• Christian G.
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Auf dem Landweg nach Asien

Een 109-daags avontuur van Christian Meer informatie
  • Hua Shan

    23 december 2014, China ⋅ ☀️ -2 °C

    Gestern stand der zweite der fünf heiligen Berge an, Hua Shan. Im Vorfeld hatte ich schon viel darüber im Internet gehört und im TV gesehen: Meist war von den "steilsten Treppen der Welt" oder dem "death trail" die Rede, das schien mir alles sehr übertrieben.
    Da ich mehr als genug Zeit für XiAn und Umgebung zur Verfügung habe, habe ich mich entschlossen meinen Ausflug zum 100 km entfernten Berg Hua auf zwei Tage auszuweiten und eine Nacht auf dem Berg zu verbringen.
    Am ersten Tag war ich voller Motivation mich auf den Berg zu stürzen, der erste Anblick der fünf 2000m Gipfel lässt einen dann doch etwas schlucken. Den ersten Aufstieg zum Nordgipfel mit 1600 m (Start ist bei ca 300m) habe ich dann aber doch in einem Marsch von rund 3 Stunden bewältigen können. Auf dem Weg passiert man die steilsten Treppen, welche wohl fasst als Leiter bezeichnet werden können. Zwei chinesische Mädels haben es sich einfach gemacht und einen Träger für ihr Gepäck gemietet, der hat gerade mal 100yuan (12€) für einen halben Tag Schlepperei bekommen. Der Schlepper und die überteuerte Seilbahn kamen für mich aber natürlich nicht in Frage.
    Zusammen mit einigen Leidensgenossen konnte ich mir, nach einer Nacht in einer "sehr bescheidenen" Unterkunft, den Sonnenaufgang über dem Ostgipfel anschauen.
    Am Mittag des zweiten Tages ging es dann zu den Holzplanken. "Wenn ich schon mal hier bin, dann muss ich das auch machen...", habe ich mir gedacht und habe mich gut gesichert und mit wackligen Beinen vorgewagt. Der Weg zu den Planken führt über eine Angst einflößende Leiter unter welcher sich 2000m Abgrund befinden, da kommen einem die Planken dann wieder wie sicherer Boden vor. Angestachelt von meinem Abstieg haben sich dann noch viele Weitere auf den Pfad begeben, so dass mir der Eintrittspreis erlassen wurde :-) . Wirklich schwierig wird es dann, wenn einem auf einmal Leute auf dem Weg entgegen kommen.
    Nachdem alle fünf Gipfel erklimmen waren, ging es dann auf zum 90 minütigen Abstieg, welcher fast genau so anstrengend war...
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  • Auf nach Tibet

    25 december 2014, China ⋅ 🌙 0 °C

    Gestern habe ich endlich mein Tibet-Permit erhalten. Die Rezeption des Hostels hätte es fast "verschuselt". Ob es sich bei dem Blatt Papier wirklich um ein Visum oder doch nur eine Einkaufsliste o.Ä. handelt kann ich nicht jedoch nicht mit Sicherheit sagen. Mit dem Papier konnte ich aber immerhin mein Zugticket abholen, morgen um 5:56 fährt der Zug....Meer informatie

  • Lhasa - 2

    28 december 2014, China ⋅ ☀️ -1 °C

    Angekommen auf dem Dach der Welt...
    Am ersten Tag hieß es erstmal ausruhen, an die dünne Luft auf 4100m muss man sich erstmal gewöhnen. Bis auf einige leichte Kopfschmerzen und einem seltsamen Gefühl im Magen habe ich aber glücklicherweise mit keinen Beschwerden zu kämpfen.
    Am zweiten Tag habe ich dann mit meiner 7 köpfigen Reisegruppe die Stadt erkundet. Ganz oben auf der Liste stand natürlich der Potala Palast.
    Bis auf die unzähligen Polizeikontrollen ist die Stimmung in die Stadt wirklich magisch. Die Stadt ist voller Pilger, welche die einzelnen Tempel erkunden. Obgleich man schlechtes Gewissen hat die Reise der Pilger zu stören wird man mit offenen Armen und neugierigen Augen empfangen.
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  • Karola Gletscher

