• Rüdiger Neick
  • Rüdiger Neick

Großbritannien Rundfahrt

A 51-day adventure by Rüdiger Read more
  • Trip start
    July 28, 2024

    940 km nach Westen

    Jul 28–29, 2024 in France ⋅ ⛅ 20 °C

    Um auf die britischen Inseln zu kommen brauch man eine Fährüberfahrt. Wir haben die Fähre von Dunkerque (Dünkirchen) nach Dover gewählt.
    Und so bestiegen wir Sonntag früh unseren kleinen Quattro und fuhren durch Deutschland, Holland und Belgien um in die nördlichsten Stadt Frankreichs zu gelangen.
    Wir übernachten im Best Western im Süden der Stadt. Das Hotel ist eine positive Überraschung, das Restaurant hat großartige Küche und jetzt liegen wir genudelt im Bett und werden früh schlafen. Morgen geht's früh los - die Fähre fährt um Acht.
    Read more

  • Über den Kanal nach Canterbury

    July 29, 2024 in England ⋅ ☀️ 26 °C

    Früh am Morgen ging die Fähre ab Dunkerque über den Kanal. In zwei Stunden waren wir in Dover. Runter von der Fähre und nun links in die unzähligen Kreisverkehre. Ging zu meinem Erstaunen wunderbar. Die Straßen waren sehr schmal - das war fast schwieriger.
    Unser erstes Ziel war St. Margarete at Cliffs. Wir parkten in dem sehr malerischen Ort und wanderten zum Leuchtturm, den wir schon vom Meer gesehen hatten. Wunderschön, viele Blumen, aber auch - unerwarteterweise - sehr heiß.
    Weiter gings nach Nordosten zum Botany Bay Strand. Kurzer Trip mit Blick auf Kreideklippen und den Strand, dann speisten wir in dem Botany Bay Restaurant.
    Weiter gings nach Canterbury. Wir durchquerten Margate, einem sehr urbanen Urlaubsort und waren gegen halb Drei im Hotel - der Cathedral Lodge. Ein geräumiges Zimmer mit Blick auf den Dom. Den wir nach kurzer Verschnaufpause besuchten - er machte nämlich schon um vier zu. Die Kathedrale ist ein Traum. Riesengroß und sehr malerisch.
    Jetzt wird ausgeruht - morgen wird es richtig heftig!
    Read more

  • Ankunft in London

    July 30, 2024 in England ⋅ ☀️ 31 °C

    Heute ging es nach London. Wir haben die Fahrt etwas verlängert, weil wir bis zum Einchecken noch Zeit hatten, indem wir einen Abstecher über die Isle of Sheppey nach Sheernes gemacht haben. Nicht unbedingt nötig - schnell weg.
    Die Einfahrt nach London war wie erwartet schwierig, einmal verfuhren wir uns, aber dann waren wir doch schnell im Hotel "Dobble Tree from Hilton". Wir konnten sogar vorzeitig einchecken und bekamen auch einen (wenn auch teuren) Parkplatz in der Tiefgarage.
    Das Hotel ist super! Die Zimmer sind sehr gut gekühlt und es gibt eine Bar auf dem Dach. Diese haben wir am späten Nachmittag besucht. Die Aussicht war atemberaubend (Tower, Towerbridge) und die Cocktails und das fancy Essen waren super. Bärbel gefiel sogar die laute Mugge des DJs.
    Um acht hatten wir einen Termin auf dem Shard, dem höchsten Wolkenkratzer der Stadt. Aus 244 m Höhe hatten wir einen tollen Blick auf die Stadt bei Sonnenuntergang.
    Zurück ging es über den Queens Walk entlang der Themse mit Blick auf die beleuchtete Tower Bridge. Ein sehr belebter Ort um diese Zeit. Wir teilten uns den Platz mit tausenden anderen Touristen aus aller Welt.
    Read more

