• Simon Rossier
  • Fabienne Minder
  • Simon Rossier
  • Fabienne Minder

Panamerica Nord

Von Kanada nach Panama und weiter... Baca selengkapnya
  • Höhlenmenschen #1

    29 April 2023, Guatemala ⋅ ☁️ 36 °C

    Fabienne schafft es irgendwie irgendwo irgendeine private Höhlentour zu organisieren und mit einer Stunde Verspätung trifft auch unser Guide Abelino am verabredeten Treffpunkt ein. Zu dritt machen wir uns auf den Weg ins guatemaltekische Hinterland. Die Hitze begleitet uns auf Schritt und Tritt durch Wälder und Maisfelder bis wir nach etwa 40 Min beim Eingang einer Höhle eintreffen, aus der kühle Luft in den Wald hinauf steigt. Etwas später befinden wir uns in einem imposanten Höhlensystem,
    das mit den bekannten Höhlenformationen und Lichtspielen prahlt. Abelino führt uns vorbei an verschiedensten Tropfsteinen. Manche glitzern, einige wachsen in die Horizontale und wieder andere sind innen hohl und erzeugen schöne Klänge wenn man auf sie klopft. Letzteres sollte man wahrscheinlich nicht tun, aber Abelino hat Freude daran...
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  • Höhlenmenschen #2

    29 April 2023, Guatemala ⋅ ☁️ 37 °C

    Nach etwa einer Stunde verlassen wir die Höhle wieder und machen uns auf zur nächsten, die sich weitere 15 Min entfernt befindet. Dort erwartet uns eine riesige Einbuchtung in der Bergwand. Schwalben ziehen über unsere Köpfe hinweg und verleihen dem Anblick immense Tiefe. Abelino erklärt uns, dass diese Höhle mit der letzten verbunden sei und ein winziger Eingang in das Höhlensystem führt. Man könne da schon rein, so richtig motiviert scheint Abelino aber nicht zu sein. Wir fragen ob wir dennoch rein dürften und er willigt ein. Unsere Stirnlampe legen wir in die Innenseite des hüftgrossen Lochs und machen uns bereit uns hindurch zu zwängen. Abelino lässt uns vor. Durch den Engpass schaffen wir es nur
    indem wir einen Arm zuerst in die winzige Öffnung stecken und uns dann in Wurmmanier hindurchziehen. Auf der Innenseite erwarten uns bereits weisse Tausendfüssler und schöne Tropfsteine. Wir rufen Abelino zu, dass er sonst gerne auch draussen auf uns warten könne, während wir die Höhle für ein paar wenige Minuten selber erkunden. Abelino wirkt sehr
    erleichtert und freut sich sein Kleidung nicht schmutzig machen zu müssen. Zu zweit dringen wir ein paar Meter tiefer in den Berg hinein und
    verlassen die Dunkelheit durch den selben Flaschenhals, durch den wir sie betreten haben.
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  • Interlude: wieder einmal Fahrzeugkummer

    30 April 2023, Guatemala

    Es ist immer noch heiss. Und es wird noch heisser, denn das Rohr unserer Kühlflüssigkeit entscheidet sich während der Fahrt dafür, sich an einer Verbindungsstelle komplett zu öffnen. Wir erfahren davon, weil die Motorkontrollleuchte visuell und akustisch eine Überhitzung des Motors bei uns anmeldet. Also halten wir an. Ein Blick unter die Motorhaube offenbart einen leeren Kühlwassertank. Dafür plätschert es genüsslich unter dem Auto. Etwa anderthalb Stunden später schaffen wir es endlich die Verbindung mit sehr viel Kraft wieder zu schliessen und füllen den Kühlwassertank mit hauptsächlich Trinkwasser wieder auf.
    Zwei Tage später gehen wir bei einem Mechaniker in Coban vorbei, damit der sich das einmal anschauen kann. Unser „Kühlwasser“ wird ratzfatz abgelassen, die Verbindung geschlossen und wieder neues eingefüllt. Später kommt ein anderer Mechaniker vorbei, der uns sagt, dass wahrscheinlich ein gravierender Schaden vorliegt und wir den Motor womöglich ausbauen und zur Überprüfung irgendwohin einschicken müssten, was mindestens zwei Wochen dauern würde. Wir haben aber alle Emotionen, die für die Verarbeitung solcher Nachrichten nötig wären, bereits aufgebraucht und gehen aus Frust Fastfood essen. Die Nacht verbringen wir wie gewohnt in der Werkstatt. Am Abend sorgen zwei riesige und todliebe pyrenäische Berghunde, die zur Bewachung der Werkstatt angestellt sind, für Aufmunterung. Am nächsten Tag meint dann der Werkstattchef, dass die anderen Mechaniker keine Ahnung hätten und mit unserem Fahrzeug alles in Ordnung sei. Uns gefällt diese Meinung besser und so fahren wir guten Mutes weiter.

