• Findus
  • Sabine Preuschoff
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Endlich wieder Norwegen

Wieder ruft der hohe Norden - und wieder antworte ich!
Wie vor zwei Jahren geht es mit Findus zum Nordkap und durch das schönste Land der Erde zurück.
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  • Auf Puffin-Safari

    2024年7月7日, ノルウェー ⋅ ☁️ 10 °C

    Für heute hatten wir eine Puffin-Safari gebucht, ein Fahrt mit einem Kutter in Richtung Bleiksøya, einem Felsen im Meer, auf dem ca. 80.000 Papageientaucher leben.
    Die jungen Puffins leben die ersten 4 Lebensjahre ohne Partner auf der offenen See. Dann suchen sie sich einen eigenen Felsen, um einen Partner zu finden. Von da an bleiben sie ihrem Partner und auch ihrem Nest treu.
    Auf der Insel leben auch andere Vögel, bspw. Adler, die sich an dem reichen Nahrungsangebot gerne bedienen und sich "mal eben" 2 Puffins pro Tag schnappen.

    Leider legten wir nicht an, so dass wir nur vom Schiff aus schauen, staunen und fotografieren konnten.

    Sehr possierlich, diese Puffins.
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  • Besonderer Rastplatz

    2024年7月8日, ノルウェー ⋅ 🌬 10 °C

    Ein toller Rastplatz (Bukkekjerka) auf den Lofoten:
    Hier kann man beim Toilettengang hinaus in die wunderschöne Natur schauen. Und das gratis.
    Dass sich die Norweger selbst mit solchen Häuschen eine solche Mühe geben.
    Dazu: wieder einmal phantastische Perspektiven auf die rauhe Küste, das Entdecken der seltenen Moltebeeren und eine einzigartige Leuchtturmwärterin 😉.
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  • Svolvær und Nachtplatz

    2024年7月8日, ノルウェー ⋅ ☁️ 11 °C

    Wir besuchten das Städtchen Svolvær auf den Lofoten: ganz hübsch, aber ohne große Besonderheiten.
    Die Kirche, in die wir noch schauen wollten, war leider verschlossen, so dass es auch keinen kulturellen "Input" gab.
    Man hätte auch noch den Hausberg besteigen können, aber auf die vielen Treppenstufen hatte ich nun wirklich keine Lust. Nicht schon wieder.

    So fuhren wir weiter und fanden kurz vor Henningsvær einen Platz für die Nacht .
    Dort ging Martina noch einmal angeln - und fing einen Dorsch.
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  • Henningsvær

    2024年7月9日, ノルウェー ⋅ ☁️ 11 °C

    Nachdem wir die Nacht schon auf einem Parkplatz in der Nähe verbracht hatten, machten wir einen Ausflug in den schönen Ort Henningsvær. Das Fischerstädtchen (mit 507 Einwohnern) blieb aufgrund seiner abgeschiedenen Lage lange vom Massentourismus verschont - bis ein Drohnenfoto vom örtlichen Fußballplatz vom National Geographic zum Stadtfoto des Jahres gekürt wurde und alle diesen Fußballplatz sehen wollten.
    Dabei ist Henningsvær auch ohne diesen Platz ein toller Ort mit Atmosphäre, der lebendig und einladend ist.
    Nur wenige Tage vor unserem Besuch fand hier die Pride statt, weshalb noch überall Regenbogen zu finden waren. Selbst die Jacken im Souvenirshop waren als Regenbogen angeordnet...
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  • Hauklandstranda

    2024年7月9日, ノルウェー ⋅ ☁️ 11 °C

    Unser nächstes Ziel war ein wunderschöner weißer Sandstrand an türkisfarbenem Meer, eingebettet zwischen hohen Bergen. Ein Traum - fast wie in der Südsee.
    Wir wagten uns mit den Füßen in das kalte Wasser, sammelten zauberhafte Muscheln, posierten auf den Felsen und gingen danach noch ein kleines Stückchen am Berg spazieren, wo uns die Schafe erfreuten.もっと詳しく

