• Me and Bryan, Ivo, Watson
  • Me and Bryan, Ivo, Watson

Via Del Sol

Wir haben nur eine kurze Zeit (fast drei Monate) und fahren nach Andalusien und zurück. 80 Tage: Jules Verne ist in 80 Tagen um die Welt gereist. Wir 5500 km. Läs mer
  • Resans start
    8 november 2025
  • Baume-Les -Dames

    8 november 2025, Frankrike ⋅ 🌙 7 °C

    Nun, wie zu erwarten war, sind wir im Dunkeln angekommen. Wir wollten erst woanders übernachten, und hatten uns alles mögliche schon angesehen herausgesucht markiert und während der Fahrt hat sich dann alles geändert. Es war neblig sogar sehr neblig. Meine Kamera ist so gut sie hat das alles raus editiert, so dass man es nicht mehr sehen kann. Aber es war 3:00 Uhr nachmittags, als wir von zu Hause losgekommen sind und ich wusste ich wollte circa 4-500 km Strecke fahren á 100 km die Stunde, im besten Fall. Durch den Nebel und das schlechte Wetter, entschied ich mich dann anders und wollte nicht mehr Landstraße fahren, besonders zu einem mir unbekannten Stellplatz.

    Ich wusste, dass Baume–Les–Dames circa 480 km von zu Hause ist und ich kenne mich dort genug aus, dass ich auch im Dunkeln meinen Platz finden würde. Und am Schluss war mir einfach wichtiger, weiter zu kommen, als einen neuen Platz kurz vor der Dunkelheit zu besuchen. Es war kalt auch hier in der Nacht. Ich hatte vergessen die Nachtabschaltung auf Anwesenheit um zu regulieren. Es war noch die Nachtabschaltung bei mir vor dem Haus, so dass der Frostwächter das Wasser nicht ablassen würde; das hieß die Temperatur im Wohnmobil ist auf 13° in der Nacht abgefallen. Aber alles gut, weder ich noch die Tiere haben gefroren.
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  • La Voultre-sur-Rhone

    9 november 2025, Frankrike ⋅ 🌙 12 °C

    Und es kommt anders als geplant… Wir wollten den Stellplatz in Beauchatel benutzen. Von diesem hatten wir ein schönes Video auf YouTube gesehen von einem Youtuber, dessen Namen ich mich nicht mehr erinnern kann. Also fuhren wir zum Stellplatz und es war, wie es in dem Video war, unter Bäumen mit Gras daneben, sehr großzügige Stellplätze, sehr schön. Was nicht im Video zu sehen war, ist, dass die D 86, circa 15 m hinter den Stellplätzen entlang läuft, und zwar ohne Zaun und ohne dazwischen liegender Hecke. Das gefiel mir nicht so besonders. Was ebenfalls nicht in dem Video zu sehen gewesen war, dass direkt neben dem Stellplatz ein Wasserkraftwerk zu sein scheint, dass nachts taghell erleuchtet ist und einen sehr industriellen Eindruck macht; riesig. Und das dritte, was dann der entscheidende Faktor für mich war, war das von der D 86 aus die Wohnmobile, die da übernachten, wie auf einem Präsentierteller dastanden. Zusätzlich noch ging die Böschung zur Rhone runter, und zwar mehr als steil, so steil, dass ich nicht sicher wäre, dass Bryan auf seinen vier Pfoten runter laufen könnte und nicht in die Rhone platschen würde. Und damit war dann die Entscheidung gefallen. Wir sind nach Soyons, wo der nächste Camping Carpark Stellplatz, mit noch zwei Stellplätzen zur Verfügung, liegt, gefahren, den ich ebenfalls nicht kannte. Kein Wunder, denn er ist erst im Juli angelegt worden. Er ist 10 m hinter den Bahngleisen und die Bahngleise sind nur durch einen Handlauf aus Holz abgeteilt. Unten drunter, also da wo meine Tiere normalerweise gehen, oder auch Kinder, alles offen zu den Bahngleisen hin. Und ja, ich führe sie meistens an der Leine, und und und, aber ich könnte mir vorstellen, dass ich mal einen unaufmerksam Augenblick hätte und da kommt ein Zug gedonnert… Die Bepflanzung, die dieser Stellplatz mal gehabt haben muss, wurde anscheinend beim Umbau herausgerissen und so stehen 21 Wohnmobile in einem dicht gedrängten, unregelmäßigen Muster, wieder wie auf dem Präsentierteller. Zusätzlich hat mir der kleine Ort nicht gefallen. Er sah ein bisschen in die Jahre gekommen aus, und nicht sehr gepflegt. La Voultre-sur-Rhone kenne ich und den Stellplatz dort auch, ja der Stellplatz ist nachts sehr dunkel und ebenfalls hinter einer Hauptstraße, die dort entlang führt. Aber durch eine Hecke und einen großmaschigen Zaun getrennt. Und das Städtchen ist gepflegt und ein wunderbares Einkaufserlebnis bei mehreren Bäckereien innerhalb von 100 m und auch einem wunderbaren Metzger. Wir haben diese diesmal nicht besucht, so verlockend es auch war. Ich bin mit viel mehr Zuversicht als beim letzten Mal über die enge Brücke gefahren und auch wieder zurück. Wir wollen immer noch in den Süden, wo es wärmer ist und wir haben es noch nicht ganz geschafft. Der neue Plan ist: wir fahren morgen bis der Tank leer ist und dann übernachten wir dort, denn es wird nicht nach Spanien reichen. Seit unserem letzten Werkstatttermin, es wurde eine 60.000 km Wartung nach fünf Jahren gemacht, und der Zahnriemen ausgetauscht, verbraucht mein Fiat Ducato, die endgültigen Zahlen sind noch nicht da, aber es scheinen 1 1/2 bis 2 l mehr auf 100 km zu sein. Ich weiß nicht, woran das liegen soll.

