Paten, Schwarzkopfschafe & Linksverkehr
December 2, 2019 in Ireland ⋅ ☀️ 8 °C
Ein weiterer Montag und ein weiterer Abschied. Bevor es jedoch soweit war und meine Paten und Cousine wieder zurück nach Deutschland fliegen würden, öffnete ich erstmal das zweite Türchen meines Kalenders. Es war Schokolade drin.
Und dann ging es erstmal frühstücken. Und das nicht mal so um den Block. Nein, stattdessen entschieden wir... uns (? So richtig viel hab ich damit nicht zu tun gehabt) hinter den - ich nenn ihn mal - Googlebezirk zu laufen und uns dort in ein Café zu setzen. Ich kann mich nicht beschweren, der Orangensaft war lecker und ich verputzte zufrieden mein mit Ei, Avocado, Lachs und Salat belegtes Kartoffelröstdings.
Danach wurde noch etwas in Kilkenny gebummelt, wobei es mir gelungen ist endlich ein Schwarzkopfschaf aus nächster Nähe zu fotografier- ok, sind wir ehrlich, es war nicht in Kilkenny, sondern im Laden Kilkenny. Wir bummelten also noch etwas in Dublin und dann ging es auch schon zurück zur Wohnung, die Taschen holen, in die Tiefgarage und letztendlich auf einen Parkplatz, wo ich mich von meinen Paten und meiner Cousine verabschiedete (es war super mit euch! Auch mitten im Linksverkehr oder vielleicht gerade deswegen 😘 <3). Am Tag zuvor hatte ich beschlossen im Abbey Court abzusteigen (das klingt so negativ), dem gleichen Hostel, wie eine Woche zuvor. Und dort blieb ich auch, verschlang die tausendundzwei Lebensmittel, die man mir liebevoll aufgezwungen hatte und schaute währenddessen Merida oder Serien (bzw. Brooklyn Nine-Nine...nochmal...).
Kurz vor 11 Uhr wurde dann aber brav der Lichtschalter ausgeknipst und geschlafen...Read more
Die Rufe Furbos
December 3, 2019 in Ireland ⋅ ☀️ 6 °C
Könnt ihr es hören? Galway ruft erneut! Zumindest für die nächsten zwei Wochen! Bzw. ein kleines Städtchen namens Furbo nicht weit von Galway. Und mit ihm Julie und ihre beiden Hundis, die ich während Julies Trip nach Griechenland sitten werde. Zuvor musste ich allerdings erst von Dublin nach Galway gelangen und dabei half mir der 9.30 Uhr Bus (der natürlich Verspätung hatte), in welchem ich auch mein drittes Türchen öffnete - es war Schokolade drin. Gegen 1 Uhr kam ich also im schönen Galway an und setzte mich vor ein Café, wo ich an meinem Mocha nippte. Kurz nach 2 Uhr wurde ich schließlich von Julie abgeholt (die eine sehr süße und freundliche Persönlichkeit zu sein scheint), wobei wir zunächst einige Abstecher (zu Einkaufsmärkten, Handyläden oder einem Freund von ihr, um ein Päckchen abzugeben) machten, bis ich dann letztendlich Popeye und Emmy kennenlernen konnte (ein kleiner blinder Mischling und eine taube Schäferhundhündin?/Schäferhündin).
Das Reihenhaus selbst ist sehr niedlich, die Aussicht gigantisch (das Meer ist nur wenige Minuten entfernt) und auch die Nachbarn (zumindest die die ich bis jetzt kennengelernt habe) sind sehr nett. Zusammen mit Julie ging ich mit den Hunden zum Strand und danach richtete ich mich etwas ein. Da Julies Flug bereits am nächsten Tag um 6 Uhr ging, verabschiedete sie sich um 10 Uhr rum von mir, um den Bus mach Dublin zunehmen.
Und so begann eine anstrengende Nacht, in der Popeye kurz vor zwei begann ohne Grund zu Bellen und ich ihm die nächsten Stunden versuchte zu beruhigen. Um 4 Uhr rum, waren wir dann beide so kaputt, dass er aufhörte mit dem Gebell und mich endlich schlafen ließ...Read more
Die Chance auf Schlaf
December 4, 2019 in Ireland ⋅ ☀️ 9 °C
Wie ich bereits um Beitrag zuvor geschrieben habe, verlief meine erste Nacht nicht sonderlich gut (die einzige, die super geschlafen hatte, war Emmy...). Dementsprechend glücklich war ich dann auch über die dreieinhalb weiteren Stunden Schlaf, die ich nach dieser Tortur noch bekam. Mein Morgen begann zunächst mit einem 40 minütigen Spaziergang mit beiden Hundis. Da ich mir vorgenommen hatte diesen Tag ausschließlich auf die Hunde und deren Tagesablauf zu achten und ihn zudem noch zum Auspowern von Popeye zu nutzen, lief ich etwas später mit beiden eine weitere Runde - mit Emmy eine große, längere Runde an Pub und Strand vorbei (immerhin war das Wetter zu gut, um nicht genutzt zu werden!) und mit Popeye eine kleinere Runde, da er recht müde war (wer kann es ihm verdenken?).
In den frühen Mittagsstunden lernte ich meinen einen Nachbarn (Dermot, nicht zu verwechseln mit Diarmuid, der andere Nachbar, dessen Name genauso ausgesprochen wird wie Dermots) kennen, der gekommen war, um das Vorlicht von Julie und Diarmud zu reparieren. Währenddessen bürstete ich einen Hund in Größe Sherlocks oder Popeyes aus Emmys Fell und öffnete das vierte Türchen - es war Schokolade drin!
Gegen 15 Uhr schliefen Emmy und Popeye und ich erkannte die Chance ein Stündchen meines verloren Schlafs aufzuholen. Also legte ich mich kurz entschlossen ebenfalls hin, nur um zwei Stunden später bei dunklem Himmel aufzuwachen. Das mit dem Strandspaziergang mit den beiden, so wie ich es mir vorgenommen hatte, würde also nichts werden...
