• Susan und Didi
  • Susan und Didi

Azoren - Paradies im Atlantik

Ein Foto auf dem Bildschirmschoner im Büro war die Initialzündung "Genau da müssen wir hin!". Les mer
  • Wenn du nicht gelaufen bist, ...

    16. juli 2022, Portugal ⋅ ☀️ 24 °C

    ... hast du nichts gesehen!

    Das trifft auf dem heutigen Tag definitiv zu. Der Wasserfall liegt idyllisch, aber der wäre auch mit dem Auto erreichbar gewesen.
    Allerdings entdecken wir auf dem Rückweg, den die Autotouristen folglich nicht laufen, ständig austretende Dampfschwaden. Wir gehen weiter und sehen etliche Schilder, mit den Hinweisen, sich nicht in den Vertiefungen aufzuhalten oder gar hinzulegen. Camping oder Picknick wäre wegen des austretenden CO2 fatal. Überall sehen wir an Mauern, Wald, Wegrändern, ja sogar zwischen Bäumen Dampfwolken aufsteigen. Am Wegesrand kann man vorsichtig hinein fassen. Das ist wirklich sau heiß, aber irgendwie total faszinierend.
    Auf dieser Insel muss man einmal Cozido gegessen haben. Warum dorthin fahren, wo Busse tonnenweise die Leute hinkarren? Gehen wir doch dorthin, wo wir beim Loslaufen die Kochstellen entdeckt haben. Irgendjemand wird schon dort aus gutem Grund gekocht haben.
    Wir bestellen Pão de Alho (Knobibrot), Bier und ein geothermales Gericht Cozido à "Tavares de Brum". Das wird bei 90/100 Grad für 6 bis 7 Stunden mit geothermischen Dampf gegart. In diesem Eintopf sind Rind, Schwein, Huhn, Kohl, Möhre, Rote Wurst, Blutwurst, Yamswurzel, normale - und Süßkartoffeln. Im Prinzip wie eine Suppe nur in Stücken. Wir hatten echt zu tun, das Ein-Personen-Gericht zu zweit zu schaffen.
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  • Wasser, Wasser und nochmal Wasser

    17. juli 2022, Portugal ⋅ ⛅ 22 °C

    Wir checken die Wettercams der Insel und entscheiden uns heute für die Küste. In der Hochebene sind zu viele Wolken und damit keine Sicht, so dass wir auf dem Rückweg über die Berge fahren werden.
    Zuerst Schnellstraße, dann über Land und letztendlich ein Dreckweg in den Süden mit gigantischen Schlaglöchern. Kurz zweifeln wir, ob wir richtig sind und sehen kurz darauf das kleine Dorf Remédios, wo wir parken und starten.
    Der heutige Tag wird viel mit Wasser zu tun haben.
    Gemütlich geht es an Wiesen vorbei bis wir den ersten Tunnel erreichen.
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  • Janela do Inferno und viele Aquädukte

    17. juli 2022, Portugal ⋅ ⛅ 22 °C

    Als wir Licht am Ende des ersten Tunnels sehen und nach über 50 Metern am anderen Ende wieder herauskommen, stehen wir mitten im Wald. Überall ist Wasser und wir folgen einem abgelegenen, wilden Flusstal mit zahlreichen Wassersammelstellen, wo das Wasser über Aquädukte in den Süden geleitet wird. In den Leitungen durch die alten Aquädukte plätschert es sehr. Mal müssen wir unter diesen Wasserstraßen durch, mal darüber klettern, mal führen Treppen entlang. Ich kann nicht sagen wie viele das waren.
    Am Ende das engen Tales kommt aus circa 10 Meter Höhe aus einem Loch im Fels ein Wasserfall, mit dem märchenhaft klingenden Namen "Höllenfenster". Auf der gegenüberliegenden Seite geht es talauswärts weiter.
    Der letzte Tunnel ist über 70 Meter lang, mit Knick in der Mitte und immer niedriger werdend. 1,50 Meter waren für uns ein komisches Gehen. Halb bücken, halb watscheln - irgendetwas dazwischen.
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  • Lagoa do Fogo

