• Julia Fischer
April 2025

Mallorca

𝗜𝗡𝗧𝗥𝗢
Lustigerweise haben mich viele gefragt, ob ich auch diesen Urlaub wieder einen Reiseblog schreibe. Ich war mir selbst unsicher, denn wir sind ja hier, um Rennrad zu fahren. Und ob das genug Inhalt für einen Blog ist, müssen wir mal schauen.
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  • Trip start
    April 18, 2025

    We are here - Mallorca die dritte

    April 18 in Spain ⋅ ☁️ 22 °C

    We are here! Mallorca - die dritte

    𝗜𝗡𝗧𝗥𝗢
    Lustigerweise haben mich viele gefragt, ob ich auch diesen Urlaub wieder einen Reiseblog schreibe. Ich war mir selbst unsicher, denn wir sind ja hier, um Rennrad zu fahren. Und ob das genug Inhalt für einen Blog ist, müssen wir mal schauen.

    𝗔𝗡𝗥𝗘𝗜𝗦𝗘
    Noch nie war ein Anreisetag so entspannt. Wir hatten den ganzen Tag noch Zeit, unseren Koffer zu packen, den Kühlschrank leerzukriegen (bzw. leerzukochen und den Inhalt in entsprechende Snackboxen zu packen) und die Wohnung aufzuräumen. Nachdem uns Andis Dad am Flughafen Baden Airpark abgeliefert hatte, hatten wir auch dort noch ne Menge Zeit, denn es herrschte gähnende Leere (wie angenehm, denn wir wollten nicht zu den Gästen zählen, die es aufgrund von schlechter Abfertigung bei der Sicherheitskontrolle nicht rechtzeitig ins Flugzeug geschafft haben).

    𝗔𝗡𝗞𝗨𝗡𝗙𝗧
    Auch den (noch morgens gebuchten) Mietwagen konnten wir ohne menschlichen Kontakt direkt am Flughafen einsammeln und so kamen wir zügig zum Hotel.
    Kurzer Einschub: wie frech ist es eigentlich, dass das günstiger ist, eine Woche ein Auto zu mieten als ein Rad für eine Woche? Naja.
    Da es schon recht spät war und ich schon fast auf dem Beifahrersitz im Auto eingeschlafen bin, gab es außer einem kleinen nächtlichen Snack nichts mehr außer ein sehr bequemes Hotelbett.
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  • Tag 1 - Einrollen

    April 19 in Spain ⋅ ⛅ 21 °C

    𝗨𝗡𝗦𝗘𝗥𝗘 𝗙𝗔𝗛𝗥𝗥Ä𝗗𝗘𝗥
    Nach dem Frühstück ging s direkt am Meer entlang die Räder einsammeln.
    Damit sich mein Mietfahrrad fast wie mein eigenes anfühlt, galt es, die neuen Räder noch mit unseren Sätteln, Taschen und Pedalen auszustatten. Andi hatte sich echt Mühe bei der Auswahl der Räder gegeben und sogar noch relativ spontan ein Upgrade für s Rad gebucht. Diese verfügen nun über eine elektrische Schaltung. Mega geil.
    Vermutlich hat er das Upgrade gebucht, damit ich dieses Mal mehr Spaß beim radeln als beim letzten Mal habe (dort habe ich frustriert und völlig freiwillig mein Rad nach dem dritten Tag wieder abgeben, weil mir alles weh tat). Damit auch wirklich alles passt, haben wir nach unserer Radtour die Räder nochmal hingebracht, um die Feinjustierung vorzunehmen.

    𝗗𝗜𝗘 𝗧𝗢𝗨𝗥
    Nachdem ich Andi erfolgreich davon abgehalten hatte, am ersten Tag schon eine riesengroße Tour mit ordentlich Höhenmeter zu fahren, lief es dann auf eine sehr schöne Strecke mit circa zwei Stunden Fahrzeit hinaus. Sie führte uns zur Eremita de Crestatx entlang des Maffaytals durch die Gärten von Alcudia. Es sind wirklich viele Radfahrer hier unterwegs. Aber praktisch, dann kann man gleichzeitig Windschatten geben und nehmen.
    Die Sonne verschaffte angenehmen 24 Grad, erfüllt vorbildlich ihren Zweck und spendete Wärme, die zwingend notwendig war bei dem Hurenshohn-Gegenwind. Wenn man mich fragt, hatten wir 80% Gegenwind und 20% Rückenwind.

