• Findus
  • Findus

Der hohe Norden

Mit dem Wohnmobil über Dänemark, Schweden und Finnland ans nördliche Ende Norwegens und dann irgendwie südwärts.
Unterwegs auf Seitenstraßen und Trampelpfaden; dem Gefühl und dem Wetter folgend; täglich neue Pläne schmiedend und immer glücklich!
Baca lagi
  • Nachtwanderung in den Nationalpark

    2 Julai 2022, Norway ⋅ ⛅ 22 °C

    Den Tag über waren es wieder bis zu 31 unerträgliche Grad und so blieb ich noch auf dem Campingplatz, kühlte mich mit einem kurzen Bad im Fjord ab und machte ein Mittagsschläfchen.
    Gegen Abend sanken dir Temperaturen dann leicht und es zog ein bisschen Wind auf, sodass ich dann gegen 19 Uhr aufbrach zu einer Wanderung in den Ånderdalen nasjonalpark. Warum denn auch am heißen Tag wandern, wenn es Nachts auch hell ist?
    Der Weg fing mit einer sehr einfachen Schotterpiste an und ging dann auf einem normalen Wanderweg weiter. Wunderbar fand ich einen Feuerplatz am Weg mit Tisch und Bänken, Feuerplatz, Feuerschale und Brennholz. Sogar einen Becher und einen Wasserkocher hatte hier jemand stehen lassen ;)
    Weite Strecken verbrachte ich auch ganz schön auf dem Holzweg - also auf den Planken, die einen hier sicher über die Sümpfe führen...
    Nach der Hälfte der Strecke etwa verließ ich jedoch den beschilderten Wanderweg und nahm einen kleinen Seitenpfad. Meinem untrügbaren Gehör folgend, kam ich kurz danach an einen wunderschönen Wildfluss mit ganz vielen Stromschnellen und Wasserfällen. Diesem Fluss folgte ich dann auch bis zum See (der das Ziel meiner Tour war). Allerdings war dies hier nun mal nur ein Trampelpfad und kein Wanderweg. Dementsprechend war er oft schwer zu finden und schwierig zu gehen.
    Dennoch kam ich nun am See Åndervatnet an und fand hier eine kleine offene Hütte des norwegischen Wanderverbands. Sie ist liebevoll eingerichtet mit Bänken und Tisch, Kochzeile mit Gasflasche, Kamin, Matratzen und Geschirr. Hätte ich das gewusst, hätte ich hier ja eine Übernachtung eingeplant!
    Aber so nutze ich sie gerade nur für eine ausgedehnte, entspannte Pause und mache mich dann gleich auf den Rückweg.
    Baca lagi

  • Versöhnung mit norwegischen Wanderwegen

    2 Julai 2022, Norway ⋅ ⛅ 20 °C

    Den Rückweg trat ich auf dem normalen und ausgeschilderten Pfad an. Dieser war wirklich mal leicht zu gehen, nur die Hitze setzte mir noch zu. Um besser gegen jegliches Stech- und Beißgetier geschützt zu sein, trug ich dünne, aber lange Wanderkleidung.
    Aber der Weg war nett, fast so, wie man ihn auch im Harz finden könnte.
    Die Mitternachtssonne bot immer wieder wunderschöne Blicke auf die umliegenden Berge. Jetzt bin ich aber doch froh, wieder am Auto zu sein und die Füße hochlegen zu können...
    Baca lagi

  • Bardufossen und Målselvfossen

    3 Julai 2022, Norway ⋅ ⛅ 16 °C

    Die beiden benachbarten Wasserfälle Bardufossen und Målselvfossen sind Giganten. An den Bardufoss kommt man leider kaum heran, daher konnte ich ihn zwar gut hören und die Gischt spüren, aber leider kaum fotografieren.
    Der Målselvfoss zeigt sich dagegen etwas fotogener. Theoretisch gibt es hier sogar ein Unterwasserfenster, aber das war wegen Bauarbeiten geschlossen.
    Also kletterte ich nur hinunter auf einen Felsen und fotografierte und genoss von dort aus die Wassermassen.
    An einem anderen Fotopoint wartete ich gerade noch auf blauen Himmel, als plötzlich ein Buntspecht sehr nah an einem Strommast landete - was für ein fotogener Vogel!
    Baca lagi

