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Schätze Russlands

Ich fahre mit meinem Hund Romeo durch Russland bis an die chinesische Grenze mit meinem Wohnmobil.
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  • Day30

    Wolgograd das frühere Stalingrad

    August 19 in Russia ⋅ ⛅ 30 °C

    Wolgograd lebt auf, durch das Wasser der Wolga. Wo aber nicht regelmässig gegossen wird, wächst in der trockenen Tundra gar nichts. Es ist alles dürr und staubtrocken, was bei der Hitze von 35 - 40 Grad auch kein Wunder ist.
    Auch bei dem Hotel wo wir zur Zeit stehen, werden zwei Wiesen künstlich bewässert und die Blumenbeete sehen sehr schön aus, aber der Rest des Hotelanwesens ist dürr und trocken.
    Gestern nach dem Soldatenfriedhofes bei der Ankunft beim Hotelstellplatz sind wir als erstes zum Wolgastrand runter und haben uns abgekühlt . Das wahr eine Wohltat für Mensch und Hund.
    Heute steht uns eine Stadtrundfahrt mit der Besichtigung des gigantischen Kriegsmonuments „Mutter Heimat“ oder wie die Russen sagen „ Mamajew Kurgan „
    Auch unter diesem Monument sind Hunderttausende Soldaten verschiedener Nationen begraben, vieles sind unbekannte Soldaten. Da bei Kriegsende die Toten möglichst schnell begraben worden sind, hat man sie alle aufeinander gestapelt und mit Erde überdeckt. Später wurde auf diesem Berg ( Hügel von Mamaj ) das Kriegsmonument gebaut.
    Eigentlich besteht in Wolgograd fast alles als Mahnmahl, das es niemals wieder solche Kriege geben soll. Ich weiss gar nicht, warum die Politiker Blumen zu den Grabmalen der früheren Kriege hintragen um danach in ihre Regierungsgebäude zurück gehen um neue Kriege anzuzetteln.
    Am Nachmittag machten wir noch eine Bootsfahrt auf der Wolga und waren alsbald auch froh, wieder auf unserem Stellplatz anzukommen. Denn das schwimmen in der Wolga ist doch einiges abkühlender, als im Boot 🚣‍♀️ obendrauf zu fahren.
    Morgen geht es weiter nach Astrakhan, 440 km durch die Steppe, direkt am Wolgadelta, da wird es noch heisser!
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  • Day29

    Rossosscka der Soldatenfriedhof

    August 18 in Russia ⋅ ⛅ 29 °C

    Wir verabschieden uns von der Dorfidylle und fahren nach Wolgograd.. Wir treffen uns aber zuvor ca. 10km vor der Stadt in dem Ort Rossoschka, den genau hier hat im 2. Weltkrieg die grösste Schlacht stattgefunden , hier starben die meisten Menschen darunter auch viele Zivilisten. Wer nicht in der Schlacht umkam , starb später durch die Kälte oder am Hunger.
    Alleine auf dem S chlachtfekd starben über eine Million Soldaten, die meisten Russen und Deutsche, aber auch Rumänen.
    Gemeinsam trafen wir uns mit einer örtlichen Reiseführerin die uns über die heutige Friedensstrasse, die die russischen Gräber von den deutschen und rumänischen Gräber trennt. Eigentlich sind Worte beim besichtigen der Gedenkstätte überflüssig es überkommt einem sowieso ein beklemmendes Gefühl.
    Im Gegensatz zu den bisherigen Städten im russischen Kernland gibt es in Wolgagrad keine alten Häuser, keine typischen alte Kirchen. Nicht ein altes Gebäude überlebte die Kriegsjahre 1942/1943 ! Über eine Million Einwohner leben heute in Wolgograd, soviel Soldaten starben auch in der Schlacht.
    Da es sehr heiss war, an die 37 Grad und Romeo im Camper bleiben musste( ( besser drinnen , denn draussen)
    hatte ich auch keine grosse Lust, mir den Blödsinn der vergangenen Kriegsjahre anzuhören. Also habe ich mich abgeseilt und bin alleine die Gedenkstätte abgelaufen.
    Teilweise sind es Massengräber mit bis zu 100 Toten, ihre Namen findet man auf den Gedenkstafeln bei den Russen und auf der deutschen Seite sind es grosse Würfel mit all den Namen die man bisher gefunden hat. Den es hört nicht auf...... es werden jeden Tag immer wieder Skelette und Knochen gefunden. Beim Strassenbau, oder wenn neue Häuser gebaut werden, aber auch auf den Feldern beim Pflügen, das ist hier ganz normal.
    Die Skelette sind durch die heisse, trockene Erde meist sehr gut erhalten, auch die Gegenstände die sie bei sich trugen. Die Erde im Umkreis des Schlachtfeldes ist sehr hoch eisenhaltig, was bei dem vielen Blut das hier in die Erde floss auch kein Wunder ist.
    Nach der Besichtigung führen wir das letzte Stück noch bis in die Innenstadt , im Zentrum von Wolgograd standen wir wieder einmal auf einem Hotelgelände, da es in vielen Städten einfach noch keine Campingplätze hat und ein sicheres Übernachten am besten auf Hotelparkplätzen gewährleistet ist.
    Diesmal direkt am Wolgastrand.....
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  • Day28