    17. juli 2022, Portugal ⋅ ⛅ 22 °C

    Heimwärts fahren wir einmal von Süd nach Nord über die Insel ohne Schnellstraße, dafür mit schön vielen Kurven. Oben können wir schon die Wolken sehen. Kaum sind wir in den Wolken, wird es kälter. Angenehme 17 Grad. Ein Foto vom aktiven Vulkan Água de Pau mit Kratersee war vorerst nicht wirklich möglich. Kaum fahren wir auf der nördlichen Seite wieder hinab, sind wir unter den Wolken und können den schönen Kratersee sehen und dahinter den Atlantik.
    Zu Hause angekommen, ist es so warm, dass wir direkt zum Strand gehen, der direkt in unserer Nachbarschaft liegt. Die Wellen sind der Hammer.
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  • Monte Palace am Vista do Rei

    18. juli 2022, Portugal ⋅ ⛅ 22 °C

    Heute Nacht muss es geregnet haben. Jedenfalls ist die Treppe nass als wir das Tablett mit dem Frühstück auf die Terrasse tragen. Die Sonne macht aus der Feuchtigkeit einen richtig dicken, schwülen Nebel. Nun die große Frage: Wohin? Wir entscheiden uns für den Westen der Insel. Sämtliche Aussichtspunkte sind in Nebel gehüllt, was zu erwarten war. Da scheint es fast egal, wohin wir fahren.
    Ich hatte von einem Lost place gelesen, was genau aus diesem Grund zu einer Ruine verkommen ist. Schlaue Investoren bauten ein 5-Sterne-Hotel an den oberen Calderarand, wo an über 200 Tagen in Jahr Regen fällt oder es neblig ist. Nach nur 19 Monaten schlief niemand mehr in den 88 Zimmern.
    Der Putz bröckelt und es riecht modrig. Wo einst dekorative Tapeten hingen, zieren heute Graffitis die kahlen Wände. Der Hotel-Betrieb der früheren Luxus-Adresse auf der Azoren-Insel São Miguel wurde vor knapp dreißig Jahren eingestellt.
    Sie nennen São Miguel die grüne Insel. Warum? Weil sie grün ist. Und warum ist sie grün? Weil es viel regnet.
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  • Sete Cidades

    18. juli 2022, Portugal ⋅ ⛅ 23 °C

    Nachdem wir am nebligen Aussichtspunkt keinen blauen und grünen See erkennen können, fahren wir in den Ort Sete Cidades, der den selben Namen trägt wie der noch aktive Vulkan. Dort, 300 Meter tiefer, sind wir unter den Wolken und können wenigstens die beiden Seen erkennen.
    Es soll einen Bäcker geben, der unschlagbar gutes Brot backen kann. Es gibt nur eine Adresse, aber nirgends ein Schild. Wir folgen unseren Nasen und vorsichtig gehen wir in ein Haus. Es sieht zumindest nach einem Verkaufsraum aus. Dahinter ist eine Backstube und eine Frau mit Haarnetz kommt heraus. Wir bestellen zwei Brote, die über 30 cm lang und 15 breit sind und zusammen nur 60 Cent kosten.

    Wir könnten theoretisch direkt weiter an die Westküste fahren, entscheiden uns aber nochmal für den Ort, wo das Monte Palace steht. Von unten können wir es sehen, dann sollte man von oben auch die Kraterseen erkennen. Wir werden belohnt. Bei Sonne werden die grünen Kraterwände reflektiert und leuchten im Wasser.
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  • Mosteiros

    18. juli 2022, Portugal ⋅ ☀️ 25 °C

    Wir fahren nach Ginetes zum Leuchtturm und danach nach Mosteiros. Es ist ein kleines typisch azoreanisches Fischerdorf. Im Hafen können wir zusehen, wie mit Winden die Boote zu Wasser gelassen werden. Das einzige Restaurant, wo der Kaffee des Tages möglich wäre, hat montags zu. Egal, gehen wir an die Küste und gucken wenigsten nach den vorgelagerten Inselchen, die Ilhéu dos Mosteiros heißen und der Sage nach die spitzen Zehen eines Riesen sind. So klein sind die Inselchen gar nicht und tatsächlich steht doch ein Bier-Schnaps- Schoki- Eiswagen in bester Lage für uns bereit.Les mer

