• Granada und Las Isletas

    June 19, 2022 in Nicaragua ⋅ 🌧 29 °C

    16. Juni 2022
    Unsere Zeit auf Ometepe nähert sich dem Ende. Noch ein Frühstück im Hotel Villa Paraiso und dann schon wieder den Wagen bepacken allerdings nicht ohne die Festellung, dass der starke Regen, der auch die ganze Nacht auf unser Hoteldach geprasselt hatte, auch sämtliche Spuren des Off-Road-Abenteuers von unserem Toyota gewaschen hat.

    Dann zeitig los gefahren und pünktlich um 10:30 Uhr auf die Fähre. Diesmal sowohl für unser Auto wie auch für uns ausreichend Platz und genug Sonnenschein, um noch einmal den Blick auf die zwei Vulkane zu erleben. Dann aber gleich nach Granada ins Hotel Malinche, mit einem unserer schönsten Aufenthalte in Zentralamerika. Granada selbst wirkte wie die etwas besser erhaltene Kopie von Leon was sich vielleicht aus dem bereits erwähnten Wettbewerb zwischen der liberal-intellektuellen Hochburg Leon und dem eher konservativ-ökonomisch geprägten Granada erklärt. Vielleicht hatte Granada aber auch einfach nur den Vorteil, dass wir hier deutlich erholter und bei Sonnenschein ankamen.
    Das Hotel dagegen war tatsächlich eine Oase der Ruhe. Nur wenige Gehminuten vom zentralen Marktplatz entfernt wäre man fast an dem Eingang vorbeigegangen, der sich erst nachdem man geklingelt hat in zwei Innenhöfe öffnete. Im ersten Teil neben Artefakten, Kunsthandwerk und Bildern vereinzelte Tischchen an denen sich die Hotelgäste ein klassisches und sehr gutes Frühstück einnehmen konnten, im hinteren Teil dann ein Mini-Pool mit ein paar Liegen. Direkt vor unserem Zimmer stand ein langer Holztisch, so dass auch das mitgebrachte Abendessen stilvoll genossen werden konnte. Und an Gastronomie hatte Granada einiges zu bieten. Gleich am ersten Tag entdeckten wir das Garden Cafe für uns entdeckt. Wiederum ein sehr schöner begrünter Innenhof und sehr gutes Essen. Daneben lokal hergestellte Leder- und Schmuckwaren und Kleider, alles stilvoll präsentiert. Wenn ich mich richtig erinnere waren wir hier insgesamt vier mal für ein Mittagessen oder einen schnellen Cafe oder ein Desert.
    Die gänzlich andere kulinarische Richtung war eine Grillbude 150 Meter vom Hotel entfernt, wobei schon der Weg dorthin halbwegs abenteuerlich war, da an der zwischen Hotel und Churrascaria gelegenen Kreuzung offensichtlich die Grenze zwischen touristisch vorzeigbarer Innenstadt und teils von verfall geprägter Vorstadt lag. Aber die Würste und das Steak waren den Ausflug wert.

    Da die Stadt mehr oder minder selbsterklärend war und wir zudem ausreichend mit Cafebesuchen, Blog und Essen beschäftigt waren zumal FF die für ihn ideale Pool-länge und -tiefe nutzte, um an seiner Arschbombentechnik zu feilen (nicht unbedingt zum Wohlgefallen aller in dem Hoteltrakt ansässigen Gäste, hatten wir uns anstelle einer klassischen Stadtführung für einen nachmittäglichen Ausflug in die Isletas de Granada entschieden. Nur wenige Fahrminuten ausserhalb der Stadt ging es auf ein kleines Bötchen und dann mitten hinein in die Ansammlung von mehr als 360 Kleinstinseln, die auf dem Nicaragua-See verstreut lagen. Teil unbewohnt, teils mit dekadenten Villen und Türmchen bebaut. Kaimane haben wir keine gesehen, doch zumindest unser Führer war schlicht begeistert von der Vielzahl an Vogelarten, welche wir an diesem Nachmittag antrafen. FF war mehr angetan von den Altersgenossen, die wir unterwegs trafen, nach den Hollow Monkeys (schwarzer Brüllaffe) machten wir mit den Kapuzineraffen und den Klammeraffen das Trio der in Nicaragua vorkommenden Affenarten komplett. Haken dran, schön, dass das dann auch erledigt war.
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