen das Beste. Den ersten Schauer vermeiden wir noch klug, geschützt auf der Terrasse eines Gemeindezentrums, der Zweite erwischt uns schon heftiger, aber auch da finden wir schließlich Unterschlupf unter einem Garagenvordach. Nach dem Mittagessen in einer super netten Trattoria am Wegesrand ist der Regen Spuk vorbei. Wir trocknen unsere Sachen während der Fahrt und erreichen gegen Nachmittag das Hotel „Suite In“ in Udine. Von außen machte es nicht viel her, aber mit seiner Nähe zur Altstadt, dem Zimmer mit seiner alten Holzdecke und dem italienischen Fahrrad als Deko ist es gemütlich.

    Schön, dass es noch so früh ist, da können wir nach einem kurzen Schläfchen ein wenig die Stadt erkunden und den Abend auf der Piazza ausklingen lassen. Mit knapp 100.000 Einwohnern ist Udine die wichtigste Stadt in der Provinz Friaul. Die Bars und Plätze, der Dom und das Eis, das alles gefällt uns gut 😊.
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  • Am Ziel in Grado

    September 18 in Italy ⋅ ☁️ 21 °C

    Bei der leider schon letzten Etappe unseres Alpe Adria Trips fahren wir von Udine nach Grado an der Adria. Auf halber Strecke liegt der Ort Palmanova mit seiner Piazza Grande. Letztere beeindruckt uns allerdings weniger, weil sie zur Zeit mit den Fahrgeschäften einer Kirmes besetzt ist. Zufällig treffen wir Wolfgang und Christian an der Piazza in einer Eisdiele - auf dieser Tour läuft man sich halt doch immer wieder über den Weg 😉. Mittlerweile sind unsere Räder und wir richtig im Flow und so erreichen wir entspannt und ohne Regen am Nachmittag Grado. Ein würdiger Abschluss der Alpe-Adria Route ist dabei das letzte Stück auf der Landzunge - radeln zwischen Lagune und Adria - wunderbar! Passend zum Flair dieses Urlaubsortes wohnen wir im Hotel „Diana“. Einen nostalgischen Charme strahlt dies Familiengeführte Hotel aus, wie in den 50er, 60er Jahren. Seit 4 Generationen übernimmt hier der weibliche Nachfolger die Leitung.
    Es sind nur ein paar Schritte bis zum Meer, also nutzen wir ein letztes Mal das gute Wetter für ein Bad in der Adria, denn schon morgen geht’s mit dem Bus zurück nach Salzburg.
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  • Eine letzte Nacht in Salzburg

    September 19 in Austria ⋅ ☁️ 20 °C

    Um 8:30 geht unser Bus vom gut 2km entfernten Busbahnhof Parcheggio Richtung Salzburg. Nun stellt sich die Frage, wie kommen wir mit Ebikes, Satteltaschen und den Koffern dort hin ? Die Lösung hat die Dame an der Rezeption: Ein Taxi fährt nur unsere Koffer und wir mit den Ebikes hinterher 😊. Mit einem gut besetzten Bus und einem Anhänger voller Räder reisen wir entspannt zurück nach Österreich.

    In Salzburg haben wir ja auch noch einige touristische Highlights aufm Zettel:
    Salzburger Nockerl, Mozart Café, Wiener Schnitzel, Mönchsbergaufzug - das Wetter ist immer noch perfekt dafür.
    Eine letzte Nacht noch im „Das grüne Hotel zur Post“ bzw. der dazugehörigen Villa Ceconi, morgen geht’s heim, schön wars 😃!
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    Trip end
    September 20, 2026