• Shari Gaßmüller
  • Shari Gaßmüller

Shari auf Weltreise

372-päiväinen seikkaillu — Shari Lue lisää
  • Gōtoku-ji-Tempel (Winkekatze)

    16. syyskuuta 2024, Japani ⋅ ☁️ 31 °C

    Die „Winkekatze“ kommt übrigens nicht aus China, wie viele glauben, sondern hat ihren Ursprung in Japan. Und sie winken auch nicht, sondern locken mit ihrer Bewegung.

    In der Edo-Epoche soll eine Katze im Gotoku-ji-Tempel in Tokio den damaligen Regionalherrscher vor einem tödlichen Blitzschlag gerettet haben, indem sie ihn in den Tempel gelockt hat.
    Heute findet man in eben diesem Tempel einen Schrein mit tausenden von winkenden Katzenstatuen. Man kann sie dort kaufen und als Opfergabe da lassen, oder man nimmt sie mit nach Hause und bringt sie erst zurück, wenn der Wunsch erfolgreich angelockt wurde.

    Irgendwie hatten wir mehr Katzen erwartet 😅😅 das sah auf Bildern und in Dokus immer so aus, als stünden überall Katzen, dabei sind es nur ein paar Regale neben dem Tempel.

    Naja, dafür konnten wir auch keine Katze kaufen, da wir 5 Minuten nach Schließung da waren 🤣🐈
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  • Teamlab Planets

    16. syyskuuta 2024, Japani ⋅ ☁️ 28 °C

    Der Weg vom Katzentempel zum Museum war aber auch alles andere als leicht 😂😂 wir sind kilometerweit an Bahnsteigen langgelaufen, hatten unterschiedliche Aussagen, was Google und die S-Bahn anging 😂 wir sind dann sehr viel später als geplant aber noch pünktlich angekommen.

    Teamlab Planets ist ein Museum, dass mit digitalen eKunstinstallationen spielt. Es ist ein Erlebnis für fast alle Sinne (Geruch habe ich keinen besonderen mitbekommen). Man konnte mit Bällen spielen (hier jetzt bitte nicht abschweifen), durch Wasser laufen, teils war es fast bis zum Knie, je nach Beinlänge, man musste unter Orchideen kriechen, die hinteren hatten also eine tolle Sicht auf den Hintern der vorderen 🤣 und lag in einer Blumeninstallation auf einem Spiegelboden. Dabei ist mir ganz schön schlecht geworden weil sich alles irgendwie bewegt hat 😂

    Es gibt nicht nur das Planets, sondern auch das Borderless, dass noch etwas cooler sein soll. Leider gab es dafür keine Tickets mehr, aber wir haben gelesen, dass es 2025 nach Hamburg kommen soll. Wir haben also schon ein Date nächstes Jahr 🤭😍
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  • Shibuya Crossing

    17. syyskuuta 2024, Japani ⋅ ☀️ 32 °C

    Wenn man an Tokio denkt, sieht man das Bild der Kreuzung in Shibuya vor sich. Vielleicht habt ihr die Kreuzung auch in „Lost in Translation“ gesehen, dadurch wurde sie berühmt.

    Das Besondere, hier gibt es eine Rotphase für Autos und somit eine Grünphase für Fußgänger, daher nennt man die Kreuzung umgangssprachlich auch „Alle-Gehen-Kreuzung“. Hier gehen bei jeder Grünphase zwischen 2.500 und 3.000 Personen über die Kreuzung, bei Stoßzeiten sogar angeblich bis zu 15.000 😱 Es gibt Hochrechnungen auf circa 260.000 Leute am Tag, an Feiertagen bis zu knapp doppelt so viele. Verrückt, jetzt gehören wir dazu 😝

    Ist schon verrückt da rüber zu gehen, es strömen Leute von allen Seiten an einem Vorbei. Bisschen wuselig 😂
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  • Auf Wiedergesehen liebste Reisegruppe

    18. syyskuuta 2024, Japani ⋅ ☁️ 32 °C

    Nun war’s das mit der Reisegruppe, ich muss/darf alleine weiterreisen. Das wird wieder eine Umstellung, gerade auch, weil es hier bisschen schwieriger scheint, Leute kennenzulernen. Die Hostels haben oft keine Common area und die Asiaten bleiben oft für sich.

    Es war mir ein Fest mit euch zu reisen. Es hat sehr viel Spaß gemacht und bin wahnsinnig stolz auf uns, dass wir es tatsächlich gemacht und nicht nur drüber gesprochen haben. Go us 😎

    Immerhin ist es nicht mehr allzu lange, bis wir uns wiedersehen 🥰 die Zeit vergeht ja einfach so schnell 🙈
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  • Motohakone

    19.–21. syysk. 2024, Japani ⋅ ☁️ 29 °C

    Was für eine absolute, gefüllte Ruhe. So habe ich mir eine religiöse, leicht mystische Städte vorgestellt und endlich habe ich sie gefunden. In einem kleinen Ort, wo um 17 Uhr nichts mehr geöffnet hat.

    Der Hakone-Schrein liegt versteckt im Wald und hat sein Torii schwimmend im Ashi See (auf dem Bild mit dem Mount Fuji) direkt davor habe ich kein Bild gemacht, es waren so viele Leute dort, alle schön in einer Schlange, um ein Bild zu machen 😅😂

    Das Hostel ist komplett Mitarbeiterfrei, man hat um 16 Uhr die Raumnummer und Bett zugeteilt bekommen und das war’s 😂 schon bisschen seltsam.

    Ich hab dort Scott aus Schottland kennengelernt 🤭 wir haben festgestellt, dass wir ungefähr die gleiche Route haben, vielleicht sieht man sich also wieder.

    Hier in Motohakone ist es so schön. Überall Natur, ab 17 Uhr sind auch auf einmal alle Touristen weg, die wenigstens bleiben in dem Ort.

    Ich bin im Park rumgelaufen und hab mich auf den Weg in ein Onsen gemacht. Onsen sind natürliche heiße Quellen, die vom Vulkan geheizt werden.

    Männer und Frauen sind getrennt und Tattoos sind in den meisten unerwünscht, da man Tattoos noch mit der Yakuza verbindet.

    Man geht rein, zieht sich am Anfang die Schuhe aus und entweder hat man ein kleines Handtuch dabei oder man leiht oder kauft sich eins.

