• Lars Müller
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Nordosteuropa-Tour 2018

Ein Abenteuer von Lars mit offenem Ende Weiterlesen
  • 23. Stop Tallinn, Estland

    24. August 2018 in Estland ⋅ 🌧 23 °C

    Nachdem wir Heute Morgen Glück hatten und unsere Gasflasche und den Wassertank frisch befüllen konnten war der Rest des Tages eher verflucht. Bevor wir Mittag mit der Fähre nach Helsinki übersetzen, schauten wir uns 1 Stunde Tallinn an. Eigentlich hätte die Stadt mehr Zeit als 1 Stunde verdient, denn das was wir von Tallinn sahen war ähnlich wie Riga, sehr charmant. Überall kleine Gassen, prunkvolle Kirchen und alte Stadtmauern mit Türmchen. Aber die Fähre rief und natürlich ging es, wir immer wenn wir auf die Fähre fahren, recht stressig zu. Und wie immer, wenn wir auf die Fähre fahren, ging etwas kaputt. Auf Korsika hatte die Rampe der Fähre so eine beachtliche Steigung, dass unser alter Fahrradträger am Boden auf kam und abriss. Dieses mal war die Rampe flach und der Fahrradträger höher montiert. Doch unsere Treppe fiel ausgerechnet in der Fähre ab. Wie sich später herraus stellte, hatte sich nur eine Schraube gelöst und Lars konnte es schnell wieder reparieren. Die Fahrt war recht entspannt und während sich Johanna in der Spieleecke austobte tauschten wir uns mit anderen Eltern in Elternzeit aus. In Helsinki angekommen und auf dem Weg zu unseren heutigen Stellplatz hörte ich Lars hinterm Steuer fluchen. Eigentlich nichts ungewöhnliches, doch dieses mal hörte er nicht wieder auf. Also scheinte es etwas ernstes zu sein. Das war es leider auch. Lars hatte Probleme beim Bremsen und wir entschieden uns sofort eine Wekstatt aufzusuchen. Die Mitarbeiter dort waren sehr nett und hilfsbereit und vorallem verstanden sie Englisch. Doch Freitag 16:00 Uhr repariert auch keine finnische Werkstadt mehr einen Camper. Aber wir bekamen zum Glück für Montag einen Termin, so lange werden wir ausharren und dann weiter sehen. Außerdem hatten wir erneut Glück im Unglück, denn unweit von der Werkstatt fanden wir einen sehr chilligen und kostenfreien Parkplatz am Strand mit Duschen und Toiletten. Nach dem Schreck kam uns die Abkühlung sehr gelegen und wir sprangen gleich ins Wasser.Weiterlesen

  • 24. Stop Helsinki, Finnland

    25. August 2018 in Finnland ⋅ ⛅ 18 °C

    Moi, alle zusammen.

    Das tolle an Helsinki :
    - "Hallo" heißt auf finnisch Moi und lässt sich leicht merken
    - "Tschüß" heißt auf finnisch Moi Moi und lässt sich auch gut merken
    - Müllcontainer werden nach Entleerung gründlich ausgespritz und sauber wieder hingestellt 😊

    Das wirklich tolle an Helsinki:
    - die Stadt hat sehr tolle Bauwerke in verschiedensten Baustielen.
    - Es gibt sehr viele grüne Parks in der Stadt sowie,
    - sehr viele kleine Inseln auf denen u.a. auch Museen zu finden sind.
    - Es gibt in jeden öffentlichen Bädern Sauna inklusive.
    - Mitten in der Stadt befindet sich ein Freizeitpark

    Nachdem wir einen tollen Campspot am See mit Dusche gefunden haben, hatten wir Samstag mal wieder eine Free Walking Tour mitgemacht. Der Guide war dank Mikro auch bei der riesigen Gruppe gut zu verstehen.
    Uns wurden wieder viele interessante Fakten mitgeteilt. Unter anderem :

    - im 2. Weltkrieg wurden die Lichter der Stadt ausgeschaltet als russische Bomber anflogen. Auf den Inseln wurden hingegen Lichter angeschaltet, wodurch die Bomberpiloten auf die Inseln zielten und die Innenstadt sehr verschont blieb.
    - Finnland war einige hundert Jahre in Schwedischer Hand, wodurch heute noch jeder Finne auch schwedisch lernt.
    - durch den Sonnenmangel im Winter wird enorm viel Kaffee getrunken um wach zu werden und zu bleiben. So im Schnitt 5 - 15 Tassen am Tag. Dieser natürlich schwarz und ohne Zucker.

    Nach diesen vielen Eindrücken radelten wir Richtung Camper und stoppten noch an einem Sportplatz. Dort fand ein Mädchen-Fußballturnier statt und Susan erinnerte sich an Ihre Jugend. 2 Mädchen untersuchten noch am Spielfeldrand, ob die Mülltonnen auch wirklich sauber sind (siehe Bild).

    Abends genossen wir dann noch den Sonnenuntergang im blauen Zweisitzer, der dann aber noch leider in sich zusammen fiel.

    Moi Moi.
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  • Moi Helsinki

    26. August 2018 in Finnland ⋅ 🌧 14 °C

    Traditionell wie die Finnen, wollten wir Heute einen Saunatag einlegen. Und obwohl man gefühlt alle 50 Meter eine Sauna finden kann, war das gar nicht so einfach. In vielen Saunen werden Männer und Frauen strikt von einander getrennt und es gibt Tage wo nur Frauen und Tage wo nur Männer in die Sauna dürfen. Hatten wir tatsächlich mal eine Mixsauna gefunden, war diese sehr touristisch und dementsprechend teuer. Rund 20 Euro legt man für 2 Stunden hin und das natürlich pro Person. Der Spaß war uns dann doch zu teuer. Schließlich wurden wir in der Schwimmhalle fündig. Hier sind die Saunen inklusive und Mausi konnte auch noch planschen. Und nicht nur das, auch Johanna durfte sich eines Saunaganges erfreuen, denn es gab extra für Kinder eine nicht allzu heiße Sauna.
    Nach der ganzen Entspannung brauchten wir am Nachmittag etwas Action und so ging es zu dem nahe gelegenen Vergnügungspark. Auf wenig Fläche hat man es geschafft vielerlei Attraktionen für jede Altersklasse zu schaffen. Die Achterbahnen mit dem meisten Nervenkitzel kamen gleich am Anfang dran. Obwohl Sonntag war, mussten wir meist nicht lang anstehen. Eine neue Achterbahn nutze die VR-Brillen. Das war wir wirklich beeindruckend, obwohl mir die Technik durch mein Studium schon bekannt war. Man ist komplett in einer anderen Welt und die Achterbahnfahrt unterstützt diese Wahrnehmung.
    Auch Johanna hatte ihren Spaß, sie durfte Lockführer in einer Eisenbahn spielen und den Clown an der Nase streicheln. Nach 4 Stunden hatten wir noch lang nicht alles geschafft aber es begann mal wieder zu regnen und so wurden wir zum zweiten mal abgeduscht.
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  • Helsinki, Tag 3

    27. August 2018 in Finnland ⋅ ⛅ 13 °C

    Anspannung beherrschte den heutigen Tag, denn es entschied sich ob der Camper repariert werden kann oder wir unsere Reise abbrechen müssen. Für diesen Fall müssten wir die Fähre von Helsinki nach Rostock nehmen und zur Finanzierung noch ein Spendenkonto mit dem Motto "Rimo will wieder nach Hause" einrichten :-).