    Der vorgeschlagene Stellplatz liegt in Le Boulou. Bis jetzt haben wir es auf keinen der geplanten Stellplätze geschafft, es wird also lustig werden.
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  • La Palme

    10 november 2025, Frankrike ⋅ 🌙 14 °C

    Als noch 50 km auf meinem Dieseltacho stehen, wird es Zeit von der Autobahn herunterzufahren und eine Tankstelle zu finden. Wir sind in der Nähe von La-Port-Nouvelle, wo wir vor genau vier Jahren schon mal gestanden haben, und haben Glück: 500 m nach der Ausfahrt ist ein Intermarché, bei dem der Diesel weniger kostet als bei der Abfahrt in Deutschland. Daneben ist ein McDonald’s und ich sündige und kaufe mir einen Burger, Pommes Frites und eine große Cola. Aber wir fahren weiter nach La Palme, einen Stellplatz, den wir noch nicht kennen. Das Wetter ist noch immer nicht viel besser, aber morgens trödele ich herum, reinige meine Matratzen und kümmere mich um die anderen Details, die so im Haushalt anfallen auch die Toilette wird entleert, ehe wir weiterfahren. Der nächste Stopp wird wahrscheinlich L‘Aldea im Ebro Delta sein. Ich bin recht einfallslos auf dieser Reise. Aber vielleicht sind altbekannte Plätze keine schlechte Idee für einen Kurztrip. Hier jedenfalls, und ich erinnere mich, dies ist ein neuer Stellplatz in la Palme, bläst ein kalter Wind. Er fühlt sich an, als ob er direkt von den Pyrenäen runterkommt. Die Leute haben dicke Winterjacken an und Mützen auf dem Kopf. Es ist Zeit weiter zu fahren. Das letzte Foto ist von vor vier Jahren.Läs mer

  • L‘Aldea

    11 november 2025, Spanien ⋅ ⛅ 14 °C

    Eigentlich sollte ich mir auf die Schulter klopfen. Ich habe heute viel gemacht: vom Betten und Matratzen absaugen, zu Toilette entleeren, mich mit O2 rumstreiten, da die meinen Vertrag irgendwie durcheinander gebracht haben, Drohnenfirmware updated und Drohne fliegen lassen. Danach nach L’Aldea fahren sind ja nur 4 Stunden gewesen. Knapp nach 8:00 Uhr abends angekommen, das sollte für einen Tag reichen. Wir sind dann drei Nächte geblieben. Ich bleibe oft länger in L‘Aldea, es ist meist der erste warme Stop, und die Übernachtung kostet nichts — selbst das Wasser wird kostenfrei zur Verfügung gestellt, ebenso wie die Entsorgung. Daher fällt es leichter zu sagen okay ich bleibe einen Tag länger als bei einem 36 € Campingplatz, da überlege ich mir das häufiger mehrere Male, ehe ich mich entscheide.

    Hier gibt es in der Nähe ein wunderschönes Café, dass gleichzeitig eine Bäckerei und Kaffeerösterei ist. Außerdem ist ein Spar in der Nähe und mehrere Restaurants, wenn man ausgehen möchte. Das einzige störende sind die bellenden Hunde, aber das ist leider in Spanien fast überall so. Ist aber in Griechenland auch nicht anders.

    Heute fahren wir weiter nach Peñiscola, wo ich mich mit Freunden treffen möchte. Und schon fangen die Probleme an: es ist ein Campingplatz, der fast ausgebucht ist. Reservieren kann man nicht. Man muss als erster da sein, was heute bei mir nicht passieren wird, da ich endlich die Autowäsche machen lasse — sofern das klappt. Also werden wir mal sehen, wo wir übernachten. Im schlimmsten Notfall haben wir ja immer unser Bett dabei.
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  • Lavadero Roja - Amposta

    14 november 2025, Spanien ⋅ ☁️ 20 °C

    Das Auto waschen stand schon Monate lang auf dem Kalender, besonders nachdem mir ein Wasserschaden von der Waschanlage in Alsfeld zugefügt wurde, die zwar Handwäsche gemacht haben, aber voll auf die Fenster gehalten haben, bis es innen wieder rauskam. Seitdem waschen sie keine Autos mehr (auch keine LKWs) und damit begann die Suche nach einer geeigneten Waschanlage. Denn die meisten sind Selbstwaschanlagen und ich, wie viele andere Frauen auch, habe inzwischen aufgegeben den Bereich unter der Hutze sauber zu bekommen. Selbst wenn man mit einem Verlängerungsstiel arbeitet, bekommt frau nicht genügend Auflagedruck um die Mücken und Insekten, die sich während der Fahrt dort festkleben, herunterzukriegen. Jetzt erfreut es mich von ganzem Herzen drei Männer zu sehen, die und das Auto rum tanzen und dies professionell machen. Ich bin sehr beeindruckt. Die Kosten hielten sich auch in Grenzen: 60 € inklusive Unterbodenwäsche, 35 € ohne. In Deutschland hatte ich den Wohnmobil Reparaturshop meines Vertrauens, der auch Reinigungsangebote hat und waschen anbietet, gefragt, wie viel nur das Dach waschen kosten würde. Mir wurde dann ein Preis von 200 € angeboten. Danach hatte ich in Mazarron nachgefragt, da der Stellplatz dort in der Vergangenheit einen Subunternehmer hatte, der auf den Platz kam um die Wohnmobile zu waschen. Nun, er kommt jetzt nicht mehr, sondern er hat eine Halle nebenan und verlangt 200 € um ein Wohnmobil zu waschen. Bobby strahlt jetzt wie neu, die Folierung ist auch noch dran, und mein Hubbett, dass direkt unterm Dach, unter einem Dachfenster (Heki) hängt, ist auch noch trocken. Was will man mehr? Ich jedenfalls bin wunschlos glücklich.Läs mer

  • Peníscola / Peñíscola

    14 november 2025, Spanien ⋅ ☀️ 20 °C

    Wir besuchen unsere Freunde, Amelie und Heinz in Peñíscola auf dem Campingplatz Los Pinos. Der Platz gefällt mir überraschend gut. Obwohl die Stellplätze klein sind, hat er etwas charmantes. Der Preis ist ebenfalls charmant. 13 € inklusive Strom, wenn man eine ACSI Karte hat. Habe ich, und ich ergattere den letzten Stellplatz, der aufgrund eines Baumes eigentlich relativ schwer zu beparken ist. Um nicht in die Straße hinauszuragen, muss ich vorwärts einparken und links vom Baum stehen. Kein Problem, allerdings sieht die Nachbarin das nicht so —sie möchte, dass ich andersherum parke. Ich erkläre zwar, dass dies nicht möglich ist, aber sie entscheidet sich daraufhin mit mir nicht mehr zu reden. Dem kann ich keine Abhilfe anbieten.
    Es ist schön, Amelie und Heinz wieder zu sehen, Bryan ist ganz aus dem Häuschen. Amelie ist seine weibliche Lieblingsperson, und sie lässt ihm auch alles durchgehen, und er benimmt sich dementsprechend wie ein Rüpel. Es ist total hoffnungslos. Als „Belohnung“ erhält er dann von Amelie noch Würstchen.
    Samstagvormittag ist das Wetter noch wunderschön, 22°C und Sonnenschein. Und ich benutze das gute Wetter um Watson eine Zecke zu ziehen und allen drei Tieren endlich ihr Floh- und Zeckenschutzmittel aufzubringen, alles mithilfe von Amelie, die Gott sei Dank Lederhandschuhe angezogen hat, da Watson sich von seiner schlechtesten Seite zeigt und sie nach der Prozedur, als alles schon vorbei ist, kurz beißt. Aber die Lederhandschuhe halten. Trotzdem tut es mir fürchterlich leid, denn es war kein Grund dafür. Er war fertig — aber vielleicht war er genau das: fertig.
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  • Immer noch Peñiscola

