• Christian G.
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Auf dem Landweg nach Asien

En 109-dags äventyr från Christian Läs mer
  • Resans start
    23 november 2014

    Kiel - zu Hause

    23 november 2014, Tyskland ⋅ ⛅ 7 °C

    Jetzt gehts los! Nach eintägiger baby-technischer Verspätung gibt es jetzt keine Ausreden mehr, es kommt der Sprung ins kalte Wasser.
    Mein Reiseplan sieht vor auf dem Landweg nach Südost Asien zu reisen. Für die Tour habe ich rund drei Monate eingeplant und mein Weg wird mich dabei über Hamburg, Berlin, Warschau, Moskau, Ulan-Bator, Peking, Lhasa und so weiter.... bis nach Bangkok oder Singapur fuhren.
    Auch, wenn die Reise sehr unspektakulär mit einer Zugfahrt von Kiel nach Hamburg beginnt, bin ich natürlich sehr aufgeregt, ob alles gut gehen wird.
    Ich bin auf jedenfalls bestens vorbereitet und konnte meine 16 kg Ausrüstung erfolgreich in mein 45 Liter Raumwunder verstauen.
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  • Berlin

    23 november 2014, Tyskland ⋅ 🌙 6 °C

    Heil angekommen.
    Die elektrische Sicherung von meinem Hostel-Zimmer fliegt raus, wenn ich versuche das Licht am Bett anzuschalten. So etwas erwartet man in Indien, aber nicht in der Bundeshauptstadt.
    Es ist auf jedenfalls das größte Hostel in dem ich je war, über 100 Zimmer und aus irgendeinem Grund voll auf Spanier eingestellt. Dafür gibt es einen Pool, aber zu dem Kickertisch Sage ich mal lieber nichts...
    Also erstmal gucken, was die Bar so kann...
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  • Berlin - 2

    25 november 2014, Tyskland ⋅ 🌫 4 °C

    Das Wetter war gestern doch bescheiden (genau wie der Berliner Döner) und lud eher zu Museen, statt zum Stadtbummel ein.
    Ich habe mich dennoch auf den TV-Turm gewagt und wenn man lange genug auf das Bild starrt, dann kann man das Brandenburger Tor entdecken.
    Egal..es geht jetzt weiter Richtung Warschau und dank dem Eurospezial der DB ausnahmsweise mit der ersten Klasse.
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  • Warschau

    26 november 2014, Polen ⋅ ⛅ 2 °C

    Diesmal habe ich ein sehr schönes und familiäres Hostel erwischt. Ich kann jetzt sagen, dass die Jenga-Regeln in der ganzen Welt gleich sind; "Ludgern" ist nicht nur in Sehlendorf verboten.

    Bei der gratis Stadt-Tour mit einigen anderen Reisenden aus dem Hostel, musste ich fest stellen, dass Warschau eine reichere Vergangenheit hat, als ich dachte. Der beduetende Beitrag von Polen zur Weltgeschichte scheint mir von unserem Guide jedoch etwas übertrieben dargestellt zu sein...Läs mer

  • Belarus

    26 november 2014, Vitryssland ⋅ ☁️ -5 °C

    Auf die Zugfahrt von Warschau nach Moskau war ich sehr gespannt, da ich nicht genau wusste, was an der Grenze auf mich zukommen würde .

    Als erstes wurde ich von meinem Abteil, welches ich mit einer älteren Dame geteilt habe in ein Einzelabteil umgesiedelt. Vielleicht wollte die Dame alleine sein oder es war bloß Höflichkeit dem reichen Europäer gegenüber.

    Danach kamm die erste Grenzkontrolle (Polen): weder den Schaffner, noch die polnischen Grenzbeamten scheint es zu interessieren, ob man ein gültiges Visum für das Zielland hat...

    Es gibt keinen Duty-Free-Shop zwischen den Grenzübergängen, ich bin schwer enttäuscht.

