A 28-day adventure by Petra
  • Day27

    (wieder mal) Abschied von Kapstadt

    August 1 in South Africa ⋅ ☀️ 14 °C

    Heute endet meine Reise. Die 3,5 Wochen kommen mir sehr lang vor, da ich soviel erlebt, erfahren und gesehen habe! Mit Ausnahme des Kontakts zu Freunden und Familie war Deutschland weit weg, und ich bin tief eingetaucht in das Kapstädter Leben. Der Winter hier hat sich eher wie Frühling angefühlt und manchmal sogar wie Sommer.

    Im Hotel verabschiede ich mich am Morgen von den Frauen beim Frühstück. An diesem Montag haben Einige frei, so ist es eine kleine Runde. Da das Wetter wieder herrlich ist, beschließe ich, nochmal den Chapmans Peak Drive zu fahren Richtung Kap-Halbinsel. Ich fahre wieder nach Scarborough, wo mir Landschaft und Strand so gut gefallen. Einfach herrlich!

    Zurück im Hotel verabschiede ich mich von Supreme, David, Katrin und ihrem Mann Lambert. Hier habe ich mich sehr wohl gefühlt, habe viele Tipps, Ratschläge und Hilfe bekommen, herzlichen Dank an alle!! Ich komme bestimmt mal wieder vorbei! 🙋🏻‍♀️🌸

    Am Flughafen klappt alles wie am Schnürchen, Autorückgabe, Gepäckabgabe, Sicherheitskontrolle. Das ist auch so, als ich nach einem ruhigen Nachtflug mit netter Nebensitzerin morgens um 5.30 Uhr in Frankfurt lande. Dem allgemeinen aktuellen Chaos an den Flughäfen aufgrund Personalmangels bin ich damit komplett entkommen. Auch dafür bin ich echt dankbar!

    Bis bald mal wieder, Kapstadt! 👋
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  • Day26

    Sonnenuntergang in Kapstadt

    July 31 in South Africa ⋅ ☀️ 13 °C

    Ich habe so viele wunderschöne Sonnenuntergänge in Kapstadt erlebt, dass ich diesen noch einen eigenen Footprint widmen möchte.

    Da mein Hotel in Bakoven an der Westküste liegt, durfte ich von dort aus an vielen Abenden die schönen Abendfarben über dem Meer genießen. Aber auch vom Signal Hill, Camps Bay Beach, dem Chapmans Peak Drive, von unterwegs bei den längeren Tagesausflügen, vom Meer bei der Sunset Cruise habe ich die Sonnenuntergänge in kräftigen Farben genossen. Die Farbpalette war enorm, von gleißendem Weißgelb bis brennend rot und alle Farbschattierungen dazwischen. Häufig habe ich die Sonne am Horizont im Meer versinken sehen ohne Wolkenband dazwischen. Ich habs jedenfalls immer wieder von Neuem genossen! 🌅😊Read more

    Traveler

    Was für tolle Aufnahmen.

    8/15/22Reply
    Traveler

    Dankeschön Rita! ☺️

    8/16/22Reply
     
  • Day26

    Sunset Cruise am letzten Abend

    July 31 in South Africa ⋅ ☀️ 13 °C

    Als ich zurückkomme von meiner Robben Island Tour, möchte ich nicht gleich ins Hotel zurück. Ich setze mich an die Waterfront und lasse die Eindrücke wirken. Da werde ich aufmerksam auf die Aufrufe eines Tour operator zu einer sunset cruise mit dem Katamaran. Es soll in einer halben Stunde losgehen. Die ganzen Wochen hatten mich solche Ausflugsfahrten nicht gereizt. Heute am meinem letzten Abend und bei wolkenlosem Himmel und Abendsonne treffen die Werberufe bei mir auf Resonanz😁👍.

    Kurzentschlossen kaufe ich mir eine Karte. Am Eingang gibt es gleich ein Glas Champagner in die Hand - man gönnt sich ja sonst nichts😁🥂. Ich setze mich aufs Oberdeck. Alles ist recht edel möbliert auf diesem weißen Katamaran, und gleichzeitig ist die Atmosphäre entspannt. Eine südafrikanische Familie fragt, ob sie sich zu mir setzen kann - klar, selbstverständlich! Wir kommen ins Gespräch, mal wieder alles sehr unkompliziert. Gegenseitige Fotos kein Thema.