Darum lief ich mit jedem noch mal einzelne Runden. Zwischendrin aß ich meine selbstgeschält, -gebacken und -verkackten (nicht wortwörtlich nehmen!) Süßkartoffelpommes (die Welt hat schon bessere, aber sicherlich auch schon schlechtere gesehen) und eine Fertigsuppe und nachdem ich Popeye, auf Julies Anweisungen hin, eine Tablette gegen (Trennungs-)Ängste gegeben hatte, die ihn beruhigte, schlüpfte ich unter meine Decke und schlief ein- immerhin muss man die Chance auf Schlaf dringend nutzen...Read more
Erdnussbutterbestechungen und Jacobsen
December 5, 2019 in Ireland ⋅ 🌧 11 °C
Der heutige Tag unterschied sich nicht großartig von dem vorherigem (mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass die Nacht dank Tablette um einiges besser lief als die vorherige). Wie zuvor ging ich gleich nach dem Aufstehen Gassi (nur heute eine Stunde früher). Da es draußen stürmte und regnete, war ich heilfroh, als ich wieder in die warme Wohnung zurückkam. Nach einem langen Frühstück lief ich dann zwei große Runden mit den Hunden. Da ich gemerkt habe, dass Tempo sowie Ausdauer der beiden sehr unterschiedlich sind, habe ich beschlossen, die Spaziergänge separat zu gehen, abgesehen vom Morgenspaziergang. Zwischen den Spaziergängen suchtete ich zumeist Brooklyn Nine-Nine (weil diese Serie einfach süchtig macht), bürstete Emmy erneut und saugte das Haus (nicht weil Julie das gesagt hatte, sondern weil Emmy Haare verliert wie ein Weihnachtsbaum Nadeln im Januar...sie sind überall!).
Nach einigen weiteren Spaziergängen schaute ich den Grinch (die neue Edition) und stopfte mich mit nahezu all meinen Vorräten voll - ich bereue nichts! Und dann kamen die Abendstunden. Die Zeit, die ich am meisten fürchtete. Denn, obwohl ich mehr als drei große Runden mit Popeye gedreht hatte, begann er wie wild zu Bellen und wollte bis kurz vor 12 Uhr nicht aufhören. Dabei versuchte ich alle Möglichkeiten, die Julie mir geschrieben hatte. Von Erdnussbutterbestechungen bis Atemübungen...(zur Erklärung, ich mache da keine Jacobsen Übungen, sondern versuche ihn durch meine langsamen Atemzüge zu beruhigen). Aber es half alles nichts, lediglich die Tablette konnte ihn wohl stoppen. Also verabreichte ich ihm diese. Ein Viertelstündchen später entleerte er dann seinen Mageninhalt auf den Fußboden, sodass ich um 12 Uhr anfing den Boden zu säubern. Glücklicherweise war das ganze wohl auch für ihn ermüdend gewesen, denn daraufhin schlief er ein und bald darauf dann auch ich...
Übrigens öffnete ich heute auch mein fünftes Türchen- es war Schokolade drin…Read more
Happy Nikolaus
December 6, 2019 in Ireland ⋅ 🌙 8 °C
Es ist Nikolaus (Fröhlichen Nikolaustag euch allen!), daher öffnete ich mein sechstes Türchen- es war Schokolade drin! Trotz Nikolaus würde dieser Tag nicht groß anders verlaufen wie die zuvor.
Nach einem großen Gassigang mit Popeye und Emmy, begann ich meinen Tag mit Birnen und Frischkäsebrot sowie Kaffee mit Kakao und Ahornsirup (was erstaunlicherweise echt gut schmeckt). Mittags lief ich mehrere Runden mit beiden Hunden, kämmte Emmy und begann dann gegen 4 Uhr mit den Vorbereitungen für mein Abendessen: Ich nenne es Suppentopf oder Einppe, weil ich nicht genau weiß, ob es nun ein Eintopf oder eine Suppe war (oder vielleicht auch gar nichts von beiden). Jedenfalls enthielt es massenweise Reste von Julie (da ich meine Vorräte ja bereits aufgebraucht hatte, war das meine naheliegendste Lösung - plus #Resteverwertung!) bestehend aus Blumen- und Rosenkohl, Zwiebeln, Lauch und Knoblauch (ihr merkt schon auf was das herausläuft…Lefax, ich komme!), sowie etwas Brokkoli und Karotten. Dazu etwas Hühnchensud und Wein und Ahornsirup (ich weiß, komische Mischung, aber es gibt kein anderes Süßungsmittel in diesem Haus). Serviert wurde das ganze Gemüsezeug mit Nudeln.
Was soll ich sagen...mir hat's geschmeckt, meinem Bauch eher weniger...
Am Abend, nach weiteren Spaziergängen am Strand, bemerkte ich, dass Popeye die typischen Symptome bei Durchfall zeigte (.z.B...Durchfall), was zur Folge hatte, dass meine Schlafzeit um einige Stunden minimiert wurde in dieser Nacht. Denn wirklich schlafen wollte er nicht (trotz Beruhigungstablette). Yaaaaay! Das hieß also eine weitere Nacht, die an die Nächte aller Mütter mit Kindern unter 3 erinnert. Irgendwann schliefen wir dann aber trotzdem mal ein...Read more
Filmabend mit Colabier
December 7, 2019 in Ireland ⋅ ☁️ 10 °C
Da ein Sturm über/an Irland und Island vorbeifegt (arme Marine!) begann der Tag regnerisch und windig. Nicht, dass Irland dazu unbedingt einen Sturm nötig hätte, aber diesmal war es tatsächlich recht stürmisch, was ich vor allem beim Spaziergang mit Emmy merkte, als es uns glatt auf die Straße wehte.
Doch zuvor ging es erstmal mit beiden gleichzeitig raus, wobei uns das erste Mal ein Hund entgegen kam, was Emmy alles andere als toll fand. Ich meinerseits konnte mir so allerdings ein besseres Bild von Emmy im Umgang mit anderen Hunden machen und sie so womöglich beim nächsten Mal besser einschätzen.
Da die Nacht selbst nicht unbedingt gut verlief, schlief Popeye nach dem Spaziergang recht schnell, nachdem er meinen (extra für ihn an diesem Tag zubereiteten) Reis wieder ausgekotzt hatte. Yaaay.
Er war also wirklich krank.
Das wiederum machte Julie ein solch schlechtes Gewissen (oder sie ist einfach nett...vermutlich beides), dass sie mir nicht nur jemanden schickte, der neue Tabletten für die Nacht vom Tierarzt abgeholt hatte, sondern auch jemand, der für mich Lebensmittel eingekauft hatte (die wir davor besprochen hatten). Und auch, wenn die Hälfte nicht dabei war (wie Milch und Birnen), hatte sie mich zu Bier und Cola überredet und das hat doch auch seinen Reiz- besonders bei dem Wetter!
Also trank ich heute mein erstes Colabier seit Ewigkeiten und schaute dabei allerlei Filme (Kitsch- und Weihnachtskram). Übrigens öffnete ich auch Türchen Nummer 7- es war Schokolade drin. Gegen 0 Uhr schlief ich dann aber auch ein bisschen, bis ich schließlich von Popeye ab 3 - 4 Uhr wieder wach gehalten wurde...Read more
Strengt euch mehr an!
