• Björn Maurer
  • Björn Maurer

Mit Velocamper nach Rumänien

Die letzten Vorbereitungen laufen. Ich habe beschlossen, mir einen Fahrradwohnwagen zu bauen. Damit geht es nun nach Rumänien. Mal schauen, ob das funktioniert… Baca lagi
  • Neue Challenge: Solar defekt

    21 Julai 2025, Hungary ⋅ ☀️ 27 °C

    Nach ca. 15km Schotterpiste hat sich der Solarregler verabschiedet. Erst wurde das Kabel sehr heiß und dann ging nix mehr. Jetzt sitze ich 20km vom nächsten Dorf entfernt in der Pampa und werde mal die Ecoflow zerlegen und schauen, ob da noch was zu machen ist…Baca lagi

  • Nächste Stadt erreicht - erstmal Eiskaff

    21 Julai 2025, Hungary ⋅ ☀️ 33 °C

    Mit Ach und Krach bis in die nächste Stadt gekommen. Jetzt erstmal chillen und genießen.

  • Tag 12: Nirgendwo nach Erd

    21 Julai 2025, Hungary ⋅ ☀️ 33 °C

    Bisher definitiv der anstrengendste Tag der Reise. Morgens bei Sonne früh aufgewacht, da ich leere Akkus hatte, gleich mal versucht, Solarpower einzusammeln. Leider vergeblich, der Anschluss am EcoFlow für die Solarladung
    ist defekt; es geht nur, wenn man es richtig fest von Hand reindrückt. Nach einer halben Stunde losgefahren, meine App hat mich auf eine üble Schotterpiste geschickt; dort dann gestrandet ohne Energie. Wieder mühsam aufladen ins nächste Dorf; kurz in der Kneipe aufgeladen, dann weiter. Eine Bremse musste ich unterdessen stilllegen, weil sie ständig gebremst hat; das frass zusätzliche Energie, dann habe ich beschlossen, einen Camping Platz in der Nähe aufzusuchen, aber auf dem Weg dahin ging mir ständig der Strom aus, also wieder von Hand laden, dann den Akku laden… ein Geduldspiel. Kurz vor dem Camping musste ich die Bremse wieder montieren, weil ich sonst einen steilen Berg nicht heil runtergekommen wäre. Dabei ist mir die Deichsel durchs Schienbein gefräst und hat dort Spuren hinterlassen. Aber jetzt bin ich am Camping angekommen. Es gibt sogar einen Pool!
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  • Tag 13: Erd - Solt

    22 Julai 2025, Hungary ⋅ ☀️ 28 °C

    Mit vollen Akkus ging es gut los, es war heiß und ich bin immer mal wieder in die Donau gehüpft. Nachdem ich mal wieder 10 km Umweg gefahren bin, weil die App mich wo hingleitet hat, wo ich mit meinem Gespann nicht durchkomme, habe ich umgestellt auf das Profil Rennrad. Das hieß dann: keine Fahrradwege oder Feldwege mehr, sondern richtig Landstrasse mit Regem Verkehr. Eine gute Übung für Rumänien, wo es ja keine Radwege gibt. Leider waren aber auch die Straßen reichlich mit Schlaglöchern bestückt, ich konnte immer aussuchen, ob ich mit dem Fahrrad durchfahre oder mit einem der Hängerräder. Ich hab meistens abgewechselt. Dumm war dann, dass ich mir einen Platten eingefangen habe. Leider habe ich mein Flickzeug zuhause vergessen und in der Pusta - das heißt Nix - gab es eben auch nix. Kein Dorf, kein Laden, keine Menschen. Also habe ich versucht das Loch provisorisch mit Panzertape zu flicken. Das hat dann immer zwei Kilometer gehalten und dann musste ich wieder pumpen. So habe ich mich vorangearbeitet, bis ich in einem unkonzentrierten Moment in ein großes Schlagloch fuhr und hingefallen bin. Ich selbst bin mit ein paar Kratzern aus der Nummer herausgekommen aber das Gespann war etwas unschön verkeilt. Nach einer Weile habe ich es flott gekriegt. Dann das nächste Dorf erreicht und so ziemlich jeden, den ich traf, mein Problem geschildert. Alle haben mich auf andere verwiesen. In einem Kiosk war die Dame so nett und hat mir erklärt, dass es ein Fahrradgeschäft im Ort gibt, das erst Morgen aufmacht, nach ihrer mit Händen und Füßen Beschreibung habe ich das Geschäft auch schnell entdeckt. Im Laden habe ich dann noch meinen Schlüssel verloren. Und wieder hat ein nettes älteres Pärchen mit dem Auto mich gesucht und beim Fahrradladen erwischt; so langsam ist es mir Echt peinlich dass die Leute mir alles hinterhertragen müssen; aber schön, dass sie es so verantwortungsvoll machen. Für Morgen habe ich jetzt keine Energie für Akkus, mal sehen, wie ich weiterkomme,
    sobald ich den Schlauch geflickt habe. Leider wird es jetzt zunehmend unrealistischer, dass ich das Sommercamp rechtzeitig erreiche.
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  • Mal out of the Box denken

