• Findus
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Das Land von Eis und Feuer

Auf geht es, einen großen Traum zu erfüllen. ❤️
Mit dem Camper fahre ich um Island herum und auf dem Rückweg mache ich noch einen Abstecher auf die Färöer Inseln.
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  • Wasserfallwanderung - Teil 1

    14 lipca 2025, Islandia ⋅ ⛅ 18 °C

    Die letzte Nacht verbrachte ich schon mit Blick auf den Skókarfoss. Es kostete mich echt Überwindung, irgendwann das Rollo zu schließen und den Blick von diesem herrlichen Wasserfall abzuwenden...

    Am Vormittag machte ich mich dann bei herrlichem Sonnenschein auf den Weg zum Wasser. Erst genoss ich unten die Gischt und die Regenbögen darin, bevor ich mich dann auf den Weg nach oben machte. Nach 467 Stufen war ich endlich an der Aussichtsplattform knapp über dem 60m hohen Wasserfall angekommen. Nach einer kurzen Verschnauf- und Fotopause, setzte ich dann meinen Weg am Fluss fort und erreichte den Hestavaðsfoss.
    Einige (Höhen-)Meter weiter kam dann der Fosstorfufoss, an dem der Fluss eine 90-Grad-Kurve nimmt. Der Nachteil daran, flussaufwärts zu wandern, ist ja, dass es irgendwie kontinuierlich bergauf geht. Irgendwie wurde mir diese Tatsache erst jetzt bewusst.
    Anschließend verschwand der Fluss einige Zeit in einer tiefen Schlucht neben dem Wanderpfad, sodass ich ihn nicht mehr sah, aber das tosende Wasser noch immer hören konnte.
    Als ich den Fluss dann wieder sah, lag der Steinbogafoss vor mir und direkt dahinter die Kappe des Eyjafjallajökull - ganz ohne Aschewolke...
    Nach einem etwas steileren Abschnitt fand ich dann einen kleinen Bach an der Seite, in dem ich mich erfrischen und meine Wasserflasche auffüllen konnte. Sogar etwas Schatten fand ich hier.
    Kurz danach kam ich an den Fremri-Fellsfoss. Hier zog sich ein Regenbogen quer über den Wasserfall - fast wie eine Brücke. Unmittelbar dahinter lag schon der Innri-Fellsfoss.
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  • Wasserfallwanderung - Teil II

    14 lipca 2025, Islandia ⋅ ⛅ 18 °C

    Am Rollutorfufoss nimmt der Fluss wieder einen interessanten Verlauf. Durch zwei aufeinanderfolgende 90-Grad-Kurven versetzt er seinen Lauf quasi nur ein kleines Stück nach Osten.
    Ich erreichte weiter bergauf den Skálabrekkufoss. Mit seinen 43m Fallhöhe ist er deutlich höher als die anderen Fälle auf dem Weg. Dabei ist er auch eingezwängt zwischen moosbewachsenen Felsen was ihn noch schöner macht.
    Ein letzter steiler Anstieg brachte mich hoch zum Kæfufoss. ist Dieser fällt etwa 14 Meter über ein breites Schelf in einer Quasi-Trichterform.
    Dies war nun der neunte Wasserfall auf meiner Wanderung. Insgesamt hat der Fluss zwar 20 Wasserfälle zu bieten, aber an dieser Stelle war dann für mich nach zwar nur 3km, aber auch 280 Höhenmetern Schluss und ich kehrte nach einer Pause um.
    Der Rückweg kam mir dann irgendwie sehr viel kürzer vor...
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  • Sölheimajökull