    Um sieben mussten wir raus, denn 8:00 Uhr hatte Lars einen Termin in der Werkstatt. Ich war in der Zeit das Erste und hoffentlich auch das letzte Mal mit Johanna zum Frühstück bei Mc Donalds. Wir sind wirklich keine Fans von diesem Chemie Essen, doch die andere Alternative war 20 Euro für ein Frühstück zu bezahlen.

    Lars wurde in der Werkstatt, die uns am Freitag Nachmittag noch zu 100% versprochen hatte den Camper am Montag zu reparieren, vertröstet und zum Ford Reperatursevice geschickt. Dieser gab Lars sogar einen Termin zur Besichtigung und zwar schon nächste Woche Freitag. Da der Sommer in Finnland sehr kurz und der Winter sehr lang ist, ist das Sommerloch in Finnland sehr stark spürbar.

    Mhhh, so eilig haben es wir ja nun auch wieder nicht dachte sich Lars ironischerweise und wurde zur nächsten Werkstatt geschickt.
    Und tatsächlich, endlich wollte einer mit uns Geld verdienen und schaute sich den Camper Heute noch an. Etwas teilnahmslos schlenderte wir noch durch Helsinki und schauten uns die mit Bemalungen und Säulen verzierte Bücherei der Universität an. Gegen 16:00 Uhr kam der erlösende Anruf das der Schaden gefunden wurde, die Ersatzteile schon bestellt sind, er am Donnerstag repariert werden soll. Puh, wir waren erstmal sehr erleichtert und hoffen das alles auch dann so klappt. Zur Feier des Tages gab es am Abend noch ein deftiges Bauerfrühstück.

    Die kommende Tage bleiben wir also noch in Helsinki, aber es gibt genug zu sehen und zu erleben.

    Das Radwegenetz in Helsinki ist übrigens überragend. Wir mussten nun schon einmal quer durch Helsinki mit dem Rad und konnten davon 99,9 % auf begrünten Fahrradstraßen zurück legen. Sehr fantastisch :-).
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  • Helsinki Tag 4

    28. August 2018 in Finnland ⋅ ⛅ 16 °C

    Um heute frisch in den Tag zu starten, beschlossen wir nach dem Frühstück ein bisschen Sport zu treiben. Dazu joggten wir an der Küste entlang und im Anschluss ging es zur Abfrischung in die kalte See baden. Danach kam einem das kalte Duschwasser der öffentlichen Dusche schon recht warm vor.

    Nach dem Mittagessen hielten wir zusammen mit Johanna ein Mittagsschläfchen im Camper.

    Im Anschluss fuhren wir dann noch in die Shopping mall um noch etwas einzukaufen. Johanna bekam neue Stiefelchen und eine Regenhose. Die Stiefel wurden dann gleich noch in einer Pfütze eingeweiht.
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  • Helsinki, Tag 5

    29. August 2018 in Finnland ⋅ ⛅ 19 °C

    Sich einfach mal treiben lassen...
    ... wird mit uns nichts. Das einzigste was an diesem Tag umher trieb, war eine schwimmende Sauna auf der wir nur zugerne gewesen wären. Denn Saunieren stind auf unserem Tagesplan an vorderster Stelle.

    Zunächst ging es aber Vormittag erst einmal zu dem Sibelius Monument. Bislang waren wir immer recht achtlos daran vorbei getrieben bzw. gefahren. Nur die vielen Chinesen um die Skulptur herum ließen unsere Neugierde wachsen.

    Die Skulptur wurde einem finnischen Komponisten gewidmet und ist aus feinstem Edelstahl. Um meinen Bekanntheitsgrad in China etwas zu erhöhen, beschloß ich etwas vor der Skulptur zu posieren, während die Asiaten fleißig fotografierten.

    Termine beim Schuster und Johannas Mittagessen trieben uns dann zurück zum Camper.

    Nach dem Mittag fuhren wir noch zu einer nah gelegenen Villa, in der einige Bilder ausgestellt waren. Nur leider wurde aus diesem Tagesziel auch nichts, da Susan 9 Euro Eintritt dafür zu teuer war.

    Also rann an die Bouletten und ab in die Sauna, um das wichtigste Tagesziel zu erfüllen. Nur leider war das nicht so einfach mit der Sauna. Gut, wir hätten es uns auch leicht machen können und einfach ins Schwimmbad fahren können. Nur irgendwas trieb uns in eine andere Sauna, die sich als Lädchen in der Thai Massagen angeboten werden entpuppte.

    Ein weiteres Schwimmbad was wir danach aufsuchten, befand sich noch im Bau. Nur Google maps war halt der Meinung, dass es schon fertig sei.

    Nur leicht angenervt trieb es uns zurück zum Camper. Auch ohne Sauna und ohne Kunst war es dennoch ein toller Tag in Helsinki.
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  • Helsinki Tag 6

