• Lake Mulehe Safari Lodge

    August 2 in Uganda ⋅ ☁️ 23 °C

    Nach unserer herrlichen Anreise erreichen wir die Lake Mulehe Safari Lodge. Sie hat eine atemberaubende Lage am See mit Blick auf die Virunga-Vulkane. Die Lodge ist rustikal und naturnah, was den Charme ausmacht und wunderbar ins Landschaftsbild passt.
    Es ist Mittagszeit als wir ankommen. Das bedeutet Mittagessen und ich stelle zufrieden fest, dass ich heute zum ersten mal Hunger habe. Ich scheine mich doch noch mit den Malariatabletten zu arrangieren. Vielleicht hilft auch die eine oder andere Pille, die ich zusätzlich noch eingeworfen habe. Hauptsache mir geht es gut. Auch hier ist das Drei-Gänge Menü am Mittag sehr fein. Da Kochen in Afrika offenbar mehr Zeit in Anspruch nimmt als anderswo, wird uns gleich mitgeteilt, dass das Essen erst in einer knappen Stunde fertig sein wird. Gut zu wissen. Wir beziehen unser Zimmer, genießen den Ausblick vom Balkon über den See und drehen natürlich sofort eine Runde über das Gelände. Kaum stehen wir am Ufer tummeln sich zwei Otterfamilien um uns herum und fressen Fisch. Es dürften gut 10-15 Tiere sein, die immer wieder auftauchen, fressen, miteinander spielen und unter der Wasseroberfläche verschwinden. Wir entdecken viele größere und kleinere Vögel. Somit ist klar, dass wir nach dem Mittagessen Birdwatching machen werden. Eigentlich sind wir recht erfolgreich und so in die Vogeljagd vertieft, dass uns überhaupt nicht auffällt, was um uns herum vorgeht. Ein lauter Donner holt uns aus der Welt der Vögel zurück. Der Himmel ist schon pechschwarz.
    Moritz macht sich sofort auf den Rückweg, während ich noch etwas trödle. Als die ersten schweren Tropfen fallen, bin ich noch am Ufer. Jetzt aber Tempo. Ich muss noch viele Treppen nach oben. Der Regen nimmt schon deutlich zu. Auf den letzten 3-4 Metern fängt es an zu schütten und mit einem Riesensprung erreiche ich gerade noch so den Balkon. Danach geht die Welt unter. Der See wird unsichtbar und verschwindet hinter der Regenwand. Das war richtiges Glück. Auf diese kalte Dusche hätte ich definitiv keine Lust gehabt. Und so habe ich plötzlich ganz unverhofft Zeit für die Pinguine. Wenn mir die App heute nicht wieder einen Streich spielt, sollte es auch mal mit Hochladen klappen. Lake Mulehe bietet spektakuläre Aussicht und theatralischen Wolkenauftritt. Große Gesten nicht nur bei den Tieren, auch am Himmel. Nicht nur die Blitze bescheren uns nun ein Naturspektakel. Kurzschlüsse und Stromausfälle gaben sich den Staffettenstab in die Hand wie bei einem 4×100-Meter-Finale.
    Frieren müssen wir jedenfalls heute Nacht nicht. Eben wurden eine Kanne heißes Teewasser und Wärmflaschen für die Betten gebracht.
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