    Randbemerkung: wir haben aber festgestellt, dass unsere Solaranlage nicht mehr funktioniert bzw. kaum mehr Leistung generiert. Diese Büchse der Pandorra ignorieren wir aber fürs erste und kümmern uns irgendwann später darum.
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  • Antigua #1

    4 Mei 2023, Guatemala ⋅ ⛅ 27 °C

    Antigua war für uns immer der Ort, wo wir dann einmal einen günstigen Spanischkurs besuchen wollten. Sechs Wochen in Chétumal waren aber Spanischkurs genug und so wurde aus dem geplanten längeren Aufenthalt in Antigua „nur“ ein Dreitagesstop. Antigua überzeugt aber mit traditionell bunten Kleidern, schöner Kulisse, hammer Restaurants und freundlicher Atmosphäre. Allem voran finden wir aber hier endlich wieder normale Temperaturen unter 35°C <3 sowie unsere altbekannten Freunde Stefi & Manu wie auch unseren guten Freund Abdul.Baca selengkapnya

  • Der nicht so Feuerberg #1

    6 Mei 2023, Guatemala ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir waren aufs Schlimmste vorbereitet. Der Aufstieg auf den knapp 4000m hohen Acatenango, von dem aus man den i.d.R. aktiven (dazu später mehr) Volcan El Fuego beobachten kann, sei zerstörend, wurden wir vorgewarnt. Mit dieser Einstellung gingen wir an den Start und waren dann doch überrascht wie vergleichsweise leicht uns der Aufstieg erfreulicherweise gelang. Es war natürlich kein Spaziergang und der unaufhörliche Anstieg ging ziemlich in die Oberschenkel, aber dennoch haben wir auf dieser Reise schon schlimmere Wanderungen durchlebt. Bewunderns- und auch bemitleidenswert waren derweil aber eher die zahlreichen Träger / Sherpas, die uns während unseres Aufstiegs begegnet sind und mit kaum „Ausrüstung“ kiloweise Material für Touristen schwer keuchend den Berg hoch schufen. Nach knapp 4h und 1200 Höhenmetern waren auch wir und unsere insgesamt 30kg Handgepäck im Basecamp. Dort haben wir uns ein Cottage gemietet, um unser Zelt nicht hoch schleppen zu müssen. Das war eine gute Entscheidung. Vom Cottage aus hatten wir eine umwerfende Sicht auf den Vulkan und das umliegende Wolkenmeer. Nur die Eruptionen fehlten. Weil El Fuego drei Tage zuvor aussergewöhnlich stark ausgebrochen war, befand er sich während unseres Besuchs noch in einer Schlafphase, sodass es zu keiner einzigen Eruption kam 🥲

    Gegen Abend schlossen wir mit unseren südkoreanischen Nachbaren Bekanntschaft. Andrew und Lim die ebenfalls ein Cabaña gemietet haben und in den USA Raumfahrttechnik studieren, hatten im Gegensatz zu uns einen privaten Guide dabei, der für sie kochte, Wein auftischte und vielleicht sogar Füsse massierte. Als wir unser Abendessen (feuchte Sandwiches) "genossen", bot er uns aus Mitleid etwas Pasta an und nahm uns später am Lagerfeuer mit heisser Schokolade auch unter seine Fittiche. Als es dann zu kalt wurde verzogen wir uns in unsere Häuschen, um ein paar Stunden später um kurz vor 4:00 wieder aufzustehen und für den Sonnenaufgang auf den Gipfel des Acatenango zu steigen. Etwas später sind wir dann den Berg mehr oder weniger wieder runtergerannt und durften uns am nächsten Tag über sehr schwere Beine und jeweilige Erkältungen freuen.

