Land Nr.5
September 17 in Spain ⋅ ☀️ 23 °C
Wasser auffülen, Toilette leeren und ab auf die Straße. Heute heißt es Kilometer machen. Wir verlassen den Jacobsweg und begeben uns auf den Weg in den Süden. Um schneller voran zu kommen durchfahren wir das 5. Land auf unserer Reise - Portugal. Sehen tun wir nicht all zu viel aber dieses Lsnd bekommt irgendwann von uns auf jeden Fall noch mehr Aufmerksamkeit. Wir sind allerdings über die Spritpreise sehr überrascht. Wie sich die Portugiesen bei einem Durchschnittseunkommen von 1200 Euro netto einen Literpreis für Diesel von 2.23 Euro leisten können ist uns ein Rätsel. Leider müssen wir auch nochmal etwas tanken, so können wir uns Deutschland, mit einem Dieselpreis von 2,50 Euro etwas verbunden fühlen. Der Grenzübergang zu Spanien ist sehr unspektakulär. Hinter einer Kurve steht einfach das Landesschild und das war es. Nach über 6 Stunden Fahrt kommen wir in Meriva an. Eine Stadt mit einem römisch geprägten Stadtbild. Wir wandern durch die Gassen, besichtigen den Tempel der Diana, den historischen Marktplatz und den römischen Torbogen. Zum Abschluss wollen wir noch was essen. Jenny entscheidet sich für den in dieser Gegend traditionellen Käse. Dieser ist in dem Käselaib weich und cremig während die Außenstelle fest ist. Markus bestellt sich auch Käse allerdings die herzhaftere Variante. Robin wählt Schulter vom Schwein und ich Schweinebäckchen. Mein Essen sieht zwar ganz gut aus, ist aber komplett ungekürzt und selbst mit Salz wird es nicht viel besser. Robin ist ganz zufrieden und Jenny erst auch bis sie die Käsehülle essen möchte und feststellt das da noch die Zubereitungsanleitung drauf klebt. Den größten Lacher allerdings bringt das Essen von Markus. Er bekommt einfach einen Teller mit ein paar Käsescheiben drauf ohne Brot oder anderer Beilage. Und das für 16 Euro. Wir sind uns einig das Essen in Spanien gefällt uns gar nicht. Es ist teuer und geschmacklos. Wir gehen durch die abendlichen Straßen zurück und fahren zu unserem Schlafplatz an einen See. Viel sehen können wir nicht mehr davon da es zu dunkel ist. Jenny bekommt von Markus noch eine Ameisenstraße gezeigt und fängt an diese zu beobachten. Sogar füttern tut sie diese. Ich gebe zu das es schon faszinierend ist wie diese kleinen Tiere zusammen agieren.Read more
Am Ende der Welt
September 15 in Spain ⋅ ☀️ 36 °C
Der Nebel hat sich vollständig verzogen und es wird wieder ein schöner Tag werden. Jenny und ich gehen die Hunderunde heute zum Strand. Es ist ein unglaubliches Farbenspiel wie die Sonne aufgeht. Die Hunde genießen den weichen und wie sie ausgelassen toben können. Bei Ari merkt man wieder das sie ein Wasserhund ist, der gerne das kühle Nass nutzt. Das Wasser liegt ruhig vor uns und es fast Karibikfeeling, wenn ich nicht wüsste das das Wasser eiskalt ist. Auf dem Rückweg sammeln wir noch riesige Tannenzapfen mit denen man im Winter gut basteln kann. Markus reinigt noch den Luftfilter vom Womo da dieser7 durch den Staub total verdreckt war und dann geht es los ans Ende der Welt. Auf dem Parkplatz für Wohnmobile haben wir schon eine fantastische Aussicht. Wir wandern bis zum Ende des Kaps und stehen am Ende der Welt. Zumindest nennt man diesen Punkt so und wenn man hier so steht könnte man es fast glauben. Hier ist aber auch das Ende des Jakobsweges, der Kilometerstein Null. Früher haben die Pilger hier ihre Schuhe ausgezogen und ihre Kleidung verbrannt als Zeichen für einen Neuanfang. Zur Erinnerung daran steht noch ein Schuh auf der Klippe. Jenny nimmt sich noch ein Armband und einen Anhänger in Muschelform für ihre Kette mit und dann geht es weiter nach Santiago de Compostela, der Pilgerstadt überhaupt am Jacobsweg. Hier kommen alle Pilger am Ende ihrer Reise an. Markus bleibt mit den Hunden im Womo und so mache ich mich nur mit Jenny und Robin auf den Weg. Der Kathedralenvorplatz ist übersät mit Pilgern und welchen die sich gerne so nennen möchten. Wir entscheiden uns für eine Fahrt mit der kleinen Touribahn für 7 Euro pro Person. Die Kleine Bahn fährt mit uns durch die Studentenstadt. 20000 gibt es hier und insgesamt 100000 Eiwohner. Eines muss man jedoch sagen, die Stadt ist einfach hässlich, wenn man nicht gerade im Gebiet der Kathedrale ist. Wenn man mal historische Gebäude entdeckt sind diese so zwischen 70er Jahre Bauten verdeckt, das es schon fast weh tut. Wieder am Platz angekommen machen wir uns auf zur Besichtigung der Kathedrale. Am Eingang werden erstmal ganz genau unsere Taschen kontrolliert. Danach werden wir in einer langen Schlange von hinten am Altar und der Statue von Meister Mateo vorbei geführt. Anfassen ist erlaubt als ich aber ein Foto mache, wird mir das untersagt. Das lustige ist das man von vorne die Figur ganz normal fotografieren darf. Wir gehen also an der Figur vorbei und kommen so in das Hauptschiff. Als wir den Altar von vorne sehen erschlägt uns diese Pracht förmlich. Die Engel sind überlebensgroß dargestellt und tragen auf ihren Schultern den Altar. Überall in der Kathedrale sind kleiner Gebetsräume wo man mit einem Geistlichen in seiner Sprache sprechen kann.
