Wir sind Adrian und Katharina und machen uns auf in ein kleines Abenteuer. Nach zwei Wochen "Pura Vida" in Costa Rica Anfang geht es weiter in die USA. Dort radeln wir von Atlanta bis New York. Mehr zu unseren Abenteuern erzählen wir hier!
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  • Day61

    Mutter aller Wasserfälle: Niagara Fälle

    June 3 in the United States ⋅ ☁️ 19 °C

    Die Stadt Niagara Fälle ist ein wahres Trauerspiel. Die gesamte Stadt wirkt wie ausgestorben und praktisch jeder Laden in der kleinen Geschäftsstraße steht leer, lediglich im örtlichen Casino brummt das Geschäft und der american Dream ist zum Greifen nahe. Wie kann das sein mit einem solchen Naturwunder im Ort???? Laut unsere Gastgeberin: korrupte Politiker! Was auch sonst...

    Schluss der vielen Worte! Die Bilder und Fakten dieses absolut gigantischen Wasserfalls sprechen für sich. 53 m hoch, 323 m breit und 567.811 l pro Sekunde!

    Eine Randnotiz muss jedoch noch angemerkt werden, da auf unserem Weg zu den Niagarafällen ein folgenreicher Wettstreit ausgetragen wurde.
    18 Minigolfbahnen lang stritten wir um den Sieg und vor allem um den Wetteinsatz (Der Verlierer darf kein Regenponcho an den Fällen nutzen.). Schlussendlich hat sich der Hahn im Ring deutlich durchgesetzt und gockelte freudestrahlend voran. Katharina löste ohne Murren und sogar mit freudiger Erregung ihre Wette tapfer ein! Was für eine Frau! :)
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  • Day59

    Stop in Bufallo

    June 1 in the United States ⋅ ☁️ 19 °C

    Eine weitere Stadt des Rustbelts, die sich nach den Erzählungen einiger Bewohner in den letzten Jahren prächtig entwickelt hat, ist Buffalo.
    Neben der Stahlindustrie war der Umschlaghafen für Getreide mit seinen gigantischen Kornspeichern am Ende des geschichtsträchtigen Erie Kanals der Motor der Stadt für über 150 Jahre. Hier wurde das Korn aus den großen Ebenen der USA umgeschlagen um über den Erie Kanal an die Ostküste und alle Welt zu gelangen. Noch heute lassen sich einige der damals 57 Speicher mit einer Breite von bis zu 300 Metern in der „Silo City“ bei einer elustren Bootsfahrt bestaunen.
    Ansonsten hatten wir besonders am Abend ein ungutes Gefühl in Buffalo (...von wegen prächtig entwickelt!). Angeheizt wurde dies durch mehrfache Warnungen von Leuten: „Seit ja vorsichtig“, einem Auto das komplett durchsiebt von Schüssen vor einem Altersheim stand sowie einer Schießerei mit einem Totem ein paar Blöcke vom Hotel entfernt.
    Passend dazu wurde am 01. Juni ( Memorial Day) den gefallenen US Soldaten mit Salutschüssen gedacht und amerikanischen Flaggen überall über die Stadt verteilt. Das jedes Jahr deutlich mehr Zivilisten in den USA durch Schusswaffen sterben, als US Soldaten in Kriegsgebieten, findet dabei irgendwie keine Betrachtung.

    Daher - und weil Gewalt in den USA oftmals farbige Menschen trifft- geben wir als Musikempfehlung das Lied: Buffalo Soldier von Bob Marley.
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  • Day53

