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Bike X- ing Schwarzwald

Von Pforzheim über den Schwarzwald nach Basel. Unsere heurige Bergwertung. 12000 Höhenmeter in 440 km. Read more
  • Trip start
    July 21, 2026

    Glatte Anreise und knackiger Anfang

    July 21 in Austria ⋅ ⛅ 11 °C

    Um 8 Uhr früh reisen wir superbequem mit der Westbahn nach München. Dann weiter nach Stuttgart und mit dem Regionalzug nach Pforzheim.

    Weil wir schon um 15 Uhr ankommen, radeln wir gleich los. Ziel: Kapfenhardt.
    Lange lässt der Schwarzwald nicht auf sich warten und schon sind wir am bergauf Kurbeln.
    Es ist perfekt mit der Temperatur! Viel im Wald kommen wir nur durch megasteile Anstiege ins Schwitzen. Oder auf frisch geschotterten Abfahrten durch den Stress des tiefen losen Schotters. Wem so was einfällt!

    Nach gut 23 km und knapp 700hm (Komoot zeigt über 800!) erreichen wir unsere bequeme hübsche Wohnung, die wir für eine Nacht beziehen.

    Es ist so gemütlich und wir sind vom doofen "auf den Bahnhöfen herum essen" so voll, dass wir uns nur mehr einen Radler genehmigen, den uns die Vermieterin liebenswerter Weise bereit gestellt hat. Wir sind die allerersten Gäste von booking in dieser Wohnung! Wie schön! Verdient jedenfalls 5*!

    Ja, und morgen da geht es richtig los! Yipeee!
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  • 1. richtige Etappe Kapfenhardt nach Huzenbach

    July 22 in Germany ⋅ ☀️ 19 °C

    Kaum aus der Tür draußen, geht unser Schwarzwald Abenteuer schon los.
    Auf schönsten Wald- und Forstwegen, einmal ist es zu steil zum Treten- also Schieben- gleiten wir nur so dahin.
    Ein ewiges Spiel von auf und ab. Die meiste Zeit angenehm kühl im Wald ist es ein Vergnügen die Höhenmeter zu sammeln.

    Große Irritation verursacht uns immer die total unterschiedlichen Angaben auf Android/Outdoor active versus Iphone/Komoot.
    Ich stoppe also mit Suunto und AV mit, Franzi mit Komoot.

    In Bad Wildbad- was für ein hübscher Ort- genießen wir unser Frühstück- immerhin sind wir schon 16km und ca 500hm geradelt.
    Dann geht's eben unfahrbar steil hinauf und wieder in den Wald.

    Unsere Vitamine bekommen wir in einem herrlich vollem Himbeerschlag. Keine Würmer. Alle reif und süß!

    Kurz vor unserem Zielort machen wir noch halt in Seewald-Besenfeld in einer Bäckerei mit wunderschöner Terrasse.

    Noch ein paar zerquetschte Höhenmeter und dann nur mehr abwärts.
    Knapp 70km und 1588hm (Franzi und Komoot haben über 1800 🤣🙈)

    Bis Huzenbach, zum Höhenhotel Pfeifle.

    DAS totale Retrohotel. Mit Retrogästen. Und saugutem Essen. Unser Zimmer ist ca. 49qm groß. Mit Sekretär. Es gibt einen Park. Höchststandard in den 70/80er Jahren. Seither. So geblieben. So genial.
    25 Euro für absolut köstliches und ausreichendes 4 Gang Menü. Wahnsinn. 5* von uns.

    Ein wunderschöner Tag im Schwarzwald!
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  • 3. Tour von Huzenbach nach Wolfach

    July 23 in Germany ⋅ ⛅ 16 °C

    Es war soooo unheimlich ruhig in unserem Berghotel. Unglaublich. Sehr erholsam! Wenn man nicht 5kg in einer Woche zunehmen würde, wäre das eine komplette Auszeit wert!