  • Heute ausschließlich Hotspots

    19. juli 2022, Portugal ⋅ ⛅ 22 °C

    Heute Nacht muss es wieder geregnet haben. Jedenfalls sind die Blumen und die Treppe im Garten etwas nass. Somit haben wir die gleiche Situation wie gestern - bis Mittag in der Höhe Wolken und danach Sonne.
    Wir fahren nach Furnas in den Südosten. Dort wartet eine große Caldera auf uns mit einem hübschen Ort, der sich mit 22 Thermalquellen sehen lassen kann. Wir peilen einen Parkplatz an, der überraschenderweise leer ist und gehen direkt zu den Dampfschwaden, wo auch die typischen Sandkegel mit den Cozido-Töpfen rauchen. Wir nehmen noch ein paar Atemzüge von diesem Schwefelzeugs und gehen direkt daneben zum Pfad die Calderawand hoch.
    Wir haben festgestellt, dass die mapy-App sehr gute Dienste leistet und verzichten heute auf den Rother-Wanderführer.
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  • Cascata do Grená zufällig von oben

    19. juli 2022, Portugal ⋅ ⛅ 23 °C

    Wir steigen durch den Urwald die Kraterwand hoch. Alles ist gut feucht und wächst extrem in die Höhe. Riesenfarne und Sicheltannen lassen uns kaum den Himmel sehen. Als wir oben ankommen, sind einige Leute da, die Fotos am Miradouro machen wollen. Aber es ist sehr nebelig in dieser Höhe. Wir gehen weiter über hügeliges Hochland hinter dem Kraterrand sozusagen. Dort ist es noch nebeliger und wirkt richtig mystisch. Den Abstieg versuchen wir erst noch, aber als kein Durchkommen ist, kehren wir besser um. An einer Brücke sehen wir Fußspuren abwärts und überlegen kurz "man kann ja mal gucken" und folgen den Spuren. Plötzlich stehen wir an einem Bach, der rechts von uns in der Tiefe verschwindet. Das sieht umwerfend aus, weil jetzt auch der Nebel verschwunden ist und wir den ganzen Krater aus einem über 100 Meter hohen Wasserfall sehen können - unser Hotspot Nr. 2.
    Zurück nehmen wir den Aufstiegsweg vom Morgen und gehen in den Ort Furnas.
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  • Über 22 heiße Quellen im Tal von Furnas

    19. juli 2022, Portugal ⋅ ⛅ 25 °C

    Wir gehen noch in den Ort Furnas und kommen am Park Terra Nostra vorbei. Extrem viele Menschen suhlen sich in dem braunen Warmwasserbecken und genauso viele stehen am Rand, um zu fotografieren. Nichts für uns! Wir finden eine kleine Bar und ordern die leckeren "Pastéis de Nata", ein Miniblätterteigförmchen mit einer Art Pudding darin und flambiert. Es liegen nur 3 in der Auslage und ich nehme besser alle 3. Die waren noch warm. Göttlich!
    Danach machen wir noch einen Abstecher zu den Fumarolen (hier Caldeiras). Das sind riesige Tümpel, die kochen und sprudeln richtig laut. Die Dampfwolken sind überall. Manchmal kommt der Dampf auch aus irgendwelchen Ritzen und Büschen. Die Caldera Grande fördert 61 Liter 98 Grad heißes Wasser in einer Minute. Zwei Flüsse durchziehen das Tal, einer ist rostfarben und warm, der andere klar und kalt. Ich probiere die Heilkräfte des Mineralwassers, was aber direkt wieder aus meinem Körper raus muss.

    Für uns heutiger Hotspot Nr. 3.
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  • Plan A: Pico da Vara

    20. juli 2022, Portugal ⋅ ⛅ 20 °C

    Nachts kein Regen bedeutet morgens weniger Wolken oder Nebel. Entgegen dem eigentlichen Plan fahren wir ins Hochland, um auf den Pico da Vara zu steigen. Von dort soll man einen tollen Blick über die ganze Insel haben. Von der Schnellstraße fahren wir nach circa 10 km ab und die nächsten 6 km ständig in Kurven bergauf. Die Straße mutiert zum Weg und letztendlich zur Schotterpiste mit riesigen Schlaglöchern. Egal - wir sind fast da! Oben angekommen, steigen wir aus, parken und gehen zum Start des Wanderweges. Der Weg ist verbarrikadiert und mit der Erklärung versehen: "... ein Hang zeigt große Instabilität, zeigt Risse und droht abzurutschen."
    Nun muss Plan B her.
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  • Plan B: Poco Azul