    Wir fahren los aufs offene Meer. Der Wind ist inzwischen kühl, die Abendsonne herrlich. Der Tafelberg in der warmen Abendsonne sieht wieder anders aus, einfach schön! Langsam versinkt die Sonne im Meer, gibts was Schöneres? Die Stimmung auf dem Unterdeck wird immer besser, nachdem Clubmusik aufgelegt wird😁🎶🎵Es sind auch noch andere Katamarane auf sunset cruise, daraus entstehen stimmungsvolle Fotos🌅🛥.

    Mit der südafrikanischen Familie stimme ich überein: Das ist ein richtig schöner und würdiger Abschluss meiner Kapstadt- Reise! Ich bin sehr dankbar für diesen herrlichen Abend und für alle Erlebnisse und Begegnungen während der vergangenenen 3,5 Wochen.
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    Traveler

    Was für ein schöner Abschluss einer wunderbaren Reise.

    8/8/22Reply
    Traveler

    🥰

    8/8/22Reply
     
  • Day26

    Robben Island

    July 31 in South Africa ⋅ ☀️ 12 °C

    Heute ist mein vorletzter Tag in Cape Town auf dieser Reise. Inzwischen fühle ich mich eher wie eine Einheimische als eine Touristin. Alles ist sehr vertraut, ich fahre selbstverständlich durch die Stadt und die äußeren Bezirke, bewege mich selbstbewusst und natürlich überall, spreche immer wieder mit Einheimischen und genieße die - trotz der natürlich vorhanden negativen Seiten - entspannte, offene und gastfreundliche Lebensart hier. Es fühlt sich wie „my second home“ an…

    Zu Kapstadt und zur Geschichte Südafrikas gehört für mich selbstverständlich auch ein Besuch von Robben Island. Hier war mit vielen anderen Nelson Mandela als politischer Gefangener während der Apartheid 18 Jahre inhaftiert. Im Moment lese ich sein bekanntes Buch „A long walk to freedom“, daher passt das gut zusammen. Mir ist bewusst, dass der Ausflug recht touristisch sein wird mit großen Bussen, die über die Insel fahren. Das ist eigentlich nicht mein Ding, nur anders kommt man leider nicht auf die Insel. Also nehme ich es in Kauf.

    Im Vorfeld bekomme ich aus Diskussionen mit, dass einige Einheimische durchaus kontrovers zu Robben Island stehen und die Insel noch nie betreten haben. Ich merke, dass mich das zunächst schockiert. Es ist eben wie überall. Auch hier werden sehr unterschiedliche Meinungen vertreten und es gibt verschiedene politische „Lager“. Die Hautfarbe und die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der Menschen bewirken zumindest teilweise faktisch immer noch eine Trennlinie. Das gilt wohl in alle Richtungen. Manche dunkelhäutige Menschen fühlen sich wohl immer noch von weißhäutigen diskriminiert, manche Weiße heutzutage wiederum von Schwarzen. Leider ist Korruption im Staatsapparat hier ein großes Problem.

    Es gibt nach meiner Wahrnehmung jedoch auch Viele hier, die das Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher Herkunft und Hautfarbe als etwas Selbstverständliches ansehen. Das entspricht auch meiner eigenen Persönlichkeit. Ich empfinde genau dies hier so inspirierend und bereichernd - so viele verschiedene Lebensläufe, Hautfarben, Kulturen… Und ich finde es toll, mit so vielen verschiedenen Menschen hier Kontakt zu haben. Und genieße die Herzlichkeit und Lebensfreude der schwarzen Bevölkerung ganz im Hier und Jetzt!

    Gleichzeitig möchte ich mich bemühen, andere Ansichten zu verstehen. Natürlich bin ich kein Arbeitgeber hier, der sich damit auseinandersetzen muss, dass Angestellte häufig montags nicht auf der Arbeit erscheinen und z.B. Begriffe wie Pflichtbewusstsein und Pünktlichkeit wohl in der Kultur der afrikanischen Stämme keine große Rolle spielen. Ja, das ganze Thema ist wohl sehr komplex, und daher gibt es keine einfachen Antworten…

    Die Überfahrt mit der Fähre macht mir großen Spaß! Kapstadt mit Tafelberg vom Meer aus zu sehen, ist wieder was Anderes und echt schön. Wir kommen auch an den großen Containerschiffen vorbei, beeindruckend! Ich stelle mir vor, wo sie herkommen - aus Europa, Asien, Amerika? Die Reederei Hamburg Süd sehe ich auch… Auf der Fähre wird per Bildschirm die Geschichte der Insel als Gefängnisstandort und Verbannungsort für Leprakranke erklärt, bedrückend.