  • London - eine Rundwanderung

    July 31, 2024 in England ⋅ ☀️ 28 °C

    Bärbel hatte für heute eine wunderschöne Rundwanderung rund um unser Hotel in der Nähe des Towers geplant. Nach einem guten und reichhaltigen Frühstück machten wir uns mit ausreichend Wasser im Gepäck auf den Weg ins heiße London.
    Als erstes machten wir einen kleinen Abstecher zu The Gherkin, was auf Deutsch so viel wie Gewürzgurke heißt. Dabei handelt es sich um einen wirklich originellen Wolkenkratzer, der nördlich von uns steht.
    Als nächstes besuchten wir den wunderschönen Leadenhall Market, einen überdachten Markt, der bereits seit dem 19. Jahrhundert existiert. Ursprünglich war er sogar schon seit dem Mittelalter ein beliebter Marktplatz.
    Wir spazierten am beeindruckenden Wolkenkratzer "Walkie Talkie" vorbei, der wirklich etwas Besonderes ist. Leider hatte Bärbel kein Ticket mehr für den Sky Garden oben bekommen. Wir fragten am Eingang nach und hatten das Glück, dass wir kostenlos nach oben durften. Es war wirklich unglaublich malerisch und futuristisch zugleich.
    Unsere Wanderung führte uns nun zu einem weiteren Highlight, der St. Paul's Cathedral, die wir selbstverständlich auch besichtigten.
    Auf unserer Wanderung überquerten wir die Themse auf der Millennium Bridge und kehrten dann über die Hungerford Bridge zurück. Das Regierungsviertel war proppenvoll und es war sehr heiß. So gingen wir am Big Ben und am House of Parliament schnell vorbei.
    Auf der Südseite der Themse schlenderten wir wieder gen Osten und bewunderten in einem Eisenbahntunnel, der Leak Str., sehr schöne Graffiti. Das letzte Highlight, den Borough Market, konnten wir leider nicht mehr so richtig genießen, wir waren doch erschöpft.
    Zurück im Hotel genossen wir Sandwiches, Caesar's Salat und Pommes. Das waren 14 km in 30 Grad Hitze und es war wunderschön und erschöpfend zugleich.
    Read more

  • London Eye und Modern Tate

    August 1, 2024 in England ⋅ ⛅ 28 °C

    Heute standen zwei Ziele auf dem Programm. Das London Eye und die Modern Tate Gallery.
    Mit den Thames Clippers, einem Fährtaxi, ging es über die Themse nach Westminster, wo das London Eye - das sehr sehr große Riesenrad (135 m) in der Nähe ist. Zum Glück hatte Bärbel für uns Fast Track gebucht und so waren wir in ca. 5 min im Riesenrad. Es war eine tolle Aussicht, diesmal auf die City West.
    Weiter ging es zur Tate Modern, nur eine Meile östlich an der Themse. Ein sehr großes Industriegebäude voller Kunst. Wir haben uns die aktuelle kostenlose Ausstellung angeschaut, das war schon sehr viel. Viel Tolles und viel Schrott - wie immer in solchen Galerien.
    Wir schlenderten durch das schwüle South Bank und waren froh, wieder im Hotel zu sein. Heute aßen wir im Natural Kitchen, dem Restaurant des Hotels.
    Read more