    30. August 2018 in Finnland ⋅ ⛅ 16 °C

    Gleich nach dem Aufstehen fuhren wir heute Morgen zur Werkstatt. Den Termin hatten wir um 9 und wir waren gegen 8:15 Uhr an der Werkstatt. Lars sagte kurz Bescheid das wir da sind und gab den Schlüssel ab. Das Rührei und der Kaffee standen kurz darauf auf unseren Frühstückstisch und Lars sagte noch: "Die werden den Rimo schon nicht gleich reparieren" als 1 Minute später ein bärtiger, korpulenter, grimmig schauender Mann die Fahrzeugtür auf machte. Wir baten um 10 Minuten Zeit und packten in windeseile alles schnell zusammen. Wir fühlten uns wie Backpacker als wir Kaffee schlüfend und Zähne putzend vor der Werkstatt standen. Nach dem aufregendem Morgen ging es mit dem Fahrrad 45 Minuten in die Innenstadt. Wir schlenderten über den Marktplatz. An einem Stand wollten wir einen Großeinkauf machen und alle Flaggen der Länder kaufen die wir besucht haben. Bei dieser Menge musste die Frau doch ein wenig mit dem Preis runter gehen, dachten wir uns und versuchten zu handeln. Doch die Frau blieb stur, nicht mal 1 € wollte sie uns erlassen. Also waren wir auch stur und kauften nur eine Finnland Fahne. Beim nächsten Stand hatte ich mehr Glück. 3 paar Wollhandschuhe konnte ich von 45€ auf 40€ handeln. Doch das war Lars immer noch zu viel und da ich ein liebes Frauchen bin, hörte ich auf den Herrn Gemahl (er hatte halt blöderweise auch das Portemonnaie). Ich sagte der guten Frau ab und sie ging promt auf 35€ runter. Da griff ich aber schnell in Lars seine Tasche :-). Im Anschluss ging es mit der Fähre auf eine Insel, wo es alte Festungsmauern und allerlei Museen zu bestaunen gab. Im Spielzeugmuseum gruselte ich mich vor den leer drein blickenden Puppengesichtern und in einer Ausstellung über den libanesischen Krieg war es die Dunkelheit und laute Kinderstimmen die mich etwas verängstigten. Ich war auch noch ganz alleine drin und machte dann einfach mein Handylicht an. Im selbem Moment wurden Münzen, die das zerbombte Land darstellen sollten und ein Jettriebwerk beleuchtet. Das Wetter passte zur Insel. Es niselte und ließ alles in eine mystische Atmosphäre tauchen. Apropo tauchen, ein U-Boot mit anschließendem Kriegsmuseum, was auch noch auf unserer Besuchtigungsliste stand, fügte sich ganz gut in den düsteren Tag ein. Mit der Fähre wieder an Land ging es im Jan Ullrich Renntempo mit dem Fahrrad Richtung Werkstatt. Wir hatten etwas die Zeit vergessen und waren spät dran. Gedobt waren wie mit der Hoffnung unseren Camper repariert wieder zu bekommen.
    Wir wurden nicht enttäuscht. Sehr glücklich, dass die Reise weiter gehen kann und mit einwandfreien Bremsen fuhren wir noch ein letztes Mal zu unserem schönen Parkplatz.
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  • 25. Stop Rokokalio

    31. August 2018 in Finnland ⋅ ☁️ 17 °C

    Juhu, die Reise konnte weiter gehen und es zog uns raus aus der Stadt und rein in die Natur. Auf einer Internetseite über die interessantessten Naturschätze Finnlands traf ich auf das Felslabyinth von Rokokallio, 1 Stunde entfernt von Helsinki und fast auf den Weg zu unserer Fähre. Also nichts wie hin. Dort angekommen powerten wir das Mäuschen noch ein bissel aus, damit der Plan, das sie in der Kraxe ihren Nachmittagsschlaf hält, auf ging. Die Wanderung führte uns einen Anstieg hinauf, über Felsen und Wurzeln. Ich war echt platt von der Natur. Flächen von weißen Islandmoos und dicke Wurzeln zogen sich über die Felsen. Ich musste daran denken wie viel Geld hier "wächst", denn in Deutschland ist Islandandmoos recht preisintensiv. Die Tannenbäumchen waren teilweise mit Flechten überzogen und wir fühlten uns ein bissel wie im Märchen. Und was darf bei einem Märchen natürlich nicht fehlen? Richtig, das verwunschene Hexenhäuschen. Das fanden wir im Tipi Stil oben auf dem Berg. Sogar eine Kochstelle mit Abzug befand sich in dem aus Holzstämmen gebauten Tipi. Sehr mysteriös. Noch ein wenig unheimlicher und atemberaubender wurde es als wir den Berg abwärts stiegen und sich große mit grünen Moos und Farnen, die fast unecht wirkten, bewachsene Felsen vor und auf taten. Zwischen den Felsen befanden sich Spalten und Höhlen und es machte riesig Spaß dort hindurch zu wandern. Weil Johanna gerade schlief folgten wir weiter den Wanderweg und kamen an einem kleinen See, wo eine Stand-up-Paddlerin gerade den neusten Trendsport ausübte. Als Johanna wach wurde ging es zurück zu den Höhlen. Nach dem Vesper an einer Feuerstelle durfte auch Johanna diese tolle Bergwelt erkunden und über die Felsen klettern. Wir waren die ganze Zeit alleine an diesem wundervollen Ort und genossen es sehr. Wir mussten daran denke wie es hier wohl ausschauen würde wenn die Chienies-Travel-Group irgendwann dieses Kleinod entdecken würde. Wir hoffen einfach das sie sich weiter vor den großen Bauwerken und Denkmälern die Füße platt treten. Zum Abschluss des tollen Tages sprangen wir noch in einem See zum baden und fuhren am Abend nach Naantali, wo am nächsten Morgen Fähre starten wird.Weiterlesen

  • 26. Stop Naantali, Finnland

    1. September 2018 in Finnland ⋅ ☁️ 17 °C

    Eine Fährfahrt wie im 7. Himmel...

    ... Hatten wir heute Morgen nun nicht wirklich erwartet, da unsere Fährfahrten in Vergangenheit leider öfters einen negativen Beigeschmack hatten.

    Die Fährfahrt heute von Naantali nach Kappelskär fing schonmal ruhig an. In Naantali kamen wir gestern Abend an und es ist ein kleines finnisches Städtchen mit sehr schönen Strand. Heute Morgen mussten wir auch nur 6 Minuten zur Fähre fahren, auf der nur sehr wenige mitfahren wollten.

    Schon am Check in Schalter die erste positive Überraschung, es gab 2 Speisen pro Person am Buffet inklusive, da die Fährfahrt auch immerhin 8 Stunden dauern sollte. Das wollten wir noch nicht so recht glauben und packten trotzdem unsere Kartoffeln, die wir Heute Morgen extra noch gekocht hatten, uund den Quark ein. Auch die Auffahrt klappte tadellos. Keine abfallende Treppe oder auf den Boden schleifender Fahrradträger. Wir wurden sogar freundlich und entspannt eingewiesen, sonst wurden wir immer von hektisch winkenden Männern gestresst und voll geschimpft wenn es nicht schnell genug ging.

    Man muss dazu sagen, wir hatten eine günstige Alternativroute für 80 Euro insgesamt, statt 250 Euro, gewählt. Das heißt, dass wir nicht direkt in Stockholm ankommen. So wenig wie wir bezahlt hatten, erwarteten wir dementsprechend wenig. Aber nix da, wie bekamen das komplette Luxusprogramm.
    Es gab unter anderem einen großen Spielraum für Kinder sogar mit Bällebad. Das war für Johanna so aufregend, das sie nur 1 Stunde zum Mittag schlief.
    Ein warmes und kaltes Buffet gab es tatsächlich zum Mittag und Abend und wir aßen so viel wie die letzen 4 nicht.