    17 november 2025, Spanien ⋅ 🌙 15 °C

    Der Campingplatz Los Pinos gefiel mir von Anfang an und ich kann nicht mal genau sagen, woran es liegt. Die Nachbarn zur rechten Seite sind nicht mal besonders nett. Ein Stellplatz weiter sind dann Amelie und Heinz, die Bryan innig liebt. Wenn ich den Finger drauflegen möchte, warum mir der Campingplatz so gut gefällt, finde ich die Garrigue-Landschaft ähnliche Umgebung, mit alten, nicht bewirtschaften Olivenbäumen, die langsam im Gestrüpp untergehen, sehr attraktiv. Danach sind Orangenplantagen, Kürbisfelder und andere bewirtschaftete Flächen. Bryan fand einen anderthalb Kilo schweren Butternut Kürbis sehr interessant und hat ihn bis zum Wohnmobil geschleift. Wir no denken, er wird morgen einen Nacken Muskelkater haben, aber er war stolz, diesen Kürbis zu tragen. Jetzt träumt er selig, Das Zentrum von Peñiscola ist ziemlich weit weg, da ist aber nicht unser erster Besuch hier ist kennen wir das Stadtzentrum. Bequem ist der Aldi direkt um die Ecke keine 150 m und auch ein Mercadona ist nur circa anderthalb Kilometer entfernt. Das Wetter war bis gestern wunderbar — traumhaft; heute ist es dann schon merklich kühler geworden, was uns besonders bei einem Gläschen Wein am Spätnachmittag vor dem Wohnmobil auffiel.
    Schlechtes Wetter steht an und spätestens Freitag soll es kalt sein. Die Frage ist hierbleiben — weiterfahren, wo wird das beste Wetter sein? Ich habe die Reiseführer noch nicht gewälzt, meine Freundin Heidi ist in Altea und ein Stopover dort wäre sehr schön. Ich muss dringend nachschauen, ob auf dem Campingplatz dort Plätze vorhanden sind. Es tut gut, sich einfach treiben zu lassen.
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  • Altea — mit dem geschützten Mikroklima

    18 november 2025, Spanien ⋅ 🌙 16 °C

    Altea gilt als einer der klimatisch stabilsten Orte an der spanischen Mittelmeerküste. Hinter dem Ort liegt die Sierra de Bernia, die kalte Nordwinde wirksam abschirmt und starke Böen deutlich reduziert. Cap Blanch, wo der Campingplatz Santa Clara liegt, liegt im selben klimatisch begünstigten Küstenabschnitt wie Altea und profitiert vom besonders stabilen Mikroklima der Region. Die Bucht ist nach Südosten ausgerichtet, wodurch der Abschnitt früh Sonne erhält und sich auch an kühleren Wintertagen schnell erwärmt. Das geschützte Wasser speichert Wärme länger und mildert nächtliche Temperaturstürze. Gleichzeitig ist die Luft trockener und weniger feuchtigkeitsbeladen als in Benidorm oder Calpe. Der Campingplatz Santa Clara in Cap Blanch liegt genau in diesem geschützten Bereich, wodurch Wind und Kälte hier spürbar abgeschwächt ankommen – ein deutlich angenehmerer Standort als offenere Regionen wie Peñíscola, Mazarrón oder Cabo de Gata, besonders bei der herein ziehenden Kaltfront.

    Watson war mir eben abhandengekommen, ohne dass ich es gemerkt hatte, anscheinend hatte ich das Seitenfenster noch offen also ist er erkunden gegangen. Was ich dann gemerkt habe, dass er weinend vor der Tür stand und reingelassen werden wollte. Kaum zu glauben, wo der in 1 Stunde überall war. Jetzt weiß ich, dass er auch unterwegs frei gehen kann. Jetzt ruht er sich aus.
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  • Altea

    22 november 2025, Spanien ⋅ 🌙 7 °C

    Die tolle Aussicht auf Bild 1 ist vom Wohnmobil Fenster auf die Küste hin, denn ich bin in Altea anscheinend befördert worden, und durfte diesmal in die erste Reihe umziehen, sobald am zweiten Tag etwas frei wurde. Die Aussicht ist, wie ihr seht, fabelhaft. Camping Santa Clara ist ein sehr kleiner Platz und Rangiererei hier hat schon seine eigenen Qualitäten. Wer die Maße seines Fahrzeugs nicht im Gefühl hat, sollte es sein lassen, und nicht hierher kommen.

    Wir waren heute auf dem Markt, um Lebensmittel für das morgige Barbecue zu kaufen — ich plane ein texanisches Chili (d.h. ohne Bohnen). Heidi plant einen Gemüse Couscous. Was die anderen kochen weiß ich nicht, ich kenne nicht mal die Leute, die zum Barbecue kommen. Ich werde noch dazu ein paar Corn Bread Muffins machen, denn anderthalb Kilo gutes Rindfleisch hat auch schon seinen Preis, selbst in Spanien.

    Dazu brauchte ich dann auch noch Maismehl, und prompt hat mir die spanische Verkäuferin im Supermarkt Maisstärke mit nach Hause gegeben. Zum Glück habe ich dann die Packung noch einmal übersetzt und habe es gemerkt und bin zurück und habe dann mein bestes Spanisch angewandt, um dieses Maisstärke in Maismehl umgetauscht zu bekommen. Erstaunlicherweise gibt es nur eine Sorte Maismehl im gesamten Laden, wobei es mindestens 20 Sorten Weizenmehl gibt.

    Heute ist der kälteste Tag der Woche gewesen, mit kalten Winden noch dazu. Altea soll ja dieses begünstigte Mikroklima haben. Ich möchte nicht wissen, wie unangenehm sich das in anderen Regionen anfühlen musste. Der Wind war kalt und schneidend. Selbst Watson kam nach einer kleinen Weile wieder herein ein lautes Miauen und Kratzen an der Tür ließ mich wissen, dass er jetzt sofort reinkommen wollte.