Auch die Orgeln, die sich gegenüber stehen sind wunderschön mit Engeln verziert. Man stellt sich zwangsläufig die Frage wie sie sich wohl anhören würden. Wir besichtigen alles ganz in Ruhe und zünden noch eine Kerze für unsere Lieben an, die nicht mehr bei uns sind. Als wir aus der Kathedrale kommen gehen wir in einer kleines Restaurant direkt bei der Kathedrale. Zum ersten Mal kann ich spanische Paella mit Meeresfrüchten essen und sie schmeckt wirklich gut. Eigentlich ist es das erste Essen was mir in Spanien richtig schmeckt. Gesättigt geht es wieder zum Womo zurück. Wir fahren noch ein kleines Stück und finden unseren Schlafplatz an einem Park mit Fischtreppe. Es gibt es noch eine hitzige Diskussion mit Robin über unser Ehrenamt bevor es später als geplant schlafen geht.Read more
Praia das Catedrais - Strand der Kathedralen
September 14 in Portugal ⋅ ☀️ 36 °C
Der Tag beginnt ruhig und entspannt, was für eine Wohltat. Da die Ebbe erst um 13 Uhr beginnt können wir ganz entspannt in den Tag starten. Wir genießen die Ruhe und man sieht auch wie wohl Ari sich fühlt. Um 12 Uhr treffen wir dann die Kinder und promt ist es mit der Ruhe vorbei. Dank der Autorisierung die wir online für den Besuch des Strandes machen mussten, kommen wir zügig durch den Kontrollbereich. Da wo gestern noch die Wellen voller Wucht an den Strand klatschten ist jetzt feiner, weißer Sand. Sogar ein Dudelsackspieler spielt seine Lieder. Zusammen mit vielen anderen Menschen laufen wir auf dem Meeresboden entlang. Überall sind Spalten und kleine Höhlen, die wir erkunden. Natürlich gehen wir auch durch die riesigen Kathedralen. Wir finden sogar portugiesische Galeeren, die hoch giftig sind. Auch Entenmuscheln, die eigentlich Krebstiere sind, sehen wir. In Spanien sind diese Tiere eine Delikatesse obwohl ich mich frage wie man bei dieser Größe satt werden soll. Leider ist viel zu wenig Zeit um alles zu erkunden aber die Flut setzt wieder ein. Also gehen wir lieber wieder zurück, denn wer hier zu lange bleibt wird die Flut definitiv nicht überleben. Im Anschluss gehen wir noch etwas einkaufen bevor wir unseren Schlafplatz ansteuern. Dieser liegt heute an der Todesküste und wir merken auch warum diese so heißt. Es ist total nebelig so das man stellenweise nur ein paar Meter weit gucken kann. Wenn man draußen steht ist es wie ein feiner Sprühregen, der aber nur durch den Nebel kommt. Durch diese Umstände sind früher an den Klippen sehr viele Schiffe zerschellt, da sie nicht sehen konnten wo sie sich befinden und wo die Felsen sind. Wir können nur hoffen das morgen das Wetter gut ist.Read more
Der Platz auf den Klippen
September 13 in Portugal ⋅ ☀️ 34 °C
Manchmal ist es nicht so einfach auf engstem Raum zusammen zu sein. Und so gibt es manchmal auch einfach zwischenmenschliche Probleme. So war es auch heute Morgen, was den ganzen Ablauf verändert hat. Auf Grund der Diskussionen läuft uns die Zeit davon, da wir bis 12 Uhr den Platz verlassen haben müssen. Also heißt es ohne Duschen weiter fahren. Da wir entschieden haben heute einen Ruhetag einzulegen fahren wir einen Campingplatz an der Küste an, der gute Bewertungen hat. Als Jenny und ich uns allerdings die Campingbuchten ansehen sind wir mehr als schockiert. Die Womos stehen mehr als dicht zusammen, einfach schrecklich. Wie man so Urlaub machen kann ist uns ein Rätsel. Da der Wunsch zu einem Ruhetag allerdings von den Männern kam müssen sie entscheiden. Während sie zusammen mit Jenny die Plätze erneut begutachtet bete ich das sie das nicht wollen. Und zum Glück sind auch sie davon nicht begeistert. Da Robin gerne einmal im Atlantik baden möchte, finden wir auf unserer Route einen schönen Sandstrand. Ari begleitet uns zum Strand. Beide, sowohl Robin als auch Ari stürzen sich in den Atlantik wobei es bei Ari wohl, dank der Wellen, etwas ungewollt ist. Wir verweilen noch etwas am Strand bevor es weiter geht. Wir fahren zu unserem Ziel die Praia das Catedrais, den Strand der Kathedralen. Leider kommen wir an als wieder Flut ist so das wir sie nicht besuchen können. Da sich Robin und Jenny wie Kleinkinder benehmen platzt mir der Kragen und ich brauche Abstand von den Beiden. Also fahren Markus und ich ohne sie los auf der Suche nach einem Schlafplatz. Wir finden einen wunderschönen Platz auf den Klippen, direkt am Meer. Hier steht nur noch ein Angler mit seiner Frau. Als die beiden irgendwann winkend weg fahren sind wir ganz allein. Außer den Wellen, die sich manchmal wie ein nahendes Gewitter anhören, ist es ruhig. Wir genießen den ruhigen Abend und schlafen wunderbar.Read more
Korallen in einer Höhle in den Bergen
September 12 in Spain ⋅ ⛅ 13 °C
Aufstehen um 7 Uhr und es ist noch dunkel. Aber der frühe Vogel und so. Also raus aus den Federn und schon erlebt man was. Ein Reiter übt direkt vor1 we dem Womo von Jenny und es ist wirklich schön anzusehen auch wenn meine Pferdezeit lange vorbei ist. Ich nutze die Gelegenheit und mache Fotos, natürlich auch von der aufgehenden Sonne. Nachdem das Womo sauber ist und die Hunde versorgt wurden, gehen Robin und dann auch Jenny nochmal die Aussicht genießen. Als ich sehe das die Beiden Kühe streicheln, möchte ich auch. Und so kommt es das ich meine erste Kuh im Leben streichel und ich bin überrascht wie weich die sind. Ich habe zwar schon immer Kühe gesehen aber noch nie gestreichelt. Nach diesem Erlebnis geht unsere Tour weiter und ich winke zum Abschied noch dem jungen Pärchen. Der Weg hinab bietet immer wieder tolle Blicke auf das Tal. Aber auch ein Kälbchen und Wildpferde bekommen wir wieder zu sehen. Unser heutiger Weg führt uns an der Atlantikküste nach Salanter. Hier haben wir Glück und bekommen auf dem Parkplatz beim Bahnhof einen Platz. Wir wandern zur örtlichen "Fischhalle", die angeblich sooo sehenswert sein soll. Aber statt 2 Etagen, gibt es nur eine und Fisch gibt es gar keinen Stand. Dafür gibt es Massen an Käse und Wurstständen. Manche der Stände sind so begehrt, das man eine Nummer ziehen muss. Natürlich hat Jenny genau an diesem Stand sich Käse ausgesucht. Also warten wir und warten und selbst die Verkäuferin lächelt mitfühlend als sie unsere Nummer sieht. Naja irgendwann sind wir auch endlich dran und Jenny kann sich mit Käse eindecken, der sogar verschweißt wird. Im Anschluss nehmen wir noch etwas Wurst mit. Soviel aber dazu schon mal vorweg: die Wurst ist wirklich enttäuschend, viel zu wenig gewürzt und lasch vom Geschmack. Da Santander selbst nicht viel zu bieten hat, fahren wir weiter