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AIDAnova - Norwegen

A 8-day adventure by Monika & Denise Read more
  • Trip start
    June 20, 2026

    Tag 1 Die Anreise

    June 20 in Germany ⋅ ☀️ 30 °C

    Heute ging es endlich los Richtung Kiel. Geplant waren gemütliche 3,5 Stunden Autofahrt, Deutschland hatte allerdings andere Pläne. Staus, Baustellen und jede Menge Gleichgesinnte auf der Autobahn verlängerten das Vergnügen auf rund 5 Stunden.
    In Kiel angekommen hieß es erst einmal: Koffer loswerden, einchecken und warten. Der Check-in selbst lief erfreulich flott und erstaunlich reibungslos ab. Gegen 14:45 Uhr durften wir endlich an Bord der AIDAnova.
    Erste wichtige Kreuzfahrerregel: Buffetrestaurant suchen! Nach einer kleinen Stärkung wurde die Verandakabine inspiziert. Für zwei Personen angenehm großzügig, für vier dürfte man sich dagegen ziemlich schnell sehr gut kennenlernen.
    Nach einer kleinen Erkundungstour stellten wir fest: Die Orientierungstafeln an Bord und die AIDA-App verbindet eine besondere Eigenschaft, beide funktionieren nicht immer🤦🏻‍♀️ Aber wir finden uns schon zurecht.
    Um 17:10 Uhr legten wir ab. Ganz ohne großes Tamtam, Konfetti oder Gänsehautmoment. Da hatte die Werbung etwas mehr versprochen.
    Also genossen wir lieber die Aussicht vom Balkon.
    Am Abend testeten wir zunächst das East Restaurant und anschließend, natürlich rein wissenschaftlich, noch das Bella Donna.
    Das Ergebnis: satt geworden, mehrere Prosecco erfolgreich verkostet und zufrieden.
    Später ging es auf Deck 16 zum Sonnenuntergang. Beim Passieren der Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden waren wir wirklich beeindruckt. Ein toller Anblick!
    Gegen 23 Uhr zurück auf die Kabine, noch einen Blick auf das Deutschlandspiel geworfen...
    sagen wir mal so: Da ist noch Luft nach oben!!!!🤦🏻‍♀️
    Dann fielen wir müde ins Bett. Der erste Kreuzfahrttag war geschafft und Norwegen wartet schon.
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  • Seetag

    June 21, Nordsee ⋅ ☀️ 14 °C

    Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Entschleunigung.
    Für vier Stunden hatten wir uns einen Platz im Spa-Bereich gebucht und genossen Sauna, Ruhe und den Blick aufs Meer. Gar nicht so schlecht, wenn draußen nur Wasser und Horizont vorbeiziehen.
    Den Rest des Tages verbrachten wir ganz im Stil erfahrener Kreuzfahrer: ein bisschen Sonne tanken, über das Schiff schlendern, hier und da etwas essen, zwischendurch einen Drink genießen und einfach die Seele baumeln lassen.
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  • Nærøyfjord

    June 22 in Norway ⋅ ⛅ 5 °C

    In der Nacht hat die AIDA die offene See verlassen und ist gegen 5 Uhr in den beeindruckenden Sognefjord eingefahren. Am Morgen wurden wir mit einer traumhaften Fjordlandschaft aus steilen Berghängen, kleinen Höfen und zahlreichen Wasserfällen begrüßt.
    Gegen 9 Uhr passierten wir den Nærøyfjord, einen der schmalsten Fjorde Norwegens und Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Die gewaltigen Felswände rechts und links des Schiffes waren ein beeindruckender Anblick.
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  • Flåm