    Für uns hatte die tolle Fähre sogar noch eine weitere Überraschung parat: Nachdem wir eine Woche in Finnland vergeblich danach gesucht hatten, fanden wir sie hier endlich: Die schwimmende SAUNAAAAAA mit Whirlpool und Meerblick. Da so wenig Gäste auf der Fähre waren, hatten wir den Wellnessbereich sowie den Spielraum für uns alleine, obwohl wir uns noch andere Kinder für Johanna zum Spielen wünschten.

    Somit vergingen die 8 Stunden auf der Fähre wieder erwarten sehr schnell zu Ende und wir landeten ohne nennenswerte Probleme in Schweden. Die schöne Küstenlandschaft konnten wir auch schon etwas von der Fähre aus begutachten.
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  • Kappelskar, Schweden

    2. September 2018 in Schweden ⋅ ☀️ 18 °C

    Das bisschen Wäsche...

    war nach 3 Wochen ohne Waschmaschine zu einen großen Haufen heran gewachsen und quillte aus dem Wäschesack. Die Sonne blitze am Morgen hinter den Bäumen hervor, also auf zum nächsten Campingplatz mit Waschmaschine. "It's broken" sagte der nette Campingplatzbesitzer hinter seinen Tresen und wir dachten uns "Das fängt ja gut an". Auf die Frage ob es in der Nähe noch einen weiteren Campingplatz gibt, antwortete er mit nein. Aber am Hafen sollte es eine Waschmaschine geben. Auf den Weg dort hin sagte uns ein Schild das es wohl doch noch einen anderen Campingplatz ganz in der Nähe gibt. Wir folgten den Schildern und kamen zu einem größeren Campingplatz, der Hoffnung auf frische Wäsche machte. Wir waren Heute zeitig dran und gestern gab es eine Party auf den Campingplatz. Grund genug für den Rezeptionisten Heute mal schön auszuschlafen und die Gäste warten zu lassen. Aber das Warten wurde belohnt, denn unpünktlich 10:00 Uhr öffnete sich die Tür und wir bekamen den Schlüssel zum Waschraum. Das Beste war das sich für Heute kein anderer zum Waschen angemeldet hatte und wir den ganzen Tag Waschmaschine und Trockner für uns alleine hatten. Und das Allerbeste war das wir dafür umgerechnet nur 3 Euro bezahlen mussten. Über den Tag verteilt kamen tatsächlich 7 Maschinen zusammen, das war Rekord. Meist mussten wir nur für einen Waschgang 5 Euro zahlen und Heute gab es 7 Maschinen zum Schnäppchenpreis von 3 Euro. Das hatte sich gelohnt. Auch sonst war der Campingplatz ganz angenehm. Auf einem in die Jahre gekommen Minigolfplatz spielten wir am Nachmittag noch ein Ründchen und Lars musste eine bittere Niederlage einstecken. Das zehrte an seiner Minigolf Ehre. Dafür musste ich mich beim Tischkicker geschlagen geben. Am Abend entdeckte ich beim joggen einen Leuchtturm und sah wie die Sonne unterging. Sehr schön hier in Schweden. Da machten sich die Sportübungen ein klein wenig leichter.Weiterlesen

  • 27. Stop Humelvic

    3. September 2018 in Schweden ⋅ ⛅ 19 °C

    Während ich am Morgen die letzte Wäsche in die Schränke räumte, fuhren Lars und Johanna Fahrrad und kamen mit neuem Proviant und einen wunderschönen Campingspot zurück. Lars hatte ihn zufällig entdeckt und die Fotos waren vielversprechende. Nach einer erneuten Niederlage im Minigolf wollte Lars auch ganz schnell weg vom Campingplatz. Bei einer 1,5 stündigen Wanderung durch die Natur und an gepflegten Grundstücken mit rot-weißen Holzhäuschen, hatte Lars Zeit den Misserfolg zu verkraften. Am neuem Spot angekommen, schien die Sonne auf das ruhige Wasser und einige Boote standen friedlich am Steg. Ein wirklich sehr erholsamer Ort. Sogar Johanna schien etwas von der meditativen Atmosphäre ab zu bekommen, denn sie spielte den ganzen Nachmittag bis abends friedlich auf der Decke. Sogar eine Sauna stand am Ufer, nur leider verschlossen. Die Stimmung wurde nur kurzzeitig von einem Einheimischen getrübt, der uns mit der Aussage, dass wir hier nicht campen dürften, etwas irritierte. Da ich bei der herrlichen Ruhe keine Lust auf Konfrontation hatte, versicherte ich ihm, das wir gleich wieder fahren, was wir natürlich nicht ganz stimmte. Wir schauten uns aber vorsichshalber noch einmal die Gesetzgebung an und die besagt das Schweden eines der wenigen Länder ist, wo das "Jedermanns Recht" gilt. Jeder darf überall auf öffentlichen Plätzen hausen. Am Abend gab es mal wieder ein herrliches Feuerchen mit roter Halbmondsichel am Horizont.Weiterlesen

  • Humelvic Tag 2

    4. September 2018 in Schweden ⋅ ☁️ 16 °C

    Da uns der Platz so gut gefallen hat, verbrachten wir noch den heutigen Tag am Campspot. Susan ging noch etwas Joggen, Schwimmen und am Camper Duschen. Ein einheimischer alter Mann wurde dann noch Zeuge Ihrer Duschaktion. Den ganzen Tag kommt keine Menschenseele lang nur dann wenn es ungelegen ist :-)

    Meine heutige sportliche Aktivität beinhaltete hingegen Abwaschen und Lesen. Gegen Nachmittag ging es dann nach Stockholm, wo wir morgen wieder eine Stadtbesichtigung durchführen möchten.
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  • 28. Stop Stockholm

    5. September 2018 in Schweden ⋅ ⛅ 15 °C

    Free Walking Tour Version Nummer 4 oder gar schon 5 erlebten wir Heute in Stockholm. Zum Einstieg in eine Stadt finden wir die Rundgänge immer super. Unser heutiger Guide hatte, wie selber betonte, etwas zu viel Kaffee getrunken und sprach sehr schnell und hippelig. Auch sein perfekt ausstralisches Englisch und Johannas Aktivitätendrang machte uns Heute das Zuhören nicht leicht. Nach einem Abstecher zum Mittag im 7eleven (was uns an die Zeit in Australien erinnerte) ging es in das Vasa Museum. Ein sehr eindrucksvolles Kriegsschiff namens Vasa aus dem 16. Jhrd. Wurde in voller Größe und aus 95% Originalteilen rekonstruiert. Das Schiff sank nach 1500 Meter auf seiner Jungvernfahrt auf den Meersboden Nähe Stockholm und blieb dort unbeachtet 330 Jahre liegen. 1970 wurde das Schiff aus 40 Metern Tiefe nach und nach geborgen und in den darauffolgenden Jahren konserviert. Nicht nur das herrlich nach altem Holz riechende Kriegsschiff war wahnsinn sondern auch die auf 7 Etagen um das Schiff herum führende Ausstellung war sehr informativ und kreativ gestaltet. 2 Stunden vergingen wie im Flug und wir hätten sogar gern noch mehr Zeit gehabt. Aber Johanna war nach so langer Zeit auf den Beinen müde und hungrig also ging es rauf auf die Räder Richtung Camper und Abendbrot.Weiterlesen

  • Stockholm, Tag 2

    6. September 2018 in Schweden ⋅ 🌙 16 °C

    Die Schwedenflagge...