    14 lipca 2025, Islandia ⋅ ⛅ 19 °C

    Nach der Hitze der Sonne, verschaffte ich mir eine kleine Abkühlung, indem ich einen Abstecher zum Sölheimajökull machte.
    Sólheimajökull ist ein Auslassgletscher, der die Mýrdalsjökull-Eiskappe entwässert.
    Mýrdalsjökull bedeckt den Zentralvulkan Katla, einen der aktivsten Vulkane Islands, unter dem es auch zuletzt wieder viele Schwarmerdbeben gab.
    Sólheimajökull selbst ist 14 km lang, 1-2 km breit und bedeckt 42 km².
    Subglaziale Eruptionen der Katla haben Gletscherausbrüche am Sólheimajökull verursacht, die große Auswirkungen auf die proglaziale Landschaft hatten.
    Im Jahr 2010 hatte sich der Gletscher seit Beginn der jährlichen Eisfrontmessungen im Jahr 1931 um 1255 Meter zurückgezogen, unterbrochen jedoch von einer Phase des Vorrückens von 1969 bis 1995.
    Seit 2010 führen Schüler der 7. Klasse der Hvolsskóli (Grundschule und Sekundarstufe I in Hvolsvöllur) jährliche Messungen des Rückzugs der Gletscherzunge des Sólheimajökull-Auslassgletschers durch. Im Jahr 2010 platzierten die Schüler dafür eine weiße Tafel vor dem Auslassgletscher, und die gemessene Entfernung von dieser zum Gletscher betrug 318 m. Die Entfernung wurde seitdem jährlich gemessen, und im Jahr 2019 betrug die Entfernung 718 m. Der Rückzug des Auslassgletschers betrug daher im Jahrzehnt 2010-2019 400m, verglichen mit etwa 1225 m Rückzug in den vorangegangenen acht Jahrzehnten zwischen 1921 und 2010.
    Die Schüler verwenden GPS-Punkte für genaue Messungen. Sie lernen die Verwendung solcher Geräte kennen und berechnen den Rückzug anhand der GPS-Koordinaten. Dieses Projekt hat den Schülern einen Einblick in die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf Gletscher und die Erde im Allgemeinen gegeben.
    In den letzten Jahren wurde die Tiefe der Gletscherlagune gemessen und auf etwa 60 m geschätzt.

    Nach Messungen von Geologiestudenten der Universität Island beträgt die Ausdünnung des Gletschers etwa 10 m/Jahr, 7 m im Sommer und 3 m im Winter.
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  • Dyrhólaey

    14 lipca 2025, Islandia ⋅ 🌬 16 °C

    Ich fuhr weiter zum Aussichtsfelsen Dyrhólaey. Früher handelte es sich hier um eine Insel, doch inzwischen gibt es eine stabile Landbrücke.
    Es wird angenommen, dass Dyrhólaey vor 80.000 Jahren bei einem Unterwasserausbruch entstanden ist. Die Wellen des Atlantiks haben die Insel seitdem erodiert und die senkrechten Klippen an ihren Südseiten geformt. Südlich von der Hauptinsel erstreckt sich ein Felsvorsprung, in den die Wellen ein Loch erodiert haben. Der Name der Insel bedeutet wörtlich übersetzt „Tür-Hügel-Insel“.
    Die Vogelwelt in Dyrhólaey ist vielfältig und umfasst eine Population von Eiderenten. Seevögel nisten in den senkrechten Klippen, während auch die vorgelagerten Felsen oft dicht besiedelt sind. Plötzlich flog auch ein Puffin an mir vorbei - den hatte ich hier nun nicht erwartet...
    Jahrhundertelang war Dyrhólaey eine wertvolle Quelle für Eier und Vogelfleisch für die Einheimischen, während Fischer die Insel seit der Besiedlung als Fischereistation nutzten.

    Meinen geplanten Strandspaziergang hier musste ich dann aber doch lassen. Wegen des starken Windes kamen immer wieder gefährliche "Sneaker Waves" vor.
    Also blieb ich lieber im sicheren Bereich der Klippen.
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  • Fahrt zur Katla Ice Cave

    15 lipca 2025, Islandia ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute wollte ich dem Gletscher dann noch einmal richtig nahe kommen. Mit einem Super Jeep startete ich ab Vík die Tour zur Gletscherhöhle unter dem Vulkan Katla.
    Die 40-minütige Fahrt mit dem Auto namens Henri war schon sehr interessant. Alle Autos der Flotte tragen Namen, so wie Schiffe früher, weil das Glück bringen soll. Unser Guide Leifur war sehr humorvoll und versorgte uns schon auf der Fahrt mit Infos. Der Super Jeep ist kein gutes Alltagsfahrzeug, wie ich schnell merkte. Auf der asphaltierten Straße am Anfang war die Fahrt sehr holprig, das änderte sich dann auf der Offroad-Strecke. Als wir den Asphalt verließen, reduzierte unser Guide den Reifendruck von etwa 2,4 auf 0,8 bar, damit wir auf dem Sand genug Grip hatten. Im Sommer verändert sich der Weg zur Höhle beinahe täglich durch die Schneeschmelze. Die Berge um uns herum waren früher alles Inseln, aber die vielen Ausbrüche des Vulkans Katla füllten das Gebiet mit Asche auf, sodass wir jetzt dort mit dem Auto fuhren, wo früher die Wikinger segelten.
    Leifur erzählte uns, dass er gerne spontane Ideen hat, also fuhren wir östlich des Berges Kálarfjall entlang - das war zwar eine längere Tour, aber interessanter zu fahren und mit schönerem Ausblick. Zwischendurch hielten wir auch für einen kleinen Fotostop an.
    Während wir so durch die Wildnis fuhren, rannte uns plötzlich ein Polarfuchs über den Weg!
    Leifur erzählte uns auch, dass erst 1975 die Ringstraße gebaut wurde, vorher war das hier der einzige Weg nach Ostisland.
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  • Katla Ice Cave