    Von Cleveland nach Buffalo

    May 26 in the United States ⋅ ⛅ 19 °C

    Nach einem verschlafenen Start am Tag zuvor, war nun die Zeit gekommen um die Reifen glühen zu lassen. Ohne Unterlass und mit leichtem Rückenwind strampelten wir am Ufer des Sees entlang. Unterbrochen nur durch zwei gewollte Stops und zwei platten Reifen (Nr. 5.&6.) erreichten wir nach 150 Kilometern (Rekord!) den Zeltplatz direkt am Strand in Erie City.
    Trotz Regen und Wind, der unser Zelt aus der Verankerung riss, joggten und spazierten wir durch den benachbarten Küstenwald und besuchten die recht trostlose Stadt. An einem schnöden Fahrtag entlang des Sees braute sich im benachbarten Kanada etwas zusammen, dessen Ausmaß wir erst am kommenden Tag erfahren sollten.
    Punkt 6.30 Uhr packten wir alles zusammen und saßen kaum eine Stunde später schon auf dem Rad aber auch die frühe Abfahrt sollte uns nicht retten. Schon nach wenigen Minuten begann es zu regnen und ein ungutes Bauchgefühl machte sich breit. Was hält der Tag für uns bereit??? Regen, kalter Gegenwind und ein Temperatursturz auf 4 C! Scheiße! Zu allem Überfluss, wurden die feuchten Böen noch von drei Platten (2* Adrian & 1* Katha trotz Tubeless) begleitet, welche wir nur mit Mühen durch unsere steifen Hände geflickt wurden. Nach 7 Stunden warmzittern wurde uns in der Unterkunft auch tatsächlich warm. Gott sind Häuser eine tolle Erfindung!
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    Ich wünsche euch noch ganz viel Spaß 🥰 [Christina Lade]

     
  • Day53

    Des Pastors Weisheiten

    May 26 in the United States ⋅ ⛅ 23 °C

    Unsere Tour führte genau durch den so genannten Bible Belt. Wir fuhren durch Straßen, in denen alle 100 Meter eine Kirche stand. Jedes Dorf hat bestimmt zehn Kirchen aber nur jedes zehnte Dorf einen Supermarkt. Zum Teil sind wir 150 km an keinem Laden vorbeigekommen, in dem man frisches Obst und Gemüse kaufen kann. Mal ganz abgesehen von Orten sich in der Freizeit zu treffen oder etwas zu unternehmen - bis auf die Kirchen eben. Kein Wunder also, dass diese hier einen solchen Stellenwert einnehmen. Wir haben eine Auswahl der Tafeln der Kirchen zusammengestellt. Von unserem Favoriten gibt es leider kein Bild, aber vorenthalten wollen wir es nicht:
    "THE DEVIL HATES FAMILIES AND TRY EVERYTHING TO DESTROY THEM!"
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  • Day50

    Cleveland

    May 23 in the United States ⋅ ⛅ 23 °C

    Cleveland ist eine der Städte im Rust Belt, welche mit einem Bevölkerungsrückgang von weit über 25% zu kämpfen haben. Kohle-, Stahl- und sonstige Schwerindustrie waren einst die wirtschaftlichen Grundpfeiler des Wohlstandes. Entsprechend des Niedergangs, a la Ruhrpott, haben wir uns auf Betonödniss, Horden von Obdachlosen, Leerstand und Verfall eingestellt.
    Unsere Ankunft am Samstag Abend war sicherlich hilfreich für unsere 180 Grad Wendung bis hin zur Aussage, dass dies wohl die erste amerikanische Stadt wäre, die wir als lebendig und lebenswert einstufen würden (selbstverständlich zu 100% subjektiv!). Neben schönen Plätzen in der Innenstadt die mit Wasserspielen entzücken und einer netten Skyline sind viele Parks und Fußwege in fabelhaften Zustand und die Mühen der Stadt uns zu gefallen deutlich sichtbar. :) Unsere beiden großen Ziele am Ruhetag waren zuerst für knappe 4 1/2 Stunden die Rock&Roll Hall of Fame, in der wir uns durch die Geschichte des Rock grovten. Anschließend fuhren wir zum Edgewater Beach am Erie-See um frische Seeluft zu schnuppern und das erste Mal im See zu schwimmen. Brhhhh...
    Entsprechend der fröhlichen Stimmung und Fülle am Strand konnten wir uns auch weiterhin an diversen Musiken - nun aus Bluetooth Boxen - erfreuen.
    Ausgeruht wollten wir am kommenden Tag viele Kilometer auf den Asphalt bringen, jedoch hielt uns nach nur 3 Kilometern die USS Cod (U-Boot) mitsamt einer super Führung auf. So erreichten wir am Abend kaum mehr als die Stadtgrenze.
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  • Day49

    Way to Cleveland through Amish Country

    May 22 in the United States ⋅ ⛅ 27 °C

    Was für tolle grüne Hügel! Wir genossen eine traumhafte Fahrt durch das Cuyahoga Tal entang unzähliger Staustufen und erfreuten uns an einem richtig sepraierten Fahrradweg.
    Die Amischen leben hier noch teilweise wie vor 200 Jahren. Obwohl auch hier der Fortschritt nicht aufzuhalten ist: Die Amischen fahren zwar mit der Kutsche einkaufen (es gab Kutschenstellplätze auf dem Parkplatz!). Aber im Wagen landet bei Walmart dennoch der selbe Junk wie in den Einkaufskörben der Amis (allerdings schaffen es die Amischen im Gegensatz zu den Amis nicht selber so überdimensioniert auszusehen, wie die Packungsgrößen, in denen vieles verkauft wird).

