• Uta Vogel
  • Uta Vogel

Die westlichen Alpen

Wir wollen mit dem Wohnmobil über die Grand Route of Switzerland und die Route des Grandes Alpes bis ans Mittelmeer an die Cote d‘Azur und über das Aostatal wieder zurück fahren. Wir planen jeden Tag aufs Neue und haben nur eine grobe Richtung. Meer informatie
  • Morbid-charmantes Pont-en-Royans

    29 augustus 2025, Frankrijk ⋅ ☁️ 21 °C

    Bunt bemalte Häuser, die spektakulär über dem Fluss Bourne hängen – eines der mobidesten-romantischsten Dörfer unserer bisherigen Reise.

    Das Dorf liegt am Eingang der Gorges de la Bourne, spektakulär an den Felsen gebaut, wo die Häuser direkt über dem Fluss Bourne hängen. Diese „hängenden Häuser“ mit ihren bunten Fassaden sind das Wahrzeichen des Ortes – sie kleben förmlich an den steilen Felswänden und spiegeln sich im Wasser. Schon im Mittelalter war Pont-en-Royans ein wichtiger Handelsort, vor allem für den Holztransport aus dem Vercors. Die geschickte Bauweise direkt am Flussufer ermöglichte es, Holzstämme in die Rhône zu treiben.Meer informatie

  • Mittagspause in Ssint-Laurent-du-Pont

    29 augustus 2025, Frankrijk ⋅ 🌧 18 °C

    Es ist schon spät und uns fällt auf, dass wir außer unseren Milchreis -Dessert von gestern heute noch gar nichts gegessen haben. Also halten wir ganz prominent vor dem Hauptportal der beeindruckenden Kathedrale des Ortes, kochen was Feines und spazieren nach dem ordentlichen Regenschauer während des Mittagessens noch einmal durchs Städtchen, bevor es weitergeht.Meer informatie

  • Chambéry - Hauptstadt der Savoyen

    29 aug.–2 sep. 2025, Frankrijk ⋅ 🌧 19 °C

    Bei klassischen Roadtrip erlebt man einfach mehr. Wir haben auf dem Rückweg längere Fahrstrecke als auf dem Hinweg, sehen aber auch viel interessantes entlang des Weges.

    Chambéry, die historische Hauptstadt der Savoyen, gilt als eine der charmantesten Städte der Alpenregion – reich an Geschichte, Kultur und Lebensfreude. Wer die Stadt an einem Tag als Tourist besucht, sollte sich unbedingt auf ihre verwinkelten Gassen und ihre besondere Atmosphäre einlassen.

    Herzstück ist die Altstadt, ein Labyrinth aus mittelalterlichen Passagen (traboules), kleinen Innenhöfen und engen Gassen mit farbenfrohen Fassaden. Besonders sehenswert ist der Place Saint-Léger, der lebendige Hauptplatz der Altstadt, gesäumt von Cafés, Boutiquen und historischen Gebäuden – perfekt, um das mediterrane Flair der Stadt zu genießen.

    Ein Wahrzeichen Chambérys ist die Fontaine des Éléphants, ein ungewöhnlicher, aber überaus beliebter Brunnen, der an die Verdienste des Generals de Boigne erinnert, der lange in Indien wirkte und viel für seine Heimatstadt tat. Ebenso bedeutend ist das Château des Ducs de Savoie, die einstige Residenz der Herzöge von Savoyen, wo heute das Regionalparlament sitzt. Ein Spaziergang durch die Anlage vermittelt eindrucksvoll die Macht und Bedeutung, die Chambéry in der Geschichte hatte.

    Kulturell lohnt ein Besuch des Musée des Beaux-Arts, das eine bemerkenswerte Sammlung italienischer Meisterwerke beherbergt – ein Erbe der engen Beziehungen Savoyens zu Italien. Auch die Kathedrale Saint-François-de-Sales mit ihren beeindruckenden Trompe-l’œil-Malereien ist ein Muss.

