• Reisetag: Kemi, Rovaniemi...

    May 26 in Finland ⋅ ⛅ 10 °C

    Während das angeblich gemäßigte Mitteleuropa unter hochsommerlicher Hitze leidet, ist es hier wieder kalt geworden. Heute Nacht hatte es um die zwei Grad und ich bedauerte es etwas, den Schlafsack als Zusatzzudecke in den weniger zugänglichen Teilen des Caddys verstaut zu haben.
    Wohin ging die Reise? Ich stoppte kurz in Kemi, wo ich das Kunstmuseum besuchen wollte, mich wohl verlief und beim Blutspenden wiederfand. Was gibt es noch in Kemi? Eine wirklich schöne Strandpromenade, von der man angeblich bis nach Schweden schauen kann.
    In Rovaniemi, der angeblichen Hauptstadt finnisch-Lappland am Polarkreis, besuchte ich das Arktikum, ein Museum und Wissenschaftszentrum für den Norden. Dort fand ich mich beim - hervorragenden und umfangreichen - Lunch von Menschen umgeben, die sich grenzübergreifend und sehr diffenziert damit beschäftigten, wie die Politik sowohl ökonomisch als auch strategisch Logistik und Infrastruktur optimieren kann - besonders in Hinblick auf das angespannte Verhältnis zu Russland. Unter anderem soll es auch um eine Anpassung des Eisenbahnetzes gehen, weil es in Finnland immer noch die Breitspur gibt, die ihre Ursprünge in der Zarenzeit hat. Die Veranstaltung ist eine von mehreren des Interreg-Aurora-Programms der Europäischen Union im Rahmen der Interreg-Initiative zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von 2021 bis 2027 und ist mit einen Etat von etwa 200 Millionen Euro unterfüttert.

    Die Teile der Ausstellung, die ich mir ansah, behandeln einerseits die arktische Natur und andererseits die historische Entwicklung des Nordens. Letzteres überforderte mich völlig, was die 30er und 40er Jahre betraf.
    Interessanterweise stieß ich auf viele Hakenkreuze, hier als Zeichen des finnischen Untergrundwiderstands.
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