    23 Julai 2025, Hungary ⋅ ☀️ 21 °C

    Josef der Fahrradmechaniker hatte eine anpackende, rustikale Art, an die Sache heranzugehen. Als sich das Rad nach Schlauch und Mantelwechsel nicht mehr einlegen ließ, feilte er einfach ein Stück vom Rahmen weg. Das finde ich gut, sich nicht einfach mit den Gegebenheiten abgeben, sondern die Dinge gestalten. Jetzt ist alles parat für die Weiterfahrt, ich muss nur noch etwas Akkus laden.Baca lagi

  • Tag 14: Solt - Bordany

    23 Julai 2025, Hungary ⋅ ☀️ 31 °C

    Ich habe vor dem Supermarkt an einer ziemlich stark befahrenen Straße übernachtet; ich würde sogar sagen, es handelte sich um eine LKW-Rennstrecke. Am Morgen sind dann einige Supermarktbedienstete - von mir als Frauen gelesen - etwas aus dem Häuschen gewesen, ob meines mobilen Häuschens; das war allerdings schon um 5:30 Uhr, weil der Laden tatsächlich schon um. 6:00 öffnete; naja anderswo schon deutlich besser geschlafen; im Supermarkt wurde ich dann gleich begrüßt; die Wasserflaschsn, die ich aus dem Regal nahm, wurden an der Kasse gleich resolut gegen gekühlte Exemplare ausgetauscht; kurzes Frühstück am Supermarkt; dann zum Fahrradmechaniker; der wirkte etwas gestresst, weil die Verständigung nicht so einfach war; dann los, ohne Energie, 20km gekommen, dann Solarpower eingesammelt und warten müssen. Habe mich dann ca 60 km mit Eigenstrom durchgeschlagen und dann kam eine Tankstelle mitten in der Pusta. Dort dann gefragt, ob ich aufladen darf; durfte ich, habe beim Warten etwas mit den drei kleinen Kindern der Tankstellenbeschäftigten gespielt und ihnen Kekse angeboten; zwischendurch immer wieder Leute gekommen und interessiert geschaut und gefragt, eine Stunde später dann mit vollen Tanks los. Ich wollte unbedingt noch bis Szeged kommen, daraus wurde aber nichts, weil dann die bisher größte Panne der Reise kam; ich bin auf den Wurzeldurchdrungenen Radwegen etwas unsanft über eine hochgebogene Asphaltkante geschanzt; dabei ist eine Speiche gebrochen und die hat sich dann auch noch um die Steckachse gewickelt; habe dann eine aufwendige Notreparatur gemacht, die Speiche entfernt und die Steckachse ausgetauscht; jetzt bin ich gespannt, ob ich überhaupt weiterfahren kann, wenn eine Speiche fehlt. Bin anschließend auf jeden Fall materialschonender gefahren. Jetzt die Nacht einbringen vorm nächsten Supermarkt; auf dem Land ist es keine Chance, überall Bauernhäuser mit super aggressiven Hunden; da trau ich mich nicht hin zum Fragen, ob ich da übernachten kann…Baca lagi