    𝗗𝗘𝗥 𝗔𝗕𝗘𝗡𝗗
    Tja, danach waren wir (jedenfalls ich) ganz schön platt und haben uns vor dem Abendessen noch mit einem kühlen Getränk auf die Terrasse gesetzt. Nach dem Abendessen sind wir nochmal kurz zum Strand und (und das ist der wichtigere Teil) unsere Snackversorgung beim Lidl sichergestellt. Unser ganzer Schrank ist jetzt voller Schoki und Nüsse. Schlaft gut.
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  • Einer der schönsten Streckenabschnitte
    Erstes Päuschen nach dem AnstiegAndi ist die Serpentinen deutlich schneller als ich runtergedüst und hat dann auf mich gewartetMittagessen.Strandspaziergang in Port de PollencaWir waren ganz begeistert vom glasklaren WasserHab ich mir nicht einen hübschen Freund ausgesuchtEventuell war ich neidisch auf den Ziegenkäse von Andis Mittagessen. Abends hatte ich auch welchen

    Geburtstagstour durchs Orangental

    April 20 in Spain ⋅ 🌙 14 °C

    𝗜𝗡𝗧𝗥𝗢
    Julia: „Was machen wir heute?“
    Andi: „Schatz, heute ist dein Geburtstag. Was soll ich sagen. Wir machen, was du möchtest“.
    Ja, liebe Leute, so lobe ich mir das.

    Zum Geburtstag hab ich mir erstmal gewünscht, früh aufzustehen und vor allen anderen am Strand zu sein. Da waren wir auch. Nur dummerweise war es noch ziemlich kalt. Egal, das Meer ist trotzdem wunderschön und ruhig. (nicht, dass man mich beruhigen müsste, denn 1. hatte ich noch keinen Kaffee und 2. bin ich seid unserer Ankunft hier tiefenentspannt). Aber jeder, der mich kennt, weiß auch, dass er mich ohne Kaffee und Frühstück nicht länger ertragen und schon gar nicht mit mir radeln will: daher folgte ein nahtloser Übergang zum Frühstück.

    𝗗𝗜𝗘 𝗧𝗢𝗨𝗥
    Da ich im Gegensatz zu meiner besseren Hälfte nicht für den Urlaub trainiert hatte, habe ich extremen Respekt vor all den Höhenmetern. Daher habe ich für eine flachere Tour heute plädiert. Andi plante uns eine wunderschöne Tour auf Empfehlung seines Arbeitskollegens. (Frank, falls du das liest, vielen Dank): Die Route führte uns erstmal übers Wellblech, einer wie der Name schon sagt, sehr welligen Strecke, auf und ab entlang des wunderschön blühenden Straßenrands. Später passierten wir das Orangental, mit weniger Orangenbäumen wie erwartet dafür mehr blühenden Wiesen. Das Schönste an der Strecke war aber der Blick auf s Tramontana-Gebirge von jeder Stelle. Last but not least natürlich unser spontanen Mittagspausenspot, bei dem wir uns in der Sonne noch Cola, Käffchen und Salat sowie Omlett schmecken ließen.

    𝗗𝗘𝗥 𝗡𝗔𝗖𝗛𝗠𝗜𝗧𝗧𝗔𝗚
    71 Kilometer und 500 Höhenmeter später, zahlte sich unser gestriger Lidl-Einkauf aus, schließlich musste der Snackhunger gestillt werden. Aus Angst vor Muskelkater habe ich mich sicherheitshalber auf unserer Sonnenterrasse ausgiebig gedehnt und bin todesmutig für ein paar Minuten in den eiskalten Pool gehopst. Mit unserem blauen Flitzer (Mietwagen) sind wir dann noch ins benachbarte Port de Pollenca gedüst und haben die abendlichen Straheln der Sonne bei einem Spaziergang noch genossen.