    30 december 2014, China ⋅ ⛅ 5 °C

    Auf dem zweitägigen Weg zum Everest Basislager überqueren wir zahlreiche Pässe mit mehr als 5000 m. Die Luft hier oben ist ziemlich dünn und man unterschätzt schnell wie anstrengend das Ersteigen von nur leichten Anhöhen ist. Man kommt also sehr schnell aus der Puste, erholt sich aber auch wieder schnell.
    Heute haben wir einen der höchsten Seen der Welt und den höchsten Gletscher der Welt besichtigt.
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  • Auf dem Weg zum Everest

    31 december 2014, China ⋅ ⛅ 5 °C

    Es ist mittlerweile ungewiss, ob wir das EBC (Everest Base Camp) erreichen. Der Tempel am EBC, in welchem wir übernachten sollten, ist zu dieser Jahreszeit geschlossen. Wieso verkauft man eine Tour, wenn man weiss, dass die Übernachtungsmöglichkeit geschlossen hat? Diese Frage hat für etwas Aufregung in der Gruppe gesorgt. Wir mussten also einen Umweg auf uns nehmen und deshalb bereits um 5:30 aufbrechen. Außerdem droht es zu schneien, dann würde die Straße zum EBC gesperrt werden. Vor einigen Jahren sind mehrere Leute auf dieser Straße eingeschneit und ums leben gekommen, deshalb gibt es jetzt verschärfte Vorsichtsmaßnahmen.
    Über die benötigten Sonder-Genehmigungen zum Besichtigen dieser Gegend fang ich besser gar nicht erst an, so drohte unsere Reise schon mehrmals an der chinesischen Bürokratie zu scheitern.
    Danach sprach jemand die Worte: "Solange mit dem Auto nichts passiert, sollten wir es schaffen." Und Bääm hatten wir einen Platten. Der was glücklicherweise schnell repariert, doch von da an hatten wir keinen Reserve-Reifen mehr.
    Mittags genossen wir jedenfalls den ersten atemberaubenden Blick auf die 8.000er Kette des Himalaya inkl. Mt. Everest, bereits dieser Ausblick löste spontane Begeisterung bei ZNS aus. Sollte unsere Reise hier enden, wären wir trotzdem glücklich nach Hause gefahren.
    Danach gab es Mittag in einem einfachen Restaurant, welches auch unsere Unterkunft für den Silvesterabend darstellen sollte.
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  • Mt. Everest

    31 december 2014, China ⋅ ⛅ 5 °C

    Der drohende Schnee blieb aus und so konnten wir bei blauem Himmel auf 5.600m den Blick auf den Everest genießen. Alle haben sich über die kalten Temperaturen beschwert, aber ich musste nur schmunzeln, denn im Vergleich zum Baikalsee kam es mir trotz sehr starkem Wind im EBC nicht besonders kalt vor.
    Nach dem EBC ging es zurück zur einfachen Unterkunft, wo wir 1-2 mal auf meinen Geburtstag angestoßen haben. Aufgrund der langen Reise hatten wir große Mühe bis Mitternacht durchzuhalten und zogen außerdem den Unmut des Hotelpersonals auf uns.
    Trotz Wärmflasche und Schnaps war die Nacht ohne Heizung oder Ofen bitter kalt. Die sanitären Einrichtungen waren auch verbesserungswürdig.
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  • Zurück nach Lhasa