    Das einfache Leben der Amischen damals und heute wirkt wie eine Parallelewelt zu der Pracht in den Häusern (oder eher Schlössern) des Geldadels des 19./20. Jahrhunderts, von dem wir uns bei Besuch einer weiteren Mansion überzeugen konnten.

    Auf dem wirklich wunderschönen Fahrradweg nach Cleveland durften wir zudem ein weiteres Mal Zeuge der unglaublichen Gastfreundschaft der Amerikaner werden. Livemusik am Rande des Trails lockte uns in eine Weingut. Hier wurden wir mit Hilfsbereitschaft überschüttet. Eine ältere Dame wollte uns mit zu sich nach Hause nehmen, ein Mann bot an, uns mit seinem Truck zu unserem Schlafplatz zu fahren und letztlich schliefen wir auf der überdachten Terasse des Weinguts.

    Von so viel Gastfreundschaft/Wein beschwingt/-schwipst radelten/zirkelten wir dem Ende des Ohio to Erie Trails entgegen und holten an drei Tagen mit über 100 km den "langsamen" Start wieder raus. Der Weg war so abwechslungsreich und erlebnisreich und das Radeln machte großen Spaß - ein echtes Highlight der Reise!
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    Daniela Dittrich

    Keiner Braut steht eine Radlerhose so gut wie Dir 😻 Hotes Ding, Du!

    Ute Zannoth

    Braut ? Hab ich etwas verpasst ?

    Katharina und Adrian

    Haha, nein, Ute, du hast nichts verpasst! Danke für die 💐, Dani! 😘 die Dinger sind wirklich praktisch aber gefühlt auch wirklich unsexy!

     
  • Day46

    Columbus entdecken!

    May 19 in the United States ⋅ ⛅ 19 °C

    In Columbus nahmen wir uns am Namensgeber ein Beispiel und gingen auf Endeckungstour. Wir fanden Kunst und spannende Informationen beim Besuch des State Capitals inkl. des integrierten Museums, entdeckten aus Bäumen geschnittenen Figuren in einem Park, genossen Backsteinbauten, Kopfsteinpflaster und "deutsches Essen" im wunderschönen German Village, badeten in der Sonne bei einem Picknick am Fluss und legten zwischendurch noch ne Fitnesseinheit ein. Klingt nach einem Programm für ein ganzen Wochenende? Ha, haben wir alles in 20 Stunden geschafft! (Warum auch immer, eigentlich sind wir super in der Zeit und könnten alles entspannt angehen lassen...🤦‍♀️)Read more

    Where to next

    haudiho..wie ergeht es euch denn so mit dem Radfahren.? macht's noch Spaß.? :)

    Katharina und Adrian

    Es macht großen Spaß, mal die Tage mit Regen und Wind ausgenommen (die gehören dazu, Spaß machen sie aber nicht). Wir haben uns sogar deutlich gesteigert mit den Kilometern - zumindest zwischenzeitlich! 😅 Gerade chillen wir eher ein wenig, weil wir festgestellt haben, dass wir schneller als gedacht sind. Aber ja, die Räder machen weitestgehend gut mit (bis auf zahlreiche Platten, mittlerweile auch einen bei mir trotz tubeless), die Wege sind erstaunlich gut vielerorts und das Radfahren wirklich schön! :)

    Where to next

    schön zu hören..:)..viel Spaß euch zwei beiden..und auf bald auf ein Bierchen..:)

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  • Day45

    Cinci nach Columbus. Auf einem Radweg!