December 8, 2019 in Ireland ⋅ 🌬 8 °C
Sonntag, der zweite Advent. Natürlich öffnete ich mein achtes Türchen- es war Schokolade drin (aber ich bekam sie nicht raus). Nach einer für Popeyes (und meine) Verhältnisse doch recht ruhige Nacht, verbachte ich die meiste Zeit mit Gassi gehen, Popeye beruhigen und essen, während ich dabei Filme schaute (die jetzt alle aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Das würde ihn zwar verlängern, aber euch nur langweilen, deshalb fassen wir sie mal kurz zusammen: Kitschfilme- dazu zumeist recht schlechte. Besonders, die die weihnachtlich sein sollen, fallen in die Kategorie `wüüürg! Ist das schlecht produziert! Waren die denn alle high von zu viel Lebkuchen?´. Warum hat Netflix keine guten Weihnachtsfilme parat? Anstatt schlechte Drehbücher zu verfilmen sollten sie lieber mal ein paar Klassiker hochladen, wie Kevin allein Zuhaus TEIL 1- niemand braucht Teil 2, wenn man davor nicht den ersten gesehen hat! Oder Rudolf, Frozen, Stirb langsam… – besonders die letzten beiden, wären jetzt gerade genau das Richtige! Ich mein, bei meinem Brooklyn Nine-Nine-Konsum, wo der Hauptcharakter nur über John Mclane und Hans Gruber redet, und meinen Dauerohrwürmern von Forzen 2? Bitte Netflix oder Sky- mehr gute Weihnachtsfilme!
Mir ist gerade aufgefallen, dass das alles in einer Klammer steht, also weiter mit dem eigentlichen Beitrag.)
Das Wetter war blendend (nein wirklich, teilweise reflektierte das Wasser die Sonne so sehr, dass man, statt einen wunderschönen Meerblick zu sehen, beinahe erblindete. Wo wir gerade von Blinden sprechen, wenn er nicht schon keine Augen mehr hätte, würde ich Popeye diese manchmal echt gerne ausstechen... Uff gemein und viel zu brutal (stimmt), tut mir leid, aber irgendwie muss ich mich ja bei Laune halten und einen Übergang zum nächsten Thema machen. Während ich diese Zeilen schreibe, schnarcht er übrigens hinter mir und ich muss sagen, ich hab selten ein Schnarchen so sehr geliebt – sorry Tons <3. Denn wenn er schnarcht heißt das, dass er nicht wach ist und wenn er nicht wach ist, kann er mich auch nicht zur Weißglut bringen.
`Na nu Helena, was ist denn los? Seit wann bist du denn so verzweifelt/grantig/hasserfüllt/irgendein anders passendes Adjektiv, was Hunde angeht? Ich dachte, du magst Hunde!´ ( Ich weiß nicht warum, aber ihr hört euch in meinem Kopf gerade alle wie Meryl Streep an – vielleicht liegt es am letzten Film…).
Ja, ich mag Hunde. Hunde im Allgemeinen. Und ich gebe auch mein Bestes, diesen beiden Geschöpfen hinter und neben mir, Julies Abwesenheit so angenehm wie möglich zu gestalten. Aber seitdem ich heute Popeyes Scheiße von Boden und Teppich im Bad entsorgen musste und anschließend durch die halbe Wohnung gewischt habe, hat sich meine Einstellung zu dem kleinen Scheißer etwas geändert. Nun ist der Vorleger in der Waschmaschine, die Wohnung riecht viel zu stark nach Desinfektionsmittel und meine Beziehung zu diesem kleinen Dauerbeller hat sich dezent verschlechtert.
Aber dafür war das Wetter gut, mein Colabier hat gemundet, ich weiß jetzt, wo das Putzzeug steht und bin letztendlich auch eingeschlafen…was will man also mehr? Außer besseren Weihnachtsfilmen…wirklich Netflix und Sky, strengt euch mal an…Read more
Beitrag mit Gebell
December 9, 2019 in Ireland ⋅ ☀️ 9 °C
Heute öffnete ich Türchen numero nueve - había chocolate en ella. Der Tag begann mit Sonne und diese ließ sich lediglich von kleinen Regenwolken bedecken. Das hieß für mich, dass ich recht zügig nach dem Morgenspaziergang eine große Runde mit Emmy drehte. Da Popeye die Nacht (ohne Tablette) durchgeschlafen hatte, war er den Tag über drauf und dran mir das Leben zur Hölle zu machen (der kleine Teufel). Jap, inzwischen ist es soweit. Ich wünsche mir Sherlock und Alfie zurück, immerhin musste ich mit denen nicht in einem Zimmer schlafen und auch nicht meine Nachtruhe opfern. Das Gebell zog sich eigentlich über den gesamten Tag und begleitete mich somit bei allerlei Tätigkeiten. Gebell beim Filme schauen, Gebell beim Emmy kämmen, Gebell beim Saugen, waschen, kochen oder Spülmaschine ausräumen - selbst beim Haare waschen (in der Küchenspüle, da das Wasser viel zu rar aus dem Duschkopf rieselt). Tatsächlich bellte er nicht, während ich ihn beim Gassigang hinter mir her zog- die lustlose Ratte...
Da kam die Einladung meiner Nachbarin Elyse gerade recht. Um sieben klopfte sie an meiner Tür und ich verbrachte die nächste Stunde bei ihr in dem Nebenhaus. Nach einer Zeit kamen auch ihr Freund Diarmuid und sein Sohn Owen dazu und ich hatte ein gutes Gespräch mit den beiden älteren (Owen war nicht am Gespräch beteiligt. Er ist 14 und ein typischer irischer Teeni).
Kurz nach acht verabschiedete ich mich dann aber und schaute Julie&Julia...mit Gebell (ich glaub, ich hab meinen Titel für diesen Beitrag gefunden) und nachdem ich erneut mit beiden draußen gewesen war und Popeye eine seiner Tabletten gegeben hatte, schlief ich ein, ganz ohne Gebell...Read more
Die Verbannung ins Bad
December 10, 2019 in Ireland ⋅ 🌧 11 °C
Es gab schon viele Momente in den vergangenen Tagen, in denen ich einen Hund am liebsten einfach vor die Tür gesetzt hätte. War es nun Chewy aufgrund seiner Inkontinenz, Shamy aufgrund seines Gebells, Daisy angesichts ihrer Sturheit, Alfie anlässlich seines Übereifers das Haus zu beschützen oder Sherlock aufgrund seines...ihr wisst schon, Übereifer Leute beim Klogang zu stören...
