Im Ebro Delta
23 сентября, Испания
☀️ 27 °C
Wir stehen früh auf um auch früh an unserem ersten Ziel zu sein. Es ist so früh das wir das Tor vom Campingplatz selber öffnen müssen. Vorher verabschieden wir uns aber noch von unserem kleinen Charmeur, der es sich natürlich nicht nehmen lässt unsere Mädels zu verabschieden. Auf unserer Fahrt kommen wir an vielen Verkehrsinseln vorbei, die mit schönen Wasserspielen gestaltet sind. Das in diesem Land Wasserknappheit herrscht mag man kaum glauben. Wir kommen nach Benidorm, denn hier ist heute Markttag. Und wo lernt man die Früchte des Landes besser kennen als auf einem Wochenmarkt wo die Bauern ihre Produkte verkaufen. Wir haben Glück das wir in direkter Nähe zum Wochenmarkt einen Parkplatz finden. Markus allerdings wird mit dem Womo schon zu unserem nächsten Ziel fahren, da er hier keinen Platz finden kann. Auf dem Markt liegen alle möglichen, leckeren Früchte. Drachenfrucht, Granatapfel, Paprika, Tomaten etc. Es sieht nicht nur toll aus sondern es riecht auch super, nach Minze, Mango, Oliven, Ananas. Wir gehen die Reihen ab und entdecken einen Stand mit Churos. Zusammen mit Schokosauce gönnen wir uns welche, sind aber vom Geschmack nicht wirklich begeistert. Anders sieht es mit dem Obst und Gemüse aus. Hier decken wir uns richtig ein und kaufen auch Früchte die wir bisher nicht kannten. Cherimoya und Jackfrucht nehmen wir genauso wie Ananas, Drachenfrüchte, Mango, Weintrauben, Tomaten und Paprika mit. Auch Oliven wechseln den Besitzer. Das Beste für Jenny jedoch ist ein Stand mit Kakteen auf dem Markt. Und natürlich müssen, zu meinem Leidwesen, zwei Kakteen auch mit nach Hause. Bei unserem Einkauf wird uns bewusst warum viele Spanier mit den Handwägelchen laufen. Es ist einfach eine praktische Einkaufstasche zum ziehen. Unser nächstes Ziel Partida las Salinas ist nicht weit weg und dort wartet schon Markus auf uns. Bevor wir auf den Parkplatz fahren, sehen wir schon die Flamingos. Diese leben auf einem See mitten in der Stadt. Wir gehen noch ein wenig am See spazieren allerdings sind die Vögel so scheu das sie immer wieder weg fliegen wenn wir ihnen zu nahe kommen. Im Anschluss gehen wir am Strand schauen ob wir dort baden können. Allerdings ist der Strand brechend voll und Hunde sind dort auch nicht erlaubt. Da wieder viel zu viele Menschen hier sind, fahren wir lieber weiter. Unsere Strecke ist wieder schön fürs Auge, allerdings sehen wir auch einen Flächenbrand und auch einen LKW der im Graben liegt. Interessant ist das die Stelle nur mit ein paar Hütchen gekennzeichnet ist. Es ist weder die Polizei dort, noch hat jemand die Ware aus dem LKW geborgen. Er ist immer noch voll mit Melonen. Nach einiger Zeit ändert sich die Natur. Die Gegend wird flacher und die Felder stehen immer mehr unter Wasser. Wir sind im Ebro-Delta angekommen. Wir rätseln noch was auf den Feldern angebaut wird, da hat Gemini schon die Antwort für uns - es ist Reis. Der Reis aus dem Delta soll sogar etwas ganz besonderes sein. Wir finden einen Schlafplatz in der Nähe einer Gaststätte. Auf meiner Abendrunde mit Ari sehe ich nicht nur einen wundervollen Sonnenuntergang sondern auch viele Vögel. Das Deltatal ist gleichzeitig auch das Überwinterungsgebiet für viele Vögel die aus dem Norden z.B. Deutschland kommen. Auf Nachfrage im Restaurant erfahren wir das dieses geöffnet ist. Also entscheiden wir uns dort essen zu gehen. Zur Vorspeise wählen wir geräucherten Aal. Und während wir uns noch an unsere Kindheit erinnern, kommt Baguette mit einer Masse darauf. Es schmeckt zwar nach Aal ist aber in keinster Weise mit unseren Erinnerungen aus der Kindheit zu vergleichen. Während Jenny Entrecôte als Hauptgericht wählt bestellen Markus und ich Paella. Für Markus die erste Paella seines Lebens.