    15 lipca 2025, Islandia ⋅ ☁️ 18 °C

    Am Gletscher angekommen erfuhren wir, dass der Mýrdalsjökull der viertgrößte Gletscher Islands ist, flächenmäßig so groß wie Manhattan, aber dabei bis zu 1km dick. Direkt darunter liegt Islands gefährlichster Vulkan Katla. Der letzte Ausbruch war 1918, damit ist er eigentlich längst überfällig. Man vermutet, dass der nächste Ausbruch den Gletscher fast vollständig vernichten wird. Die dabei entstehende Flut wird so stark sein, wie die vier weltweit größten Flüsse zusammen...
    Das Eis des Gletschers war zunächst kaum zu erkennen, da das Eis bedeckt war mit der schwarzen Asche der letzten Vulkanausbrüche.
    Ausgestattet mit Spikes und Helmen machten wir uns auf den Weg zur Eishöhle.
    Solche Höhlen entstehen dadurch, dass Schmelzwasser in Gletscherspalten einen Eingang findet und dann tief unten im Eis beginnt zu rotieren. Die Katla Ice Cave war noch vor 7 Jahren nur ein kleiner schmaler Tunnel. Das Eis hier ist etwa 800 Jahre alt - ein irres Gefühl, mitten darin zu stehen!
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  • Abstecher an den Strand

    15 lipca 2025, Islandia ⋅ ☁️ 15 °C

    Leifur hatte uns ja schon vorgewarnt, dass er gerne spontane Entscheidungen trifft. Auf dem Rückweg von der Gletscherhöhle fragte er uns dann, ob wir pünktlich zurück sein müssten. Da zum Glück niemand ja sagte, bog er spontan von der Straße ab und fuhr mit uns an den schwarzen Sandstrand. Plötzlich stieß nur etwa 20m von der Wasserlinie entfernt eine Fontäne aus dem Wasser. Leifur entschied also spontan, hier einige Minuten anzuhalten und so hatten wir die seltene Gelegenheit, einen riesigen Buckelwal ganz dicht am Strand zu sehen.
    Ich fragte Leifur, ob das häufiger vorkomme und er meinte, er habe das hier in der Gegend erst ein Mal erlebt.
    Das war wirklich noch einmal etwas ganz Besonderes!

    Nach der Tour kühlte ich noch ein wenig meine Füße im kalten Wasser ab und genoss die Weite des Strandes und des Meeres für mich alleine.
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  • Lava Show