    Im Kosakendorf Rogoshyn

    August 17 in Russia ⋅ ☁️ 25 °C

    Nach unserer ersten , freistehenden Übernachtung auf freiem Gelände, geht es heute weiter gen Westen. Immer schön auf der M6 mit Abwechslung ist zu rechnen, Schlaglöcher, aufgerissener Asphalt, umgekippte Lastwagen und kilometerlange Baustellen 🚧🚧 die wir teilweise befahren dürfen. Das heisst, man fährt durch aufgerissene , teilweise sandigen , unebenen Untergrund an fahrenden Baumaschienen vorbei. Man sucht sich den Weg durchs Gewühl.
    Oder man hat gerade Pech und steht vor einer Baustellenampel die gerade auf Rot springt, ..... welche Zeitschaltuhr haben sie wohl hier ? 10 Min, 30 Min oder wie heute, 60Min. ....... Eine Stunde lang darf der Verkehr nur in eine Richtung fahren und die andere Seite muss warten..... weiss aber nicht, das es über eine Stunde geht. Sonst könnte man ja gleich die Zeit von Abfang an nutzen, Kaffee kochen, lesen , Karten spielen , mit dem Hund an der Seite entlang gassi gehen, was ich dann auch gemacht habe.
    Am Anfang sind sie ja noch ruhig, mit der Zeit fängt der ein oder andere schon an mit dem Motor zu heulen, schert aus der Schlange aus und versucht nach vorne zu fahren, ..... da kommt auf der Gegenseite manchmal eine Weile kein Auto..... und gerade wenn die nach vorne preschen, kommen wieder welche. Jetzt wird’s spannend, da ist Fernsehen langweilig dagegen...... sie können nirgends sich in die geschlossene Autoschlange einfädeln, dann fahren die einfach das Bord oder den Abhang hinunter und bleiben teilweise stecken . Andere fahren auf dem Baustellenzufahrtsweg entlang und sauen sich ihre Autos ein, die sehen soooo was von dreckig aus , so was hab ich noch nie gesehen. Manche Szenen hätte ich Filmen sollen, da ich sowas aber nie erwartet hätte, was ich da alles erlebe in so einer Staupause, kam ich immer zu spät , Malt euch in eurer Fantasie die verrücktesten Sachen aus, was man in einem Stau machen könnte, um da raus zu kommen, dann seit ihr vielleicht der ein oder anderen Szene schon nahe dran!
    Kein Wunder , das denen ihre Autos so schäbig, klapprig und zerbeult aussehen.
    ........ Und wenn dann mal ein Auto den Geist aufgibt, wird es nicht etwa abgeschleppt und in eine Werkstatt gebracht, .... nein, es wird hier, genau an der Stelle , auf dieser Fahrspur repariert. Reifen gewechselt, die Kühlhaube geöffnet , die legen sich wagemutig unters Auto , als ob es der sicherste Platz auf der Welt wäre. Alle anderen müssen da bremsen, umfahren , ausweichen.... auch auf der Autobahn !!!!
    Ach ja, die Angehörigen sitzen entweder auf der Leitplanke und sehen zu oder überqueren die Strasse, auch Autobahn und warten bis die Karre wieder läuft.