    Wir verlassen das Kraftplätzchen nach einem ausgiebigen Frühstück- Franzi konnte due Qualität des selbsterzeugten Schinkenspecks gar nicht fassen- und der umfassend erzählten Geschichte der Familie und des Hauses. Seit 6 Generationen ist das ein Gastbetrieb und der Nachfolger steht in den Startlöchern. Daher wird das Hotel kernsaniert und aufgewertet. Mal sehen! Ich behalte es im Auge!

    Wunderschön radeln wir dann bis Baiersbronn der Murg entlang. Hier ist das Thema Fisch ein sehr vorrangiges. Immerhin leben hier Lachse und wandern und laichen. Unglaublich!
    Baiersbronn streifen wir leider nur. Es ist sicher ein interessantes Städtchen. 14000 Einwohner und die größte Touristendichte in Baden-Württemberg. In diesem Ort- einmalig für Deutschland- gibt es 2 2*Michelinrestaurants. Irgendwie merkt man schon von außen, dass sich alles ums Essen dreht.... 🤣

    Dann klettern wir wieder ewig hinauf. Heute leider nicht mit so einem festen, gut zu fahrenden Untergrund. Das Terrain ist weich, schottrig, holprig. Es ist ganz einfach anstrengend.

    Nach langen Stunden kommen wir nach ca. 38km nach Bad Rippoldsau. Endlich eine Pause! Wir freuen uns.

    Doch leider. Es hat alles zu. Toter Ort. Eine Gaststube, aber die haben nix für uns. Kein Guzzi und auf Forelle haben wir keine Lust. Ich zähme meinen Franzi ein wenig, ich brauch ein paar Minuten! Ein Riegel muss mich wieder ein bisschen aufrichten.

    Wir plaudern ein bisschen mit der Wirtin. Sie erzählt von der Ruine der ehemaligen Schwarzwaldklinik. Inzwischen ein weltbekannten Löst place. Nach dem Einbruch des Geschäfts hatten es Israelis, kurz ein Türke, jetzt gehört die Abrissruine Chinesen. 65 Mio sollten investiert werden. Sie bezweifelt, dass irgendwas passiert.

    Ein paar Rampen und Höhenmeter stehen uns noch bevor. Zu verlockend wäre es das Wolfstal nach Wolfach hinunterzubrausen. Ohne Anstiege.

    Aber. Ich fühl mich wieder ok und so geht's ins Finale. Gekrönt durch eine rasante Abfahrt durch herrliches Bauernland mit diesen wunderschönen Schindelfassadenhäusern.

    Nach 500 hm erreichen wir Wolfach. Es ist circa 16 Uhr und wir trinken erstmal ein "Feirabendbier".

    Dann checken wir im chinesischen Hotel Hanoi ein und freuen uns unendlich auf gutes Chinaessen!

    Während ich schreibe, ruft draußen der Nachtwächter und bläst sein Horn. Wellcome to Mittelalter!

    Ein erfolgreicher, aber nicht ganz einfacher Tag.
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  • 4. Etappe von Wolfach nach Schonach über Hausach

    July 24 in Germany ⋅ ☀️ 19 °C

    Ach, wie schön das Land hier ist! 🤣🤣🤣
    Obwohl die Leutchen schon so ganz was Eigenes haben.
    Bestens nach zwei riesigen Portionen Eis ausgeruht- das schrille chinesische Zimmer war sehr erholsam, radeln wir schnell am flachen Radweg nach Hausach auf ein Frühstück. Der Tag wird heute etwas einfacher. Wir passen täglich ein bisschen an.

    Gute Untergründe, 2, 3x schiebe ich ein kurzes Stück bergab. Durch die Trockenheit ist der Schotter so unglaublich rutschig, bremsen ist fast unmöglich.
    Wir fahren viel weniger im Wald, es ist schön Aussicht zu haben. Die Weiden sind fast alle verweist. Es gibt kein Futter für die Kühe. Die Wiesen sehen von Weitem aus wie abgeerntete Kornfelder. Bisher hörte man fast keine Vögel und es sind nur ganz wenig Insekten. Due sind alle zu den Gewässern geflüchtet.