  • London Tower und Tate Britain

    August 2, 2024 in England ⋅ ⛅ 27 °C

    Für heute hatten wir uns nur den Tower und die Tower Bridge vorgenommen.
    Als erstes stand der Tower auf dem Programm. Da der Eingang nur fünf Minuten zu Fuß von unserem Hotel entfernt ist, konnten wir bequem dorthin spazieren. Um halb zehn war noch nicht viel los, auch bei den Touristen.
    Ich hatte mir den Tower gewünscht, auch wegen der Kronjuwelen – ich interessiere mich einfach für so alten Kram. Vor dem Eingang standen zwei arme Soldaten mit Bärenmütze und bewachten den Schatz. Im Inneren war Fotografieren nicht erlaubt. Aber es gab alles, was das Herz begehrt: Ko I Noor, gefühlt hundert verschiedene Kronen, Zeremonialschwerter und noch mehr Riesendiamanten. Alles sehr prunkvoll und nicht besonders geschmackvoll.
    Als Nächstes sind wir etwas auf der Mauer entlanggelaufen. Überall standen Statuen von Pavianen herum (keine Ahnung, warum). Und natürlich die Raben. Solange es dort Raben gibt, gibt es die Monarchie. Alles sehr malerisch, allerdings war es heute richtig schwül und die Mauern des Towers verstärkten dies noch. Die Wendeltreppen in der alten Festung waren ziemlich schmal.
    Wir haben beschlossen, den Plan zu ändern und die Tower Bridge auszulassen. Dort wäre es noch enger und noch mehr Menschen und Treppen. Deshalb sind wir zur Tate Britain gefahren. Mit dem Wassertaxi ging es rüber und dann in die kostenlose (!) großartige Kunstausstellung. Man konnte Werke von allen wichtigen britischen Künstlern sehen, zum Beispiel von den Präraffaeliten, John Constable, William Hogart und William Turner. Absolut großartig! Zurück sind wir dann mit dem Schiff gefahren. Im Hotel gab es dann gutes Essen und nun chillen.
    Read more

  • London - Camden Market

    August 3, 2024 in England ⋅ ☁️ 22 °C

    Heute war unser letzter Tag in London. Wir haben es etwas ruhiger angehen lassen und sind mit der U-Bahn nach Camden gefahren. Die U-Bahn funktioniert super, man hält am Eingang seine Kreditkarte an einen Scanner und am Ausgang auch. Das wird dann abgerechnet... In Deutschland undenkbar.
    Camden ist ein unglaubliches Gewimmel von Händlern, Ständen und Imbissbuden. Wir haben uns durchgeschlagen und zwei Mützen für mich und sehr coole bemalte Turnschuhe für Bärbel gekauft.
    Für den Rückweg hatte meine liebe Frau eine abwechslungsreiche Strecke ausgesucht. Doch kurz vor Piccadilly Circus kreuzte eine Demo unseren Weg. So ließen wir den Buckingham Palace aus und steuerten direkt auf den Fluss zu. Der Clipper brachte uns zuverlässig zurück zum Tower.
    Heute Abend gehen wir noch einmal in unsere Skybar. Morgen verlassen wir London und fahren zunächst wieder Richtung Süden.
    Read more

  • Seven Sisters

    Aug 4–5, 2024 in England ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute haben wir London in Richtung Süden verlassen. Jetzt ging's wirklich los mit unserer großen Rundfahrt.
    Als erstes haben wir uns die Seven Sisters nahe Eastbourne angeschaut. Das sind sieben Kreidefelsen, die hoch über dem Ärmelkanal thronen. Wir parkten schon etwas vor dem Besucherzentrum und wanderten dann zum Strand. Das hat länger gedauert als gedacht. Außerdem waren nicht nur wir unterwegs, sondern viele andere Tagestouristen – schließlich ist Sonntag.
    Am Strand angekommen, haben wir eine der Sisters gesehen. Hochzusteigen hatten wir nicht so richtig Lust.
    Unser Hotel in Friston ist das Tiger Inn, ein Pub mit Hotelzimmern. Sehr urig und die vielen Gäste draußen stören nicht. Morgen geht's dann gen West nach Dartmoor.
    Nachtrag: Abends wollten wir noch eine kleine Runde machen, die immer größer wurde. So gelangten wir noch zum Sonnenuntergang an den nahen Strand am Birling Gap und genossen den malerischen Anblick.
    Read more

  • Die Fahrt nach Dartmoor

    August 5, 2024 in England ⋅ ☁️ 20 °C

    Heute hieß es Kilometer schrubben. Von den schönen Kreidefelsen bei Eastbourn ging es über 300 km durch Südengland nach Devon ins Dartmoor. Die Fahrt ging durch dicht besiedeltes Gebiet und so standen wir oft im Stau.
    Ich wünschte mir den einzigen Abstecher. Da Stonehenge zu überlaufen ist, dachte ich an ein anderes kulturelles Highlight - den Riesen von Cerne Abas. Der einzige Penis, den die englische Post verschickt. Leider war von dem Riesen nicht viel zu sehen. Er muss wohl mal wieder gekalkt werden.
    Weiter ging es durch sehr enge Straßen, dann auf die Autobahn in den Stau.
    Gegen halb sechs waren wir dann am Moorland Hotel in Heytor. Es ist ein sehr nobles Haus, gegen sechs haben wir dann zu Abend gegessen.
    Read more