    Weil wir El Fuego nun doch sehr gerne auch in Aktion erleben würden, haben wir uns entschieden demnächst zurückzukehren, wenn die Chancen wieder besser stehen. Das Kapitel El Fuego bleibt also offen.
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  • Der beste Markt der Welt

    7 Mei 2023, Guatemala ⋅ ☀️ 26 °C

    Alle schwärmen vom wunderschönen und atemberaubenden Markt in Chichigastenango. So farbig, unfassbar gross und einfach unglaublich schön soll er sein. Und tatsächlich: wir haben sicherlich schon ein halbes dutzend Märkte in Mittel- und Nordamerika besucht, aber der Markt in Chichigastenango kommt bestimmt in die Top 5. Und nachdem wir ihn besucht haben, frage ich mich warum denn eigentlich? Alleine der Weg hier hin war länger und komplizierter als der Name der Ortschaft. Viel zu steilen Strassen, die sich durch die Berge hoch und runter winden, haben wir uns im ersten und manchmal zweiten Gang entlang gekämpft. Höher als die Berge war derweil nur unsere Motordrehzahl. Letztere kam immerhin etwa 40 Mal zum stehen, weil uns wieder und wieder eine freundliche Bodenschwelle unter 2km/h zwang.
    Natürlich war es ein schöner und wirklich grosser Markt, aber eben halt einfach auch „nur“ ein Markt. Dafür 1.5-2h Fahrt auf sich zu nehmen, mag manchen vielleicht übertrieben erscheinen und selbst ich wüsste es nicht zu rechtfertigen. Aber wir waren dort und so kann uns niemand das Gefühl geben etwas verpasst zu haben, was ja schliesslich das wichtigste an dieser Reise ist. Ach und wir haben noch nicht einmal was auf dem Markt gekauft! Fairerweise sei aber auch erwähnt, dass wir den Markt am gleichen Tag unseres Abstiegs vom Acatenango besucht haben und unsere entsprechende Müdigkeit dieses Wahnsinnserlebnis evtl. getrübt hat. Mein Highlight in Chichigastenango bleibt aber ein mexikanischer Burrito.

    Fabienne zwingt mich noch zu erwähnen, dass der Besuch gerechtfertigt sei, weil es sich dabei um den grössten Markt Mittelamerikas handle und sie ihn auf jeden Fall schön empfunden hat.

    Schön war’s aber auch auf dem Campingplatz hier, der von einem älteren Herren mit Namen Thomas geleitet wird. Bei Einbruch der Dunkelheit kommt er noch bei uns vorbei, um uns zu warnen, dass sofern sich jemand in der Nacht als er selbst ausgeben sollte, das nicht möglich sei, da er sein Haus in der Nacht nie verlasse. Dank dieser Info schlafen wir beruhigt ein.
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  • Lago Atitlan

    8 Mei 2023, Guatemala ⋅ ☀️ 27 °C

    Es folgt sogleich ein schlechtes Gedicht,
    über die atemberaubende Lage,
    eines Fussballplatzes mit schöner Aussicht,
    an dem wir standen drei volle Tage.

    Am ersten Tag war die Sicht noch schlecht,
    doch am zweiten blieb sie ebenfalls schlecht.
    und dann am dritten Tag oh Wunder,
    war die Sicht auch noch schlecht.

    Und aus dem nichts erschien doch hier,
    eine kurze Passage so sonderbar,
    die reimte sich das sag ich dir,
    alles klang ganz wunderbar.

    Doch dann am vierten Tag,
    frühmorgens um fünf Uhr,
    sah man was auf der anderen Seite lag,
    eine ganz fabelhafte Natur.

    Vulkane soweit das Auge reicht,
    verteilt am Horizont von Osten bis Süden.
    es waren drei oder vier vielleicht,
    der Schein kann manchmal trügen.