    Den Abend haben wir dann noch gemütlich im Hotel ausklingen lassen.
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  • Heutiges Ziel: Das Cap Formentor
    Zunächst: Morgenspaziergang. Ein Träumchen.Die Wolken trüben den Sonnenaufgang zwar, aber dennoch sehr schön.Und vor allem idyllische Ruhe.Ab auf die Räder: Offensichtlich ich, beim ersten AnstiegDie letzten Meter zum Cap.Da ist das Cap.Blick auf m Rückweg in die wunderschöne BuchtLetzte Höhenmeter für heute geschafft: Nur noch nach unten nach Port de PollencaFavorite Stop am Café NATURUnd zweimal die Lieblingsbowl

    Auf zum Cap Formentor

    April 21 in Spain ⋅ ☀️ 16 °C

    𝗗𝗘𝗥 𝗠𝗢𝗥𝗚𝗘𝗡
    Ich bin ja eher der frühe Vogel. Daher bin ich quasi vom Bett direkt an den Strand gefallen. Es war so schön (einen Kaffee to Go hab ich auch noch gefunden und die Sonne kam dann noch hinter den Wolken hervor), dass ich unbeabsichtigt eineinhalb Stunden unterwegs war und Andi pünktlich zum Frühstück im Zimmer eingesammelt habe.

    𝗗𝗜𝗘 𝗧𝗢𝗨𝗥
    Heute stand der Klassiker schlechthin an:
    Das Cap Formentor! Man könnte sagen, wir sind Masochisten und fahren gerne auf engen kurvigen Straßen mit rasenden Autos und 1 Mio. anderen Radfahrern um die Wette. Nein Spaß, wir waren im September 2022 schonmal am Cap und wollten einfach wieder hin, wohlwissend, dass es ein sehr beliebtes Ausflugsziel ist.

    𝗦𝗧𝗥𝗘𝗖𝗞𝗘𝗡𝗙Ü𝗛𝗥𝗨𝗡𝗚
    Die Route verläuft kurvig entlang schöner Pinien und Klippen, immer wieder mit Aussicht auf s Meer. Teils kreuzen freilaufende Bergziegen die Straße und zaubern den Radfahrer ein Lächeln aufs Gesicht. Das Erreichen des Caps mit dem Rad will verdient sein, sind doch zwei längere Anstiege und Abfahrten zu bewältigen. Da man hin und zurück die gleiche Strecke fährt, kommt man gleich zweimal in den Genuss. Wer unterwegs vergisst, warum er - teils im Mördertempo- sich das eigentlich antut: Die Aussicht auf das Cap mit dem Leuchtturm, im Hintergrund das strahlende Meer und die umliegenden Klippen ist es wirklich wert. Da das Café oben erwartungsgemäß sehr voll war, habe ich mir von meinen sicherheitshalber drei mitgebrachten Proteinriegeln einen ausgesucht und schmecken lassen, während wir beide verträumt auf s Meer geschaut und den Blick genossen haben.

    𝗗𝗜𝗘 𝗙𝗢𝗥𝗠
    Als ich 2022 das erste Mal hochgefahren bin, war ich am Ende wirklich am Ende. Daher hatte ich extremen Respekt - insbesondere da Andi den gesamten Winter fleißig trainiert hatte während ich gestern zum ersten Mal Höhenmeter für dieses Jahr gefahren bin.

    Andi, der kleine Radprofi, hat mehrere Bergsprints eingelegt und ist immer ein Stückchen vorausgefahren. Aber er hat mich anschließend ganz brav wieder eingesammelt. Er macht wirklich eine top Figur auf dem Rad. Ich bin aber auch sehr happy, war gar nicht so anstrengend wie gedacht.

    𝗘𝗦𝗦𝗘𝗡
    Eigentliches Ziel dieser Tour war aber das Café NATUR in Port de Pollenca auf dem Rückweg, welches wir 2022 eher aus Zufall gefunden gefunden haben. Dort gibt es Smoothies, Bowls und glutenfreien Kuchen. Natürlich waren wir auch 2023 wieder hier (auch wenn wir da gar nicht zum Cap geradelt sind), aber gute Essensstopps bleiben mir im Gedächtnis und machen gute Laune. Wir brauchen also nicht weiterreden, alle guten Dinge sind drei und so saßen wir auch diesmal nach getaner Arbeit glücklich in meinem Lieblingscafe.
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  • Regenerationstag = Wandertag

    April 22 in Spain ⋅ ☁️ 16 °C

    𝗜𝗡𝗧𝗥𝗢
    Da wir schon drei Tage fleißig geradelt sind, wollten wir heute etwas Pause und Abwechslung. Praktischerweise wandern wir gerne. Eine liebe Kollegin hatte uns das Bergdorf Valldemossa als Ausflugsziel empfohlen (Danke Elke 😊). Oben im Tramontara-Gebirge gibt es zwischen Valldemossa und Deia einen Gratwanderweg, den wir uns nicht entgehen lassen wollten. Also rein ins Mietauto und los.