    1 januari 2015, China ⋅ ⛅ 5 °C

    Auf dem Weg zurück nach Lhasa spürte ich die Nachwehen des Silvesterabends, die Höhenluft war dazu eher kontraproduktiv.
    Allerdings erfuhren wir, dass wir gestern sehr viel Glück hatten, denn heute war die Straße zum EBC aufgrund von Schnee gesperrt und würde dies wohl auch für die nächsten zwei Wochen bleiben. Wir waren alle sehr dankbar.
    Auf dem Rückweg mussten wir dann wieder zahlreiche Sicherheitskontrollen über uns ergehen lassen, ich habe 9 gezählt. Außerdem wird die Zeit zwischen den Kontrollen gemessen, so dass man sich in jedem Fall an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten muss. Es ging soweit, dass wir teilweise 20 Minuten vor dem Kontrollpunkt gewartet haben, um nicht "zu schnell" zu sein.
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  • Lhasa - 3

    2 januari 2015, China ⋅ 🌙 5 °C

    Am letzten gemeinsamen Abend in Tibet ging es noch mal auf gemeinsame Shoppingtour in Lhasa. Abends gegen 19:30 erfuhr ich dann endlich Details über meinen Zug nach Chengdu. Abfahrt war am nächsten Tag um 8:30 und ich hatte noch nicht gepackt oder für die 44h Reise eingekauft, außerdem stand noch ein Abschiedsessen an. Es brach leichter Stress aus, welcher sich nach einem Lhasa-Bier schnell wieder legte.Meer informatie

  • Na Qi

    3 januari 2015, China ⋅ ⛅ 4 °C

    Laut meiner Reiseagentur habe ich das verfügbare letzte Ticket Richtung bekommen. Werden die Tickets knapp, so wird der Verkauf von Tickets bis zum letzten Tag vor Abfahrt eingestellt. Danach muss man dann sehr schnell sein um ein Ticket zu erhalten, ziemlich kompliziert.
    Auf meiner Fahrkarte befinden sich außerdem zwei Rechtschreibfehler in meinem Nachnamen. Die Fahrkarte und mein Pass mussten deshalb mehrmals sehr intensiv geprüft werden, aber irgendwann haben sie mich doch in den Zug gelassen.
    Ich habe diesmal ein Soft-Sleeper Bett erwischt und musste etwas extra zahlen. Das 4er Abteil teile ich mir mit 3 chinesischen Müttern und das Abteil sah nach 15 min. aus wie ein Saustall, alles voll mit Erdnussschalen und Essensresten. Unser Abteil muss mehrmals am Tag ausgefegt werden. Zum Glück habe ich das obere Bett.
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  • Xining

    4 januari 2015, China ⋅ ⛅ 5 °C

    Meine Fahrt dauert 44 Stunden, weil die einzige Bahnstrecke über Xining führt. Der direkte Flug hätte rund 90 Minuten gedauert.
    Ich habe also etwas Zeit meine Postkarten fertig zu schreiben, auch wenn diese bei der wackligen Fahrt noch kritzeliger als sonst aussehen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die chinesische Post meine chinesischen Zeichen für "Deutschland" entziffern kann. Es heißt also Daumen drücken, dass die Karten ankommen.
    Jede Geburtstagsmail bekommt eine Dankeskarte aus Tibet, die anderen haben leider Pech gehabt...
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  • Chengdu

    6 januari 2015, China ⋅ ☁️ 8 °C

    Nach langer Zugfahrt bin ich endlich in Chengdu (Sichuan) angekommen. Die Stadt empfing mich zwar mit einem grauen Himmel und dickem Nebel, dafür ist es endlich mal wieder knapp über null Grad warm und es gibt tatsächlich grün hier.
    In Chengdu traf ich nun auch wieder auf B. von der Trans.Mong. Eisenbahn und eine ihrer Freundinnen.
    Nach einer Woche Yak-Fleisch und zwei Tagen Nudelsuppe musste ich mir aber erstmal ein Steak im Irish Pub bestellen, bevor wir uns den Sehenswürdigkeiten widmen konnten.