  • 15. Tag: Bordany - Peregu Mare

    24 Julai 2025, Romania ⋅ ☀️ 31 °C

    Heute Morgen entdeckt, dass direkt bei meinem Übernachtungsplatz eine Waschmöglichkeit ist, davon Gebrauch gemacht und ohne Frühstück weiter; man will ja auch irgendwann ankommen, 20km weiter Frühstück nachgeholt; dazu reichlich Wasser im Supermarkt gekauft, ich brauch pro Tag 5 1,5l Flaschen im Schnitt. Mit eigener Solarpower in die Nähe der serbischen Grenze gefahren und kurz rüber geschaut, dann einen See entdeckt, wo mir egal war, dass man nicht baden darf, ich war trotzdem drinnen, mal den Schmutzfilm abwaschen. Kurz vor der rumänischen Grenze bei Nadlac ist mir dann die Deichsel gebrochen, der Wagen ist einfach nach hinten gekippt und hat geschleift, ich habe über die Grenze geschoben und dann auf dem Parkplatz eine abenteuerliche Notreparatur durchgeführt; die Befestigung aus Flachstahl ist gebrochen; die habe ich dann mit Schraubenschlüsseln in passender Länge ersetzt. Die ließen sich super verschrauben durch das Ring und das Gabelelement; damit es hält habe ich oben jeweils die zwei geborstenen Flachstahlteile verschraubt. Bei der Reparatur waren ständig nervige Leute um mich herum, die Geld wollten und es besser wussten, das fand ich recht anstrengend und war froh, dass ich nach der Reparatur schnell weiter konnte, was nicht so cool war: ich wurde mehrmals mit meinem Anliegen, die Akkus zu laden, abgewiesen. Das heißt, ich stehe nun wieder im Niemandsland in einem Sonnenblumenfeld und habe Morgen Null Energie. Zum Hotel habe ich es nicht mehr geschafft energietechnisch. Kurz vorm abstellen ist mir dann noch der Fahrradständer abgebrochen, was die weitere Fahrt sehr anstrengend machen wird, weil ich ständig das Rad hinlegen muss…Baca lagi

  • Strom aus dem Bike Club

    25 Julai 2025, Romania ⋅ ☀️ 33 °C

    Nach langer Fahrt ohne Unterstützung habe ich in der nächsten Stadt durch Zufall Eduard und seinen Bike Club kennengelernt. Er hat mich gleich eingeladen auf Cola und Schnapps. Und mir Songs von seiner Band Terra Infernal vorgespielt. https://m.youtube.com/watch?v=0dhVt5JENoU&t…; ziemlich cool und vor allem: Ich kann wieder den zentralen Akku aufladen. Damit komme ich dann nach Arad und kann mal eine Nacht im Hotel entspannen.Baca lagi

