• Riga, die Stadt des Jugendstils

    April 28 in Latvia ⋅ 🌬 4 °C

    Während die frühneuzeitlich geprägten und touristisch herausgeputzten Kernstädte doch immer wieder ähnliche Elemente aufweisen (Kathedralen, Bürgerhäuser, Klöster, Marktplätze, Rathaus...) und mich somit auch immer weniger emotional berühren, wird es für mich oft dort spannend, wo eingerissene Stadtbefestigungen den Stadtraum neu definierten.
    So besonders in Riga, wo auch in den Kriegen danach erstaunlich wenig zerstört wurde.
    Im beginnenden 20. Jahrhundert war Riga eine der wichtigsten Städte im damaligen Russischen Reich. Die Stadt war ein bedeutender Hafen, Industrie- und Handelsstandort. Wohlhabende Kaufleute, Fabrikanten und Banken investierten stark in neue Wohn- und Geschäftshäuser. Daher die vielen Jugendstilhäuser.
    Einen ganz großen Anteil an diesem Aufschwung hatten auch die Juden der Stadt, die zwar mit nur knapp 9 Prozent eine demografische Minderheit waren, aber insgesamt wirtschaftlich präsenter waren, als es der Bevölkerungsanteil vermuten lässt.
    Ich lasse einfach mal die Bilder sprechen. Die Innenaufnahmen stammen aus dem Rigaer Jugendstilmuseum.
    Ich lasse einfach mal die Bilder sprechen. Die Innenaufnahmen stammen vom Rigaer Jugendstilmuseum.
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