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  • Day22

    22. Tag - Über Stock und über Stein

    November 2, 2018 in the United States ⋅ ⛅ 12 °C

    Nach einer großen Mütze Schlaf fuhren wir wieder in den Yosemite Nationalpark und machten zuerst Halt an der Swinging Bridge, die wir schon am Vortag gesehen haben. Darunter hatten wir uns eine Hängebrücke vorgestellt, aber fanden nur eine normale Holzbrücke vor. Doch wenn man still darauf stand, fühlten wir kleine Bewegungen. Die Swinging Bridge führte uns über einen fast ausgetrockneten Fluss. Nur ein kleiner zähfließender Bach war noch zu erkennen. Aber die Aussicht von hier war großartig.
    Danach fuhren wir weiter zum Parkplatz am Half Dome Village und wollten von dort aus einen Trail entlangwandern.
    Weil wir nicht richtig aufgepasst haben als uns die Dame am Visitor Center über den Trail berichtet hatte, liefen wir ohne Wasser los. Die Warn-Schilder, dass man genügend Wasser dabei haben sollte, ignorierten wir gekonnt. Also wanderten wir den 10 Kilometer langen und mit einem Höhenunterschied von 475 Meter hohen Trail zu dem Vernal Fall mit einer kleinen Cola und zwei Bananen im Gepäck hinauf.
    Entlang des John Muir Trails und des Mist Trails gingen wir den teilweise richtig steilen Berg hinauf. Der erste Stop auf diesem Weg war eine Brücke, die den ersten schönen Ausblick bereithielt. Aber das reichte uns nicht. Noch weiter oben wurde es irgendwann so steil, dass aus Steinen Treppenstufen geformt und teilweise Geländer zum festhalten angebracht waren. Der Weg bis nach ganz oben war wirklich anstrengend, hat sich aber voll und ganz gelohnt. Den Wasserfall im Blick stapften wir die letzten Meter bis nach oben und konnten dann vom Scheitelpunkt des Vernal Falls nach unten blicken. Hier legten wir eine etwas größere Pause ein, denn wir dachten jetzt laufen wir ja nur noch nach unten.
    Aber falsch gedacht. Über einen anderen Trail traten wir die Reise zurück zum Parkplatz an. Doch es ging nicht sofort nach unten, sondern erstmal weiter nach oben bis die Beine brannten. Aber eine gute Aussicht muss sich auch erstmal verdient werden. Am höchsten Punkt angekommen blickten wir von oben auf den Vernal Fall und gegen den Nevada Fall auf der anderen Seite.
    Auf dem Weg nach unten lernten wir zwei Österreicher kennen, mit denen wir uns über die Erlebnisse und die unterschiedlichen Roadtrips austauschten. So verging der Rückweg wie im Flug.
    Den Sonnenuntergang schauten wir uns heute Abend am Tunnel View an und beobachteten wie sich der Berg El Capitan von Zeit zu Zeit in verschiedenen Tönen einfärbte.
    Da sich unsere Reise dem Ende zuneigt, haben wir unseren Abend damit verbracht unsere Koffer mal aufzuräumen und uns so langsam mit der Heimreise zu beschäftigen.
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