  • Tag 16: Arad

    25 Julai 2025, Romania ⋅ ☀️ 34 °C

    Gestern bin ich mit leeren Akkus zum Stehen gekommen; die Nacht im Sonnenblumenfeld war eigentlich ganz friedlich. Mir sind fliegende Insekten aufgefallen, die anscheinend eine Mischung aus Stubenfliege und Bremse sind. Sie sehen harmlos aus wie Stubenfliegen, setzen sich auf dich und beißen dann aber ganz übel. Ich bin richtig zerbissen von den Teilen. Überall juckt es. Nicht so geheuer war mir, als in der Dämmerung noch ein VW Bus den Feldweg an mir vorbei gefahren ist. Naja, ich war also entdeckt. Der wollte aber Nix weiter von mir, so dass ich ziemlich erschöpft schlafen gegangen bin. Am nächsten Morgen fiel mir auf, dass etwas fehlt. Es war aber Nix Materielles, sondern die Sonne schien nicht. Ungünstig, wenn man auf Energie angewiesen ist. Ich habe dann etwa 30 Watt durch die Wollkendecke generiert und laaange gewartet. In der Zwischenzeit habe ich am Kreativitätstext weitergearbeitet den ich mit Evelyne zusammen schreibe. Nach 3 Stunden hatte ich dann etwa 4% auf der Ecoflow; die dann schnell in den Veloakku verlagert. Es hielt 5km, dann war fertig. Ich ohne Unterstützung etwa 20 km gefahren in die nächste Stadt, dort wie gesagt bei Eduard Schnapps und Energie bekommen. So ging es weiter auf Landstraßen ohne Fahrradwege. Viele LKWs aber gute Strassen. Die Deichselkonstruktion mit dem Gabelschlüssel hat gehalten; ich habe auch auf der Gegenseite noch einen Gabelschlüssel verschraubt - zur Sicherheit. Im rumänischen Berufsverkehr soll sich das Teil ja nicht unbedingt lösen. In Arad dann die Eingebung, mit ein Hotel zu gönnen. Ich bin zuerst mit Klamotten unter die Dusche. Die abwassereintrübung war erstaunlich. Ich habe lange an den Füßen herumgeschruppt, um festzustellen, dass es kein Dreck, sondern Sonnenbräune durch die nichtbedeckten Stellen der Sandalen war… jetzt lade ich alle Akkus auf und gehe richtig was essen. In den letzten beiden Tagen gab es nur Gebäckteilchen…Baca lagi

  • Auf ins Ungewisse

    26 Julai 2025, Romania ⋅ ☀️ 28 °C

    Die nächste 2Tages Etappe nach Deva wird sicher abenteuerlich. Auf den 170km gibt es kaum Infrastruktur, keine Campingplätze, keine Hotels, kaum Tankstellen und Restaurants. Zudem kommt laut App kurz vor Deva eine lange Steigung, insgesamt 1600 Höhenmeter. Bin sehr gespannt, wie ich da durchkomme und ob ich schon Bären begegnen werde…Baca lagi

  • Wieder Reifenpanne bei 40 Grad

    26 Julai 2025, Romania ⋅ ☀️ 36 °C

    Den nächsten Prototypen baue ich so, dass man die Reifen auch wechseln kann. Ich war einfach zu optimistisch das kostet mich jetzt fast eine ganze Stunde.

  • Tag 17: Arad - Birchis

    26 Julai 2025, Romania ⋅ ☁️ 30 °C

    Bisher war die Strecke gar nicht so bergig. Es ging lange an einem Fluss entlang, sehr liebliche hügelige Landschaften. Richtig malerisch mit Burgen auf den Anhöhen. So waren die knapp 100 km bis Birchis gut machbar. Dann aber in einem Dorf bei Knüppelhitze ist mir ein Schlauch am Anhänger geplatzt, dann war die beschriebene Reparatur fällig. Bemerkenswert war, dass mich sicher sechs unterschiedliche Leute gefragt haben was los ist und ob sie helfen können. Ich hatte schon fast ein schlechtes Gewissen, dass ich es selbst konnte, weil sie wirklich gerne geholfen hätten. Auf halber Strecke nach Deva habe ich eine hübsche Pension gefunden. Nach einer Begegnung mit einem wilden Hunderudel, das mich plötzlich von der Seite angefallen und bestimmt 500m verfolgt hat, dachte ich Weichei, Ich gehe besser mal wo übernachten, wo es sicher ist. Leider hatten die ihren Betrieb gar nicht mehr, so dass es mit übernachten Nix wurde. Dafür aber wurde ich lecker zum Essen eingeladen und konnte meine Akkus aufladen. Bin dann noch ca 20 km weitergefahren und habe einen Unterstellplatz gefunden für das Gewitter, da bin ich vor dem Gröbsten geschützt.Baca lagi