    Trotz alledem hat die Sonne mindestens 10 Stunden geschienen, das hellt, wenn nichts anderes, das Gemüt auf. Und mit einer warmen Jacke ließen sich die 13 °C aushalten, auch bei kaltem Wind.
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  • Altea — Albir

    23 november 2025, Spanien ⋅ ☀️ 13 °C

    Juan und Paloma haben für uns eine riesige Paella mit Marisco und Pollo gekocht und alle haben ihr Gericht beigetragen. In meinem Fall war das Chili und Cornbread Muffins, beides ist übrigens sehr gut gelungen und basiert auf dem Emporium Chili Rezept aus Temple, Texas, das natürlich streng geheim ist.

    Heute Morgen sind wir dann bei strahlenden Sonnenschein und 22°C nach Albir, zum Markt, gelaufen. Wir, das sind Bryan und ich, Heidi und Ole haben das Rad genommen. Mein 10000 Schritt Soll wurde damit erfüllt. Wir bleiben noch 2 Tage in Altea.
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  • 🦃Thanksgiving🥧

    28 november 2025, Spanien ⋅ ☀️ 10 °C

    Ja, heute ist nicht 🦃Thanksgiving🥧, sondern ein Tag danach, aber trotzdem gebe ich heute Dank, denn es ist der erste Tag in 16 Monaten, dass ich bis um 7:15 Uhr schlafen durfte. Watson hat seine erste Nacht durchgeschlafen. Ich kann es kaum glauben. Ich fühle mich wunderbar. Die ganzen letzten Monate habe ich gedacht, es ist, als ob ich ein Baby im Haus habe morgens um 5:00 Uhr Finger mit schreien und rumtoben an und wollte Aufmerksamkeit. Die letzte Woche habe ich dann in regelmäßig in seine Transport Axé gesteckt. Einmal sogar hat er mich um 2:00 Uhr in der Früh geweckt und er blieb dann in der Transporttasche bis um ca. 7:30 Uhr. Er hat mir immer dabei leid getan, aber er ist freiwillig in seine Tasche gegangen, wenn ich die Leckerlis hinein gelegt habe und ich habe ihm auch jeden Morgen, wenn ich ihn rausgeholt habe, wieder Leckerlis gegeben. Ich konnte einfach nicht mehr, ich musste mehr schlafen heute fühlt sich wunderbar an.Läs mer

  • Area Camping Mazarrón

    30 november 2025, Spanien ⋅ ⛅ 12 °C

    Ich habe hier insgesamt zwei Nächte reserviert, weil ich ursprünglich den Wagen hier waschen lassen wollte. Ja wollte, bis ich den Preis gehört hatte. Der war 200 €; was dann zu meinem Stop-Over im Ebro Delta geführt hat und zum Waschen des Wagens dort für 65 €. Und das war inklusive der Unterboden Wäsche. Wir haben schon einmal vor dem Area Camper übernachtet, als wir keinen Platz hier in Mazarrón fanden. Obwohl wir schon vor Monaten reserviert hatten, wurde uns keine Platznummer zugeteilt und auch nicht wirklich ein Preis mitgeteilt, weil der vom Platz abhängt.

    Laut Karte des Platzes haben wir ein winziges kleines gelbes Quadrat und ich erlaubte mir doch tatsächlich zu fragen, wie groß dieses kleine Quadrat wäre. Denn oft werde ich in die Kategorie alleinreisende Frau — muss Lehrerin sein mit einem Kastenwagen —zugeordnet aber hier war diese Frage natürlich vollkommen unangebracht. Mir wurde erklärt, dass mein Wohnmobil für diesen Platz ein sehr kleines Wohnmobil wäre. Und das stimmt, ich glaube NiesmannBischoff, Concord und die anderen Dickschiff Marken könnten hier Zweigstellen aufmachen. Auch HaCo ist in Residenz.

    Unser Stellplatz ist wie versprochen, schön groß und wir haben nette Nachbarn, und können dem Auto waschen zuschauen, denn ein Dickschiff nach dem anderen wird hier gewaschen. Die Plätze sind zum Teil riesig und sehr günstig muss man sagen, und haben vom Weihnachtsbaum zum Hundezaun und natürlich Anhänger und Kleinwagen alles auf dem Stellplatz.

    Der Platz ist so riesig ich brauche circa 15 Minuten um mit Bryan vom Platz zu kommen, um Gassi zu gehen, ein echtes Problem und die Regeln hier sind sehr streng und selbst außerhalb des Stellplatzes soll man mit einer Wasserflasche die eventuellen feuchten Hinterlassenschaften abwaschen.

    Ich fand den Campingplatz Playa de Mazarron viel persönlicher, obwohl er viel größer sein muss. Aber eben auch für uns jedenfalls mindestens doppelt so teuer. Hier ist der Strom teuer, 0,60 € pro Kilowattstunde. Und entsprechend stehen überall die Solarpaneele.

    Ich kann verstehen, warum man an der Rezeption etwas abgehoben ist. So viele von diesen großen, teuren Wohnmobilen verschieben die Realitätsgrenzen. Ich wollte fast ein Bild von einem machen. Es muss mindestens 12 m lang sein und vier Slideouts haben. Und davon stehen zwei in unmittelbarer Nähe zueinander.

    Ich verstehe ja, wenn man ein großes Haus in einer schönen Nachbarschaft hat. Ich habe aber meine innerlichen Zweifel, dass man mit einem Wohnmobil das neu über 800.000 € kostet in arme Gegenden in Europa fahren muss, um dort dann zu seinen Wohlstand heraus hängen zu lassen. Aber das ist Gott sei Dank jedem selbst überlassen.

    Die Frage ist wie immer werde ich hier noch mal herkommen. Der Platz ist groß, sauber, hell erleuchtet, nah an der Strecke, die ich fahre, bequem zu erreichen und einfach einzuparken, und günstig. Und ich konnte ca 6 Wochen vorher reservieren — manchmal ein wichtiger Punkt. Der einzige Nachteil ist, dass die Kurzzeitplätze extrem weit vom Ausgang sind.