    ... wurde heute endlich an Johannas Luxus-vehicle gehisst und bildet neben 2 Design-Stöckern (wodden hand craft by L. Mueller) den Eye Catcher.

    Wenn ich in Stockholm über sowas banales berichte kann der Tag nicht interessant gewesen sein? Weit gefehlt. Stockholm zeigte sich heute von seiner allerbesten Seite: vielfältig, grün, sehr Fahrradfreundlich, tolle Bauwerke, Museen und Kunstaustellungen ohne Ende...
    Stockholm wurde von uns heute zum Highlite unserer Tour gekürt.

    Doch zunächst startete der heutige Tag ruhig und stressfrei. Wir schafften es 10 min vor Beginn der 2. Free Walking Tour am Treffpunkt zu sein. Das war Premiere. Normalerweise ist der Guide schon fleißig am erzählen wenn wir ankommen.

    Heute war die Tour in deutsch und konzentrierte sich auf die Innenstadt. Wir erfuhren wieder sehr interessante Fakten, zum Beispiel:
    - warum die Schwedenhäuser alle in rot und mit weißen Fensterrahmen gestrichen sind. Der Adel orientierte sich beim Bau seiner Villen an ein bestimmtes Gebäude in Stockholm, welches rot und mit weißen Fensterrahmen gestrichen war. Als rote Farbe auch für die Allgemeinheit erschwinglich wurde, strichen viele Leute in diesem Stiel ihre Häuser. Dieser Baustil und Farbanstrich etablierte sich dann. Um sich wieder abzuheben, wurden einige Villen gelb angestrichen, was man auch ab und zu hier sieht.

    - Schweden wurde durch Holz und Stahlexporte nach dem 2.WK vom ärmsten zu einem der reichesten Staaten Europas. Da Schweden nicht im Krieg mit involviert war, blieb die Innenstadt von Bombardements verschont.

    Zum Mittag ging es dann zurück in den Camper und nach einer Mittagspause fuhren wir mit dem Fahrrad in das Museum "Junibacken" das an die Geschichten von Astrid Lindström angelehnt ist. Auf dem Weg zum Museum zeigte sich Stockholm mal wieder von seiner schönsten Seite. Die herrlich angelegten Parks mit ihren Kunstwerken kamen durch die nun durchscheinende Sonne voll zur Geltung.

    Auch das Museum "Junibacken" war wie das Vasa Museum seinen Eintritt absolut wert. Ein wunderschöner und liebevoll gestalteter Indoor Spielplatz wartete auf Johanna. Überall gab es was zu entdecken und auch für uns war es sehr Spannend. Höhepunkt des Museums war eine Märchen - Gondelfahrt durch eine Miniaturlandschaft.

    Das Museum ist wie Stockholm im Sommer absolut sehenswert. An Stockholm ist nicht nur der Stadtkern sehr schön, sondern auch das Umland, denn auf 2/3 der Stockholmer Grundfläche ist entweder die See oder grüne Parks. Vor Stockholm liegen 30.000 kleine Inseln von denen wir uns morgen 1 anschauen möchten. 6 Bilder die wir immer maximal pro Tag hochladen können, reichen heute bei weitem nicht aus.
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  • Stockholm, Tag 3

    7. September 2018 in Schweden ⋅ ☁️ 18 °C

    Eine Seefahrt die ist Lustig...

    ... eine Seefahrt die ist schön, denn da kann man den Prince Charming beim Abzocken zusehen...

    Ja es ging heute aufs Wasser um eine der vielen Inseln vor Stockholm zu erkunden. Wir entschieden uns dazu die Insel Vaxholm zu besichtigen, eine der populäreren der vielen Inseln.

    Hinzu ging es mit einem tollen alten Schiff, bei dem man sogar noch in den Maschinenraum schauen konnte. Die Inneneinrichtung war sehr schick restauriert. Beim Abfahren vom Hafen tutete das Schiff sehr sehr laut, was Johanna kurz zum weinen brachte. Wir hörten dieses Tuten sogar immer an unserem Campspot außerhalb der Stadt.

    Nach vielen Zwischenstops kamen wir in Vaxholm an und erkundeten diese sowie die Nachbarinsel mit dem Rad. Es nieselte zwar etwas aber das war nicht so schlimm. Zeitweise fuhren wir durch einen tiefen dunklen Wald und kamen dann zu einem tollen Picknick Platz, der eine sehr schöne Aussicht auf das Wasser bot.

    Die Zeit rannte mal wieder davon und wir hatten gerade mal noch 15 min zum Spielen mit Johanna auf einem Spielplatz. Danach ging es auch schon wieder auf die Fähre zur Heimfahrt.

    Blöderweise hatten wir beim Auffahren auf die Fähre unseren Kinderwagen am Fahrrad abgekoppelt. Ein etwas streng guckender Mann meinte dann schon zu mir das dieser Anhänger 12 Euro extra kostete. Dies trieb uns ziemlich auf die Palme denn das normale Fährticket kostete 8 € pro Person und Kinderwagen sind frei.

    Da unser Wagen aber am Fahrrad befestigt war, zählte er als Anhänger und kostete somit 12€. Gezahlt haben wir bei einem jungen arroganten Schnösel, der aussah wie Prince Sharming von Shreck. Alles diskutieren hold nichts auch das Umbauen zum Kinderwagen durch anbringen des Stützrades holf nichts. Nichtmal unsere Schwedenflagge konnte beschwichtigen.

    Vielleicht waren Prince Charming unsere 2 Designer-Stöcker ein Dorn bzw. Stock im Auge. Er meinte die Fährwärter der alten Fähre, wo wir nichts extra zahlen mussten, wären nur nett zu uns gewesen und hätten ihren Job nicht richtig gemacht. Susan kochte vor Wut.