    Die Tage haben wir aber einiges erlebt,
    sind zu bunten Dörfchen mit dem Boot,
    haben gesehen wie man hier den Alltag pflegt
    und kamen zweimal selber in Not.

    Am selben Ort sogar geschah’s
    das erste Mal eine Horde Hunde,
    die uns kamen gar zu nah
    mit ihrem bellenden Munde.

    Auch am nächsten Tag mussten wir zittern
    doch dieses Mal wegen Blitzen
    der Grund lag in starken Gewittern
    die uns zwangen durch offenes Gelände zu flitzen.

    Und so naht das Ende des Gedichts,
    zum Schluss wird’s noch so richtig schlecht
    aber das macht jetzt auch mehr nichts
    irgendwo im See war bestimmt ein Hecht.
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  • Last night in Antigua

    13 Mei 2023, Guatemala ⋅ ☁️ 22 °C

    In Antigua treffen wir gute alte Freunde. Auch ein paar junge befinden sich darunter. Zusammen bilden wir auf der Panamericana die Nachhut der Nordsüdmarschbewewegung.
    Auf den Bildern vertreten:
    Natacha & Remi (un pneu plus loin), Julie & Jeff (thejsadventures), Heinz (keineWohnunginDeutschland), Tamara & Andre (tamara_vs_be), Peter und Michaela (exploring509), Steffi und Manu (bisonstopenguins)
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  • Surfen in El Tunco #1

    14 Mei 2023, El salvador ⋅ 🌧 31 °C

    Als wir in El Salvador eingereist sind, gingen wir noch davon aus, dort Pascal (Fabienne’s Bruder) zu treffen. Das hat sich dann auch bewahrheitet. Zwar haben wir nicht im ersten Anlauf den richtigen Flughafen angesteuert, Pascal schlussendlich aber dennoch gefunden. Zwei Flughäfen, die in Google Maps auch beide „aeropuerto“ heissen, finden wir für so ein kleines Land etwas überheblich. Geplant war dann eigentlich, dass wir uns für 10 Tage an der Küste im Surfermekka „El Tunco“ in einem airbnb niederlassen. Was wir dann auch gemacht haben. Die Hitze vor Ort hat uns jedoch einmal mehr aus den Socken gehauen, so dass wir fortan maximal in Flip Flops unterwegs waren. In El Tunco stiessen wir hauptsächlich auf Profisurfer, die wir an ihren schnittigen Surfbrettern, ihren von der Sonnencreme weiss leuchtenden Gesichtern und ihren sehr trainierten, üblicherweise T-Shirt-freien Oberkörpern erkannten. Wir waren hier in jeder Hinsicht die Exoten. Also entschieden wir uns für eine Surflektion. Und die hatten wir tatsächlich nötig. Und auf die erste folgte eine zweite. Danach waren wir auf der Dunning-Kruger-Kurve bereits so weit, dass wir uns ohne Surflehrer mit einem gemieteten Brett ins Meer trauten.

    Während alle anderen Touristen in den überteuerten Lokalen von El Tunco essen, haben wir schlauen Füchse einen kleinen Comedor am Rande des Dorfs entdeckt, in dem wir für etwa 3 Dollar pro Person unglaublich gutes traditionelles Essen bekommen. Wir besuchen die Frau, die den Comedor schmeisst etwa fünf oder sechs Mal. Das dadurch eingesparte Geld geben wir tagsüber für frische Smoothies am Strand aus, wodurch wir das Universum wieder ins Gleichgewicht rücken.

    Wie ein Reptiloid gleicht Fabienne ihre Körpertemperatur eines Tages plötzlich der Umgebungstemperatur an. Schon bald schafft sie es auf 39.5°C womit es ihr als einzige von uns gelingt selber auch zur allgegenwärtigen Hitze beizutragen. Um die Korallen vor einer weiteren Bleiche zu bewahren begibt sie sich für den Moment nicht mehr ins Meer. Vom Strand aus beobachtet sie die brechenden Wellen und erbricht kurzerhand zurück. Einen Tag später begibt sie sich aber wieder zurück vom Kalt- zum Warmblüter.
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  • Typisch Guatemala 🇬🇹