  • Horrornacht mit Polizei

    27 Julai 2025, Romania ⋅ ☁️ 23 °C

    Die Nacht war wenig angenehm. Es ging damit los, dass zwei Suffköpfe nach Kneipenschluss sich direkt neben den Camper gesetzt und weitergesoffen haben. Dabei haben sie sich so laut unterhalten, um nicht zu sagen angebrüllt, dass an Schlaf nicht zu denken war. Ich hatte davor schon geschlafen und bin wach geworden. Dachte irgendwann, ich packe meinen Kram und fahre einfach weiter. Dann aber hat sich der eine völlig abgeschossen und lag schlafend auf dem Asphalt, der andere hat noch eine gefühlte Ewigkeit mit sich selbst gesprochen und ist dann auf sein Velo gestiegen und wegge torkelt ist der falsche Begriff… wie auch immer. Hab ne Weile zum Einschlafen gebraucht, bis mir ein gefühltes Stadionflutlicht in die Augen blendende und gegen die Hütte gebollert wurde. Die Polizei. Diesmal Ohne Brot, die wollten aber unbedingt meinen Ausweis sehen. Und den finden im Halbschlaf ist ne Challenge. Musste also erst die Bude auf den Kopf stellen bis ich ihn gefunden hatte. Danach war ok, aber schlafen konnte ich nicht mehr.Baca lagi

  • Tag 18: Deva

    27 Julai 2025, Romania ⋅ 🌧 19 °C

    Mit der Polizei ging es ja schon suboptimal los, das Ganze steigerte sich dann aber noch. Zuerst einmal bin ich auf einer Schotterpiste steckengeblieben und musste umdrehen; dadurch viel Zeit und Energie eingebüßt. Dann stattdessen Nationalstraße, wird zwar davon abgeraten aber über Schlagloch Schotterpisten fahren und meinen Deichselhack zerstören: nein. Dann ging der Regen los, in Strömen. Ich habe nach jeweils 30 Minuten an der Nationalstraße erstmal Pause gemacht und mich in den Camper verzogen; zum Trocknen und um mich von der nervenaufreibenden Fahrt zu erholen; bei einer Tankstelle habe ich dann eine Gruppe Biker aus dem Schwabenland getroffen, sie haben mich zum Kaffee eingeladen und wir haben uns ausgetauscht, sie haben auch unterstellfläche gesucht. Dann nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich beschlossen weiterzufahren: ich war eh total durchnässt und um nicht krank zu werden, lieber in Bewegung bleiben. Es hat dann angefangen am linken Reifen seltsam zu klackern, ich bin bei strömendem Regen schauen gegangen: wieder hat sich eine Speiche gelöst und um die Radaufhängung gewickelt, auf der Auffahrt zur Autobahn habe ich eine Stelle zum Halten gefunden, dort dann wie gestern schon auf der rechten Seite, alles demontiert, das Rad entfernt und von der Speiche befreit; eine Familie hat angehalten - bei strömendem Regen - und mir Hilfe angeboten. Nach der Reparatur lief es wieder besser. Die Sonne kam raus. Dann die Challenge ob ich mit der verbliebenen Energie noch bis Deva komme. Musste immer in der niedrigsten Unterstützungsstufe fahren, um noch eine Chance zu haben. Und alles hätte auch bis zum Motel super gereicht, wenn ich nicht in eine der zahlreichen Pfützen gefahren wäre, in der Glasscherben versteckt waren. Der rechte Schlauch ist sofort kollabiert. Ich dann: ok bis zum Motel sind es noch 4 km. Dann halt auf der Felge mit dem letzten Energierest. Das ging grade so. Leider hat die Booking..com Adresse nicht mit der Realität übereingestimmt. Da war nur Industriebrache. Eigentlich wäre das Motel vier Kilometer vorher gewesen. So ein Mist und nun war auch die letzte Energie verbraucht. Mir blieb nicht anderes übrig als an einer Tankstelle zu fragen, ob ich den Camper dort parken darf über Nacht und mit dem Velo zum Hotel fahren. Leider war die Bedienste Mega unfreundlich, ich durfte gegen eine saftige Gebühr zwar parken, aber keine Wertsachen im Tankstellenshoo deponieren. Habe also nur das nötigste mitgenommen und hoffe, dass Morgen noch etwas davon da ist. Beim Motel traf ich auf einen netten Mann, der mir dann seine gefühlt gesamten Velo Bilder der letzten 10 Jahre auf dem Handy durchgescrollt hat. Jetzt weiß ich auch, wie man gezielt welche Muskelpartien beim Velofahren aufbauen kann. Naja alles in allem wohl der schlimmste Tag und ich war kurz davor das Projekt abzubrechen.Baca lagi

  • Rührei ohne Schinken? Bist du Moslem?