  • Heytor Rocks

    August 6, 2024 in England ⋅ ⛅ 17 °C

    Wir sind im Dartmoor. Eine große Heidelandschaft mit Mooren und Felsen. Wir wanderten durch Farne und Stechginster hinauf zu den Haytor Rocks. Unterwegs machten wir einen Abstecher zu den Haytor Quarries - alten Steinbrüchen, in denen heute ein malerischer Teich liegt.
    Oben auf den Felsen unterhielt sich Bärbel mit einer netten Einheimischen mit Hund (jeder hat hier einen Hund) und ich kletterte auf einen der Felsen.
    Wir wanderten weiter durch die Heide, ein großes Stück entlang der alten Granitstraßenbahn (die "Schienen" waren in den Granit gehauen!).
    Sechs Kilometer über Stock und Stein waren für heute genug. Jetzt genießen wir die Ruhe im Hotel und freuen uns auf das Abendessen!
    Read more

  • Land´s End

    August 7, 2024 in England ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute ging es in den südwestlichen Zipfel der britischen Insel – nach Cornwall, genauer gesagt nach Land's End. Wir verließen das Moorland Hotel und fuhren noch eine Runde durch den Dartmoor-Nationalpark. Bärbel hatte gestern mit jemandem gesprochen, der uns Widecombe empfohlen hatte. Und das zu Recht, keine Frage! Ein kleiner, pittoresker Ort (wie fast alle hier – "pittoresk" wurde für englische Dörfer erfunden!). Mit hübscher Kirche und sehr altem Friedhof.
    Weiter ging es durch unglaublich enge Straßen. Der Linksverkehr war eigentlich gar kein Thema mehr, weil es kein Links und Rechts mehr gab.
    Als Nächstes besuchten wir die "Lost Gardens of Heligan". Wir waren überrascht, auf einen riesigen Parkplatz zu stoßen, der dennoch proppevoll war. Die Gärten waren wunderschön und sehr beliebt bei Familien und Hundebesitzern.
    Kurz vor unserem Ziel machten wir noch Halt in Marazion, um einen Blick auf die Insel St. Michaels Mount zu werfen. Englisches Wetter hatte eingesetzt, weshalb wir nur eine kleine Wanderung unternahmen.
    Gegen halb fünf kamen wir dann in Land's End an und bezogen unser Hotelzimmer. Das Hotel ist in Ordnung, das Restaurant allerdings enttäuschend. Da sind wir aber auch extrem verwöhnt. Der Ort allerdings ist magisch.
    Read more