    850hm teilen sich in 250 Asphalt, steil zum Kurbeln. Sonnig, heiß. Dafür endlos Brombeeren. Dick und reif und sehr süß. Die mögen diese Hitze!
    Die restlichen 500 gleiten wir mit 4, 5% stetig bergan. Es ist ein sehr entspanntes Fahren. Und dann geht's auch schon wieder hinunter ins Tal.

    In Schonach fahren wir gleich weiter zur weltgrößten Kuckucksuhr. Echt niedlich! Wir sind hier im Herzen der Kuckucksuhrerzeugung.

    Beim supersympatischen Dorfwirt, beim Moosi trinken wir unseren "Wellcome drink" und ich bekomme endlich eine Schwarzwälder Kirschtorte. Hmmm.
    Wir reservieren auch gleich zum Grillen das angeboten wird. Und komischerweise ist es ganz selbstverständlich, dass wir da mitten unter den Dörflern sitzen. Wir gehören irgendwie gleich dazu. Wie gesagt. A bissl schräg die Schwarzwäldler.

    Unsere Unterkunft ist von 17irgendwas. Voll genial! Der Wirt erzählt auch gleich wieder seine Geschichte. Ich sollte sie alle einsammeln. Lange wird es dieses unglaubliche Haus nicht mehr geben! Kein Nachfolger. Sind geflüchtet aus dem Bergdorf im Tal.

    Wie immer wollen wir unsere nächste Unterkunft buchen. Keine Chance. Unglaublich! Es ist allĺllĺlles zu dort wo wir hin wollen. Mountainbike Event. So ein Schmarrn. Also schnell etwas gesucht. Ein Zimmerl gibt es noch in der total anderen Richtung, aber irgendwie kommen wir übermorgen wieder auf die Tour ich plane die beiden nächsten Tage um. Es wird spannend. Das Hotel hat auf booking 6 4 und TripAdvisor 2.0....uahhh. Heustadel???
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  • 5. Etappe von Schonach über Furtwangen, Neustadt

    July 25 in Germany ⋅ ☀️ 17 °C

    Ein sehr mageres Frühstück ermöglicht uns jedoch die wunderschöne Gaststube aus 1757 noch einmal.zu betrachten.
    Es ist wirklich wunderschön!

    Dann machen wir uns auf aus Schonach, der Stadt der 3 Olympiasieger entlang der Deutschen Uhrenstraße.

    Laut Wiki

    Hansjörg Jäkle
    Olympiasieger mit der deutschen Mannschaft im Skispringen bei den Winterspielen 1994 in Lillehammer. �
    Munzinger Online
    Hans-Peter Pohl
    Olympiasieger im Mannschaftswettbewerb der Nordischen Kombination bei den Winterspielen 1988 in Calgary. �

    Georg Hettich
    Olympiasieger in der Nordischen Kombination (Einzel) bei den Winterspielen 2006 in Turin. Dort gewann er außerdem zwei Silbermedaillen. �

    Wir sind im Hochschwarzwald und überall gibt es Schanzen, Loipenmarkierungen und lustige Zusatzschilder bei den Verkehrszeichen.

    Wir bewegen uns immer so um 1000m herum.

    Auffällig ist, dass es viel grüner ist und mehr Kühe zu sehen sind.

    Überhaupt hat sich die Landschaft wieder verändert. Es ist wunderschön am Kamm durch die Haufenhöfe und Weiler zu radln.

    Im Tal der "Hidden Champions", in Furtwangen machen wir eine Pause um die preisgekrönte Schwarzwälder Kirsch zu vernaschen und eine "gekochte" Topfentorte. Beides köstlich und riesig!
    Furtwangen hat sogar eine eigene Hochschule für Technik, weil so viele Hochtechnologiebetriebe hier ansässig sind. Historisch aus der Uhrenerzeugung war das ein fruchtbarer Brutkasten.