    28 Julai 2025, Romania ⋅ ☁️ 18 °C

    Offenbar ist Vegetariertum noch nicht in der Breite etabliert. Bzw. man muss sich erklären oder die Leute machen sich ein eigenes, ggf. seltsames Bild….

  • Weiter gehts…

    28 Julai 2025, Romania ⋅ ☁️ 20 °C

    Ich habe tatsächlich alle Ersatzteile bekommen, der Fahrradmechaniker hätte mir sogar meine Speichen erneuert, aber das hätte Zeit gekostet, also geht es mit neuen Steckachsen und ohne Speichen weiter. Habe mit nur 70km für heute vorgenommen und mache Mittagspause mit Restaurantbesuch und Akku laden. Dann müsste es entspannter durchlaufen als gestern.Baca lagi

  • Tag 19: Deva - Sebes (Mühlbach)

    28 Julai 2025, Romania ⋅ ☁️ 25 °C

    Nach der Reparatur bin ich gegen 12 Uhr losgekommen und habe mich in den Verkehr auf der Nationalstraße geworfen. Da schenkt man sich nix. Einzelne Flitzpiepen brettern mit ihren SUVs so nah an einem vorbei, dass ich fast den Außenspiegel am Ellenbogen spüren kann. Das sind aber Ausnahmen; viele fahren im großen Bogen um mich herum oder bremsen stark ab, wenn sie vorbeifahren, manche geben auch einen Daumen hoch, andere hupen, wobei ich nicht einschätzen kann, ob das positiv gemeint ist oder ob ich als Fahrradfahrer im Überlandverkehr einfach nichts zu suchen habe. Egal, ich bleibe weiter auf den Nationalstraßen, man kommt gut voran. Lieber keine Radwege als Radwege in Ungarn mit Wurzeln, die den Beton aufsprengen. Da ruiniert man sich das Rollmaterial und die Handgelenke. Wenn man aber auf der Straße fährt, sind die Autofahrer sauer, weil es ja extra Radwege gibt. Also lieber keine Radwege und dann konsequent auf der Straße fahren. Da gibt es nur eine Sache zu beachten. Man kennt das aus heißen Ländern, dass der Belag weich wird und es Spurrillen gibt. Der Asphalt wölbt sich dann Teils bis zu einem halben Meter auf, wie am Rand vom Backblech, wenn man einen Teig ausrollt. Das Problem ist, wenn man einmal in eine Rille reinkommt, ist es schwer wieder rauszukommen. Wenn man auf dem Wulst fährt mit dem Fahrrad und er immer höher wird, dann kippt man irgendwann um, wenn man mit dem Vorderrad neben dem Wulst fährt, dann kann es sein, dass der Hängerboden auf dem Wulst abliegt und auch umkippt, da ist stets Konzentration gefragt, sodass man rechtzeitig Richtung Fahrbahnmitte ausweichen kann -‚wenn halt grad kein LKW kommt. Die 75 km nach Sebes waren nach 3 Stunden durch - eigentlich eine totale Unterforderung. War schon kurz dabei gleich nach Sibiu weitetzubrettern - aber konnte den Übermut stoppen. Bin wieder in einem Motel zum Akkus laden. Fragt sich langsam, warum ich das Teil eigentlich dabei habe 😀. Naja nicht so lange drüber nachdenken. Jetzt geh ich erstmal in die Stadt zum Einkaufen.Baca lagi

  • Energie zMorga für velofahrer

    29 Julai 2025, Romania ⋅ ☁️ 20 °C

    Das ist die vegane Variante. Bei der nicht Veganen Version sind keine Gurken und keine Tomaten dabei 😆. Jetzt kann die letzte etwa 3tägige Etappe beginnen. Dafür habe ich extra das letzte unbenutzte T-Shirt angezogen und mich rasiert.Baca lagi

