Am Ende der Welt
September 15 in Spain ⋅ ☀️ 36 °C
Der Nebel hat sich vollständig verzogen und es wird wieder ein schöner Tag werden. Jenny und ich gehen die Hunderunde heute zum Strand. Es ist ein unglaubliches Farbenspiel wie die Sonne aufgeht. Die Hunde genießen den weichen und wie sie ausgelassen toben können. Bei Ari merkt man wieder das sie ein Wasserhund ist, der gerne das kühle Nass nutzt. Das Wasser liegt ruhig vor uns und es fast Karibikfeeling, wenn ich nicht wüsste das das Wasser eiskalt ist. Auf dem Rückweg sammeln wir noch riesige Tannenzapfen mit denen man im Winter gut basteln kann. Markus reinigt noch den Luftfilter vom Womo da dieser7 durch den Staub total verdreckt war und dann geht es los ans Ende der Welt. Auf dem Parkplatz für Wohnmobile haben wir schon eine fantastische Aussicht. Wir wandern bis zum Ende des Kaps und stehen am Ende der Welt. Zumindest nennt man diesen Punkt so und wenn man hier so steht könnte man es fast glauben. Hier ist aber auch das Ende des Jakobsweges, der Kilometerstein Null. Früher haben die Pilger hier ihre Schuhe ausgezogen und ihre Kleidung verbrannt als Zeichen für einen Neuanfang. Zur Erinnerung daran steht noch ein Schuh auf der Klippe. Jenny nimmt sich noch ein Armband und einen Anhänger in Muschelform für ihre Kette mit und dann geht es weiter nach Santiago de Compostela, der Pilgerstadt überhaupt am Jacobsweg. Hier kommen alle Pilger am Ende ihrer Reise an. Markus bleibt mit den Hunden im Womo und so mache ich mich nur mit Jenny und Robin auf den Weg. Der Kathedralenvorplatz ist übersät mit Pilgern und welchen die sich gerne so nennen möchten. Wir entscheiden uns für eine Fahrt mit der kleinen Touribahn für 7 Euro pro Person. Die Kleine Bahn fährt mit uns durch die Studentenstadt. 20000 gibt es hier und insgesamt 100000 Eiwohner. Eines muss man jedoch sagen, die Stadt ist einfach hässlich, wenn man nicht gerade im Gebiet der Kathedrale ist. Wenn man mal historische Gebäude entdeckt sind diese so zwischen 70er Jahre Bauten verdeckt, das es schon fast weh tut. Wieder am Platz angekommen machen wir uns auf zur Besichtigung der Kathedrale. Am Eingang werden erstmal ganz genau unsere Taschen kontrolliert. Danach werden wir in einer langen Schlange von hinten am Altar und der Statue von Meister Mateo vorbei geführt. Anfassen ist erlaubt als ich aber ein Foto mache, wird mir das untersagt. Das lustige ist das man von vorne die Figur ganz normal fotografieren darf. Wir gehen also an der Figur vorbei und kommen so in das Hauptschiff. Als wir den Altar von vorne sehen erschlägt uns diese Pracht förmlich. Die Engel sind überlebensgroß dargestellt und tragen auf ihren Schultern den Altar. Überall in der Kathedrale sind kleiner Gebetsräume wo man mit einem Geistlichen in seiner Sprache sprechen kann.
Auch die Orgeln, die sich gegenüber stehen sind wunderschön mit Engeln verziert. Man stellt sich zwangsläufig die Frage wie sie sich wohl anhören würden. Wir besichtigen alles ganz in Ruhe und zünden noch eine Kerze für unsere Lieben an, die nicht mehr bei uns sind. Als wir aus der Kathedrale kommen gehen wir in einer kleines Restaurant direkt bei der Kathedrale. Zum ersten Mal kann ich spanische Paella mit Meeresfrüchten essen und sie schmeckt wirklich gut. Eigentlich ist es das erste Essen was mir in Spanien richtig schmeckt. Gesättigt geht es wieder zum Womo zurück. Wir fahren noch ein kleines Stück und finden unseren Schlafplatz an einem Park mit Fischtreppe. Es gibt es noch eine hitzige Diskussion mit Robin über unser Ehrenamt bevor es später als geplant schlafen geht.Read more


