und wollen zur Peninsula of Magdalena aber in der Stadt ist ein Fußballspiel. Zusammen mit den Touris sind Massen von Menschen im Ort. Deswegen gestaltet sich die Parkplatzsuche als chancenlos. Also entscheiden wir uns weiter zu fahren. Auf unserem Weg entdecken wir sogar Auerochsen. Auf dem Parkplatz begrüßt uns dann eine Kuh mit 3 Kälbchen. Wir wollen hier eine Höhle besichtigen aber eigentlich muss man Tickets dafür im Voraus online buchen. Aber wir haben Glück und können an der nächsten Tour , die 20 Minuten später startet, teilnehmen. Also ziehen wir uns etwas wärmer an und schon sitzen wir in einer kleinen Bahn, die uns unter Tage fährt. Als wir aussteigen erwartet uns eine riesige Höhle mit vielen Stalagmiten und Stalagniten. Diese sehen aus wie Korallen aus dem Meer, einfach wunderschön. Obwohl das fotografieren nicht erlaubt ist, können wir doch heimlich ein paar Fotos machen. Es lohnt sich wirklich diese Höhle zu besichtigen auch wenn der Eintritt von 15 Euro pro Person echt happig ist. Da es schon Zeit für einen Schlafplatz ist, entscheiden wir uns heute für einen Campingplatz. Für 25 Euro die Nacht können wir übernachten. Wir nutzen die Waschmaschine und den Trockner um wieder etwas Wäsche zu waschen, bevor es nach Mitternacht endlich ins Bett geht.Read more
Hahn und Henne in einer Kirche
September 11 in Spain ⋅ ☀️ 21 °C
Fast hätte ich den Sonnenuntergang verpasst aber gerade so schaffe ich es noch. Jenny und Robin und natürlich Ilvy begleiten uns bei einem Spaziergang in der aufgehenden Sonne. Nachdem alles abfahbereit ist geht es heute nach Santa Domingo de la Calzada. Hier steht eine der Pilgerkathedralen vom Jakobsweg. Der Eintritt von 10 Euro umfasst die Besichtigung der Kathedrale, des Glockenturmes und des Klosters. Auf dem Weg in die Kathedrale sind Krippenspiele ausgestellt, die wirklich sehenswert sind. Ein Krippenspiel aus dem 18. Jhd. umfasst die Darstellung eines ganzen Dorfes, man findet immer wieder neue Details. Als wir direkt in die Kathedrale kommen, sind wir überwältigt. Nicht nur die alten, holzgeschnitzten Stühle bei denen es nicht ein einziges Detail doppelt gibt sondern auch der gigantische vergoldete Altar in einem der Seitenschiffe ist der Wahnsinn. Er ist so detailreich dargestellt das man auf einer elektronischen Tafel sich in Ruhe alle Details ansehen kann. Aber es gibt noch mehr zu entdecken. Im gegenüber liegenden Seitenschiff ist der heiligen Dominikus beerdigt. Er ist der Stadtgründer und Pilgerhelfer und lebte im 11. Jhd. Das Grabmal besitzt eine romanische Liegefigur aus Alabaster unter einem spätgotischen Aufbau, verziert mit Szenen aus seinem Leben. Und noch etwas findet man in der Kathedrale einen lebendigen weißen Hahn und Henne, die in einem Käfig über der Tür leben.
Hinter den gefiederten Bewohnern steckt eine Legende: Ein unschuldig verurteilter junger Mann wurde einst gehängt. Als seine Eltern zu dem Leichnam ihres Sohnes gingen, hing der Sohn noch immer am Galgen – und lebte! Die verblüfften Eltern liefen sofort zum Richter, der gerade vor einem geschmorten Geflügelgericht saß. Dieser lachte sie nur aus und spottete, der Junge sei genauso lebendig wie die beiden gebratenen Hühner auf seinem Teller. In demselben Moment sprangen die Vögel auf, bekamen Federn und fingen an zu krähen unf gackern! Seitdem wohnen als stumme Zeugen dieses Wunders stets Hühner in der Kathedrale. Unser nächster Besuch galt dem Glockenturm. Ich habe allerdings lieber auf den Aufstieg verzichtet um meiner Höhenangst nicht Auftrieb zu geben. Während der Rest der Familie also Treppen steigt, gehe ich ein Baguette und Wurst besorgen. Frühstück halt. Laut Bericht der Anderen soll aber auch der Turm äußerst sehenswert sein und unter anderem z.B eine historische Uhrenanlage beherbergen. Das Kloster hat uns allerdings am wenigsten gefallen. Vieles ist in einem schlechten Zustand und die Ausstellung sieht aus als ob der örtliche Kindergarten mit Lego Burgen bauen und puzzeln durfte. Zurück am Womo fahren wir noch ein paar Lebensmittel einkaufen bevor es zum Schlafplatz geht. Während wir uns den Berg herauf quälen treffen wir auf freilaufende Kühe und auch Wildpferde. Und dann kommen wir oben an und uns stockt der Atem. Wir sind hoch oben über Bilbao und können nicht nur die Stadt sondern auch das Meer sehen. Da dies ein wirklich besonderer Ort ist haben wir Glück das wir dort einen Platz zum übernachten finden, denn alleine steht man hier wohl nie. Ich spreche noch ein sehr nettes Pärchen an. Diego kommt eigentlich aus Kuba und Arianna hat sich auf der Straße in ihn verliebt, denn Diego ist Straßenkünstler und jongliert auf einem Einrad. Diego spielt uns noch etwas auf seiner Okarina vor bevor wir uns verabschieden. Heute sind Robin und Jenny mit kochen dran, da wir aber zu lange draußen geschnackt haben, wird das sehr spät mit essen. Ich nutze die Zeit und klettere noch für eine bessere Aussicht auf einen Berg. Allerdings bin ich dort nicht alleine. Eine Ziegenherde erwartet mich dort oben und eine der Ziegen mag mich wohl besonders. Sie kommt mir sehr nahe was in mir allerdings eher Unbehagen auslöst, zumal der Bock, der nicht freundlich aussieht, mich sehr skeptisch begutachtet. Aber der Blick auf die Lichter der Stadt in der Dunkelheit übertönt mein Unbehagen auch wenn ich froh bin als ich wieder unten bin und es Abendessen gibt.Read more
Erst Wein dann Kirche
September 10 in Spain ⋅ ⛅ 21 °C
Wir haben gut geschlafen wenn man mal davon absieht das ich jede Nacht mit dem Hund raus muss. Auf jeden Fall stehen wir um 10 Uhr an unserem Ziel, dem Weinhandel Faustino. Leider nur ist dieser geschlossen. Jennys Recherche zeigt das wir uns hätten anmelden müssen bzw. buchen müssen. Aber als wenn mich das abhalten könnte. Als auf einmal das Tor aufgeht, fahren wir mit rein und stellen fest die Einfahrt war für einen Bus gedacht. Einen Bus aus dem Männer in Anzügen aussteigen. Aber auch das stört mich nicht und so wandern wir zum Empfang. Eine richtig schick gekleidete Dame kommt uns entgegen und als wir ihr unser Anliegen schildern bietet sie uns an in 40 Minuten wieder zu kommen. Das nehmen wir gerne an und so stehen wir etwas später in etwas besserer Kleidung wieder dort. Später erfahren wir übrigens das die Dame die uns begrüßt hatte, eine der Inhaberinnen und Tochter der Firma ist. Wir bekommen eine private Führung mit Unai durch das Gelände und erfahren das das Unternehmen 160 Jahre alt ist und sehr sehr viele Auszeichnungen bekommen hat.