  • Offersøykammen

    2024年7月10日, ノルウェー ⋅ ☁️ 12 °C

    Bergwanderung auf den Offersøykammen.
    Ein zunächst abwechslungsreicher, dann vor allem steiler, felsiger und anstrengender Aufstieg.
    Immer die Hoffnung: nach der nächsten Kuppe sind wir oben.
    Aber nein; noch weiter aufwärts.
    Wieder und wieder überholt von leichtfüßigen Norwegern, die scheinbar täglich solche Berge hinauf- und hinunterlaufen. Mühelos. Beeindruckend.
    Dann irgendwann geschafft. Endlich oben. Belohnt von einem grandiosen Ausblick.
    Was für eine großartige, einmalige Natur. Unbeschreiblich - und daher einfach zu genießen.
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  • Rambergstranda

    2024年7月10日, ノルウェー ⋅ ☀️ 14 °C

    Auch das gehört zu einem Sommerurlaub: ein Strandspaziergang bei herrlichem Wetter!
    Zum Waschen unserer Klamotten steuerten wir den Campingplatz in Ramberg an. Dort gingen wir dann auch bei blauem Himmel und wunderschönem Sonnenschein am weißen Sandstrand entlang. Auch wenn das Wasser natürlich kalt war, war es nach etwas Gewöhnung eine willkommene Abkühlung für die Füße.
    Außerdem sammelten wir auch wieder sehr schöne Muscheln.
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  • Reine

    2024年7月11日, ノルウェー ⋅ ☁️ 13 °C

    Besuch im kleinen Ort Reine.
    Der Ort lebte früher vom Stockfisch - davon zeugen u.a. noch die Stockfisch-Gestelle und die vielen kleinen roten Fischerhäuschen, die heute anscheinend vor allem an Touristen vermietet werden.
    Den Besuch in diesem hübschen Ort rundeten wir mit leckerem Kaffee und Kuchen in einem "Kafe" ab.
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  • Fähre nach Bodø

    2024年7月11日, ノルウェー ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach dem Besuch in Reine fuhren wir weiter zum Fährkai in Moskenes, um von hier aus die Fähre nach Bodø zu nehmen.
    Da wir nicht vorgebucht hatten, mussten wir uns in die Warteschlange einreihen. Ich nutzte die Wartezeit wieder mal zum Angeln, diesmal jedoch weniger erfolgreich: es gab einen kleinen Pollack, der für etwa 2 Fischstäbchen reicht...
    Immerhin erfreuten sich die örtlichen Möwen an den inneren Werten des Fisches. :-)
    Dann ging es auch schon auf die Fähre. Nun hieß es Abschied nehmen von den Lofoten und vier Stunden später landeten wir in Bodø.
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  • Bodø Domkirke

    2024年7月12日, ノルウェー ⋅ ☁️ 12 °C

    Gleich am Morgen besuchten wir die Domkirche von Bodø:
    Die alte Kirche war während eines deutschen Angriffs am 27. Mai 1940 vollständig zerstört worden. Der Grundstein für die neue Kirche wurde 1954 gelegt, bereits 1956 konnte die Kirche geweiht werden.
    Als Baumaterial für die basilikaartige Kirche diente Beton. 890 Personen finden in der Kirche Platz. Über dem Altar an der Ostwand befinden sich Glasmalereien von Åge Storsen und Borgar Hauglid.
    Etwas seltsam mutet das Parament an der Kanzel an: ist es aus Metall? Oder auch Beton?
    Die Kirche ist vielleicht nicht schön, in jedem Fall aber interessant.

    Im Altarraum stand ein weißer Sarg bereit. Ob an dem Tag noch eine Trauerfeier stattfand? Ein Bestatter war nirgends zu sehen...

    Neben dem Dom befindet sich ein 36 Meter hoher Turm, welcher drei Glocken beherbergt. Auch ein Denkmal für die norwegischen Gefallenen im Zweiten Weltkrieg befindet sich hier. Es trägt die Aufschrift (übersetzt): "Im Gedenken an die aus Bodø, die ihr Leben für Norwegen gaben während des Krieges und der Besatzung 1940–1945. Niemand genannt, niemand vergessen."