    Nicht zu vergessen: Chambéry ist auch eine Stadt des Genusses. In den Markthallen und auf den Wochenmärkten locken regionale Spezialitäten wie Savoyer Käse (Tomme, Beaufort), Weine oder der süße „Gâteau de Savoie“.
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  • Entlang der Rhone zum Genfersee

    30 augustus 2025, Zwitserland ⋅ ⛅ 16 °C

    Die Nacht haben wir kostenfrei in unmittelbarer, Nähe eines Sportzentrums in Genf verbracht. Das ist quasi ein Lotterie Gewinn, denn parken ist in der Stadt extrem schwierig und kostspielig. Wir schlafen ganz ruhig, nachdem um 22:00 Uhr das Flutlicht auf der Anlage abgeschaltet wurde und die meisten Sportler den Heimweg angetreten hatten. In der Nacht regnet es mal wieder und am Morgen ist der Himmel wolkenverhangen. Bis wir unseren Kaffee getrunken haben, entdecken wir die ersten blauen Lücken dazwischen. Joe packt die Räder aus, ich suche uns eine Komoot Tour raus und dann starten wir auf wunderbaren Wegen in die Stadt, wir fahren entlang der glasklaren Rhone (die Wasserqualität ist einmalig) bis ans Ufer des Genfersee.Meer informatie

  • Der botanische Garten von Genf

    30 augustus 2025, Zwitserland ⋅ ⛅ 17 °C

    Wir bauen in unsere Radtour auch den botanische Garten von Genf (Jardin Botanique de Genève) ein, das lohnt sich auf jeden Fall – besonders, wenn man Natur, Pflanzenvielfalt und ruhige, schöne Orte schätzt.

    Der Garten liegt direkt am Ufer des Genfersees, unweit des Palais des Nations, und ist eine grüne Oase inmitten der Stadt. Auf rund 28 Hektar kann man über 12.000 Pflanzenarten aus aller Welt entdecken. Besonders reizvoll ist, dass die Pflanzen in themenbezogenen Gärten angeordnet sind: vom klassischen Alpengarten über Heil- und Nutzpflanzen bis hin zu exotischen Gewächsen in den großen Gewächshäusern.

    Neben der botanischen Vielfalt gibt es auch romantische Spazierwege, kleine Teiche, Volieren mit Vögeln und ein Alpinum, das die Pflanzenwelt der Alpenlandschaften in komprimierter Form zeigt. Das macht den Besuch abwechslungsreich – mal wissenschaftlich interessant, mal einfach zum Staunen und Genießen.

    Ein Plus: Der Eintritt ist kostenlos, und der Garten eignet sich hervorragend für eine kurze Auszeit vom Trubel der Stadt. Wir kombinieren ihn mit unserer Radtour entlang des Genfersees und dem internationalen Viertel.
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  • Internationales Flair in Genf

    30 augustus 2025, Zwitserland ⋅ ⛅ 18 °C

    Gegen Ende unserer Tour geht es durch sehr belebte Einkaufsstraßen in die Altstadt. In Genf gibt es erfreulich viele kostenlose Sehenswürdigkeiten – die Stadt ist zwar teuer, aber für Entdecker mit offenen Augen bietet sie etliche charmante, sehenswerte Orte, die nichts kosten. Hier eine Auswahl:

    🌿 Natur & Spaziergänge
    • Parc des Bastions: Ein wunderschöner Park mit altem Baumbestand, Schachbrettern in XXL und dem berühmten Reformationsdenkmal. Sehr romantisch zum Flanieren.
    • Promenade de la Treille: Ein schattiger Spazierweg oberhalb der Altstadt mit der längsten Holzbank der Welt (120 Meter!) und herrlichem Blick über die Stadt.
    • Lac Léman-Ufer: Der Genfersee selbst ist das schönste „Freiluftmuseum“. Besonders eindrucksvoll: die Jet d’Eau, die 140 Meter hohe Wasserfontäne – das Wahrzeichen Genfs.
    • Parc La Grange & Parc des Eaux-Vives: Zwei elegante Parks direkt am See, mit Rosengärten, Springbrunnen und alten Villen.

    🏛 Kultur & Geschichte
    • Altstadt (Vieille Ville): Ein Spaziergang durch die kopfsteingepflasterten Gassen mit kleinen Plätzen, Brunnen und historischen Fassaden ist wie eine Reise in die Vergangenheit. Besonders sehenswert: der Place du Bourg-de-Four, einer der ältesten Plätze der Stadt.
    • Cathédrale Saint-Pierre: Der Eintritt in die Kirche selbst ist kostenlos (nur für den Aufstieg in den Turm wird Eintritt verlangt). Hier wirkte einst Calvin.
    • Maison Tavel: Das älteste Haus Genfs, heute ein Stadtmuseum – der Eintritt ist frei.