    Dann geht's wie üblich durch sanfte Wiesenlandschaften und auf Waldschotterstraßen weiter nach Neustadt. Sofort beim Hineinfahren merkt man, dass es eine uncharmante Stadt ist, die um.eine Identität ringt. >20% Ausländeranteil zeigt sich am gastronomischen Angebot. Kebab, Kebab und Kebab. Pandabeck heißt der Laden bei dem wir ein Ankommensbier trinken. Obwohl wir noch 10km haben.... war eh ein Blödsinn. Aber was solls. Ich schau mir das Münster an, und sogar das ist "neu" . In den frühen 1900 er Jahren gebaut, die Altäre auch aus der Zeit. Also Neuenstadt. Nö go.

    Eine Schupfe haben wir noch, die endet in einem Pfad, also noch einmal ein bisschen wandern und dann geht's rasant hinunter nach Kappel. Zu "unserer" 6.4 Punkte Unterkunft.

    Die Besitzerin ist eine fesche, lustige, völlig überforderte Tschechin, die eigentlich Pharmareferentin ist und das "Hotel" eher Jugendherberge nur am Wochenende betreibt. Ganz alleine. Das Anwesen wäre wunderschön mit Biotop und Park. Die Zimmer gräulich bunt gestaltet, grottenalt, aber sauber. Die Gasträume des Wirts 80er Jahre Traum. Aufwändig, teuer, Vollholz, massiv, riesig...

    Sie schurlt herum, will Allen alles Recht machen. Zu viel Hektik für uns. Internet gibt es keines. Eh wie überall. Hochtechnologieland Deutschland, ha ha ha... Ich kenn das von meinen Dienstreisen früher. Und es ist nichts besser geworden.

    Inzwischen sind meine Beine aber so müde, dass ich einfach froh bin, wenn ich sie betten kann. Ich bin ja im Dauerradlmodus....
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  • 6. Etappe von Kappel nach Todtmoos

    July 26 in Germany ⋅ ☀️ 18 °C

    In der Früh flüchten wir aus dem Chaoshaus in den nächsten Ort auf ein gutes Frühstück. Wir können beide kiloweis Schinken und Schnittkas nicht mehr verputzen.
    Wir zahlen unverhältnismäßig viel für das hastig zubereitete Abendessen, selber Schild, hätten auch fragen können, aber 3,50 Euro für ein Glas Mineral (Soda) ist schon a bissl viel. Ich weiß wo die Bewertungen herkommen. Und, dass sie berechtigt sind. Im Grunde geht man mit Gästen so nicht um. Man kann nicht alleine 23 Zimmer und die Küche schupfen. Nicht wenn alle gleichzeitig da sind. Aber, ich komme nie wieder hier her und es war die Erfahrung wert.

    In Lenzkirch hat ein supersympatischer Bäcker offen und wir genießen unseren Kaffee und Gebäck.
    Es ist die letzte längere Etappe. Heiß ist es auch nicht und wir haben trotzdem viel Zeit zu vertrödeln.

    Ich mag es das Dahinradeln. Man sieht so viel. Man kann so herrlich nachdenken. Manchmal verfluch ich meine müden Muskeln und wünsch mir auch ein Ebike. Teilweise schaffe ich steile Grasanstiege einfach nicht mehr. Ich schiebe lieber und genieße die andere Bewegung. Um mich gleich wieder übers radln zu freuen, besonders wenn es bergab geht! 😍

    Irgendwo im Wald tönt plötzlich Blasmusik. Ein Fest. 100 Jahre eines Turms. Trotzdem wir gerade eingekehrt waren in einer Jausenalm, müssen wir ein bißchen mitfeiern. Und natürlich den Turm erklimmen. Scheinbar sieht man bis in die Silvretta. Es ist aber zu diesig.

    Schlussendlich pfeifen wir auf den letzten Umweg und 100hm und rattern die Bundesstraße nach Todtmoos.

    Im Antico Mulino beziehen wir um 64 Euro Quartier- unglaublich! Ein schönes, großes Zimmer!

    Den Abend verbringen wir im Ort. Ein nettes Plätzchen, aber auch hier- jedes 2. Haus tot!

    Die Hochzeit des Schwarzwald ist lange vorüber. Meine Prognose. Sie wird wieder kommen.