    Am zweiten Tag ging es dann zu dritt zum Panda Forschungszentrum und Zoo. Wir haben viel gelernt, auch warum sich die Pandas mit der Fortpflanzung so schwer tun und lieber faul rumliegen. Eigentlich wollten wir auch einen Paynda halten, jedoch wurde die Aufzuchtstation gerade umgebaut und es fehlte auch das nötige Kleingeld von 400€.
    Dafür sind wir den roten kleinen Pandas sehr nahe gekommen. Es hieß man solle den Roten nicht näher als 3m kommen, doch plötzlich kriecht einer durch ein Loch im Zaun und mit fast über die Füße. Die roten Pandas schienen dabei von unserer Anwesenheit wenig beeindruckt....
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  • Auf dem Weg zum Tiger Leaping Gorge

    10 januari 2015, China ⋅ 🌫 0 °C

    Eigentlich wollte ich ja nach Lijiang und dort eine nette zweitägige Tour in einer Schlucht machen, doch als ich aus dem Fenster des Zuges glückte glaubte ich meinen Augen nicht. Es schneite wie verrückt und ich hatte gehofft es wird wärmer, wenn man Richtung Süden fährt. Einen Tag vorher hatte ich gerade meine Winterjacke und meine dicke Hose nach Deutschland geschickt.
    Ich hatte mich deshalb spontan entschlossen nicht wandern zu gehen und eine Station früher in Dali auszusteigen.
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  • Dali

    12 januari 2015, China ⋅ ⛅ 27 °C

    Nach dem Zug habe ich mich an eine englisch sprechende Chinesin geheftet, die sich gut mit den lokalen Busen aus kannte, so habe ich eine sehr teure Taxifahrt gespart. Jedoch hat sie mich auch in ein chinesisches Hostel geführt und ich war der einzige Westler.
    Nachts wurde es wieder bitter kalt und die Raume waren nicht beheizt, dafür gab es eine elektrische Heizauflage auf der Matratze.
    Das Wetter lud also auch hier nicht zum langen verweilen ein und ich habe mich entschlossen schleunigst weiter nach Süden zu kommen
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  • Kunming

    13 januari 2015, China ⋅ 🌬 9 °C

    Die kalten Temperaturen und der Schnee hatten sich nur als ein sehr kurzer Wintereinbruch heraus gestellt und auf einmal waren wieder 15°. Ich hatte also einfach ein schlechtes Timing für mein Wandervorhaben und mich etwas geärgert, dass ich nicht zwei Tage länger in den Bergen geblieben bin.
    Statt dessen war ich nun wieder in Kunming. Hier konnte ich mich aber immerhin mit einem Lebensvorrat an grünem und schwarzem Tee eindecken. Der Yunnan Tee ist dafür bekannt, dass er bei langer Lagerung immer besser wird wie ein guter Wein, perfekt.
    Kunming ist auch vorerst die letzte Station, welche mit dem Zug zu erreichen ist, ab hier muss es also hauptsächlich mit dem Bus weiter gehen.
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  • Jinghong

    15 januari 2015, China ⋅ ☀️ 16 °C

    Hier an meinem letzten Haltepunkt vor der Grenuze zu Laos wird es doch sehr viel wärmer und tropischer. Die Stadt fühlt sich eher wie ein Teil Südostasiens als wie ein Teil Chinas an.
    Zusammen mit einem Dortmunder wollten wir mit dem Fahrrad in Richtung eines kleinen Dorfes durchschlagen. Die von uns gedachte Strasse stellte sich schnell als 30km lange Holperpiste und das Dorf als eine mittlere Enttäuschung heraus. Auf unserer 60 km lamgen Fahrradfahrt wurden wir jedoch mit einem schönen Blick auf den Mekong und Sonnenschein belohnt. Trotz eines Plattens schafften wir es auch im letzten Tageslicht zurück in die Stadt. Beim BBQ konnte ich dann auch meine letzten Wintersachen gegen eine üppige Mahlzeit und einige Bier eintauschen.Meer informatie