    𝗗𝗜𝗘 𝗪𝗔𝗡𝗗𝗘𝗥𝗨𝗡𝗚
    Der Zusatz „Berg“ in „BERGdorf“ ist definitiv berechtigt, denn schon der Start aus dem Auto war steil. Schnell erreichten wir den steinigen Wanderweg, der sich kurvig am Berg entlang hochschlängelte. Zügig wurden wir mit einem Ausblick über das goldige Städtchen belohnt, bevor es dann mitten durch den Pinienwald ging, der in der Sonne erstrahlte.

    (Ausschildern von Wanderwegen ist eindeutig nicht die Stärke der Spanier: Ich verfehlte mehrfach die richtige Abzweigung, dankenswerterweise fing mich Andi immer wieder ein. Ich behaupte, es liegt an meinem eher zügigen Tempo).

    Umso näher wir dem höchsten Punkt kamen, desto mehr Vögel und Bergziegen lungerten am Wegrand. Wirklich idyllisch. Nachdem wir noch mehrere Steinfelder passiert hatten, kamen wir am Grat an. Der Grat ist Teil des mallorcinischen Fernwanderweges und wirklich sehenswert. Leider wechselte das Wetter von sonnig zu stark bewölkt, weswegen es etwas kühler wurde. Aber nicht schlimm.
    Am Ende des Grades hieß es dann: Abstieg. Da der Untergrund nahezu alpin und ziemlich steinig war, und wir außerdem noch unvorhergesehene weitere Höhenmeter passieren mussten (Danke Komoot 😐), definitiv der anstrengendste Teil. Ich habe direkt betreut, meine Wanderschuhe und Stöcke zu Hause gelassen zu haben.

    𝗙𝗔𝗭𝗜𝗧
    Nix mit mal schnell 11 Kilometer durch die Gegend laufen. Die 623 Höhenmeter und der fast schon alpine Wanderweg machten die Tour deutlich anspruchsvoller als gedacht. Aber auch wahnsinnig abwechslungsreich und kurzweilig. Hat sich richtig gelohnt.

    𝗔𝗨𝗙 𝗡𝗔𝗖𝗛 𝗛𝗔𝗨𝗦𝗘
    Zurück in Valldemossa wurden wir mit strahlendem Sonnenschein empfangen. Immerhin, denn ein Sitzplatz in einem schönen Café war uns nicht vergönnt. Die Stadt war überfüllt mit Touris. Mit einem Eis auf der Hand machten wir uns so auf zum auf Auto. Auf dem Rückweg gab es dann doch noch einen Café im benachbarten Deia, bevor es zurück zum Hotel hing.
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  • Erste Tour alleine
    SonnenaufgangsspaziergangMaffaytalAufmerksame Leser werden sie wiedererkennen: die Santa Margalida de CrestatxFotoshooting für das Bike

    20.000 Schritte / 43,3 KM im Sattel

    April 23 in Spain ⋅ ⛅ 14 °C

    𝗜𝗡𝗧𝗥𝗢
    Heute war mal wieder ein ziemlich kurzweiliger Tag, allerdings haben wir kaum Bilder gemacht.

    𝗦𝗛𝗢𝗣𝗣𝗜𝗡𝗚𝗧𝗢𝗨𝗥
    Nachdem frühmorgendlichen Spaziergang und Frühstück haben wir uns zu Fuß auf eine ausgiebige Shoppingtour aufgemacht. Ich hab ja nicht viel Ausdauer beim Shoppen in Läden, war aber erfolgreich. Das Ergebnis meines Einkaufes in Andis Worten „Schatz, so viel Platz haben wir gar nicht mehr im Koffer.“
    Gut, dass Sportklamotten zumindest leicht sind. Auch Andi war erfolgreich und strahlte kurze Zeit darauf mit einer richtig coolen Sonnenbrille (wurde auch Zeit, wir halten seit circa einem Jahr immer wieder Ausschau nach einem neuen Modell).
    Da der Himmel dann plötzlich sehr dunkel wurde, sind wir dann aus Angst vor Regen im Stechschritt zurück zum Hotel. Quasi Powerwalking.