Außer den Herren im Anzug sind wir die einzigen Besucher auf dem Gelände und das gesamte Personal ist sichtlich nervös. Unai verriet uns auch den Grund für den Trubel, an diesem Tag wurde die neue Weinbar eingeweiht. Die Herren in den Anzügen waren persönlich eingeladene Ehrengäste der Chefinnen, die Presse war vor Ort und das Personal musste von Jeans auf weiße Anzüge wechseln. Waa genau die Herren sonst machen unterliegt übrigens der Geheimhaltung, wie uns erklärt wird. Unais Hände zitterten vor Anspannung zusehends, doch er machte seinen Job großartig. Die Führung ist äußerst interessant. Wir erfahren zum Beispiel das in der Fasshalle
über 67.000 gefüllte Eichenfässer lagerten. Alle drei bis sechs Monate muss der Wein dort in Tanks umgepumpt werden, um die Fässer zu reinigen. Nach fünf Jahren im Fass und drei weiteren in der Flasche ist der Wein fertig. Im besonderen Raum für die obersten 10 % der edelsten Tropfen reift der Wein sogar insgesamt sieben Jahre im Fass und nochmal drei in der Flasche. Wir kommen durch ein Lager mit 14 Millionen Flaschen des Faustino Gran Reserva 1 und gelangten schließlich in die Schatzkammer, hier lagert seit 1952 aus jedem Jahrgang mindestens eine Flasche. Wir suchen unsere Geburtsjahrgänge und ich erfahre das mein Jahrgang ein schlechtes Traubenjahr war, das von Jenny dagegen war ein Topjahrgang. Es gibt aus diesem Jahr weltweit nur noch 4 Flaschen zu kaufen bzw. ab heute nur noch drei. Bei der anschließenden Verkostung gab es Käse, Knabbereien und drei sehr hochwertige Weine, darunter eine limitierte Edition. Die Stimmung wurde von Schluck zu Schluck aus völlig unerklärlichen Gründen immer witziger und gelöster. Leicht beschwippst schwankten wir zurück zu den Autos und standen plötzlich vor dem verriegelten Haupttor. Da dämmerte es uns endgültig, Faustino hatte heute eigentlich komplett für die Öffentlichkeit geschlossen. Wir hatten einfach wieder einmal unverschämtes Glück gehabt! Da uns eine Weinverkostung pro Tag nicht ausreichte, ging es zu einem Winzer und seinem selbsternannten "Weintempel". Der Chef, der übrigens Jesús hieß, empfing uns unglaublich herzlich und das obwohl wir kurz vorm Feierabend kamen. Die Tour durch die "heilgen Weinhallen" konnten wir, dank moderner Technik eigenständig mit einem Tablet machen. Am Ende durften wir auch hier leckere Weine kosten. Einer schmeckte so gut das wir ein paar Flaschen davon mitnahmen.
So beschwippst wie wir nun waren konnten wir göttlichen Beistand sehr gut gebrauchen.
Deswegen ging es zum Kloster Santa Maria de la Real. Wenn auch von außen nicht zu erkennen, so war es von innen doch sehr überwältigend. Der mächtige, vergoldete Altar erstreckte sich über das Haupt- und beide Seitenschiffe. In einer kleinen, versteckten Grotte lagen zudem die prunkvollen Gräber hochrangiger Geistlicher. Geschlafen haben wir schließlich auf einem einsamen Stellplatz mitten zwischen abgeernteten Weizenfeldern mit freiem Blick auf die Berge und einem unvergesslichen Sternenhimmel über uns. Wir hatten zwar noch eine nicht so schöne Begegnung mit einer sehr unfreundlichen Spanierin, die sauer war das wir auf diesem Platz standen aber sie fuhr zum Glück weiter, so das wir den Abend und die Nacht in Ruhe genießen konnten.Read more
Bilbao
September 9 in Spain ⋅ ☁️ 26 °C
Wir verlassen den Schlafplatz bei Zeiten, denn wir wollen heute nach Bilbao. Da es hier keine Parkmöglichkeiten für ein großes Womo gibt, steuern wir den einzigen Campingplatz an. Die Dame dort ist allerdings so unfreundlich und gibt uns zu verstehen das wir hätten reservieren müssen. Vor der Zufahrt zum Campingplatz ist ein großer Parkplatz auf dem auch mehrere Womos stehen - kostenlos. Ich komme mit einem Deutschen ins Gespräch der mir berichtet das hier viele stehen obwohl es eigentlich nicht erlaubt sei. Markus und ich wollen uns schon dazu stellen aber Jenny und Robin gefällt das nicht und nach kurzer Suche finden sie einen Platz die Straße etwas runter. Also parken wir dort neben einem anderen Deutschen und machen uns mit dem Bus auf in die Stadt. Leider ist das Wetter seit gestern miserabel und es regnet immer wieder. Wir gehen zu erst zur Lebensmittelhalle und bewundern dasAngebot an Fisch, Fleisch und Gemüse. Wir sind überrascht über die günstigsten Preise für Fisch. Trotzdem nehmen wir keinen mit, dafür aber ein paar Rieeenchampions für das Abendessen. Nach dem Markt schlendern wir noch durch die Stadt bis der Hunger uns plagt. Markus hat schon in der Fischhalle ein paar Tapas gegessen aber die waren mir zu fischlastig auf nüchternen Magen. Auf einem Innenhof sind mehrere Restaurants. Allerdings bieten alle nur Tapas an. Wir schlendern 2x an allen Bars vorbei bevor wir uns endlich entscheiden können. Ich nehme ein Pilz- und ein Käsetappas. Mit den Pilzen zumindest liege ich goldrichtig. Trotzdem ist es schwierig sich an diese Essenskultur zu gewöhnen. Eigentlich wollten wir noch weiter die Stadt erkunden aber es gießt in Strömen und niemand hat einen Schirm mit. Also entscheiden wir mit dem Bus zu den Womos zurück zu fahren. Mit 1,70 Euro können wir den Bus super nutzen. Zurück bei den Womos machen wir uns auf den Weg erneut ins Landesinnere zu fahren. Auf einmal macht Markus mich auf ca. 10-15 große Vögel am Straßenrand aufmerksam. Wir trauen unseren Augen kaum als wir erkennen das es Aasgeier sind. Auf meine Bitte hin drehen wir und fahren erneut an den Vögel vorbei so das ich sie gut fotografieren kann. Unser weiterer Weg führt uns durch kleine Bergedorfer aber zum Glück mit nur wenigen Serpentinen. Dafür liegt uns das ganze Tal zu Füßen und wir können 100erte Kilometer weit gucken. Unseren Schlafplatz finden wir direkt neben Weinstöcken an einem Platz mit Bänken und sogar einem Grill. , der aber leider defekt ist. Wir beenden den Abend mit einer Runde Hitster.Read more
Atlantikküste und Regen
September 8 in Spain ⋅ ☀️ 26 °C