    Was aber auch ganz schön ist, sind immer wieder die kleinen Stände , manchmal aber auch nur die Mamutschka die ihre paar Kartoffel oder Tomaten die sie aus ihrem Garten hat , als Zustupf verkaufen möchte. Frische Pfifferlinge sind momentan oft im Angebot und natürlich alle Arten von Melonen , viel Honig , aber auch Früchte.
    Habe mir heute eine Wassermelone, 4 gr. Tomaten, 5 Birnen und 3 Landgurken gekauft und dafür 150 Rubel bezahlt, da bekommt man ein schlechtes Gewissen..... das sind gerade mal 1.70 Fr.
    Wie die damit leben können, ist mir echt schleierhaft ?!?
    Als ich meine heutige Tour von 310 km zu Ende hatte, bin ich die letzten 8 km auf einer sandigen Schotterstrasse in das kleine Dorf von Rogozhin gefahren.
    Wir nächtigen heute Nacht auf der grossen Wiese neben der Schule des Dorfes.
    Als ich ankam, sah ich , das schon alles aufgebaut und vorbereitet worden ist.
    Für die paar Einwohner ist es jedes Jahr wie ein grosses Dorffest, wenn die Gruppe mit den fahrenden Häusern aus Deutschland 🇩🇪 & 🇨🇭 kommen.
    So standen die Männer und Frauen in ihren Uniformen und schicken Kleidern schon bereit und auch ein grosser Tisch mit vielen traditionellen Gerichten stand schon geschmückt mit Blumen da.
    Wir mussten nur noch Tisch und Stühle auspacken und in einem Halbkreis aufstellen , dann ging das Fest auch schon los.
    An dem Abend gab es Gesang, Tanz und fast alle wurden im Kreis der Kosaken aufgenommen, natürlich NUR mit Vodka.
    Selbstgebranntes und unbekanntes.... auf alle Fälle bin ich ins Bett gefallen und wusste nicht wie liegen. Auf der rechten Seite ging es gerade noch, auf dem Rücken liegend drehte sich alles und auf der linken Seite hätte ich wahrscheinlich mich übergeben. ..... dabei habe ich schon das ein oder ander Glas der Wiese gespendet. Es reicht schon , das unser Kapitän 👩‍✈️ Michael , von der Mosel Schifffahrt , einfach umkippte !! Der wurde vom vom „Obergiggolo“ des Dorfes so richtig abgefüllt und als ich zur Kosakin gekürt worden bin, warf sich der Kerl mir auch noch zu Füssen. ....

    Es wurde spät und wir hatten alle viel zu Lachen, die Dorfbewohner , ob jung oder alt, Kosaken wie auch die Sängerinnen und Sänger 👩‍🎤 👨‍🎤 und natürlich auch wir Gäste . Wir verstanden uns je später der Abend wurde, immer besser !
    Ohjee, wie wird wohl das morgige Aufstehen sein???
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  • Day27

    Bolschaja Lipowiza

    August 16 in Russia ⋅ 🌧 17 °C

    Heute ist Fahrtag und ich bin darüber sehr froh..... keine Lust mehr auf Stadt.

    Als ich alles gepackt hatte, war ich wieder mal die letzte, aber macht nicht, hole sie immer wieder ein.
    Da wir heute eine lange Strecke von 470 km vor uns haben, sind meine Mitreisenden schon früh los.
    Ich wollte aber vor der Fahrt mit Romeo noch mal eine schöne Runde durch den Stadtwald machen und mir die Huskys nochmals anschauen.
    Da gestern gegen Abend, bevor ich die Neuankömmlinge aus der Schweiz getroffen habe, ist Romeo nämlich in den einen Teich geplumpster, auf der anderen Strassenseite des City Campingplatz .
    Da waren wir die letzten Male auch, aber überall wo er versuchte ans Ufer zu kommen um zu trinken, ging es nicht. Alle drei Teiche die da sind, sind mit Baumpfählenen als Uferabgränzung. abgesichert und alle zu hoch, so das keiner ins Wasser gehen kann und Hunde da auch nicht drankommen. Es stehen auch überall Schilder mit Schwimmen verboten, aber keiner konnte uns sagen, WARUM ???
    Aber bei der Stadtrundfahrt erfuhren wir von Irina, das alle Gewässer, auch die Mosqua, total verdreckt und unrein sind, da viele Abwässer und teilweise auch Kanalisationsrohre in die Gewässer fliessen und das Wasser für die Menschen ungesund ist.
    Als Romeo da reinplumste , könnte er sich nur mit Mühe an den so weit oben stehenden Holzpfählen festhalten, da wäre er alleine nie rausgekommen, da sein Hintern mit dem schweren Wasserfell zu schwer war.
    Als ich ihn rausgezogen hatte, sah sein weisses Fell schwarz aus, meine Hände und meine Hose ebenfalls... und er stank wie ein Güllefass , genauso auch meine Hände! Einfach nur ......Igit !😖
    Darum gab es gestern Abend noch ganz grosse Fellwäsche mit Hundeschampoo und viel sauberem Wasser, sonst wär mir der „ Stinksack“ für längere Zeit nicht mehr ins WoMo gekommen.
    Irina hatte also Recht, es sind regelrechte Abwasserteiche ....... für eine anständige ÿ und ein gut funktionierendes Abwassersystem ist aber kein Geld da, es müssen doch all die Kirchen und Paläste mit Gold verziert werden...... da kann man nur noch den Kopf schütteln.

