Hiva Oa
July 23 in French Polynesia ⋅ 🌬 27 °C
Es gibt heute einen kleinen Nachtrag über Hiva Oa. Sechs Tage besuchten wir diese zweitgrößte Insel der Marquesas, vom 15. bis zum 20. Juni. Wir erlebten schöne Tanzdarbietungen in einer netten Hotelanlage am Hang über der zentralen Ankerbucht und machten eine Inselrundfahrt mit Johann, einem jungen Franzosen aus Paris, der seit einigen Jahren auf der Insel lebt.
Kennzeichnend für Hiva Oa ist, dass der Dinghisteg von Atuona, dem Hauptort, relativ weit entfernt liegt, dafür aber direkt neben dem Trockendock, dem einzigen derzeit der Marquesas, und dem Ship-chandler. Damit sind die männlichen Segler meist fürs Erste zufriedengestellt 🤣.
Da wir gelesen hatten, dass die Tanzdarbietungen einheimischer Tänze, verbunden mit einem Buffet, an einem bestimmten Wochentag stattfinden und wir genau an diesem Tag ankamen, buchten wir bereits unterwegs 2 Plätze für zur Veranstaltung in der Hanakee Lodge.
Der Ausstieg am Dinghidock ist hier immer etwas gewagt, das Schlauchboot wird vom Schwell vor der Ausstiegsleiter hin und her geschwappt, zum Anbinden muss man es um die Ecke ziehen … Man kriegt es hin.
Zur Hanakee Lodge, einem guten Hotel, wird man abgeholt. Sowohl die Hotelgäste als auch die wenigen Zusatzgäste erfreuten sich an einem guten Buffet und den für uns exotisch anmutenden vorgeführten Tänzen mit Gesang und viel Trommeln. Es schien viel um Imponiergehabe und kriegerische Auseinandersetzungen bei Stammesfehden, die vor Ankunft der Missionare häufig waren, zu gehen.
Der Tagesausflug mit Johann war entspannt und informativ. Von Klippen sahen wir in einer Bucht große Mantas ihre Kreise ziehen. Des weiteren besuchten wir eine große Ausgrabungsstätte mit Fundament- und Häuserresten der Vorfahren, und eine kleinere mit dem berühmten „lachenden Tiki“, das in Wirklichkeit eine sprechende Frau darstellt. Die Frauen bekleideten in diesen frühen Zivilisationen Polynesiens doch oft schon respektierte Ämter mit Einfluss.
Auch zu einem sehr bekannten Graveur und Holzschnitzer führte unser Weg. Der Künstler saß da und arbeitete und redete nicht viel. Die Führung durch die Lager- und kleinen Ausstellungsräume übernahm Johann. Hier sahen wir auch zum ersten Mal die Steine mit den Blumenmustern, die sehr selten sind und nur in der Gegend hier gefunden werden.
Auf dem Rückweg hielten wir an einem kleinen privaten Verkaufsstand am Straßenrand. Nach einer kostenlosen Obstverkostung konnten wir schöne Mangos, Passionsfrüchte und Pomelos mitnehmen.
Am Tag vor unserer Abreise machten wir noch einen Rundgang durch das Paul Gaugin Museum. Natürlich hängen hier nur Replikate, aber sehr schöne. Der bekannte Expressionist verbrachte seine letzten Lebensjahre hier auf Hiva Oa, ebenso wie Jaques Brel. Wie gut für die Franzosen, dass sie Übersee-Dependancen haben, wo sie jederzeit hin „flüchten“ können…
Unvergesslich wird uns (und den meisten anderen Seglern wahrscheinlich auch) der kleine Lebensmittelladen an der Tankstelle kurz vor dem Dinghidock bleiben: Sehr häufig gab’s dort ganz frische recht große Thunfischfilets, ohne Haut und Gräten, schmackhaft, und zu einem für hiesige Verhältnisse erschwinglichen Preis. Wo hat man in seinem bisherigen Leben bitte schon mal frischen Thunfisch an der Tanke gekauft?🤣.
Leider etwas negativer gestaltet sich die Erinnerung an eine nördliche Bucht Hiva Oa‘s, wo wir noch 2 Nächte ankerten. Das kleine Dorf erschien uns malerisch, aber völlig verlassen. Länger suchten wir nach dem nahen „Swimmingpool“, einem kleinen Aufstau eines klaren Bächleins. Wir fanden es schließlich nach längerem Durchkämmen von Gärten mit Unterholz. Das Bad war toll und erfrischend. Länger wanderten wir auch am Strand entlang bis zur Mündung des braun-gelbes Wasser führenden anderen Flüsschens.
Alles gut soweit. Aber am nächsten Tag war ich übersät mit Sticken dieser winzigen Mücken hier, den „No-see-ems“.
Es waren wirklich hunderte Stiche, an den Beinen, Schultern und Oberarmen. Meine Haut dort fühlte sich an wie eine Kraterlandschaft. Furchtbar! Ich nahm sogar Kortison und ein Antihistaminikum ein. Und Uwe hatte so gut wie nichts! Beide hatten wir uns gleichermaßen eingerieben mit DEET haltigen Mitteln… Es dauerte auch wirklich 8 Tage, bis das Desaster einigermaßen abgeheilt war. Das Süsswasserreservoir denke ich lässt diese Mückenstämme so explodieren. Seitdem passen wir bei Flüssen und auch bei Wasserfällen viel besser auf, ggf. ist langärmelig dann besser 🙈.Read more































Catamaran Mahana
Cool :)
Catamaran Mahana
Den Platz mochten wir sehr gerne mit seiner Atmosphäre
Doris Jägerja war etwas mystisch. dort auch bedeckt und regnerisch-passte irgendwie