    6 Tage schöne Radtouren. Schöne Orte. Schöne Landschaft und interessante Geschichten.
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  • Von Todtmoos bis Bad Säckingen

    July 27 in Germany ⋅ 🌫 17 °C

    Heute stehen nur ca. 800 Höhenmeter und 50 km auf unserem Plan. Das bedeutet, dass wir ein bisschen länger schlafen. Wie gut das tut. Es ist relativ kühl und so starten wir beim Ɓäcker. Wieder begeistern mich die herrlichen eindeutig selbstgebackenen Torten und Tarts. So üppig und verführerisch.

    Dann sausen wir wieder los. Es dürfte ein wenig geregnet haben denn der Schotter hält gut und es staubt nicht.

    Meine Beine sind wieder erholt und stark. Der Todtmoos Abend war sehr angenehm. Das Essen gut und wieder einmal ein lebendiger Ort!

    Unser Weg Richtung Bad Säckingen am Rhein führt durch herrlich frische Wälder, große Aussichten.

    Und nach steiler Abfahrt erreichen wir die Stadt. Unser Ankunftsbier trinken wir auf einem schönen Stadtplatz. Es ist unglaublich warm.

    Das Zmmer im Hotel zum Knopf liegt direkt am Rhein. Wunderschön!

    Ich erkunde das Münster des Hl. Fridolin, die grandiose Holzbrücke in die Schweiz, die Altstadt.

    Lange genießen wir den Abend in einer Osteria.
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  • Verweigert 🤣

    July 28 in Germany ⋅ ☀️ 20 °C

    Ganz begeistert von unserem Ausblick auf den Rhein, muss ich noch ein paar Sachen suchen in dieser herzigen Stadt..
    Den Kater Hiddigeigei Brunnen und die Trompeter. So ganz begriffen habe ich den Rummel um die zwei bzw. einen Herrn Scheffel noch nicht. Der hat eine romantische Liebesgeschichte geschrieben auf einer wahren Geschichte basierend und das war scheinbar so ein Erfolg, dass es im 19 Jhd ein Bestseller wurde.
    Der Kater Hiddigeigei ist quasi Moderator und Reporter oder Philosoph, der alles beobachtet und kommentiert.
    Also das Sprachrohr des Autors.
    Und weil es Bad Säckingen berühmt machte, gibt es alle möglichen Veranstaltungen zu dem Thema.

    Während Franzi irgendwas kauft, schaue ich mir also den Schlosspark an und suche den Katerbrunnen.

    Dann sausen wir los. Mein bester Ehemann hat, trotz drohender Megahitze, beschlossen, dass wir knapp 800hm radeln werden auf 30 oder so Kilometer. Mich freut es powidl!

    Nach 100 hm- gefühlt 500 weil die teilweise steil zu schieben waren, reicht es mir.
    Der Eifrige soll sich plagen. Ich habe genug. Es ist 11 und ich rinn wie ein Bächlein. Nein Danke!

    Ich werde am gemütlichen Radweg nach Whylen an der Grenze radeln wo wir noch 2 Nächte bleiben.

    Rheinfall, ebenfalls zweigeteilt muss ich mir ansehen
    Eine hübsche Altstadt zeigt sich am Schweizer Ufer.
    Die Grenze ist frei. Ich zuckle durch die schöne alte Stadt, für eine Pause finde ich es zu heiß.

    Dann weiter.

    Teilweise führt der Weg dem Rhein entlang, fette Brombeerstauden lassen mich immer wieder innehalten, aber man erkennt mehr und mehr die Nähe zu Basel. Die Stadt von Bayer, Novartis und Co. Das Ufer rutscht immer weiter weg. Dann nur mehr verbrannte Wiesen und Felder. Die Bundesstraße. Klirrende Hitze.

    Nach einem kühlen Kefir in Gerten suche ich mir das Bad von Whylen.
    Ich bezahle 6 Euro um ein bisschen auszukühlen und im Gras zu rasten.

    Franzi hat schon eingecheckt und erzählt von harten 1000hm die er gefahren ist. Bin ich froh, dass ich verweigert habe!