    Die heutige Fahrt geht in das Gebiet von Tula, das bekannt ist für seine köstlichen, grossen Lebkuchenkekse., Prjaniki! An den Strassenseiten sassen die Mamutschkas und verkaufen ihre Lebkuchenkekse.
    Nun fängt das Abenteuer richtig an, wir fahren die südostwärts Route, die weitab der klassischen Touristenrouten liegt . Riesige Felder mit dunkler, fast schwarzer Erde , Auenland und Birkenwälder wechseln sich ab.
    Wir nächtigen heute Nacht auf einer malerischen Wiese in der Nähe des Dorfes Bolschajal Lipowiza

    Komme gegen 16.00h da an und war ganz unsicher, ob ich den auch richtig bin, de nn es ist noch keiner da, obwohl die alle viel früher losgefahren sind !
    Als dann der erste ankam, verglichen wir unsere Navis und sagten uns, das muss die Wiese sein...... na ja, ein staubtrockenes, Etwas, was vielleicht mal eine Wiese war ! Vertrocknete Büsche und Unkraut, und vielleicht gab es auch mal Gras.... und viele vertrocknete Kuhfladen und Schafskacke.

    So langsam trudelten alle ein, aber Gott sei danjnk merke ich schnell, das ich meinen Camper prompt neben ein Wespennest gestellt habe, !!! Auweia, nicht schon wieder, ..... also schnell , weit weg von hier, stellte ich mich auf die andere Seite der Wiese. Meine Wespenstiche , die ich zu meinem Geburtstag bekommen habe, sind noch nicht verheilt und Jucken noch immer !

    Heute stellten wir wieder unsere Tische und Stühle als lange. Tafel auf und asen gemeinsam bei der untergehenden Sonne 🌞 unser Abendessen.

    Morgen fahren wir weiter , wir sind um 17.00h eingeladen im Kosakendorf Rogozhin.
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  • Day25

    Camping in Moskau

    August 14 in Russia ⋅ ⛅ 19 °C

    Noch ein paar Fotos zu diesem Tag.
    Habe das Handy voll mit Fotos und Videos, kann aber nur 10 davon hoch laden.

    Dabei sind wir doch noch mit der Moskauer Metro gefahren.... und das ist schon eine Sache , die man in Moskau unbedingt machen und sehen sollte.
    Also ein bisschen tricksen😜

    Wenn wir morgen ins Gebiet von Tula fahren , wird es danach teilweise schwierig mit Netz..... lasse mich überraschen!
    Aber ich bin sehr froh endlich Natur erleben.... genug Kirchen ....gesehen!
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  • Day25

    ein ganzer Tag in Moskau

    August 14 in Russia ⋅ ⛅ 20 °C

    So märchenhaft Moskau bei Nacht aussah, ist es bei Tag doch nicht mehr so ganz. Es gibt die schönen, glänzenden vorzeige Objekte ... und dann dreht man sich um und denkt nur Ohhjee 😮

    Die Führung begann, ganz klar im Kremel. Der heutige Kremel hat eine gesammtfläche von 28 Hektar und die Mauerhöhe beträgt zwischen 12-19 Metern. Die erste Festung ist aus Holz im 12 Jh gebaut worden, nach Bränden und Kriegen ist man im 15. Jh dazu übergegangen das Ganze grösser und aus massiven Stein zu bauen. Dazu holten sie sich Architekten aus Italien nach Mosqua und im Laufe von 200 Jahren wurde der Kremel mit 20 m dicken Mauen in der Form eines Dreiecks gebaut. An jedem dieser Eckpunkte entstanden riesige Wassertürme , so das die Menschen innerhalb des Kremels alle gut mit Wasser versorgt währen, wenn es zu einer Belagerung kommen sollte.
    7 Türme inkl. der drei Wassertürme stehen in der Kremelmauer , im Kremel stehen 9 Kirchen, der Zarenpalast und natürlich das Regierungsgebäude.
    Neben dem Zarenpalast steht das Frauenhaus mit der Marienkirche, welche 11 vergoldete Kuppeln hat
    Gleich daneben die grosse Zarenkathedrale in der alle Zaren gekrönt wurden. Ein Prunk ohne Ende......vom künstlerischen Aspekt her faszinierend bis zum höchsten Level.
    Menschlich gesehen ,.......da kommen die ärmsten der Armen mit ihren letzten Rupien und kaufen sich eine Kerze, bitten um Heilung oder Hilfe , knieen. sich mehrmals hin , einige legen sich sogar flach auf den Boden, in der Hoffnung alles möge doch irgend wie helfen. Der Glaube ist noch alles was sie haben.
    Mitten in der Stadt die neuste und genauso prunkvolle Kathedrale. Die Gegensätze sind hier einfach um ein Vielfaches grösser, als im ganzen Deutschsprachigen Raum.
    Was uns in diesem exklusiven Einkaufszentrum GUM auch stark aufgefallen ist ,
    es stehen in jedem dieser Nobelboutiquen sehr schick angezogen Verkäufer / innen aber kaum potenzielle Käufer.
    Hauptsache , alles was Rang und Namen hat , muss hier vertreten sein, auch wenn von diesen edlen Klamotten kaum was über den Ladentisch geht.
    Am Nachmittag noch eine kleine Bootsfahrt auf der Mosqua und am Abend sind wir alle vom SeaBrdge/ Abendteuer Ost Team zum Grillen auf unserem Campingplatz eingeladen.
    Nach so einem Laufpensum ist es schon anstrengend, danach noch gross was für sich zu kochen. Da lässt man sich gerne einladen.
    Wir bauten eine lange Tischreihe und sassen gemütlich beisammen...... bis der Regen uns so gegen 21.00 Uhr alle schnell zusammen packen lies !