    Nach der Ankunft auf der Insel werden alle Passagiere in Busse „umgeladen“. Die ganze Insel ist heutzutage ein Museum und Weltkulturerbe. Mit unserem Guide fahren wir über die Insel und sehen verschiedene ehemalige Gefängnisgebäude, einen Steinbruch und andere Gebäude aus der Zeit als Leprastation. Die Insel ist sehr flach und grün, es gibt sogar eine Kolonie afrikanischer Pinguine. Seit Anfang der 1960er Jahre wurden unter dem Apartheidsregime politische Gefangene hier inhaftiert, darüber hinaus auch Kriminelle. In den ersten Jahren wurden die Gefangenen zu täglicher Schwerstarbeit im Steinbruch gezwungen. Viele trugen aufgrund des hellen Kalksteins in der gleißenden Sonne Augenschäden davon.

    Später wurden die Haftbedingungen leichter.
    Dies erzählt uns ein ehemaliger politisch Inhaftierter, der uns durch das Gefängnis führt, in dem auch Nelson Mandela war. Die Gefangenen durften dann auch einer sinnvollen Arbeit nachgehen. Allerdings wurden sie auch teilweise zum Steineklopfen mit dem Hammer verpflichtet. Davon berichtet wohl auch Mandela. Da erinnere ich mich an meine Ugandareise, wo ich Frauen beim Steineklopfen sah. Ja, auch hier unterschiedliche Blickwinkel - für die Frauen in Uganda war es überhaupt eine Möglichkeit, Geld zu verdienen…

    Dann dürfen wir den Gefängnistrakt sehen, in dem auch Mandelas Zelle war. Es sind wirklich winzige Zellen. Mandela als recht großer Mann konnte wohl nur mit angewinkelten Beinen (auf einer Matte auf dem Boden) schlafen. In seiner Zelle steht ein Eimer, das war die „Toilette“. Das werde ich dann alles noch in meinem Buch nachlesen…

    Unser Guide macht einen angenehmen, zurückhaltenden und sachlichen Eindruck. Er selbst war ab Mitte der 80er Jahre hier im Gefängnis, als die Bedingungen schon deutlich einfacher waren als zu Beginn. Er wurde dann vorzeitig entlassen nach 5 Jahren mit der Beendigung der Apartheid. Nach dieser eindrücklichen Führung laufen wir zurück zur Fähre und im schönen Spätnachmittagslicht gleiten wir über das Meer, Kapstadt und den Tafelberg im Blick.
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  • Day25

    Blouwbergstrand und Muizenberg

    July 30 in South Africa ⋅ ⛅ 13 °C

    Für heute ist Regen angesagt. Aber die Regenwolken sind nicht überall zur selben Zeit. Ich schaue auf die Wetterapp, in Blouwbergstrand sieht es bis zum frühen Nachmittag gut aus. Der Strand ist wieder mal toll, endlose Weite und der volle Blick auf den Tafelberg. Nachdem ich eine Weile auf der Terrasse eines Bistros sitze, kommt plötzlich eine heftige Regenfront mit Windböen an. Ein kleiner lokaler Weltuntergang!💨💦 Kurzentschlossen setze ich mich ins Auto und fahre Richtung Muizenberg einmal quer auf die andere Seite an der False Bay.

    In Muizenberg wohnt Peter, den ich vor drei Jahren auf der Pitcairn Island Tour kennengelernt habe. Mal sehen, ob das Wiedersehen so kurzfristig noch klappt. Bis ich in Muizenberg ankomme, hat es aufgeklärt, das Wetter sieht ganz freundlich aus. Auch hier gibt es einen schönen Strand mit den sehr fotogenen, aus Instagram bekannten bunten Strandhäuschen. Das Meer und die Wellen hier sind sehr beliebt bei Surfern. Selbst kurz nach dem Regen sehe ich jede Menge Surfer im Meer, die ihren Spaß haben. Auch das Zuschauen macht Freude! Am Ufer sitzen einige Leute, die den Surfern zusehen, wie sie mit den Wellen spielen und sich ans Ufer tragen lassen. Sogar Kinder toben im eiskalten Wasser.