    15 lipca 2025, Islandia ⋅ ☁️ 14 °C

    In Vík besuchte ich dann heute noch die Lava Show.
    Das Konzept der Lava Show entstand 2010, als Júlíus und Ragnhildur, ein Ehepaar, von einem faszinierenden Lavafall während des Ausbruchs des Fimmvörðuháls beeindruckt waren, der dem bekannten Ausbruch des Eyjafjallajökull einige Wochen vorausging.
    Beim Ausbruch des Vulkans in Südisland stand das Ehepaar voller Ehrfurcht und fasziniert vor einem glühenden Lavafall, der 200 Meter eine Klippe hinunterstürzte, und hatte eine verrückte Idee: Was wäre, wenn Menschen dies das ganze Jahr über sicher, hautnah und ohne das Risiko einer Vulkanbesteigung erleben könnten?
    Anfang 2016 entfachten sie ihren Traum neu. Ohne Blaupause, ohne Vorbild und mit vielen Skeptikern, die sie für verrückt erklärten, beschlossen sie, etwas zu bauen, was es noch nie zuvor gab: die weltweit erste Live-Lava-Show.
    Zunächst erzählte uns unser Showmaster etwas über das Leben mit den Vulkanen auf Island. Er selbst ist vor 5 Jahren aus Spanien eingewandert und musste sich erst daran gewöhnen. Der Ort Vík liegt direkt unterhalb des Katla - über die Gefahr einer Flut habe ich schon berichtet. Ab dem Moment des Ausbruchs hat man hier in der Gegend geschätzt noch 30 Minuten Zeit, sich in höherem Gelände in Sicherheit zu bringen. Dabei gibt es verschiedene Sammelpunkte. Der für die Touristen wird dann in der Benachrichtigung stehen und ist die höher gelegene Kirche von Vík. Die Einheimischen dagegen haben - obwohl der Vulkan seit über 100 Jahren schlummert - fest eingeübte Fluchtprozedere. Jeder hat im Haus einen Evakuierungsrucksack mit dem nötigsten Equipment und ein gedrucktes Schild, dass das Haus evakuiert wurde. Außerdem hat jeder Bewohner zwei weitere Häuser, in denen er nachsehen muss, ob die Nachbarn Hilfe benötigen. Dann gibt es Fahrgemeinschaften, um mit so wenig Autos wie möglich zu fahren, wobei geländegängige Fahrzeuge bevorzugt genutzt werden sollen.
    Der Urgroßvater des Showgründers war einer der Überlebenden des letzten Ausbruchs 1918. Seine Geschichte wurde in einem kurzen Film gezeigt.
    Anschließend floss die Lava in den Raum und es wurde schlagartig wärmer - ich liebe ja diese Hitzestrahlung von Feuer!
    Mit 1100°C bahnte sich der Fluss seinen Weg, wobei an der Oberfläche schnell schwarze Stellen zu sehen waren, wo die Lava erkaltete. Unser Showmaster hob den halb erkalteten Lavafluss an und es bildete sich eine stabile Brücke, unter der die noch flüssige Lava jedoch herunter tropfte. Außerdem zog er die Lava in lange Fäden. Beim Erkalten bildeten sich dann dünne Glasfäden, die hier auch Hexenhaar genannt werden.
    Ich hatte zusätzlich noch die Backstage-Tour gebucht und erfuhr dabei, wie die Lava gemacht wird. Dazu wird "einfach" Basalt-Sand vom nahegelegenen Strand eingeschmolzen und mit einem gasbefeuerten Ofen auf 1100° erhitzt. Anschließend durfte ich sogar noch zwei Stücke "Hexenhaar" mitnehmen.
    Übrigens war diese Lava wenig siliziumhaltig, und das Glas daher "nur" vulkanisches Glas. Bei einem höheren Siliziumgehalt wäre das entstehende Glas Obsidian.
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  • Reynisfjara

    15 lipca 2025, Islandia ⋅ ☁️ 14 °C

    Zum Abschluss des Tages ging ich dann noch an den berühmten schwarzen Strand Reynisfjara. Zum Glück zeigte die Warntafel gelb - man durfte den Strand also betreten, aber nicht zu dicht an die Wasserkante heran gehen. Ich schaute mir die aus Basaltsäulen bestehende Hálsanefshellir Höhle an und genoss die tosenden Wellen.
    Ich ärgerte mich zunächst über den riesigen Möwenschwarm, der im Wasser schwamm. Irgendwann merkte ich dann jedoch, dass es ein Schwarm aus lauter Puffins war!
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  • Eilmeldung: Eruption am Sundhnúksgígaröð

    16 lipca 2025, Islandia ⋅ 🌬 13 °C

    Mal zur Abwechslung ein Footprint abseits meiner Route und ohne eigene Bilder, aber dennoch mit engem Bezug zu meiner Reise.
    Heute morgen sah ich die Eilnachricht der Safetravel Iceland App, dass auf der Reykjanes-Halbinsel am Vulkan Sundhnúksgígaröð eine Eruption startete. Gegen 1.30 Uhr nachts wurde das Gebiet großräumig evakuiert und um 3.53 Uhr brach dann der Vulkan aus. Auf einer Länge von mittlerweile 2000m tritt Lava aus einer Spalte aus.
    Das ganze Gebiet, in dem ich vor wenigen Tagen noch wandern war, ist nun gesperrt und wird vermutlich nie wieder so aussehen, wie ich es gesehen habe - schon ein komisches Gefühl...
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  • Die Yoda-Höhle

    16 lipca 2025, Islandia ⋅ ☁️ 13 °C

    An dem Berg Hjörleifshöfði befindet sich eine Höhle, die besonders wegen ihrer Form bekannt ist. Von innen betrachtet hat der Fels die Form des Star Wars Charakters Yoda.
    Vor etwa drei Wochen gab es hier auch noch viel Betrieb, da Regisseur Christopher Nolan hier mit seinem Filmset für den nächstes Jahr erscheinenden Film Odysseus gedreht hat. Den Film werde ich dann wohl sehen müssen, um vielleicht die isländische Landschaft wiedererkennen zu können. Czytaj więcej