    Ich habe nette Nachbarn auf der einen Seite. Und hatte gleich zwei Zwischenfälle mit Hundehaltern, die zur ohne Leine Religion gehören: „ die Hunde regeln das untereinander—Rüden verbeißen sich nie“. Obwohl überall klar ausgedrückt wird: auf allen Geschäftsbedingungen, die man unterschreiben muss, steht, dass Hunde an der Leine zu führen sind. Ja, natürlich lasse ich Bryan von der Leine, wenn kein anderer Hund in der Nähe ist. Aber wenn ich einen anderen Hundehalter kommen sehe, dann lege ich Bryan wieder an die Leine. Ganz einfach. Und ich bin es sowas von Leid deswegen beschimpft zu werden, besonders wenn ich vorher höflich gefragt habe, ob sie doch bitte ihren Hund zurückrufen würden. (Was natürlich nicht geschah).
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  • Lorca

    1 december 2025, Spanien ⋅ ☀️ 15 °C

    So war das wirklich nicht geplant. Noch dazu Lorca – wir waren dort letztes Jahr schon einmal, haben aber deutlich bequemer übernachtet als jetzt in der Autowerkstatt. Nun kann ich meinen Erfahrungen hinzufügen, wie es ist, den ADAC Spanien zu kontaktieren; auch die LVM steht mir unterstützend zur Seite. Überraschenderweise kümmern sich beide Gesellschaften rührend um mich. Natürlich habe ich bei beiden eine Auslandsreiseversicherung – und Gott sei Dank ist das so. Die LVM zahlt 450 Euro fürs Abschleppen des Wohnmobils, der ADAC 300 Euro. Zusammen werden sie also die Kosten meines Abschleppdienstes tragen.

    Da ich zuerst die rechte Fahrspur der N332 blockiere, kommt die Guardia Civil und schiebt beherzt meine 4,8 Tonnen von der Straße. Jetzt blockiere ich zwar eine Parkplatzeinfahrt, aber das ist den Polizisten egal – und damit auch mir. Während ich auf den Abschleppdienst warte, werde ich „freundlich“ angehupt. Der Abschlepper hatte angekündigt, dass er etwa eine Stunde brauchen würde. Nach einer Stunde bekomme ich jedoch zunächst nur ein Dokument vom ADAC, das bestätigt, dass ich den Betrag, der über die 300 Euro hinausgeht, persönlich tragen werde. Das muss ich unterschreiben, bevor sie den Abschlepper überhaupt beauftragen.

    Danach braucht der Abschlepper – zum dritten Mal – die Maße meines Wohnmobils, um mit dem richtigen Fahrzeug zu kommen. Als er dann erscheint, ist er sehr kompetent. Trotzdem konnte ich von Anfang an sagen, dass das rückwärtige Aufladen des Wohnmobils wegen des hinteren Überhangs und der Schräglage des Abschleppers nicht funktionieren würde. Er versucht es dennoch, hat das Wohnmobil dann halb drauf, und wir stimmen überein, dass gedreht werden muss – aber an dieser Stelle ist das nicht möglich. Also fährt er mit halb aufgeladenem Wohnmobil eine Wendeschleife, dreht den Wagen und damit Bobby, lädt wieder ab und dann vorwärts wieder auf. Mir gehen die Muffen, aber er bleibt ruhig und arbeitet sauber. Es ist Millimeterarbeit.

    Ich lasse Watson und Ivo im Wohnmobil – das ist das Beste. Der Abschlepper fragt mich dann, wie ich es mit Bryan machen möchte, denn die Leiter zum Fahrerhaus ist hoch. Aber er kennt Bryan nicht: Der versteht sofort, dass er da hoch muss, und fängt an zu klettern. Er vertraut darauf, dass ich ihm helfe, wenn er stecken bleibt – was er tut. Am Ende steht er mit den Hinterpfoten auf meiner Schulter und klettert hinein. Keine Sekunde des Zögerns. Was für ein Hund.

    Dann fahren wir nach Lorca, mit meinem Wohnmobil millimetergenau auf dem Abschlepper – und der fährt nicht unbedingt langsam. Ich habe selten in meinem Leben so viel Angst gehabt. Er tippt am Handy, telefoniert, schreit ins Telefon und überholt alles, was vor uns ist. In Lorca wirkt die Autowerkstatt auf den ersten Blick extrem groß, aber nicht unbedingt vertrauenerweckend. Der Abschlepper versichert mir jedoch auf Spanisch, dass dies eine gute Werkstatt sei und alles in Ordnung gehe.

    Der ADAC ruft mehrere Male an und stellt schließlich eine spanischsprachige Dame dazu, die alles übersetzt. Sie arbeitet zwar im medizinischen Bereich, hilft aber gerne aus und dokumentiert alles entsprechend. Vier oder fünf Mechaniker sind nötig, um das Wohnmobil in die Halle zu schieben, und ich darf darin übernachten. Mir wird sogar gezeigt, wie ich die Werkstatt auf- und zuschließe. Kaum zu glauben.

    Ebenfalls kaum zu glauben ist, dass dort Leute bis 22:00 Uhr arbeiten. Vier oder fünf Mechaniker klopfen fleißig herum; am Ende bleibt einer übrig, der bis Mitternacht weitermacht. Ich recherchiere, wann sie morgens wieder öffnen. ChatGPT meinte 8:00 Uhr – tatsächlich wird dort schon um 7:00 Uhr aufgeschlossen, und das Hämmern beginnt erneut. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass ich schlecht oder zumindest deutlich zu wenig geschlafen habe.

    Ich warte immer noch auf meinen Kostenvoranschlag, mir wird aber wieder gesagt, er käme „jede Minute“. Vorher müsse das Wohnmobil aber auf die Grube geschoben werden – also rangieren ohne Motor und ohne Servolenkung. Ich werde gebeten, das Steuer zu übernehmen, merke jedoch nach wenigen Metern, dass es zu eng ist, selbst wenn die Servolenkung funktionieren würde. Also übergebe ich das Lenken dem Werkstattbesitzer. Ohne Servo 4,8 Tonnen zu bewegen, ist nicht die Aufgabe dieser Frau.

    Sie versuchen es ein zweites, drittes und viertes Mal. Sie geben nicht auf. Schließlich wird jemand ins gegenüberliegende Restaurant geschickt, wo bereits Frühstück serviert wird – und die halbe Gästeschaft kommt rüber, um zu helfen. Endlich steht Bobby auf der Grube.

    Es ist kalt in Lorca, und ich habe vor Aufregung nur meine Strickjacke und Bryan mitgenommen. Also frage ich, ob ich meine warme Jacke holen darf – und stelle sofort fest, wie angenehm warm das Wohnmobil ist. Das Wartezimmer in der offenen Halle ist genauso kalt wie der Rest. Ich frage, ob ich im Wohnmobil sitzen darf, während sie den Diesel ablassen und den Filter wechseln. Kein Problem.