    14 Mei 2023, Guatemala ⋅ ☁️ 30 °C

    Guatemala in Bulletpoints:
    - Frauen stets traditionell bunt gekleidet
    - TukTuk Taxis
    - Leute mit Macheten am Strassenrand
    - viele Topes (hier heissen sie Tumulos)
    - Überall Rollerfahrer
    - Jesus Sprüche auf Frontscheiben (Jesus es mi guía), die wohl die Sicht verdecken
    - "Chickenbusse": amerikanische Schulbusse dienen als ÖV Bus (bis und mit in Nicaragua)
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  • San Salvador

    19 Mei 2023, El salvador ⋅ ☁️ 31 °C

    Während unserer Surflektion lernen wir Roberto kennen, der uns später mit Santiago bekannt macht. Die beiden stammen ursprünglich aus El Salvador resp. Honduras und leben aktuell in Montreal resp. Berlin. Zusammen besuchen wir die Hauptstadt El Salvadors: San Salvador. Pascal hat vor seiner Abreise recherchiert, was er in El Salvador nicht verpassen möchte. Sehr lange scheint er nicht recherchiert zu haben, denn er nennt uns nur eine Attraktion die er unbedingt besuchen möchte: eine regenbogenfarbene Rutsche in den Vororten San Salvadors. Also machen wir uns auf den Weg dahin und rutschen die bunte Rutsche runter. Nach der Rutsche besichtigen wir die Stadt, den Markt, eine ebenfalls bunte Kirche und ein paar weitere architektonische ToDo-Listen-Einträge.Baca selengkapnya

  • Völkerwanderung auf den Volcan Santa Ana

    20 Mei 2023, El salvador ⋅ ☁️ 26 °C

    Wir verlassen unser klimatisiertes airbnb ❤️ sowie El Tunco erneut. Dieses Mal um uns auf eine Vulkanwanderung zum Volcan Santa Ana zu begeben. Roberto stösst hierbei ebenfalls dazu. Online werden wir vorgewarnt, das man neuerdings nur noch mit Guide hoch wandern darf. Wir hoffen, dass wir die Vulkanaufsichtsbehörde davon überzeugen können, dass wir keinen Guide benötigen. Aber jeder Widerstand scheint zwecklos und so müssen wir uns einer 28-köpfigen Gruppe anschliessen. Am Eingang des Trails gibt es eine Taschenkontrolle, die strenger scheint als manche Flughafengepäckkontrollen. Uns wird unser Schweizer Sackmesser abgenommen. Die Behörden scheinen kaum Vertrauen in die Menschen hier zu haben. Danach dürfen wir aber los wandern. In unserer Gruppe befinden sich einheimische, Franzosen, Amerikaner, Haitianer und X weitere Nationalitäten. Überraschenderweise scheint die Kondition in der Gruppe normalverteilt. Wir befinden uns im obersten Quantil und dürfen alle 10 Minuten eine Pause einlegen, damit die Schlusslichter schwer keuchend aufschliessen können. Auch die Schweissperlen unseres Guides legen mittlerweile mehr Distanz zurück als wir selbst. Wir vier sind derweil noch kaum ins Schnaufen gekommen und zweifeln am System der geführten Völkerwanderung. Irgendwann schaffen wir es aber alle auf den Gipfel / Kraterrand, wo uns eine herrliche Aussicht in den Krater selbst sowie starke Windböen erwarten. Das erste Mal in El Salvador haben wir ausserhalb unseres Hotel-Zimmers kalt. Später entfernen wir uns etwas von der Gruppe und nehmen unsere Chance wahr abzuhauen. So begeben wir uns alleine auf den Abstieg, steigen ins Auto und machen uns aus dem Staub. Roberto lädt uns noch ein auf dem Grundstück seines Hotels (er ist nur Gast) am Lago de Coatepeque den Tag ausklingen zu lassen. Also gehen wir mit.Baca selengkapnya