    🎨 Kunst & Museen
    • Musée d’Art et d’Histoire: Der Eintritt in die ständige Sammlung ist kostenlos – man kann Gemälde, Skulpturen und Archäologie erkunden.
    • Musée d’Histoire Naturelle: Ein spannendes Naturkundemuseum, sehr beliebt bei Familien, ebenfalls mit freiem Eintritt.
    • Musée Ariana (Keramik & Glas): Direkt neben dem UN-Gebäude, mit einer hochkarätigen Sammlung – kostenlos zugänglich.

    🌍 Internationale Atmosphäre
    • Palais des Nations (UN-Gebäude): Für eine Führung muss man zahlen, aber die großen Parks drumherum, mit Blick auf den „Broken Chair“ (ein riesiges Mahnmal für Kriegsopfer), sind frei zugänglich und sehr eindrucksvoll.

    Uns hat die Stadt sehr gut gefallen, sie ist aber auch anstrengend, gerade wenn man - wie wir - aus der totalen Abgeschiedenheit kommt.
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  • Perle am Genfersee: Château de Prangins

    30 augustus 2025, Zwitserland ⋅ ⛅ 20 °C

    Nach Genf sind wir ein bisschen entlang des nördlichen Seeufer getingelt und haben Station gemacht im Château de Prangins.

    Das Château de Prangins (Schloss Prangins) ist schon etwas Besonderes, ein wahres Juwel des 18. Jahrhunderts: es ist heute eine Außenstelle des Schweizerischen Nationalmuseums und bietet faszinierende Einblicke in die gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Schweiz von 1750 bis 1920. Hier tauchen wir ein in die Welt des Adels, historische Interieurs, Porträtgalerien mit Anekdoten bekannter Persönlichkeiten wie Voltaire oder Joseph Bonaparte und thematische Ausstellungen wie “Indiennes. Ein Stoff erobert die Welt”.

    Im Schlosspark schlendern wir durch den grössten historischen Gemüsegarten der Schweiz mit über 5.500 m² Fläche. Dort werden rund 200 alte Obst- und Gemüsesorten in biologischer Landwirtschaft angebaut – ein lebendiges Stück Gartenethnologie! Audioguides und interaktive Ausstellungen erklären auf Wunsch saisonal und anschaulich die botanische und kulturelle Bedeutung der Pflanzen.

    Das Café ist im Schloss integriert und verführerisch mit Blick auf den Genfersee gelegen und bietet hausgemachte, saisonale Menüs – inspiriert vom Küchengarten – sowie Sonntagsbrunch und Picknickkörbe für gemütliche Stunden im Schlossgarten. Wie oft in der Schweiz begnügen wir uns damit, den Blick von der Terrasse zu genießen und verzichten auf die Einkehr.
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  • Abendrunde am Bieler See

    30 augustus 2025, Zwitserland ⋅ ☀️ 19 °C

    Wir fahren heute weiter bis nach Biel und stellen fest, dass wir auf diesem von park4night empfohlenen Stellplatz mit Seeblick schon einmal 2022 übernachtet haben. Am Wochenende steht man hier kostenlos.

    Mikros wird 150 Jahre alt und hat zum Dank an die treue Kundschaft Konzertkarten für ein Nachwuchsfestival für 9 Schweizer Franken pro Person verkauft. Das Festival findet quasi vor unserer Wohnmobil-Haustür in einem riesigen Festzelt statt. Wir essen erst einmal im Wohnmobil und satteln dann noch einmal die Fahrräder für eine Runde entlang des Seeufer mit dem Ziel historischer Altstadt von Biel.

    Hier findet nicht nur das Festival statt, sondern überall treffen sich Menschen, Freundeskreise, Familie oder ganze Gesellschaftsgruppen, die zusammen grillen, feiern, spielen. Viele haben ihre eigene Musik dabei, das scheint für sie dazu zu gehören. Ich frage mich, ob die Schweizer grundsätzlich bewegungfreudiger und geselliger sind als wir Deutschen? So etwas sieht man in der Form bei uns nicht mehr allzu oft. Schade eigentlich!
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  • Historische Altstadt von Biel