    Nach dem Besuch der Kirche bummelten wir noch durch das langsam erwachende Bodø - dabei kam es zu einer Begegnung von Mensch und Tier, Martina und Walross.
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  • Saltstraumen

    2024年7月12日, ノルウェー ⋅ ☁️ 12 °C

    Wir erreichten den Saltstraum gerade noch zur rechten Zeit, da das ablaufende Wasser gerade noch so stark drängte, dass wilde, beeindruckende Strudel entstanden.
    Der Saltstraum südöstlich der Stadt Bodø ist der stärkste Gezeitenstrom der Welt. Sein Name leitet sich ab von Salten, der Region, in der er sich befindet. Straumen ist die bestimmte Form von Norwegisch „Strom, Strömung“.
    Durch einen 2,5 Kilometer langen und etwa 150 Meter breiten Sund strömen im Wechsel der Gezeiten fast 400 Millionen Kubikmeter Wasser zwischen dem Saltfjord am Meer und dem Skjerstadfjord im Inland hin und her.
    Der Strom erreicht dabei Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h, an seinem Rand entstehen gewaltige Strudel. Sie können einen Durchmesser bis zu zehn Metern erreichen und mehr als vier Meter in die Tiefe reichen. Lediglich bei der Tidenumkehr tritt für kurze Zeit Ruhe ein, also beim Höchst- und Tiefststand des Skjerstadfjords.
    Es ist unglaublich faszinierend, dieses Schauspiel zu beobachten.
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  • Gastfreundschaft und Straßenblockaden

    2024年7月12日, ノルウェー ⋅ ☁️ 14 °C

    Für den Weg zum nächsten Ziel (Blodveimuseet) wählten wir eine wunderschöne Straße: den "Kulturstieg". Gefühlt alle paar Meter gab es liebevoll gestaltete Rastplätze: auf allen Tischen standen Blümchen, dazu ein Wasserkanister und oft auch Herzchen-Haus, Grill samt Feuerholz und Kochtopf.
    Was für eine Gastfreundschaft!

    Zwischendurch gab es auch Kunst im Wald: eine Tür mit folgender Beschriftung: "Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere" und "Geld öffnet alle Türen, außer die zum Himmelreich". Nebenan auf dem Vogelhäuschen stand noch: "Die Tür nicht zuschlagen, der Nachwuchs schläft".

    Außerdem trafen wir immer wieder auf lebende Straßenblockaden:
    Süße Schafe, die in der Sonne dösten und dafür anscheinend die Straße als besonders geeignet auserkoren hatten.
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  • Blodveimuseet

    2024年7月12日, ノルウェー ⋅ ☁️ 13 °C

    Auch etwas Kultur und Geschichte gehören zum Urlaub dazu. Wir besuchten das Blodveimuseet (= Blutwegmuseum). Dort waren wir die einzigen Gäste, es wurde sogar extra für uns aufgeschlossen.
    Als Blutweg wird der 9 km lange Straßenabschnitt zwischen Langset und Rognan bezeichnet. Das Bauprojekt war 1940 noch vom norwegischen Straßenbauwesen in Angriff genommen worden, um eine Straßenverbindung ohne Fähren nach Norden zu verwirklichen. Am 30. Juli 1945 war dieses Ziel erreicht - zu einem hohen Preis an Menschenleben.
    Die deutsche Besatzungsmacht richtete ab 1942 ihr besonderes Augenmerk auf die Entwicklung der nordnorwegischen Infrastruktur. Der weitere Ausbau der nur halbfertigen Reichstrasse 50 (der heutigen E6) und der Bau einer Eisenbahn von Mo i Rana nach Kirkenes (die heute immerhin bis Bodø führt) wurden zu großen deutschen Bauprojekten im Norden. Enorme Ressourcen wurden eingesetzt, um Eisenbahn und Straße den Anforderungen des deutschen Militärs entsprechend fertigzustellen. Die Organisation Todt (OT), die die meisten militärischen Großbauprojekte in den besetzten Gebieten Europas realisierte und die sich ab dem Frühjahr 1942 auch in Norwegen etablierte, übernahm nach und nach die Kontrolle über den Ausbau des norwegischen Verkehrswesens.
    Im Juli 1942 kam eine Gruppe von 463 jugoslawischen Gefangenen nach Botn im Saltdal. Sie waren keine regulären Kriegsgefangenen, sondern Menschen, die wegen Widerstandes gegen die deutsche Besatzungsmacht in ihrem Heimatland gefangen genommen worden waren. Die meisten von ihnen waren Serben. Vom Juli 1942 bis zum April 1943 hatte die SS die Verantwortung für die Bewachung der Gefangenen. In dieser Zeit waren auch Norweger als Bewacher eingesetzt. Im April 1943 übernahm die Wehrmacht diese Aufgabe.
    "Wenn die Straße fertig ist, sollen die Gefangenen tot sein, nicht einer soll überleben", äußerte Hauptmann Weustenfeld im Dezember 1943. Insgesamt starben 347 Gefangene im Lager Botn. Die Hauptursachen waren Hunger, Krankheiten, Misshandlungen und Hinrichtungen. Die größte Massenhinrichtung fand am 26. November 1942 statt mit der Erschießung von 72 Gefangenen.
    Anfang 1944 verbesserten sich die Bedingungen für die jugoslawischen Gefangenen in Botn wesentlich. Sie erhielten nun den Status von Kriegsgefangenen und konnten Pakete des Roten Kreuzes empfangen. In der Folgezeit starb kein Gefangener mehr. Im Juni 1944 wurden die Überlebenden zunächst in das Lager Pothus verlegt und im September in das Lager am Polarkreis. Nach Botn kamen im Sommer 1944 sowjetische Kriegsgefangene, die hier bis zum 8. Mai beim Straßenbau arbeiteten. 28 von ihnen starben noch im letzten Kriegsjahr.
    Einigen Gefangenen (83 bei 130 bekannten Versuchen) gelang die Flucht aus den Gefangenenlagern. Sie gelangten auf selbst gebauten Skiern mit Hilfe norwegischen Grenzbeamter nach Schweden.
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  • Polarsirkelsenteret 66°33’ N

