• Heißes Wochenende in Leipzig

    June 29 in Germany ⋅ 🌧 24 °C

    Am Freitag fahren wir zunächst nach Lübbenau, um Markus-Gurken zu kaufen.

    Zur Erklärung muss man sagen: Wir haben uns im letzten Jahr durch (fast) alle Gewürzgurken durchgefuttert und sind am Ende bei Markus-Gurken gelandet. Platz 2 hat übrigens bei uns Ernst Krügermann belegt. Die Willi Markus Spreewälder Konserven GmbH & Co. KG ist ein kleines Familienunternehmen, das bereits in vierter Generation geführt wird. Zum einen sind da die traditionellen Familienrezepte, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, die frischen, naturbelassenen Kräuter und Gewürze und zum anderen natürlich der gute Spreewälder Boden. Fun Fact: Die „Spreewaldgurke“ ist eine EU-weit geschützte geografische Angabe. Das bedeutet, dass echte Spreewaldgurken nachweislich aus der Region stammen und nach traditionellen Rezepten verarbeitet werden müssen.

    Dann geht es auf die „heiße“ Autobahn. Im Radio hören wir, dass die A10 bereits nur noch einspurig und mit Tempo 30 befahren werden darf – die Hitzeschäden ringsherum werden immer größer.

    Gegen 13 Uhr kommen wir in Leipzig an. Das Thermometer zeigt 36 °C an. Wir vermeiden also jegliche weiteren Aktivitäten und versuchen, im einigermaßen kühlen Haus den Abend zu erreichen. Als die Sonne untergegangen ist, laufen wir zum See. Hier ist noch ordentlich was los, aber wir finden eine für uns geeignete Stelle, an der wir ins Wasser springen können. Aber das ist auch keine wirkliche Erfrischung. Das Wasser ist warm und riecht nach Algen – na ja, ein bisschen hat es doch geholfen.

    Samstag – wir schlafen aus und fahren dann mit den Rädern wieder zum Cospudener See. Es ist unglaublich: Es gibt keinen schattigen Platz am See, an dem nicht schon irgendjemand liegt. Die Menschen scheinen förmlich in und unter den Bäumen zu liegen. Nach einer Stunde geben wir auf. Wir stellen unsere Räder in die pralle Sonne und springen in den See. Aaaaah, aber das macht auch keinen Spaß – das ist keine wirkliche Abkühlung.

    Am Abend treffen wir uns mit Freunden und verbringen eine wirklich schöne Zeit. Nassgeschwitzt, mit schmutzigen Schuhen (weil wir auf Sand getanzt haben), machen wir uns gegen 1 Uhr auf den Heimweg. Aber ein Taxi zu bekommen, ist aussichtslos. In Leipzig fahren seit dem Nachmittag keine Straßenbahnen und Busse mehr. Die hohen Temperaturen hatten an vielen Stellen dafür gesorgt, dass Fugenmasse in Weichen und Schienen lief und dort verklumpte. Zunächst stockte der Verkehr auf einzelnen Strecken, wenig später waren sämtliche Straßenbahnlinien von der Einstellung betroffen.

    Also laufen wir in die Stadt hinein und erwischen dann doch irgendwann noch ein Taxi, das uns wieder zurück nach Markkleeberg bringt. Kurz nach 2 Uhr liegen wir frisch geduscht im Bett …

    Am Sonntagabend fahren wir wieder mit den Rädern an den See. Es ist spät genug, die Sonne geht bald unter, und wir finden einen schönen Platz zwischen den Bäumen. Auf dieser Seite des Sees ist es angenehmer, auch wenn das Wasser recht warm ist. Lustigerweise sitzen wir genau an derselben Stelle wie im letzten Jahr ;-)
    Für die Nacht sind Gewitter und Regen angekündigt …
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