Gesättigt geht dieser Tag im Ebra Delta zu Ende.Читать далее
Der schlechteste Jongleur der Welt
24 сентября, Испания
☀️ 28 °C
Ein letzter Sonnenaufgang in Spanien. Ich gehe mit Ari die Runde während langsam die Sonne hinter den Bäumen aufgeht. Außer den Vögeln ist nichts zu hören. Es ist eine wundervolle Stimmung während hunderte von Vögeln über mich hinweg fliegen, auf dem Wasser landen und dann wieder in den Himmel steigen. Als Jenny dazu kommt bin ich verwundert das sie Ilvy nicht dabei hat. Sie hat aber erwartet das wir alleine den Sonnenaufgang bewundern. Also geht sie noch schnell Ilvy holen und es ist Ari anzusehen wie sehr sie sich über Jenny und Ilvy freut. Wir wandern am Wasser entlang und rätseln über die Arten der Vögel. Gemini klärt uns auf das die hunderte von Vögeln unter anderem Flamingos sind. Unglaublich das es davon so große Gruppen gibt. Zurück am Womo zeigt uns Markus das auch er Tiere entdeckt hat, Ameisen. Anscheinend standen wir in der Nähe eines Ameisenhaufens und nun sind die Tiere dabei unser Womo zu übernehmen. Diese kleinen Biester sind auch schon im Womo zu sehen und das nicht nur einzeln, sondern als richtige Laufstraße. Zum Glück haben wir ein Sprühmittel dabei um sie wieder aus dem Womo zu vertreiben. Ein paar der Ameisen begleiten uns zu einem Reisbauern, der die älteste noch intakte Reismühle hat. Leider findet dort gerade eine Führung für eine Gruppe Behinderter statt so das wir die Mühle nicht in Aktion sehen können. Also gehen wir in den Shop wo uns der Reisbauer den Unterschied zwischen den einzelnen Reissorten erklärt. Ebenfalls dürfen wir den aus Reis hergestellten Wermut kosten, der wirklich lecker ist, es aber auch massiv in sich hat. Wir nehmen natürlich Reis und Wermut aus dem Deltatal mit nach Hause. Unser nächstes Ziel ist eine Cooperativa. Dies ist ein Zusammenschluss von Bauern die hier ihre regionalen Produkte verkaufen. Auch hier decken wir uns nochmal mit einigen Sachen z.B. Olivenöl ein. An der dazugehörigen Tankstelle wird nochmal getankt bevor es zu unserem letzten Ziel in Spanien geht. Loret de Mare. Jenny hat hierhin damals ihre Abiabschlussfahrt gemacht. Wir parken auf einem bewachten Platz, gehen noch mal mit den Hunden eine Runde und dann laufen wir los, immer Berg ab. Jenny erkennt natürlich viele Orte, ich bin eher enttäuscht da ich mir den Ort viel mehr als Partymeile vorgestellt habe. Allerdings laufen eher viele alte Leute durch den Ort. Wir gehen in die Souvenirläden und nach etwas Suche finden wir tatsächlich eine Glocke und eine Schneekugel auf der Spanien und nicht Loret de Mare dargestellt ist. Da es schon spät ist entscheiden wir uns noch etwas zu essen und zu trinken. Also setzen wir uns in ein Restaurant in der Flaniermeile und trinken Calimocho und Pina Colada und essen Pizza und Paella. Es ist unser letztes Essen in Spanien. Zum Kulurprogramm beobachten wir einen Straßenkünstler, der mit Kegeln jongliert. Leider jedoch scheint es der schlechteste Jongleur der Welt zu sein, denn ihm fällt permanent etwas runter so das es eher schon an fremdschämen grenzt. Trotzdem haben wir unseren Spaß nicht nur mit ihm sondern auch durch das Beobachten der Leute, die an uns vorbei flanieren. Es ist schon lustig die Menschen zu beobachten. Leider müssen wir heute noch bis nach Frankreich kommen, da dies die Streckenvorgabe von Markus ist. Während wir zum Camper zurück gehen sehen wir noch eine Frau die die Straßenkatzen füttert. Überall in Spanien werden die Straßenkatzen von Menschen versorgt, sie bekommen Futter, kleine Häuschen und Wasser. Wir fahren also während die Sonne untergeht in Richtung Frankreich. Der Grenzübergang ist kaum zu erkennen, nur 2 Grenzbeamte stehen da, winken uns aber durch. Wir kommen im Dunkeln bei einem Winzer an, wo Markus uns schon erwartet. Allerdings wartet auch der Hund des Winzers auf uns und ist auf den ersten Blick in Ari verliebt. Er ist sogar so verliebt das er die Nacht vor unserem Womo schläft.Читать далее