    Per whatsapp stimmen Peter und ich uns ab. Juhu, es klappt. Um 16 Uhr treffen wir uns, seine Frau ist auch mit dabei. Wir laufen zuerst am Ufer entlang, entwischen dabei immer wieder den Wellen und biegen dann auf einem Pfad nach oben ab. Wir laufen bis zur höhergelegenen Straße mit herrlichem Blick auf Muizenberg und die Bucht. Wir unterhalten uns gut, sprechen über meine Reise, das Leben hier… Ich freue mich sehr, ihn wieder zu sehen und auch seine nette Frau kennenzulernen. Das war definitiv nicht das letzte Mal - ich fühle mich mal wieder sehr willkommen😊.
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  • Day24

    Kap-Halbinsel und Noordhoek beach

    July 29 in South Africa ⋅ 🌧 14 °C

    Nach dem Franschhoek Bastille Festival mache ich noch zwei Ausflüge mit Regina - Kap-Halbinsel, Spazieren über den langen Strand bei Noordhoek und Fahrt durch das Wineland bei Constantia.

    Am 21.7. machen wir eine Spritztour zusammen in Richtung Kap-Halbinsel. Es geht wieder über den schönen Chapman’s Peak Drive weiter nach Kommitje und Scarborough. Hier wird die Landschaft wild und echt schön. Der Strand ist mal wieder fantastisch. Alleine um alle Strände um Kapstadt herum kennenzulernen, benötigt man Zeit…😉. Dann fahren wir weiter auf die Ostseite an der False Bay. Diese Küste kenne ich noch sehr gut vom Januar, als ich am Boulders Beach in der Nähe der Pinguine übernachtet hatte.

    Wir halten in Kalkbay bei einem kleinen Restaurant. Ich möchte gern nach Walen Ausschau halten, also nehmen wir uns ein Tischchen mit guter Sicht aufs Meer. Dass dazwischen die Bahnlinie vorbeiläuft, stört kaum. Hier fahren nicht besonders viele Züge. Tatsächlich sehen wir nach kurzer Zeit zwei Wale, toll! 🐳 Mit dem Smartphone allerdings leider nicht einzufangen.🤷🏻‍♀️ Wieder zurück auf dem Chapman’s Peak drive, gibt es ein wunderschönes Abendlicht🌅.

    Am 29.7. fahren wir zum long beach in Noordhoek. Ein langer und sehr breiter Strand, auch wieder wunderschön. Dünen säumen den Strand. Hier sehen wir auch Reiter. Der Strand ist beliebt für Ausritte, auch von Anfängern, die geführt werden. Wir laufen eine Stunde am Strand, es macht total Spaß, sich den frischen Meereswind um die Nase wehen zu lassen!

    Dann fahren wir in Richtung Constantia, eine ganz andere Landschaft. Mit vielen Bäumen und Alleen komme ich mir fast vor wie irgendwo in Deutschland. Die Weingüter erscheinen mir sehr weitläufig, große Gebäude und endlose Reihen von Rebstöcken. Zwischendurch schauen wir in einem verrückten Restaurant vorbei, das wie ein Museum wirkt - große Plüschsessel und verschnörkelte Möbel im Stil französischer Könige, vollbehängte Wände, Samt überall… Wine Tasting auf nüchternen Magen möchte ich lieber nicht machen, und um Essen und Wine Tasting mit einander zu kombinieren, sind wir heute zu spät dran. Das ist also wieder etwas für den nächsten Kapstadt-Aufenthalt😉. Also kehren wir einfach in ein gemütliches Restaurant ein. Zum Abschluss unserer Spritztour schauen wir noch beim Hout Bay Market vorbei, gönnen uns dort ein Gläschen Sekt und hören Musik von der live Band.
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  • Day23

    Uthando - Projekte in Townships

    July 28 in South Africa ⋅ ☀️ 14 °C

    Heute vormittag habe ich eine “Philanthropic Educational Excursion” mit der lokalen NGO “Uthando (love)” gebucht. Anne von wildsofafrika ist auch mit dabei, ich freue mich! Mit meiner Reisebuchung bei Anne habe ich bereits an die Organisation gespendet, wildsofafrika unterstützt Uthando seit Längerem. Uthando fördert Entwicklungsprojekte in den Kapstädter townships, aktuell sind es ca. 60. Mir ist es sehr wichtig, während meiner Reise nicht nur mit mehr oder weniger gut situierten Menschen hier in Kontakt zu kommen, sondern auch zu erfahren, wie die harten Lebensbedingungen der Ärmsten verbessert werden können.