Der Tag startet und Jenny und ich gehen eine schöne Runde mit den Hunden über die Felder. Dabei entdecken wir junge Broccolipflanzen und Artischockenpflanzen. Die Pfirsichbäume sind leider schon abgeerntet. Unser erster Besuch heute gilt einem Lidl, in dem wir ein paar Leckereien, vor allem süße, erstehen. Danach ging es immer Richtung Atlantikküste. Irgendwann sehen wir durch die Häuser das Wasser. Die Panoramastraße N-634, die angeblich sooo schön sein soll ist eher enttäuschend. Immer wieder wird tauchen die Betonklötze der Orte auf und zerstören das Bild der unberührten Natur. Leider wird auch das Wetter schlechter und so dauert es nicht lange bis die ersten Regentropfen auf uns nieder prasseln.
Unser Ziel, der Wald Bosque de Oma entpuppt sich als Reinfall. Um den bemalten Wald anzusehen soll jeder von uns 10 Euro zahlen, wenn er überhaupt noch geöffnet hätte, was aber nicht der Fall war. Aber für angemalte Bäume von Agustín Ibarrola möchte niemand von uns zahlen. Später fand Jenny übrigens heraus, dass dieser Park mittlerweile nur noch eine Reproduktion ist, weil der originale Wald einer Pilzerkrankung zum Opfer gefallen war. Unser nächstes Ziel ist die Gaztelughtxe, eine Insel die auch für den Film Game of Thrones herhalten musste. Leider finden wir dort keine Parkplätze und es regnet momentan in Strömen. Also entscheiden wir uns einen Schlafplatz zu suchen. Da nichts besseres zu finden ist halten wir neben einem Sportplatz. Schön ist dieser Platz nicht aber für eine Nacht ausreichend.Read more
Viva Espania
September 7 in Spain ⋅ ☀️ 34 °C
Wie lernt man die Menschen eines fremden Landes am besten kennen? In dem man ihre Kultur kennenlernt. Und das haben wir heute vor. Also fahren wir nach Cintruénigo denn hier soll heute das traditionelle Patronatsfest beginnen. Zum Glück sind wir schon gegen 10 Uhr da denn der Stellplatz für Wohnmobile ist für den Rummel gesperrt. Also heißt es Parkplatz suchen. Wir finden erfreulicherweise direkt an der Hauptraße zwei Parkplätze und können so noch ganz in Ruhe sitzen zumal das Auto im Schatten steht. Wir sehen schon mehrere Spanier in ihrer Tracht in Richtung Marktplatz laufen. Weiße Kleidung, rotes Tuch, auch wir passen uns mit unserer Kleidung dieser Tradition an. Gegen halb zwölf machen auch wir uns auf den Weg und kommen in eine Stadt die vor Menschen in Festkleidung wimmelt. Alle sind laut und fröhlich, sitzen in den Cafés oder strömen wie wir auf den Marktplatz. Pünktlich um 12 Uhr tritt die Bürgermeisterin auf den Balkon des Rathauses und heizt den Menschen mit Sprüchen ein. Wir verstehen nicht was sie sagt aber wir verstehen wie stolz die Spanier auf ihr Land und ihre Kultur sind. Ein Stolz der uns Deutschen aberzogen wurde. Als es vom Balkon Viva Espania ruft, brüllen alle mit und schwenken ihre roten Tücher. Es folgt ein Knall und Konfettiregen, Leuchtraketen schießen in den Himmel, das Fest ist eröffnet. 4 große Pappmache Figure, König und Königin und 2 Schwarze tanzen in der Masse und die Menschen tanzen um diese Figuren in einem großen Kreis herum. Wir sind schon lange von der Feierlaune angesteckt und so ziehen wir in eine Bar um etwas zu trinken. Ich frage ein paar Männer was sie trinken, da es aussieht wie Wein aber doch eher wie Weinschorle. Mir wird zu meinem Erstaunen gesagt das sei Calimocho, eine Mischung aus Eiswürfeln, Rotwein, Zitrone und Cola. Und zu meinem noch größeren Erstaunen schmeckt das super. Nach dieser schönen Erfrischung geht es erstmal zu den Hunden. Es ist mittlerweile sehr warm und wir versuchen das Womo kühler zu bekommen. Als wir wieder zum nächsten Ereignis starten sind die Menschen immer noch am feiern und die Restaurants sind voll. Wir jedoch wollen zum Stierlauf und wundern uns das 1 Stunde vor Beginn des Spektakels noch immer nicht alle Zäune aufgebaut sind. Doch die Spanier sind gelassen und fangen erst kurz vorher an alles fertig zu machen. Und auf einmal fällt ein Schuss. Während wir noch geradeaus blicken sehe ich von rechts im Augenwinkel eine schwarze Masse auf uns zukommen. Die Stiere. Sie laufen alle zusammen in eine Richtung. Als wir noch am überlegen sind ob das alles war kommt der erste Stier zurück und treibt eine Horde junger Männer vor sich her. Sie sehen es als Spaß an den Stier zu reizen und ihm dann geschickt auszuweichen. Es ist schon ein tolles Erlebnis, wie ein Stier nach dem anderen die Straßen entlangläuft und immer wieder wagemutige Männer vor sich hertreibt. Bei manchen ist es haarscharf das sie den Hörnern gerade noch ausweichen können oder es gerade so über die Absperrungen schaffen. Am Ende des Rennens öffnen sich die Tore der Stierkampfarena und wir strömen zusammen mit den Leuten hinein. Einzeln werden die Stiere in die Arena gelassen und verschiedene junge Männer versuchen die Tiere zu berühren und ihnen kleine Schleifen anzuhängen. Die Stiere sind stellenweise so wütend das sie mit den Hufen scharren. Ein Stier haut so stark mit seinen Hörnern gegen die Holzwand das sich ein Horn abspaltet und das blanke Mark herunter hängt. Ein anderer Stier haut so stark gegen eine Tür das der Riegel bricht. Da die Sicherheit damit nicht mehr gewährleistet wird, muss die Polizei die Show beenden. Ich gebe zu das ich nicht traurig darüber bin, denn mir tun die Tiere leid. Wir gehen zu Robin und Markus die in der Zwischenzeit zu den Hunden gegangen waren um diese zu versorgen und wegen der Wärme zu schauen. Im Anschluss gehen wir essen und ich probiere zum ersten Mal Tintenfisch in Tinte und Schnuten und Ohren als Eintopf. Beides kann man essen aber mein Lieblingsgericht wird es nicht. Während unseres Essens beobachten wir viele Geckos die an einer Hauswand entlang krabbeln. Als wir zum Womo gehen sind die Spanier immer noch am feiern und es ist ein bißchen traurig das wir noch zu unserem Schlafplatz müssen. Der Stellplatz liegt am Rande eines kleinen Ortes und wir können hier sogar kostenlos Strom nutzen. So geht ein langer und sehr ereignisreicher Tag zu Ende.Read more
Halbwüste oder Steppe?