    𝗡𝗔𝗖𝗛𝗠𝗜𝗧𝗧𝗔𝗚
    Am Nachmittag wollte Andi die Annehmlichkeiten des Hotels - sprich Sonnenterrasse, Pool und Spa - nutzen.

    Ich entschloss mich für währenddessen für eine Nachmittagsausfahrt durch das Maffaytal und anschließend ans Kloster Crestatx. Auf dieser schönen Route waren wir am ersten Tag gemeinsam unterwegs und hier hat’s mir gut gefallen.

    Beim Radeln vermisste ich insbesondere Andis Windschatten. Natürlich war ich nicht die einzige Radfahrerin (wobei allein radelnde Frauen wirklich eine Seltenheit sind), aber die an mir vorbeiziehenden Nachmittags-Rennradfahrer hatten allesamt ein Mördertempo drauf, welches ich nicht länger hätte halten können. Egal, es lief auch auf mich alleine gestellt insbesondere durch das schöne Tal und die tollen Gärten von Alcudia trotzdem mega und so kam ich sehr glücklich am Kloster an, bereit für einen - meiner Ansicht nach wohlverdienten - Kaffee. Bei unserem ersten Besuch dort hatten wir keinen Kaffee getrunken, aber ich hatte dennoch das schöne Plätzchen gedanklich abgespeichert und war jz wirklich bereit für Koffein. Nur leider hatte das Café schon zu. Naja, was soll’s, dann auf nach Hause.

    Der Wind nahm in diese Richtung aber nochmal deutlich zu und ich wollte unbedingt Windschatten. Mit Vollgas verringerte ich sehr mühsam Stückchen vor Stückchen den deutlichen Abstand zu meinem Vordermann, der sich sichtlich verfolgt fühlte. Kurze Zeit später nahm ich freudestrahlend meinen Platz hinter ihm ein und innerhalb kürzester Zeit erholte sich auch mein Puls wieder, während der nette Herr vor mir ganz schön treten musste. Er gab mir mehrfach Zeichen, dass ich ihn überholen könnte, aber so viel Kraft hatte ich definitiv nicht mehr. Mehr oder weniger freiwillig geleitete er mich so zurück nach Alcudia.

    𝗔𝗕𝗘𝗡𝗗
    Zu Hause erwartete mich ein sehr entspannter Andi. Für mich hieß es Dehnen, Duschen, Beine in den Pool halten.

    Nach dem Abendessen dann immer noch keine Ruhe: schließlich mussten wir unsere Sachen für den morgigen Tag richten und Andis Rad ins Auto laden. Morgen möchte er eine Hammer- Tour durch das Tramontara-Gebirge fahren. Ich verzichte völlig freiwillig darauf, ihn zu begleiten, bringe ihn aber sehr gerne an den Startpunkt.
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  • Heute ist Andis großer Radfahrtag
    Frühes FrühstückIch hab ihn zum Startpunkt gefahrenAndi freut sich sichtlich auf seine monstermäßige TourLos geht'sMittagspause bei Andi: Marktplatz in SollerAndis wunderschöne AussichtEs folgen Bilder meiner WanderungPegueraMittlerweile auf dem Rad angekommen, ist es Zeit für den Aufstieg. Die Aussicht ist wunderschönTreffpunkt war die Tankstelle.Ob alle die gleichen Räder haben?

    130 Kilometer und 2.812 Höhenmeter

    April 24 in Spain ⋅ 🌙 14 °C

    𝗜𝗡𝗧𝗥𝗢
    Das Training von Andi muss sich auszahlen, daher wollte er heute von der westlichen Seite der Insel durchs komplette Gebirge bis hin zum östlichen Ende radeln. Ein ambitioniertes Vorhaben, wie ihr den Daten der Überschrift entnehmen könnt.