  • Glück auf dem Weg

    4 Julai 2022, Norway ⋅ ⛅ 17 °C

    Heute morgen kam ich irgendwie ein bisschen ins Trödeln... Auf einmal sah ich auf die Uhr und merkte, dass es knapp mit der Fähre, die nur alle 2 Stunden fährt, werden würde! Ich bin dann schnell auf den Fahrersitz gehüpft und los gepest mit ein klein wenig überhöhter Geschwindigkeit...
    Die letzten 5 Minuten bis zum Fährkai konnte ich schon die Fähre sehen. Die Abfahrtszeit war 8.35 Uhr. Ich kam um 8.36 Uhr an und wurde begrüßt mit: 'Ich sehe dich schon seit 5 Minuten, also haben wir gewartet!'.
    Was für ein Glück!
    Den restlichen Weg über machte ich wieder einige kurze Fotostopps, beeilte mich aber trotzdem.
    Angekommen am Saltstraumen entdeckte ich einen kleinen Denkfehler, also war die ganze Eile eigentlich unnötig... So ergab sich für mich allerdings die Möglichkeit zu einer gemütlichen Essenspause vor Ort!
    Baca lagi

  • Saltstraumen

    4 Julai 2022, Norway ⋅ ☁️ 20 °C

    "Warum ist das Meereswasser salzig?" Früher gab man dem Mahlstrom die Schuld daran. Glaubt man einem nordischen Märchen, konnte man mit Zaubermühlen sogar Salz herbeimahlen und seit einmal ein gieriger Schiffer hier mitsamt Boot und einer solchen Zaubermühle versank, mahlt diese auf dem Meeresgrund weiter.
    Mittlerweile weiß man natürlich, dass es der Wechsel aus Ebbe und Flut ist, der die Strudel von Gezeitenströmen hervorruft, aber ein bisschen Magie steckt dennoch in diesem Naturwunder.
    Mit bis zu 40 km/h ist der Saltstraumen der stärkste Gezeitenstrom der Welt. Zwei Mal pro Tag werden 400 Millionen Kubikmeter Meerwasser in einen 2,5 Kilometer langen und rund 150 Meter breiten Sund gepresst und wieder heraus gesogen. Die stärkste Strömung besteht rund 3 Stunden nach dem Hoch- bzw. Niedrigwasser. Hier war auch mein Denkfehler: ich rechnete mit der Tidezeit von Bodø. Da der Saltstraumen allerdings 30km weiter landeinwärts liegt, verschiebt sich das Ganze hier um knapp 2 Stunden.

    Nach einer längeren Pause vor Ort hatte ich dann jedoch das Glück, die volle Macht des Malstroms zu erleben - zunächst auf der Brücke und dann am Ufer.
    Unglaublich!
    Wie ein wilder und schneller Gebirgsfluss schießt das Wasser hier vorbei.
    Baca lagi

  • Aufregende Fahrt zum Schlafplatz

    4 Julai 2022, Norway ⋅ ☁️ 18 °C

    Vom Saltstraumen zu meinem Schlafplatz sollte ich eigentlich nur etwa eine Stunde fahren.
    Allerdings war da zunächst ein wirklich schöner Fluss, an dem ich noch einmal anhalten musste, und dann war die Straße von Schafen blockiert. Die lagen da seelenruhig rum oder spazierten gemütlich, ohne sich an mir zu stören. Im Slalom fuhr ich also um sie herum.
    An einer Stelle war die Straße jedoch so voll, dass auch ein Norweger vor mir nicht weiter kam. Dieser hatte dann jedoch eine gute Idee und holte seinen Hund aus dem Kofferraum. Siehe da - die Straße war frei!
    Es ging für mich noch etwas weiter auf dem 'Kulturveien Riksvei 812'. Er führte mich durch enge Täler und steile Bergpässe. Die Infotafel sagt dazu:
    "Hier liegen Vergangenheit und Gegenwart harmonisch Seite an Seite mit vielen Kulturdenkmälern. Hier findet man Grabhügel und Hausreste aus der Wikingerzeit, alte Bootshäuser, Kornmühlen und andere Spuren alter Wohnsitze der Geschichte. Die Haufensiedlungen sind vielerorts noch intakt und die Mischung aus altem und neuem Baustil ist eine spezielle Eigenschaft des Kulturweges."
    In der Tat hatte diese Landschaft etwas bezauberndes!
    Ich fand einen wunderschönen und liebevoll gestalteten kleinen Rastplatz, auf dem ich die Nacht verbrachte.
    Baca lagi