  • Fjaðrárgljúfur Schlucht

    16 lipca 2025, Islandia ⋅ ☁️ 16 °C

    Eine kurze Wanderung führte mich entlang der Fjaðrárgljúfur-Schlucht.
    Die Schlucht wurde durch den Fluss Fjaðrá geformt. Der Fluss entspringt im Hochland und hat sich bis zu 100 Meter tief in das Palagonitgestein gegraben.
    So richtig bekannt geworden ist der Fjaðrárgljúfur, als Justin Bieber im Jahr 2015 dort Teile seines Musikvideos ‚I’ll Show You‘ drehte - zumindest habe ich die Info später im Netz gefunden. Ich habe einfach nur Bilder dieser Schlucht gesehen und musste sie deshalb selbst sehen. Dank Bieber haben sich die Besucherzahlen 2017 gegenüber dem Vorjahr jedoch fast verdoppelt. Dies wird immer mehr zum Problem für die empfindliche Natur, zumal das Gebiet unter Naturschutz steht. Deshalb wird der Weg am Canyon immer wieder für längere Zeit gesperrt, um der Natur Erholungszeit zu geben.
    Die gesamte Schlucht ist etwa 2 Kilometer lang und ich folgte einem Weg vom Parkplatz am unteren Ende, der immer weiter anstieg bis zum oberen Ende der Schlucht in etwa 100m Höhe. Immer wieder hatte ich hier einen wirklich beeindruckenden Blick auf den Canyon.
    Am oberen Ende gelangt das Wasser aus drei verschiedenen Richtungen über Wasserfälle in die Schlucht. Hier ist auch eine große Aussichtsplattform installiert, von der aus ich dann auch noch die Drohne startete.
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  • Nacht vorm Gletscher

    16 lipca 2025, Islandia ⋅ ☁️ 12 °C

    Die Nacht verbrachte ich im Skaftafell Nationalpark mit einem herrlichen Blick auf die Ausläufer des Vatnajökull Gletschers, dem größten Gletscher Islands und damit außerhalb der Polarzonen auch der größte Europas.
    Seine Fläche beträgt rund 7.700 km², was etwa 8 % der Fläche Islands entspricht. Das Eisvolumen wird auf über 3.000 km³ geschätzt.
    Wie viele andere Gletscher Islands entstand der Vatnajökull vor etwa 2.500 Jahren.
    Zur Zeit der Landnahme im 9. Jahrhundert n. Chr. war der Gletscher bedeutend kleiner als heute.
    Im 15. Jahrhundert begann die sog. Kleine Eiszeit, die in Island bis ca. 1890 dauerte. Der Vatnajökull vergrößerte sich infolgedessen.
    Seit einigen Jahren verliert der Vatnajökull an Größe, seit dem Ende des 19. Jahrhunderts genaugenommen um 10 %, d. h. ca. 300 km³, was einen Beitrag um 1 mm zur derzeitigen Anhebung des Meeresspiegels bedeutet. Verantwortlich dafür sind sowohl die globale Klimaveränderung als auch die vulkanischen Aktivitäten der letzten Jahre.
    In direktem Zusammenhang damit steht auch die Anhebung des Landes. Die Schwere der Eiskappe, die auf dem Land lastet, verringert sich. Infolgedessen hebt sich Island.
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  • Gletscherwanderung