September 6 in Spain ⋅ ☁️ 27 °C
Unser erstes Ziel heute war Castillo de Javier, eine Burg deren Ursprünge aus dem 10 Jhd. stammen. Hier wurde der später heilig gesprochene Franz Xaver geboren und lebte hier bevor er als Missionar durch die Welt zog. Wir sind die ersten an diesem Tag die die Burg besichtigen. Es ist allerdings in den Innenräumen alles modern dargestellt, wenn auch sehr interessant. Historische Artefakte, imposante Gemälden und alte Schriftstücke sind ausgestellt. Trotzdem ist von den ursprünglichen Innenbereichen kaum was zu sehen. Auch die Basilika neben der Burg besichtigen wir und Jenny lässt sogar noch die Drohne steigen bevor uns unsere Reise weiter führt. Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel kommen wir durch den Ort Olite. Es gibt hier eine, schon weitem sichtbare Burg. Eigentlich wollten wir nur durch den Ort fahren aber eine Schar von Kindern, die alle verkleidet sind, erregt unsere Aufmerksamkeit. Neugierig wie wir sind halten wir und kommen mitten in ein Fest für die Kleinen, welches das große Patronatsfest der Region eröffnet. Die Kleinen sind wirklich zu süß anzusehen wie sie als Hummer, Hai, Polizist, Sonnenblume oder ähnliches durch die Straßen in einem Umzug ziehen. Eine Kapelle führt das ganze an und selbst Babys nehmen verkleidet als Popcornbaby oder Löwe daran teil. Wir ziehen einen Teil mit dem Umzug durch die Stadt und stehen irgendwann vor der Burg. Wir entscheiden uns gegen einen Besuch, entdecken aber noch den wunderschönen Eingang der Kathedrale. Dieser ist unglaublich verziert und man fragt sich wie solche Verzierungen in Stein überhaupt gemacht wurden. Da es inzwischen wieder sehr heiß ist gehen wir schnell zu den Wohnmobilen zurück und machen uns auf den Weg zur Bardenas Reales. Dort angekommen erklärt uns ein unfreundlicher junger Mann was wir alles nicht dürfen. Da sich diese Halbwüste auf Militärgebiet befindet darf man nur an bestimmten Punkten das Auto verlassen. Als er dann auch noch wissen will wo wir die letzte Nacht verbracht haben, werden wir doch mißtrauisch. Während der ca. 40 km langen Tour sehen wir Berge die wie Gebäude aussehen aber auch Rohre die aus dem Boden gucken. Auf jeden Fall fühlt man sich beobachtet.
Das in einem Biosphärenreservat militärische Übungen stattfinden erschließt sich uns auch nicht. Aber zum Glück sind wir keine. Also bewundern wir die Landschaft, die aussieht als wäre sie aus einer anderen Welt.
Die bizarren Formationen der Berge, einst von Urzeitmeeren geformt, tief geschnittene mini Canyons und die von der Hitze tief aufgesprungenen Böden sind schon etwas besonderes. Voll mit Eindrücken fahren wir unseren Schlafplatzfür für die Nacht an und piRead more
Das falsche Kloster
September 5 in Spain ⋅ ☀️ 36 °C
Sonnenaufgang IN einem Stausee, das muss uns erstmal jemand nachmachen. Es ist zwar nicht der tollste Sonnenaufgang aber schön ist jeder. Wir fahren relativ früh los um zur Castillo de Eindruck zu fahren. Die Geschichte der Burg, die ca. 300 Meter über dem Dorf liegt, beginnt im Jahr 1019, als Sancho III. König von Navarra, hier im Rahmen der Rückeroberung der Gegend von den Mauren eine Kirche stiftete. Heute ist die Burg eine der besterhaltenen Burgen Spaniens, die noch dazu einen grandiosen Ausblick auf das umliegende Land bietet. Wir erkunden die Burg und bekommen einen kleinen Eindruck von dem Leben auf der Burg. Es macht richtig Spaß überall herum zu laufen. Im Anschluss fahren wir zum Kloster San Salvador de Leyre stehen wir dann vor einem geschlossenen Kloster, welches jetzt privat ist. Ich bin einfach enttäuscht, sollten hier doch die Mönche gregoriansche Gesänge anstimmen. Zum Glück googelt Jenny nochmal und stellt fest wir stehen am falschen Kloster. Also auf zum richtigen. Hier erhalten wir einen Schlüssel für die Krypta. Auf dieser wird die gesamte Kirche getragen. Die Architekten müssen wirklich genaustens berechnet haben das diese Kirche seit dem 9.Jhd. bis heute noch so hält. Nach einer kurzen Pause die wir mit Karten spielen verbringen, fängt um 19 Uhr die Abendmesse an. Schon als wir in die Kirche kommen, begrüßt uns Orgelmusik. Und als dann die Mönche ihre Gebete mit den gregorianschen Gesänge begleiten, bekommt man schon ein wehmütiges Gefühl und denkt an die Lieben, die nicht mehr unter uns sind. Wir genießen den Gottesdienst bevor wir uns auf die Suche nach einem Schlafplatz machen. Leider sind die guten Plätze schon vergeben, so das wir auf einer Waldlichtung übernachten. Wir sind eigentlich ganz allein, wenn nicht auf diesem Platz massen von Motten versuchen würden mit uns im Womo zu übernachten.Read more
Kühlendes Nass
September 4 in Spain ⋅ ☀️ 32 °C