  • Hausputz und Entspannung

    5 Julai 2022, Norway ⋅ 🌧 10 °C

    Heute war es den ganzen Tag regnerisch. Deshalb schlief ich zunächst aus und fegte und wischte danach einmal den guten Findus sauber - nach 14 Tagen doch mal wieder notwendig...
    Im Anschluss genoss ich Kaffee und Plätzchen und fuhr irgendwann dann doch noch ein Stück weiter zum Junkerdal nasjonalpark sentret. Dort informierte ich mich über den hiesigen Nationalpark mit seinen Pflanzen, Tieren und den Traditionen der Sami. Ich fand außerdem zwei kurze Wandertouren, die ich unbedingt laufen muss. Da es heute aber weiterhin regnete, suchte ich mir einen Schlafplatz nur 5km entfernt und werde morgen zum Wandern zurückkehren.Baca lagi

  • Kjelmåfossen

    6 Julai 2022, Norway ⋅ ☁️ 11 °C

    Zurück am Nationalparkzentrum startete ich zum markierten Rundweg zum Kjemåfossen, einem wohl beeindruckenden Wasserfall.
    Es sollte ein leicht begehbarer und rollstuhlfreundlicher Weg sein. Im Großen und Ganzen war er das auch...
    Als ich jedoch am "Wasserfall" ankam, war ich ein bisschen enttäuscht, es war lediglich ein sehr wilder Fluss mit einigen Absätzen. Allerdings entdeckte ich einen ausgeschilderten Trampelpfad flussaufwärts und so begann ich zu klettern.
    Ich kletterte und fotografierte, kletterte und fotografierte, und irgendwann fotografierte ich nicht mehr, sondern kletterte nur noch...
    Sehr anstrengend war das nun, aber ich genoss jede Minute.
    Bergab nahm ich dann jedoch lieber einen Forstweg, der etwas länger aber deutlich leichter war.
    Nun bin ich zurück am Parkplatz und sehr glücklich - auch wenn ich immer noch das Tosen des Wassers im Ohr habe...
    Baca lagi

  • Über den Saltfjellpass

    6 Julai 2022, Norway ⋅ 🌧 7 °C

    Weiter in Richtung Süden führte mich die E6 über den Saltfjellpass. Er führte mich hoch hinaus ins Saltfjell und ist zu dieser Jahreszeit zum Glück einfach zu befahren. Von etwa Oktober bis Ende Mai jedoch ist er schneebedeckt und nur in Kolonne hinter einem Räumfahrzeug zu passieren.
    Nun führte mich die Straße durch eine kahle, windige Hochebene. Dabei ging es immer entlang des Flusses Lounosjåhkå.
    Ich machte wieder mehrere Pausen, um die Umgebung zu erkunden - auch eine weitere Hängebrücke fand ich dabei ;)
    Baca lagi

  • Polarkreiszentrum

    6 Julai 2022, Norway ⋅ ☁️ 7 °C

    Vor 13 Tagen überquerte ich in Rovaniemi den Polarkreis. Jetzt bin ich mitten im Saltfjell wieder dort angekommen. Der eisige Wind trieb mich zunächst in den Souvenirshop und das Restaurant. Rentiersteak war leider alle, daher gab es als Ersatz einen Rentierburger für mich - ausgesprochen lecker!
    Im Anschluss sah ich mich dann dick eingepackt draußen ein bisschen um.
    Ich ging auch auf die andere Seite der Straße und über die Bahnlinie (da stand, das sei ein Bahnübergang) zu einem schönen kleinen Monument, das den Polarkreis kennzeichnet.
    Zur Belohnung für diesen Ausflug sah ich auf dem Rückweg noch einen Regenbogen :)
    Baca lagi