    Macht nichts, morgen früh geht es schon zeitig los, es sind 470 km zu fahren.... und es sollen nicht die besten Strassen sein!

    Als ich gerade am packen und Wassertank füllen war, spricht mich doch tatsächlich eine Schweizerin an, sie kommt aus der Nähe von Steckborn und er ausserhalb von Zürich. Diese beiden sind auch so richtige Globetrotter und reisen seit über 2 Jahren mit ihrem Wo Mo durch die Welt, überall wo sie mit ihrer 13 Jahre alten Hündin willkommen sind.
    Ja, da hatten wir uns noch viel zu erzählen und es wurde später als ich wollte.... war aber toll 😊
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  • Day24

    Sergiev Possad nach Suzdal

    August 13 in Russia ⋅ ⛅ 23 °C

    Ein wirklich sehr schöner Campingplatz sind wir hier angefahren und die Lage am Fluss ist richtig schön.
    Juhui.......es gibt Wsschmaschienen, gleich mal ausnützen.
    Bin als dritte von unserer Gruppe hier angekommen und es heisst, wir dürfen uns auf dem bisher leeren Platz nur auf einer bestimmten Seite hinstellen, denn es kommen noch g a n z viele Italiener , die bräuchten auch noch Platz.
    Ich habe mir aber noch ein schönes Plätzchen aus suchen können, schön unter ein paar Birken, wo ich Romeo gut an einen Baum festmachen kann.
    Nach der grossen Erkundungs- Gassi -Tour erstmal mit waschen beginnen.
    Abends um 19.00 Uhr ist Meeting wo wir die Infos für die nächsten 2 Tage bekommen. Dann bekommen wir alle einen grossen Becher Kwas, ein russisches , leicht gegärtes Getränk, und ein Stück Lebkuchen , der eine Füllung in der Mitte hatte, was ich nicht so genau zu ordnen könnte . Irgend was russischen hald, aber die Appenzeller Biberli schmecken mir besser!
    An dem Abend haben Dyma und Sascha und einiges über Russland erzählt, politische, geografische Dinge aber auch wie sie hier in diesem Land mit ihren Familien leben. Was die Menschen verdienen und das ist nicht viel , wieviel Rente sie ca. bekommen. Wie die Wohnsituationen , Schulen, Kindergärten ect. sind. Nicht die Besten Aussichten für das Volk ....... !?!
    Am nächsten Morgen Stadtrundfahrt duch dieses alte und sehr malerische Städtchen, das viele alte Häuser in ihrer früheren Bauweise erhalten hat . Es dürfen hier auch keine neue Häuser in einem anderen Baustiel oder höher als 2 Stockwerke hoch gebaut werden. Das Holzhaus soll auch zur Strassenseite hin, die Fensterumrahmungen mit geschnitzten Ornamenten verzieren und sich klar an die Bauvorschriften halten, sonst gibt es keine Baugenehmigung.

    In dem kleinen Städtchen leben gerade mal 8000 Personen , aber es stehen 30 Kirchen im ganzen Stadtbereich. Meist gleich 2 Kirchen neben einander, die Sommer - und die Winterkirche. In der Winterkirche wird geheizt und ist meist etwas kleiner.

    Danach sind wir zum Marktplatz gefahren und haben uns da etwas umgesehen und vor allem was gegessen, den ab 14.00 Uhr wollten wir uns alle wieder treffen und eine Honigwein Verköstigung gönnen.

    Ich wollte mich da auf alle Fälle etwas zurück halten, aber als wir in das bemalte Kellergewölbe geführt wurden, stand schon alles bereit. Grosse dunkle, derbe Holztische und Bänke und für jeden von uns ein Tablett mit 12 Tontassen gefüllt mit einer Flüssigkeit.
    Von links nach rechts wird alles , ein Tonbecher nach dem anderen, zu jedem gab es eine kleine Anekdote oder eine kleine Geschichte dazu und jeder hatte eine andere Geschmacksrichtung.
    Der erste ein ganz normaler Honigwein, dann kamen die gemischten, mit Zimt, Kardamon und Ingwer, mit Minze, mit Meerrettich, mit Bier, mit..... ich weiss nicht mehr alle, obwohl ich überall nur ein , zwei Schlücke nahm...... ich war fertig mit der Welt. Raus in die frische Luft..... aber mir ging es nicht mehr gut😣🥺

    Eigentlich wollte ich nur noch auf den Liegestuhl und mich erholen, aber nie netten Herren aus der Gruppe wollten die Zeit nutzen und nochmal nach meiner Heizung schauen. Auch bei meiner Toilettenkassette stimmte was nicht und musste repariert werden. So gab sich das eine mit dem anderen..... und mein Liegestuhl blieb unbenutzt stehen.