    Ins Onsen geht man nackt, im Vorraum stehen kleine Hocke mit einer Duschamatur, dort wäscht man sich, bevor man in das Wasser geht. Das hat übrigens eine Temperatur von ca. 45 Grad ♨️🥵 lange hält man es da nicht aus 🙈😅

    Ich hab gelesen, man sollte am Anfang maximal 15 Minuten drin sein, da man es nicht gewöhnt ist.

    Ein Onsen ist zur Entspannung da, große Gruppen sind daher meist nicht gerne gesehen bzw. werden nicht reingelassen.

    Am Anfang hatte ich noch die schöne Idee zum Onsen zu laufen, waren nur knapp 3 Stunden auf einem Wanderweg durch die Berge. Nach ner Stunde und ein bisschen hab ich es dann aufgegeben 😂 die Steine waren so rutschig, dass es richtig anstehend war dort langzulaufen. Ich wollte mich auch nicht verletzten, irgendwo im nirgendwo wo vor Bären gewarnt wird 😅😂 hab dann einen Bus gefunden 😎

    Zum Abend hin wurde es richtig windig, so windig, dass das Sightseeingschiff dort weder anlegen noch ablegen konnte.

    Im Nachhinein wäre ich gerne noch länger geblieben. Es war so schön dort. Aber dadurch, dass im Hostel niemand war, hatte ich keine Lust mich damit zu befassen 😂 sonst ist es einfach, man geht einfach zu einem Mitarbeiter und sagt man möchte gerne länger bleiben.
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  • Himeji

    21.–24. syysk. 2024, Japani ⋅ ☁️ 31 °C

    Himeji ist eine Stadt. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen 😂 Hier steht die Himeji Burg, die besterhaltene und schönste Burg Japans. In der Nähe ist auch der Mount Shosha, hier in der Tempelanlage wurde „Der letzte Samurai“ gedreht.

    Endlich wieder eine Common area in dem Hostel und ein paar Leute kennengelernt. Der ältere Kanadier war etwas unangenehm, als ein Asiate sich zu uns an den Tisch gesetzt hat, um seine Suppe zu essen, hat er natürlich geschlürft, wie es hier gängig ist und der Kanadier hat die ganze Zeit ein Gesicht gemacht und mir leise und total unauffällig zugeflüstert, dass dieses Geschlürfe jawohl eklig sei.
    Dann waren da noch zwei Amerikaner, den einen treffe ich wahrscheinlich wieder, da sich unsere Routen doch sehr ähneln.
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  • Mount Shosha

    22. syyskuuta 2024, Japani ⋅ ☁️ 25 °C

    Ich in einem Leichtsinn dachte, dass es ne coole Idee wäre dorthin zu laufen. Google sagte es sein nur 2,5 Stunden zu Fuß. Völlig in Ordnung. Also bin ich losgelaufen. 2,5 Stunden später habe ich festgestellt, dass ich völlig falsch war 😅 Google hat mich zu einer stinkenden Hühnerfarm geführt, da ging es definitiv keinen Berg hoch.

    Also bin ich 1 Stunden zurückgelaufen, diesmal zu der Seilbahn, dachte drauf geschissen, niemand will den Berg hochklettern. 😂

    Naja, als ich dort angekommen bin, war direkt daneben der Hiking Trail, da konnte ich nicht nein sagen 🙈 vielleicht habe ich doch leicht masochistische Tendenzen 🤣

    Also eine weitere Stunde zum hochwandern. Der Weg war relativ leer, einen Japaner habe ich immer wieder getroffen, weil wir uns öfter gegenseitig überholt haben.

    Der Shoshazan Engyoji Tempel Komplex ist über 1000 Jahre alt und gehört zur Tendai Sekte, die 966 von einem buddhistischen Priester gegründet wurde. Der Komplex beinhaltet die Haupthalle Maniden, mit einem wunderschönen Balkon, viele kleinere Tempel für Gottheiten und das Highlight, Mitsunodo (drei Hallen) mit Daikodo (Haupthalle), Jikido (frühere Wohn- und Esshalle, heute Ausstellungshalle) und Jogyodo (Lehrhalle). „Der letzte Samurai“ wurde dort gedreht.

    Es ist hübsch dort, man kann sehr viel Zeit dort verbringen (die ich nicht hatte, da ich vorher noch völlig sinnlos irgendwo rumgerannt bin 😂).

    Ich musste mich auch beeilen, da ich wieder den Trail runterlaufen wollte und das ungern im Dunklen. Der Weg war so schon nicht ganz ohne, da es keinen richtigen Weg gab, sondern eher Felsen, auf denen man runtergeklettert ist.

    Aber es war wohl der alte Pfad, den auch die Mönche von damals hochgewandert sind und sowas finde ich ja immer spannend. Sich vorzustellen, wie vor 1000 Jahren jemand den selben Weg gegangen ist 🤭

    Für den Rückweg habe ich mich allerdings für den Bus entschieden 😂 Dachte jetzt nochmal 2 Stunden laufen muss echt nicht sein. Außerdem wollte ich früh ins Bett gehen. Das hat dann überhaupt nicht funktioniert, da ich dann Jon und Michael kennengelernt habe, den Rest kann man sich ja denken 😂
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  • Himeji Castle

    23. syyskuuta 2024, Japani ⋅ ☁️ 27 °C

    Die „Weiße-Reiher-Burg“ (nach ihrer strahlend weißen Farben benannt) aus dem 17. Jahrhundert ist eine von 12 noch ursprünglich erhaltenen Burgen Japans, sie fiel weder Zerstörung noch Bränden zum Opfer (das kann man nicht von vielen Gebäuden behaupten 😅)

    Die Burg hat insgesamt 7 Stockwerke, von außen sieht es jedoch so aus, als wären es nur 5. In der Hinsicht ist die Burg eine architektonische Besonderheit.

    Es gibt viel geschichtliches zu der Burg zu erzählen, aber das würde jetzt den Rahmen sprengen und ich fand die Geschichte der Prinzessin Sen-Hime am interessantesten.

    Na gut, vorher erwähne ich noch kurz, dass die Burg nicht zum wohnen vorhergesehen war, sie wurde als Verteidigungsburg gebaut und hat dementsprechend überall Waffenplätze, auch der Keller, wo die Rüstkammer war, war nur über eine Seite zugänglich.

    So jetzt aber Prinzessin Sen-Hime. Sie lebte von 1597 - 1666 und war die Enkeltochter von Ieyasu Tokugawas, der Herrscher, der Japan nach langen Kriegszeiten vereinte. 1603 wurde sie mit 6 Jahren mit dem 11-jährigen Hideyori verheiratet. Sie lebte mit ihrem Ehemann in der Burg in Osaka.