  • Setergrotta

    7 Julai 2022, Norway ⋅ 🌧 11 °C

    Was macht man am Besten, wenn es immer nur regnet? Drinnen bleiben, genau!
    Und damit es mir dabei nicht zu langweilig wird, buchte ich ganz spontan eine geführte Tour in der Setergrotta, einer Höhle hier im Saltfjell.
    Ich lernte später, dass es hier viele dieser Höhlen gibt. Durch die Kombination aus Kalkstein und Schiefer (die durch eine Verschmelzung und "Verpressung" übrigens Marmor ergeben) und den Meeresspiegel, der früher auf diesem Niveau lag, wurden hier viele Kilometer Höhlen ausgespült.
    Die Setergrøtta ist eine der größten davon, sobald endlich ihre direkte Verbindung mit der Grønligrotta nebenan bewiesen wurde, sogar Norwegens größte Höhle.
    Die von mir gebuchte Tour sollte 2 Stunden dauern und ohne besondere Kenntnisse zu bewältigen sein - man solle allerdings in "normaler physischer Verfassung" sein.
    Zu Beginn wurden wir 9 Teilnehmer von unserem sehr netten Guide Aril eingekleidet mit Overalls, Handschuhen und einem Helm mit Lampe. Dann ging es los etwa 500m durch den Wald zum gigantischen Höhleneingang. Aril erzählte uns, dass diese Höhle erst 1935 entdeckt wurde, da der Eingang vorher immer von Eis und Schnee bedeckt war. Über ein großes Geröllfeld ging es hinab in die Höhle. Ab da ging der Weg weiter durch sehr enge Gänge (man musste teilweise seitlich gehen), sehr flache Gänge (Krabbeln und Kriechen waren hier angesagt) und steile Pfade hinauf und hinunter. Ein grandioses Erlebnis, dem natürlichen Höhlenverlauf so zu folgen! Hier war wirklich nichts durch den Menschen verändert worden, es gab keine Stufen, keine Geländer, keine Beleuchtung.
    Ein Gang führte 100m entlang eines ehemaligen Flusses, der hier den Marmor ausgehöhlt hatte. Einen unterirdischen Fluss fanden wir auch. Aril erzählte zwischendurch auch immer wieder Interessantes über Gestein, Erforschung und Namen. So gibt es einen "dvergensti", der bei den Guides aber nur "Alte-Leute-Gang" genannt wird, weil man da so gebückt laufen muss. Die "Kirche" hat ihren Namen, weil sie die zentrale Halle ist und in Dörfern auch immer die Kirche in der Mitte ist. Außerdem fand hier vor zwei Jahren die Hochzeit einer der Guides statt, der Pastor saß auf einem Felsen, der seitdem "Priestchair" heißt.
    Da eine Familie diesen Strapazen nicht ganz gewachsen war, brauchten wir für den ersten Teil der Tour 2 Stunden. Im Anschluss brachte Aril sie sicher nach draußen und wir setzten die Tour auf dem zweiten Teil nur zu viert fort. Hier erreichten wir auch eine trichterförmige Halle mit wunderbarer Akustik. Hier hat es sogar schon einmal Konzerte gegeben. Wir machten auch kurz unsere Lampen aus und schon war es absolut dunkel. Ich habe versucht, meine eigene Hand vor Augen zu erkennen, was aber nicht möglich war, bis sie meine Nase berührte.
    Nach insgesamt 3,5 Stunden Höhlenkletterei war ich fix und fertig, aber auch sehr, sehr glücklich! Was für ein Erlebnis!
    Baca lagi

  • Mosjøen

    8 Julai 2022, Norway ⋅ ☁️ 11 °C

    Mosjøen (gesprochen etwa: 'Muhschön') ist ein Ort, in dem die Zeit still steht. Im 20. Jahrhundert war dieser Ort ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für den Handelsverkehr zwischen Wasser und Binnenland. Heute gilt es als Stadt (mit nicht mal 10.000 Einwohnern...) und lebt von zwei Aluminiumwerken und dem Tourismus.

