Nationalpark Polesie
May 25 in Poland ⋅ ☁️ 22 °C
Zwischen Holzstegen, Blütenduft und einem flüchtenden Elch – Unterwegs im Osten Polens
Nach einem herrlich entspannten Frühstück in der Sonne – inzwischen fast schon ein kleines Wunder auf dieser Reise – und nachdem wieder alles fein säuberlich an Ort und Stelle verräumt war, machten wir uns weiter auf den Weg Richtung Osten.
Unterwegs lag der Nationalpark Polesie auf unserer Route. Und natürlich konnten wir da nicht einfach vorbeifahren. Also hieß es: Fahrräder runter vom Grisu und ab in die Natur.
Der Polesie-Nationalpark gehört zu den ursprünglichsten Landschaften Polens. Die Gegend ist bekannt für ihre riesigen Moor- und Sumpfgebiete, stille Seen, dichte Wälder und eine erstaunlich vielfältige Tierwelt. Hier leben seltene Vogelarten, Biber, Elche und vermutlich auch Mücken mit Kampfausbildung. Zum Glück hielten sich Letztere weitestgehend zurück.
Unsere kleine Tour führte über wunderschöne Holzstege zuerst zu einem idyllischen See und anschließend weiter durch den Wald. Und dieser Wald wirkte heute fast märchenhaft. Der Boden war übersät mit kleinen weißen Blüten und überall lag ein unglaublich angenehmer Duft in der Luft. Irgendwo zwischen Frühlingswald, Blumenwiese und Naturparfüm.
Und dann passierte plötzlich das, womit wir überhaupt nicht gerechnet hatten: Wir scheuchten tatsächlich einen Elch auf. Offenbar hatten wir ihn bei unserer gemütlichen Fahrradtour aus seinem Mittagsschlaf geweckt. Mit einem ordentlichen Satz verschwand er plötzlich zwischen den Bäumen und war schneller weg, als wir überhaupt realisieren konnten, was da gerade passiert. Natürlich waren wir viel zu langsam für ein Foto. Wie immer bei solchen Momenten: Erst staunen, dann Kamera suchen und am Ende nur noch raschelnde Büsche sehen.
Man fährt dort ganz entspannt entlang, hört nur Vogelgezwitscher und das Knarzen der Holzstege unter den Reifen. Ehrlich gesagt hätten nach dem Elch jederzeit auch noch Elfen oder Waldgeister auftauchen können und wir hätten es vermutlich einfach akzeptiert.
Nach rund 13 Kilometern erreichten wir schließlich wieder unseren treuen Grisu, der geduldig am Parkplatz auf uns wartete. Und weil Radfahren durch duftende Wälder natürlich anstrengend ist, gab es erstmal eine wohlverdiente Kaffeepause – inklusive leckerer Teilchen. Schließlich müssen Reisende ihre Kräfte sinnvoll einteilen.
Danach setzten wir unsere Fahrt Richtung Osten fort und genossen noch lange die ruhigen Straßen, die Natur und diesen wunderschönen Reisetag irgendwo mitten im grünen Osten Polens.Read more





















Traveler
Das ist ja ein schöner Park. Andrea du warst sicher etwas müde 😫 vom f
Traveler
Vom Fahrrad fahren
Traveler
Wirklich soo herrlich diese Gegend, der Bohlenweg erinnert mich sehr an Schwarzwald Wildsee ( Hochmoor)
TravelerSchönes Erlebnis mit dem Elch