Zurück nach Spanien
25 сентября, Франция
☁️ 25 °C
Da hat unsere Ari dem Oslo aber den Kopf verdreht. So sehr das er sogar die Nacht vor unserem Womo verbringt um seiner Liebe ganz nah zu sein. Auch morgens lässt er sie nicht aus den Augen. Als wir uns beim Winzer für die Übernachtung bedanken erfahren wir das Oslo auch 1 Jahr alt ist. Kein Wunder also das er auf unserer gleichaltrige Ari steht. Als wir weiter Richtung Heimat fahren nimmt Jenny die falsche Ausfahrt und schon sind wir wieder auf dem Weg nach Spanien. Das Problem ist, dass man nicht so einfach wieder drehen kann. Da es nicht mehr weit ist und wir gestern traurig waren das wir es nicht mehr zu einem Mercadonna geschafft haben entscheiden Jenny und ich kurzfristig nochmal in Spanien einzukaufen. Jenny bekommt sogar ihre geliebten Cocos-Mochie. Weiter geht es nun wieder zurück Richtung Frankreich aber nicht ohne vorher nochmal günstig zu tanken. Auf dem Weg zur Tankstelle kommen wir noch an einem Rastplatz vorbei an dem eine Hure steht einfach nur in Unterwäsche. Bei solch warmen Temperaturen geht das natürlich. Nachdem wir zum zweiten Mal die französische Grenze überqueren wird erst einmal Strecke gemacht. Wir haben erneut einen tollen Sonnenuntergang. Als wir die Autobahn für unseren Schlafplatz verlassen wundern wir uns warum ich öfter von anderen Autos angeblendet werde. Während wir noch rätseln wissen wir schon warum, denn im nächsten Ort steht eine Polizeikontrolle und natürlich werde ich raus gewunken. Ich muss meinen Ausweis vorzeigen und sehe wie ich im System durchleuchtet werde ob ich gesucht werde. Zeitgleich muss ich in ein Röhrchen pusten um zu testen ob ich Alkohol getrunken habe. Als das Gerät 0,0 % anzeigt dürfen wir weiter fahren. Wir kommen an unserem Schlafplatz an wo Markus schon auf uns wartet. Unsere letzte Nacht bevor wir wieder nach Deutschland kommen.Читать далее
Im Rausch bei e.Leclerc
26 сентября, Германия
☀️ 18 °C
Der Blick nach dem aufwachen ist schon mal super, denn ich sehe Wasser. Noch besser ist wir können die Hunde hier frei laufen lassen und das nutzen Ari und Ilvy gerne. Sie toben was das Zeug hält und selbst als wir Fotos machen wollen haben die Beiden mehr Lust im Gras herum zu toben als sich fotografieren zu lassen. Das einzig störende ist die Kälte aber wir sind halt auch nicht mehr in Spanien. Als wir unseren Platz verlassen werden wir genauestens von zwei Huskys beobachtet, die vor einem anderen Camper liegen. Sicher fragen sie sich wieso wir aus dem Wald kommen. Unser erster Weg geht heute ins Foodparadies und das heißt eLeclerc. Wir lieben einfach diesen Laden. Eine tolle Backabteilung, günstige Garnelen (das Kilo kostet 6.45 Euro) ,super tolles Baguette und auch der Rest ist mega lecker. Wir decken uns also ein und verbringen ca. 3 Stunden in diesem Paradies. Bei den Weinflaschen haben sie eine riesige Auswahl und so machen wir uns den Spaß die teuerste Weinflasche zu suchen. Eine Flasche für 4500 Euro macht das Rennen. Markus macht sich danach auf den Weg Richtung Deutschland. Jenny und ich dagegen fahren noch zu einem anderen Supermarkt und dann zu Lidl. Hier bekommen wir immer die leckere Nusssalami, die unbedingt mit nach Hause muss. Nachdem wir alle unsere heiß begehrten Lebensmittel gekauft haben, geht es nun auf die Autobahn. Ein paar Stunden fahren wir. In Luxemburg nutzen wir die "relativ" günstigen Spritpreise (definitiv günstiger als in Deutschland und wesentlich teurer als in Spanien) und tanken nochmal voll. Als wir über die deutsche Grenze fahren werden wir zumindest vom Mond begrüßt. Grenzbeamte sehen wir dagegen nicht. Wir finden unseren Schlafplatz auf einem kleinen Wanderparkplatz auf dem noch ein anderer Camper steht, der allerdings leer ist. Etwas merkwürdig da hier weit und breit nichts ist. Da Markus noch über eine Stunde hierher braucht gehen wir schon mal eine Abendrunde mit den Hunden. Der Mond strahlt so groß und hell das es kaum eine Lampe benötigt. Als uns aus der Nacht zwei Frauen entgegen kommen bin ich erst etwas überrascht, allerdings stellen sich die Beiden schnell als unsere "Nachbarn" vor. Nachdem Markus da ist reden wir noch kurz bevor es endlich zu Bett geht.Читать далее