  • Durch den Nebel zum Mill House Inn

    August 8, 2024 in England ⋅ 🌬 21 °C

    Cornwall begrüßte uns am Morgen mit seiner ganz typischen Seite: Es regnete, stürmte und ein dichter Nebel hatte sich über die Landschaft gelegt. Nach dem Frühstück beschlossen wir, nicht mehr zu wandern, sondern gleich Richtung Norden aufzubrechen. Vorher kauften wir noch einen wundervollen Druck nach einem Bild des cornischen Künstlers David Wright.
    Durch eine wahrhaft mystische Nebellandschaft fuhren wir an einer verfallenen Zinnmine vorbei und durch den zweitbeliebtesten Badeort Großbritanniens, St Yves. Weil der Ort so beliebt ist, gab es leider keine Parkplätze.
    Das war in Newquay auch nicht einfach, aber mit etwas Quetschen und Bärbels Hilfe quetschte ich mich in eine Lücke. Newquai ist ein wunderbares Surferparadies. Wir machten eine kleine Runde und stellten fest, dass wir mit unseren Regenjacken vielleicht doch etwas zu dick angezogen waren – bis es zu regnen begann. Und zwar so richtig. Auf dem Rückweg haben wir dann etwas mehr Gas gegeben.
    Als Nächstes stand Port Isaak auf dem Programm. Die ganze Zeit hörten wir schon die wundervolle Musik der "Fishermans Friends", die wir aus dem gleichnamigen Film kannten. Port Isaak, wo der Film "Fishermans Friends" gedreht wurde, war natürlich ein Muss für uns. Wir parkten unser Auto und machten uns zu Fuß auf den Weg. Es war ein kurzer, aber schöner Spaziergang. Diesmal hatten wir unsere Regenjacken zu Hause gelassen und stattdessen knallrote Regencapes dabei. So waren wir perfekt ausgestattet für den kleinen Regenschauer, der uns auf dem Weg überraschte.
    Unser nächstes Ziel war Trebarwith bei Tintagel, wo wir für die nächste Nacht im gemütlichen "Millhouse Inn" eincheckten.
    Read more

  • Tintagel

    August 9, 2024 in England ⋅ ⛅ 19 °C

    Wenn wir schon in der Nähe von König Artus' Burg Tintagel sind, wollen wir da unbedingt hin. Wir beschließen, dass wir den größten Teil wandern und fahren nach Port William, keine Meile nach Westen zum Meer.
    Hier starten wir ganz entspannt unsere Wanderung, die uns entlang der wunderschönen Küste führt. Als erstes führt uns unser Weg 100 Meter nach oben auf einem steilen und steinigen Weg. Die wundervolle Aussicht oben entschädigt uns für die Mühen des Aufstiegs. Bis Tintagel sind es 3,7 km, und wir treffen auf viele andere Wanderer, aber es sind nicht zu viele. Doch das ändert sich ganz schnell, sobald wir in der Nähe von Artus sind.
    Die Burgruine Tintagel, die natürlich Artus nur zugeschrieben wird, befindet sich auf einer felsigen Halbinsel. Der Zutritt kostet 39 Pfund für zwei Personen, was aber auf jeden Fall angemessen ist. Wir überqueren gemeinsam mit vielen anderen Touristen eine Brücke und wandern nach oben an den Überresten der Burg vorbei. Oben angekommen, erwartet uns die großartige Artusstatue, umringt von zahlreichen Huldigern, die sich gerne mit dem berühmten Wahrzeichen fotografieren lassen. Wir gesellen uns dazu.
    Der Rückweg ist nun besser beleuchtet, die Sonne ist herausgekommen und wir schwitzen nicht mehr nur wegen der Höhe des Pfades, sondern auch, weil es einfach so schön warm ist.
    Das war wirklich wunderschön!
    Read more

  • Anchor Inn - zweimal

    August 10, 2024 in England ⋅ ☁️ 24 °C

    Nun hieß es Abschied nehmen vom Millhouse Inn. Das B&B mit Pub und Restaurant war trotz mangelhaftem WLAN, unpünktlichen Kellnerinnen und späterem Lärm von der Bar ein sehr freundlicher und gemütlicher Ort. Das Essen war richtig gut und konnte mit dem von Nobelhotels locker mithalten.
    Heute sind wir nach Norden Richtung Wales gefahren. Das Wetter war wieder typisch englisch mit einer schlechten Sichtweite von etwa 30 Metern. Außerdem waren wir am Vortag genug gelaufen. So sind wir einfach durchs Land gefahren und haben uns an den Landschaften Cornwalls, Devons und Somersets erfreut, nachdem sich der Nebel gelichtet hatte.
    Wir haben durch Hortensien, Palmen und sehr dichtem Bewuchs das Gefühl wieder auf den Azoren zu sein.
    Um Bristol herum verdichtet sich der Verkehr und wir freuen uns auf unsere Unterkunft in Thornbury, das Anchor Inn.
    Dort angekommen, lacht die Wirtin und schickt uns weiter nach Oldbury on Severn – nur drei Meilen entfernt gibt es unser Anchor Inn.
    Read more