    30 augustus 2025, Zwitserland ⋅ ☀️ 18 °C

    Ziel unserer Radtour ist die historische Altstadt von Biel, das eigentliche Herz der Stadt erzählt noch heute von ihrer bewegten Geschichte zwischen Mittelalter, Reformation und Uhrmachertradition. Sie liegt etwas erhöht über der modernen Stadt und besticht durch ihren gut erhaltenen mittelalterlichen Grundriss mit engen, gepflasterten Gassen, Laubengängen und stattlichen Bürgerhäusern. Zahlreiche Gebäude stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert und sind liebevoll restauriert, sodass Besucher beim Bummeln den Eindruck einer lebendigen Zeitreise haben. Mittelpunkt der Altstadt ist der Ring, ein stimmungsvoller Platz, der von Arkadenhäusern gesäumt wird und mit Cafés, kleinen Läden und Marktständen zum Verweilen einlädt. Ebenfalls prägend ist die Gothische Stadtkirche, die im 15. Jahrhundert erbaut wurde und durch ihre Glasfenster und die eindrucksvolle Architektur hervorsticht.

    Die Bieler Altstadt ist aber nicht nur ein Freilichtmuseum, sondern zugleich ein urbaner Treffpunkt: Hier finden regelmäßig Märkte, Feste und kulturelle Veranstaltungen statt, die ihr ein lebendiges und junges Flair geben. In den historischen Gebäuden haben sich heute Ateliers, alternative Theater, kleine Galerien und urige Restaurants angesiedelt, die der Altstadt ein kreatives, weltoffenes Gesicht verleihen. Besonders charmant ist der Kontrast zwischen der historischen Kulisse und der zweisprachigen Kultur der Stadt, die überall spürbar ist – Straßenschilder und Gespräche wechseln mühelos zwischen Deutsch und Französisch.

    Wer durch die Bieler Altstadt schlendert, entdeckt immer wieder architektonische Details wie Erker, schmiedeeiserne Schilder oder historische Brunnen. Gleichzeitig eröffnet sich von manchen Gassen ein schöner Blick auf den Jura oder hinunter zum Bielersee.
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  • Unverwechselbares Solothurn

    31 augustus 2025, Zwitserland ⋅ ☀️ 16 °C

    Als wir heute Morgen die Augen aufschlagen, begrüßt uns herrlicher Sonnenschein. Heute soll’s nach Hause gehen, doch wir machen noch einen Stopp im nicht allzu weit entfernten Solothurn. Die Stadt gilt als die schönste Barockstadt der Schweiz und trägt den Beinamen „die Stadt der heiligen Zahl Elf“. Diese besondere Zahl begegnet einem dort auf Schritt und Tritt: Es gibt elf Kirchen und Kapellen, elf historische Brunnen, elf Türme und sogar die prächtige St.-Ursen-Kathedrale ist in ihrer Architektur ganz auf die Elf abgestimmt – mit elf Altären und elf Glocken. Die Stadt liegt malerisch an der Aare, eingebettet zwischen dem Jura und dem Mittelland, und verbindet auf charmante Weise italienischen Barock, französische Lebensart und schweizerische Bodenständigkeit. Solothurn war lange Zeit ein wichtiger politischer Ort, unter anderem residierten hier die französischen Gesandten. Heute lädt die autofreie Altstadt mit ihren Gassen, Plätzen und Laubengängen zum Flanieren ein, gespickt mit kleinen Cafés, Boutiquen und kulturellen Schätzen. Neben Geschichte und Architektur hat Solothurn auch ein lebendiges Kulturleben zu bieten – mit dem renommierten Filmfestival „Solothurner Filmtage“, Theater, Museen und traditionellen Festen. Dazu kommt die Nähe zur Natur: Ob eine Wanderung auf den Weissenstein, eine Schifffahrt auf der Aare oder ein Ausflug in die nahen Jurahöhen – Solothurn verbindet städtisches Flair mit Erholung und landschaftlicher Vielfalt.