    Auf meine provokante Frage hin, ob ich mit Johanna auf der Fähre spielen darf oder dies auch extra kostet, schmunzelte er nur. Am Hafen angekommen beschwerten wir uns bei der Hotline der Fährgesellschaft. Anschließend gab ich mein Telefon an Prince Charming weiter und er musste Rede und Antwort stehen, das sogar recht lange. Leider am Ende vergebens. Aber was solls, es gibt bei weitem schlimmeres.
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  • Stockholm, Tag 4

    8. September 2018 in Schweden ⋅ 🌙 14 °C

    Meine gute Freundin Steffi, die ein Semester in Stockholm studiert hat, gab uns die Anregung in ein Restarant im Grünen zu gehen. Dem Tip gingen wir nach und fanden uns Heute Mittag in einem Dschungel aus Pflanzen wieder. In 4 Gewächshäusern vereinten sich Pflanzeverkauf, Bäckerei, Boutique und Restaurant, welches süße schwedische Spezialitäten wie Zimtschnecken sowohl 4 Hauptspeisen anbietete. Für unseren Garten, den wir ab nächstes Jahr in Angriff nehmen wollen, kauften wir eingige Blumenzwiebel. Gegen 11:30 Uhr waren schhon einige Menschen an dem wunderschönen Ort und ich stellte mich an der Essensschlange an, während Lars Johanna bespaßte. Ich bestellte eine Pastinakensuppe für Johanna, denn Pastinake mochte sie als Brei immer gern und für mich und Lars ein Gericht was ich nicht so ganz übersetzen konnte. Ich ließ mich mal überraschen und ging mit einem Kreisel, der brummen sollte wenn das Essen fertig ist, Richtung Ausgang, wo sich einen ellenlange Menschenschlange gebildet hatte. In der großzügig angelegten Gartenanlage gab es überall Sitzmöglichkeiten und ein Beet, wo man selber Blumen pflücken konnte. Mein Blumenherz schlug höher und als der Kreisel brummte und wir den Rote Beete Salat angerichtet mit verschieden Kräutern sahen schlug es einen Puzelbaum. An unserem Tisch kamen wir mit einem Designer ins Gespräch der Morgen nach Japan fliegen wollte um mit seiner Frau eine Ausstellung zu eröffnen. Er zeigte mir seine grafischen Designs, die typisch schwedisch aus Elchen bestanden. Am Nachmittag, beim schlendern durch die Altstadt, sah ich fast auf allen Tassen oder Beuteln genau diese Elche. Anscheinend hatte es der Mann und seine Frau zu was gebracht und sehr nett war er obendrauf auch noch gewesen. Später am Tag folgten wir einen weiteren Geheimtip, den wir auf der free Walking Tour bekommen hatten. Wir gingen in den Untergrund und fuhren mit der U-Bahn. Eigentlich für mich eine fürchterliche Vorstellung und nichts was ich gern in meiner Freizeit mache. Aber diese U-Bahn Fahrt hatte sich gelohnt, denn jede Station war von einem anderen Künster gestaltet. Vom dunklen Höllenschlund bis hin zum 7. Himmel mit Regenbogen war alles dabei. Teilweise auch gesellschaftskritisch. Unsere Lieblingsstation bestand aus einer eine Höhle, die mit Moos bewachsen war und aus dessen Wand antike Skulpturen ragten. Voll mit Eindrücken fuhren wir zum Camper zurück und sagten dem schönen Stockholm auf Wiedersehen.Weiterlesen

  • 29. Stop Nationalpark Tyresta, Schweden

    9. September 2018 in Schweden ⋅ 🌙 15 °C

    Gestern Abend parkten wir vor dem Tyresta Nationalpark neben einem kleinem Minicamper der Marke Subaru und scherzten, das dort mit Sicherheit Morgen früh ein einsamer, bärtiger Mann aussteigen würde. Weit gefehlt, als erstes beobachteten wir etwas unfreiwillig einen jungen Mann in Unterhose, als nächstes kam eine schlanke Frau raus gekrochen, gefolgt von ihrer Tochter. Als dann auch noch ein kleiner Junge aus dem Dachfenster blickte, schauten wir nicht schlecht. Wie passt in dieses kleine Auto eine 4-köpfige Familie? Das verdient unsere größte Hochachtung. Selbst einen Kinderwagen hatten sie vom der Tschechei bis nach Schweden mitgebracht. Nachdem wir das 8. Weltwunder gesehen und ausgiebig darüber gerätselt hatten, machten wir uns auf zur eigentlichen Mission des Tages: eine Wanderung durch den Tyresta Nationalpark. Zuerst ging es auf der, "on-road" Strecke mit dem Kinderwagen einen Rundweg entlang auf denen wir viele Familien an Feuerstellen sitzen sahen. Nach einer leckeren Portion Spaghetti Carbonara schwang der Chefkoch Lars Müller die Kraxe auf den Rücken und der zweite Teil der Wanderung begann, dieses Mal "off road". Während Johanna in der Trage ihren Mittagsschläfchen nach ging, liefen wir an wunderschönen Moos und Felslandschaften, umgeben von Nadelbäumen, vorbei.Weiterlesen

  • 30. Stop, Vimmerby

    10. September 2018 in Schweden ⋅ ⛅ 14 °C

    Als weiterer Stop unserer Reise hatten wir uns das Örtchen Vimmerby herausgesucht. Eigentlich kein spektakulärer Ort, wäre da nicht die Autorin Astrid Lindgren gewesen. In ihrem Namen wurde ein großer Freizeit Park gegründet, der einen in die Märchenwelt der Pippi Langstrumpf und Co abtauchen lässt.

    Wie alles in Schweden ist auch dieser Park sehr liebevoll und stilvoll eingerichtet. Er besteht hauptsächlich aus vielen Theaterbühnen, die die jeweilige Märchenwelt darstellen. Weiterhin wurde Vimmerby als Miniaturstadt nachgebildet.

    Da gerade die Nebensaison begonnen hat, wurden heute leider keine Märchen vorgespielt, dafür war der Park aber sehr leer und es musste kein Eintritt bezahlt werden.

    Sehr sehenswert war auch ein kleines Dorf, was extra für den Park errichtet wurde. In ihm befinden sich viele Gästewohnungen. Nur waren überhaupt keine Gäste mehr zu finden da ja die Saison schon zu Ende ist.

    Wenn man bedenkt das das alles für nur 3-4Monate im Jahr erbaut wurde und die Eintritttspreise sehr gering sind, bestätigt das die Aussage des Tourguides in Stockholm : der schwedische Staat nimmt zwar recht viel Steuergelder ein, gibt aber auch sehr viel wieder zurück.
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  • Vimmerby, Tag 2

    11. September 2018 in Schweden ⋅ ☁️ 16 °C

    Und da läuft sie einfach weg...

    ...nein nicht die Susan, sie ist zum Glück noch bei mir geblieben. Johanna beflügelten anscheinend die bunt leuchtenden Korallen und Fische und so entschied sie sich einen Laufversuch zu wagen.