    June 22 in Norway ⋅ ⛅ 17 °C

    Bereits gegen 11:30 Uhr erreichten wir Flåm und konnten überraschend schon ab 12 Uhr von Bord. Da unser Bus nach Gudvangen erst um 14:15 Uhr fuhr, stärkten wir uns zunächst im Marktrestaurant und nutzten die Zeit für einen kleinen Spaziergang.
    Anschließend ging es nach Gudvangen, malerisch am Ende des Nærøyfjords gelegen.
    Dort besuchten wir das Wikingerdorf und fühlten uns für einen Moment in längst vergangene Zeiten versetzt. Natürlich durfte auch der Blick auf den beeindruckenden Kjelfossen nicht fehlen.
    Spontan entschieden wir uns danach für die Rückfahrt mit dem Schiff nach Flåm. Die rund zweistündige Fahrt war trotz der inzwischen dichteren Wolken und der kühleren Temperaturen ein echtes Highlight.
    Vieles was wir bereits bei der Einfahrt mit der AIDA gesehen hatten, zeigten sich nun aus einer ganz anderen Perspektive. Oft entdeckten wir dabei Details, die uns am Morgen noch gar nicht aufgefallen waren.
    Zurück in Flåm ging es direkt zurück an Bord, denn Denise wurde leider von ihrem Magen ausgebremst und musste sich erst einmal auf der Kabine ausruhen.
    Während sie sich erholte, machte ich mich auf die Suche nach Tee, Tabletten und Zwieback.
    Danach ließ auch ich den Tag gemütlich auf der Kabine ausklingen... natürlich in der Hoffnung, dass Denise nach einer guten Nacht am nächsten Morgen wieder fit für neue Abenteuer ist 🍵😊🛳️
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  • Nichts gesehen, aber einiges passiert

    June 23 in Norway ⋅ 🌧 12 °C

    Der Tag begann leider alles andere als vielversprechend. Nachdem Denise sich bereits gestern mehrfach übergeben musste, führte der erste Weg am Morgen direkt zur Krankenstation. Da mich seit drei Tagen ein lästiger Herpes begleitet, nutzte ich die Gelegenheit ebenfalls und hoffte auf schnelle Hilfe.
    Eine halbe Stunde später war die Bilanz eindeutig: Ich hatte meine Salbe, Denise eine Quarantäne verordnet bekommen und wir waren insgesamt etwas über 200 € für Medikamente und Arzthonorar los. So einen Minutensatz hätte ich auch gerne gehabt.
    Für Denise hieß es nun erst einmal Schonkost, Ruhe und Kabine.
    11:15 Uhr: Ich hatte inzwischen gefrühstückt und mir etwas die Beine vertreten. Denise dagegen musste in der Kabine zwangsläufig in den Hungerstreik treten, denn ihre angekündigte Schonkost war noch immer nicht angekommen.
    Da unser Fernseher seit gestern ebenfalls im Streikmodus läuft, ging ich persönlich zur Rezeption, um noch einmal nachzuhaken.
    Um 12:30 Uhr kam schließlich das erste Essen für Denise: eine Tasse Tee, zwei Stück Zwieback und eine kleine Schüssel geriebener Apfel. Sagen wir es einmal so: Der kulinarische Höhepunkt des Tages war das definitiv nicht.
    14:40 Uhr: Ich war inzwischen schon wieder beim Essen und habe Denise vorsorglich eine Banane, ein trockenes Brötchen und heißes Wasser mitgebracht.
    Da draußen ohnehin Dauerregen bei 12 Grad herrschte, war ich um keine Ausrede verlegen, um den Landgang ausfallen zu lassen.
    "Die Sache“ mit meiner Tochter kam da natürlich wie gerufen, schließlich musste ich mich um sie kümmern. 😉
    16:00 Uhr: Noch immer keine weitere Mahlzeit. Also wieder runter zur Rezeption. Dort schaute man mich etwas erstaunt an und fragte tatsächlich: „Wirklich? Sie hat bisher noch nichts bekommen?“ Nein, natürlich nicht, sonst würde ich wohl kaum hier stehen. 🤦🏻‍♀️
    20 Minuten später erschien dann tatsächlich Nachschub: Tee, Zwieback und geriebener Apfel. Keine Ahnung, was man hier unter Schonkost versteht, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es da noch ein paar weitere Möglichkeiten gibt. 😏
    18:00 Uhr: Denise geht es wieder soweit gut und bevor es zum Abendessen wieder Apfel in irgendeiner Form gibt, gingen wir vorsichtshalber noch einmal zur Krankenstation.
    Die Angestellten waren nicht gerade begeistert, dass Denise persönlich dort erschien, zeigten aber Verständnis dafür.
    Auf unsere Nachfrage, ob sie morgen aus der Quarantäne entlassen wird, bekamen wir zumindest positive Nachrichten. Wenn es keine neuen Vorkommnisse gibt, darf sie die Kabine morgen wieder verlassen. Allerdings muss sie noch den angekündigten Anruf des Arztes und dessen offizielles Okay abwarten.
    Wir sind jetzt schon gespannt, ob das morgen tatsächlich so reibungslos klappt.

