• Valencia bei Nacht

    December 23, 2025 in Spain ⋅ ☁️ 12 °C

    Dieser Campingplatz hier organisiert eine ganze Reihe von Exkursionen, was wir gleich bei unserer Ankunft im November feststellten. Eine davon trug den Namen "Valencia bei Nacht" und da schrillten bei uns die Alarmglocken. Denn schon vor sieben Jahren hatten wir der drittgrößten spanischen Stadt einen mehrtägigen Besuch gewidmet und sie hat uns total begeistert (gleich mal im Handy den Penguin-Beitrag von damals durchblättern und die Erinnerungen auffrischen!). Natürlich trugen wir uns sofort in die Liste ein und heute geht es los.
    Der Bus bringt uns zuerst in die Stadt der Künste und Wissenschaften, dem gigantischen futuristischen Lern- und Spaßpark, geschaffen vom valencianischen Architekt Santiago Calatrava (Bauzeit 1996 - 2009). Bei der Ankunft dämmert es erst, aber so langsam stellt sich die Nachtstimmung ein und Botanischer Garten, Museum, Planetarium mit Kino, Palast der Künste, die harfenähnliche Brücke und das Ozeaneum erstrahlen vor uns in fantastischem Licht-Schatten-Kontrast.
    Nun fahren wir durch die sehr(!) belebte Innenstadt, steigen an den Torres de Serrans aus, erfahren von unserer Fremdenführerin viele Informationen über Architektur und Geschichte der Stadt. Vorbei am Palau de la Generalität sehen wir vom Placa de la Verge schon den achteckigen Turm der Kathedrale, wo wir uns kurz vor deren Schließung noch einen Moment für einen raschen Blick in das Innere erbetteln. Dann zeigt sie uns das (ursprünglich) schmalste Haus der Stadt mit 1,07 m Breite(!), bevor sie uns zur leider schon geschlossenen Hauptmarkthalle (8.000 m² und über 900 Stände) und zur ehemaligen Seidenbörse, durch welche die Stadt zu Reichtum gelangte, führt. Hier werden wir Alle entlassen und wir Beide bummeln im Zickzack-Kurs durch die Straßen, immer wieder von Erinnerungen überwältigt und genießen die Schönheit dieser Stadt. Auf dem Placa de l'Ajuntament begeistern und das Gebäude der Banco de Valencia, das Rathaus (mit der bescheidenen Eingangsbeleuchtung) und nicht zuletzt das der Post, besser oder geschichtlich korrekt "Telegrafenamt". Kunstvolle Fliesenbilder schmücken die Fassaden, doch wir müssen langsam zurück zum Bus. Fast im Vorbeigehen entdecken wir noch den schlanken sechseckigen Turm der Santa-Catalina-Kirche und schon sind wir wieder an dem ausgezeichnet erhaltenen Stadttor aus dem 14. Jhd. und die Zeit erlaubt noch einen Schnappschuss von der gegenüber liegenden, weihnachtlich geschmückten Straßenseite.
    Die Rückfahrt wird nicht lang, denn es gilt, unzählige Fotos zu bearbeiten, zu verwerfen, zu löschen und den Rest für die "Ewigkeit" zu speichern.
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