    Nachdem wir uns am Vormittag aufgeteilt hatten und ich in das Motorcross Museum ging, während Susan und Johanna noch einmal die schöne Märchenwelt von Astrid Lindgren besuchten, ging es am Nachmittag in eine Indoor Spielhalle mit Nachtminigolfbahn. Die Spielhalle hatte für Kinder einiges zu bieten. Johanna zog es in das schon bekannte Bällebad. Dort konnte sie sich drin welzen und ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Bälle raus schmeißen, nach gehen. "Arme hoch" hieß es auf einer Wellenrutsche und ihre Kletter Fähigkeiten konnte sie auf weichen Schaumstofframpen aus leben. Nach Johannas Vergnügen, kamen die Eltern dran und ich hatte noch ein "Minigolf Hühnchen" mit Susan zu rupfen. Zwei Niederlagen hintereinander konnte ich nicht auf mir sitzen lassen. Zuerst bestaunten wir die Halle, in der wir die einzigen Gäste waren. Quallen, Krabben, Fische und Muscheln leuchteten in floreszierenden Farben. Sogar der Teppisch leuchtete vor sich hin und wir wussten nicht so recht wo wir zuerst hinschauen sollten. Aber dennoch wundervoll gestaltet. Das Highlight, waren neben Johannas ersten Laufversuchen, die lustigen Wassergeräusche, welche die Bahnen von sich gaben wenn wir getroffen hatten. Getroffen habe ich Heute gottseidank mehr als Susan und ich ging mit Johanna als glorreicher Sieger aus der Halle.
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  • 31. Stop Öland

    12. September 2018 in Schweden ⋅ ☁️ 14 °C

    Ein Tip mit den besten Highlight die man in Schweden unbedingt gesehen haben sollte, führte uns nach Pattaholm. In der Tat war es ein sehr schönes Dörfchen mit kleinem Bootshafen, Theaterbühne und den idyllischen Holzhäuschen im Schweden Stil. Aber nach 30 Minuten zu Fuß und ein paar Streicheleinheiten mit Kühen hatten wir auch schon alles gesehen. Also auf zum nächsten Highlight, die Insel Öland. Hier gab es schon mehr zu entdecken. Gut informiert durch die Touristen Info und gestärkt mit Lars seinem leckeren Eintopf entschieden wir uns den Mittagsschlaf von Johanna für eine Küsten und Waldwanderung zu nutzen. Wir sahen Kühe und Schaafe vor dem Meer grasen und skuril gewachsene Eichen. Nach der Natur stand Kultur auf dem Program und es zog uns in das Visamuseum, in der Malereien, Skulpturen, Glasarbeiten und Stühle ausgestellt waren. "Ist das Kunst oder kann das weg?" fragten wir uns bei einer Wurzel an der sich eine Puppe, hängend an einem schwarzen Band, anscheinend ihr Puppenleben genommen hatte. Was uns der Künstler damit sagen wollte blieb unklar. Schön war der Basteltisch für Kinder an der sich mein männliches Kind gleich ran setze und Klötchen aneinander klebte und sie mit der Schwedenfahne bemalte. Noch schöner fand der kleine Lars aber das Fischfutter, was uns der nette Mann am Einlass in einer Schale zum füttern seiner Kois mitgegeben hatte. Johanna sollte sie füttern. Sofort ging es zu den Kois und während Johanna teilnamslos daneben stand, schmiss Lars voller Freude das Futter ins Wasser. Bis die Mutti dazwischen kam und dem Papa das Futter entriss. Und siehe da, Johanna hatte sehr viel Freude die Fische zu füttern. Mit Lars seinem Klötzchenkunstwerk, was es leider nicht in die Ausstellung geschafft hatte, ging es zurück zum Camper. Um Johanna Heute auch noch was zu bieten fuhren wir zu einem Campingplatz mit Schwimmhalle und sehr schönem Babybecken. Lars und ich genossen die Sauna, die in Schweden fester Bestandteil einer Schwimmhalle, und inklusive ist.Weiterlesen

  • Öland, Tag 2

    13. September 2018 in Schweden ⋅ 🌙 8 °C

    "Nun sind wir schon mal in Burgholm, also sollten wir uns auch die Burg an schauen" sagte ich zu Lars. Seine negativen Worte "Gut, schauen wir uns die blöde Burg an" waren in der Mittelalterlichen Festung schnell vergessen, denn die Informationen über die Burg waren super aufbereitet und der Ausblick auf die kleine Stadt am Wasser war sehr schön. Auch Johanna war gut drauf und strahlte mit der Sonne um die Wette. Lars wollte, jetzt wo er schon mal hier war, ganz viel über die Burg wissen und lud sich den Audio Guide aufs Handy. Brav blieben wir nun vor jeder Nummer stehen und hörten und den englischsprachigen Text an, von denen wir nur die Hälfte verstanden. Mr. Audio Guide wollte keine Nummer auslassen, das muss alles seine Ordnung haben :-) Am Nachmittag nutzen wir das sonnige Wetter für eine Fahrradtour an der Küste entlang. Recht unerwartet erlebten wir die wohl schönste Strecke auf unserer Reise, die wir mit dem Rad zurück legten. Entlang der Küste sahen wir kilometerweit aufgebrochenes Kalkstein. Die Vegetation wechselte zwischen Wacholderbüschen und Hagebutten, ansonsten war die Landschaft eher Kark. Wir kamen an Steintürmen vorbei. Groß, klein, krum, gerade, schlicht oder verschnörkelt, alles war dabei. Wir entschieden uns, sehr romantisch, uns mit einem Herz aus Stein zu verewigen. Nach dem tollem "Work out", wie Lars die Fahrradtour beschrieb hatte, gab es noch ein Kinderprogram für Mausi im Ikea. Beim "kochen" in der Spieleecke kam sie anderen Kindern näher und konnte sich mit ihrere neuen Fähigkeit, dem laufen, beschäftigen. Am Ausgang gab es, wie in Deutschland auch, ein stilechtes schwedisches Hot Dog.Weiterlesen

  • 32. Stop Ryd

    14. September 2018 in Schweden ⋅ ☀️ 16 °C

    Heute staunten wir nicht schlecht als wir auf dem Autofriedhof von Ryd zwischen alten rostigen Wrackteilen, auf denen Pilze, Farne und Moose ihren Weg suchten, standen. Ein mystisches Gelände auf denen der alte Ake vor 80 Jahren Torf abgebaut und verkauft hat. Als in den 50er Jahren viele Schweden ihre alten Autos einfach am Straßenrand oder auf Parkplätzen stehen ließen, kam er auf die Idee, die Autos auf dem Gelände abzustellen, sie aus zu schlachten und die Ersatzteile zu verkaufen. Die Jahre vergingen doch die Autos blieben, bis Heute. 150 Autowracks konnten wir auf dem feuchten, moosigen Gelände besichtigen. Die Kamerafunktion von Lars seinem Handy musste Höchleistung bringen. Ich glaube es wurde tatsächlich jedes Auto fotografiert. Johanna schlummerte in der Zeit bei frischer Waldluft in ihrem Wagen. Am Nachmittag zog uns die Sonne nochmal auf die Räder. Vorbei ging es am Wasser an kleinen Inseln, roten Schedenhäusern, einen weitläufigen Campingplatz direkt im Wald und Steinbrücken. Wieder einmal lobten wir Schweden für sein super ausgebautes Fahrradnetz. Am Abend wurde unser Gas alle. Zeit zum weiter fahren und schnell eine Auffüllstation auf suchen.Weiterlesen

  • 33. Stop, Skäralid Nationakpark

    15. September 2018 in Schweden ⋅ 🌬 11 °C

    Da wir Schlingel so wenig auf Campingplätzen waren und somit unser Kühlschrank mit Gas betrieben werden musste, neigte sich der Inhalt in der Gasflasche schon wieder dem Ende entgegen. Glücklicherweise lag ein Ort zum Auffüllen auf unserem Weg zum eigentlichen Ziel, dem Skäralid Nationalpark.