    Wir finden einen kostenfreien Parkplatz bei einer Kirche, direkt an der Stadtmauer, packen die Räder aus, laden wie üblich eine Komoot Tour runter und starten zunächst durch die am Sonntagmorgen fast noch menschenleere Stadt, dann weiter der Aare entlang, flussaufwärts. Als wir losfahren, werden wir von mächtigem Glockengeläut begleitet und als wir durch die Stadt fahren, läutet die Glocken von fast jedem Kirchturm. Was für ein Konzert! Ein sonntäglich, wohliges Gefühl stellt sich bei mir ein, denn so wunderbarer, voller Glockenklang hat was Erhebendes.
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  • Radtour entlang der Aare nach Altreu

    31 augustus 2025, Zwitserland ⋅ ☀️ 17 °C

    Komoot hat uns wieder einmal eine ganz besondere Radtour beschert, was ich bei der Planung allerdings nicht wahrgenommen hatte, war, dass wir die Aare in Altreu, nicht über eine Brücke, sondern über eine kleine Fähre überqueren würden. Wir haben natürlich noch immer keine Schweizer Franken als Bargeld mit dabei und sind ganz froh, dass der Fährmann Twint akzeptiert, ein mobiles, bargeldloses Bezahlsystem, das in der Schweiz seit 2017 verfügbar ist und heute weit verbreitet ist.. Zahlungen erfolgen via QR-Code oder Bluetooth und werden direkt vom Bankkonto oder der hinterlegten Kreditkarte abgebucht. Auch Privatpersonen können Geld an andere TWINT-Nutzer senden und empfangen – schnell und kostenlos. TWINT funktioniert fast überall – an Kassen, Parkuhren, Vending-Maschinen, Online-Shops oder in Hofläden, auch dort, wo keine Kreditkarten akzeptiert werden. Sehr praktisch!

    So können wir im Restaurant „Zum Grüenen Aff“ an der Bootsanlegestelle mit Blick auf die Aare noch einen leckeren Cappuccino trinken, bevor die Mittagsgäste einfallen - die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren. In der Zeit legt zufällig auch das große Ausflugs-Schiff der Bieler Schifffahrtsgesellschaft am Bootsteg an, das auf den drei Seen Bieler See, Lac Neuchâtel, Murten See und entlang der Aare bis hoch nach Solothurn unterwegs ist. Ganz interessant: Montags und freitags gibt es Sondertarif für über 60-Jährige, da kostet das Tagesticket nur 30 SFr. pro Person. Das merken wir uns mal!

    Schon auf der Fähre haben wir einen kleinen, ganz wunderbaren Sandstrand entdeckt, an dem man ganz flach in die Aare reinmarschieren und herrlich baden kann. Das machen wir natürlich auch sehr gerne. Das Wasser ist erfrischend, aber gut auszuhalten und wir genießen das Bad im Fluss. Badesachen und Handtuch hatten wir wie meist auf unseren Touren vorsorglich dabei.

    Zurück in der Stadt ist schon deutlich belebt.er Wir fahren durch ein großes Streetfood Festival zu einem großen Fest mit Livemusik, Essensständen und großem Picknick rund um die Kirche, an der wir geparkt haben. Es scheint so, als würde die ganze Schweiz dieses Wochenende feiern!
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  • Urlaubsfazit

    31 augustus 2025, Frankrijk ⋅ ☀️ 25 °C

    Wir waren auf dieser Reise mal ganz anders unterwegs als sonst. Dadurch, dass wir in der Schweiz gestartet und dort nur ganz selten eingekehrt sind, haben wir viel öfter als üblich gekocht oder Essen im Wohnmobil gerichtet. Hatten wir zu Beginn der Reise noch üppig gefrühstückt, war es uns nach kurzer Zeit schon genug, morgens eine Tasse Kaffee zu trinken. Das spart natürlich Zeit und hilft dabei, nicht zuzunehmen. Wir haben uns auch auf das Experiment eingelassen, einmal keinen Alkohol auf der Reise zu trinken. Das fiel uns am Anfang etwas schwer, war aber ganz gut auszuhalten durch viele alkoholfreie Aperitif aus Italien, die wir dabei hatten und die wir jeden Abend feierlich und genussvoll zelebriert haben und natürlich auch durch sehr viel Wasserkonsum.

    Wir haben jeden Tag ganz intensiv genossen, viel unternommen und versucht, so viel wie möglich rechts und links des Weges zu entdecken und zu erkunden. Was mich ein bisschen ausgebremst hat, war mein kleiner Wanderunfall, bei dem ich mir eine Sehne gezerrt oder gedehnt habe. Inzwischen sind die Schmerzen aber fast wieder verschwunden, Radfahren geht ganz wunderbar, laufen mit Einschränkungen.