    2024年7月12日, ノルウェー ⋅ ⛅ 14 °C

    Besuch am Polarkreiszentrum.
    Der Polarkreis verläuft etwas nördlich von 66 Grad nördlicher Breite (66° 33' Nord). Dieser Breitengrad verläuft in Norwegen durch den Bezirk Nordland in Nordnorwegen. Am Polarkreis geht die Sonne am Tag der Sommersonnenwende gerade nicht unter. Diese Erscheinung, die Mitternachtssonne genannt wird, fällt auf der Nordhalbkugel meist auf den 21. Juni.
    Das Zentrum liegt in karger und dennoch berührend beeindruckender Natur und bietet Informationen, einen Shop und ein Restaurant.
    Hinter dem Zentrum sind zu Hunderten Steinmännchen aufgetürmt, obwohl dies verboten ist, da es einen Eingriff in die Kulturlandschaft darstellt.
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  • Bredekrunden

    2024年7月13日, ノルウェー ⋅ ☀️ 15 °C

    Heute machte ich (Martina) mich alleine auf den Weg, um einen sehr schönen Wanderweg zu erkunden.
    Über insgesamt vier (teilweise sehr wackelige) Hängebrücken erklomm ich zwei steile Anstiege. Dazwischen genoss ich den dichten grünen Wald, kristallklare Wildflüsse und einen tosenden Wasserfall. Unterwegs kam ich an dem alten Bauernhof Bredek vorbei. Seit 1965 ist der Hof schon verlassen, aber bis heute stehen die alten Gebäude und sind ein beliebtes Ziel für Wanderer und Schulklassen, die hier etwas über das frühere Leben in Norwegen erfahren sollen.
    Die alten Häuser auf der frisch gemähten Wiese hatten irgendwie Ähnlichkeit mit dem Allgäu...
    Unterwegs fand ich immer wieder Elchkot - aber leider nicht den Verursacher.
    Nach insgesamt 10 km über Stock und Stein kam ich dann auch wieder am Camper an.
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  • Wanderung in eine unbekannte Welt

    2024年7月14日, ノルウェー ⋅ ☀️ 17 °C

    Über eine kleine Straße (eher: einen kleinen Feldweg) fuhren wir zum Svartisvatnet, einem kleinen See im Saltfjellet Nationalpark. Über diesen See brachte uns ein kleines Ausflugsboot mit Platz für rund 30 Personen.
    Auf der anderen Seite des Sees schienen wir in einer anderen Welt gelandet zu sein. Der Untergrund bestand hauptsächlich aus Felsen und die Vegetation wurde immer spartanischer. Während wir steil bergauf stiegen, begleitete uns das Tosen des Wasserfalls. Ganz oben brach das Wasser aus einem Felsen hervor. Hier erfrischten wir uns etwas (in der heißen Sonne war das eiskalte Wasser eine herrliche Erfrischung!) und füllten unsere Wasserflaschen auf.
    Weiter aufwärts steigend breitete sich vor uns eine Mondlandschaft aus,
    die uns mit immer neuen Farb- und Formvariationen überraschte. Ein Wunder, dass sich in dieser so kahlen Landschaft doch in den kleinsten Ritzen Moose, Gräser und sogar Bäumchen ansiedeln können.
    Ein wirklicher Weg war hier nicht mehr erkennbar. Wir suchten unsere eigenen Pfade von einem Steinhäufchen mit rotem Punkt zum nächsten.
    Nach etwas mehr als 2 km durch diese Landschaft erhaschten wir den ersten Blick auf unser eigentliches Ziel: den Svartisen Gletscher!
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  • Svartisen