    Als ihr Großvater die Burg 1615 belagerte, begann ihr Mann Seppuku (der traditionelle Selbstmord, Harakiri wird in Japan als vulgärer Begriff angesehen) während sie gerettet wurde.

    1616 heiratet sie Honda Tadatoki, diese Heirat soll aus Liebe stattgefunden haben. Mit ihm hatte sie zwei Kinder, eine Tochter und einen Sohn.

    Ihr Sohn starb 1621 mit nur zwei Jahren an einer Krankheit. Nach seinem Tod hatte Prinzessin mehrere Fehlgeburten, eine Wahrsagerin hat den wütenden Geist Hideyoris dafür verantwortlich gemacht.

    Nur 5 Jahre später, 1626, im Alter von 30 Jahren starb ihr zweiter Ehemann an Tuberkulose. Ihre Mutter starb kurze Zeit später.

    Prinzessin Sen-Hime begann daraufhin ihre Reise als buddhistische Nonne. (Sie hat noch einen Jungen irgendwann adoptiert, obwohl ich nicht mehr weiß wer genau das war und wieso sie das gemacht hat 😂)

    So viel Tragik in so einer kurzen Zeit 🥺

    Die Burg wurde 2010 einmal komplett auseinander genommen und dank genügend Vorlagen, bis 2015 wieder exakt zusammengesetzt.
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  • Koko-en Garten

    23. syyskuuta 2024, Japani ⋅ ☁️ 27 °C

    Der Garten liegt direkt neben der Himeji Burg und wurde nach den Gärten in der Edo-Epoche gestaltet.

    Es gibt neun separate Gärten, die alle unterschiedliche Pflanzen zeigen.
    Der Garten ist ganz hübsch zum durchschlendern. Nichts weltbewegendes, aber ruhig und entspannend 😜

    Es ist im Kombiticket mit der Burg enthalten (nur 50 Yen, ca. 0,31€ mehr).
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  • Hiroshima

    24.–26. syysk. 2024, Japani ⋅ ☀️ 29 °C

    Hiroshima ist eine moderne Stadt, kein Wunder, nachdem im August 1945 die Atombombe „Little Boy“ über Hiroshima abgeworfen wurde und fast 92% der Stadt zerstörte. Bis Ende 1945 starben rund 140.000 Menschen, weitere starben später an ihren Verbrennungen oder an den Folgen des schwarzen Regens und der Radioaktivität.

    Die ehemalige Halle für Ausstellungen und Förderung der Industrie steht heute als Friedensdenkmal für die zerstörerischste Kraft, die je von der Menschheit erschaffen wurde. Es symbolisiert ebenfalls die Hoffnung, dass es in Zukunft zu keinem weiteren solchen Ereignis kommen wird.

    Um das Friedensdenkmal ist der Friedenspark mit verschiedenen Wahrzeichen, wie z.B. Die Friedensflamme, das Kinder-Friedensmonument oder das Kenotaph (ein neues Wort, das ich gelernt habe. Es ist ein leeres Grabmal zur Erinnerung an einen Toten, der woanders begraben ist (Google Wörterbuch)).

    Das Friedensmuseum, mit den Geschichten der Opfer war sehr schwer. Ich hatte einen richtigen Kloß im Hals und habe auch irgendwann nicht weiterlesen können. Wie viele Familien auseinandergerissen wurden, die sich suchten, aber vor dem Tod nicht mehr fanden. Oder andere, die noch die letzten Stunden miterlebten, wo manchmal die Kinder zuerst starben, manchmal die Eltern. Väter, die ihre Kinder nie kennenlernten oder Angehörige, die nie gefunden wurden. Ich kriege immer noch ne Gänsehaut, wenn ich darüber nachdenke.

    Später wurde noch das Thema Atombombe gezeigt. Wie sie entstanden ist und wieso sich die USA dazu entschieden haben, sie einzusetzen.

    Der Hauptgrund war, dass sie nicht wollten, dass die Sowjetunion noch mächtiger wird. Die USA wollten nicht, dass die Sowjetunion Japan den Krieg erklärt und dadurch gestärkt rausgeht.

    Nachdem die Entscheidung getroffen war, die Atombomben einzusetzen, wurde nur noch nach den perfekten Orten gesucht, dabei wurden verschiedene Kriterien berücksichtigt, unter anderem das Gelände, um die Einschlagskraft zu maximieren.

    Hiroshima und Nagasaki waren die beiden Städte, die ausgewählt wurden.

    Durch die Zerstörung der Stadt, musste auch die Burg neu erbaut werden. Der Neubau orientiert sich allerdings eng an dem des Originals, das Ende des 16. Jahrhunderts erbaut wurde und damit älter als die Stadt selbst ist.

    Es stehen 3 Bäume innerhalb der Burgmauern, die die Bombardierung überstanden haben. Ich hab nur den Eukalyptus gesehen 😅🤷🏼‍♀️

    Man sieht immer wieder Schülergruppen, die einen Ausflug zu den wichtigsten Orten machen. Sei es Tempel, den Friedenspark oder andere geschichtliche Orte.

    Hab zum ersten Mal in einem Kapselhotel geschlafen, war ganz interessant, aber nicht so schlimm wie ich es mir vorgestellt habe 😂

    Abends ging es zu einem traditionellen Tanz. Dieser wird seit über 150 Jahre praktiziert. Die Band ist live daneben. Jeder Tanz hat eine andere Geschichte.

    Und zum Abschluss gab es noch ein Okonomiyaki, das typische Gericht aus Hiroshima: herzhafter Pfannkuchen, der mit Gemüse, Fleisch (oder in meinem Fall Meeresfrüchten, da sie nur Schwein hatten) und Nudeln gefüllt ist. Oben drauf ist dann noch ein Ei und Käse. War, um ehrlich zu sein, nicht ganz meins 😅
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  • Miyajima

    25. syyskuuta 2024, Japani ⋅ ☀️ 28 °C

    Ganz in der Nähe Hiroshimas liegt die Insel Miyajima mit ihrem Otorii-Tor im Wasser.

    Die Insel an sich galt einst als so heilig, dass sie vom Itsukushima Schrein abgegrenzt wurde, damit niemand den heiligen Boden verunreinigen konnte. Deshalb steht der Eingang des Schreins vor der Küste.

    Der Schrein selbst gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und wurde wahrscheinlich 593 erbaut und einer Gottheit gewidmet, die vor Meereskatastrophen und Krieg schützt.

