• Galápagos - ein Traum geht in Erfüllung 🦈

    Jun 26–Jul 14 in Ecuador ⋅ ☁️ 27 °C

    Nach einem Tag Aufenthalt in Quito ging es für uns endlich weiter nach Galápagos – meinem persönlichen Traumziel der Reise. Als ich im Februar die Tauchsafari buchte, fühlte sich dieser Trip noch unendlich weit entfernt an. Und plötzlich war es so weit.

    Bevor wir jedoch auf Galápagos ankamen, wurde bereits am Flughafen in Quito unser Gepäck kontrolliert und die erforderlichen Einreisedokumente überprüft. Knapp 97 % der Galápagos-Inseln stehen unter strengem Naturschutz und viele Dinge – darunter frische Lebensmittel – dürfen gar nicht erst eingeführt werden.

    Nach einem knapp zweistündigen Flug landeten wir auf der Flughafeninsel Baltra und durften zunächst die Nationalparkgebühr von 200 US-Dollar bezahlen. Mit meinem Tauchgepäck ging es anschließend vom Flughafen mit dem Bus zum Itabaca Channel, der Baltra mit der Hauptinsel Santa Cruz verbindet. Von dort setzten wir mit der Fähre über und fuhren anschließend mit dem Bus ganz in den Süden zur einzigen größeren Stadt der Insel: Puerto Ayora.

    Hier verbrachten wir die ersten Tage, bevor unser Tauchabenteuer beginnen sollte. Bereits in der kleinen Hafenstadt bekamen wir einen ersten Eindruck davon, was Galápagos in Sachen Wildlife zu bieten hat. Überall lagen Seelöwen auf Mauern oder Parkbänken und unzählige endemische Meerechsen sonnten sich auf den Lavasteinen. Am Himmel kreisten Fregattvögel und riesige Pelikane. Am Abend wird zudem der Steg im Hafen beleuchtet, wodurch zahlreiche Babyhaie, Rochen und Schildkröten angelockt werden. In nur einer Stunde am Hafen sahen wir mehr Tiere als an vielen anderen Orten unserer bisherigen Reise. 🦭

    Am dritten Tag stieß dann Dominik zu uns und wir konnten die kommenden Erlebnisse gemeinsam genießen. Es ist nicht nur schön, mit seinem Buddy zu reisen, sondern auch später gemeinsam auf all die Erinnerungen zurückblicken zu können. Zu dritt besuchten wir den wunderschönen Tortuga Bay Beach, spielten mit einem kleinen Fußball am Strand, beobachteten die berühmten Galápagos-Riesenschildkröten und besichtigten die Charles Darwin Research Station. 🐢 Unser Stammlokal wurde außerdem ein kleines Açai-Restaurant. 🥣 In der Stadt entdeckten wir auch einen tollen Laden namens „Darwin & Wolf“, der die Tierwelt Galápagos mit coolen Designs auf Klamotten bringt und sich für den Schutz der Haie einsetzt. Hier kauften wir dann auch (viel zu viel) ein. 🫣

    Dann ging es für Dominik und mich endlich zurück zum Itabaca Channel und an Bord der Galápagos Aggressor III. Gemeinsam mit zwölf weiteren Tauchern machten wir uns auf den Weg zu den legendären Inseln Darwin und Wolf. An diesen beiden Tauchplätzen herrscht eine der höchsten Hai-Dichten der Welt und insbesondere die riesigen Hammerhai-Schulen sind weltberühmt. 🦈

    Auf dem Weg dorthin erklärte uns unser Guide Walter, dass aktuell ein warmer El-Niño-Strom das Wasser deutlich erwärmt und sich dieser Effekt in den kommenden Monaten sogar noch verstärken würde. Für uns war das zunächst keine gute Nachricht, denn kaltes Wasser bringt deutlich mehr Nährstoffe mit sich und lockt dadurch große Meeresbewohner an. Wir waren also gespannt, was uns tatsächlich erwarten würde.

    Nach einem kurzen Ausrüstungscheck sprangen wir in Punta Carrión für unsere ersten beiden Tauchgänge ins Wasser. Haie blieben hier zwar noch aus, dafür begegneten uns riesige Meeresschildkröten, Adlerrochen und Muränen. Am Nachmittag besuchten wir die Vulkaninsel Bartolomé, von deren Gipfel wir einen spektakulären Ausblick über die einzigartige Vulkanlandschaft genießen konnten. 🌋

    Von Bartolomé aus begann anschließend die lange Überfahrt nach Darwin und Wolf. Zum Glück war das Schiff mit Starlink ausgestattet und alle Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft wurden übertragen. Das machte die Überfahrt deutlich angenehmer. ⚽️😀

    Am nächsten Morgen saßen wir wie immer um 6 Uhr beim Frühstück. Man konnte die Aufregung bei allen spüren – gleich sollte es zum ersten Mal in Darwin ins Wasser gehen. 🤙

    Unsere sechs Tauchgänge dort steigerten sich von Tauchgang zu Tauchgang. Die Strömung war teilweise brutal und man musste sich mit beiden Händen an den Felsen festhalten, um nicht davongerissen zu werden. Doch das Spektakel unter Wasser war jede Anstrengung wert.