    2024年7月14日, ノルウェー ⋅ ☀️ 18 °C

    Was für ein unfassbarer Anblick: solche mächtigen, Jahrtausende alten Eismassen! Unter stahlblauem Himmel schimmert der Gletscher in grau, weiß und blau. An seiner Zungenspitze fließt Gletscherwasser heraus.

    Der Svartisen ist der zweitgrößte Gletscher des norwegischen Festlandes. Mehrere eisfreie Berggipfel ragen aus dem Eismassiv heraus - die höchsten Gipfel in der Umgebung sind der Snøtinden (1594m) und der Istinden (1572m).
    Interessanterweise ist der warme Golfstrom dafür verantwortlich, dass es am Polarkreis in Nordnorwegen einen großen Gletscher gibt. Die warme Meeresströmung bringt feuchte Luft vom Atlantik, die an den steilen Küstengebirgen in die Höhe gedrückt wird. Während des Anstiegs kühlen diese Luftmassen ab, kondensieren und ergeben große Niederschlagsmengen. Im Winter fällt dieser Niederschlag als Schnee und auf dem Gletscherplateau können sich im Laufe eines Winters große Schneemengen von 10 bis 15 m Dicke ansammeln. Der erste Schnee kommt in der Regel Ende Oktober und bleibt oft bis in den Juni des darauffolgenden Jahres liegen. Mit einem trockenen Klima würde die Gegend um den Polarkreis eher einer Tundra gleichen als einer vergletscherten Hochebene.
    Heute ist der Svartisen bis zu 600m dick. Seit dem Höhepunkt der kleinen Eiszeit um 1750 zieht sich der Gletscher jedoch mehr und mehr zurück. Dies führte vor ca. 100 Jahren zur Teilung des Gletschers in den westlichen und östlichen Svartisen.
    Ein Foto von 1910 (siehe letztes Bild) zeigt, dass die Vorderkante des Gletschers 50 Meter vom See Svartisvannet entfernt liegt. In den nächsten 50 Jahren zog sich das Eis beträchtlich zurück und war bereits 1945 etwa einen Kilometer vom See entfernt. Heute muss man rund 4 km vom Svartisvannet-See laufen, um die Gletscherzunge zu erreichen.

    Wie wunderbar, dass wir dieses besondere Stück Erde sehen durften. Wer weiß, wie lange man noch Gletscher besuchen kann...
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  • Marmorslottet

    2024年7月14日, ノルウェー ⋅ ☀️ 23 °C

    "Nur noch ein kleiner Spaziergang vom Parkplatz aus."
    Nach dem Erlebnis beim Gletscher stand noch ein weiteres Naturspektakel auf dem Plan. Wir fuhren eine immer schmaler werdende Straße entlang, die schließlich in eine von Schlaglöchern übersäte Schotterpiste mündete. Von hier aus gab es einen rund 1300m langen Weg in den Wald hinein - also "gar nicht so wild".
    Uns empfing dichtes, urwaldähnliches Gewächs und die Luft wurde tropisch. Über schmale Trampelpfade und viele Planken ging es steil bergauf - das hatten wir irgendwie anders geplant... Schließlich fiel der Weg steil ab und wir mussten über größere Felsen hinab zu einem tosenden Gletscherfluss klettern. Für den Anblick hatte sich der Weg jedoch gelohnt, denn vor uns lag Marmorslottet (= das Marmorschloss).