    Hier gibt es Ebbe und Flut, daher steht der Schrein und das Otorii Tor teilweise auf dem Trockenen und zur anderen Zeiten schwimmen sie quasi im Meer (beim Video hatte ich irgendwann keine Lust mehr, man braucht ewig für super kurze Videos 😅)

    Auch hier stehen die Japaner ordentlich schlage, um ein Bild von den schönen Otorri Tor zu machen. Ich habe mich selbstverständlich auch brav angestellt 😎

    Während meines Aufenthalts im Schrein kam ein traditionell bekleidetes Brautpaar, das dort Fotos gemacht hat ☺️

    Es gibt einen Park und einen Berg, auf den man hoch wandern kann. Allerdings hat das zeittechnisch nicht mehr geklappt.

    Auf der Insel gibt es ebenfalls Sika Hirsche, die hier frei rumlaufen und auf der Suche nach was essbarem sind, auch in den Taschen der Touristen wird gesucht 😂

    Ich glaube so langsam reicht es mir auch an japanischen Tempeln 🙈

    Auf dem Rückweg wurde die Straßenbahn dann mit Schulkindern überflutet. 😂 die waren wirklich überall, wie ein Ameisenhaufen 🤣
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  • Fukuoka

    26.–28. syysk. 2024, Japani ⋅ ☀️ 32 °C

    Letzter Stopp in Japan, ich habe lange überlegt, ob ich noch nach Beppu fahren soll, um mir die 7 Hells of Beppu anzuschauen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich echt keine Lust dazu hatte 😂 Es wäre wieder teuer gewesen und ich habe von einigen Leute gehört, dass es nicht so toll ist. Daher geht es direkt nach Fukuoka und von hier nach Südkorea.

    Mein erster Gedanke war es mit der Fähre rüberzufahren. Besser für die Umwelt und so. Allerdings war ich da zu spontan und es gab keine vor dem 30.09., mein Hostel hatte aber nur ein Bett bis zum 28.09. und ich hatte kein Bock umzuziehen. Also hab ich kurzerhand ein Flug gebucht, der genauso viel gekostet hat, wie die Fähre.

    In Fukuoka hab ich zwei nette Mädels kennengelernt, eine aus Köln, die andere aus der Schweiz. So hatte ich auch dort einen sozialen Austausch 🥰

    Von der Stadt selbst kann ich nicht viel berichten, ich bin einmal raus, Postkarten wegbringen und ein bisschen rumlaufen. Ich fands ganz nett einfach im Hostel zu chillen und ein bisschen was auf dem iPad zu schauen. Ich hab gehört, dass es eine Katzeninsel gibt (mit sehr vielen Katzen 😜) und einen Tempel mit einer liegenden Buddhastatue, allerdings wird diese gerade restauriert, daher sieht man nur den Kopf.

    Allerdings hab ich bis Fukuoka gebraucht, bis ich gesehen habe, dass die im 7Eleven etc. kalten Tee und WARMEN Tee verkaufen 🤦🏼‍♀️😂 Der Warme ist über dem kalten. Keine Ahnung wie ich das so lange verpassen konnte. Und er ist tatsächlich auch fast heiß. Richtig geil.

    Und ich habe es geschafft, meinen Müll über 40 Minuten mit mir rumzuschleppen, weil es einfach keinen Mülleimer gab. 🫠

    Ich hab Ramen in einer Tomatensuppe probiert, nicht mein Ding.
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  • Fazit Japan

    28. syyskuuta 2024, Japani ⋅ ☁️ 28 °C

    Was für ein völlig anderes Land. Japan hat so vieles, wovon sich Deutschland was anschauen könnte, die geilsten Toiletten, überall und sauber, Züge die pünktlich sind, es ist super sauber, es gibt überall Automaten für Getränke, Eis und sogar Essen, das Essen habe ich tatsächlich leider nicht probiert. War immer satt, wenn ich sie gesehen habe. 😂 Aber das Essen in den Convenient Stores, die es an jeder Ecke gibt, ist gut. Davon habe ich mich sehr viel ernährt, als der Rest der Truppe wieder Richtung Deutschland ist 😝

    Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich sehr hohe Erwartungen an Japan hatte oder daran, dass ich davor in Lateinamerika war, aber mich hat Japan nicht so überzeugt 😅

    Ja, die Menschen sind unglaublich freundlich und respektvoll, aber gleichzeitig auch sehr distanziert. Man darf in der Öffentlichkeit im Laufen nicht essen, man darf in der Metro nicht zu laut sein und definitiv nicht telefonieren. Was wiederum cool war, weniger für die Raucher unserer Gruppe, man hat spezielle Raucherbereiche, nur dort darf man rauchen und die meisten Japan tun das, mit dem Gesicht zur Wand (was ich wieder für etwas übertrieben finde 🙈). In der Kultur geht es sehr darum, auf andere Rücksicht zu nehmen (guter Grundgedanke) in der Metro wird dann aber so getan, als ob man den älteren Mann nicht gesehen hätte und deswegen nicht aufgestanden sei. Jeder war sehr für sich. Wir hatten schon Schwierigkeiten mit einer Gruppe von 5 Leuten einen Tisch im Restaurant zu bekommen, die meisten essen alleine, höchstens mal zu zweit. So wurden wir häufiger mal an verschiedene Tische aufteilt.

    Man kommt auch mit den Locals nicht so leicht ins Gespräch, jemand der dort wohnt, hat mal gesagt, dass sie einen nicht ansprechen, da man nicht stören möchte. Gleichzeitig bleibt man aber für immer ein „Gast“, auch wenn man in eine Familie einheiratet oder jahrelang in Japan wohnt, das stelle ich mir nicht so schön vor 😅

    Ich bin sehr froh darüber, Japan mit Ela, Nils, Timo und Becca gesehen zu haben, ganz alleine stelle ich mir ganze etwas schwieriger vor. Ich habe zwar ab und an mal Leute kennengelernt, aber nicht so wie in Lateinamerika, wo man eigentlich nie alleine war.

    Japan war auch das erste Land, wo es gut gewesen wäre, vorher einige Sachen zu buchen. Darüber habe ich mir um ehrlich zu sein überhaupt keine Gedanken gemacht, da ich in Lateinamerika da nie Probleme mit hatte. Und wir waren nicht mal in der Hochsaison dort, ich kann mir vorstellen, dass es da wirklich schwierig wird.