  • Ein wundersamer Wald kurz vor Wales

    August 11, 2024 in Wales ⋅ ☀️ 24 °C

    Heute ging es nach Wales. Wir verließen das Anchor Inn wieder über sehr enge Straßen. Diesmal - es ist Sonntag - voller Radfahrer. Nach der Überquerung des Severn sind wir kurz in Wales, dann aber in Gloucestershire.
    Ein Stück nach Norden und wir sind in Puzzlewood. Das ist mit Abstand der malerischste Wald, den ich je gesehen habe. Schaut euch die Fotos an, aber das ist nur die Hälfte... Gott sei Dank waren wir früh genug da, so sind wir nicht zu vielen Leuten auf die Füße getreten und sie uns. Der Wald ist klein, aber wir brauchten 90 Minuten, um durchzukommen.
    Unser nächstes Ziel war Cardiff, die Hauptstadt von Wales - uns vor allem aus der Serie Torchwood bekannt. Schon bei der Einfahrt zeigte sich Cardiff von seiner hässlichen Seite. Und die Innenstadt, die wir (sehr kurz) besuchten, war auch nicht viel schöner. Schnell weiter - einkaufen bei Mark&Spencer war dann doch wichtiger.
    Gegen halb fünf waren wir in der Lodge. Sehr schönes großes Zimmer und hier bleiben wir bis übermorgen.
    Read more

  • Die Küste von Pembrokeshire

    August 12, 2024 in Wales ⋅ ⛅ 20 °C

    Wir bleiben zwei Nächte in der Tudor Lodge und so war heute wieder ein Wandertag angesagt.
    Nach einem traditionellen walisischen Frühstück (der einzige Unterschied zum englischen war, dass der Black Pudding fehlte) bei mir und Rührei bei Bärbel fuhren wir knapp 11 Meilen westwärts nach Bosherston bei Stackpole. Dort starteten wir unseren Rundweg (Danke Komoot). Sie führte uns entlang eines Wasserarmes - dem Lily Pool - zum Broad Heaven South Beach, einem sehr schön gelegenen Strand, der noch nicht überlaufen war.
    Weiter ging es an der Steilküste entlang nach Osten. Es war herrliches Wanderwetter, die Landschaft war traumhaft und die Anzahl der Mitwanderer hielt sich in Grenzen.
    Später erreichten wir den Strand von Barrafundle Bay, der etwas besser besucht war. Es ging wieder einige Treppen rauf und runter und wir waren am Stackpole Quai. Hier gab es Platz für eine Pause und die Möglichkeit, Sandwiches für das Abendessen zu kaufen.
    Das letzte Drittel des Weges führte uns entlang einer Kuhweide zurück zum Wasserarm vom Anfang. Vom Fish Pond zum Lilly Pool über sehr schmale Brücken.
    Nach zehn Kilometern erreichten wir glücklich unser Auto und verbrachten den Rest des Tages mit Planen und Chillen.
    Read more

  • Über Snowdonia nach Anglesey

    August 13, 2024 in Wales ⋅ ☁️ 18 °C

    Wieder ein Regentag, aber das geht in Ordnung - wir wollen ja sowieso hauptsächlich fahren. Wir durchqueren ganz Wales von Süden nach Norden.
    Wir verabschieden uns von Pembrokeshire und fahren über Fishguard nach Snowdonia. Es regnet, die Berge von Snowdonia sind nebelverhangen und die Hauptstraßen sind plötzlich gesperrt. Macht nichts, wir haben ja Google Maps...
    Die Ortsnamen sind unaussprechlich: Aberysthwith, Plwmp, Trawsfyndd und Llangefni.
    In der Nähe von Llangefni (das "L" spricht man aus, indem man die Zunge hinter den Zähnen gegen den Gaumen presst und dann einen Laut versucht) auf der Insel Anglesey sind wir in Tre Ysgawen Hall. Ein Hotel in einem alten Herrenhaus. Mit Spa und Restaurant. Hier bleiben wir nun fünf Nächte.
    Read more