    17 lipca 2025, Islandia ⋅ ⛅ 11 °C

    Heute morgen stand ich mal etwas früher auf und war pünktlich für meine Gletscherwanderung am Treffpunkt.
    Ich hatte die Empfehlung für einen kleineren Veranstalter gestern im Nationalparkzentrum bekommen. Nach kurzem Überlegen hatte ich dann nicht die "normale" 3-stündige Wanderung, sondern die Adventure Tour gebucht, die in gut 4,5h deutlich weiter auf den Gletscher hinauf ging.
    Wir waren nur 5 Leute und fuhren im Jeep mit unserem Guide Kate an den Falljökull heran. Das ist einer der großen Auslassgletscher des Vatnajökull. Falljökull ist ein kriechender Gletscher, der sich von der Caldera des Öræfajökull erstreckt und von deren 1.800m hohen Rand herab fließt. Der Falljökull ist buchstäblich ein riesiger gefrorener Wasserfall, der über unzählige Jahrzehnte Millimeter für Millimeter in die Tiefe zu stürzen scheint, aktuell mit etwa 2cm pro Tag. Daher auch der Name: „fallender Gletscher“.
    Zu Beginn der Wanderung stiegen wir über etwas, dass zunächst wie ein riesiger Geröllhaufen aussah. Allerdings war auch das schon Eis, dass einfach nur von sehr viel Moräne bedeckt war. Am Ende des Geröllfeldes zogen wir dann unsere Steigeisen an und begaben uns deutlich spürbar auf das Eis.
    Kate erklärte, dass die Gletscher im Sommer so weiß und dreckig aussehen, weil sich durch die Wärme eine leicht angetaute Kruste bildet. Zum einen ist das Eis hier lockerer und beinhaltet mehr Luft (daher die weiße Farbe) und zum anderen bleiben dort einfach mehr vom Wind aufgetragene Partikel hängen.
    Im Gänsemarsch setzten wir unseren Weg über das Eis fort und passierten oder überquerten mehrere Schmelzwasserläufe. Immer wieder sahen wir auch tiefblau leuchtende "Sinkholes". Diese entstehen dort, wo längere Zeit schwarzes Gestein auf dem Eis liegt. Die schwarze Farbe zieht die Wärme an und das Gestein sinkt langsam in das schmelzende Eis ein. Das Wasser in diesen Löchern ist unbewegt, im Gegensatz zum Wasser in den sogenannten "Mulan". In diesen Mühlen fließt das Wasser aktiv und schneidet sich so immer tiefer und breiter in das Eis, weswegen man hier auch Abstand halten sollte.
    Nach einiger Zeit ließen wir das untere Plateau des Gletschers hinter uns und stiegen weiter auf den Gletscher hinauf. Die Steigungen waren teilweise echt herausfordernd und der Aufstieg ziemlich schweißtreibend. Allerdings wurde das Eis um uns herum auch immer faszinierender und rauer. Während sich oben an der Kante, von der der Gletscher herunter kommt, tiefe Querrisse bilden, wird der Gletscher hier durch die einengenden Berge rechts und links geformt. Hier bilden sich dadurch lange Längsrisse.
    Aber Kate führte uns immer weiter sicher bergauf.
    Auf 410m Höhe machten wir dann schließlich eine längere Pause, setzten uns und aßen die mitgebrachten Snacks.
    Anschließend begann der Abstieg... Ich stellte fest, dass auch der anstrengend ist. Wegen der Steigeisen muss man - entgegen dem gewohnten seitlichen Gang beim Bergwandern - die Fußspitze immer nach unten zeigen lassen und sich nach hinten lehnen. Anfangs hatte ich große Probleme damit, den Metallzacken so zu vertrauen, aber mit der Zeit gewöhnte ich mich daran und der Abstieg wurde einfacher. Wir machten noch einen Abstecher in eine Eisspalte hinein. Hier konnten wir an deren Boden tief in das Eis eintauchen, dass rechts und links in den Himmel ragte.
    Als meine Wasserflasche leer war, füllte ich sie mit dem klaren Schmelzwasser, dass hier über das Eis lief, auf - herrlich erfrischend! Allerdings sollte man nicht zu viel davon trinken, da es quasi destilliertes Wasser ist und damit in größeren Mengen nicht gut für den Körper.
    Als wir wieder am Jeep ankamen, war ich sehr erschöpft, aber auch super glücklich über dieses unglaubliche Erlebnis!
    Den restlichen Tag legte ich dann aber auch nur noch die Füße hoch und ruhte mich aus.
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  • Jökulsárlón - Gletscherlagune

    18 lipca 2025, Islandia ⋅ ☁️ 12 °C

    Auf der Fahrt zu meinem nächsten Ziel wurde mir langsam bewusst, wie groß eigentlich der Vatnajökull ist. Die ganze Fahrt über sah ich immer wieder Gletscherzungen aus den Berge ragen.
    Jökulsárlón ist eine Gletscherlagune, die zum Nationalpark Vatnajökull gehört. Ihr ruhiges Wasser ist mit Eisbergen aus der Breiðamerkurjökull-Gletscherzunge durchzogen, die Teil des größeren Vatnajökull-Gletschers ist.
    Es war ein irrer Anblick, diese Lagune voller Eisberge zu sehen - manche davon größer, andere kleiner.
    Ich hatte abseits der Touristenmassen geparkt, daher musste ich noch 2km an der Lagune entlang laufen, um zu ihrem Ausgang zu kommen. Dafür hatte ich den Weg aber auch größtenteils für mich alleine. Und wenn es ganz still war, konnte man das Knistern und Knacken im Eis hören - beeindruckend!
    Und als ich da so saß, hörte ich plötzlich ein unheimlich lautes Donnern und Grollen, dass in den Bergen wiederhallte, gefolgt von einem lauten Platschen - der Gletscher hat gekalbt! Sehen konnte ich das leider nicht, dafür war ich doch zu weit weg, aber alleine das Geräusch war schon grandios.
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  • Diamond Beach