    Zweite Grenzkontrolle (Belarus): Irgendwo auf einem Feld steigt ein Dutzend and Beamten zu. Es gab auch eine kleine Zollkontrolle und ich sollte meinen Rucksack ausleeren. Beim Anblick des ersten dreckigen Paars Socken, hat mir der Beamte aber sofort geglaubt, dass ich nichts zu verzollen habe.

    An der ersten Station in Belarus stürmen dann unzählige Frauen den Zug und wollen einem nervtötent Pivo, Vodka und Kartoffeln verkaufen.

    Die Nacht habe ich dann eher unruhig geschlafen, da ich jederzeit mit der russischen Grenzkontrolle gerechnet habe, die kam aber nicht.....Sie wurde bereits an der Grenze zu Belarus mit erledigt, das habe ich aber erst am nächsten Morgen bei meiner Ankunft heraus bekommen.

    Langsam aber sicher wird es auch kälter, die Fenster im Zug waren am nächsten Morgen zugefroren und die Landschaft war ebenfalls komplett mit Frost überzogen, Schnee ist aber noch nicht in Sicht.
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  • Moskau

    27 november 2014, Ryssland ⋅ ☁️ -8 °C

    Heil angekommen.
    Es ist wirklich vorteilhaft, dass man (nicht wie in Asien) sofort als Tourist erkannt wird. So konnte ich in Ruhe die Metro in Richtung Hostel benutzen, ohne von betrügerischen Taxifahrern genervt zu werden.

    Die Moskau-Metro ist wirklich riesig und sehr schön, die wenigen Pläne und Schilder sind jedoch leider ausschließlich kyrillisch. In Verbindung mit 16kg auf dem Rücken und 1 Million rempelnden Leuten ist das etwas anstrengend und man kann sich leicht verlaufen, hab ich aber natürlich nicht ☺

    In Moskau sind beißende -5°C, ich musste also schon eine Schicht mehr anziehen, dann lässt es sich aber sehr gut aushalten.

    Morgen Abend treffe ich dann endlich auf meine Reisegruppe für die Tour Richtung Mongolei. Ich bin zuversichtlich, dass das ein lustiger Haufen wird.
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  • Moskau - 2

    28 november 2014, Ryssland ⋅ ⛅ -8 °C

    Am zweiten Tag in Moskau waren -11°C, so konnte ich in Ruhe mein Eis vor der Kathedrale essen, ohne dass es schmilzt.
    In Moskau gibt es noch viel zu sehen, aber morgen startet bereits unser 4-tägiger Trip mit der Eisenbahn nach Irkutsk. 3 Australier, 3 Engländer und ein Kiwi werden mich begleiten...Läs mer

  • Perm

    30 november 2014, Ryssland ⋅ ☁️ -4 °C

    Der erste (halbe) Tag mit der transmongolischen Eisenbahn liegt hintere uns:

    Ich habe Glück mit meiner 4er-Kabine und muss mir diese nur mit Kiwi-Bridget und einer russischen Dame teilen, so haben wir insgesamt etwas mehr Platz.
    Gleich am ersten Abend gab es ein vielseitiges Abendessen aus unseren gemeinsamen Vorräten.

    Abends ging es dann noch auf Vodka und Pivo in den Speisewagen. Wir hatten Gesellschaft von einigen freundlichen russischen Soldaten. Diese waren laut ihrer Aussage "Überraschung" auf dem Rückweg von ihrem Einsatz (ohne Flagge) in der Ukraine.
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  • Karasulsk

    1 december 2014, Ryssland ⋅ ☁️ -4 °C

    Der dritte Tag:

    Drei Zeitzonen und fast 3000 km liegen mittlerweile hinter uns.

    Ich genieße die Abgeschiedenheit und wir vertreiben uns die Zeit mit Kartenspielen und Warten auf die wenigen Stops. Die längsten Stops dauern 25 min. und es beginnt jedes mal die Jagd nach Lebensmitteln, Bier und W-Lan, oft vergeblich.