    Über Jahrtausende haben hier Wasser, Sand und Eis Höhlen, Löcher und andere Formationen in den Marmor gegraben und so eine spektakuläre Landschaft geschaffen.
    Marmorslottet wurde durch das herabstürzende Gletscherwasser des Flusses Glomaga geformt. Marmor ist ein weiches und leicht lösliches Gestein, und der natürliche Verschleiß des Gesteins erfolgt daher hier schneller als bei anderen, härteren Gesteinen. Eine der besonderen Formationen am Marmorslottet sind sogenannte "Jakobsmuscheln", die durch turbulentes Wasser entstehen, das über die leicht lösliche Gesteinsoberfläche fließt und so eine rundlich geriffelte Fläche zurück lässt. In den letzten Jahren wurde Marmorslottet von vielen Menschen besucht. Dies hat zu einer erhöhten Abnutzung geführt, weshalb das Betreten nur noch barfuß gestattet ist. Schuhe tragen Sand und Kies von härteren Gesteinen als Marmor mit und wenn es regnet, graben sich diese Partikel ein und verursachen Löcher in den Felsen, und die Jakobsmuschelformationen werden schneller abgenutzt.

    Also zogen auch wir unsere Wanderschuhe aus und genossen das Gefühl des geschliffenen Gesteins unter den Fußsohlen und das kalte Flusswasser. Wir erkundeten die bizarren Formationen und entdeckten immer neue Highlights.
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  • Atlantikstraße

    2024年7月15日, ノルウェー ⋅ ☁️ 15 °C

    Obwohl wir recht spät am Abend ankamen, ergatterten wir noch einen wunderschönen Platz für die Nacht. Eine Parkbucht davor hatten wir vier Jahre zuvor übernachtet, als wir mit einem gemieteten Wohnmobil Norwegen bereisten. Wir genossen die zauberhafte Abendstimmung.
    Und wieder waren wir beeindruckt von der Baukunst der Norweger, die diese Straße durch die Schären gebaut haben.
    Die Atlantikstraße ist ein Abschnitt der norwegischen Reichsstraße 64 zwischen Molde und Kristiansund und umfasst einen 8274 Meter langen Abschnitt. Durch ihren Verlauf mit acht Brücken über mehrere kleine Inseln ist die Straße eine Touristenattraktion.
    Die Straße folgt einer Trasse, die ursprünglich für eine Eisenbahnstrecke geplant war. Die ersten Planungen reichen bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts zurück; 1935 wurden diese Pläne jedoch endgültig zu den Akten gelegt. In den 1970er Jahren wurde dann mit der Straßenplanung begonnen.
    Baubeginn war am 1. August 1983; die Straße wurde am 7. Juli 1989 eröffnet und ersetzte eine Fährverbindung, die auf einer ähnlichen Route verlief. Der Bau kostete 122 Millionen norwegische Kronen (1989), für die Finanzierung war die Straße nach der Eröffnung zehn Jahre lang mautpflichtig.
    2005 wurde die Atlantikstraße von der Bevölkerung Norwegens zum „norwegischen Bauwerk des Jahrhunderts“ gewählt.
    Auf der Strecke wurden Szenen für den 2021 erschienenen James-Bond-Film "Keine Zeit zu sterben" gedreht.
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  • Vogelinsel Runde

    2024年7月16日, ノルウェー ⋅ ☁️ 15 °C

    "Da gibt es einen steilen Aufstieg und einen anderen, der leichter ist", so ungefähr waren Martinas Erläuterungen zur Wegstrecke, wie sie die aus Komoot gelesen hatte.
    Wir wählten den leichten Weg, um die Papageientaucher zu beobachten. Nun ja, wir bezwangen zunächst einen steilen Anstieg (immerhin auf Schotterpiste und nicht über Kletterfelsen) von bestimmt 30% Steigung. Dann setzte Regen ein und wir stapften über nasse Steine, Holzplanken und Matsch. Oben angekommen hörte es auf zu regnen - aber wir standen in den Wolken, was die Sicht auch nicht verbesserte.
    Für einen guten Foto-Standort kletterten wir noch über schwammigen und felsigen Untergrund. Nach etwas Warten zog die Wolke auch weiter - und wir konnten uns endlich an den Puffins erfreuen. Sooo süß. Eine Kollegin schrieb: "Ich bin mir sicher, dass Vorbild und Animation für den Goldenen Schnatz fliegende Puffins waren." So wird es gewesen sein.
    Wie schön, dass wir diesen Aufstieg gewagt hatten.
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