  • Der Strand von Traeth Llanddwyn

    August 14, 2024 in Wales ⋅ ☀️ 19 °C

    Heute führte unser Weg zu einem ganz besonderen Ort, den Bärbel auf Instagram entdeckt hatte und der der Grund ist, weshalb wir nun auf der wunderschönen Insel Anglesey (oder Ynys Môn, was Insel Môn bedeutet) sind! Die Leuchttürme auf der kleinen vorgelagerten Insel Yniys Llanddwyn befinden sich in der Nachbarschaft des Strandes Traeth Llanddwyn im Ort Llanfairpwllgwyngyll (das ist die Kurzform – der Ort heißt vollständig: Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch – ich schweife ab, aber es klingt so schön!
    Der Strand allein war schon ein Traum! Wir hatten Ebbe und der Strand war einfach riesig und unglaublich breit. Die vielen Menschen, die mit ihren Autos den großen Parkplatz füllten, verliefen sich und in der Ferne thronten die beeindruckenden Berge von Snowdonia.
    Zur kleinen Insel war es nicht weit und die Wanderung zu den Leuchttürmen war nicht zu steil und angenehm. Die Sonne schien vom Himmel, die Temperaturen überstiegen aber nicht die 20 Grad. Perfektes Wanderwetter!
    Auf dem Rückweg entdeckten wir eine kleine Bucht, in der wir etwas in der Irischen See schwammen. Das Wasser war kalt, aber sehr klar.
    Glücklich waren wir gegen Drei wieder im Hotel.
    Read more

  • Holyhead und das Oriel Môn

    August 16, 2024 in Wales ⋅ ☀️ 17 °C

    Bei herrlichem Sonnenschein machten wir uns mit dem Auto auf den Weg gen Westen. Unser Ziel war Holyhead, wo die Fähren nach Irland ablegen. Dort machten wir allerdings nur eine kleine, aber sehr feine Wanderung zum North Stack, die wir definitiv nicht bereuen werden. Die Strecke war zwar nur etwa vier Kilometer lang, hatte es aber in sich. Ein schmaler, steiniger Pfad, der sich hoch über der Irischen See schlängelte. Ein wunderschöner Anblick, besonders die Farbenpracht der Heidekräuter und des weißen Steins.
    Danach beschlossen wir spontan, die Kunstgalerie Oriel Môn in Llangefnie zu besuchen. Ein großartiger Ort, besonders die Bilder von Jane Duff und die Grafiken von Charles Tunnicliffe haben uns sehr beeindruckt.
    Read more

  • Beaumaris Castle

    August 17, 2024 in Wales ⋅ 🌬 18 °C

    Heute wollten wir es etwas ruhiger angehen lassen und hatten uns deshalb nur einen Besuch von Beaumaris Castle an der Mena Strait (die die Insel vom Rest von Wales trennt) vorgenommen.
    Die Burg liegt im gleichnamigen Dorf und war (wie eigentlich alles auf Anglesey) in einer halben Stunde mit dem Auto zu erreichen. Die Besichtigung war sehr malerisch und wir waren froh, nicht in Touristenmassen unterzugehen.
    Als nächstes wollten wir in der Red Wharf Bay parken, aber dort war schon alles voll und so fuhren wir weiter nach Moelfre, einem kleinen Fischerdorf an der Westküste.
    Weiter ging es durch die schöne Landschaft der Insel zurück zum Hotel.
    Morgen geht es in den Norden.
    Read more