  • Eine Nacht am See

    24 Mei 2023, El salvador ⋅ 🌧 35 °C

    Nachdem wir Pascal am richtigen Flughafen abgeladen und seinem Schicksal überlassen hatten, fuhren wir zu einem See mit Blick auf die verschiedenen Vulkane der Region. Dort begegneten wir einheimischen Fischern, die uns stolz versicherten, dass wir hier gratis und vor allem sicher übernachten können. Wir spüren einmal mehr, wie erleichtert die Bevölkerung El Salvadors ist, dass die Gang-Brutalität hoffentlich langfristig vorbei ist.Baca selengkapnya

  • Montecristo Nationalpark

    25 Mei 2023, El salvador ⋅ ☁️ 27 °C

    Nach zwei Wochen durchgehend 38°C fliehen wir zur Abkühlung in die Berge von El Salvador. Genauer gesagt in den Montecristo Nationalpark. Dieser Nebelwald liegt auf einer Höhe von über 2'000 Meter und ist nur mit einem 4x4 Fahreug erreichbar. Für unseren krassen Offroadbus also kein Problem. Wir schlängeln und poltern uns 1h die Berge hoch, verlassen den tropischen Urwald, um uns schon bald in einem nebeldurchzogenen Kiefernwald wiederzufinden ❤️ Oben angekommen übernachten wir umgeben vom Nadelwald bei angenehmen 13-18°C. Tagsüber gehen wir wandern und entdecken aussergewöhnliche Vögel und Insekten. Uns gefällts so gut, dass wir gleich 3 Nächte bleiben. Wir arbeiten auch an unserem neuen Hobby: Glasperlen-Sonnenbrillen-Ketteli. Nach entspannten drei Tagen machen wir uns dann auf den Weg in Richtung Honduras.Baca selengkapnya

  • Typisch El Salvador 🇸🇻

    26 Mei 2023, Guatemala ⋅ ☁️ 31 °C

    El Salvador in Bulletpoints:
    - erleichterte Menschen (weil alle Gangmitglieder nun im Gefängnis sind)
    - Insassen als Bauarbeiter
    - sehr freundliche Menschen
    - unzählige Mangos
    - Pupusas
    - Surfen
    - unentdecktes Land
    - kaum Touristen
    - Gebäude ziemlich heruntergekommen
    - chinesische Investoren
    - wahnsinnig gute Strassen
    - kaum Topes
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  • Copán

    28 Mei 2023, Honduras ⋅ ☁️ 31 °C

    In Copan sättigen wir unseren bisher ungestillten Hunger nach Aras. Auf dem Ruinenareal werden die krächzenden Vögel täglich gefüttert, um auch ihren Hunger zu stillen. Den Hunger nach Essen. Tatsächlich werden wir nicht enttäuscht und die Aras lassen sich in Scharen von Pärchen und Familien blicken. Bei manchen von ihnen ist der Hunger so gross, dass sie sogar auf dem Boden liegende Steine fressen. Wir haben aber auch andere Vögel gesehen und manche davon waren auch ein Foto wert, wie zum Beispiel der Lesson's Motmot (der Nationalvogel von El Salvador).Baca selengkapnya

  • Bierchen zum Znacht

    28 Mei 2023, Honduras ⋅ ☀️ 30 °C

    Auf unserem Weg nach La Ceiba halten wir an der Strasse und besprechen wo wir übernachten wollen, als neben uns plötzlich Manu und Steffi halten und uns aufgabeln. Wir fahren zusammen zu einer Craft Bier Brauerei, trinken dort hervorragendes Bier und essen hervorragende Hamburger. Danach schlafen wir auf dem Brauereigelände.Baca selengkapnya

