• Ein weiterer Tag in Batumi

    September 30 in Georgia 🌧 21 °C

    Der Wecker hat heute Sendepause und so ist es schon fast neun Uhr, als wir aufwachen und uns für das Frühstück rüsten. Wie angekündigt regnet es draußen und wir sind sehr zufrieden mit der Entscheidung, heute noch in Batumi zu bleiben. Das erste georgische Frühstücksbuffet nutzen wir gut aus, es ist für herzhafte sowie süße Gelüste alles dabei. Lesend, schreibend und schlafend verbringen wir die folgende Zeit im Hotelzimmer. Im Verlauf des Tages legt der Regen glücklicherweise doch noch eine Pause ein, die wir für einen kleinen Ausflug nutzen. Schließlich befindet sich nur wenige Schritte von unserem Hotel entfernt, also quasi auf der anderen Straßenseite, die Talstation des "ARGO Cable Car". Es ist nicht viel los, schnell halten wir unsere Tickets in den Händen. Die Fahrt mit der Seilbahn beginnt quasi gegenüber von unserem Hotel und endet nach einer Strecke von 2.568 Metern auf dem Anuria-Berg, 256 Meter über dem Meeresspiegel. Etwa ein Viertelstunde schweben wir in einer Gondel aufwärts und freuen uns über eine ganz neue Perspektive auf die Stadt, den Hafen und das Meer. Mit in unserer Gondel sitzt ein schräges Pärchen, bestehend aus einer recht gut deutsch sprechenden Russin und einem Mann aus Bremen, die in der vergangenen Woche geheiratet haben. Wir halten etwas Smalltalk und auf einmal stellt die Frau mit einem Blick zum Himmel fest: "Wenig Vögel hier. Vielleicht alle gegessen." Interessante These...! An der Endstation angekommen begeben wir uns auf eine Aussichtsplattform, von welcher wir nochmal einen herrlichen Panoramablick haben. Als wir uns nach einer ganzen Weile sattgesehen und -fotografiert haben, besteigen wir die nächste Gondel und gleiten sanft wieder bis fast vor die Hoteltür. Nach dieser Wahnsinnsaktivität ist jetzt selbstverständlich erstmal wieder Pause angesagt. Passend dazu setzt auch wieder Niederschlag ein, der im Verlauf das Ausmaß des angekündigten Starkregens annimmt und mit gehörigem Wind einhergeht. Das wäre auf dem Rad sicher sehr ungemütlich geworden und wir sind einmal mehr froh, dass wir es uns warm und trocken im Hotelzimmer gut gehen lassen. Erst am Abend treibt uns der Hunger wieder vor die Tür. Wir landen im "türkischen Viertel" nahe der Zentralmoschee um die Ecke und kehren in einem georgisch-türkischen Restaurant ein. Heute wagen wir keine Experimente, sondern bestellen bewährte und lieb gewonnene Speisen und Getränke: Beyti, Lahmacun, Ayran, Sütlaç, Baklava und natürlich Çay. Angesichts des erneut einsetzenden Regens begeben wir uns mit unseren vollen Bäuchen schließlich auf direktem Weg zurück ins Hotel, unterwegs hüpfen wir lediglich noch in einen Supermarkt. Einkaufen in Georgien ist auch ein interessantes Erlebnis, wir müssen uns erstmal zurechtfinden mit den unbekannten Produkten, der fremden Schrift und der neuen Währung. Auf jeden Fall gelingt es uns, einige Lari loszuwerden und mit einer vollen Tüte den Laden zu verlassen. Im Hotel angekommen geht's via Badezimmer zügig unter die Bettdecke. Morgen soll wieder geradelt werden, für heute wird das Licht ausgemacht.Read more