    Als die Toilette wieder funktionierte, die Heizung leider immer noch nicht, ging es mir immer schlechter.
    Wollte eigentlich noch eine Maschiene Wäsche machen, aber die Italiener, die mittlerweile mit fast 30 Wohnmobilen den ganzen Campingplatz zugeparkt hatten, belagerten regelrecht die zwei Maschinen. Also konnte ich das vergessen, ausser ich hätte mich direkt davor gesetzt .... dafür ging es mir aber zu mies.
    Ich sagte somit auch die Abendveranstaltung ab, Einladung vom Reiseveranstalter zum Russischen Abendessen mit Folkloregruppe.

    Ich wollte nur noch liegen und schlafen.
    Da wir am nächsten morgen früh losfahren wollen, es geht in die Innenstadt von Moskau ...... und je früher , umso eher schaffen wir es , die Zeit wo es am wenigsten Stau hat, zwischen 11.00 - 15.00 Uhr als Einfahrt zu nutzen.
    Um 21.00 Uhr lag ich im Bett und schlief mich gesund !
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  • Day23

    Sergiev ..... und ihr Heiliger Sergijus

    August 12 in Russia ⋅ ⛅ 19 °C

    Es wahr ein mal eine arme , russische Familie mit 6 Kindern . Ein Mädchen und 5 Jungs. Als der jüngste ca. 6 Jahre alt war, erschien ihm die Mutter Gottes und gab ihm die Aufgabe auf, an einem bestimmten Ort eine Kirche zu erbauen. Ein Engel , der neben ihr stand , soll dem Jungen ein Bild von diesem Ort vor seinem geistigen Auge 👁 erscheinen lassen .....mit diesem Bild in seinem Herzen ist er am nächsten Morgen aufgewacht und hat es seinem ältesten Bruder erzählt.
    Die beiden Brüder besprachen sich und weil der Glaube alles wahr , was sie hatten und sie sich berufen fühlten, diesen Wunsch zu erfüllen, machten sie sich auf den Weg.
    Da wo heute das grösste russisch-orthodoxe Kloster von ganz Russland steht, ist der magische Ort, an den Sergijus geführt wurde. Mit seinem Bruder zusammen bauten , Anfang des 14. Jh die beiden die erste , einfache Kirche mitten auf einer Waldlichtung. Bald schon stellte sich heraus, das der Junge Sergej nicht nur mit all den Tieren kommunizieren konnte , er heilte sie auch und bald darauf auch die Menschen. Das sprach sich schnell herum und immer mehr Menschen kamen zu den beiden Brüdern um mit ihnen zu beten und Heilung von Sergej zu bekommen.
    So standen bald darauf 12 Mönche bei ihm vor seiner Holzkirche und sie bildeten eine Gemeinschaft , dafür verliess der ältere Bruder ihn und ging zurück zur Familie. Es bildete sich somit eine Runde , wie bei Jesus und seine 12 Apostel und genau so wirkte und arbeitete diese Gemeinschaft.
    Viele reiche Leute aus Moskau , sogar der Zar, Peter der Grosse kamen zu dem kleinen Ort, zum jungen Sergej um sich Rat oder Heilung zu holen, brachten dadurch viel Geld und kostbare Dinge mit.
    Sergej lies einen grossen Schutzwall , Kremel , darum bauen , um die neu gebauten Kirchen und Häuser vor den wildernden Tartaren zu schützen.
    Es war das erste Kloster , das mit seiner hergestellten , erzeugten Ware Handel trieb. Das machten sie so gut , das es auch bald das reichste Kloster aller Klöster wurde. Sie hatten sogar eigene Schiffe, mit denen sie ihre Ware vertreiben konnten.
    Sergijus wurde vom obersten Bischof für selig gesprochen und bekam die höchste Auszeichnung als Abt um nun dieses Kloster offiziell leiten zu dürfen.
    Heute leben nich über 300 Mönche im Kloster, einige auch als Einsiedler in den umliegenden Wäldern so wie Sergijus am Anfang. Es gibt eine Klosterakademie mit über 1500 Studenten und viele Seminare such für Externe.
    Als Sergijus starb, wurde er unter seiner Holzkirche begraben. Leider brannte sie bei einem Grossbrand ab und man baute genau auf diesem Platz eine neue Kirche,
    Bei der Ausgrabung des Leichnams von Sergijus, der bis zum Brand schon 14 Jahre unter der Erde lag, war sein Leichnahm noch voll erhalten,. In der neugebauten Dreifaltigkeitskirche des Heiligen Sergijus wird sein Leichnam jetzt in einem gläsernen Sarg aufgebahrt und tausende von Pilgern, Gläubigen und vor allem Touristen ( Chinesen in Scharen) stehen Stunden lang in der Warteschlange um sich den Sarg anzusehen.
    Heute stehen 30 Kirchen , eine Prachtvoller als die andere auf diesem ganzen LAWRA ( d. h. Kloster des höchsten Ranges) . Einige Kirchen sind schon jahrelang geschlossen. Eine ist noch nie geöffnet worden und Mönche die hier schon Jahrzehnte leben, haben sie noch nie von innen gesehen!