  • Utila #1

    30 Mei 2023, Honduras ⋅ ⛅ 30 °C

    Einst dachten wir, dass wir hier mindestens einen Monat bleiben und die Ausbildung zum Divemaster sowie Helfereinsätze durchführen würden. Unsere bisherigen Verzögerungen verunmöglichen das nun, weshalb wir uns nur für fünf Tage auf die Insel begeben. In der kurzen Zeit erleben wir dort dennoch so einiges. Bekannt ist der Ort insbesondere für billiges Tauchen und wenn es etwas billiges zu haben gibt, sind wir unweit entfernt und auch bereit für eine Fähre zu bezahlen, die uns da hin bringt. Einmal angekommen buchen wir kurzerhand je sechs Tauchgänge und werden kostenlos in den Schlafräumen des Tauchcenter einquartiert. Wir kriegen ein privates Zimmer. Dafür aber eines ohne Klimaanlage und ohne Ventilator. Somit gleichzeitig auch eine private Sauna, die wir v.a. Nachts total auskosten. Die Insel erreichen wir pünktlich an einem Dienstag. Pünktlich zum Tequila Tuesday. Dienstags gibt es in der einen Bar zwischen 20:00 und 21:00 Uhr gratis Tequila. Pünktlich um acht sitzen wir beide, Manu und Steffi als erstes am Tresen und bestellen die erste Runde. Und auf die erste folgen weitere. Kurz nach neun haben wir genug, verabschieden und torkeln nach Hause. Etwas später verabschiedet sich Fabienne zudem vom Tequila sowie einer statischen Welt. Am nächsten Tag verschieben wir bereits unseren ersten Morgentauchgang auf den Nachmittag, hängen dafür aber noch einen Nachttauchgang an. Zudem besuchen wir einen Freediving Kurs, den sich Simon zu seinem dreissigsten Geburtstag 🥲gewünscht hat. Der Kurs gefällt uns sehr und wir freuen uns die gelernte Theorie erfolgreich in die Praxis umzusetzen. Wir schaffen es mit einem Atemzug auf Tiefen zwischen 13 und 21 Meter. Nach dem Kurs feiern wir den Geburtstag an einem Beerpong Turnier mit BBQ und später in einem Club zu komischer Techno Musik. Es folgen noch zwei weitere Tauchgänge und zwei Nächte in einem klimatisierten Raum ❤️ bevor wir uns dann wieder auf den Weg zum Festland machen. Tatsächlich sind wir schlussendlich doch froh nicht ganz so lange wie ursprünglich geplant auf der Insel zu verweilen. Während die Besucher der Insel (vorwiegenden Taucher) viel Fisch verspeisen ist im umliegenden Meer nicht mehr wirklich viel zu finden und die Korallenriffe kommen uns seltsam leer vor. Auf der Insel selbst finden wir es für Inselleben wiederum zu hektisch, was insbesondere daran liegt, dass nur eine kleine Strasse ohne Fußwege existiert auf der viel zu viele Leute mit Motorrädern und TukTuks hin und her rasen, als ob hier jemals irgend etwas äusserst dringend erledigt werden müsste. Genossen haben wir den Abstecher aber allemal :)Baca selengkapnya

  • Wasserfall und Giftgas

    5 Juni 2023, Honduras ⋅ 🌧 33 °C

    Die erste Nacht nach der Insel verbringen wir wieder am selben Fluss im Urwald. Danach fahren wir weiter in den Süden, überprüfen aber zuerst noch einmal die Aktivität des El Fuego in Guatemala. Gemäss dem Twitteraccount der guatemaltekischen Natur- und Vulkanaufsichtsbehörde bleibt El Fuego aber weiterhin relativ inaktiv, weshalb wir nun doch darauf verzichten wieder zurück nach Guatemala zu fahren. Zur Aufmunterung werden wir auf der Autobahn von Pestiziden direkt ins Gesicht attackiert. Wir kriegen beide einen Hustenanfall und können unsere Augen kaum offen halten während uns die Luft wegbleibt. Wir schliessen die Fenster und schaffen es einigermassen zielgerichtet auf dem Pannenstreifen zum Stehen zu kommen. Der Reizhusten lässt aber erst nach, nachdem wir die Fenster wieder öffnen, etwas beschleunigen und Fahrtwind durchs Auto zieht. Erst eine halbe Stunde später merken wir dann, dass der Angriff aus den eigenen Reihen kam: und zwar von unserem Bärenspray in der Seitentüre, der ausgelöst wurde, weil wir eine Wasserflasche saudumm darauf gedrückt haben. Wohin die Sicherung des Sprays verschwunden ist wissen wir nicht. Wir haben aber daraus gelernt, dass die Sprays für Bären wohl mässig lustig sind.
    Am Abend waschen wir unsere Augen oberhalb eines schönen Wasserfalls und verbringen dort auch die Nacht.
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