    Landschaftlich ist Japan schön, kann aber meiner Meinung nach nicht mit Südamerika mithalten (außer vllt. in der Kirschblüten- oder Herbstzeit, das kann ich nicht beurteilen). Vielleicht lag es auch daran, dass ich schon so lange unterwegs war, aber mit der Zeit ist ein Wasserfall eben nur ein Wasserfall 😂 und nach dem x Tempel konnte und wollte ich auch keine Weiteren sehen, aber ich denke, dass ist mit allem so (nach Rom konnte ich auch keine Kirchen mehr sehen 🤣).

    Was Japan aber wirklich schafft ist Pünktlichkeit, nicht nur die Züge sind pünktlich, auch das Wetter ist zur angekündigten Zeit an Ort und Stelle 😂

    Und obwohl der Buddhismus und Shintoismus sehr naturverbunden ist, setzt sich Japan über das Walfang-Verbot hinweg und jagt die Tiere unter dem Deckmantel der Forschung sogar im Schutzgebiet Antarktis, auch kommerzielle Walfang ist erlaubt. 🥺 John (der Ami aus Himeji) hat erzählt, dass er auf einem Fischmarkt war und dort auch Delphine lagen.

    Alles in allem ist Japan schön und kulturell auch sehr interessant, aber es ist nicht sehr weit oben auf der Liste meiner Lieblingsländer und ich weiß auch nicht, ob ich nochmal hinfahren würde um ehrlich zu sein. Vielleicht mal zur Kirschblüte, wenn es sich ergibt.
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  • Seoul

    28. syysk.–4. lokak. 2024, Etelä-Korea ⋅ ☀️ 27 °C

    Ich mag Seoul! Es ist angenehm wuselig, Leute sind laut und essen im gehen 🤗😜

    Ein großer Vorteil wird das Hostel gewesen sein, es war so schön mit Leuten unterwegs zu sein, wir hatten eine tolle Gruppe. Die 6 Tage waren super schön und super anstrengend, ich habe definitiv nicht genug Schlaf bekommen 🐼 Wir haben Essen gehen mit Sightseeing und abends weggehen kombiniert. Man muss beachten, dass ich langsam in einem Alter bin, wo das nicht mehr ganz so leicht ist 😂

    Es gibt so viel zu sehen, es gibt so viele unterschiedliche Seiten, die Paläste des Königs, das Kriegsmuseum, Märkte, Baseball, Tempel, eine Drohnenshow und Natur (die habe ich ausgelassen, habe aber sehr schöne Bilder von John gesehen 😂). Apropos John, den Ami habe ich hier im Hostel wiedergetroffen.

    Während meines Aufenthalts gab es auch eine Militärparade. War anders als ich es mir vorgestellt habe, aber die Jungs waren total begeistert 😂 Die Soldaten fahren/laufen vorbei und winken den Leuten zu (außer die amerikanischen Soldaten, die waren sehr ernst und haben nur nach vorne geschaut).

    Das Kriegsmuseum war ganz cool, weil man nochmal mehr über den Bürgerkrieg (1950 -1953) zwischen Nord- und Südkorea gelernt hat (selbst Deutschland hat damals Hilfe geschickt, wenn auch nur ein paar und ausschließlich medizinisch). Man kann auch eine DMZ Tour machen, wo man an die Grenze fährt. Ganz lange konnte man auch die militärische Demarkationslinie in der Gemeinsamen Sicherheitszone besuchen, aber 2023 rannte ein amerikanischer Soldat über die Grenze, um nach Nordkorea zu fliehen. Gegen ihm lief ein Verfahren wegen Kinderpornographie und tätlichen Angriffs gegen einen Vorgesetzten. Die Nordkoreaner haben ihn nach einigen Monaten Haft wieder an Südkorea übergeben, wo er auch für einige Monate in Haft saß. Danach wurde er an die USA ausgeliefert und hat dort ein Verfahren gehabt, wurde aber freigelassen, da er schon in Korea im Gefängnis saß (war ja nur Kinderpornographie).

    Es ist interessant mit Südkoreanern über die Grenze zu sprechen. Viele haben Mitleid mit den Nordkoreanern, andere glauben, dass wenn Korea wieder vereint wird, sie sehr viel für die Eingliederung zahlen müssen. Es gibt also gespaltene Meinungen.

    Mein erstes Baseball-Spiel war der Hammer. Die Atmosphäre war so toll, da war niemand aggressiv, kein rumgepöbel oder ähnliches. Tatsächlich war das Spiel ausverkauft, aber wir hatten einen Chilenen mit dabei, der wusste wie das Spiel läuft 😂 Er hat uns jemanden gefunden, der uns ohne Ticket durch einen Seiteneingang eingeschleust hat 🤣 man muss nur die richtigen Leute kennen 😝

    In den folgenden Beiträgen werden sich immer mal wieder ein paar Essensvideos einschleichen, diese Limitierung auf 2 Videos ist ein bisschen nervig 😂😅
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  • Seoul - Party

    29. syyskuuta 2024, Etelä-Korea ⋅ ☀️ 28 °C

    Das erste Mal seit langem, dass ich wieder tanzen war. Das lag vor allem daran, dass das Hostel genau in der Partygegend lag und einfach toll war. Es gab nicht so viele Betten, wodurch weniger Leute da waren und der Host Jin hat alle vorgestellt. Es war also eher wie eine kleine internationale Familie. Die ganzen 6 Tage, die ich dort war, war ich meist erst gegen 6:00 oder 7:00 morgens im Bett, war aber schön wieder um 11:00 wach, um mit den anderen Mittagessen zu gehen, Frühstück wurde von allen ausgelassen 😂

    Was auch ganz groß ist, sind Photoboxen bzw. Photozellen. Die gibt es überall mit unterschiedlichsten Sonnenbrillen, Kopfbedeckungen und anderen Sachen. Geöffnet sind sie 24/7, wenn man nachts also wach wird und Lust auf ein Foto hat… 😂
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  • Seoul - Essen

    29. syyskuuta 2024, Etelä-Korea ⋅ ☀️ 28 °C

    Ich war sehr überrascht darüber, wie sehr ich koreanisches Essen mag. Es gibt sehr sehr viel Kimchi, immer und überall, und das Essen ist meistens leicht bis mittel scharf, aber lecker.