    Ja ich wäre sehr gerne in diese Kirche vom heiligen Sergijus reingegangen, aber vor dem Haupteingang stundenlanges Anstehen..... keine Zeit und keine Lust.
    Hinten an der Kirche war wie so eine kleine Kappelle angebaut, da stand niemand! Ich also hin und war schon in so einem kleinen Vorraum, hörte auch, das da eine kleine Messe war, wurde aber von einem Mönch ganz nett wieder nach draussen gebeten. Wahr nur für Mönche ...
    Ich wollte aber unbedingt einfach mal die Energie von dem Platz, auf dem diese Holzkirche von dem Heiligen Sergijus stand spühren , wahrnehmen, .....das sind meist immer sehr Energetische Orte......
    Draussen wieder vor der Türe, da hinter der Kirche, alles Menschenleer, sehe ich links an der Aussenwand eine weisse, getünchte schmale Treppe hochgehen, bis fast unter das Dach der kleinen angebauten Kappelle, genau da setzte ich mich hin......
    Auf einmal war es ganz still 🤫 null, nix mehr von all dem Lärm, dem Gewusel der tausenden von Leuten die vorne auf den Kirchenplätzen rumrennen..... ich schloss die Augen und meditierte ganz für mich!
    Hätte ich in meinem Handy nicht die 20 Min . im Wecker eingegeben, ..... ich hätte wahrscheinlich den Bus verpasst....
    Diese Energie wahr unbeschreiblich stark, ich bekam richtig heisse Füsse und meine Handflächen kribbelten wie verrückt.
    Es gibt immer wieder Erfahrungen zwischen Himmel und Erde, die kann man nicht in Worte fassen ......energetisierend, ein grösser - weiter werden, liebe 💕 unendliche Liebe 💖 in jeder Zelle, sanft und doch durchdringend ......,, Wellen die durch den ganzen Körper Strähnen....einfach nur schön !

    Als sich mein Handy in meiner Gesässtasche bewegte, kam ich ganz langsam wieder zurück ins Hier und Jetzt, öffnete ganz langsam meine Augen.... und blickte direkt in die traurigen Augen einer Frau , sie lehnte unten am Fuss der Treppe an der Kappelenwand und schaute zu mir hoch!
    Dachte wahrscheinlich, sie hätte mich gestöhnt.... aber ich war sooo weit weg, da stöhrt nichts. Als ich langsam die Treppe runter lieg,, stammelte sie so was wie eine Entschuldigung in Russisch vor sich hin, .... ich sah aber nur ihren Kummer in ihren Augen.....lächelte sie an ... und nahm sie in den Arm ......ich hatte sooo viel Energie in mir, die musste ich jetzt sofort mit jemandem teilen. Als ich mich von ihr lösste , liefen mir nur so die Tränen aus den Augen......habe ich ihr den Kummer abnehmen können??

    Bin froh, das ich im Bus einen Einzelsitz habe, so kann ich das erlebte noch etwas nach wirken lassen.
    Beim Campingplatz angekommen, gehe ich mit Romeo gleich noch ne Runde spazieren, Barfuss durch die Wiesen und den Wald, das kühlt nicht nur die Füsse, sondern auch den Kopf!

    Am frühen Nachmittag gehts weiter zum nächsten Ort auf unserer Karte,
    Die Fahrt nach Suzdal, auf dem so genannten goldenen Ring , ach die 200 km mach ich doch auf einer Backe!
    Los geht’s.....
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  • Day22

    Moskau bei Nacht ....