Popeye allerdings schafft es immer wieder aufs Neue, all diese Macken zu übertrumpfen und das nur mit wenigen, aber äußerst nervtötenden Tönen. Und heute hat er es geschafft sich selber ins Klo zu verbannen. Das heißt, ich hab ihn verbannt, aber es ist seine eigene Schuld! Dabei war es doch eine recht ruhige Nacht und ein gewöhnlicher Start in den Morgen gewesen - mit Morgenspaziergang und Frühstück (wobei ich einen Milchersatz ausprobiert hab, von dem ich immer noch nicht genau weiß, was es eigentlich ist, aber dennoch davon abrate). Danach gatte ich das Haus für den morgigen Tag aufgeräumt (immerhin sollte Julie wieder eintreffen) und eine lange Zeit geschrieben.
Popeye schaffte es allerdings, die meiste Zeit davon, für eine Bellgesangsprobe zu nutzen. Nach drei Stunden Gebell am Morgen und zwei weiteren am Abend, hatte ich dann doch genug und schleifte ihn, mitsamt Körbchen, ins Badezimmer, wo er seine Arie weiterführte, bis ich ihn schließlich auf den Schoß holte. Nur so konnte ich in Ruhe the Green Book zu Ende schauen, der doch so eine wichtige Botschaft verbreitet (genauso wie ich Mona Lisas Lächeln und Hidden Figures nur empfehlen kann, besonders letzterer berührt mich jedes Mal aufs Neue). Letztendlich schlief er irgendwann ein und obwohl ich die Chance hatte, ihn erneut ins Bad zu verbannen (und den Ohrwurm vom zweiten König der Löwen Teil bereits im Kopf hatte) entschied ich mich doch dagegen und stellte sein Körbchen an den Favoriten Platz zurück - ohne weitere Folgen... Denn danach ging ich schlafen und wurde von keinem Bellen geweckt...Read more
Julie & Jarya
December 11, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 6 °C
Schon beinahe traurig, dass ich nicht heute Julie&Julia geschaut habe...
Heute war es soweit: Julie würde am Abend aus Griechenland zurückkehren. Der letzte wirkliche Arbeitstag war angebrochen. Danach würde ich die nächsten Tage mehr oder weniger frei haben und nur hin und wieder aushelfen. Aber diesen Tag wollte ich so perfekt es eben ging hinter mich bringen und er startete wie gewöhnlich mit einem Spaziergang. Pitschnass kamen wir wieder zuhause an und ich begann mit aufräumen, Emmy Bürsten und saugen, sowie dem Öffnen meines zwölften Türchens - es war Schoki drin.
Dabei war Popeye ungewöhnlich ruhig- womöglich hatte er sich die Verbannung ins Badezimmer gestern zu Herzen genommen. Jedenfalls schlief er den ganzen Tag über und gab dabei kaum einen Mucks von sich (warum liefen die Tage zuvor nicht auch so reibungslos?).
Mit Emmy ging ich noch eine große Runde laufen, bei der ich viel Podcast gehört habe- besonders von Jay und Arya ( was ich übrigens nur erwähne, dass ich diesen Titel nutzen kann...ich meine Jay und Arya = Jarya, dann haben wir einen ähnlichen Wortklang wie Julie & Julia...naja, ich bin die Einzige, die es gut finden muss...) und danach beendete ich meine, mir selbst aufgetragenen, Aufgaben. Nachdem ich Hüter des Lichts zu Ende und meinen dritten Tee leer getrunken hatte, ging ich noch mal mit Popeye raus. Pünktlich um halb zehn tauchte Julie in der Türschwelle auf und wurde herzlich von uns begrüßt. Julie bestand darauf, dass ich ihr Zimmer im ersten Stock beziehe, sodass ich meine Ruhe hatte und Popeye mich nicht wecken würde, also zog ich kurz darauf nach oben. Den restlichen Abend verbrachten wir mit reden, bis ich gegen halb zwölf Richtung Bett aufbrach und müde die Treppenstufen hochtrampelte.
Popeye begann derweil anzufangen seine ganze aufgesparte Energie des Tages in der Nacht auszulassen, doch das sollte mich nicht großartig interessieren, denn kaum eine halbe Stunde später schlief ich auch ein...Read more
Der erste freie Tag
December 12, 2019 in Ireland ⋅ 🌧 6 °C
12.12. Halbzeit. Noch 12 Tage bis Heilig Abend. Ein besonderes Heilig Abend...zumindest für mich.
Irland hat mich einfach verzaubert und auf die Idee gebracht, Heilig Abend hier zu verbringen.
Aber zurück zu heute, meinem ersten freien Tag. Und den begann ich mit Podcast hören und einem zweistündigen Spaziergang bei Regen, Wind und Sonnenschein (zumindest hinter den Wolken). Ich lief bis die Straße zu Ende war und ich umkehren musste. Zurück in Julies Haus las ich den Vormittag, hörte Weihnachtsmusik, redete mit Julie oder schaute Videos. Natürlich öffnete ich auch mein zwölftes Türchen- es war Schokolade drin. Am Abend schaute ich die Heute-Show, während ich Popeye mit mir rumschliff, da Julie bis halb zehn außer Haus war und unter anderem Lebensmittel für uns besorgte (Joghuuuurt). Da sie erst so spät kam, übersprang ich das Filmschauen, las stattdessen noch etwas und schlief dann ein...Read more
Spaziergang in Furbo
December 12, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 9 °C
Nutella mit Crêpe
December 13, 2019 in Ireland ⋅ 🌬 6 °C
Mein zweiter freier Tag sollte vor allem in Galway selbst stattfinden. So war zumindest der Plan. Ich stand auf, öffnete Türchen Nummer 13 - stellte sich heraus: es war Schokolatsche drin- und dann frühstückte ich in aller Ruhe. Galway würde mir immerhin nicht wegrennen und das Wetter zeigte gerade seinen äußerst individuellen irischen Charakter (es regnete und war windig). Julie erklärte mir zudem, dass sie später auch nach Galway wollte, weshalb ich kurzerhand entschloss auf sie zu warten. Um zwei Uhr kam dann auch endlich der Bus, der mich knapp vorm Erfrieren bewahrte, nur um mich nach 30 Minuten wieder in die Kälte zu entlassen. Warum mir so kalt war? Meine Jeans war am Morgen gerissen und nun streifte ich mit der um einiges dünneren 7/8 Jeans durch Galway. Außerdem schienen meine Winterschuhe mehr und mehr den Kampf gegen die Pfützen und den Regen aufzugeben. Ich lief also ein bis dreimal über den Weihnachtsmarkt bis ich schließlich den Crêpestand meines Vertrauens auserkoren hatte und mein Zwischenmahl in die Arme schloss (Julie hatte mir zuvor versprochen am Abend Spaghetti Bolognese zu kochen). Den Crêpe zu essen stellte sich als schwieriger heraus als ich befürchtet hatte, bestand er doch aus mehr Nutella als Crêpe selbst. Aber auch das meisterte ich durch mein unglaubliches Geschick, das uns auf dieser Reise schon unzählige Male aus Eskapaden gerettet hatte...natürlich...