  • Hermannstadt - Sibiu

    29 Julai 2025, Romania ⋅ ☁️ 20 °C

    Jetzt bin ich in Transsylvanien angekommen. Hermannstadt, da wo sonst der Flieger landet, wenn die Teilnehmer:innen des Filmcamps ankommen. Nach Fagaras sind es jetzt noch etwa 80km. Jetzt erstmal was veganes ohne Fleisch zu essen finden 😀. Habe spontan entschieden, hier 2 Tage zu bleiben. Mein Film Seminar geht am 02.08. los. So lange brauch ich nicht,
    Schau ich mir lieber die Stadt etwas genauer an. Das Bier heißt zumindest der hiesigen Fauna entsprechend Ursus, also Bär, so wie ich auch.
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  • Tag 20: heute mal Taxi

    29 Julai 2025, Romania ⋅ 🌧 21 °C

    Nach dem veganen Frühstück war ich froh um die Energie; denn mit den Ebenen easy Straßen ist jetzt Schluss. Ab jetzt windet sich die Nstionslstrsse über sanfte hügelketten. Teilweise Steigungen von 3 bis 4 km Länge. Da braucht man Durchhaltewillen und Energie. In einem Dorf winkte ein Mann an der Straße mit Lei scheinen, der hiesigen Währung. Er deutete an , dass ich abbremsen soll. Ich habe angehalten und er wollte mitgenommen werden, das ging natürlich nicht. Aber er fand es einen guten Witz. Einen Speichenbruch hatte ich auch mal wieder, den ich routinemäßig behoben habe. Trotz Steigungen habe ich die Strecke Sebes / Sibiu in knapp 3 Stunden geschafft; ein Mann auf dem Marktplatzwollte wissen wieviele Kilometer ich gefahren bin: ich habe nachgeschaut, es sind genau 1720 km. Er hat mir seinen Respekt entgegengebracht. Morgen werde ich von der Hermannstädter Zeitung zu meinem Projekt interviewt 😆. Ich bleibe zwei Tage hier und fahre dann weiter.Baca lagi

  • Tag 21: Rumhängen, Energie ssmmeln

    30 Julai 2025, Romania ⋅ ☁️ 18 °C

    Der Tag hat mit einem leckeren Frühstück begonnen. Dann bin ich zur Redaktion der Hermannstädter Zeitung, die hier in deutscher Sprache erscheint für ein Interview zu meiner Reise. Es wurde auch aufgenommen und Ausschnitte daraus werden bei Radio Bukarest ausgestrahlt, bin ich sehr gespannt. Dann habe ich mich durch die sehr sehenswerte Stadt treiben lassen, zumindest solange die Sonne schien. Den Besuch Südeuropas Größten Freiluftmuseums habe ich abgeblasen aufgrund des durchwachsenen Wetters. Dann fiel mir ein, dass ich bis Morgen noch den Kreativität und Leadership Text zuende schreiben müsste und bin da dann in ein Rabbit hole gefallen und bisher noch nicht wieder rausgekommen. Mir fällt jetzt auf - wenn der Körper nicht mehr belastet wird - fängt er an, überall wehzutun, vor allem an den Unterarmen; hoffentlich ist das bis Morgen wieder weg; aber ich merke jetzt schon irgendwie die 20 Tage ohne Pause körperlich. Muss vielleicht auch so sein.Baca lagi

  • Letzte Chance für Bären Kontakte

    31 Julai 2025, Romania ⋅ ⛅ 18 °C

    Heute geht es quer über das hügelige Land durch kleine Dörfer in Richtung Seeligstadt. Es ist die letzte Etappe. Wenn ich also noch Bären begegnen sollte, auf der Reise dann am ehesten auf dieser Etappe. Ich hoffe es natürlich nicht. ich habe aber auf jeden Fall volle Akkus, damit ich im Ernstfall schnell davon fahren kann.Baca lagi