    Jeden Tag sehe ich hier extreme Armut, am Straßenrand und Straßenkreuzungen und ab und zu komme ich an Townships vorbei. Das ist sehr bedrückend und traurig. Da die Unterstützung von staatlicher Seite so gut wie nicht vorhanden ist, ist es gut zu wissen, dass es NGO’s wie Uthando gibt und Menschen, die sich um das Schicksal der Ärmsten kümmern. Es kann sich zwar wie der “Tropfen auf den heißen Stein” anfühlen. Ich denke jedoch, jeder Tropfen ist wichtig. Für mich bedeutet es jedenfalls eine tiefe Befriedigung, andere Menschen mit meiner Reise zu unterstützen.

    Mit auf unserer Tour dabei sind auch zwei Frauen aus Johannesburg und eine Familie aus den USA. Unser guide Xolani fährt uns im komfortablen Kleinbus durch die Stadt Richtung Cape Flats, den großen Township-Siedlungen. Unterwegs erzählt er von Geschichte und Apartheid.

    Wir kommen bei einer Schule an. Das Besondere ist, dass sie aus Recyclingmaterial gebaut wurde - vor allem alte Autoreifen und Plastikflaschen, die mit Müll gefüllt wurden. Das finde ich echt innovativ. Wie überall ist auch hier Bildung der Schlüssel zu einem Entkommen der Armutssituation. Ich erinnere mich dabei an ein Gespräch mit einem Südafrikaner, der meinte, ein Großteil der Arbeitslosen sei mangels Ausbildung kaum vermittelbar für den Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote ist hier sehr hoch…

    Dann fahren wir weiter und werden von mama Christina und mama Stella über große landwirtschaftliche Anbauflächen geführt. Hier wächst alles an Gemüse und Salat, was das Herz begehrt. Es sieht total frisch und lecker aus - in Bioqualität.

    Zum Abschluss kommt die Überraschung von Xolani - eine Gesang- und Tanzgruppe. Das liiiebe ich, mir kommen sogar die Tränen vor Freude. Auch kulturell-soziale Projekte werden unterstützt, denn auch das gehört zum Leben dazu. Mit ihren kräftigen Stimmen singt der gemischte Chor afrikanische Lieder, “waka waka” darf auch nicht fehlen😃. Dann wird ausdrucksstark getanzt, dazu trommelt ein Djembe-Spieler. Schließlich gibt es noch ein Tanzduell zwischen Männern und Frauen, wir Touristen dürfen auch mitmachen. Das macht Riesen Spaß! Am Ende entscheidet die Leiterin auf unentschieden😊. In dieser beschwingten Laune fahren wir wieder zurück. Trotz der bedrückenden Armut - diese Fröhlichkeit und Lebensfreude ist Teil der afrikanischen Seele, wie schön!
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    Thomas Seabird

    interessanter Bericht von Dir!

    8/2/22Reply
    Traveler

    Danke, das freut mich!

    8/2/22Reply
     
  • Day22

    Weltfrauen in Kapstadt

    July 27 in South Africa ⋅ ☀️ 17 °C

    Über Regina und Marion aus Camps Bay komme ich in Kontakt zur Kapstädter Gruppe der “Weltfrauen”. Dabei handelt es sich um eine Facebook-Gruppe deutscher Frauen, die im Ausland leben, verstreut auf allen Kontinenten. Ein paar der in Kapstadt lebenden “Weltfrauen” haben sich für diesen Mittwoch zu einem Treffen verabredet. Ich darf als Gast dazukommen und freue mich!

    Marion nimmt mich mit in ihrem Auto mit zu Steffi, der Gastgeberin des heutigen Treffens. Ihr Haus ist in mediterranem Stil gehalten, mit warmen Farben, und mit einem richtigen gemauerten Pizzaofen! Steffi scheint eine geübte Pizzabäckerin zu sein, gekonnt schiebt sie die belegten Pizzaböden in ihren Ofen. Jede der Frauen hat etwas mitgebracht, ich steuere zwei Flaschen Wein bei😉.