    Ich habe gleich am ersten Tag mit koreanischem BBQ angefangen und hatte das Glück, in einem Hostel einen amerikanischen Koreaner zu haben, der Ahnung hatte und uns zu den entsprechenden Läden gebracht hat 🥰

    Allerdings muss ich nicht alles nochmal essen, der sich noch windende Oktopus hat gereicht 😅
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  • Changdeokgung

    1. lokakuuta 2024, Etelä-Korea ⋅ ☀️ 20 °C

    Der Palast wurde im Jahre 1405 gebaut und hat als einziger Palast Koreas die architektonische Struktur aus der Joseon-Zeit bewahrt (sagt Google. Ich habe da keine großen Unterschiede gesehen 😅) Er war eine der Hauptresidenzen des Königs, gehört zu den fünf großen Palästen und soll einer der schönsten Seouls sein. Es gehört ein Garten zum Palast, den wir zeitlich leider nicht geschafft haben, da wir zur Militärparade mussten und man den Garten nur mit einer Tour betreten darf.

    Im Vergleich zu den Palästen Japans ist dieser schon sehr farbig gestaltet, überall ist es grün, rot und gelb. Gefällt mir persönlich besser als die sehr schlicht gehaltenen in Japan.

    Ich kann ehrlicherweise nicht allzu viel zu diesem Palast sagen, wir sind eher durchgeschlendert und haben uns nicht allzu viel durchgelesen. Wir waren alle noch etwas müde und haben und lediglich an der Schönheit der Gebäude erfreut 🥰

    Was jedoch sehr in Mode ist, sind die alten Gewänder. Natürlich in neu, man kann sich die Haare machen und schminken lassen, bekommt ein Kleid/Herrengewand zur Verfügung und kann damit durch die Paläste wandern und Fotos machen. Sehr viele Fotos. War schon ganz hübsch anzusehen, bis auf die Touristen, die dann als weiße Personen in den koranischen Kostümen unterwegs waren, hat irgendwie nicht so richtig gepasst 😅
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  • Jogyesa Tempel

    1. lokakuuta 2024, Etelä-Korea ⋅ ☀️ 20 °C

    Auf dem Weg ins Bukchon Hanok Village (wir haben es nicht geschafft im hellen hinzukommen, wir haben uns immer wieder von Dingen ablenken lassen) sind wir zufällig an dem Jogyesa Tempel vorbeigekommen. Dieser war geschmückt mit Blumen und Laternen. Eine Dame sagte uns, dass die Mönche um 18:00 die Trommel schlagen, also haben wir gewartet.

    Was es mich mehr angetan hat, war der Gesang eines anderen Mönches. Er hat vor dem Altar gebetet und es hat sich einfach so schön angehört, hab richtig Gänsehaut bekommen. Ich hätte das so gerne aufgenommen, wollte aber aus Respekt mein Handy nicht rausholen.

    Ich liebe es über Dinge zu stolpern während man auf dem Weg zu einer Attraktion ist. Das macht am meisten Spaß. Da läuft man eine Hauptstraße entlang und auf einmal tut sich auf der rechten Seite was auf. Fantastisch 🥰
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  • Gyeongbokgung Palast

    2. lokakuuta 2024, Etelä-Korea ⋅ ☀️ 19 °C

    Dieser Palast ist der erste und größte, der während der Joseon Dynastie gebaut wurde. Wie bei fast allen Holzgebäuden wurden auch diese mehrmals durch unterschiedliche Sachen (Krieg, Feuer etc.) zerstört und wieder aufgebaut. Der Gyeongbokgung Palast liegt gleich neben dem Changdeokgung Palast.

    Wir haben uns etwas beeilt, weil wir den Wachenwechsel sehen wollten. Jemand hatte den empfohlen, hat sich herausgestellt, dass die sich Kostüme von damals anziehen und das nur nachstellen. Das war dann doch nicht so interessant 😅🙈

    Die Anlage ist relativ weitläufig und man kann hier schon bisschen Zeit verbringen. Mit all den Touristen, die sich in die traditionellen Kleidung geschmissen haben. Sorry, finde das irgendwie immer noch seltsam. Vor allem wenn es ältere Menschen sind. 🙈 aber solange die ihren Spaß haben, wollen wir nichts dagegen sagen ☺️
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  • Jeonju

    4.–7. lokak. 2024, Etelä-Korea ⋅ ☁️ 23 °C

    Hier soll das Original Bibimbap herkommen. Ich hab auf dem Weg nach unten hier Stopp gemacht. Eigentlich wäre ich gerne noch länger in Seoul geblieben, aber es gab kein Bett mehr bei Jin und alles andere war super teuer. Außerdem war es wohl besser für meinen Körper mal wegzukommen von der ganzen Feierei 😂

    Ich hab leider überlesen, dass Check in bis 22:00 ist, ich war kurz danach da und konnte niemanden mehr erreichen, also hab ich mir ein Zimmer in der Nähe gesucht. Das war definitiv ein Love Hotel 😂 ich weiß auch nicht, wie ich das immer wieder schaffe. Hab schon in Seoul eine Nacht im Love Hotel verbracht. Auch hier unwissentlich, wenn man es bucht wird einem das nicht angezeigt. Und auf einmal hat man diese ganzen Dinge zur Verfügung 🙈😂

    Hier gibt es das süße Hanok Dorf, das mit 800 erhaltenen traditionellen koreanischen Häusern das größte zusammenhängende Wohngebiet Koreas ist. Allerdings hat sich das ganze ein wenig wie ein Erlebnispark angefühlt, in den Häusern waren Restaurants, Süßigkeitenläden, Souveniergeschäfte, Spielebuden etc. In dem Dorf gibt es auch den Gyeonggi-jeon Schrein, der ein Portrait des Gründers der Joseon-Zeit, König Taejo enthält. Das Gemälde nur vor einiger Zeit neu gemalt, das andere wurde vergraben (fragt mich jetzt nicht wieso).

    Wenn man das Dorf verlässt und ein paar Minuten läuft kommt man in das Jaman Mural Village. Hier sind die Wände bunt bemalt mit allerlei Buch-, Serien- und Filmcharakteren, Blumen und anderen Kunstwerken. Man braucht nicht besonders lange, um durch die Straßen zu laufen.

    Am zweiten Tag hat es leider leider geregnet und ich konnte mir nichts anschauen 😂 Stattdessen musste ich im Bett bleiben und ein bisschen Mittagschlaf machen.