Die letzten Kilometer
27 сентября, Германия
⛅ 19 °C
Der letzte Tag startet mit einer wunderschönen Hunderunde. Wir können kilometerweit über das Tal schauen und erfahren von unseren "Nachbarn" das man stellenweise bis nach Köln schauen kann. Jenny und ich genießen den letzten Morgen in Ruhe, bevor es wieder auf die Straße geht. Am Anfang fährt Jenny aber da es ihr plötzlich nicht mehr gut geht übernehme ich die restliche Fahrt so das Jenny sich ausruhen kann. Gegen 19 Uhr kommen wir wohlbehalten wieder zu Hause an.Читать далее
Fazit
27 сентября, Германия
⛅ 19 °C
Wir sind über 9000 km gefahren und haben Spanien einmal umrundet. Insgesamt waren wir in 7 Ländern auf dieser Reise. Spanien ist von der Natur her ein wunderschönes Land, in dem es alles gibt, Berge, Seen, Flüsse, das Meer und wunderschöne Täler. Außerdem gibt es in Spanien eine vielfältige Tierwelt. Wir haben unter anderem Delfine, Aasgeier, Flamingos und freilebende Affen gesehen. Wissen die Spanier mit diesem schönen Land umzugehen? NEIN. Ich bin schockiert wie rücksichtslos die Spanier mit ihrem Land umgehen, wie sehr sie es verdrecken lassen. Gefühlt gibt es keinen Ort wo nicht irgendwelcher Müll liegt. Für so ein kultiviertes Land eine wirkliche Schande. Auch der Geruch nach Kloake ist in Spanien so stark wie vorher in keinem anderen Land, in dem wir waren. Sicher ist Geruchsbildung bei den Temperaturen nicht leicht zur verhindern aber andere Länder schaffen es auch. Auch die Menschen selber haben nicht den besten Eindruck bei uns hinterlassen. Die Spanier zeigten sich uns gegenüber überheblich und unnahbar, was sehr schade war. Ein Lächeln zu erwidern dürfte auch diesen Menschen eigentlich nicht weh tun. Natürlich sind nicht alle Spanier so aber es war schon sehr zu spüren. Feiern dagegen können die Spanier und der Stolz auf ihr Land ist schon sehr beeindruckend und beneidenswert. Was uns ebenfalls positiv überrascht hat war der Umgang mit Straßenkatzen. Überall wurde sich rührend um diese Lebewesen gekümmert. Sie wurden gefüttert und kleine Verschläge vor der brütenden Sonne waren auch vorhanden. Leider haben wir viele Kitten gesehen, so das ohne Kastration der Katzen dieses Problem mit freilebenden Katzen immer stärker werden wird. Was den Umgang mit Stieren betrifft sollte man hier gewisse Traditionen überdenken und als veraltet verwerfen.
Zum Schluss noch ein paar Worte zum Essen. In den südlichen Touristenorten ist das Essen an die Urlauber angepasst aber eben auch nur dort. In den nördlichen Regionen sieht es da schon eher anders aus. Tapas sind einfach nicht für unsere deutschen Gaumen gedacht. Schon bei dem Gedanken morgens Sardellen und andere Fische essen zu müssen löste eher Übelkeit in uns aus. Und selbst wenn man Tapas nach seinem Geschmack findet, ist es der Preis der einem auf den Magen schlägt. Auch das späte Abendessen ist eher für uns Deutsche schwierig. Die meisten Gaststätten öffnen erst gegen 20/21 Uhr. Wer früher essen möchte hat ein Problem. Einen Bäcker zu finden der Brötchen oder Baguettes hat, ist auch eher schwierig. Zum Glück hat Lidl eine gute Backabteilung, die oft unsere Rettung war. Die gute spanische Wurst war oft sehr fettig und kaum gewürzt. Zumindest die man beim Fleischer bekam. Käse und Früchte allerdings waren sehr lecker.
Im Endergebnis konnten wir durch unsere Reise das Land und die Leute gut kennenlernen und müssen sagen, Spanien ist definitiv kein Land in das wir auswandern würden.Читать далее



























































































