    May 18 in the United States ⋅ ☁️ 18 °C

    Aus Cincinetti ging es dank "Impfkater" erst mal langsam los. Am nächsten Tag bremste uns darüber hinaus Regen ordentlich aus. Ein Glück fanden wir Zuflucht in einer Burg. Ja, eine Burg. In Amerika. Hey, wir sind im Land der unbegrenzten Möglichkeiten! Hier überlegt sich jemand, dass er aus den Steinen im Fluss eine Burg bauen möchte und tut es. Und da wir auch im Land des unbegrenzten Arbeitens sind, hört er auch bis 10 Tage vor seinem Tod mit über 90 nicht auf zu bauen. Also Leute, auf geht's, es ist nie zu spät für die eigene Burg, oder ein Schloss oder meinetwegen auch ein Gartenhaus. Auch wir schmieden seitdem hoch zu Rosse Pläne über Burgen, Türmchen, Gärten und herrschaftliche Festivitäten vom Burglord Adrian und seiner holden Maid Katharina.

    Auf dem gesammten Weg nach Columbus (und darüber hinaus) fanden wir auf einem echten Radweg Zuflucht vor LKWs und Trucks. Hier waren wir diejenigen die überholten: Rehe, Biber, Streifenhörnchen, Eichhörnchen und Schlangen!
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  • Day42

    Cincinatti: Die Deutschen und das Bier

    May 15 in the United States ⋅ ☀️ 21 °C

    Den nächste Pausentag legten wir in Cincinnati ein und wandelten dort auf den Spuren unserer Ahnen. Die deutschen Einwanderer brachten vor allem Bier nach Cincinetti und so führte uns die gebuchte Tour in alte unterirdische Braukeller (und zu anderen unter- und oberirdischen Sehenswürdigkeiten). Beschwingt und beschwipst ging es nach der Tour zum nächsten Highlight: ein Impf-Drive-Through, den wir zum Impf-Walk-Through machten. Und was sollen wir sagen, alle Gedanken, wie wir die überzeugt bekommen, uns zu impfen, waren völlig umsonst! Nichts außer unserer Impfkarte und dem Ausweis war notwendig, um den zweiten Shot zu bekommen!
    Und da die Nebenwirkungen sich erst deutlich später zeigten, konnten wir anschließend noch amerikanische Kunst im Museum bestaunen. Ein wirklich schönes und obendrein noch kostenloses Museum!
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  • Day41

    Viel Natur auf dem Weg nach Cincinetti

    May 14 in the United States ⋅ ☁️ 20 °C

    Wir verließen Louisville und fuhren in unseren vierten Bundesstaat: Indiana. Obwohl wir nur wenige Kilometer durch Indiana fuhren, machten wir ein tolle Bekanntschaft mit den Menschen dort. Während des Mittagessens quatschen wir mit der Familie am Nebentisch. Die junge Tochter hatte noch nie einen Ausländer getroffen uns guckte mit großen Augen, als Katha was auf Deutsch sagte! Doch nicht nur das: Als wir unsere Rechnung zahlen wollten, bestand die Familie darauf, diese zu übernehmen.

    Ansonsten genossen wir auf dem Weg nach Cincinatti das eigentliche Highllight der gesamten Reise: die Natur. Im Clifty Falls Park war diese so schön, dass wir die Weiterfahrt um einen halben Tag verschoben, um Wandern zu gehen. Unser Weg führte uns durch einen nie fertig gestellten Eisenbahntunnel und durch ein Flussbett bis zum Wasserfall. Im schönen Städtchen Madison (ja, es gibt auch hübsche Städtchen) gab es anschließend erst mal eine Stärkung und uns wurde endgültig klar, dass wir 110 km wohl nicht mehr schaffen würden. Ein Glück, dass Adrian bei Google einen Campingplatz fand, der etwas näher war.
    Sechs Stunden, 80 km und einen Platten (mit drei Löchern im Reifen!) später kamen wir beim Campingplatz an. Nur leider von Campern keine Spur. Stattdessen zwei Wachmänner für Ford-Trucks, die auf dem geschlossenen Campingplatz zwischengelagert werden, da es Lieferprobleme für Computerchips gibt. Der eine hatte Verständnis für unsere Lage und "schaute weg", als wir an ihm vorbei in eine ruhige Ecke des Platzes fuhren, um dort unser Lager aufzuschlagen. Sein Kollege am nächsten Tag war hingegen weniger begeistert, als er uns sah. Glücklicherweise ließ er seine Waffe jedoch im Halfter, als Adrian eine halbwegs plausibel Ausrede fand und bereitwillig seinen Namen nannte.
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