Schneewitchenäpfel
September 2 in France ⋅ ☁️ 17 °C
Eigentlich hatte ich mir den Wecker gestellt aber ich bin mal wieder lange vor dem klingeln wach und so sehe ich wie langsam der Himmel immer mehr ins rote übergeht und dann die Sonne aufgeht. Hören tut man nichts hier oben außer ein leichtes grunzen. Und da sehe ich auch schon die Ursache des grunzens durch die Baumreihen laufen. Erst sind es drei Wildschweine und kurze Zeit später rennt noch ein viertes hinterher. Markus hatte sich schon gefragt ob es hier welche gibt. Während die Hunde spielen wird schnell abgewaschen und sauber gemacht. Bevor es weiter geht müssen aber noch ein paar der leckeren Schneewitchenäpfel mit. Knallrot und super saftig und süß. Unser Weg nach unten dagegen ist definitiv nicht süß. Gerade an einem Abhang an dem es steil nach unten geht kommt uns ein Auto entgegen. Während ich für alles bete was nur geht schafft Markus es uns daran vorbei zu bugsieren. Meine Gebete wurden also erhört. Wir fahren und fahren und kommen durch enge Gassen immer höher und tiefer in die Pyrenäen. Und dann, ganz unspektakulär kommen wir nach Spanien. Würde das Landesschild nicht da stehen, hätten wir es nicht bemerkt das wir in Spanien sind. Aber das Wetter ist traumhaft und die Ausblicke wunderschön. Gerade mit der langsam untergehenden Sonne zeigen sich die Berge mystisch und erhaben. Kurz vor der Dunkelheit kommen wir an unserem Schlafplatz an, auf einer Straße die 20% Gefälle hat. Wir sind 2000 Meter hoch an einer prähistorischen Stätte, wo Dinosaurier gefunden wurden und können auf die wunderschönen Berge blicken. Wir stehen an einem Bergsee den die Hunde und gerade Ari sehr gerne als Badesee und große Wasserschüssel annehmen. Nach dem Abendessen zeigt sich uns der Sternenhimmel in voller Ausdehnung, da hier weit und breit keine Lichtquelle ist. Wir sehen Sternschnuppen und hören die Grillen singen. So fängt Spanien gut an. Bevor wir zu Bett gehen sehen wir auf einmal in der Dunkelheit einen Lichtkegel aber ohne ein Motorengeräusch. Als wir noch rätseln quält sich in der Finsternis der Nacht ein einsamer Radfahrer den Berg hoch und das ohne Elektroantrieb. Selbst die 20% Steigung bewältigt er bevor sein Lichtkegel in der Dunkelheit verschwindet.Read more





















