• Tag 4

    August 5 in South Africa ⋅ ☀️ 22 °C

    Hallöchen
    Wir haben gestern Abend noch spontan eine Quadtour gebucht. Die startet dann heute um 10 Uhr. Wir haben auch einen Ehrengast eingeladen, meine Mutter, aber leider musste sie absagen, der Therapeut hat sie noch nicht wieder frei gegeben. Wir fahren also nach dem Frühstück durch das Reservat zum Anbieter im Reservat. Nach einer kurzen Einweisung geht's auch schon los.
    Mariella mit Julian, Agnes mit Bela und ich alleine. Wir stellen relativ schnell fest, dass die 15 km/h die im Park gelten, offensichtlich nicht für die geführten Quadfahrten gelten. Es ist sehr staubig, was je weiter man in der Kolonne ziemlich ungemütlich ist.
    Wir sehen natürlich eine Menge Tiere und fahren eine gute Stunde durch die Gegend. Bela wechselt irgendwann zu mir, weil er mit seinem Helm immer hinten gegen Agnes Helm stößt. Ist bei mir auch nicht besser. Somit gehen wir davon aus, streng nach dem Sprichwort "Leichte Schläge auf den Hinterkopf, erhöhen das Denkvermögen" ,dass Bela morgen zumindest das 10-Sekunden-Tom Problem ablegt und die Stringtheorie löst. Schnell scheint da kein Effekt einzusetzen, weil er bei Ankunft erstmal mit Socken und Sandalen ins Wasser springt und feststellt, dass jetzt seine Füße nass sind. Außerdem fragt er wann wir zurück zu unserem Campingplatz fahren. Hoffen wir mal auf morgen. Wir halten kurz im Haus, entstauben uns und wollen dann den Berg hoch zur Seilbahn wandern. Mariella hat richtig gute Laune deswegen, sie hat so große Lust. Scheiß die Wand an, ich hab sie lange nicht mehr so fröhlich gesehen. Sie hat unten schon gute laune, rechts und links an Büschen vorbei gute Laune. Mal gespannt ob es auch oben gute Laune gibt. Das wird nur noch gesteigert durch die Qualität des Wanderwegs, der ist ziemlich zugewachsen, so dass unsere Beine nach kurzer Zeit schon aussehen , also hätten einen Nahkampf im Löwengehege hinter uns. Wir kommen trotzdem gut weiter, doch irgendwann ist der Weg weg. Überreste eines Affens im ausgetrockneten Flußbett lassen vermuten, dass der Weg schon länger weg ist und er hilflos wochenlang ohne Weg durch die Wildnis geirrt ist. Also geht es wieder zurück. Zumindest die Aussicht war schön. Unten angekommen steigen wir dann ins Auto und fahren einfach zu Talststation der Seilbahn. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht. Agnes fährt wie angekündigt. Klappt gut. Angekommen wird erstmal gepullert. Dann fahren wir hoch. Es ist eine sehr entspannte Fahrt, bei der Bela zur Freude aller bis oben darüber philisophiert was passiert wenn wir denn abstürzen. Oben angekommen haben wir einen traumhaften 360 Grad Rundblick über die Gegend. Es gibt auch einen Kletterpark, den lassen aber aus. Wir genießen was die Sonne und den Ausblick, essen ein Eis und fahren wieder runter. Nicht ohne vorher natürlich pullern zu gehen. Wir haben Hunger, also fahren wir Essen, in einem Burgerladen namens Hennies. Der Gründer muss ein Spaßvogel gewesen sein, dass ganze Konzept ist mit einem Bullterrier verknüpft. Das Logo, überall hängen Fotos, und es gibt Regeln. Siehe Fotos. Zum Beispiel wenn es bellt , dann sei höflich und Bell zurück. Tatsächlich bellt es ab und an und das ganze Lokal bellt. Trink nicht mit rechts, sonst gibt es die Gelbe Karte. Bei der zweiten musst du Exen. Klingeln verdammt nochmal nicht die Glocke, usw. Eigentlich ein lustiges Konzept. Hier wird Service auch generell noch ganz anders gelebt. Jedes größere Lokal hat Kinderecken, der Manager kommt an den Tisch und fragt ob alles gut ist. Die Bedienungen stellen sich vor. Wenn man hier Gastronomie mit der deutschen vergleicht könnte man sich ne Scheibe abschneiden, statt drüber nachzudenken warum in Deutschland die Gastronomie so leidet. Mariella und Agnes bekommen auch sofort mal die Gelbe Karte. Kommen dann aber ohne weitere Strafen aus.
    Essen ist top. Wir zahlen und gehen noch was einkaufen. Morgen geht es früh in Richtung Osten in eine Lodge mit wenig Infrastruktur in der Gegend, da müssen wir uns etwas eindecken.
    Danach wohnung duschen, bissem spielen. Auto schon mal packen. Ipods verlieren, und suchen, aber noch nicht gefunden. Jedes Jahr das selbe. Wir machen noch kurz ne Sitzung und planen die nächsten Aktivitäten. Morgen gibt's ganz viel Landschaft. Und neben dem Auto fahren bissel laufen. Mariella kann ihr Glück nicht fassen. Wird schon cool. Haben was nettes ins Auge gefasst.
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