  • Castles, Autobahnen und ein Stau

    August 18, 2024 in England ⋅ ⛅ 16 °C

    Nach fünf Übernachtungen war Schluss mit Tre Ysgaven Hall, Anglesey und auch mit Wales. Es ging in den Norden.
    Doch vorher besuchten wir noch zwei Burgen in Nordwales: Conwy Castle und Gwyrch Castle.
    Ersteres überragt den gleichnamigen malerischen Ort. In der Burg fanden alle möglichen kulturellen Veranstaltungen statt. Schwertkampfvorführungen, japanische Trommler und eine Folkband in mittelalterlichen Kostümen. Letztere war wirklich gut. Die Burg selbst war sehr beeindruckend und wir fuhren erst nach 90 Minuten weiter.
    Castle Gwyrch (keine Ahnung wie man das ausspricht - ich habe immer "Gewürch" gesagt...) besuchten wir nach einem Einkauf bei Marks and Spencers. Das Schloss war wieder ganz anders. In den Berg gebaut und sehr zugewachsen. Malerisch.
    Danach mussten wir Kilometer machen. Es ging nordwärts zwischen Liverpool und Manchester durch. Die Autobahn war voll und es gab Staus.
    Erst hinter dem Ballungsraum wurde es wieder flüssiger.
    Am späten Nachmittag erreichten wir den Lake District. Eine bergige Landschaft, die uns ein wenig an Alaska erinnerte.
    Wir bleiben zwei Nächte in einem Bed & Breakfast, dem "Old Rectory".
    Read more

  • Tarn Hows - Lake District

    August 19, 2024 in England ⋅ ☁️ 17 °C

    Nun sind wir also im Lake District, einer wunderschönen, aber bei uns Kontinentaleuropäern wenig bekannten Gegend zwischen Liverpool und Glasgow. Die vielen Seen sind Gletscherseen und die Landschaft erinnert an Gegenden in Norwegen oder Schweden.
    Wir haben uns eine Wanderung um den See Tarn Hows
    vorgenommen - eine eher kleine Wanderung. Das ist auch gut so, denn am Nachmittag soll es regnen.
    Nach einem sehr guten Frühstück, das uns Michael - einer der Wirte des BnBs - serviert, fahren wir auf verschlungenen Wegen knapp 10 Meilen zum See. Der Parkplatz ist wieder sehr voll, aber ich finde noch eine Lücke.
    Die Wanderung ist wunderschön. Trotz des Wetters, das zwischen trüb, neblig und nieselig schwankt, haben wir malerische Ausblicke auf die Berge und den See.
    Anschließend fahren wir noch nach Coniston, um einige Einkäufe zu erledigen.
    Der Lake District ist wirklich eine Gegend zum Verweilen, aber wir müssen morgen weiter.
    Read more

  • Auf nach Schottland

    August 20, 2024 in Scotland ⋅ 🌬 13 °C

    Wir verließen den lieblichen Lake District, um endlich ins raue, aber dennoch wunderschöne Schottland zu gelangen. Als erstes durften wir auf sehr geschwungenen Straßen fahren, die sich in endlosen Serpentinen die Berge des Districts hoch und runter wanden. Ein kleines Stückchen fuhren wir dann sagenhafte 112 km/h auf dem Motorway, der britischen Autobahn.
    Auf der Hälfte der Strecke machten wir einen kleinen Abstecher nach Osten, um den beeindruckenden Hadrianswall zu betrachten, den wir uns unbedingt ansehen wollten, da wir ja schon mal hier waren.
    Weiter ging es auf der M6 Richtung Norden. Auch auf den Schildern stand "NORTH"!
    Die Straßen in Schottland scheinen etwas breiter zu sein, sodass die letzten Kilometer etwas entspannter waren. Wir erreichten unser wunderschön gelegenes Hotel am Firth of Clyde gegen halb fünf. Hier bleiben wir erstmal drei Nächte.
    Read more

  • Es regnet in Largs

    August 21, 2024 in Scotland ⋅ ☁️ 12 °C

    Eigentlich wollten wir nach Glasgow fahren, aber das Wetter, unser sehr gemütliches Appartement in "The Haylie" und das beiderseitige Bedürfnis nach Ruhe ließen uns in der Stadt bleiben.
    Nur dem Pencil, einem 17 Meter hohen Denkmal für die Schlacht von Largs (Schotten gegen Norweger), statteten wir einen kurzen Besuch ab.
    Der Rest des Tages: Lesen, Schlafen und Essen!
    Read more