    Nach einigen riesigen Adlerrochen direkt zu Beginn klopfte unser Guide plötzlich aufgeregt gegen seine Tauchflasche und zeigte hinaus ins Blau. Vor uns tauchte der erste Hammerhai auf. 🦈 Damit hatte sich die Reise für mich bereits gelohnt. Fasziniert beobachtete ich, wie der Hai langsam an uns vorbeiglitt. Kurz darauf folgten immer mehr Hammerhaie – zunächst einzeln, später in kleinen Gruppen von fünf bis zehn Tieren. 🦈🦈🦈

    Zeit, diese Eindrücke zu verarbeiten, blieb allerdings kaum. Nach dem Tauchgang stiegen wir zurück in unsere Schlauchboote und wollten gerade zum Schiff fahren, als plötzlich eine Gruppe Orcas auftauchte. 🫍

    Wir luden unsere Tauchausrüstung schnell an Bord ab und fuhren wieder mit dem Zodiac hinaus. Als die Tiere direkt neben dem Boot waren, sprangen wir ins Wasser. Nur wenige Sekunden später schwamm das Jungtier der Gruppe direkt auf mich zu. Es war sichtlich neugierig und kam bis auf etwa 50 Zentimeter an mich heran. Einfach irre! 🤯

    Anstatt sofort weiterzuschwimmen, drehte es noch eine zweite Runde. Diesmal rollte es sich leicht auf die Seite beziehungsweise mit dem Bauch nach oben und glitt erneut nur wenige Zentimeter an mir vorbei. Ein Moment, den ich wohl nie vergessen werde. 🫍 Unser Guide selbst war früher regelmäßig mit Orcas hier getaucht, hatte sie nun aber auch seit 3 Jahren nicht mehr im Wasser erleben dürfen. Wir dürfen uns glücklich schätzen. 🙏

    Auch die folgenden Tauchgänge waren einfach verrückt. Wir wechselten von Darwin zu den Wolf-Inseln. Bereits im ersten Tauchgang sahen wir zum ersten Mal große Hammerhai-Schulen an uns vorbeiziehen. Die meisten Tiere hielten sich in etwa 25 Metern Tiefe auf, um dem warmen Oberflächenwasser zu entgehen. Allein während der ersten beiden Tauchgänge begegneten wir weit über 100 Hammerhaien. 🦈🦈🦈

    Später tauchten wir flacher und erlebten direkt das nächste Highlight: Eine große Gruppe Galápagos-Haie patrouillierte entlang des felsigen Riffs. Durch die starke Strömung wurde man immer wieder (zu) nah an die Tiere herangetrieben. Mit einer Länge von bis zu fast vier Metern und ihrem kräftigen Körperbau wirken Galápagos-Haie mindestens genauso beeindruckend wie Hammerhaie. Teilweise schwammen beide Arten sogar gemeinsam an uns vorbei. Auch diese Bilder werde ich nie vergessen.

    Nach drei actionreichen Tagen und zwölf Tauchgängen rund um Darwin und Wolf machten wir uns langsam wieder auf den Rückweg. Einen letzten Zwischenstopp legten wir noch bei der Insel Fernandina ein. Dort erwartete uns ein völlig anderer Tauchtag. Statt großer Haie begegneten wir Seelöwen, Meeresschildkröten, Adlerrochen, Galápagos-Pinguinen und Meerechsen. Letztere konnten wir sogar beim Algenfressen unter Wasser beobachten. 🦎

    Diese unglaubliche Kombination aus spektakulären Tauchplätzen und einer einzigartigen Tierwelt habe ich so noch nirgendwo sonst erlebt. Nach insgesamt 20 Tauchgängen ging unsere Tauchsafari leider zu Ende – aber sie hat sich zu 100 % gelohnt. 🤿 Und dank des warmen Wassers war das tauchen angenehmer und die Sichtbarkeit besser als sonst. Am letzten Abend ließen wir den Trip bei einem Abschlussbier im Jacuzzi an Deck ausklingen und konnten dabei unter dem klaren Himmel sogar die Milchstraße beobachten. ✨

    Zurück auf Santa Cruz trafen wir schließlich wieder Antra. Während wir auf dem Liveaboard unterwegs waren, hatte sie die größte bewohnte Insel Galápagos’, Isabela, erkundet. Direkt hinter ihrer Unterkunft lag eine Lagune mit Flamingos und mit dem Fahrrad erkundete sie große Teile der Insel. 🦩🦩 Dabei begegnete sie auch wieder den Riesenschildkröten. 🐢

    Am nächsten Tag ging es für sie nach Los Túneles zum Schnorcheln. Trotz ihrer Angst vor Haien schwamm sie dort zum ersten Mal gemeinsam mit Weißspitzen- und Schwarzspitzen-Riffhaien. 🤙 Außerdem sah sie zahlreiche Schildkröten und Galápagos-Pinguine unter Wasser. An einem weiteren Tag bestieg sie den Vulkan Sierra Negra. 🌋

    Zu dritt verbrachten wir schließlich unsere letzten gemeinsamen Tage auf San Cristóbal. Auf der Insel gibt es gefühlt mehr Seelöwen als Menschen – man sieht oder hört sie wirklich überall. 🦭 Wir erkundeten verschiedene Strände und schnorchelten mit Seelöwen in der Bucht Muelle Tijeretas. Auch meinen ersten ikonischen Blaufuß-Tölpel konnte ich hier fotografieren. 🦜

    Leider hieß es dann schon wieder Abschied von Dominik nehmen. Wirklich schön, dass du uns besucht hast – und vielen Dank für die tolle gemeinsame Zeit! 🙏

    Wir blieben anschließend noch zwei weitere Tage auf San Cristóbal, bevor es über Santa Cruz zurück aufs ecuadorianische Festland nach Guayaquil ging. Galápagos war für uns ein wahrhaft magischer Ort, den wir niemals vergessen werden. 🦈🫍🦭🐢🦎
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