    20. juli 2022, Portugal ⋅ ⛅ 23 °C

    Da wir diese Schotterpiste wieder hinab müssen, suchen wir eine Alternative in der Nähe und entscheiden uns für die blaue Lagune.
    Wir parken in einem verschlafenen Dorf und folgen dem Weg direkt ins Flusstal. Das Wasser dort ist kristallklar und schimmert blau.
    Von dort laufen wir talauswärts in Richtung Meer und treffen auf weitere Wasserfälle. An einem werden wir länger bleiben.
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  • Wasserfall Ribeira do Cachaco

    20. juli 2022, Portugal ⋅ ⛅ 24 °C

    Wir machen einen Abstecher nach unten zum Wasserfall und sind dort lange ganz alleine. Wir essen etwas und folgen einer Levada an der Steilwand entlang, bis wir nach oben aus dem Tal zum Dorf aufsteigen. Im Auto sitzend stellen wir fest, dass es extrem heiß ist. 26 Grad!
    Schnell was einkaufen und danach stürzen wir uns in den Atlantik.
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  • Cerâmica Vieira in Lagoa

    21. juli 2022, Portugal ⋅ ⛅ 23 °C

    Heute wollen wir einmal mittelmäßig faul sein und mit dem Auto umherfahren und sehen, wo es uns hinbringt. Der erste Miradouro ist gleich in unserer Nachbarschaft und heißt Santa Iria. Hier hat man einen Blick bis zur Ost- und Westküste.
    Danach fahren wir gezielt in den Süden in die einzige Manufaktur, die Gebrauchskeramik mit traditionellen azoreanisches Motiven in Handarbeit herstellt. Man kann sich kostenlos und frei durch die Manufaktur bewegen und die Herstellung der Produkte anschauen. Die Manufaktur gibt es schon in der 5. Generation und alles wirkt zwar ursprünglich, dafür sehr aufgeräumt und organisiert. Wir sehen den Frauen beim Vorbereiten des Lehms am Fleischwolf zu, danach das Portionieren mit einem Faden, später das eigentliche Töpfern der Teile und letztendlich das Bemalen mit den traditionellen Farben. Wir entscheiden uns vorab für Schüsseln im Azoren-Blau, die vor dem Brennen rosafarbene Muster haben und erst durch das Brennen blau werden. Mit zwei Schüsseln im Gepäck fahren wir nach Vila Franca und kommen in Calouro an einer Kirche vorbei, die zwar zwei Glockentürme hat, aber nur eine davon hat eine richtige Glocke. Später lesen wir, dass das nur Improvisation ist. Das Schiff, dass die rechte Glocke bringen sollte, kenterte auf der Fahrt von Porto hierher. Geld für eine neue Glocke war nicht da - also wurde geschummelt.
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  • Ilhéu de Vila Franca do Campo

    21. juli 2022, Portugal ⋅ ⛅ 24 °C

    Als wir in Vila Franca ankommen, essen wir am Strand eine Kleinigkeit und beobachten das Treiben auf der vorgelagerten Insel. Diese liegt etwa 1 km vor der Küste und hier finden die Weltmeisterschaften von Red Bull im Klippenspringen statt. Die Insel ist eigentlich ein eingestürzter Vulkankrater mit einer Lagune in der Mitte, in dem man auch schnorcheln kann.
    Wir bummeln durch die engen Gassen, wo wie in vielen anderen Orten auch der Gehweg so breit wie die Bordsteinkante ist. Schmale, winzige Häuschen, manche hübsch saniert, manche ohne Dach und zu verkaufen, manche mit 3 Meter breiten Schläuchen für Läden. Es ist eben alles etwas anders hier.
    Das Städtchen war früher einmal die Hauptstadt der Insel, bis 1522 das schlimmste Erdbeben der Azoren den Ort komplett zerstörte.
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  • Castelo Branco