    August 11 in Russia ⋅ ⛅ 27 °C

    Unser City Campingplatz ist richtig schön, um mich herum nur Bäume und eine kleine Wiese für Romeo.
    20m neben meiner Campertüre gibt es doch tatsächlich einen Fitnessplatz mit Outdoorgetäten und Hantelscheiben.
    Die werde ich auf alle Fälle heute mal testen.
    Mit Romeo gleich mal eine Runde durch den Moskauer Stadtwald machen. Kaum verlasse ich das abgezäunte Gelände und gehe dem Waldweg entlang, komme ich ca. 150 m weiter auf ein anderes Eingezäuntes Gelände, wo an den hohen Zaunwänden riesige Bilder von Huskys hängen.
    Aber Romeo ist von den Hunden schon gewittert worden.... und das Geheule geht gleich durch das ganze Rudel, ein ohrenbeteuerndes Heulen hallt durch den ganzen Wald...... es müssen ca. 20-30 Hunde sein die wir da aufgemischt haben.
    In Zukunft nehmen wir den entgegengesetzten Weg !
    Um 20.00 Uhr kommt der Bus und holt uns für die Fahrt zum Kremel bei Nacht ab.
    Auf dem roten Platz überrascht erstmal die entspannte und angenehme Atmosphäre und die märchenhafte Beleuchtung, der umliegenden Gebäude.
    Leider ist der rote Platz fast komplett eingezäunt , mit Bühnen und Stühlen voll gestellt. Es sind die Vorbereitungen für das grosse Fest der Militärmusik Gruppen. Aus 40 Ländern kommen die Militärkappellen, aber auch Pferdedressuren und die reitenden Husaren werden hier Vorführrungen geben.
    Auch das Edelkaufhaus GUM ist beleuchtet, als ob schon Weihnachten währe....... dann treten wir vor die grossen Eingangstore und der Himmel zur Strasse zum GUM leichtet wie die Milchstrasse.
    Der Kremel, die wunderschöne Basilika und auch der der Park gegenüber, es fasziniert uns alle.
    Um Mitternacht bringt uns der Bus wieder zurück und ich Fälle totmüde ins Bett.
    Morgen ist der ganze Tag Kremel und Bootsfahrt auf der Moscqua angesagt.
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  • Day22

    Moskau..... wir komnen....!

    August 11 in Russia ⋅ ⛅ 22 °C

    Morgenstund hat Gold im Mund..... auf alle Fälle fühle ich mich so!
    Bei der Morgen-Gassi - Runde , Barfuss durchs Taufrische Gras so am Fluss entlang , einfach nur schön und idyllisch .
    In unserer Gruppe ist schon wieder richtige Aufbruchstimmung. Meine „ lieben älteren Herrschaften“ fallen einfach zu früh aus ihren Betten.
    Die ersten fahren schon los, da im Reiseprotokoll steht, so zwischen 7 - 9.00 Uhr loszufahren. Also ich trinke erstmal Kaffee und mach mir mein Müsli.....und dann pack ich ein...... !
    200 km bis Moskau, wer will kann sich kurz vor der Stadt beim abgemachten Treffpunkt mit Dyma unserem Scout treffen und im Konvoi durch den äusseren Ring in die Stadt fahren. Unser Campingplatz liegt mitten in der Stadt in einem Stadtwald.
    Als ich ca. 80 km vor der Stadt war, meldete ich meiner Gruppe einen Blitzer auf der rechten Seite.
    Prompt bekam ich Antwort, von Dyma, das ich etwas langsamer fahren soll, er schicke mir gleich die Koordinaten einer Truma-Servicestelle.
    Ja, kam gerade zur richtigen Zeit, 7,5km weiter kam gleich die Ausfahrt...... noch einige Ecken weiter, in diesem sogenannten Industrieviertel und ich stand vor einem Abbruchreifen Gebäude. Davor stand ein Mann, winkte mir zu und öffnete mir sofort die Schränke, winkte mich durch und zeigte auf ein Gebäude zu dem ich fahren soll.
    Der nächste Mann kam aus dem Gebäude gerannt und begrüsste mich mit „Guten Tag, Madam“ !
    Das war leider alles, was er auf Deutsch könnte, auch mit englisch war nichts zu machen....... aber in der heutigen Zeit des Handys..... und Google translaiter , alles kein Problem. Wir sprachen übers Handy perfekt miteinander 😀🙏.
    Dyma hatte sie schon per Telefon instruiert das ich komme, somit wussten sie über mein Problem schon Bescheid.
    Eine Stunde später, .....das Laptop direkt an der Heizungselektronik angeschlossen, hatte ich 30° aufgeheizt in meinem WoMo und es lief zum ersten Mal heissesWasser durch meine Wasserhähne!😀 Wow...bin ich froh darüber ! Noch schnell bezahlen und dann weiter........1500 Rupien, ca. 17.-Fr
    für eine Std. Arbeit , für Romeo eine Schale Wasser und ich bekam fürs warten einen Kaffee und ein Eis. So ein Service... und das in einer Bruchbude, .... da währe ich nie von alleine hingefahren!

    Jetzt noch die Koordinaten für den City Camping SOKOLNIKI eingeben und dann ab ins Getümmel vom Moskauer Stadtverkehr!
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