    Nur vereinzelt sieht man Menschen auf der Straße und die Sjøgata ist eine Straße wie aus einem Museum. Hier stehen noch die Fischer- und Kaufmannshäuser von vor 100 Jahren. Alles wirkt sehr alt und heruntergekommen, aber gleichzeitig liebevoll dekoriert und gepflegt. Es gibt sogar eine alte Tankstelle von 1933 - die zweitälteste Tankstelle Norwegens. Benzin bekommt man hier nicht mehr, ich wüsste auch gar nicht, wie ich hier zapfen sollte...
    Baca lagi

  • Laksforsen

    8 Julai 2022, Norway ⋅ 🌧 13 °C

    Der Laksforsen ist der wasserreichste Wasserfall Europas mit einer durchschnittlichen Wassermenge von rund 700 m³/s. Selbstverständlich musste ich hier also anhalten!
    Der Wasserfall ist beeindruckend gewaltig. Leider kommt man durch das vorgebaute Café kaum heran. Allein der Eintritt ins Café kostet 85 Kronen - oder man kauft es einfach für 12.000.000 Kronen...
    Sobald man so nah wie möglich ans Wasser heran geklettert ist, steht man tief im Nebel, sodass kaum scharfe Fotos möglich sind.
    Dennoch war das hier einen Zwischenstopp wert!
    Baca lagi

  • Grane Bygdetun

    8 Julai 2022, Norway ⋅ 🌧 13 °C

    Einen weiteren Zwischenstopp machte ich nahe dem Ort Trofors, wo man einen alten Ort besichtigen kann. Die Häuser stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert und sind sehr gut erhalten. Spannend, hier entlang zu schlendern und sich vorzustellen, wie man hier wohl gelebt hat...
    Das Ganze ist kein Museum, sondern einfach nur ein öffentlich zugänglicher Ort. Daher gibt es keine Infotafeln oder Ähnliches, aber mit ein bisschen Phantasie kann man den Ort zum Leben erwecken.
    Baca lagi

  • Nordlandsporten

    8 Julai 2022, Norway ⋅ ☁️ 11 °C

    Jetzt verlasse ich also die Region "Nordland" und reise weiter nach "Trøndelag". Habe ich damit jetzt offiziell den Norden verlassen?
    Irgendwie witzig, dass hier jemand dieses schöne Tor gebaut hat...

  • Flut und Wasserfall

    8 Julai 2022, Norway ⋅ 🌧 11 °C

    Richtung Süden führte die Straße lange Zeit an einem Fluss entlang. Durch die starke Hitze (und dadurch starke Schneeschmelze) und den starken Regen führte er Hochwasser, was ich an einem Rastplatz sehr deutlich erkennen konnte. Der untere Teil war gesperrt und das Wasser rauschte nur so vorbei.
    Einen weiteren Zwischenstopp machte ich am Formofossen, einem wieder mal gewaltigen Wasserfall.
    Anschließend suchte ich mir einen hübschen Platz für die Nacht. Heute Nacht wird das erste Mal seit zwei Wochen für mich die Sonne wieder untergehen. Mal sehen, ob ich dann noch wach bin...
    Baca lagi

  • Mågålaupet

    9 Julai 2022, Norway ⋅ 🌧 8 °C

    Ich fuhr heute durch die Regenfront sehr weit in den Süden. Vorbei an Trondheim, immer entlang der E6. Die Ausblicke waren heute nicht ganz so faszinierend, da man auch einfach nicht sehr weit sehen konnte. Am späten Nachmittag kam ich an der Mågålaupe an. Mågålaupet ist eine 100 Meter lange, zickzackförmige Schlucht im Fluss Driva südlich von Oppdal. Die engste Stelle ist 1,5 Meter breit. Die Tiefe wird auf 10 Meter geschätzt. Der Gletscher und die Macht des Wassers haben sie ausgeschliffen und heute kommt man bis auf etwa 100m zu Fuß gut heran. Den restlichen Weg muss man über Wurzeln und Felsbrocken klettern. Die Felsen waren durch den Regen nass und rutschig, sodass ich auch meine Knie oft benutzen musste für mehr Stabilität - dabei tun die doch noch von der Höhlentour weh...Baca lagi