    𝗧𝗔𝗚𝗘𝗦𝗩𝗘𝗥𝗟𝗔𝗨𝗙
    Pünktlich zur Saaleröffnung standen wir fertig angezogen für das Frühstück bereit, sodass wir gleich anschließend mit unserem Auto zum Ausgangspunkt von Andis Tour am Port d‘Andtratx losdüsen konnten. Dort angekommen gab es noch einen Abschiedskuss und los ging’s für ihn.

    𝗔𝗡𝗗𝗜𝘀 𝗧𝗮𝗴
    Seine Strecke führte konsequent an der Gebirgskette entlang, auf und ab durch mehrere Bergdörfer bis er nach 65 Kilometer Soller erreichte. Seine Versorgung unterwegs stellte Andi mit zahlreichen Sportgels und Riegeln sicher, schließlich braucht der Körper jede Menge Kohlenhydrate für so eine Leistung. In der Mittagspause bestellte er sich dann die perfekte Kohlenhydrat-Proteinmischung: ein Omlette aus Kartoffeln und Ei. Als wir uns abends wiedersahen, schwärmte er vom wunderschönen Marktplatz dort.

    Nach der Mittagspause galt es einen 14 Kilometer langen Anstieg zu bewältigen, welcher Andi 800 Höhenmeter dem Himmel näher brachte.

    Weitere 20 wellige Kilometer später erreichte er am späten Nachmittag eine Tankstelle am Coll cxx, die neben Café, Cola und Magnumeis noch zahlreiche weitere Snacks verkaufte, die das Radlerherz begehrte. Wir waren hier 2023 schonmal nach einer Wanderung, dementsprechend war uns die Tankstelle mit ihrer phänomenalen Snackauswahl im Gedächtnis geblieben. An dieser Tankstelle trafen wir uns wieder.

    𝗠𝗘𝗜𝗡 𝗧𝗔𝗚
    Da ich Andi mit dem Auto zum Startpunkt seiner Tour gefahren hatte, wollte ich dort auch noch eine kleine gemütliche Wanderung machen. Allerdings hatte mir Andi gestern Abend vorgeschlagen, dass ich ihm auch vom Hotel aus bis zur besagten Tankstelle entgegenradeln könnte und so die letzten 30 Kilometer mit ihm gemeinsam fahren.

    𝗥Ü𝗖𝗞𝗕𝗟𝗜𝗖𝗞
    Ich fand die Idee ihm entgegenzukommen mega, insbesondere weil ich an genau dieser Strecke - 32 Kilometer und 800 Höhenmeter am Stück in der prallen Sonne - schon einmal gescheitert bin. Beim letzten Mal tat mir alles weh und ich hatte nie vor, oben anzukommen. Stattdessen war ich heilfroh, als wir dann endlich umgekehrt und in unserem Lieblingsrestaurant eine Bowl essen gefahren sind. So schnell habt ihr mich noch nie den Berg runterdüsen sehen. Vermutlich war auch diese Tour der Grund, warum Andi dieses Jahr Wert darauf gelegt hat, mich mit einem hochwertigem Rad zu versorgen.

    Das bedeute allerdings ziemlichen Zeitstress.

    Zunächst also die

    𝗪𝗔𝗡𝗗𝗘𝗥𝗨𝗡𝗚
    Es wurde daher eine zügige Wanderung. Die Wanderung wäre es tatsächlich wert, sich mehr Zeit zu nehmen, denn es war die perfekte Mischung aus
    - schmalen, steinigen sowie gleichermaßen staubigen Pfaden mit Höhenmetern durch den lichten Pinienwald
    - Wegen an der Küste entlang mit Blick auf s Meer
    - durchs wunderschöne steil an der Küste errichtete Dorf Peguera
    - Gelegenheit an traumhaften und ruhigen Buchten ins Meer zu hopsen (dafür blieb aber nun wirklich keine Zeit)

    Zurück beim Auto musste ich durch den stressigen Mittagsverkehr erstmal eine Stunde zurück ins Hotel fahren. Dort hatte ich alle Hände voll zu tun, zügig einige Nüsse zu snacken und meine Radklamotten anzuziehen.
    Anschließend rauf aufs Bike und losgehts zu Andi.