    21. juli 2022, Portugal ⋅ ⛅ 22 °C

    Auf dem Heimweg nehmen wir nicht die Schnellstraße außen herum, sondern die kurvige, direkte von Süd nach Nord. Ein Aussichtspunkt ist in der Nähe und ich lotse Didi die 8 km von der Straße weg. Wir kommen an das Castelo Branco und können unter den Wolken perfekt das Furnastal, die Nord- und die Südküste sehen. Sogar die dampfenden Caldeiras in Furnas und den höchsten Berg Pico da Vara können wir erkennen.Les mer

  • Miradouro do Boco do Inferno

    22. juli 2022, Portugal ⋅ ⛅ 23 °C

    Ein zufällig eingeblendeter Bildschirmschoner war die Initialzündung für die Feststellung "Da muss ich unbedingt hin!".
    Ein morgendlicher Blick aus dem Fenster verrät uns ..... es gibt heute nur einen Weg und zwar nach oben. Strahlend blauer Himmel, keine Wolken und damit beste Chancen den eigentlichen Auslöser unserer Reise zu sehen.
    Wir starten schon sehr früh und sind nach einer guten halben Stunde Autofahrt am Wanderparkplatz. Schon während der Fahrt können wir unglaublich weit sehen. Wir gehen durch ein Tor in einen Waldpark und damit direkt auf den Miradouro da Boca do Inferno zu. Ich bin schon ganz hippelig und laufe immer schneller. Wir nehmen den ausgeschilderten Pfad auf eine Bergnase und plötzlich sehen wir ein grandioses Panorama mit der malerisch riesigen Caldera von 12 km Umfang und damit eine der größten der Azoren. Diese Aussicht "Höllenschlund" zu nennen, ist wirklich passend. Man sieht direkt von oben hinein.

    Früher erhob sich dort, wo heute der Krater von Sete Cidades ist, ein etwa 1200 m hoher Vulkan, dessen Hänge noch von den ersten Siedlern auf São Miguel bewirtschaftet wurden. Etwa Mitte des 15. Jahrhunderts brach jedoch der Vulkan mit einer gewaltigen Eruption aus. Der Vulkankegel wurde dabei zerstört und der heutige Krater geschaffen; viele weitere Ausbrüche folgten und damit weitere Krater im Großen.
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  • Pico das Éguas

    22. juli 2022, Portugal ⋅ ⛅ 22 °C

    Nach dem Wahnsinnsausblick gehen wir weiter auf dem Höhenzug der Serra Devassa. Idyllisch liegen die vielen kleinen Kraterseen eingebettet in einer fast unberührten Landschaft. Alles ist ruhig und wir genießen die Aussicht zur Nord- sowie der Südküste. An vielen Kraterrändern führt unser Weg entlang.
    Am höchsten Punkt mit 873 Metern haben wir eine perfekte Rundumsicht.
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  • Wasserfall "Salto do Prego"

    23. juli 2022, Portugal ⋅ ⛅ 23 °C

    Wir packen unsere Koffer und fahren zeitig nach Faial de Terra in den Südosten der Insel. Von dort nehmen wir den alten Pfad nach Sanguinho, einem wieder mal verlassenen Dorf. Das ist sehr weit oben und mit Sicherheit umständlich zu erreichen. Kein Wunder, dass dort niemand mehr wohnt. Von dort geht es weiter zum Wasserfall, wo wir sehr lange bleiben.
    Auf dem Weg nach Ponta Delgada halten wir noch kurz, um eine von den beiden Teeplantagen zu sehen.
    Als wir zurück sind, fahren wir gemütlich nach Ponta Delgada, bringen unsere Sachen in ein Hostel, wobei wir Meerblick haben, und danach geben wir den Leihwagen ab.
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  • Ponta Delgada

    23. juli 2022, Portugal ⋅ ⛅ 24 °C

    Wir sind unser Auto nun los und lassen uns mit einem Taxi zurück in die Stadt bringen. Jetzt haben wir genügend Zeit, durch die Stadt zu bummeln. Überall ist das typische Pflaster mit kunstvollen Ornamenten zu sehen. Da die Geschäfte geschlossen haben, ist es nicht so voll und wir finden in einer kleinen Gasse ein Restaurant PataNisca, wo ich Drückerfisch probieren kann.Les mer

    Reisens slutt
    24. juli 2022