• Nerja und Torrox

    9.–13. feb., Spanien ⋅ ☀️ 19 °C

    Das Wetter hat sich beruhigt, oft scheint die Sonne, die Temperaturen sind noch winterlich und der Wind hat noch nicht aufgegeben. Aber unter diesen Bedingungen ist es doch klar, da unternehmen wir was mit dem Auto und zwar in der entgegengesetzten Richtung. Erste Station ist Nerja, berühmt für ihre weißen Häuser, die Strände und den "Balkon Europas". Aber halt, da fällt mir was ein! Wozu sind wir so weit gefahren?! In Dresden werden die Brühlschen Terrassen am Elbufer mit demselben Beinamen geschmückt! Gefallen uns sogar besser, aber ein wenig Lokalpatriotismus darf ja sein, oder? Nichts desto trotz zieht es auch uns bis an den vordersten Punkt am Geländer. Da bietet sich ein schöner Blick auf Strände und Stadt und der virtuose Gitarrist hält uns fest in seinem Bann. Dann spazieren wir noch lange durch die Stadt, entdecken lauschigen Plätzchen und der "Balkon" präsentiert sich aus verschiedenen Perspektiven. Ein architektonisches Filetstückchen ist das Aquädukt Aguila, das 1880 zur Wasserversorgung für eine Zuckerfabrik errichtet wurde. Die Fabrik gibt's nicht mehr, aber seit einer Sanierung von 2012 versorgt das Bauwerk wieder viele landwirtschaftliche Betriebe in der Umgebung mit Wasser. Auf dem Weg zurück zum Auto schauen wir mit mulmigen Gefühlen herab auf die Schäden, die Leonardo auch hier angerichtet hat. Letztendlich zeigt es sich wieder: die Natur ist dem Menschen gegenüber immer überlegen.
    Wir hängen einen kleinen Abstecher nach Torrox an, zuerst Torrox Costa mit Leuchtturm und der futuristisch anmutenden (hier wirklichen!) Balkonkonstruktuion. Der kühle heftige Wind jagt uns zurück ins Auto und wir nehmen Kurs auf die Altstadt oben auf dem Berg. Einen so großen Marktplatz hätten wir hier oben nicht erwartet. Wir überqueren ihn, werfen noch einen Blick in die schlichte Kirche und dann durchstreifen wir die engen und steilen Gassen. Dabei stellen wir fest, dass nicht nur Orte wie Salobreña mit idyllischen und liebevoll gestalteten Winkeln aufwarten können.
    Mit diesen Eindrücken wählen wir den schnellen Rückweg auf der Autobahn zum Campingplatz, um hier das schöne Wetter noch ein wenig zu genießen.
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