    Wir sind eine echt nette Runde mit Steffi, Regina, Marion, Maike, Julia und Brigitte. Dazu gesellt sich Mike, der für einen Monat bei Steffi ein Zimmer gemietet hat. Wir haben also einen “Hahn im Korb”😉. Ich freue mich sehr, in der Runde dabei zu sein und unterhalte mich gern mit den Mädels. Julia hat ebenfalls in Hohenheim studiert wie ich, was für eine Überraschung! Sie ist hier im Tourismusbereich tätig. Steffi verdient ihr Geld als Yogalehrerin und Tour guide. Maike ist Goldschmiedin. Ich finde es spannend, die unterschiedlichen Lebensläufe kennen zu lernen.

    Bei leckerer Ofenpizza und Weißwein verbringen wir schöne Stunden zusammen auf der überdachten Terrasse. Das Wetter ist herrlich, Sonnenschein, Blick auf den Pool…

    Irgendwann brechen Marion, Regina und ich zusammen nach Camps Bay auf. Marion wohnt mit ihrem Mann Peter hoch oben in Camps Bay direkt unterhalb der Bergkette der 12 Apostel. Das Haus liegt am Hang mit zwei Etagen - der Blick von der Terrasse geht weit über das Meer, traumhaft! Hier genießen wir den sundowner. Zuvor zeigt uns Marion noch die beiden Apartments, die sie vermieten. Auf der schönen Terrasse sitzen wir zuerst zu viert, später zu dritt gemütlich zusammen bei Wein und guten Gesprächen.
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  • Day21

    Wale in Hermanus

    July 26 in South Africa ⋅ ⛅ 19 °C

    Zeit für die Wale! Hermanus gilt als einer der Wal-Hot spots in Südafrika. Dort fahre ich heute hin, ein Tagesausflug mit ca. 2 Stunden Fahrzeit von Kapstadt entfernt. Im Januar war ich schon mal die Küste (whale coast) entlang gefahren, allerdings nicht ganz bis Hermanus. Da mein Weg heute etwas länger ist, fahre ich über die gut ausgebaute N2 im Landesinnern an Somerset West vorbei. Hier leben ebenfalls viele Deutsche. Als ich vorbeifahre, bin ich jedoch recht enttäuscht, für mich sieht es nicht besonders einladend aus.

    Danach schraubt sich die N2 den Sir Laury‘s Pass nach oben. Hier gibt es die fantastische Aussicht, die ich schon mal genossen hatte. Unterwegs fällt mir auf, dass ich Geld und Kreditkarte im Hotelsafe liegen gelassen habe - oje. Im nächsten Moment denke ich, naja - Tank ist gefüllt, Wasser habe ich auch dabei. Dann wird es eben ein genügsamer Tag…😉.

    Am Whale watching Aussichtspunkt in Hermanus ist kein Wal zu entdecken, die Ausflugsboote befinden sich am anderen Ende der langgestreckten Bucht. Ich fahre dann spontan an der Küste weiter zum Grotto Beach. Hier parke ich und laufe am Strand entlang. Wieder mal wunderschön! Es gibt hier einfach unendlich viele tolle Strände, an denen nicht viel los ist. Ich schaue aufs Meer. Geld habe ich vergessen, aber Fernglas ist dabei! Das sind die Prioritäten😂.

    Ich sehe sofort Wale, und zwar mehrere, wow! Sie sind nicht weit vom Ufer entfernt. Ich meine sogar, Kälber mit ihren Müttern zu entdecken, wie schön! Hier bleibe ich ein paar Stunden, ich sehe viele Wale und fühle mich beschenkt. Eigentlich gibt es fast keinen Moment, in dem ich aufs Meer schaue und keine Wale sehe, einfach schön! 🐳🐳🐳 Mit meinem Smartphone ist es allerdings zu schwierig, diese Momente fotografisch einzufangen. Ich genieße sie einfach und schaue dem wildlife zu🥰…

    Am Nachmittag mache ich mich auf den Rückweg. Als ich wieder am Sir Laurys Pass ankomme, halte ich an. Was für eine tolle Stimmung im Licht der Spätnachmittagssonne! Ich genieße die Rückfahrt, das war ein schöner Ausflug!
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  • Day19

    Highlight - Wandern am Tafelberg

    July 24 in South Africa ⋅ ☀️ 14 °C

    Über die App “Meetup” habe ich mich heute um 13 Uhr mit einer lokalen Wandergruppe verabredet. Ich freue mich, dass ich von der Hotelmanagerin Katrin diesen Tipp bekommen habe. Bin sehr gespannt - ein weiteres “blind date”😃.