    18 lipca 2025, Islandia ⋅ ☁️ 12 °C

    Die Gletscherlagune fließt durch einen kurzen Wasserlauf in den Atlantischen Ozean und hinterlässt dabei Eisbrocken auf einem schwarzen Sandstrand.
    Wenn das Licht mitspielt, funkeln diese Eisbrocken auf dem dunklen Hintergrund dann wie Diamanten.
    Heute spielte das Licht zum Glück mit und ich staunte über fast jeden einzelnen Eisbrocken.
    Ich genoss wieder einmal die tosenden Wellen, die gegen die größeren Eisblöcke schlugen, und setzte mich eine Weile.
    Im Winter sollen sich angeblich Hunderte von Seehunden in der fischreichen Lagune tummeln. Auf meinem Weg zurück sah ich dann plötzlich einen durch die Strömung springen - leider war da die Kamera schon wieder im Rucksack...
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  • Möwenbuffet

    18 lipca 2025, Islandia ⋅ 🌧 12 °C

    Nachdem mir der eine Seehund durch die Lappen gegangen war, legte ich mich schnell mit der Kamera auf die Lauer - vielleicht bekäme ich ja noch eine Chance?
    In der Zwischenzeit beobachtete ich die vielen Möwen, die hier immer wieder in das Wasser tauchten und sich an den Fischen bedienten.
    Nach knapp einer Stunde ohne Seehund gab ich dann aber doch auf und lief weiter zurück.
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  • Vestrahorn

    18 lipca 2025, Islandia ⋅ ☁️ 12 °C

    Ich fuhr weiter zu meinem Platz für die Nacht am Vestrahorn.
    Hier machte ich noch einen kurzen Spaziergang zum Leuchtturm. Direkt daneben ist eine 1955 von den US-Truppen errichtete ehemalige NATO-Radarstation. Aktuell werden rund um die Anlage neue Hallen errichtet - ob sie wohl wieder in Betrieb genommen wird?
    Anschließend setzte ich mich noch an die Felsküste mit Blick auf eine Robbenkolonie, bevor ich schließlich über den - natürlich wieder schwarzen - Strand zurück lief.
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  • Wikinger Filmdorf

    19 lipca 2025, Islandia ⋅ 🌧 12 °C

    Heute morgen besuchte ich das Wikinger Filmdorf dicht neben meinem Nachtplatz. Ursprünglich wurde das Dorf 2009 als Kulisse für einen Film gebaut, der dann aber nie gedreht wurde.
    Stattdessen ist es in den folgenden Jahren für diverse andere Film- und Serienproduktionen genutzt worden. So zum Beispiel für die Serie The Witcher: Blood Origin.
    Leider spielte das Wetter noch nicht so mit, sodass sich die beeindruckende Bergkulisse im Hintergrund in den Wolken versteckte.
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  • Skútafoss und Lækjavik

    19 lipca 2025, Islandia ⋅ 🌧 11 °C

    Ich hatte mir auf meiner Karte die Markierung gesetzt, dass ich den Skútafoss besichtigen möchte. Vom Parkplatz aus konnte ich schon einen kümmerlichen Wasserfall in den Felsen erkennen - warum sollte der nochmal besonders sein?
    Da ich aber nun schon ausgestiegen war, ging ich trotzdem am Fluss entlang in die Richtung.
    Ich musste tatsächlich nur um eine Ecke biegen und fand einen wunderschönen Wasserfall mit türkisem Wasser! Direkt daneben hatte das Wasser eine große Höhle in den Felsen gegraben, sodass ich einige Zeit hier im Trockenen (es regnete mal wieder) verweilen konnte.
    Vielleicht ist das der schönste einzelne Ort, den ich auf Island gefunden habe...

    Ich fuhr anschließend weiter zum Hvalnesviti, dessen angeblich schöne Aussicht jedoch in den Regenwolken verschwand...

    Wieder einmal ärgerte ich mich über fehlende Haltebuchten am Straßenrand, als ich an den Berghängen neben der Straße plötzlich Rentiere sah! Ich hatte bislang gar nicht so richtig auf dem Schirm, dass es die hier ja auch gibt.