    Als wir an diesem dann eintrafen, wurde erstmal schön Mittag gemacht und im Anschluss ging es dann mit unserer Kraxe auf eine 8 km Wanderung, die sehr steinig und teilweise hügelig war. Grund für mich durch Wanderstöcker den Allradantrieb einzuschalten.

    Wir liefen zunächst im Fuße eines Canyons entlang, den wir dann später noch hinauf stiegen. Die Vegetation war sehr feucht und somit war sehr viel Moos und sehr viele Farne etc. zu sehen. Gegen um 4 trafen wir wieder am Camper ein und um die Zeit zum Abendessen noch zu überbrücken, zogen wir nochmal mit Johannas Rolls Royce los und unternahmen die kürzeste und barrierefreie Wanderung.

    Um in Ruhe Abend zu essen und im Anschluss noch zu duschen, verließen wir den Parkplatz und suchten uns einen abgelegenen Ort. Kaum stand das Essen auf dem Tisch, pochte es laut und aggressiv an unserer Tür. Hm, der Mechaniker aus Helsinki wird das jetzt wohl nicht sein.

    Ich machte die Tür auf und eine aufgebrachte Frau gab mir wütend zu verstehen dass das hier Privatgrundstück sei und ich mich schleunigst vom Acker machen sollte. Zur Meinungsverstärkung brachte Sie noch Ihren kläffenden Hund und erbost guckenden Mann mit. Die Frau war aggresiv als hätten wir ihr Haus abfackeln wollen. Ob ich denn dann bei ihr duschen könne, fragte ich dann lieber nicht.
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  • 34. Stop Mölle, Schweden

    16. September 2018 in Schweden ⋅ ⛅ 15 °C

    Eine kleine Wanderung zum Morgen...

    ... dehnte sich heute zu einem schweißtreibenden halbtages Marsch aus. Wir starteten recht zeitig vom Camper um den Kullaberg zu erklimmen. Er war auch nicht all zu hoch nur leider musste Susan auf dem halben Weg wieder umkehren, da Johannas Nackenkissen auf dem Weg aus der Graxe gefallen war.

    Dadurch verloren wir natürlich kostbare Zeit, denn zu Mittag wollten wir wieder am Camper sein, damit Johanna pünktlich ihr warmes Mittag bekommt. Gegen 10 Uhr wahren wir dann auf dem "Gipfel" aber dieser tolle Ausblick sollte nur die Wander Vorspeiße sein.

    Das Highlite der Tour entdeckten wir gestern noch zufällig im Internet. Es ist ein riesiges Kunstwerk aus angeschwemmten Treibholz, was einen ein bisschen an den Film "Waterworld" erinnert.

    Doch zur Wander Hauptspeise mussten wir noch einen gepfefferten Weg entlang gehen, der uns ziemlich stabil auf und ab führte.
    Gegen 11 Uhr erreichten wir dann endlich die "Burg" oder wie man das Gebilde auch nennen kann. Es war den mühseligen weg und die durchgeschwitzten Klamotten komplett wert.

    Man konnte sogar durch die Burg durchklettern um an den steinigen Strand zu kommen. Dort war noch eine überdimensionale Kleckerburg errichtet wurden. Eine echte Sehenswürdigkeit ähnlich wie der Schrottplatz mitten im Wald.

    Da Johanna sehr braf in der Graxe die gesamte Wanderung verbrachte, wollten wir mit ihr zur Belohnung in ein Kinderspielepsradies fahren. Doch zuvor sahen wir uns noch das Kapp Kullen an. Diesmal fuhren wir aber mit dem Camper hin. An Wanderungen waren wir für heute satt.
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  • 35. Stop, Helsingborg, Schweden

    17. September 2018 in Schweden ⋅ ⛅ 16 °C

    Entspannt ging es Heute Morgen auf die Räder. Eigentlich wollten wir uns das Schloss von Helsingborg anschauen, doch die Saison war seit Heute beendet und das Schloss blieb geschlossen. Allerdings konnten wir mit unseren Rädern den traumhaft angelegten Garten bestaunen. Es gab Skulpturen, Gewächshäuser, Blumenbeete, Rhododendron Büsche aller Art und grimmig schauende Gärtner. Bei einem Stop zwischen den Blumenbeeten erfuhren wir auch warum die Gärtner so böse hinter ihren Hecken vorschauten. Die grimmigste alle Arbeiter kam mit ihren kleinen Gartenflitzer angefahren und gab uns zu verstehen das auf diesem Gelände keine Fahrräder erlaubt sind. Johanna biss währenddessen, alle Äpfel an, auch die fauligen, die auf dem Boden lagen. Das passte dem Papa gar nicht und ein Katz und Maus Spiel begann. Johanna nahm einen Apfel und Papa nahm ihn ihr wieder weg und immer so weiter. Als Johanna genug von den Äpfeln und vorallem vom Papa hatte, ging es weiter. Auf dem Weg zum Ausgang erspähen wir noch eine Pflanzenwand, die zwischen einer mit schwarzen Outlines bemalten Stadt, hervor schaute. Nach dem Spektakel ging es zum Camper Mittag essen und danach natürlich nochmal aufs Rad. Dieses Mal fuhren wir an der Küste entlang Richtung Innenstadt. In einem im 50er Jahre eingerichteten Cafe holten wir uns einen Karamel Late to Go und verprassten unsere letzen schwedischen Kronen. Anschließend stand der obligatorische Gang zum Spielplatz auf dem Program. Aber das Schönste am Tag stand uns noch bevor. Wir entdeckten eine Sauna, die auf Stelzen aus dem Wasser ragte. Jeder von uns, außer Johanna, durfte dort eine Stunde entspannen, bevor es auf die Fähre nach Helsingör ging. Johanna kam aber auch auf ihre Kosten. Sie durfte ein Vollbad im Camper nehmen:-)Weiterlesen