    Zu meinem Erstaunen sitze ich also im Wagen, Bryan neben mir, Ivo ganz dicht bei mir, weil er das Ungewohnte nicht mag, und auch Watson ist erstaunlich ruhig. Auf einmal schweben wir in die Höhe – die Hebebühne fährt hoch, zwei Meter oder mehr. Lustig, denn ich wollte mit Bryan noch einmal Gassi gehen. Aber er war ja heute Morgen zumindestens schon kurz draußen.

    Gegen 13:00 Uhr wird das Auto wieder heruntergelassen. Immer noch kein Kostenvoranschlag – den habe ich inzwischen aufgegeben. Ich gehe mit Bryan Gassi. Als ich zurückkomme, höre ich das vertraute Tuckern von Bobbys Motor. Gott sei Dank!

    Es geht ans Bezahlen. Ich schulde 375 Euro für die Arbeiten sowie den Wechsel der Scheibenwischerblätter. Die ausgewechselte Blinker-Glühlampe brauche ich nicht zu bezahlen. Es sind 18 Liter Diesel im Tank – die kann man von den 375 Euro abziehen. Ich finde den Preis angemessen und bin erleichtert.

    Was für ein Abenteuer! Und ehrlich gesagt war es viel leichter und angenehmer, als es im Wohnmobilforum immer beschrieben wird. Ich weiß nicht, was für Chaoten dort schreiben, und warum sie so viel Panik verbreiten: angebliche Abschlepper, die den Dienst verweigern, angeblich kein Unternehmen, das über 3,5 Tonnen abschleppt, und ein ADAC, der angeblich nichts tun würde. Alles falsch.

    Natürlich geht der ADAC nur bis zur Vertragsgrenze, und das sind nun einmal 300 Euro im Ausland. Ende der Diskussion. Bei der LVM sind es 450 Euro. Ebenfalls Ende der Diskussion. Beide Versicherer haben sich aber sofort bereit erklärt, miteinander zu kooperieren: Ich reiche beim ADAC ein, bekomme dort das Maximum, und den Rest übernimmt die LVM. Die LVM erklärte mir sogar, dass man – wenn ich kein Hotel oder keinen Mietwagen benötige – im Notfall Mittel umschichten könne. Mir wurde ein Hotel angeboten, ein Mietwagen ebenfalls. Aber mit meinen Tieren wäre das die schlechtere Lösung gewesen.

    Offenbar fanden beide Versicherer auch, dass ich mich nicht unvernünftig angestellt habe – sie riefen mehrfach an, fragten, ob es mir gut gehe, ob ich etwas brauche. Selbst als ich schon Richtung Málaga unterwegs war, kam noch einmal ein Kontrollanruf.

    Ja, die spanische Werkstatt arbeitet anders als eine deutsche. Das ist zu erwarten. Aber am Ende waren sie kompetent und fanden für alles eine Lösung. Wie oft habe ich in Deutschland schon gehört: „Geht nicht“, „Machen wir nicht“, „Suchen Sie sich jemand anderen“. Davor hatte ich am meisten Angst – dass ich in Lorca feststecken und einen zweiten Abschlepper bräuchte. Aber so kam es nicht.

    Kartenzahlung war kein Problem. Ja, ich hätte diesen Stopp in Lorca nicht gebraucht – aber alles in allem ging es sehr gut über die Bühne.
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  • Endlich in Malaga

    2 december 2025, Spanien ⋅ 🌙 13 °C

    Nach all der Aufregungen der letzten Tage möchte ich endlich in Malaga ankommen. Als wir aus der Autowerkstatt rollen, ist es allerdings schon 15:00 Uhr und ich muss natürlich noch Diesel kaufen und auch LPG Gas wäre sehr gut, da wir die letzten Nächte bei den kalten Temperaturen ja doch heizen mussten. Ich finde auch eine Tankstelle, die günstig und gleichzeitig ein eigenartiger Wohnmobilstellplatz ist in der Nähe, und zwar in Totana. Nicht sehr viel Charme, aber wenn man auf der Durchreise ist, dann bietet sich der Platz an. 1 km von der Autobahn entfernt und günstig scheint er auch zu sein mit einem Restaurant daneben. Danach suche ich mir noch LPG Gas und auch das klappt und dann geht es endlich Richtung Malaga. Das Wetter ist bedeckt und windig. Und ich denke mir nicht viel dabei. Nun ja, die Berge von Granada sind ja immer schon sehr beeindruckend gewesen und begrüßen mich mit stetig dunkler werdenden Wolken, bis es mit regnen anfängt. Ich denke kurz darüber nach mir einen Übernachtungsplatz zu finden. Aber ich habe in Malaga Area Beach schon angerufen und habe gesagt, ich werde kommen. Sie haben mir gesagt, ab 21:30 Uhr kann ich nicht mehr im System gebucht werden, was mir im Prinzip auch egal ist. Im Notfall stehe ich eben davor, aber trotzdem hatte ich mich in dem Moment entschlossen, ohne Pause durchzufahren. Ich bin hellwach, habe etwas gegessen (das reichhaltige Sandwich von gestern) und soweit so gut. Dann fängt es mit regnen an und Warnungen an der Straße, dass es bei Regen sehr glatt ist. Dafür reicht mein Spanisch inzwischen. Okay, ich fahre langsamer. Dann kommt der Nebel, was soll ich sagen teilweise 10 m Sicht. Es geht die Berge hoch und runter und die Sicht ändert sich sekündlich. Ich habe die Warnblinkanlage an, damit ich besser gesehen werde. Gott sei Dank habe ich klare Sicht, denn bei der Ausfahrt auf der aus der Werkstatt hatte ich daran gedacht, dass ich die Scheibenwischerblätter wechseln wollte, und habe sie gebeten, das noch zu machen. Dann, glücklich wie ich manchmal bin, bat ich aus welchen Gründen auch immer den Garageneigentümer des Auto aus der Garage zu fahren und merke, als er rausfährt, daß erstens das Bremslicht nicht geht, und zweitens der Blinker im Spiegel wieder kaputt ist. Beides noch dazu links. Das war nicht so, als wir bei der Werkstatt ankamen aber was soll’s. Es hat bestimmt nichts mit der Werkstatt zu tun. Aber Gott sei Dank bin ich dort, um es in Ordnung zu bringen zu lassen, und so bin ich im Nebel wenigstens mit einer wunderbaren, klaren Sicht, dank der neuen Scheibenwischerblätter, und ohne Probleme mit meiner Lichtanlage unterwegs. Als wir endlich wieder auf die AP7 kommen, klärte sich das Wetter auf, und die Fahrerei wird besser. Ich atme erleichtert auf. Wie immer unterstützen meine Tiere mich dadurch, dass sie wie Engelchen hinten und Bryan zwischen den Sitzen vorne, schlafen und keinen Pieps von sich geben. Ich komme 20:10 Uhr an und werde sehr nett begrüßt, denn sie wussten ja, dass ich Probleme mit dem Auto hatte. Es ist schön wieder hier zu sein und so nett begrüßt zu werden. Zusätzlich sehe ich auch noch, dass sie jetzt AquaChem verkaufen, ich benötige welches. Watsons neuer Kratzbaum ist auch angekommen. Er hat seinen alten unterwegs zerlegt. Der Neue wird mit Begeisterung angenommen, aber ich bin zu müde, um dran zu denken das zu fotografieren. Ich gieße mir ein Glas Wein ein und lege die Füße hoch. Wir haben es geschafft.