    𝗥𝗔𝗗𝗙𝗔𝗛𝗥𝗧
    Da sich früh schon abzeichnete, dass Andi deutlich früher am Treffpunkt sein würde als ich, war ich mir gar nicht sicher ob ich ihn überhaupt noch oben treffen würde oder ob er mir wie tausend andere Radfahrer auch nicht den Berg runterzuhs entgegenkam. Ich schien der einzige Depp zu sein, der noch den Berg hochstrampelte. Außerdem war es ziemlich warm und anstrengend. Glücklicherweise ist der Gamechanger wie immer das eigene Mindset, ein Powergel später war ich nämlich der festen Überzeugung, es zur Tankstelle zu schaffen. Gesagt getan. Oben angekommen erwartete mich tatsächlich ein strahlender Andi, der unwahrscheinlich fit aussah. Wirklich unglaublich. Ich zwar voll im Glück, es hochgeschaut zu haben aber dagegen völlig fertig. Ein Eis und einen Café später war ich dann wieder bereit für die Abfahrt und fuhr glückselig aber schwer atmend in Andis Windschatten nach Hause.

    𝗔𝗕𝗘𝗡𝗗
    Ein Beitrag zu diesem Absatz existiert nicht, da mir es schon fast zu anstrengend erschien, noch zum Abendessen ins Restaurant zu laufen.
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  • Heute: Wir besichtigen spanische Städtchen
    Erster Stopp in CapdeperaWo wir direkt zur Burg aufstiegenUnd wunderschöne Aussicht in alle Richtungen hattenEine nette Gruppe spanischer Senioren gab sich dann noch sehr viel Mühe, uns zu fotografierenTeilweise war es auch windigKein perfektes Bild, aber wir haben ein total süßes Mitbringsel für uns selbst: einen TraumfängerNächster Stopp: Cala RajadaAuf Wunsch einer Einzelnen ging es Bowl essenDritter Stopp: Colònia de Sant PereDas Dorf am Meer lockt mit einigen süßen Cafés. Leider war ausgerechnet dieses geschlossenOstergrüßeAber wir haben dann ein anderes Café gefunden

    Spanische Städtchen

    April 25 in Spain ⋅ ☁️ 19 °C

    𝗜𝗡𝗧𝗥𝗢
    Nachdem sich gestern jeder auf seine Weise ausgepowert hatte, war klar, dass wir heute nichts übermäßig Anstrengendes machen.
    Ich wäre einfach ins Nachbardorf gefahren, spazieren gegangen und hätte dort eine Bowl in unserem Lieblingsrestaurant gegessen.
    Aber Andi durfte aussuchen, also besichtigten wir gleich drei spanische Kleinstädtchen, in denen er als Kind mal war.

    Den 𝗧𝗔𝗚𝗘𝗦𝗩𝗘𝗥𝗟𝗔𝗨𝗙 könnt ihr den Bildern entnehmen.

    𝗔𝗕𝗘𝗡𝗗
    Nach unserem letzten Stopp im doch sehr ruhigen Colonia de Sant Pere bin ich froh, dass wir im deutlichen größeren und belebten Port d‘Alcudia wohnen.

    Nachteil: Auf Mallorca startet morgen in unserer „Heimatstadt“ ein riesiges Radrennen, weswegen man überall nur noch Radler sieht.
    Totales Verkehrschaos. Da wir uns allerdings ebenfalls für Räder und Radzubehör interessieren, mussten wir uns die dazugehörige Radmesse natürlich auch anschauen. Mit Riegeln, neuen bunten Socken und einen Stirnband sind wir dann zurück in Hotel angekommen.

    Anschließend gingen wir getrennte Wege:
    Ich hatte noch nicht mal meine Sportklamotten an, machte sich Andi schon auf den Weg ins Spa mit dazugehöriger Sonnenterrasse. So genoss jeder die Abendsonne auf seine Weise, bevor wir gemeinsam zum Abendessen sind.
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  • Aufstieg zum Cap Formentor
    Zugegeben, vom Rad aus, ist es schwer schöne Bilder zu machenAber (spätestens) wenn sich der Blick auf s Meer eröffnet, ist es einfach traumhaftAm Ziel angekommen sind wir sehr happyDa kommt Andi angedüstThat is me. Andis Kameraführung ist deutlich besser als meine.Auf dem Rückweg haben wir uns noch kurz die Bucht Formentor angeschaut. Völlig overratedBowl-Time!Nicht nur mich macht man mit Essen glücklich. Andi strahlt auch.Letztes Bild mit unseren Rädern

    And again: Auf zum Cap Formentor

    April 26 in Spain ⋅ ☀️ 17 °C

    𝗜𝗡𝗧𝗥𝗢
    Weil es am Montag so schön war, wünschte ich mir heute nochmal zum Cap Formentor zu radeln. Das erschien uns schon deshalb clever, weil das große Radrennen, welches ganz Mallorca auf Trap hält, in die andere Richtung der Insel verläuft.