Mal wieder war meine Nacht kurz. Die Hunde haben seit Tagen mit Magen/ Darm Problemen zu kämpfen und so mache ich, zusammen mit den Hunden die Nacht erneut zum Tage. Als dann wirklich der Tag anbricht schlafen die Hunde. Wir nutzen die Gelegenheit und gehen duschen und Wäsche waschen und frühstückenmal richtig. Das Auto bekommt frisches Wasser und eine Innenreinigung und schon müssen wir vom Platz. Wir verlassen Angora wieder und weiter geht es Richtung Nationalpark Aigüestortes wo wir eigentlich Wildwasserrafting machen wollen. Bei 37 Grad finden wir aber kein einziges Schattenplätzchen und entscheiden uns zum Wohle der Hunde weiter zu fahren. Ehrlich gesagt sieht auch die Raftingstrecke nicht gerade spektakulär aus. Unser Weg führt uns erneut durch wunderschöne Landschaften, Berge, Täler mal karge Landschaft und mal sattes Grün und fast immer kann man kilometerweit gucken. Die Schlucht Congost de Mont-Reb haben wir schon fast erreicht als uns ein Schild " Gesperrt wegen Erdrutsch" stoppt. Wir wollen gerade aufgeben als uns ein Auto entgegen kommt. Der Besitzer gibt uns zu verstehen das die Strecke passierbar wäre also versuchen wir unser Glück. Und tatsächlich kommen wir zwar an riesigen Felssteinen vorbei aber wir kommen vorbei. Die Schlucht liegt unter uns so das wir sie schon bewundern können. Als wir am Parkplatz ankommen ist dort eine Höhenbeschränkung. Jenny versucht auf bestem Englisch wegen einem Parkplatz zu fragen und ist sehr verwundert als ihr auf Deutsch geantwortet wird. Unser Landsmann gibt uns sogar den Tipp wo wir kostenlos parken können. Dort geht es für uns auch erstmal hin allerdings entscheiden wir uns die Schlucht nur von oben zu bewundern. Jenny hat auch schon einen Schlafplatz an einem Stausee bei park4nigth gefunden, den wir nun anfahren. Der See führt so wenig Wasser, so das wir direkt im Stausee am Ufer stehen. Das Wasser lädt wunderbar zum baden ein. Auch die Hunde können sich hier wunderbar abkühlen. Robin ist so lieb und bläst mir das Kanu auf, so das ich über den Stausee paddeln kann. Allerdings stelle ich erst auf dem Wasser fest wie groß e der See ist und es kostet mich einige Kraftanstrengung zurück zu kommen. Den Abend lassen wir bei einem wunderschönen Sternenhimmel dann ruhig ausklingen.Read more
Andorra
September 3 in Spain ⋅ 🌙 15 °C
Genauso spät wie es zu Bett ging, so früh heißt es aufstehen. Den Sonnenaufgang in den Bergen sieht man nicht so oft, deswegen verzichtet man gerne auf etwas Schlaf. Nachdem die Sonne ganz aufgegangen ist, versuchen wir die Dinosaurierspuren zu finden. Doch mit bloßem Auge und auch mit dem Fernglas können wir sie einfach nicht finden. Erst als Jenny mit der Drohne die Felswände absucht, sehen wir endlich die Spuren. Markus wandert mit Ari noch direkt dort hin, leider ohne Handy. Unser Weg heute führt uns als erstes nach La Seu d'Urgell, welches berühmt für seinen Käse sein soll. Wir besichtigen hier die sehr einfach gehaltene Kathedrale und suchen dann den so leckeren Käse. Zum Glück finden wir wenigstens einen kleinen Laden mit Käse, denn sonst ist der Ort eher tod. Also fahren wir weiter und verlassen irgendwann Spanien, um in Andorra einzureisen. Die Spritpreise hier sind eine wahre Freude, sind sie doch 40 Cent günstiger als in Deutschland. Auch wenn wir nicht kontrolliert werden, so sind die Grenzkontrollen in Andorra doch wesentlich intensiver als bei der Einreise nach Spanien. In der Stadt fahren wir einen sehr zentral gelegenen Campingplatz an. So haben wir für 52 Euro Strom, um es für die Hunde mit der Klimaanlage schön kühl zu machen und wir können derweil entspannt die Stadt erkunden. Schnell erkennen wir warum Andorra als Steuerparadies bezeichnet wird, Zigaretten und Alkohol sind super günstig zu bekommen und so landen ein paar Flaschen Alkohol in unseren Beuteln. Da wir Hunger haben, suchen wir ein Restaurant müssen aber schnell feststellen das es Abendessen erst ab 19.30 Uhr gibt. Vorher werden nur Snacks gereicht. Also bestellen wir alle 4 Rippchen. Als diese kommen sind wir echt enttäuscht , denn die Pommes sind wabbelig und das Fleisch ist kalt. Eigentlich sollte um 20.30 Uhr eine Licht/Wassershow starten aber das was wir zu sehen bekommen, ist ebenfalls enttäuschend. Kleine Rinnsaale die etwas leuchten sprudeln träge aus einem Rohr hervor. Also wandern wir zurück zum Campingplatz und beenden den Abend in einem schön gekühlten Wohnmobil.Read more
Schneewitchenäpfel
September 2 in France ⋅ ☁️ 17 °C
Eigentlich hatte ich mir den Wecker gestellt aber ich bin mal wieder lange vor dem klingeln wach und so sehe ich wie langsam der Himmel immer mehr ins rote übergeht und dann die Sonne aufgeht. Hören tut man nichts hier oben außer ein leichtes grunzen. Und da sehe ich auch schon die Ursache des grunzens durch die Baumreihen laufen. Erst sind es drei Wildschweine und kurze Zeit später rennt noch ein viertes hinterher. Markus hatte sich schon gefragt ob es hier welche gibt. Während die Hunde spielen wird schnell abgewaschen und sauber gemacht. Bevor es weiter geht müssen aber noch ein paar der leckeren Schneewitchenäpfel mit. Knallrot und super saftig und süß. Unser Weg nach unten dagegen ist definitiv nicht süß. Gerade an einem Abhang an dem es steil nach unten geht kommt uns ein Auto entgegen. Während ich für alles bete was nur geht schafft Markus es uns daran vorbei zu bugsieren. Meine Gebete wurden also erhört. Wir fahren und fahren und kommen durch enge Gassen immer höher und tiefer in die Pyrenäen. Und dann, ganz unspektakulär kommen wir nach Spanien. Würde das Landesschild nicht da