    Der Hostelbesitzer hat sich Abends zu einer Schweizerin und mir gesetzt und ein bisschen über Korea erzählt. Vor allem über die Arbeitswelt. Hier möchte man wirklich nicht arbeiten 🙈 Selbst wenn man alle seine Aufgaben erledigt hat, geht man nicht nach Hause, da man sonst als nicht teamfähig angesehen wird. Man bleibt, bis auch der letzte fertig ist. Das kann bis 22:00 gehen. Nur wenn man so seinen Einsatz zeigt, kann man befördert werden (obwohl es wohl eine x-jährliche Beförderung gibt, auch für völlige Idioten), was wiederum für Frauen schwierig ist, da diese häufig früher nach Hause geschickt werden, um sich um Kinder und Abendessen zu kümmern. Alles völlig absurd.
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  • Jeju Island

    7.–11. lokak. 2024, Etelä-Korea ⋅ ☁️ 19 °C

    John und ich haben festgestellt, dass wir beide am gleichen Tag nach Jeju fliegen. Jeju ist eine Insel an der Südspitze Südkoreas, auch bekannt als Flitterwocheninsel, da sie von vielen Südkoreanern dafür genutzt wird. Sie entstand durch einen Vulkanausbruch unter Wasser.

    Die Insel hat jedoch eine dunkle Vergangenheit, zwischen 1948 und 1954 verlor die Insel 10% ihrer Bevölkerung, der Großteil der rund 30.000 Opfern waren Männer. Nach Ende der japanischen Besetzung (1945) strebten die Koreaner nach einem vereinten und selbstbestimmten Land. Stattdessen wurde sie unter den Großmächten USA und Russland aufgeteilt. Auf Jeju gab es, anders als auf dem Festland, nur eine einzige Partei, die kommunistisch war, sie stand jedoch nicht unter sowjetischem Einfluss. Als für 1948 Wahlen angekündigt wurden, veranstaltete die Partei 1947 eine pro-kommunistische Kundgebung, zu der ca. 30.000 Aktivisten kamen. Die Polizei rücke mit einem Großaufgebot aus, bei der Konfrontation kamen 6 Menschen ums Leben, danach schaukelte sich die ganze Sache hoch. Der Konflikt eskalierte in 1948, als 350 Aktivisten Polizeiposten angriffen und 14 Menschen starben, daraufhin begann die Verfolgung der Kommunisten und deren Sympathisanten und Angehörigen und mit deren Ermordung. Die Verfolgung endete 1954, als die Sicherheitskräfte bestätigten, dass es nur noch 5 lebende und bewaffnete Aktivisten in den Bergen gäbe.

    Jedoch wurde es allen verboten, über das Geschehene zu sprechen. Journalisten und Filmemacher, die die Zeit recherchierten, wurden, trotz der Demokratisierung 1978, verhaftet. Erst 2000 wurde ein Gesetz verabschiedet, dass Untersuchungen zu den Vorfällen erlaubte. Die Regierung spricht von Vorfällen, alle Nichtregierungsorganisationen reden von einem Massaker. Selbst heute wissen noch nicht alle Südkorea von den Vorfällen, obwohl es mittlerweile in der Schule gelehrt wird.

    Die Regierung hat sich bei den betroffenen Familien entschuldigt, alle haben einen Anspruch auf Genugtuungszahlungen, allerdings muss dieser eingeklagt werden und die meisten haben kein Geld für einen Anwalt. Viele haben wohl auch das Bedürfnis, eine Entschuldigung der USA zu bekommen (ich weiß nicht, ob sich die USA jemals für etwas entschuldigt hat 🤔), da sie das Gefühl haben, ohne den Segen der USA hätten die südkoreanische Regierung und Sicherheitskräfte die Proteste niemals so niedergeschlagen. Inwiefern die Menschen so wirklich denken kann ich nicht sagen 🤷🏼‍♀️

    Hier ist auch der höchste Berg Südkoreas, Vulkan Hallasan mit 1947 (manche sagen 1950) Metern. Nordkorea hat höhere Berge, aber die werden hier nicht gezählt 😋 Auf Jeju ist eine der längsten unterirdischen Lavaröhren der Welt, leider konnten wir diese nicht besichtigen, da dort zur Zeit Bauarbeiten stattfinden. Sie soll im August 2025 wieder eröffnet werden.

    Da es zwar Öffis gibt, diese aber sehr unregelmäßig fahren und sehr lange brauchen, hat John ein Auto gemietet und da ich nur eine Stunde nach ihm gelandet bin, hat er netterweise auf mich gewartet. Das Auto war wirklich die beste Entscheidung, wir konnten so gut durch die Gegend fahren, anstatt ewig auf Busse etc zu warten.

    Im Hostel haben wir Fred wiedergetroffen. Mit ihm waren wir im Hostel in Seoul. Dazu kamen im Laufe der Zeit noch Julian aus Krefeld, Adem, halb Schotte, halb Türke und Nate aus England. Zusammen waren wir eine sehr coole Truppe.

    Adem kam auch nur dazu, weil May, eine Israelin, die wir ebenfalls in Seoul kennengelernt haben, ihre Reservierung für Mount Hallersan für den Tag abgesagt hat, weil es regnen sollte (was es auch getan hat, aber nicht soo viel). In Nachhinein bin ich darüber sehr glücklich 😂☺️

    Das Hostel war auch sehr chillig, die erste Nacht war ich alleine, das war fantastisch 🤩
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  • Jeju Island - Ostküste

    8. lokakuuta 2024, Etelä-Korea ⋅ 🌬 23 °C

    Am ersten Tag auf Jeju sind wir zur Westküste gefahren. Dort liegt die Insel Udo, die man mit der Fähre innerhalb von 15-20 Minuten erreicht. Die Insel kann man sehr gemütlich mit dem Fahrrad umrunden (wir haben E-Bikes ausgeliehen, die Jungs hatten anscheinend keine Lust zu strampeln). Nur die Bremsen der Fahrräder waren echt nicht geil, gerade wenn ein Auto vor einem abrupt anhält, muss man wirklich schauen, wie man ausweichen kann, bremsen hilft in den meisten Fällen nicht (sie waren echt richtig schlecht). Es gibt einige Leuchttürme, Strände und ein paar Figuren zu besichtigen, eine Höhle die wir erkunden wollten, hatte leider ganz viel Müll rumschwimmen). Die Insel ist sehr klein, sie hat einen Umfang von 17km und ca 1800 Einwohner, die vor allem von der Landwirtschaft und dem Fischfang leben. Nachdem wir einmal rumgeradelt sind, sind wir weiter zum Seongsan Ilchulbong. Hier gibts Stufen, die zum Krater führen. Ist ne ganz hübsche Aussicht gewesen.