    Nachtrag...
    Zum Abendbrot gab es dann tatsächlich etwas anderes: geriebenen Apfel und Reis in heißem Wasser. 🤦🏻‍♀️
    Das veranlasste mich zu einem weiteren Besuch auf der Krankenstation, um herauszufinden, wer sich so etwas ausdenkt. Der freundliche Mitarbeiter am Empfang erklärte mir geduldig, dass dies nun einmal die offiziellen Vorgaben seien, zeigte aber Verständnis für unsere spezielle Situation.
    Am Ende drückte er mir sogar eine Bescheinigung in die Hand, die mich offiziell dazu berechtigt, Essen aus dem Restaurant für Denise mitzunehmen.
    Fazit des Tages: Ich zufrieden, Denise endlich etwas Vernünftiges im Magen. 😉
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  • Bergen

    June 24 in Norway ⋅ 🌧 14 °C

    Gegen 7.30 Uhr erreichen wir Bergen. Der Himmel ist wolkenverhangen, es regnet, und die umliegenden Berge verstecken sich hartnäckig in den Wolken.
    Für mich geht es zunächst zum Frühstück, anschließend heißt es warten auf den erlösenden Anruf und die Aufhebung der Quarantäne. Um 9.40 Uhr klingelt endlich das Telefon: Wir dürfen wieder an Land!
    Trotz Regen und tiefer Wolken entfaltet Bergen sofort seinen ganz eigenen Charme. Die bunten Häuser, die verwinkelten Gassen und das geschäftige Treiben verleihen der Stadt eine besondere Atmosphäre. Zu Fuß erkunden wir die Innenstadt und sammeln dabei einige Höhenmeter, denn in Bergen geht es gefühlt ständig bergauf oder bergab.
    Eigentlich wollten wir auch mit der Floibanen auf den Berg fahren, doch ein Blick auf die Webcam zeigt nur Nebel und Wolken, von der berühmten Aussicht wäre heute nichts zu sehen gewesen. Schade, aber manchmal muss man sich einfach dem Wetter geschlagen geben.
    Nach rund fünf Stunden und unzähligen Schritten machen wir uns gegen 15.30 Uhr auf den Rückweg zum Schiff. Kaum sind wir wieder an Bord, zeigt sich tatsächlich noch etwas blauer Himmel. Leider etwas zu spät, denn bereits um 17 Uhr heißt es Leinen los.
    Die wenigen Sonnenstrahlen nutzen wir für ein kühles Bier an Deck und lassen die Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren. Um 18 Uhr geht es zum Abendessen, bevor wir den Tag ganz entspannt bei einem Drink in einer der Bars ausklingen lassen.
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  • Zweiter Seetag