  • Lieblings-Norwegen

    10 Julai 2022, Norway ⋅ ⛅ 12 °C

    Ich fuhr noch ein bisschen weiter südlich auf der E6. Über den Dovrepass und vorbei an wunderschönen Hochebenen, wilden Flüssen und entfernten gigantischen Bergen stellte ich fest: Ganz Norwegen ist wunderschön, keine Frage. Aber hier geht mir das Herz auf!
    In Dombås bog ich ab Richtung Westen - in Richtung Sonne!
    Ich hielt kurz an der Romsdalen-Brücke - einer schönen alten Eisenbahnbrücke aus Stein - und pausierte dann etwas länger am Slettafossen. Hier brausen die Wassermassen durch eine relativ enge Schlucht, was dem Ganzen etwas Kraftvolles verleiht. Der nächste Halt war am Rastplatz Trollveggen.
    Mit 1000 m Höhe ist Trollveggen Europas höchste senkrechte und teils überhängende Bergwand. Hier begann die Geschichte des Bergsteigens in Skandinavien und eine Gedenktafel erinnert an die tödlich verunglückten Kletterer. Einige der weltweit schwierigsten Kletterpassagen befinden sich hier, was wohl den Reiz ausmacht, aber auch die Todesfälle bis in die Gegenwart erklärt.
    Als ich dort war, lag die Felswand im Nebel einer tiefen Wolke. Ich konnte jedoch den gegenüberliegenden Gipfel Romsdalshorn mit seinen 1555 m Höhe sehen.
    Baca lagi

  • Trollstigen

    10 Julai 2022, Norway ⋅ ☁️ 9 °C

    Der Weg ist das Ziel!
    Selten passte dieser Spruch so gut wie jetzt, denn mein Ziel war der Trollstigen. Diese schmale Straße führt in elf Haarnadelkurven mit etwa 12% Steigung hinauf zur Passhöhe, wobei sie 405 Höhenmeter überwindet. Auf halber Strecke führt die Straße zudem über den 320 Meter hohen Stigfossen. Die Strecke ist witterungsbedingt nur im Sommer geöffnet und kann von etwa Mitte Mai oder Anfang Juni bis Ende September befahren werden.
    Mein treuer Findus kämpfte sich tapfer hinauf! Oben war für uns beide dann erst einmal eine Pause angesagt. Da es plötzlich wieder sehr warm war, gehörte auch eine kleine Abkühlung im Bergfluss dazu ;)
    Baca lagi

  • Weiter durchs Hochgebirge

    10 Julai 2022, Norway ⋅ ☁️ 14 °C

    Heute kann ich mich vor Staunen (und Fotos) kaum retten...
    Zunächst fuhr ich weiter durch das Hochgebirge. Hier war bei der (inzwischen mal wieder) Hitze der Schnee eine willkommene Abkühlung!
    Wieder einmal kreuzten Schafe in aller Seelenruhe die Straße.
    Ich fand auch noch einen hübschen alten Bauernhof an einem Gebirgsfluss.
    Baca lagi

  • Geiranger

    10 Julai 2022, Norway ⋅ ☁️ 16 °C

    Nachdem ich noch fix als letztes Auto auf die Fähre gehuscht bin, erreichte ich den Ort Geiranger.
    Geiranger hat nicht viel zu bieten außer einem Wasserfall und einem wunderschönen Fjordblick. Letzterer wird allerdings ein wenig beeinträchtigt durch die Kreuzfahrtschiffe...Baca lagi

  • Es ist Sommer!

    10 Julai 2022, Norway ⋅ ☁️ 7 °C

    Wir haben Mitte Juli!
    Ich möchte das nur noch einmal betonen, denn anscheinend hat das hier in 1.030 m Höhe noch niemand mitbekommen...
    Unglaublich, was dieses Land heute alles für mich bereit hält.
    Mein tapferer Findus hat jetzt schon zwei weitere Serpentinenstraßen ähnlich dem Trollstigen bewältigt. Nach der Abfahrt auf einer solchen gab es auch eine Pause zum Abkühlen der Reifen und Bremsen...
    Baca lagi

  • Genug für heute

    10 Julai 2022, Norway ⋅ ☁️ 13 °C

    Nach all diesen Eindrücken bin ich völlig überwältigt.
    Die Zeit seit meinem Start in Oppdal heute morgen kommt mir wie eine Ewigkeit vor.
    Ich fand einen wirklich hübsch gelegenen Campingplatz und beschloss, die Nacht hier zu verbringen.
    Als ich eingeparkt hatte, fiel mir dann auch auf, dass ich vor lauter Fotografieren heute das Essen ganz vergessen habe! Also gibt es jetzt erstmal Abendbrot mit herrlichem Ausblick.
    Baca lagi