    So kam ich dann aber schließlich an die Lækjavik - eine kleine Bucht mit schwarzem Sand. Trotz des anhaltenden Regens leuchtete das Wasser hier herrlich türkis und bildete so mit der weißen Gischt und dem schwarzen Sand herrliche Kontraste.
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  • Nykurhylsfoss - Pfadfinderwanderung

    19 lipca 2025, Islandia ⋅ 🌫 12 °C

    Auch den Nykurhylsfoss hatte ich mir vorgenommen, zu besichtigen. Hier sollte es einen Parkplatz direkt neben der Aussichtsplattform geben. Leider gab es aber die Straße dahin gerade nicht, die war abgerissen worden und wird jetzt neu gebaut...
    Ich parkte also stattdessen auf dem nahegelegenen Rastplatz - irgendwie musste es doch trotzdem einen Weg zum Wasserfall geben.
    Kurzerhand ließ ich die Drohne aufsteigen, um aus der Vogelperspektive einen Weg zu finden. Das funktionierte auch und ich konnte zumindest Fragmente eines Trampelpfades erkennen. Dank der Drohne sah ich auch den Wasserfall schon und wanderte los. Nach zwei kleinen Kletterpartien kam ich dann auch an und hatte den traumhaften Wasserfall ganz für mich alleine - kein Wunder, wenn man den Weg nicht findet...
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  • Der grüne oder blaue Felsen

    19 lipca 2025, Islandia ⋅ ☁️ 11 °C

    Einen letzten Zwischenstop machte ich dann heute noch.
    Die Blábjörg-Klippen sind Teil einer ausgedehnten Tephra-Schicht, die als Berufjarðartúff (Berufjörður-Tuff) bezeichnet wird. Blábjörg (Die blauen Klippen) sind vermutlich zwischen 9 und 10 Millionen Jahre alt und entstanden bei einem großen explosiven Ausbruch. Tephra fiel in ausgedehnten pyroklastischen Strömen auf das Gebiet, sodass dicke Schichten hochtemperierter Asche die Landschaft bedeckten. Aufgrund der hohen Hitze der Asche verschmolzen die Schichten und verwandelten sich in dichtes und festes Gestein. Die blau-grüne Farbe des Gesteins ist auf Chloritmineralien zurückzuführen, die sich während der Umwandlung des Gesteins bildeten. Pyroklastische Ströme sind eines der gefährlichsten Phänomene bei Vulkanausbrüchen. Sie bestehen aus einer Mischung aus Asche und vulkanischen Gasen, die mit unglaublicher Geschwindigkeit von bis zu 500 km/h die Hänge von Vulkanen hinunterfließen. Die Temperatur pyroklastischer Ströme liegt zwischen 100 und 800 °C. Solche Ströme entstehen, wenn die Aschewolke über einem ausbrechenden Vulkan in sich zusammenfällt, sobald ihr spezifisches Gewicht das der umgebenden Atmosphäre übersteigt. Unter normalen Umständen steigt die Wolke aus dem Vulkankrater auf, wo heiße Gase aus dem Ausbruch ihre Tragfähigkeit gewährleisten. Veränderungen im Ausbruch oder einzelne Explosionen können jedoch dazu führen, dass die Wolke nicht aufsteigt und infolgedessen pyroklastische Ströme von ihr abfallen.

    Ich bewunderte die seltsame Farbe des Gesteins und war mir noch immer nicht ganz sicher, ob der Felsen nun eigentlich blau oder grün ist... Aber beeindruckend auf jeden Fall.

    Anschließend fuhr ich noch ein ganz kleines bisschen weiter und verbrachte die Nacht auf einer Wiese neben einem kleinen Dörfchen.
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  • Meleyri Strand

    20 lipca 2025, Islandia ⋅ ☁️ 13 °C

    Noch im Vorbeifahren bewunderte ich den schönen schwarzen Sandstrand. Als ich dann auch noch einen Parkplatz fand, entschloss ich mich spontan zu einem Strandspaziergang.
    Da dieser Strand einfach "nur" ein Strand ist und in keinem Reiseführer steht, hatte ich den ganzen Strand für mich alleine - schön!
    Naja, ganz alleine war ich nicht - ich teilte mir die Wasserkante mit hunderten kleinen Strandläufern.
    Kurzerhand ließ ich meine Schuhe und Socken am Strand stehen und watete durch das (eiskalte) Wasser, während ich die süßen Vögel beobachtete.
    Das war doch ein schöner spontaner Zwischenstop 😊
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