    Mit einer Pizza beschließen wir den Tag.
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  • 38 Grad, schon wieder!

    July 29 in Switzerland ⋅ ☀️ 36 °C

    Der letzte Tag unserer schönen Trans Schwarzwald Tour ist der heißeste. Und! Wir müssen nicht,tun es aber trotzdem. Radln.
    Lange vergammeln wir Zeit in unserer klimatisierten Höhle. Bis wir uns zum Bäcker aufraffen hat es schon 32 Grad. Die Vorstadthölle mit viel Asphalt!

    Franzi darf sich mit einem Patschen plagen. Erst beim Radmechaniker- der ist GsD gegenüber von uns- bekommt er es gebacken. Schlauchlose Reifen. Halleluja! Wenn mir das einmal passiert, brauche ich ein Taxi. Hart, härter, am Härtesten! Zu 3. gelingt es den Gummi von der Felge zu trennen.

    Ich versorge uns mittlerweile im Lidl mit Wasser zum Zug fahren.

    Mit viel Plagerei raffen wir uns auf nach Basel um den Weg zum Bahnhof zu erkunden. 30 Minuten durch das Fegefeuer. Wie habe ich 43 Grad in Frankreich ausgehalten???

    Ein bisschen Herumsuchen bis wir den Eingang finden.

    Ohne Plan entdecken wir den Tinguely Brunnen, das Theater, die Fuzo, fahren beim Tinguely Museum vorbei wo auch eine Nana steht- nö na ned 🤣🤪.

    Der Radweg zurück, Stadt ist Null angesagt- zu teuer, zu heiß, zu busy, führt uns an wunderschönen Orten und dem Münster vorbei.

    Basel eine der teuersten Städte. Eine Pharmafirma reiht sich an die nächste...

    Im Rhein treiben unzählige Bojenschwimmer- Neid! Das ist hier so üblich. Sich irgendwo hintreiben lassen. Es gibt sogar Schwimmschulen dafür.

    Der Radweg ist hübsch und führt über ein Kraftwerk. Ein Schiff steckt gerade in der Schleuse.
    Dann weiter der Ritt im Feuer. Whylen- Grenzach- am kürzesten Weg zur "Schlotzeria". Was für ein Name. Unsere Pension. "Schlotzen", allemannisch für Schlecken. Aha! Beim köstlichen günstigen Likörbecher- mit Eierlikör- gelernt.

    Duschen, rasten. Italiener von gestern. Packen.

    Due nächste Gebirgsüberquerung steht auch schon fest. 6 Tage. 8x in das grausliche Radlgwand ist eindeutig 2x zuviel. Besonders wenn es heiß ist.

    Wunderschön waren unsere Radltage- und touren!
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  • Wieder zurück

    July 30 in Switzerland ⋅ ☀️ 21 °C

    Nach einem schönen Abend in dem italienischen Restaurant- Schade, dass es so weit von uns weg ist! Seit Langem die beste Qualität!- radeln wir in gemäßigter Temperatur los nach Basel.
    4x umsteigen.
    Der Zug nach Mannheim ist sehr pünktlich. Wow! Dann geht's nach Salzburg. Mit einiger Verspätung bekommen wir kurzfristig in einem der, von der Westbahn, ausragierten ICs noch Radtickets. Ohne Klima- juhu- geht's dann weiter. Erst als der Loki die Garnitur mitten auf der Strecke herunter fährt und wieder starter, schaltet sich ein bisschen Klima zu.
    Na ja. 12 Stunden haben wir gebraucht für die Strecke Basel nach Hause. Meine Phantasie, wenn ich all die wunderschönen Bahnhöfe in Europa betrachte, was wäre wenn wir alles Geld in die Bahn statt in Autobahnen und Straßen gesteckt hätten? Wie wunderbar wäre es dann durch den Kontinent zu reisen.
    Und wieviel sauberer wäre alles.

    Im Zug habe ich mir schon die nächste Transgebirge ausgedacht. Ich freu mich drauf!
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    Trip end
    July 30, 2026