Da inzwischen meine Füße abzusterben drohten, entschied ich mich, mir ein Café zu suchen. Aber nicht irgendein Café! Nein, denn wie wir wissen, hat jedes Pub, Restaurant und Café eine Geschichte in Galway. Keine Ahnung, wie die historische des Cafés ist, aber ich verbinde mit ihm, den erste Klogang in Galway überhaupt (damals hatte es Tons sehr eilig...wir haben nie tatsächlich in diesem Café gesessen, außer auf dem Klo...).
Diesmal setzte ich mich alleine auf einen Platz und begann schon bald aus meinem Buch zu lesen, während ich zwei Mochas schlurfte (natürlich nicht gleichzeitig). Dummerweise wurde mir dennoch immer kälter und kälter. Irgendwann kam Julie und gemeinsam mit einem Freund von ihr setzten wir uns in ein Pub. Allerdings war mir immer noch zu kalt.
Man mag jetzt denken, dass das hier darauf hinauslaufen würde, dass ich mir einen Schnupfen zuziehen würde, aber nein, so lief es nicht. Denn anstatt den Abend im Pub zu verbringen, lief ich durch halb Galway, um den Bus zurück zu erwischen. Im Regen...mit kaputter Jacke und nassen Socken. Aber ich kam zuhause an und wärmte mich an einer Tasse Tee.
Julie kam einige Zeit später ebenfalls und begann mit dem Kochen. Zu uns gesellte sich ihre Freundin Iva, welche dann spontan mit uns aß und wir verbrachten einen schönen Abend zusammen, während wir vegetarische Spaghetti Bolognese löffelten und Brausetabletten aus Weingläsern süffelten. Später machte mir Julie noch eine heiße Schoki. Und nach einer mehrstündigen Diskussion mit Julius, welcher Weihnachtsfilm wohl guckenswert war, schlief ich dann auch ein- ohne einen Film geschaut zu haben...Read more
Botschafter der Liebe
December 14, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 6 °C
Der zweite Samstag in Furbo Hill und der erste mit Julie zusammen. Obwohl sie die meiste Zeit gar nicht da war. In Gegensatz zu meinem recht entspannten Morgen, lief Julie bereits gegen 9 Uhr mit ihrer Laufgruppe, mit welcher sie danach auch gleich Tee trinken ging.
In der Zwischenzeit wusch ich meine Klamotten, Haare oder das Geschirr und lief eine kurze Runde mit Emmy. Mein vierzehntes Türchen öffnete ich natürlich auch- es war Schokolade dahinter.
Um 14.30 Uhr klopfte Diarmuid an der Tür und wir stiegen gemeinsam mit Dermot ins Taxi, um nach Galway zu fahren und dort die anderen zu treffen. Denn die Nachbarn hatten ein Weihnachtsessen organisiert. In einem Tapas Restaurant stießen wir dann auf Elyse, Julie, einen Freund von Dermot, dessen Namen ich dummerweise vergessen habe und Vanessa (ebenfalls eine sehr freundliche Frau aus der Nachbarschaft) und gemeinsam schnabulierten wir die verschiedenen Speisen. Vor dem Nachtisch wurden wir allerdings rausgekickt /liebevoll aufgefordert den Tisch frei zu machen, da kurz darauf weitere Gäste erwartet wurden. Deshalb entschied Dermot, dass wir in ein Pub gehen sollten und da niemand außer Julie (welche noch ein oder zwei weitere Weihnachtsessen, eine im gleichen Tapasladen wie zuvor, vor sich hatte) noch etwas vorhatte, standen wir schon bald zu acht in dem schmalen Pub und tranken Irish Coffee. Irgendwann wurde eine Nische frei und zumindest Elyse, Julie, Vanessa und ich nahmen dort Platz- bei Gelegenheit dann auch Dermot und Diarmuid. Jedenfalls war es kuschelig und lustig, aber sehr stickig, weshalb Elyse und ich uns irgendwann dazu entschlossen zu gehen.
Die kommenden 20 Minuten verbrachten wir dann in der Kälte auf der Suche nach einem Taxi uns fanden dieses auch schließlich mitsamt Fahrer.
Unser Fahrer, ein freundlicher und redseliger Mann aus der Karibik, begann ein Gespräch mit Elyse und mir (obwohl ich eher stiller Beobachter war) und ich hatte die Ehre, Teil einer der lustigsten und coolsten Taxifahrten überhaupt, gewesen zu sein. Das begann damit, dass Elyse erzählte, dass sie aus Amerika kommt und wegen Diarmuid nach Irland gezogen war. Der Taxifahrer strahlte und mutierte zu einem ausgewachsenen amerikanischen Filmpfarrer wie er im Buche steht (verwirrender Satz-ich weiß). Er schwärmte von Liebe als würde er ein Gedicht, ein Lied oder eine Predigt komponieren und das tat er auch irgendwie...
Dann erzählte er uns, wie er seine Frau kennengelernt hatte, was eine unglaublich amüsante Geschichte war, und dass sie nun mit 5 Kindern gesegnet waren (zunächst nach und nach zwei Jungs und dann auf einen Schlag drei Mädchen).
Als wir aus dem Taxi stiegen konnten wir uns ein Lächeln nicht verkneifen. Die Liebe war quasi im ganzen Auto zu spüren gewesen und die Macht, die von diesem Wort und den verbunden Folgen daraus einhergingen.