stehen, hätten wir es nicht bemerkt das wir in Spanien sind. Aber das Wetter ist traumhaft und die Ausblicke wunderschön. Gerade mit der langsam untergehenden Sonne zeigen sich die Berge mystisch und erhaben. Kurz vor der Dunkelheit kommen wir an unserem Schlafplatz an, auf einer Straße die 20% Gefälle hat. Wir sind 2000 Meter hoch an einer prähistorischen Stätte, wo Dinosaurier gefunden wurden und können auf die wunderschönen Berge blicken. Wir stehen an einem Bergsee den die Hunde und gerade Ari sehr gerne als Badesee und große Wasserschüssel annehmen. Nach dem Abendessen zeigt sich uns der Sternenhimmel in voller Ausdehnung, da hier weit und breit keine Lichtquelle ist. Wir sehen Sternschnuppen und hören die Grillen singen. So fängt Spanien gut an. Bevor wir zu Bett gehen sehen wir auf einmal in der Dunkelheit einen Lichtkegel aber ohne ein Motorengeräusch. Als wir noch rätseln quält sich in der Finsternis der Nacht ein einsamer Radfahrer den Berg hoch und das ohne Elektroantrieb. Selbst die 20% Steigung bewältigt er bevor sein Lichtkegel in der Dunkelheit verschwindet.Read more
Mit Blick auf den Mont Blank
September 1 in France ⋅ ☀️ 24 °C
Die Nacht war kurz für mich, denn beide Hunde sind der Meinung die Nacht lieber draußen zu verbringen. Also sehe ich die Fische der Mosel im Schein der Taschenlampe springen - das hat ja auch mal was. Am Morgen lässt Jenny noch die Drohne ein paar Aufnahmen machen bevor es weiter Richtung b b geht. Auf unserer Route halten wir nochmal bei Lidl und sonst wird Strecke gemacht. Irgendwann nehmen wir den Weg zu unserem Schlafplatz. Ich fahre zumindest so lange bis die Straßen so eng werden das Markus freiwillig einen Fahrerwechsel fordert. Es ist genau das was ich hasse, richtig enge Straßen, natürlich mit Gegenverkehr , Serpentinen und steile Abhänge. Aber Markus bringt uns sicher nach oben und dort zwischen Obstbäumen und Weinstöcken bietet sich uns eine fabelhafte, kilometerweite Aussicht bis zum Mont Blank. Es ist ein traumhafter Blick bei dem wir zu Abend essen und Karten spielen. Die Hunde schlafen schon und es ist schon eine Weile dunkel als uns gegenüber ein wunderschöner Mond aufgeht und uns zusammen mit den Lichtern von Lion verzaubert schlafen gehen lässt.Read more
Storch, Storch bester
August 31 in Germany ⋅ ☁️ 21 °C
Wir haben in einem Naturschutzgebiet übernachtet und fragen uns welcher Vogel heute Nacht wie ein Baby geschrieen hat. Herausfinden werden wir es wohl nicht aber zu dem Babygeschrei passen auf jeden Fall die vielen Störche die wir hier sehen. Unser heutiger Weg führt uns über Luxemburg nach Frankreich und dort natürlich zu eLeclerc. Hier heißt es erst einmal französische Leckereien shoppen. Diese werden dann auf unserem Schlafplatz direkt an der Mosel genossen. Die Hunde können hier nochmal ausgelassen toben und nach einer Runde Uno geht es ins Bett.Read more
Bester Junghund
August 30 in Germany ⋅ ⛅ 23 °C
Der Tag beginnt früh, da ich im Ring helfen muss. Also schnell eine Runde mit Ari, dann sie zur Ausstellung anmelden und schon geht es für mich als Ringhelfer los. Im zweiten Ring wird es dann irgendwann für Ari und Jenny spannend und beide machen das so super das die Wertung der Richterin " Vorzüglich" ausfällt. Das bedeutet das Ari gegen alle Großen Schweizer mit einem 1.Platz antreten muss und dann auch noch gegen die besten Junghunde aller Sennenhundrassen. Und dann passiert womit ich nie gerechnet hätte, Ari macht hier auch den 1. Platz und wird damit heute zum besten Junghund aller Sennenhunde. Es ist unglaublich und ich platze fast vor Stolz. Für Jenny und Ari gibt es ein Haufen Geschenke und einen tollen Pokal und so geht es nach einer Stärkung los in Richtung Spanien. Auf der Autobahn trauen wir auf einmal unseren Augen nicht, da auf einer Brücke ein Mann sitzt und in den Tod springen will. Die Polizei ist aber schon informiert und kurze Zeit später kommen uns schon die Polizeiwagen entgegen. Wir fahren noch eine ganze Weile durch den prasselnden Regen und kommen im Dunkeln an unserem Schlafplatz an. Bevor es zu Bett geht besprechen wir noch unsere Route.Read more
Urlaubsreif
August 29 in Germany ⋅ 🌧 19 °C
Ja, das ist das richtige Wort was meine Stimmung beschreibt. Nachdem den ganzen Tag gepackt und geputzt wurde, ging es kurz nach 18 Uhr los. Zu meinem großen Leidwesen weiß ich nicht wo ich meine geliebten Galaxy Buds gelassen habe, eine mittlere Katastrophe für mich. In Hamburg Rahlstedt hat Ari morgen noch ihre Ausstellung. Wir fahren dieses Jahr mit 2 Autos und sind diesmal zu viert, da Robin seine erste Reise mit Jenny macht und die erste überhaupt mit Camper. Ilvy fährt bei Jenny mit und Ari bei uns. Am Abend wird noch Mensch ärgere dich nicht gespielt bevor das Bett ruft.Read more




















































































































































































































































































































































