    Heute Morgen sehe ich das neben mir, oder vor mir, ein reisender Friseur steht. Das werde ich mir heute einmal anschauen.
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  • Strandspaziergänge

    7 december 2025, Spanien ⋅ ☀️ 18 °C

    Der Wind lässt nach und hört langsam auf. Es fühlt sich wunderbar an, wenn es warm und windstill draußen ist. Es geht auch, wenn der Wind von Süden kommt aber die letzten Tage war es eher so Nordwesten.Läs mer

  • Cala del Moral - Málaga Am Hundestrand

    8 december 2025, Spanien ⋅ ☀️ 14 °C

    Bryan und ich üben am Hundestrand. Gestern haben wir ohne Leine mit dem Ball gespielt und Bryan hat andere Hunde begrüßt. Heute, am Feiertag haben einige große Hunde am Strand gepöbelt, so haben wir einen Spaziergang gemacht. Wir haben neue Nachbarn, mal schauen wie das wird. Der Man hat mich total entgeistert angeschaut als ich ihm einen Guten Tag gewünscht habe.Läs mer

  • Einkaufstag

    9 december 2025, Spanien ⋅ ☁️ 15 °C

    Heute war es definitiv Zeit zum Carrefour zu gehen, um einzukaufen. Die Leckerlis für die Katzen, die Amelie uns noch vom Aldi in Peñiscola mitgebracht hatte, waren zu Ende. Und nach über einem Jahr von Erziehungsbersuchen meinerseits sind wir endlich zu einem Waffenstillstand hier im Wohnmobil gekommen. Ivo hat aufgehört Watson anzufauchen und Watson schmust sich an ihn heran, wann immer er die Gelegenheit kriegt, ein Kind eben, das noch Wärme bei anderen sucht. Meist muss Bryan dafür herhalten, und er tut das sehr gut.

    Carrefour ist entweder 800m oder 1,2 km von hier. Natürlich ist die weitere Entfernung das attraktivere. Ich habe dann immer die Wahl. Entweder ich nehme das Fahrrad und erledige es schnell, aber wenn ich zurückkomme, erwartet mich ein ausgeruhter Bryan, der dann auf einen Spaziergang gehen möchte wobei dann die Katzen nicht raus können, weil ich zweimal weg bin oder ich nehme Bryan mit und gehe zu Fuß. Dann haben wir beide etwas davon und kommen in einem gleichmäßig aus balancierten Status hier wieder an. Allerdings muss ich so die schweren Taschen schleppen.

    Naja, mein eigentliches Vorhaben war auf dem Heimweg, wenn es bergab geht, zu filmen und vielleicht auch dabei einen kleinen Blick auf das Mittelmeer zu werfen. Das war natürlich eine idiotische Idee, denn auf dem Rückweg habe ich beide Hände mit den Taschen voll, denn ich habe gelernt mir zwei Taschen zu nehmen, damit das Gewicht besser balanciert ist.

    Also haben wir auf dem Weg hoch ein kleines bisschen gefilmt. Es ist nicht viel, aber vielleicht erinnert es mich dann doch in der Zukunft daran, wie es war zu Carrefour zum einkaufen zu gehen.
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  • Regen

    10 december 2025, Spanien ⋅ 🌧 14 °C

    Erstaunlich, es regnet heute. Wie immer hatte ich was anderes vor, aber das wird eben verschoben und die Wanderung wird beim nächsten Sonnenstrahl gemacht.

    Wir hatten heute sowieso häusliche Aufgaben zu erledigen. Ich war es leid, die letzten Tage Wasser zu schleppen, und habe dann gewartet, bis der letzte Tropfen aus dem Tank aufgebraucht war, und auch die Toilette musste entleert werden. Dafür bin ich dann nach vorne gefahren und habe gleich 130 l Wasser getankt, den Abwassertank entleert die Toilette entleert und bin danach noch zum LPG tanken gefahren. Aber da ich schon an der Tankstelle war, hab ich dann gleich noch Diesel getankt. Dann zurück und wieder eingeparkt.

    Das absolut erstaunliche ist, dass ich pro Tag nur 1,10 € LPG Gas fürs Heizen verbraucht habe, also 1,1 l pro Tag. Wenn ich hier mit Strom heize, fliegt die Sicherung raus. Das hängt auf diesem Stellplatz immer vom individuellen Platz, auf dem man steht, ab. Je nach Platz hat man 4 A, 6 A und auch 10 A ist möglich. Ich empfinde 1,10 € als günstig und denke darüber nach wie viele der Nachbarn an der Heizung zu sparen scheinen, und sich erst morgens um neun aus den Decken schälen, um die Heizung nicht andrehen zu müssen. Jedenfalls höre ich das aus den Kommentaren. Meine KI vermutet allerdings, dass diese eine Dieselheizung haben müssten, die sie nicht hören wollen oder mit denen sie nicht die anderen Leute belästigen wollen.

    Das Parken auf diesem kleinen Stellplatz geht erstaunlich gut. Es hat wohl damit etwas zu tun, dass die Wegbreite genau austariert ist, um ein 7,50 m langes Fahrzeug in einem Rutsch auf den Stellplatz fahren zu lassen. Diese sind zwar ziemlich schmal, aber dadurch dass man gut einparken kann, ist das nicht so schlimm. Eigentlich wollte ich noch Wäsche waschen, aber da sich der Nieselregen von heute Morgen in einen Landregen verwandelt hat, lasse ich es doch bleiben.

    Meine drei Companeros aalen sich auch auf den Couchen. Bei schlechtem Wetter weiss ich den Grundriss meines Wohnmobils wirklich zu schätzen, obwohl ich mir das Fußende meiner Couch stets mit Ivo teilen muss. Er ist halt verwöhnt und 14 Jahre alt, ein älterer Herr und etwas stur wie die meisten.