Voller Energie und guter Laune schaute ich am Abend "Klaus" und schlief dann zufrieden ein...der Film war überraschend gut gewesen. Über einen wahren Botschafter der Liebe - genauso wie der Taxifahrer...Read more
Iren bekommen ihren Willen
December 15, 2019 in Ireland ⋅ ☁️ 4 °C
Der Tag begann für mich um 8 Uhr. Zur dieser Zeit ist es inzwischen draußen noch dunkel und man quält sich eher aus dem Bett, als super gelaunt aufzustehen und wie ein Vogel zu zwitschern (obwohl die einzige Person, die ich kenne, die das macht, Cinderella ist). Der Grund, warum ich so "früh" aufstehen musste war, dass ich mit meinen Nachbarn auf eine der drei Insel vor Galway fahren würde - und zwar auf die größte der drei. Um 9.30 Uhr ging es los und Elyse, Diarmuid und ich stiegen ins Auto. Nach einem kurzen Abstecher bei Diarmuids Mutter (sehr nette Frau) nahmen wir auch schon im Bauch des Schiffes Platz, indem wir eine Dreiviertelstunde verbringen würden. Mein Ziel war eine bekannte Festung(oder was davon übrig ist) auf den Klippen der Insel. Da die anderen beiden in der Nähe das Ferienhaus von Diarmuids Familie für Weihnachten putzen wollten (Elyse Familie aus den USA würde dort unterkommen), stieg ich bereits in der Nähe der Cliffs aus. Keine 25 Minuten später war ich auch schon am Ziel (und dabei ließ ich mir wirklich Zeit!).
Das Wetter war am Vormittag genial für diesen Ausflug, dennoch war ich zunächst die einzige, die zu den Klippen hochstieg. Obwohl...alleine war ich nicht, denn auf dem Weg traf ich zwei Rotkehlchen, die mir Gesellschaft leisteten. Ich nannte sie Joshua und Fred.
Trotz der Sonne, die sich gegen Mittag hinter die Wolken verzog, war es eisig, sodass ich schon bald wieder zurück zu den kleinen Shops und dem Café lief, um mich aufzuwärmen. Allerdings war das Café geschlossen. Also holte ich mir von dem Shop daneben eine heiße Schokolade in einem wiederverwendbaren Becher, den man zwar mitnehmen konnte, aber wieder zurückbringen musste (es gab keinerlei Sitzgelegenheiten in dem Shop selbst). Und aus so einem Becher trank ich dann die beste heiße Schokolade, die ich je hatte (mit echter selbstgemachter und selbstgewärmter Schoki), dabei begutachtete ich die Insel selbst noch etwas. Anschließend verbrachte ich eine gute halbe Stunde auf einer Bank vor dem geschlossenen Café und las.
Als es dann zu regnen begann lief ich zu dem Ferienhaus, welches Elyse und Diarmuid immer noch fleißig putzten, um mich aufzuwärmen. Leider ging die Heizung nicht...
Also setzte ich mich auf die Couch und begann zu lesen, bis Diarmuid mir einen Film einlegte, der unter anderem in jenem Haus gedreht worden war (von 1934 "Man of Aran“ oder so...Er handelt von dem einfachen aber harten Leben der Einwohner dieser Insel zu jener Zeit).
Mit Jacke über den Knien, Händen am Tippen und Laptop auf dem Schoß, um den Prozessor als Wärmequelle zu missbrauchen, schaute ich also zu, wie die Männer in diesem Film mehr als zwei Tage mit einem Hai kämpften.
Bevor ich jedoch zu Ende schauen konnte, fuhren wir zurück zum Hafen, wo wir auf das Schiff warten würden. In dieser Zeit suchten wir ein Hostelpub auf, um uns etwas zu wärmen. Darum beorderte Diarmuid auch Sandwiches und Getränke. Allerdings wollte ich weder das eine noch das andere und nach mehrfachen nachfragen, ob ich sicher keinen Tee will, schien die Vernunft endlich gesiegt zu haben...Iren sind einfach zu nett!
Als Diarmuid wiederkam, hielt er drei Sandwiches für uns in der Hand...und am Ende ich auch eine Tasse Tee. Gestärkt machten wir uns Richtung Schiff auf und danach auf den Heimweg.
Schon auf den Weg zum Schiff teilte mir Diarmuid mit, dass wir noch bei seinen Eltern vorbeifahren würden und "warnte" mich, dass sie mir womöglich Essen anbieten würden. Als wir dann im Haus seiner Eltern ankamen, war seine Mutter allerdings zu sehr mit der hochschwangeren Freundin seines Bruders im Gespräch. Diarmuids Anfrage, ob ich etwas Essen wollte, lehnte ich dankbar ab. Wieso genau endete ich dann mit einem Stück Honigmelone vor mir?
Ich weiß nicht mehr, wer genau es auf dieser Reise zu Tons und mir gesagt hatte, aber irgendein Ire meinte mal "Iren bekommen immer ihren Willen. Also, wenn sie dir etwas anbieten, nimm es einfach an, denn im Endeffekt wirst du es sowieso essen oder trinken..."
Und an diesen Ratschlag hielt ich mich dann auch ab diesem Zeitpunkt, weshalb Diarmuid kurz darauf eine "kleine" Portion Fleisch mit Kartoffeln (immerhin kein Brei!) und Karotten vor mich stellte und seine Mutter danach ein Stück Apfelkuchen. Auf die Frage, ob ich auch einen Tee wolle (die ich ja schon oft genug an diesem Tag gehört hatte), konnte ich gar nicht mit Nein antworten, so schnell war die Tasse voll. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich mir das Lachen nicht mehr wirklich verkneifen und auch Elyse und Diarmuid fanden meine Situation anscheinend mehr als amüsant. Jedenfalls hatte ich heute mehr als genug Tee- dafür, dass ich Tee nicht mal mag.
Bald darauf verabschiedeten wir uns von Diarmuids Familie und begaben uns zurück, wo ich auf eine kranke Julie traf, die Weihnachtsgeschenke bestellte und mir Tee anbot. Ich weiß nicht, ob es an Julies Krankheit und dem damit verbunden geringen Durchsetzungsvermögen lag oder an meiner am Tag definitiv erreichten Teegrenze, aber ich lehnte dankend ab. Auch ihr Angebot noch etwas zu essen konnte ich (voll wie ich war) abschlagen. Stattdessen öffnete ich mein fünfzehntes Türchen- es war Schokimoki drin, kuschelte mich in mein Bett und schlief dann zufrieden und glücklich ein...Read more
Vieeeele Bilder
December 15, 2019 in Ireland ⋅ ☁️ 5 °C
Dún Aonghasa- Festungsruine
December 15, 2019 in Ireland ⋅ 🌧 6 °C
Beste Schoki überhaupt
December 15, 2019 in Ireland ⋅ 🌧 6 °C
Chillertag- weil ich chillen mag
December 16, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 6 °C
Der Tag heute sollte ein recht entspannter, krafttankender Tag werden. Im Gegensatz zu gestern würde ich weder früh aufstehen noch weggehen. Stattdessen würde ich den meisten Tag in meinem Zimmer verbringen und dabei Filme oder Videos schauen, Musik hören oder schreiben. Natürlich öffnete ich auch mein sechzehntes Türchen- es war geschmolzene Schokolade drin (da der Kalender die vergangenen Stunden in der Sonne gestanden hatte).