    Insgesamt haben wir ein bisschen mehr als 2000 km zurückgelegt, überwiegend auf Landstraße. Auf dem Hinweg sind wir nur bis Basel auf der Autobahn gefahren, auf dem Rückweg eigentlich schon ab Genf. Den Großteil der Strecke haben wir auf der Grand Route of Switzerland, der Grand Route des Alpes und anderen wunderschönen, auf meiner Landkarte als grün markierten Strecken zurückgelegt. Als Reiseführer hatte ich mir zwei Bücher über diese beiden Straßen zugelegt, die den ein oder anderen Tipp geliefert haben, die meiste Infos zu den Sehenswürdigkeiten habe ich allerdings aufgrund Markierungen in der Straßenkarte und Recherchen bei Google und ChatGPT gefunden. Komoot war uns wie immer ein exzellenter Ratgeber, wenn’s um Wander- oder Radstrecke ging und Par4night ist bei der Suche nach zentrumsnahen Park- und Übernachtungsplätzen als Wohnmobilist unverzichtbar. Eine weitere Lieblingsapp ist FindPenguins, womit ich ganz unkompliziert meine Reisetagebuch,schreiber, es speichert automatisch Tag, Koordinaten und das Wetter ab, so kann man die Reiseroute auch später nach verfolgen.

    Wir hatten sehr oft Regen, doch das große Glück, dass wir nie nass wurden. Wir hatten weder Regenjacke noch Regenschirme dabei (so ist das, wenn man Gefühle im Hochsommer startet) und sind ganz happy, dass wir beides tatsächlich auch gar nicht gebraucht haben.

    Was uns besonders gut gefallen hat, war die Schweiz als Reiseland mit dem Wohnmobil. Wir mögen die Schweizer, weil sie gelassen und tolerant sind, es gibt wunderbare Plätze, an denen man frei oder für ganz wenig Geld dann übernachten kann, wenn man autark unterwegs ist und kein Campingverhalten zeigt. Wir lieben die herausgeputzten, farbenfrohen, gepflegten, eidgenössischen, historischen Städte und Dörfer, den Schweizer Nationalstolz, die wunderbaren Lebensmittel und die herrliche, vielfältige Natur, die man erst dann richtig wahrnimmt, wenn man die Autobahn verlässt. Unserer Meinung nach ist die Schweiz ein völlig unterschätztes Reiseland direkt direkt vor unserer Haustür..

    Frankreich hat uns wieder einmal überrascht. Es ist weitläufig und vielfältig, voller grandioser Natur und Landschaften. Es gibt Ecken, die kaum bekannt und wenig besucht und so großartig zu bereisen sind. Natürlich hilft es, wenn man ein bisschen französisch spricht.

    Das alles ist aber nur möglich, wenn man im Wohnmobil oder im Camper unterwegs ist oder eben oft die Unterkunft wechselt. Uns sind Menschen begegnet, die mit Dachzelt unterwegs sind oder einfach nur im Auto schlafen. Auch das ist möglich. In Genf haben wir einem polnischen Ehepaar kennen gelernt, die seit 17 Jahren in ihrem Land Rover mit Dachzelt unterwegs ist. Da muss man gut aufeinander eingespielt und allerbestes organisiert sein. Wir sind einmal mehr ganz begeistert von unserem Wohnmobil, es ist für unsere Zwecke super praktisch mit unserem Lade Booster und Stromwandler sind wir autark, mit sparsamer Lebensweise haben wir in den zwei Wochen unterwegs tatsächlich nur zweimal Wasser getankt und zum Kühlen, Kochen und zur Warmwasserbereitung fürs zugegebenermaßen eher seltene Duschen nicht einmal eine Gasflasche aufgebraucht. Man lebt einfacher, nachhaltiger in einem kleinen 12 m² Haushalt, der schnell erledigt ist. Allerbester Neuzugang im Wohnmobil sind unsere Schwimmnudeln (super zum Baden) und zwei ganz leichte Campingstühlen von Decathlon, die schnell ausgepackt und aufgebaut sind, denn das haben wir vielleicht zu wenig gemacht. Genussmomente eingebaut, um die Seele baumeln und Körper und Geist ein wenig zur Ruhe zukommen zu lassen. Das machen wir dann beim nächsten Mal.

    Jetzt freuen wir uns auf zu Hause, auf unserer Familie, unsere Kinder, unsere Enkelkinder und unsere Freunde und sagen, vielen lieben Dank an alle, die mit uns virtuell unterwegs waren.
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    Het einde van de reis
    31 augustus 2025