    Da ich immer noch in der ersten Reihe stehe, hab ich den wunderschönen Blick aufs Meer. Das entschädigt auch für den Regen.
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  • Was tun, wenn eine Regenfront kommt?

    11 december 2025, Spanien ⋅ ☁️ 15 °C

    Es ist Regen vorhergesagt, eventuell sogar eine Starkwetterfront. In Andalusien kann man das nie so genau einschätzen. Die Wetterberichte sind nicht besonders akkurat, aber den ganzen Nachmittag über konnte man sehen, wie die Wolken aus allen Richtungen heranzogen. Auch die Wellen wurden größer und lauter – ein deutliches Zeichen dafür, dass draußen auf dem Meer einiges los ist.

    Laut Vorhersage bleibt dieses Wetter bis Mittwoch nächster Woche bestehen, also für ganze fünf Tage. Jeder hier bereitet sich auf seine Weise vor, und überall auf dem Stellplatz hört man Hämmern. Mein Nachbar schräg gegenüber verliert mindestens fünfmal den Hammerkopf von seinem Hammerstiel. Mit einem Gummihammer versucht er, Nägel in diesen harten Boden zu schlagen – aussichtslos. Also gehe ich hinüber und biete ihm meinen kleinen Ein-Kilo-Vorschlaghammer an, den er nach etwas Zögern annimmt. Zu meinem Erstaunen hat er sogar die Markise ausgefahren und ist dabei, die Beine zu befestigen. Für mich wäre das bei schlechtem Wetter undenkbar: Zum einen knarrt die Markise die ganze Nacht, zum anderen kann eine einzige Böe sie abreißen oder aufs Dach schlagen – und dann wird der Schaden richtig teuer.

    Ich habe das schon oft gesehen und empfehle nur vielleicht die Sturmbänder zu benutzen, aber eigentlich geht mich das alles nicht viel an. Um mich herum machen andere Mobilisten genau dasselbe. Ich hingegen habe meine Möbel verstaut. Ich werde sie, so wie es aussieht, für fünf Tage nicht brauchen, und wenn doch, kann ich sie schnell wieder herausnehmen. Selbst die Fußmatte, die ich nicht klatschnass haben möchte, lege ich innen auf die erste Stufe. Die Körbchen kommen weg, die Türen schließe ich, Starlink sichere ich – und ich lade mir vorsichtshalber eine zuverlässige Wetter-App herunter. Ich stehe direkt neben einer Rambla, und auch wenn sie heute harmlos wirkt, kann sie bei falschem Wetter sehr schnell Wasser führen.

    Danach gehe ich mit dem Hund hinaus, falls der Regen früher einsetzt als angekündigt. Die Markise nur dafür auszufahren, die Gartenmöbel zu schützen, käme mir nicht in den Sinn. Jedem das Seine.

    Manchmal fällt hier roter Sahara-Sand zusammen mit dem Regen. Heute Nacht hat es leicht genieselt, und mein Wohnmobil sieht entsprechend dreckig aus. Den Staub und Dreck brauche ich nicht auch noch auf meinen Möbeln.

    Ivo, mein alter Kater, hat früher gern im Regen unter dem Wohnmobil gesessen. Aber er ist noch ruhiger geworden; mal sehen, ob er das diesmal wieder tut. Watson hingegen war schon zweimal draußen im Regen und kam jedes Mal völlig verdreckt zurück – bei seinem dicken Fell kaum vorstellbar. Einmal musste ich ihn unter die Dusche stellen, was ihm natürlich gar nicht gefallen hat.

    Trotz allem mag ich das kraftvolle Rauschen der Wellen, wenn sie hier am Strand auflaufen, auch wenn sie nicht besonders hoch sind. Es hat etwas Beruhigendes – selbst an Tagen, an denen das Wetter umschlägt.
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  • Nur Wind, kein Regen

    12 december 2025, Spanien ⋅ ☁️ 15 °C

    Ich habe schlecht geschlafen, what else is new? Watson tobt um 5:00 Uhr morgens durch das Wohnmobil, bis ich ihn in seine Reisetasche stecke. Da schläft er dann ganz zufrieden, selbst bis um 9:00 Uhr,

    Die ganze Nacht hat der Wind um das Wohnmobil herumgepeitscht und die Äste von den Sträuchern, die den Stellplatz unterteilen, haben am Wohnmobil entlang gequietscht. Da die Stellplätze hier relativ eng, aber lang sind, habe ich natürlich dicht an den Sträuchern geparkt (wie alle andern auch), aber das rächt sich im Sturm. Zweimal tut es einen Schlag, als ob ein Taubenei großer Stein gegen das Wohnmobil schlägt — ich habe keine Ahnung, was es war.

    Der Stellplatz hier ist eigentlich gut eingezäunt, aber natürlich hat Watson eine Öffnung gefunden, irgendwo ganz nah an der Schnellstraße, die vorbeiführt. Heute war dann schon der zweite Abend, wo ich ihn dort abgeholt habe. Watson freut sich jedes Mal, wenn ich komme, um ihn abzuholen. Er begrüßt mich überschwänglich und läuft sofort neben Bryan her, um mit uns gemeinsam nach Hause zu gehen, auch an der Leine. Im Prinzip ist es zum Lachen. Ich wollte schon mal ihn nicht abholen gehen, aber die Schnellstraße veranlasst mich dann doch immer zu ihm hinzulaufen, ihn kurz zu rufen, und dann mit ihm zurückzukommen.
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  • Seegang

    13 december 2025, Spanien ⋅ ☁️ 17 °C

    Der Wind hält sich hartnäckig und liegt immer noch bei rund 65 km/h. Die Wellen sind inzwischen deutlich größer und lauter geworden, das Meer wirkt unruhig und kraftvoll. Heute Morgen habe ich einige Surfer gesehen und wollte sie fotografieren, doch offenbar waren sie bereits auf dem Heimweg – einen Moment später waren sie verschwunden. Ich bin noch ein gutes Stück in Richtung Rinçon gelaufen, in der Hoffnung, sie doch noch einmal zu entdecken, hatte aber kein Glück.

    Immerhin ist es inzwischen spürbar wärmer geworden. Es fühlt sich so an, als hätte der Wind gedreht, auch wenn er noch lange nicht nachgelassen hat.

    Eine schöne Nachricht zum Schluss: Mein Sohn hat gerade seinen Flug gebucht und wird am Montag hier ankommen.
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