    Die übrigen Mitfahrer in unserer Kabine haben schon zum dritten mal gewechselt, es scheint also eher unüblich die ganze Strecke zu fahren.
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  • Irkutsk

    3 december 2014, Ryssland ⋅ 🌙 -29 °C

    Eigentlich ließ es sich im Zug ganz gut aushalten, trotzdem sind wir alle froh endlich in Irkutsk angekommen zu sein. Noch viel glücklicher ist wohl die Schaffnerin, dass sie uns endlich los ist, zumindest hat sie sich öfters über das Gelächter aus unserem Anteil beschwert.....nun ja Russen lachen halt nicht so gerne...Läs mer

  • Baikalsee

    3 december 2014, Ryssland ⋅ 🌙 -11 °C

    Nach den Strapazen der langen Zugfahrt ist die Unterkunft am Baikalsee wirklich ein Traum...Dusche, ein richtiges Bett alles da...

    Trotz der eisigen Temperaturen ist der See noch nicht zugefroren und es liegt verhältnismäßig wenig Schnee.

    Bei -25°C lässt es sich auch mit "nur" vier Schichten einige Zeit draußen aushalten. Aber wehe man zieht auch nur 1 Minute die Handschuhe aus oder es kommt ein leichtes Lüftchen auf, dann gefriert das Gesicht sofort ein. Auch alle elektronischen Geräte mit Li-Ionen Akku verweigern komplett ihren Dienst, sobald man sie länger als einige Minuten der Temperatur aussetzt.

    Morgen gehts auf Tour mit dem Hundesdchlitten .
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  • Ulan-Bator 2

    10 december 2014, Mongoliet ⋅ ⛅ -20 °C

    Morgen früh geht es weiter in Richtung China und wir lassen die Mongolei hinter uns. Für mich und wohl auch meine Mitstreiter war es das bisherige Highlight der Reise.
    Unser allwissender Guide hat uns die Geschichte des Landes und vieles anderes anschaulich vermittelt.
    Am besten war aber sicherlich der 3 tägige Ausflug in den nahegelegenen Nationalpark. Mit Reiten, Adler halten, Kochkurs, Schlafen in der Jurte, Tempelbesuch und gemeinsamen Abenden am Feuer war alles dabei.

    In wenigen Tagen endet unsere Tour in Peking und wir alle gehen wieder getrennte Wege, dann muss ich mich für eine Woche alleine zu meinem nächsten Ziel XiAn, wo ich Weihnachten verbringen werde, durchschlagen. Aber ein paar Nächte ohne schnarchenden Bettnachbarn werden mir sicher nicht schaden.

    Am 26.12. geht es dann mit der nächsten Reisegruppe über Neujahr nach Tibet.
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  • Peking

    13 december 2014, Kina ⋅ 🌙 -4 °C

    Peking, die Endstation der trans-Mongolischen Eisenbahn und meiner gemeinsamen Reise mit der Gruppe, ist nun erreicht. Es herrschen sommerliche -5°C.

    Obwohl ich ja vor drei Jahren schon mal hier war, ist es natürlich noch immer etwas besonderes die Stadt zu erkunden. Ich habe das Gefühl, dass diese in den letzten Jahren sehr viel sauberer und moderner geworden ist, da können wenig europäische Städte mithalten.
    Vermutlich aufgrund der letzten Unruhen sind allerdings vermehrt Sicherheitskontrollen und überall sieht man Polizei. Facebook, Google, Maps und YouTube funktionieren wie erwartet nicht.

    Wir hatten auf jedenfalls ein paar letzte schöne gemeinsame Tage mit Peking Ente und HotPot. Jetzt muss ich mich bis zu 22.12. alleine Richtung XiAn durchschlagen. Auf der Route dahin stehen hangende Tempel und heilige Berge in Datong und Pingyao in der Shanxi Provinz.
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