    Startpunkt der Wanderung ist beim Devils Peak hike start am Tafelberg. Die Sonne scheint, kein Wölkchen ist am Himmel zu sehen. Ich fahre an der Talstation der Tafelbergbahn vorbei. Wow, hier ist echt was los, lange Schlangen sind zu sehen. Kein Vergleich mit der Situation im Januar, als ich bereits einmal hier war. Damals konnte ich ohne Schlange direkt hochfahren. Vermutlich liegt es am Sonntag, und dass damals fast keine internationalen Touristen hier waren.

    Ich bin frühzeitig am Ausgangspunkt der Wanderung, bereits hier ist die Aussicht fantastisch! Kapstadt liegt zu Füßen, einfach traumhaft. Ich führe noch ein sehr nettes Gespräch mit einem Einheimischen, der mit seiner kleinen Tochter Brennholz sammelt für ein abendliches Lagerfeuer.

    Dann trudeln langsam die anderen Wanderer ein. Organisatorin der Wanderung ist Lynne, sie macht einen sympathischen, gut organisierten Eindruck. Wir sind eine Gruppe von ca. 18 Wanderern, ich bin die einzige Touristin. Es gibt noch eine Deutsche (Andrea), die schon lange hier lebt, alle anderen sprechen englisch. Ich lerne auf dem Weg noch Neli kennen und Mark, nicht von allen merke ich mir die Namen 😉.

    Zuerst geht es recht stramm bergauf, bis wir am Contour Path ankommen. Dieser führt um den Tafelberg herum, mehr oder weniger auf derselben Höhe. Der Ausblick auf die Stadt ist wirklich traumhaft. Der steinige Bergpfad schlängelt sich im leichten Auf und Ab am Hang entlang, zwischendurch queren wir ein Bächlein. Ich unterhalte mich länger mit Andrea, die nach ihrer Scheidung mit ihren beiden Kindern zurück nach Deutschland möchte - “Euros verdienen”, wie sie sagt. Sie ist Lehrerin hier und erzählt mir, dass Lehrer hier ziemlich schlecht bezahlt werden.

    Schließlich kommen wir am Kloof Corner an - wie der Name sagt, hier geht’s um die Ecke. Wir schauen jetzt Richtung Camps Bay und 12 Apostel. Die Seilbahn schwebt über uns vorbei, weit unter uns liegt Kapstadt. Ich fühle mich durch diese Eindrücke reich beschenkt!

    Nach einer Vesperpause wandern wir zurück, zweigen jedoch etwas früher nach unten ab. Hier verläuft der beliebte Wanderpfad auf den Tafelberg durch die Platteklip Schlucht. Es geht treppenartig und relativ senkrecht nach unten über große Felsbrocken - puh, aufwärts muss dies echt anstrengend sein😅.

    Unten verabschiede ich mich von meinen sympathischen Mitwanderern. 16.30 Uhr - ich entschließe mich, erneut zum Signal Hill zu fahren. Heute am Sonntag ist hier deutlich mehr los! Gruppen sitzen auf dem Abhang und haben ihren sundowner dabei, eine fröhliche Stimmung! Der Sonnenuntergang ist mal wieder wunderschön!

    Es herrscht Verkehrschaos auf dem signal hill - Autos, die abfahren und solche, die kurz vor Sonnenuntergang erst nach oben kommen. Zeitweise ist alles blockiert. Ich behalte die Ruhe und schaue mir alles in meinem Auto gelassen an. Etwas mulmig wird es mir dann allerdings, als es direkt vor mir zu heftigen Streitereien kommt. Ein Mann soll festgenommen werden, der mit seinem riesigen SUV den Verkehr blockiert, an der Seite steht zudem ein Falschparker. Jetzt hoffe ich sehr, dass die Situation nicht weiter eskaliert. Die “Lösung” des Problems wird gefunden, indem einige Männer den falsch parkenden PKW mit bloßer Muskelkraft anheben und leicht versetzen. Jetzt kommt der SUV vorbei und auch ich kann weiterfahren. Puh, nochmal gut gegangen!
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