Da Julie auf die Kinder ihrer Freundin Iva aufpasste und die Hunde mitgenommen hatte, war ich komplett allein im Haus und ruhte mich die meiste Zeit aus. Erst nach und nach realisierte ich, dass ich morgen abreisen würde (Julie bemerkte es sogar noch später!).
Abends schaute ich U.N.C.L.E und verliebte mich dabei ein bisschen in den russischen Agenten (wer braucht Superman, wenn man den russischen Captain America haben kann?) und obwohl ich an diesem Tag nicht wirklich etwas getan hatte und Julie mir sogar anbot, noch zu ihr ins Pub zu stoßen, entschied sich mein Körper gegen das Bier und für den Schlaf, den ich einige Zeit später auch fand...Read more
Auf nach Donegal
December 17, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 6 °C
Der Tag der Abreise war gekommen- mal wieder. Diesmal würde es von Galway nach Donegal gehen, wo ich die nächsten Tage verbringen würde. Das wollte ich schon die ganze Zeit machen...das bedeutete aber auch, dass ich Julie und dem Rest auf Wiedersehen sagen musste. Davor öffnete ich jedoch zunächst mein siebzehntes Türchen- es war Schokolade drin.
Julie passte auch heute wieder auf Ivas Kinder auf, weshalb ich gegen 9 Uhr in Ivas Haus eintraf, um gemeinsam mit Julie und den Kids zu frühstücken. Ich wurde von zwei kleinen Kindern und drei bellenden Hunden begrüßt, darunter Emmy und Popeye und Ni...gau...Nuggy(?) (ich hab keine Ahnung mehr wie der heißt oder wie die Kinder wirklich heißen, ich glaube das Mädchen heißt Shishi (Spitzname) und der Junge was mit M...wir nennen ihn jetzt einfach mal Mochi). Nuggy war (und hoffentlich ist er auch noch) ein alter schleckender Labrador, mit einem sehr lauten Organ...
Nachdem sich das Chaos etwas gelegt hatte, begann Julie die Pancakes zu backen und ich spielte mit Shishi, schaute Mochi beim Höhle bauen zu oder beruhigte Popeye und Emmy, die ziemlich aufgeregt wirkten.
Nach zwei Pfannkuchen war ich dann aber schon voll und spielte weiterhin mit Shishi, während ich mit Julie über Weihnachten sprach. Sie und auch Iva hatten mich schon zuvor eingeladen Weihnachten bei ihnen zu verbringen 😍. Zudem könnte ich sie jederzeit besuchen kommen oder falls ich Hilfe brauchte diese anfordern (diese Menschen sind einfach so unglaublich gut und nett!).
Irgendwann war es dann Zeit für mich aufzubrechen und sich von allen zu verabschieden.
Mein Bus kam und brachte mich nach Galway und von dort aus, vier Stunden später, nach Donegal, wo ich ein nettes kleines Zimmer in einem B&B bezog. Donegal selbst war hell erleuchtet, wie so viele irische Städte in der Weihnachtszeit, aber Donegal sah besonders charmant dadurch aus.
Den restlichen Tag verbrachte ich mit rumlaufen, Filme schauen und essen. Gegen 12 Uhr schlief ich dann auch ein...Read more
Oreocheesecake vs Tradition
December 18, 2019 in Ireland ⋅ 🌧 8 °C
Der heutige Tag begann mit dem achtzehnten Türchen, das geöffnet werden musste (es beinhaltete Schokolade), sowie einem traditionellen irischen Frühstück. Dabei lernte ich John kennen, ein älterer Herr aus Irland, der ebenfalls in dem B&B verkehrte. Viel mehr ist allerdings nicht passiert. Da es schüttete entschloss ich mich den Tag in Donegal zu verbringen und begann einen einstündigen Spaziergang, während der Sprecher von dem der Säulen der Erden Hörbuch mir allerhand über Jack und Aliana erzählte. Klatschnass endete ich in einem Café namens Blueberrys. Dort hielt ich mich drei Stunden auf, in denen ich an meinem Laptop schrieb und ein dreiviertel Stück Oreocheesecake verdrückt- aber das Frühstück war einfach zu einnehmend gewesen und besiegte somit die mehr oder weniger noch vorhandene Lust auf den Kuchen.
Mittags schrieb ich, las, zeichnete oder schaute einen Film und das zog sich bis abends (den Film Nice Guys kann ich übrigens nicht empfehlen, es sei denn man mag sehr schräge Actionkomödien). Am späten Abend regnete es immer noch unaufhörlich und ich beschloss auch nicht mehr raus zu gehen, um stattdessen weiter mein Hörbuch zu hören. Einige Zeit später schlief ich auch schon ein...Read more
Filme, Wurst und Logikfehler
December 19, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 10 °C
Passieren würde heute nicht viel. Morgens stand ich auf, um unten im Speiseraum zu essen. Steve, der Besitzer des B&Bs, hatte mir zuvor Bescheid gegeben, dass er noch etwas erledigen würde und in 30 Minuten wieder da wäre, solange solle ich schon mal Müsli essen oder Brot/Toast mit Butter und Marmelade. Das tat ich dann auch und während ich da so mein brotartiges butterbestrichenes Getreidewarending aß und dabei dem Radiosprecher zuhörte, wie er sich unglaublich über den neuen Film Cats aufregte, fiel mir auf, dass ich eigentlich jetzt schon satt war...
Steve brauchte länger als die halbe Stunde, die er bedacht hatte. Als er wiederkam, hatte ich bereits meinen Laptop auf dem Tisch stehen, um zu schreiben und das neunzehnte Türchen geöffnet - es war Schokolaaade drin. Auch wenn ich diesen Satz schon seit neunzehn Tagen nutze, stammt er eigentlich von der Youtuberin Malwanne und ihrem Weihnachtsblog.
Aber zurück zum Thema und Essen.
Nach mehrfachen entschuldigen, brachte er mir dann Ei, Speck und irische Wurst (die ich nur Wurst nenne, weil ich nicht weiß, wie ich es sonst beschreiben sollte...).
Zwei weitere Stunden schrieb ich weiter und verzweifelte bei einem Logikfehler. Um 13 Uhr fuhr mein Bus ab, weshalb ich eine halbe Stunde davor bereits am Hotel stand und auf ihn wartete.