    𝗗𝗜𝗘 𝗧𝗢𝗨𝗥
    Kurzum: Sowohl bei Andi als auch bei mir lief es wirklich gut, wir waren zügiger als am Montag und mussten weniger Pausen einlegen. Andi gab zudem die letzten Meter nochmal alles und legte einen beeindruckenden Sprint hin. Zu unserem Glück strengte sich auch die Sonne nochmal an und so konnten wir unsere letzte Tour richtig genießen. Für alle, die jetzt nicht ganz nachvollziehen können, warum wir nochmal freiwillig die bergigen Etappen gefahren sind, habe ich ein paar Bilder unterwegs gemacht.

    𝗘𝗜𝗚𝗘𝗡𝗧𝗟𝗜𝗖𝗛 𝗕𝗘𝗪𝗘𝗚𝗘𝗡 𝗪𝗜𝗥 𝗨𝗡𝗦 𝗝𝗔 𝗡𝗨𝗥 𝗙Ü𝗥𝗦 𝗘𝗦𝗦𝗘𝗡…
    Auf dem Rückweg durfte dann natürlich ein Stopp im Lieblings-Bowl-Restaurant nicht fehlen bevor wir im Hotel ziemlich platt ins Bett für ein Mittagspäuschen fielen.

    𝗗𝗘𝗥 𝗔𝗕𝗘𝗡𝗗
    Leider mussten wir am Abend die Räder abgeben. Immerhin konnten wir das dann mit einem Strandspaziergang verbinden.
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  • Die folgenden Bilder sind alle vom Essen. Ich war vielleicht etwas begeistert
    Andi hatte ein LachsbrotUnd ich glutenfreie Waffeln mit Avocado und Ei.In diesem Bild habe ich irgendwie sehr viel Ähnlichkeit zu uns beiden gesehen.Und weils das Mittagessen so lecker war, sind wir auf dem Rückweg gleich nochmal gekommen.

    Auf nach Palma

    April 27 in Spain ⋅ ⛅ 20 °C

    TAGESVERLAUF
    Heute Morgen stand der letzte Strandspaziergang für mich an. Sehr traurige Angelegenheit. Immerhin konnte ich noch den Sonnenaufgang am Meer genießen.

    Zum Abschluss unserer Reise wollten wir uns noch Palma anschauen (ansonsten wären wir jetzt zum dritten Mal auf Mallorca gewesen, ohne die Hauptstadt zu sehen).

    Warum ich größere Städte so mag? Es gibt in der Regel eine umfassende Auswahl an Essen für mich. Kaum hatten wir das Parkhaus verlassen, ging es daher schon in eine super schnuckelige Cafébar. Dort gab es doch tatsächlich glutenfreie Spinat-Waffeln. Extrem lecker! Das Café gefiel uns so gut, dass wir nach unserem Stadtspaziergang dorthin zurückkehrten und uns noch ein Stückchen Kuchen haben schmecken lassen. Ja, Palma konnte auch mit seiner schönen Kirche und den wunderschönen Häuserfassaden beeindrucken. Achso, und wir waren noch für Andi shoppen. Aber ihr seht die Prioritäten.

    Irgendwann hieß es dann aber wirklich: ab zum Flughafen, Auto zurückgeben und in den Flieger.

    FAZIT UNSERES URLAUBES
    Der Urlaub hat sich unfassbar lange angefühlt und war doch so kurzweilig. Die Tage waren viel zu schnell um. Ich bin selber überrascht, wie viel Spaß ich beim Rennradfahren hatte.
    Wir hätten noch sooo viel mehr Ideen für Touren/Ausflüge gehabt. Und wären gerne noch geblieben. Naja, der nächste Urlaub kommt bestimmt.
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    Trip end
    April 27, 2025