    Auf dem Rückweg wollte John noch unbedingt ein „Familienbild“ mit uns machen. Anscheinend hat man damals die Familienmitglieder aufgereiht und jeder hat seinen Arm auf die Hüfte des vorderen gelegt 😂
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  • Vulkan Hallasan

    9. lokakuuta 2024, Etelä-Korea ⋅ ☁️ 17 °C

    Um den ruhenden Vulkan Hallasan besteigen zu können, muss man sich vorher registrieren, es gibt ein paar hundert Plätze. Wir haben uns natürlich für den schwierigeren Weg entschieden, man muss auch ein bisschen leiden.

    Wir sind trotz Regenvorhersage losgefahren. Früh genug, da man spätestens um 11:30 an einem bestimmten Shelter angekommen sein muss, um es noch bis zur Spitze zu schaffen. Man muss ebenfalls die Spitze spätestens um 13:30 verlassen, um es noch nach unten zu schaffen.

    Der Anfang ist relativ entspannt, es geht die meiste Zeit leicht noch oben, aber nichts dolles und es gibt auch flache Abschnitte. Dann fängt der gelbe Bereich an, hier gibt es ein paar mehr Stufen und alles wird etwas steiler, die Bäume halten den leichten Nieselregen gut ab und man muss nur etwas aufpassen, dass man auf den Steinen nicht wegrutscht, aber nichts dramatisches.

    Nach gut 1,5 Stunden haben wir den Shelter erreicht, ging doch etwas schneller als gedacht und nur der letzte Kilometer war echt anstrengend. Alles nicht so schlimm wie angenommen habe ich mir gedacht, hätte ich das mal gelassen 😅

    Danach fing der ganze Scheiß an. Treppen, gaaaaaanz viele Treppen. Es gab die meiste Zeit ausschließlich Treppen. Die habe ich mich dann 2 Stunden lang hochgequält. Und es war eine Qual, irgendwann konnte ich meine Beine nicht mehr spüren und dann fing es oben auch mehr an zu regnen und es wurde windiger, da die Bäumen keinen Schutz mehr gegeben haben.

    Ich habe gelernt, dass es 4 Arten von Spaß gibt, Spaß Nr. 1 macht während man es macht und hinterher Spaß, Spaß Nr. 2 macht während man es macht keinen Spaß, aber wenn man hinterher dran zurückdenkt oder davon erzählt war es cool, Spaß Nr. 3 macht Spaß während man es macht, allerdings hat man hinterher keinen Spaß mehr daran und zum Schluss Spaß Nr. 4, wie ihr es auch bestimmt bereits gedacht habt, macht hier gar nichts Spaß, weder währenddessen noch danach. Und ich muss zugeben, dass wir uns einstimmig für Spaß Nr. 1 entschieden haben, einfach, weil die Truppe so toll war.

    Nach 3,5 langen Stunden haben wir es endlich zur Fast-Spitze geschafft. Der richtige Summit wurde uns woanders angezeigt, aber es gab keine Möglichkeit dorthin zu kommen. Hier oben gab es einen Stein, für den die Leute Schlange standen, im Regen. Wir haben ein schnelles Foto gemacht und sind sofort wieder aufgebrochen. Es war einfach zu unangenehm da oben. Eigentlich hatten wir uns vorher überlegt, den schweren Weg hochzugehen und den leichteren dann runter. Wir haben und dann aber dagegen entschieden, da das Auto woanders stand und wir nicht wussten, wie lange wir auf den Bus waren müssen. Mit dem Auto hat es schon 20 Minuten gedauert, um vom einen Parkplatz zum anderen zu kommen.

    War wahrscheinlich ne gute Idee, wir haben später jemanden getroffen, der meinte, dass der leichte Weg ätzend war, weil da so viel lockeres Gestein war, das wäre in dem Regen bestimmt richtig scheiße geworden.

    Wir haben ca. 3 Stunden runter gebraucht, waren also insgesamt rund 6,5 Stunden unterwegs. Gelesen habe ich, dass man 8-10 Stunden einplanen soll, das hat mich schon ein bisschen eingeschüchtert 🙈 Also entweder waren alle anderen unglaublich langsam oder wir waren einfach fantastisch schnell.

    Nach der Wanderung hatte ich ganz schön mit meinen Beinen zu kämpfen.. und natürlich kamen danach überall Treppen, um ein bisschen mehr Salz in die Wunde zu streuen 😂
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  • Jeju - Westküste und Wasserfälle

    10. lokakuuta 2024, Etelä-Korea ⋅ ☁️ 22 °C

    Mit der Ostküste und Hallasan erledigt, bleibt noch die Westküste. Auf dem Weg zum wunderschönen Strand, gibt es ein paar Wasserfälle, insgesamt 5 oder 6 glaube ich. Es sind wieder Adem, Julian, Jon, Fred und ich, auch hier gab es wieder schöne Familienfotos 😂

    Der eine Wasserfall war leider trocken, hier fließt nur nach starken Regenfällen Wasser, dafür war aber der See darunter wunderschön.

    Weil es so heiß war und wir alle verschwitzt waren, sind wir zum Strand gefahren, um ein bisschen zu schwimmen, sagen wir mal so, ich bin nicht reingegangen 😂 Es war auf einmal super windig, die Sonne ist hinter den Wolken verschwunden und es war außer Fred, Jon und Julian auch sonst keiner im Wasser. Was aber auch daran liegen kann, dass die Koreaner wie die Japaner nicht gerne schwimmen/sich nicht gerne leicht bekleidet zeigen/nicht in die Sonne wollen.

    Adem ist auf der Fahrt mal wieder eingeschlafen 🤣

    Abends hat sich unsere Gruppe dann aufgeteilt, Fred ist mit Jon und mir im Hostel geblieben, während Adem und Julian zurück nach Jeju City gefahren sind, da sie am nächstem Morgen einen frühen Flug hatten. Ist aber nicht allzu schlimm gewesen, da wir uns in Busan alle wiedergesehen haben.
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  • Jeju City

    11. lokakuuta 2024, Etelä-Korea ⋅ ☀️ 22 °C

    Unser Flug war erst am Nachmittag, weil wir dachten, dass man sich bestimmt noch was in Jeju City anschauen kann. Pustekuchen, außer den beiden wunderschönen Leuchttürmen, ganz viele chinesische Touristen und ein McDonald’s mit einer wunderbaren Aussicht, gab es hier gar nichts 🙈

    Und dabei waren wir auch noch relativ früh da, weil wir Fred und Nate am Flughafen abgesetzt haben. Am Ende sind wir dann auch einfach zum Flughafen gefahren und waren über 4 Stunden zu früh da. Nicht mal die Sicherheitskontrolle oder Gepäckabgabe hat lange dauert, alles ging viel schneller als gedacht. Was auch sonst. 😂
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