Dreieinhalb Stunden sollte die Fahrt nach Dublin dauern, doch wir brauchten noch eine weitere. Auf der Fahrt hörte ich alle möglichen Weihnachtslieder und überlegte, wie die nächsten Tage sich gestalten ließen. Gegen 6 Uhr war ich dann endlich auf meinem Zimmer (im Abbey Court Hostel), das ich mir mit 11 anderen Mädchen teilte. Die restlichen Stunden vorm Schlafen gehen verbrachte ich mit lesen, schreiben oder Film schauen, bis ich dann einschlief...Read more
Ein spektakuläres Kühlungssystem
December 20, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 5 °C
Ich hatte eine weitere Nacht im Hostel hinter mich gebracht, muss aber dazu sagen, dass ich ein 10ner Zimmer einem 12er jeder Zeit bevorzugen würde. Nicht nur die Lautstärke, sondern auch die Matratze war im 10 Betten Zimmer um einiges angenehmer gewesen.
Aus diesen Gründen packte ich auch schnell meine 100 Sachen und zog die Tasche schon bald die Straßen Dublins entlang. Es sollte ein wirklich sonniger Tag werden (also so gar nicht typisch irisch). Perfekt für meine Sightseeingtour, die ich vorhatte. Und die natürlich nicht alleine. Nein, die nächsten drei Tage würden Mama und Papa mich besuchen und die Zeit kurz vor Weihnachten mit mir verbringen. Und diese Zeit begann genau dann, als ich sie nach 25 Minuten laufen vor dem Schoolhouse Hotel sah.
Da die beiden noch nicht wirklich gefrühstückt hatten, setzten wir uns zunächst mal in ein Café. Danach bezogen wir die süße Wohnung in der Love Lane. Und dann ging es los mit der Tour, die ich mir am Tag zuvor überlegt hatte. Wir begannen mit dem Trinity College, in welches ich schon immer wollte. Und ich muss zugeben, es hat sich gelohnt. Sowohl die Staturen, die Bücher als auch das Gebäude selbst sind einfach sehenswert. Als wir uns beinahe satt gesehen hatten, zogen wir weiter und zwar von der Shopping Mall aus (wo wir tatsächlich auch einkaufen waren UND ich ein Kleid für dieses Weihnachten gekauft habe. Immerhin hatte ich ja keine schickeren Sachen dabei) zur Temple Bar und von dort zur Christ Church und dem Schloss, wo ein Weihnachtsmarkt stattfindet. Unterm Strich könnte man also sagen: wir sind viel gelaufen. So viel, dass ich keine Ahnung habe, was wir morgen noch ansehen sollen und meinen Füße sich nahezu verabschiedeten...und das, obwohl sie ja durchgehend von den klitschnassen Socken gekühlt wurden...es leben meine Winterschuhe und ihr Kühlungssystem...
Zwischendurch waren wir noch lecker in einem Burgerladen essen (obwohl ich hierbei betonen muss, dass nicht der Laden selbst, sondern die dort verkauften Burger sehr lecker waren!).
Am Abend liefen wir dann müde, aber sehr zufrieden heim und tranken noch ein Guinness im Apartment, bevor es für die beiden schon sehr früh schlafen ging. Ich allerdings schaute noch einen Film (Miss Daisy und Chauffeur- war schlechter als erwartet, aber trotzdem ganz nett) und öffnete mein zwanzigstes Türchen - es war Schokoooolaaaaadeee drin. Dann, gegen halb zwölf, schlenderte ich Richtung Bett...Read more
Viel zu viel Bibliothekenbilder
December 20, 2019 in Ireland ⋅ 🌧 8 °C
Vogelimitationen vom Feinsten...
December 21, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 7 °C
Der Morgen begann für uns so um 8 Uhr, da öffnete ich auch das einundzwanzigste Türchen (es war Schokolade drin) und einige Zeit später saßen wir dann auch schon im Kilkenny Shop und aßen unser Frühstück. Der Tag sollte, wir auch der letzte, recht schön werden und ich hegte inzwischen den Verdacht, dass Irland persönlich mich verhöhnen wollte - immerhin spreche ich andauernd von Regen und in diesen zwei (und dem kommenden dritten) Tagen regnete es kein einziges Mal? Das ist wirklich bizarr!
Mama und Papa freuten sich allerdings darüber, denn so konnten wir weitestgehend trocken durch die Stadt spazieren. Unser heutiges Ziel war hierbei vor allem die St. Patricks Church, eine große steinerne und vor allem bekannte Kirche. Gegen die Bibliothek gestern kam sie zwar nicht an, aber sie war trotzdem schön. Danach liefen wir weiter, durch die Shopping Mall, ins Shopping Center, wo wir super coole Stumpfhosen sahen, die jedoch bereits ausverkauft waren und deshalb leider nicht erwerbbar.
Im der Shopping Mall wurde unsere Aufmerksamkeit auf eine Gruppe singender Leute (was auch sonst) gelenkt, die für einen guten Zweck (für Obdachlose) Weihnachtslieder sangen und um Spenden baten. Das ist nicht nur eine tolle Idee, besonders die Frau am Mikro, mit ihrer recht...einzigartigen Fähigkeit immer konstant über der eigentlich gewünschten Stimmlage zu singen, zog uns nahezu in ihrem Bann. Dabei erinnerte sie stark an einen Vogel...
Danach hatten wir alle Hunger und Durst, liefen aber noch ein gutes Stück weiter, bis wir letztendlich bei Peters Pub Halt machten, um zumindest etwas zu trinken.
Nach einiger Zeit im Pub und daraufhin noch auf den Markt Dublins sowie zuvor noch für uns unbekannten Straßen, kamen wir am Fluss an und suchten eine Essensgelegenheit. Das Pub, was wir wählten war jenes, dass Tons und ich einige Monate davor auch schon besuchten hatten (unser erstes Pub) und wie wir damals nutzten wir das Sonderangebot aus.
Am Abend schlenderten wir erneut über den Weihnachtsmarkt und schauten uns die Krippe an, welche ich schon mit meinen Paten und meiner Cousine besucht hatte. Dann ging es zurück zum Apartment, wo wir uns einen gemütlichen Abend machten, bevor es dann ins Bett ging...Read more












































































































