    June 25 in Denmark ⋅ ⛅ 18 °C

    Heute hat es mich leider erwischt. Schon am Morgen macht sich ein unangenehmes Ziehen im Magen bemerkbar. Richtige Magenschmerzen habe ich zwar nicht, auch Durchfall bleibt mir erspart, aber dafür muss ich mich mehrfach übergeben. Damit ist klar: Jetzt bin ich an der Reihe.
    Dabei zeigt sich das Wetter von seiner schönsten Seite. Die Sonne strahlt vom Himmel, nur ein kühler Wind erinnert daran, dass wir auf der Nordsee unterwegs sind. Ich will mich davon nicht unterkriegen lassen, reiße mich zusammen und wage mit Denise einen kurzen Spaziergang an Deck. Doch nach einiger Zeit merke ich, dass das keine gute Idee war. Mein Kreislauf spielt verrückt, also heißt es, zurück zur Kabine.
    Der Rest des Tages besteht aus Schlafen, Dösen und der Hoffnung, dass es morgen wieder besser aussieht.
    Heute muss Denise sich ausnahmsweise alleine unterhalten. Zwischendurch schaut sie immer wieder nach mir, und schließlich beschließt sie kurzerhand, sich zu mir zu legen. Gemeinsam halten wir einen ausgedehnten Mittagsschlaf.
    Nicht gerade der Seetag, den wir uns vorgestellt hatten. Aber manchmal gehört auch das zum Reisen dazu.
    Bleibt zu hoffen, dass der Magen-Darm-Virus morgen endgültig von Bord geht, am liebsten, ohne uns mitzunehmen.
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  • Århus

    June 26 in Denmark ⋅ ☀️ 26 °C

    Wissenswertes:
    Århus, die zweitgrößte Stadt Dänemarks, verbindet moderne Architektur mit viel Geschichte...

    Heute steht der letzte Landgang unserer Reise an.
    Ich habe die Nacht gut geschlafen und bin voller Hoffnung, dass der Spuk endlich vorbei ist. Nach einer Dusche geht es zum Frühstück.
    Danach packen wir unsere Rucksäcke und machen uns auf den Weg.
    Am Fahrstuhl ist die Zuversicht schlagartig verflogen. Meine Beine werden wackelig, mein Magen gibt wieder ein Lebenszeichen von sich und ich beschließe doch an Bord zu bleiben. Ohne eine Toilette in der Nähe fühle ich mich einfach noch zu unsicher.
    Schade. Denise muss schon wieder allein losziehen, dabei hätte ich die letzten Eindrücke der Reise gern mit ihr zusammen geteilt. Vielleicht geht es mir später ja besser und ich traue mich doch noch nach draußen.
    11:30 Uhr: Denise ist zurück, allerdings nur, weil ihr Portemonnaie noch gemütlich auf der Kabine liegt. Diesmal fasse ich mir ein Herz. Wenigstens die Runde mit dem Hop-On-Hop-Off-Bus möchte ich noch mitnehmen, schließlich wollen die bereits bezahlten Tickets auch bewegt werden. 😉
    Am Freilichtmuseum Den Gamle By, mit seinen liebevoll erhaltenen historischen Häusern, steigt Denise aus, während ich die restlichen Stationen bequem weiterfahre.
    Zurück am Hafen steige ich in den AIDA-Shuttle und fahre wieder zum Schiff.
    Gegen 17 Uhr kommt Denise völlig begeistert von ihrem Landgang zurück. Sie schwärmt von Århus und ist sich sicher: Hier möchte sie unbedingt noch einmal herkommen, dann aber gemeinsam mit ihrem Mann und für mehrere Tage. Das freut mich riesig. Wenigstens hatte sie nach den vergangenen, nicht gerade einfachen Tagen noch einen wirklich tollen und erlebnisreichen Abschluss.

    Morgen erreichen wir wieder Kiel. Nach allem, was auf dieser Reise passiert ist, blicke ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Heimkehr. Die norwegischen Fjorde und die vielen schönen Erlebnisse werden in bester Erinnerung bleiben. Der Magen-Darm-Virus dagegen darf gern seine eigene Kreuzfahrt machen!!! 😉
    Fazit: Die Reise war trotz allem ein besonderes Erlebnis, das wir nicht missen möchten. Für Denise steht allerdings fest: Eine Kreuzfahrt in dieser Größenordnung und mit einem so großen Schiff kommt für sie nicht mehr infrage. Und auch ich bin nach dieser Reise für die nächsten Jahre erst einmal geheilt.
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    Trip end
    June 27, 2026